Die USA 


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Die Indianer vor dem Kontakt mit den Europäern
schule-studium.de


Die territoriale Entwicklung der USA
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The Seven Year`s War 1756 - 1763
Der Siebenjährige Krieg aus britisch- französischer Sicht
wps.ablongman.com


Britischer und französischer Besitz in Nordamerika vor dem French and Indian War (nach 1763)
faculty.marianopolis.edu


Britischer Besitz in Nordamerika nach dem French and Indian War (bis 1763)
talkingproud.us


13 englische Kolonien in Nordamerika
lib.utexas.edu


Namen der 13 englischen Kolonien
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Dreieckshandel
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Sklaventransport zu Schiff
miley.wlu.edu


George Washington
1. Präsident der USA
Von americaslibrary.gov


Franklin Delano Roosevelt 
1933 - 1945 US-Präsident
tcamb1.com

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Quellen


Wortlaut der Unabhängigkeitserklärung
Deutsch. Mit Link zum englischen Originaltext.
schule-studium.de


Franklin Delano Roosevelt: Pearl Harbor Address to the Nation
Englisch
americanrhetoric.com


Martin Luther King: "Ich habe einen Traum"
-> Bis zur Quelle  hinunterscrollen.
usembassy.at

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Bücherecke


Bücher zum Thema 18. und 19. Jahrhundert
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Bücher zum Thema 20. Jahrhundert
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Impressum


Impressum

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Inhalt

Arbeitsmittel

Roter Kasten

Roter Kasten mit einführenden Links


Basiswissen
Basiswissen

1 - Von der Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeitserklärung


2 - Die Ausgestaltung der amerikanischen Demokratie im 19. und 20. Jahrhundert: Erweiterung der Partizipation

3 - Manifest Destiny - Die Ausbreitung der USA über den Kontinent im 19. Jahrhundert

4 - Der Amerikanische Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) 1861 - 1865

5 - Industrialisierung der USA (demnächst)

6 - Wirtschaft in den 1920er Jahren und New Deal

7 - Hispanische Immigration und Hispanisierung: Multikulturalismus oder Assimilation?

Linke Spalte
Kartenraum  
Bilder  
Quellen  
Bücherecke

Rechte Spalte

Arbeitsmittel  
Gesamtdarstellungen  
Britische Kolonien in Amerika  
Unabhängigkeitserklärung  
Verfassung
Präsidentenliste  
Hauptstadt  
Einwanderung in die USA  

Amerikanische Nation / Nationalismus
Sklaverei, Bürgerkrieg, Segregation, Bürgerrechtsbewegung
Industrialisierung (noch ganz unvollständig)
Militärisch- industrieller Komplex  
Kalter Krieg
Kubakrise
Vietnamkrieg

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Pledge of Allegiance
= Gelöbnis der Loyalität zu Flagge und Nation
magazinusa.com


Geschichte der amerikanischen Flagge
magazinusa.com


4th of July - Independence Day
Der amerikanische Unabhängigkeitstag
magazinusa.com

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Basiswissen:

1 - Von der Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeitserklärung

1a - Kolonialzeit

Erste Koloniegründung: Virginia 1584 durch Sir Walter Raleigh, benannt nach der unverheirateten Elisabeth I.. Im 17. Jahrhundert erwarb England weitere Kolonien an der nordamerikanischen Ostküste. Eine rasch wachsende Zahl von Siedlern ließ sich dort nieder. Viele Puritaner und andere verließen England aus religiösen Gründen und wegen der Freiheit in den Kolonien. Zur Legende wurden die Pilgrim Fathers, die mit der Mayflower einwanderten (1620). 

Es gab Kolonien (Karte) der Krone, aber auch von Handelsgesellschaften und Privatpersonen. Sie wurden z.T. von gewählten Gouverneuren regiert. Assemblies wirkten nach dem Vorbild des Mutterlandes an der Verwaltung der Kolonien mit und waren insbesondere für die Steuerbewilligung zuständig. 

Nach dem French and Indian War 1754 - 1763 ( Karte 1, Karte 2, Karte 3) gegen Frankreich und seine nordamerikanischen Kolonien kam es zu einer zunehmenden Entfremdung zwischen Kolonien und Mutterland. Um die Kriegsschulden abzutragen, besteuerte England auch die nordamerikanischen Kolonien, die vom Kriege profitiert hatten, aber unter Umgehung des Steuerbewilligungsrechts der Assemblies. Daher lautete die Losung der amerikanischen Siedler: no taxation without representation. Andere Konfliktfelder wie die merkantilistische Wirtschaftspolitik Englands oder das Verbot sich über die Appalachen hinaus auszudehnen (darin hielt sich sowieso niemand) waren dagegen vorhanden, aber zweitrangig. 

Mit der Boston Tea Party eskalierte der Konflikt. Nach der Schließung des Hafens von Boston und der Aufhebung der Selbstverwaltung von Massachusetts kam es bald zu ersten bewaffneten Zusammenstößen zwischen Siedlern und englischen Soldaten (Gefechte von Lexington und Concord). Der zweite Kontinentalkongress steuerte nun die Unabhängigkeit von England an, die 1776 verkündet wurde ( Unabhängigkeitserklärung siehe links,  ausgearbeitet unter Thomas Jefferson). Die amerikanische Kontinentalarmee unter George Washington gewann vor allem mit Hilfe Frankreichs, das sich für den Verlust seiner Kolonien 1763 revanchierte.

Ausführlichere Fassung siehe rechte Spalte Revolutionskrieg magazinusa.com

Eine Chronologie der Ereignisse von 1762 bis 1781 siehe rechte Spalte

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1b - Articles of Confederation

Mit den Articles of Confederation 1777 organisierten sich die ehemaligen Kolonien als lockerer Staatenbund, bildeten aber danach 1787-91 einen Bundesstaat, die Union, die sich die heute noch bestehende Verfassung ( Schema; Ratifizierung und Inkraftsetzung der Unionsverfassung; zu Widersprüchen in der Verfassung siehe Unabhängigkeit und Revolution) gab. Seitherige Änderungen wurden als Verfassungszusätze (Amendments) an die Verfassung angehängt. Die ersten zehn Zusätze von 1791 bildeten die Grundrechte ( Bill of Rights). Der erste Präsident der Vereinigten Staaten war George Washington ( Bild George Washington).

Es ist strittig, ob die Begriffe "Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg" oder "Amerikanische Revolution" besser passen. Klar ist, dass es sich, wenn man von einer Revolution spricht, um einen anderen Typus von Revolution handelt als in Frankreich. 

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1c - Die Unionsverfassung

Ratifizierung und Inkraftsetzung der Unionsverfassung - Der Weg zur amerikanischen Verfassung ausführlicher, einschließlich in Kurzform Articles of Confederation, siehe rechte Spalte

Parlamentarisches und präsidielles Regierungssystem im Vergleich: Bild (Tabelle)

Parlamentarisches und präsidielles Regierungssystem im Vergleich: Text

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2 - Die Ausgestaltung der amerikanischen Demokratie im 19. und 20. Jahrhundert: Erweiterung der Partizipation

Die Unionsverfassung war noch keine vollendete Verfassung im heutigen Sinne, weil sie ganze gesellschaftliche Gruppen von der Teilnahme an der Politik ausschloss: Besitzlose, Frauen,  Afro- Amerikaner und Indianer (Native Americans). Diese galten bis 1924 nicht als Bürger der Vereinigten Staaten.

Das Wahlrecht in den Bundesstaaten musste noch demokratisiert werden, handelte es sich doch noch nicht um das allgemeine Wahlrecht. So durften Besitzlose erst seit 1830, Sklaven seit 1870 und Frauen sogar erst seit 1920 wählen.


Frauenemanzipation in den USA
Der Weg der US- amerikanischen Frau zu mehr Gleichberechtigung im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Unterrichtseinheit
schule-bw.de


Integration der Afroamerikaner In Politik und Gesellschaft der USA seit der Unabhängigkeit
Unterrichtseinheit
schule-bw.de


Indianerpolitik in den USA seit den 1870er Jahren
Unterrichtseinheit
schule-bw.de

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3 - Manifest Destiny - Die Ausbreitung der USA über den Kontinent im 19. Jahrhundert


Manifest Destiny - Die Ausbreitung der USA über den Kontinent im 19. Jahrhundert
Unterrichtseinheit
schule-bw.de

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4 - Der Amerikanische Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) 1861 - 1865


4 - Der Amerikanische Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) 1861 - 1865
Unterrichtseinheit
schule-bw.de

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5 - Industrialisierung der USA

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6 - Wirtschaft in den 1920er Jahren und New Deal


6.1 - Der Boom der 1920er Jahre

Die 1920er Jahre sehen in den USA einen großen Boom mit großem Wohlstand und einer außerordentlichen Hochkonjunktur. Die Haushalte werden mit hochwertigen Massenkonsumartikeln versorgt. Insbesondere die Motorisierung der USA setzt ein. Optimismus und Erfolge prägen die Mentalität. Die USA steigen durch den Ersten Weltkrieg vom Schuldner- zum Gläubigerland auf, im internationalen Finanzkreislauf sind sie die hauptsächlichen Kreditgeber. Die Stellung als führende Wirtschaftsmacht wird weiter ausgebaut.

Die Schattenseiten ist die ungleiche Verteilung des Reichtums. Die schwarze Bevölkerung und die Bewohner der städtischen Slums, aber auch die Menschen in den Appalachen leben in Armut. Auch die Landwirtschaft mit ihren Überkapazitäten aus dem Ersten Weltkrieg bleibt zurück. Die Farmer leiden unter unter dem europäischen Agrarprotektionismus und unter steigenden Industrie- bei fallenden Agrarpreisen. So sinken die Einkommen oder fallen sogar. Damals lebt etwa ein Viertel der amerikanischen Bevölkerung von der Landwirtschaft!

Seit dem Jahr 1928 mehren sich Krisenzeichen in der amerikanischen Wirtschaft. Es gibt einen Rückgang in der Bautätigkeit, bei Investitionen in die Infrastruktur wird gespart, die Textil- und Kohlebranchen kriselten schon lange. Die ungleiche Einkommensverteilung, verstärkt durch schwache Gewerkschaften, führte zu einer Überproduktion (oder anders herum gesehen zu einer Unterkonsumtion), obwohl Aktienspekulation - teils sogar durch Kredite finanziert! - zu einer Art Volkssport zu werden schien. Die Aktienkurse stiegen um 50% jährlich!

Am Schluss stand der Aktienkurs in keinem angemessenen Verhältnis mehr zu den realen Gewinnaussichten der Unternehmen. Am 24. Oktober 1929, dem sogenannten "Schwarzen Freitag", kam es zum Börsenkrach an der New Yorker Börse, der eine Spirale abwärts auslöste zum Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft und über den internationalen Finanzkreislauf zur Ausweitung der amerikanischen Wirtschaftskrise zur Weltwirtschaftskrise führte. Die Entwicklung verlief vereinfacht so: Katastrophaler Umsatzrückgang durch Einbruch der Nachfrage -> Unternehmensschließungen -> Überschuldung der Landwirtschaft -> Bankenkrise -> Zusammenbruch des internationalen Finanzverkehrs -> 1932 etwa 15 Mio. Arbeitslose, halbierte Löhne und das alles bei kaum vorhandenem Sozialstaat!

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6.2 - Der New Deal

In dieser Situation kam es zu Wahlen, aus denen Franklin Delano Roosevelt (Demokratische Partei) als Gewinner und damit als Präsident hervorging.

Ein Sofortprogramm 

sah folgende Maßnahmen vor: Schließung konkursreifer Banken, Anschluss der übrigen Banken an das Federal Reserve System, Festigung des Kreditsystems durch staatliche Garantien, staatliche Überwachung der Banken und Börsen, Vergabe von Staatsaufträgen, Entlastung verschuldeter Farmer (Farm Relief Act) und Förderung des Außenhandels.

Der New Deal (eigentlich "Neuverteilung der Karten") sah folgende Maßnahmen vor:

Zur Erholung der Not leidenden Industrie:

NIRA (National Industrial Recovery Act)): Codes of fair competition: Absprachen zwischen konkurrierenden Firmen; hinzu kamen  Produktionsbeschränkungen, Preisabsprachen, die 40-Stunden-Woche, garantierte Mindestlöhne, das Verbot von Kinderarbeit und
Arbeitsverträge zwischen Gewerkschaften und Industrie (National Labor Relations Act), außerdem der Housing Act: Sanierung der verslumten Städte und Förderung des Wohnungsbaus.

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit:

PWA (Public Works Administration): Organisation der öffentlichen Bauprogramme; CCC (Civilian Conservation Corps): Freiwilliger Arbeitsdienst; 250.000 junge Arbeitskräfte finden Einsatz im Straßen- und Brückenbau, usw.

Zur Bekämpfung der Armut und Unterversicherung:

Schaffung des bisher kaum entwickelten amerikanischen Sozialstaats durch den Social Security Act: Alters-, Invaliden-, Arbeitslosen und Hinterbliebenenversicherung. Auch die Stärkung der Gewerkschaften (siehe oben) gehört in diesen Zusammenhang.

Zur Förderung eines strukturschwachen Gebietes:

TVA (Tennessee Valley Authority): Diese Behörde steht über den Einzelstaaten zwecks Verwirklichung eines Regionalplanes, nämlich der 
Schiffbarmachung des Tennessee (Flussregulation), Bodenmelioration, 
Bau von Wasserkraftwerken, Bewässerungsanlagen und Industrieanlagen, Erosionsbekämpfung durch Aufforstung.

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6.3 - Erfolge und Misserfolge des New Deal

Viele Maßnahmen aus der Anfangszeit werden durch den Obersten Gerichtshof gekippt, die sozialstaatlichen Maßnahmen und die  Gewerkschaften bleiben. 

Zwar wird die Arbeitslosigkeit nicht beseitigt (1935: 8 Mio Arbeitslose, 1938 sogar 10 Mio!) und erst im Krieg herrscht wieder Vollbeschäftigung, doch es gibt nun mehr sozialen Ausgleich bei Einkommen und Vermögen. 

Im Bereich des Staates kann man die Entstehung einer großen Bürokratie beobachten. Bund und Präsident erhalten neue Kompetenzen und werden dadurch auf kosten der Einzelstaaten stärker. 


Lernumgebung "Japan": Der Verlauf des II. Weltkriegs im Pazifik/ Angriff auf Pearl Harbour


Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg"

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7 - Hispanische Immigration und Hispanisierung: Multikulturalismus oder Assimilation?

7a - Identität, Multikulturalismus und Leitkultur

Die USA sind und waren immer ein Einwanderungsland. Schon immer wurden Menschen mit anderer Herkunft und Kultur integriert, sie nahmen eine amerikanische Identität an. Jede Einwanderungsgesellschaft sieht sich zwei Fragen gegenüber:

1. Was ist unsere Identität als Einwanderungsgesellschaft?

Diskutiere auf der Grundlage des folgenden Links:


Identität

2. Welche Rolle soll die Kultur der Einwanderer spielen? Was verlangen wir vom Einwanderer?

Diskutiere anhand des folgenden Links zum Multikulturalismus über die alternativen Möglichkeiten der Integrationspolitik, die in den dort vorgestellten Bildern von "Salatplatte" und "Tomatensuppe" zusammengefasst sind:

 
Multikulturalismus

Huntington definiert die amerikanische Identität so:

"Jahrhundertelang haben die Amerikaner die Substanz ihrer Identität unterschiedlich stark nach den Kriterien Rasse, Ethnizität, Ideologie und Kultur definiert. Rasse und Ethnizität spielen heute fast keine Rolle mehr; die Amerikaner betrachten ihr Land als eine multiethnische, multirassische Gesellschaft. Das ursprünglich von Thomas Jefferson formulierte und später von vielen anderen erweiterte `Amerikanische Credo` wird allgemein als das wichtigste und prägende Element der amerikanischen Identität betrachtet. Das Credo war jedoch das Produkt der durch und durch angloprotestantischen Kultur der Siedler, die im 17. und 18. Jahrhundert die Grundlagen für den amerikanischen Staat legten. Schlüsselelemente dieser Kultur sind: die englische Sprache; das Christentum; religiöses Engagement; englische Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit, von der Verantwortlichkeit der Regierenden und von den Individualrechten; dazu kommen die Werte der protestantischen Dissidenten: ihr Individualismus, ihre Arbeitsmoral und ihre Überzeugung, dass der Mensch die Fähigkeiten und die Pflicht hat, einen Himmel auf Erden, eine `Stadt auf dem Berg`, zu schaffen. [...] Die angloprotestantische Kultur war drei Jahrhunderte lang der Kern der amerikanischen Identität."
( Huntington, S. 11f.) 

Damit war die angloprotestantische Kultur die amerikanische Leitkultur.

Heute allerdings erreichen die Immigration und die damit verbundenen Probleme aufgrund der Globalisierung und weltweiten Wanderungsbewegungen eine neue Dimension.

7b - Allgemeine Situation der Hispanics laut Huntington

Samuel P. Huntington beschreibt die Situation im Fall der mexikanischen Immigranten in die USA in seinem Buch "Who are we? Die Krise der amerikanischen Identität" folgendermaßen:

  • Allgemein

    "Mitte des 20. Jahrhunderts war Amerika eine multiethnische, multirassische Gesellschaft mit einer angloprotestantischen Leitkultur und vielen Subkulturen sowie einem gemeinsamen politischen Credo, das in dieser Leitkultur verwurzelt war. Im späten 20. Jahrhundert gab es Entwicklungen, durch die Amerika, wenn sie sich fortsetzten, zu einer zweigeteilten anglohispanischen Gesellschaft mit zwei Landessprachen werden konnte. Dieser Trend beruhte zum Teil auf der Popularität, die Theorien des Multikulturalismus und der Vielfalt bei den intellektuellen und politischen Eliten genossen, und auf der staatlichen Politik der zweisprachigen Erziehung und der Affirmative Action, die sich auf diese Theorien stützte. Die eigentlich treibende Kraft hinter dem Trend zur kulturellen Zweiteilung war jedoch die Immigration aus Lateinamerika und insbesondere aus Mexiko.

    Die mexikanische Immigration führt zu einer demographischen Reconquista jener Gebiete Mexikos, die Amerika in den dreißiger und vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts mit militärischer Gewalt annektiert hat. Sie mexikanisiert diese Gebiete auf eine Art und Weise, die trotz beträchtlicher Unterschiede in mancher Hinsicht der Kubanisierung gleicht, die im Süden Floridas stattgefunden hat. Durch die Immigration wird außerdem die Grenze zwischen Mexiko und Amerika verwischt. Sie bringt eine ganz andere Kultur in das Land und fördert zugleich in manchen Landstrichen die Entstehung einer gemischten Gesellschaft und Kultur, die halb amerikanisch und halb mexikanisch ist. Im Zusammenwirken mit den Immigranten aus anderen lateinamerikanischen Ländern treiben die mexikanischen Immigranten in ganz Amerika die Hispanisierung voran und leisten der Ausbreitung sozialer, sprachlicher und wirtschaftlicher Verhaltensweisen Vorschub, die einer anglohispanischen Gesellschaft angemessen sind.

    Die mexikanische Immigration hat diese Auswirkungen, weil sie sich durch besondere Merkmale von der historischen und gegenwärtigen Immigration aus anderen Ländern unterscheidet und weil sich die mexikanischen Immigranten und ihre Nachkommen nicht an die amerikanische Gesellschaft assimilieren, wie es andere Immigranten in der Vergangenheit taten und viele nichtmexikanische Immigranten es heute noch tun." ( Huntington, S. 283f.)

  • Problem Assimilation

    Die Assimilation der Mexikaner ist wegen der gemeinsamen Grenze zu Mexiko, wegen des zahlenmäßigen Gewichts der mexikanischen Immigraten, wegen deren stark verbreiteten illegalen Einwanderung und ihrer regionalen Konzentration, aber auch wegen der Dauerhaftigkeit und der historischen Gebietsansprüche dieser Immigranten ein besonderes Problem. ( Huntington, S. 294f.)

  • Geburtenrate und demografische Entwicklung

    Huntington nennt u. a. folgende Zahlen: "Im Jahr 2000 waren zwölf Prozent der amerikanischen Gesamtbevölkerung Hispanics, und von diesen zwölf Prozent waren zwei Drittel mexikanischer Abstammung. Die Zahl der Hispanics nahm zwischen 2000 und 2002 um fast zehn Prozent zu und überschritt die der Schwarzen. Schätzungen zufolge werden bis 2040 vierzig Prozent der amerikanischen Bevölkerung Hispanics sein. Diese Verschiebung der Proportionen ist nicht nur auf die Einwanderung der Hispanics, sondern auch auf ihre hohen Geburtenraten zurückzuführen. Im Jahr 2002 lag die Geburtenrate von nichthispanischen Weißen bei 1,8, von Schwarzen bei 2,1 und von Hispanics bei 3,0.`Dies ist ein charakteristisches Merkmal von Entwicklungsländern`, kommentierte der Economist. `Wenn die Mehrheit der lateinamerikanischen Bevölkerung in einem oder zwei Jahrzehnten das Alter erreicht, in dem die meisten Kinder geboren werden, wird der Anteil der Latinos an der amerikanischen Bevölkerung explodieren.`" ( Huntington, S. 287)

  • Nichtenglische Sprache

    Im Unterschied zu früheren Immigrationswellen spricht inzwischen fast die Hälfte der Immigranten lediglich eine einzige nichtenglische Sprache. ( Huntington, ebenda)

  • Mangelnde Bildung

    Immigranten mexikanischer Herkunft sind weit unterdurchschnittlich gebildet. In Zahlen stellt sich das so dar: "Im Jahr 2000 hatten 86 Prozent der gebürtigen Amerikaner einen HighschoolAbschluss. Bei den im Ausland Geborenen betrugen die Zahlen 81,3 Prozent der Europäer, 83,8 Prozent der Asiaten und 94,9 Prozent der Afrikaner, aber nur 49,6 Prozent aller Lateinamerikaner und 33,8 Prozent der Mexikaner. Im Jahr 1990 hatten nur halb so viele Mexikaner einen Highschool-Abschluß wie alle anderen im Ausland geborenen Personen." ( Huntington, S. 297)

  • Wirtschaftlich ganz unten

    Mexikanische Immigranten bilden das wirtschaftliche Schlusslicht, was dem niedrigen Bildungsniveau entspricht. Schon in Mexiko selbst waren nur wenige wirtschaftlich erfolgreich.  ( Huntington, S. 301f.)

  • "Amerikanisch" keine Primäridentifikation

    Frühere Einwanderer identifizierten sich mit Amerika. Ihre primäre Identifikation war die, Amerikaner zu sein, auch wenn die Herkunft z.B. aus Deutschland eine Rolle spielte. Man verstand sich dann als Deutsch- Amerikaner, nicht ewta als Deutsche mit amerikanischem Pass. Anders die mexikanischen Immigranten von heute: "Gleichgültig, ob die Kinder mexikanischer Abstammung in Mexiko oder in Amerika geboren waren, sie wählten in ihrer überwältigenden Mehrheit nicht `amerikanisch` als Primäridentifikation." ( Huntington, S. 308)

Wie die Entwicklung verläuft, dürfte wie überall in den Einwanderungsländern davon abhängen, welche Zielvorstellungen eine Gesellschaft mit der Einwanderung verbindet und  welche Maßnahmen sie dementsprechend ergreift. Hier werden Grundlagen des historischen und kulturellen Selbstverständnisses einer Einwanderungsgesellschaft berührt.

7c - Staatsbürgerschaft

Sollte deiner Ansicht nach die Staatsbürgerschaft vergeben werden

  • nach ethnischer Herkunft?

  • bei Zustimmung zur Verfassung?

  • bei Akzeptanz der Verfassung UND einer Leitkultur als Kern einer Identität?

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Gesamtdarstellungen


USA - Geschichte, Wirtschaft, Gesellschaft
Informationen zur politischen Bildung, Heft 268, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.
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Geschichte der USA
schule-studium.de


magazinUSA.com: Rubrik US-Geschichte
Die Rubrik US-GESCHICHTE gibt auf kompakte und verständliche Weise einen Einblick in die maßgeblichen geschichtlichen Ereignisse. Gegliedert nach Stichworten. Bildmaterial. Englischsprachige Quelltexte.


The Library of Congress presents: America`s Story from America`s Library
Guter Überblick, aber (einfaches) Englisch
americaslibrary.gov

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Buchtipps


Samuel P. Huntington: Who are we? Die Krise der amerikanischen Identität
buecher.de

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Britische Kolonien in Nordamerika


Revolutionskrieg
magazinusa.com


Gründe für die Auswanderung nach Amerika
schule-studium.de


Die ersten Siedlungen auf amerikanischem Territorium
schule-studium.de


Die 13 ursprünglichen Kolonien
schule-studium.de


Eine Chronologie der Ereignisse von 1762 bis 1781 
schule-studium.de


Der Unabhängigkeitskrieg
schule-studium.de


Amerika wird zum Schmelztiegel der Nationen
schule-studium.de

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Unabhängigkeitserklärung


Wortlaut der Unabhängigkeitserklärung
Deutsch. Mit Link zum englischen Originaltext.
schule-studium.de


Unabhängigkeit und Revolution -  Unabhängigkeitserklärung auf Deutsch im Text enthalten (2. Absatz)
bpb.de

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Verfassung


Schema der Unionsverfassung
chr.mergler.bnv-bamberg.de


Bill of Rights 1791
Erste 10 Amendments der Unionsverfassung
magazinusa.com


Ratifizierung und Inkraftsetzung der Unionsverfassung - Der Weg zur amerikanischen Verfassung
mit Articles of confederation in Kürze

magazinusa.com


Parlamentarisches und präsidielles Regierungssystem im Vergleich 
Bild mit Tabelle
bpb.de


Merkmale der Präsidialdemokratie
Artikel Peter Lösche
bpb.de


Politisches System der USA
Heft Informationen zur politischen Bildung
bpb.de

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Präsidentenliste


Präsidentenliste
magazinusa.com

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Hauptstadt


Hauptstadt Washington, D.C.
usembassy.de

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Einwanderung in die USA


Buntes Amerika Station 1: Gestern & heute. 
Einwanderung
exil-club.de


Buntes Amerika Station 2: Kulturelle Vielfalt 
Einwanderung
exil-club.de


Buntes Amerika Station 3: American Dream 
Einwanderung
exil-club.de


Deutsche in Amerika
exil-club.de


Auswanderung aus Europa - Einwanderung in die USA
Fächer übergreifendes amerikanisch- deutsches Schülerprojekt
gzg.fn.bw.schule.de

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Amerikanische Nation/ Nationalismus


Amerikanische Nation
Die USA zeigen eine gemischte ethnische Zusammensetzung. Was bedeutet unter diesen Umständen der Begriff "amerikanische Nation" und was hält diese zusammen? Worin besteht die amerikanische Identität?
lbsneu.schule-bw.de


Nationalismus - Ein historischer Längsschnitt 
Mit grundsätzlichen Fragestellungen zum Nationalismus
lbsneu.schule-bw.de


Die USA sind anders 
Zum Abschnitt "Amerikanische Ideologie" hinunterscrollen.
bpb.de

 
focus Migration
Länderprofil
Die Vereinigten Staaten von Amerika
Nr.4, Oktober 2005
Zu Einwanderungs- und Integrationspolitik der USA
PDF-Datei
hwwi.org

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Sklaverei, Bürgerkrieg, Segregation, Bürgerrechtsbewegung


Der amerikanische Bürgerkrieg
Mit Link zu englischer Version
schule-studium.de


USA: Nord- Süd- Konflikt; Mit Abschnitt Bürgerkrieg
bpb.de


Von den Kolonien zur geeinten Nation -> Wiedereingliederung der Südstaaten nach dem Bürgerkrieg
Das Los der Sklaven nach dem Sieg des Nordens über den Süden im Bürgerkrieg.
-> Folgenden Text ohne Anführungszeichen unter Bearbeiten -> Suchen in die Suchmaske kopieren: "Der Sieg des Nordens hatte die Einheit der Nation bewahrt". Von hier an geht es erst los.
bpb.de


Sozialkonflikte der Gründerzeit
Situation der Afro- Amerikaner im ersten Abschnitt
bpb.de


Kalter Krieg von 1945 - 1989, Abschnitt Bürgerrechtsbewegung. Bis zum entsprechenden Abschnitt hinunterfahren.
bpb.de


Multiethnische Gesellschaft: Afro- amerikanische Bevölkerung / Hispano- amerikanische Bevölkerungen
Informationen zur politischen Bildung, Heft 268, bpb


NDR Weltspiegel: USA - Entschädigung für Sklavenarbeit
Kurze Einführung und ausführliches Video


"Declaration of Sentiment"
Dokument, erlassen 1848 in Seneca Falls im Staat New York durch Frauenrechtlerinnen, die sich auf Initiative von Elizabeth Cady Stanton und Lucretia Mott versammelt hatten. 
dadalos-d.org


Wahlrecht für Frauen in den USA
Berliner Zeitung, Textarchiv
berlinonline.de

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Industrialisierung


Henry Fords Modell T
Multimedia von wissen.de


Militärisch- industrieller Komplex in den USA


Der neue militärisch- industrielle Komplex in den USA
bpb.de

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Kalter Krieg


Lernumgebung "Kalter Krieg und Entspannung"


Kubakrise


Kubakrise 1962 auf der Lernumgebung "Kalter Krieg und Entspannung"


Vietnamkrieg


Stellvertreterkrieg in Vietnam, Laos und Kambodscha auf der Lernumgebung "Kalter Krieg und Entspannung"

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