Hermann Hesse: Siddharta
Ein Handout von Silke Hechinger


Inhalt

Hermann Hesse: Biographie

Hesses Familie
Einflüsse auf seine persönliche Entwicklung
Einordnung Hesses in eine Epoche


Siddhartha

Inhalt

Einordnung als Entwicklungsroman

Hesses Leben und „Siddhartha“
Begriffe
Quellen


Hermann Hesse: Biographie

2.7. 1877 
Hermann Hesse wird in Baden-Württemberg (Calw) geboren.

1891 
Nach dem Schulabschluss besucht er, den Vorstellungen der Eltern folgend, das evangelisch-theologische Seminar Maulbronn. Nach einem Jahr flieht er aus dem Seminar. Sein Wusch ist es Dichter zu werden. Er begeht einen Selbstmordversuch. 

1893 
Nach der die Mittlere Reife in Bad Cannstatt versucht er sich in verschiedenen Berufen und veröffentlicht erste Gedichte und Prosastücke.

1904 
Er heiratet die Baseler Fotografin Maria Bernoulli mit der er 3 Söhne bekommt. (Ehe: 1904 - 1923). Nach seinem ersten Bucherfolg „Peter Camenzind“ arbeitet er als freier Schriftsteller und lebt am Bodensee (Gaienhofen) 

1911 
Er unternimmt seine 4-monatige „Indienreise“ nach Ceylon/ Sri Lanka, Sumatra und Malaysia (Singapur).

Ab 1912 
lebt er in der Schweiz (Bern).

1914 - 1918 
Während des ersten Weltkriegs arbeitet er in der Kriegsgefangenenfürsorge und wird wegen seiner Kritik an patriotischer Kriegsdichtung als Vaterlandsverräter beschimpft. 

1916 
Er durchlebt eine tiefe Krise (ß Tod seines Vaters, schwere Erkrankung seines Sohnes Martin, ausbrechende Schizophrenie bei seiner Frau, Enttäuschung über das politische Versagen vieler Künstler und Intellektueller angesichts des Krieges) und begibt sich in psychotherapeutische Behandlung.

1919 
Hesse zieht ohne seine Familie ins Tessin

1919-1922 
Entstehung des Siddhartha 
Er gibt die Flugschrift „Zarathustras Wiederkehr“ heraus, in der er die politischen und gesellschaftlichen Zustände, die er für den Ersten Weltkrieg verantwortlich hält, kritisiert.

1923 
Er erhält auf seinen Antrag hin die Schweizer Staatsbürgerschaft.
Während der NS-Zeit verhilft er einigen Künstlern zur Flucht ins Ausland. Er heiratet zwei weitere Male. 
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit betätigt er sich auch als Maler.
Hesse erhält noch zu Lebzeiten mehrere Auszeichnungen (Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main, Ehrendoktorwürde der Universität Bern, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels), darunter den Literaturnobelpreis.

9.8.1962 
Er stirbt in Montagnola im Tessin.

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Hesses Familie

Eltern und Großeltern hatten alle einige Zeit als Missionare in Indien verbracht. Im Unterschied zu den meisten Missionaren jener Zeit beschäftigten sie sich jedoch auch mit indischer Denkart und Kultur – sie brachten viele Erzählungen und Erinnerungsstücke aus dieser Zeit mit. Vater und Großvater schrieben auch Bücher über diese Zeit. Der Großvater sprach darüber hinaus einige indische Dialekte und verfasste ein indisch-deutsches Wörterbuch.
Die Familie war schon viele Generationen hindurch streng pietistisch. 

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Einflüsse auf seine persönliche Entwicklung

Seine Jugend in der strenggläubigen Familie ist die Voraussetzung für die enge geistige Verbindung zu Indien, die sich später auf den gesamten asiatischen Raum ausdehnt. Sie legt auch den Grundstein für seine eigene Religiosität. Gleichzeitig schrecken ihn die religiösen Praktiken, die er in der Familie kennen lernt, von Dogmen und vorformulierten Glaubenssätzen aller Art ab.
Er beschäftigt sich später selbst mit den Reden Buddhas, Teilen der Veden (die Upanishaden, die Philosophie des Vedanta) und Lao Tse (der Begründer des Taoismus) und unternimmt seine Indienreise. Zusätzlich fließen unter anderem auch Ideen Schopenhauers, Nietzsches und Goethes in seine Lebensphilosophie mit ein. 

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Einordnung Hesses in eine Epoche

Hesse lässt sich nur schwer einer Epoche genau zuordnen. Einige Punkte lassen ihn jedoch als späten Romantiker erscheinen:
- seine Kindheit in Schwaben, einem Landstrich in dem die Romantik besonderen Einfluss gehabt hatte;
- seine pietistische Familie; der Pietismus hatte in der Romantik besondere Bedeutung. Das Gebiet des ehem. Herzogtums Württemberg gilt als besonders vom Pietismus geprägt;
- seine Liebe zur Dichtung und sein Selbstverständnis als Dichter (siehe dazu auch die Betitelung „indische Dichtung“ beim Siddhartha); den Romantikern lagen Fantasie und Dichtung sehr am Herzen;
- die mystischen Elemente der indischen Religion, die Hesse auch im Siddhartha verwendet (Vorstellung von Atman und Brahman); Mystik war ein Grundpfeiler der Romantik;
- die Suche nach dem eigenen Innersten, die Hesse Siddhartha unternehmen lässt, und das Erkennen der Einheit; sie finden sich unter etwas anderen Vorzeichen in der Romantik: Die Romantik strebte nach Einheit und vollkommener Harmonie aller Dinge, um den Geist in der Natur zu erwecken; Dabei spielte auch die Suche nach dem Innersten eine Rolle, denn einige Romantiker glaubten, dass die Einheit im Innern des Menschen zu finden sei;
- Ähnlichkeiten im Taoismus zu romantischen Vorstellungen: Der Grundsatz des „Nicht-Handelns“ entspricht in etwa dem Gottvertrauen und der Schicksalsergebenheit der Romantiker; 
Hesse formuliert dies für sich um: er spricht sich gegen „Weltverbesserung“ aus, deren Folgen auch zum ersten Weltkrieg geführt hätten. Als Lösung schlägt er einen Weg des Nicht-Handelns vor. Der Mensch soll sich stattdessen selbst der jeweiligen Situation anpassen.

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Siddhartha

Inhalt

Der Roman spielt ca. im 6. Jahrhundert vor Christus in Indien
Der Roman schildert den Lebensweg des Brahmanensohns Siddhartha. Von seinem Vater und anderen Priestern lernt der gelehrige Schüler über die Veden, deren philosophischen Gedanken, religiösen Gebote und Anleitungen zu Ritualen und Gebeten. Die Gebete, Opfer und Meditationen können ihm aber keinen inneren Frieden geben. Er sieht auch wie sein Vater Tag für Tag die heiligen Waschungen und Gebete zur Reinigung von den Sünden zelebriert und doch nicht aus Sansara entkommt.
Siddhartha sucht nach einem besseren Weg. Er will Atman in seinem Innern finden. Er weiß aus den Veden, dass jener, der zu Atman vordringt, die innere Ruhe, Zufriedenheit und Erlösung von Sansara findet nach der er sich sehnt.
Zu diesem Zweck erzwingt Siddhartha die Erlaubnis von seinem Vater, sich zusammen mit seinem Freund Govinda einer Gruppe Samanas anzuschließen.
Er erlernt ihre Praktiken der Selbstkasteiung und beherrscht diese bald perfekt. Sein Ziel, durch die Zerstörung seines bewussten Ich, Atman in seinem Inneren freizulegen, schlägt jedoch fehl. Er hört vom Buddha, der die Erleuchtung erlangt hat und nun durch das Land wandert und seine Lehre verbreitet. Siddhartha erzwingt für sich und seinen Freund die Entlassung aus der Samanagruppe und die beiden Freunde machen sich auf die Suche nach Buddha und hören seine Lehre. Govinda schließt sich den buddhistischen Mönchen an. Siddhartha will jedoch keiner Lehre mehr folgen, da ihm klar wird, dass er seinen eigenen Weg zum Ziel finden muss. Die Weisheit, die er dazu braucht, kann ihm keine Lehre vermitteln. Er muss seine Erfahrungen selbst machen.
Ihm wird klar, dass sein bisheriges Leben ihn auf dieser Suche nicht weitergebracht hat. Aus diesem Grund beginnt er ein völlig neues Leben.
Sein Weg führt ihn in eine Stadt, wo er der Liebhaber der Kurtisane Kamala wird. Beim Kaufmann Kamaswami lässt er sich ausbilden und wird bald zu dessen Partner. So verbringt er sein neues Leben im Luxus und verfällt mit der Zeit der Spielsucht, Habgier, Alkohol und dem faulen Leben.
Als ihm die Sinnentleertheit seines Lebens bewusst wird, will er Selbstmord begehen, indem er sich in einen Fluss stürzt. Von der Silbe Om wird er wieder an die Vollendung, die Erleuchtung, die er angestrebt hatte, und in der er Ruhe hatte finden wollen, erinnert.
Nach einem kurzen Wiedersehen mit Govinda, der immer noch der Lehre des Buddhas folgt, fängt Siddhartha an diesem Punkt wieder von vorne an und beginnt erneut ein neues Leben. Er folgt dem Fluss (dieser wird im weiteren Verlauf zu einem Symbol für das Leben) in dem er sich ertränken wollte und trifft auf den Fährmann Vasudeva, dessen Gehilfe er wird.
Er führt von nun an ein einfaches Leben weder im Luxus noch in der Askese. Der Fährmann leitet Siddhartha an vom Fluss zu lernen: unter anderem lernt er Zuhören und dass die Zeit keine Bedeutung hat.
Nach einigen Jahren begegnet er noch einmal Kamala, die mit ihrem gemeinsamen Sohn zum im Sterben liegenden Gotama pilgert. Kamala wird nahe der Fähre von einer Schlange gebissen und stirbt. Der Sohn bleibt in Siddharthas Obhut zurück.
Siddhartha wusste bisher nichts von diesem Sohn. Er liebt ihn abgöttisch und will sich nicht mehr von ihm trennen. Der Junge ist jedoch unglücklich und vermisst gleichaltrige Freunde. Siddhartha versucht dem Jungen die Fehler zu ersparen, die er selbst einst beging und ihm so den Weg aus Sansara zu zeigen. Er übersieht dabei jedoch, dass der Junge, wie jeder andere Mensch auch, selbst seinen Weg finden muss. Schließlich läuft der Junge weg. Durch diese Erfahrung mit dem Kind lernt Siddhartha wahrhaftig zu lieben. Er sieht, dass sich alles wiederholt, denn er macht nun dasselbe durch wie einst sein Vater. Durch den Schmerz, den ihm die Trennung zufügt, entwickelt er Einfühlungsvermögen in andere Menschen. Der Fluss ist es der schließlich den letzten Anstoß gibt durch den Siddhartha endgültig die Erleuchtung erlangt. Auch Vasudeva hat die Erleuchtung erreicht. Die beiden trennen sich. Bei einer letzten Begegnung Siddharthas mit Govinda kann er die Erfahrung der Erleuchtung sogar an seinen Freund weitergeben.

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Einordnung als Entwicklungsroman

Definition Entwicklungsroman

Entstehungszeit: letztes Drittel des 18. Jahrhunderts, lässt sich aber in Bezug auf seine Verwendung als Romantypus keiner Epoche eindeutig zuordnen.
Merkmale: Entwicklung der Hauptfigur, ihre Erlebnisse und deren psychische Verarbeitung werden dargestellt in deren Verlauf der Mensch reift. Es wird Selbstfindung und eine Ausgleich mit der Welt angestrebt, aber nicht immer erreicht. Ausgangssituation und Ziel der Entwicklung sind nur allgemein festgelegt.

Übertragung der Merkmale auf Siddhartha

Der Roman zeigt die Entwicklung Siddhartas, beginnend bei der Beschreibung der Verhältnisse seiner Kindheit, bis hin in zu dem Moment, als Siddhartha im hohen Alter Erleuchtung erfährt und dieses Erlebnis sogar an seinen Jugendfreund Govinda weitergeben kann. Siddhartha strebt Selbstfindung an. Der Leser hat detaillierten Einblick in Siddharthas Gedanken- und Gefühlswelt, die sich im Laufe seines Lebens, beeinflusst von neuen Erlebnissen und Gedankengängen, immer weiterentwickelt. Man hat Anteil an allen Erkenntnissen der Hauptperson und erlebt die Entwicklung ihrer Einstellung zur Welt mit.

Weitere Beispiele für Entwicklungsromane (je nach Betrachtungsweise)

Demian, Hermann Hesse
Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
Parzival, Wolfram von Eschenbach (13.JH) 
Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch, Grimmelshausen (17.JH) 
Der grüne Heinrich, Gottfried Keller (19.JH) 
Die Blechtrommel, Günter Grass (20.JH) 

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Hesses Leben und „Siddhartha“

Zitat: "Siddhartha ist als Dichtung nichts, sein Inhalt aber ist der Ertrag meines Lebens."

Hesses Kindheit war der Anstoß für ihn in Asien nach Alternativen zur europäischen Lebensweise zu suchen. Seine Indienreise 1911 und seine philosophischen Studien sind Teil dieser Suche. Der erste Weltkrieg, der für Hesse nicht nur wegen der Kriegserlebnisse eine Krise darstellt (s. Biographie1916), bestätigt seine Überzeugung von der geistigen und kulturellen Armut Europas.
Hesse hat seine Alternative in Asien (v. a. Indien und China) gefunden, die seiner Meinung nach auch eine Katastrophe wie den ersten Weltkrieg verhindert hätte. Die Menschen dort sind für Hesse Menschen, die Halt in ihrer Religion finden und dadurch in sich ruhen. Eine Übertragung dieses Prinzips findet sich im Siddhartha darin, dass Siddharthas Ziele, der Atman und die Erleuchtung, von der Religion angebotenen Ziele sind. Die Religion offeriert ein festes Ziel nach dem der Mensch sein Leben ausrichten kann.
Der Taoismus liefert Hesse ein Prinzip, nach dem er Siddhartha im Roman handeln lässt und das er allgemein als Grundsatz für das Leben aller Menschen vorschlägt: dies ist das taoistische Prinzip des “Nicht-Handelns“ und „Nicht-Eingreifens“.
Der Einfluss des Buddhismus auf Hesse spiegelt sich ebenfalls im Roman wieder. Zum Beispiel lassen Siddharthas Erfahrungen mit Askese und Luxus ihn zu dem Schluss kommen, dass ein einfaches Leben, also ein Weg der Mitte wie ihn der Buddhismus vorschreibt, das Beste ist. Auch in der Gliederung des Romans findet sich eine Anspielung auf die buddhistische Lehre: Das Buch hat zwei Teile, der erste besteht aus vier Kapiteln, der zweite aus acht. Zwei der wichtigsten Teile der buddhistischen Lehre sind die vier edlen Wahrheiten und der achtgliedrige Pfad.

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Begriffe

Brahman-Atman Lehre: Teil der Veden.
Brahman:. Auch allgemeines schöpferisches Weltprinzip, Urgrund allen Seins, Weltseele. Brahman steht hinter allen Erscheinungen, jenseits von gut und böse. Brahman umschließt alles.
Atman: Ursprünglich (Lebens)Hauch, Atem, die Einzelseele. Atman ist das einzig wahre Sein, das
wahre Selbst des Menschen, das hinter allen konkreten Formen und Bewusstseinsinhalten des Menschen steht (so wie Brahman hinter allen konkreten Formen der Welt) Atman ist der im Menschen verborgen ruhende göttliche Urgrund.
Brahmanen: Angehörige der obersten hinduistischen Kaste, sie sind Gelehrte und Priester
Der Gottesdienst der Brahmanen besteht aus heiligen Waschungen, die von den Sünden reinigen sollen, Opferritualen an die Götter und Meditationen zu festgelegten Tageszeiten. Sie studieren die heiligen Texte der Veden und vermitteln ihr religiöses Wissen an die Laien.
Lao Tse / Laozi: L.T. ist laut Überlieferung der Begründer des Taoismus bzw. Autor des ihn begründenden Buches des Daodejing oder Taoteking. Es ist allerdings zweifelhaft, ob er als historische Persönlichkeit je existiert hat.
Om: ist eine Silbe des Sanskrit, die Hindus und Buddhisten als heilig gilt. Die wörtliche
Übersetzung ist Ich Bin. Die Silbe symbolisiert Sein und Bewusstsein in jeglicher Form. (Im Siddharta vor allem für das Vollkommene und die Vollendung, also vollendetes = erleuchtetes Bewusstsein). Der Klang steht für den transzendenten Urklang und damit in den Richtungen, die das Transzendente als Person auffassen, für das Wort Gottes
Philosophie des Vedanta: Philosophie hinter dem Yoga; wird in den Veden erwähnt.
Pietismus: das Ideal war persönliche, gefühlsbetonte Frömmigkeit, Mission und soziales Engagement besaßen einen hohen Stellenwert. Die Religionsausübung fand vor allem im Familienkreis statt, z. B. mit gemeinsamem Gebet. Man wirft den Pietisten z. T. Heilsegoismus und Intoleranz vor.
Samanas: indische Asketen, sie leben nach strengen Regeln: nur das Nötigste an Kleidung, rohes Essen höchstens einmal am Tag, Körperpflege wird nicht betrieben. Sie leben keusch und verachten die sichtbare und über die Sinne erfahrbare Welt als bloßes Trugbild. Durch Selbstkasteiung und Meditation versuchen sie leer zu werden von Gefühlen, Wünschen, Trieben und so schließlich zum Atman vorzudringen.
Sansara: der Kreislauf der Wiedergeburten.
Taoismus:
Dao: ein der ganzen Welt zugrunde liegendes, alldurchdringendes Prinzip, die höchste Wirklichkeit und das höchste Mysterium, die uranfängliche Einheit, das kosmische Gesetz und Absolute. Aus dem Dao entsteht der Kosmos und auch die Ordnung der Dinge entsteht aus ihm, ähnlich einem Naturgesetz, doch ist das Dao selbst kein omnipotentes Wesen, sondern die Vereinigung jeglicher Gegensätze (ähnlich dem Brahman).
Wichtiges Prinzip des Taoismus: „Nicht-Eingreifen“ oder „Nicht-Handeln“ (dem Dao seinen Lauf lassen, denn es bewirkt, dass alles sich von selbst verwirklicht und ordnet, eigenes Zutun ist also unnötig oder sogar schädlich)
Ideale Werte des Taoismus: Gleichmut, Rückzug von weltlichen Angelegenheiten und Relativierung von Wertvorstellungen sowie Natürlichkeit, Spontaneität und Nicht-Eingreifen.
Upanishaden: (s. Veden) Teile der Veden, die sich mit der Meditation beschäftigen. 
Veden: (indisch: Wissen) sind Schriften, die von verschiedenen Personen zu verschiedenen Zeiten aufgezeichnet wurden. In ihnen sind mystische, religiöse und philosophische Gedanken dargelegt.
Es gibt vier: Rigveda (Götter-Hymnen, Mantras, kosmisches Gesetz, ethische Prinzipien), Samaveda (Melodien), Yayurveda (Opferformeln), Arthavaveda (magische Frmeln und Anfang der medizinischen Wissenschaft). Die Veden sind ihrerseits in vier Sektionen aufgeteilt: Samhitas (Hymnen Litaneien, Gebete), Brahmanas (Prosa, Zeremonien, Opferrituale), Aranyakas (Wald-Texte), Upanishaden (Meditationen der Weisen).
Weltverbesserung: Veränderung der äußeren Umstände / Gesellschaft. Da jedem Menschen aber andere Verbesserungen vorschweben um die eigenen Probleme zu lösen und z. T. äußere Faktoren verantwortlich gemacht werden anstatt sich eigenes Fehlverhalten einzugestehen, ist die Veränderung im Endeffekt sinnlos und kann sogar zum Krieg führen (wenn andere für eigene Probleme verantwortlich gemacht werden und deshalb „beseitigt“ werden müssen).

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Quellen

Bücher / Lexika

Materialien zu Hermann Hesses „Siddharta“ Band 2 Suhrkamp
Harembergs Lexikon der Weltliteratur Autoren – Werke – Begriffe Band 2 Haremberg Lexikon 
Verlag (zum Begriff Entwicklungsroman)
Harembergs Lexikon der Weltliteratur Autoren – Werke – Begriffe Band 3 Haremberg Lexikon Verlag („Hesse“)
Kindlers Literatur Lexikon Band 6 Werke (zum Begriff „Siddharta“)

Internet

http://www.hermann-hesse.de/de/biographie/familie/stammbaum.htm

http://www.levity.com/corduroy/hesse.htm

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HesseHermann/

http://www.deutschland-tourismus.de/printview.htm?theprintfile=/d/hermann_hesse_biografie.html

http://www.gss.ucsb.edu/projects/hesse/papers/baumann-indien.pdf

http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=2669

http://www.feministische-sf.de/kategorien/fsf_kateg_lit.html#Entwicklungsroman

http://www.philolex.de/philolex.htm (Suche: Atman)

http://www.ni.schule.de/~pohl/literatur/epochen/epochen.htm (Romantik)

http://oregonstate.edu/instruct/ger341/romanti2.htm

http://www.ringdesbuddha.de/buch/buddhismus/buddhismus_03.htm

http://www.borg-mittersill.salzburg.at/e-content/Deutsch/Romantik/index.htm 

http://www.bhagavad.de/site07.htm (zu: Veden)

www.de.wikipedia.org - Suchbegriffe: Entwicklungsroman, Lao Tse, Om, Pietismus, Siddharta, Vedanta

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