| Spätmittelalter, Hausmachtpolitik, 7 Kurfürsten | ||
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Basiswissen Nach dem Tod Friedrichs II. von Hohenstaufen gab es in Deutschland eine königslose Zeit, das Interregnum. 1273 wurde Rudolf von Habsburg zum König gewählt. Mit ihm lassen wir das Spätmittelalter beginnen, das bis zum Zeitalter der Entdeckungen reicht. 1492 entdeckt Kolumbus Amerika. Hausmachtpolitik; Haus Habsburg Ein Kennzeichen des Spätmittelalters ist die Hausmachtpolitik der Könige. Da die Reichsfürsten schwache Könige wählen, um selbst stärker zu sein, beruht die Macht der Könige auf ihrem Hausbesitz, den sie deshalb zu vergrößern trachten. Die Habsburger, Luxemburger und Wittelsbacher sind dabei besonders erfolgreich. Die Krone wechselt zwischen den verschiedenen Häusern, bis die Habsburger sich 1438 dauerhaft als Könige bzw. Kaiser durchsetzen. Im Spätmittelalter wandelt sich der Staat zum modernen Territorialstaat mit einem Landesherrn an der Spitze, mit Beamten, eigener Rechtsprechung, festen Grenzen, usw.. Goldene Bulle 1356: "Reichsgrundgesetz"
Die Goldene Bulle ist ein Schriftstück, ein Dokument, das die deutsche
Königswahl regelt, wie sie sich bis dahin entwickelt hat. 7 Kurfürsten
küren (=wählen, vgl. im Sport den Begriff die "Kür") durch
Mehrheitsbeschluss den deutschen König. Dieser ist zugleich römischer
Kaiser. Ursprünglich im frühen Mittelalter durften alle Freien bei der
Königswahl mitwirken, im Hochmittelalter nur noch die Reichsfürsten, jetzt
also nur noch die 7 bedeutendsten Fürsten des Reiches. Der
König wird in Frankfurt gewählt und normalerweise in Aachen
gekrönt. Die 7 Kurfürsten sind: Erzbischöfe von Köln, Mainz und
Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von
Brandenburg und der König von Böhmen, vgl. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation Mit diesem Titel ist das Ende der mittelalterlichen deutschen Italienpolitik verbunden. Der größte Teil der italienischen Besitzungen des Reiches geht verloren, Oberitalien wird von rivalisierenden Städten geprägt. Auch die Schweizer Eidgenossenschaft (Wilhelm Tell) wird immer eigenständiger, obwohl sie bis 1648 im Verband des Reiches verbleibt. Burgund entwickelt sich im 14./15. Jahrhundert zu einem relativ eigenständigen Gebilde. Ein weiteres Kennzeichen des Spätmittelalters ist der Aufstieg der und
des städtischen Bürgertums, vgl. gesonderte
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