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Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Schema
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Löse die dort gestellten Aufgaben.
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zur Wiedervereinigungspolitik Adenauers
Adenauers
Heidelberger Rede vom 1. März 1952
über Wiedervereinigung
Zu Quelle 3 hinunterscrollen!
wissen.swr.de
Die Aufgaben sind in der Quelle integriert. Bitte Link aufrufen.
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Aufgabenvorschläge
zur eingeschränkten Souveränität der Bundesrepublik Deutschland
-
Besatzungsstatut
1949
dhm.de

Arbeitsblatt Besatzungsstatut und Deutschlandvertrag
Lade das Arbeitsblatt herunter. Notiere und erläutere, inwiefern und warum die Souveränität der frühen
Bundesrepublik erheblich eingeschränkt war.
-
Deutschlandvertrag
dhm.de
Notiere und erläutere, inwiefern der Deutschlandvertrag
Verbesserungen in der Frage der Souveränität der
Bundesrepublik bringt.
Erläutere den
Zusammenhang mit der Wiederbewaffnung der
Bundesrepublik.
Diskutiere die Position der SPD im Hinblick auf die
Wiedervereinigung.
|
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Aufgabenvorschläge
zur Stalin-Note

Karikatur
zur Stalin-Note
hdg.de
Beschreibe die Karikatur und erläutere deren Aussage.
-

(Erste)
Stalin-Note
Vereinigungsangebot
Stalins
Zu
Quelle 4 hinunterscrollen!
wissen.swr.de
Die Aufgaben sind in der Quelle integriert. Bitte Link aufrufen.
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DDR- Werbeplakat für die Stalinnote 1952
bildindex.de

DDR- Plakat gegen die EVG, 1954
bildindex.de
Zu den Pariser Verträgen samt
Aufgabenstellung vgl. rechte Spalte
"Wiederbewaffnung
und Souveränität"

Regierungserklärung
Konrad Adenauers im Bundestag am 22.9.1955
über Verhandlungen mit der SU und die Position der Bundesrepublik
gegenüber der DDR
wissen.swr.de

Vorschlag W. Ulbrichts zur Entspannung ...
DDR- Propaganda- plakat
1958
bildindex.de

Geteilt - Vereint
50 Jahre Deutsche Frage in Karikaturen des Hauses der Geschichte
hdg.de
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Quellen
des DHM zur Neuen Ostpolitik

Moskauer Vertrag
dhm.de

Warschauer Vertrag
dhm.de

Viermächte-Abkommen über Berlin
dhm.de

Grundlagenvertrag
dhm.de
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Quellen
des SWR zur Geschichte der BRD

Quellen zum Wirtschaftswunder
wissen.swr.de

Quellen zum Thema "1968"
wissen.swr.de

Quellen zum Thema "Bindung an
den Westen"
wissen.swr.de Weitere
Themen
ebenda:
-
Quellen zum Thema "Frauenbilder
verändern sich"
-
Quellen zum Thema "Aussöhnung
mit dem Osten"
Darunter Bundestags- wahlergebnisse 1969 und 1972
-
Quellen zum Thema "Schatten der
Vergangenheit"
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Die
68er - Bilder, Text, Songsamples und Video

Notstandsgesetze
Mit den Stimmen der "Großen Koalition" verabschiedete der Deutsche
Bundestag am 30. Mai 1968 die sogenannten "Notstandsgesetze".
de.wikipedia.org

Rudi Dutschke
Rudi Dutschke war eine der charismatischsten Figuren der 1968er
Studentenbewegung.
dhm.de

Rudi Dutschke spricht auf einer Studentenkundgebung 1967
Foto
dhm.de

Der Tod von Benno Ohnesorg 1967
Foto
dhm.de

Alle reden vom Wetter. Wir nicht.
Plakat
dhm.de

Verwandelt Euren Hass in Energie! Che
Plakat
dhm.de

Enteignet Springer
Plakat
dhm.de

Als der Hass auf Axel Springer eskalierte
Zu den Fotos hinabscrollen
welt.de

Demonstration gegen den Vietnam- Krieg
dhm.de

Make love not war
Plakat
humanities.mcmaster.ca

Mitglieder der "Kommune 1" beim
gemeinsamen Essen
Foto
West-Berlin, 1968
dhm.de

Suche nach einer neuen Frauenrolle
Text und Bilder
dhm.de

Sexuelle Revolution
Text und Bilder
dhm.de

30 Jahre Kinderladenbewegung - Wurzeln - Widerstände - Wirkungen
Mit Bildern und Summerhill- Grundsätzen
kita-museum.de

The Rolling Stones Lyrics
Bilder, Text, Musiksamples
rolling-stones-lyrics.com

The Beatles
Foto
maitea.com

1969 Woodstock
Festival & Concert
Text, Bilder
woodstock69.com

Rockgeschichten 1968
Text; Heintje contra Beatles.
(Vor)lesenswerter Text
oldiehitparade.de

Easy Rider
Filmplakat
starstore.com

Was war links?
Dokumentarfilm in 4 Folgen. Im Auftrag von SWR und SFB
Texte, Bilder, Quellenmaterial en masse. Sarkastisch.
waswarlinks.de
Deutscher
Herbst - Die Geschichte der RAF
Interaktive Seite mit viel Quellenmaterial
20min.ch

Ulrike Meinhof
Biografie mit Bildern
20min.ch
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Erzählung: Heinrich Böll
Film: Volker Schlöndorff
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Personen -
"ZDF
Unsere Besten"
Konrad
Adenauer
dhm.de
Ludwig
Erhard
dhm.de
Willy
Brandt
dhm.de
Helmut
Schmidt
dhm.de
Helmut
Kohl
dhm.de
Hans
Dietrich Genscher
dhm.de
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Bücherecke

Bücher zum Thema 20. Jahrhundert
in der KMG- Schülerbücherei
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Impressum

Impressum Das
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Basiswissen
a - 1949
- 1963 Regierung Adenauer
a1 - Soziale Marktwirtschaft
und Wirtschaftswunder In
der Bundesrepublik wird die "Soziale Marktwirtschaft praktiziert.
Diese bedeutet, dass der Aufbau eines Sozialstaats mit einem in diesem
Umfang noch nie da gewesenen sozialen Netz Hand in Hand mit einer
kapitalistischen Marktwirtschaft geht. Nach
Gründung des Weststaates kann dieser einen rasanten Aufschwung mit
jährlich 8% Wachstumsrate verbuchen. Westdeutschland wird motorisiert,
der Massentourismus beginnt, die Deutschen werden immer wohlhabender. Die
hohe Arbeitslosenquote der Nachkriegszeit weicht der Vollbeschäftigung,
trotz zunehmender Zahl von Gastarbeitern fehlen 1960 über 400.000
Arbeitskräfte, bald wird der 1.000.000ste Gastarbeiter begrüßt.
Zugleich geht die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten um zwei
Drittel zurück. Das Wirtschaftswunder dauert bis in die Mitte der 1960er
Jahre.
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a2 - Europäische
Integration
Wesentlichen Anteil am
westdeutschen Aufschwung hat auch die europäische Integration. Der
Marshall-Plan bildet einen zentralen Ausgangspunkt, die OEEC verteilt
seine Mittel. 1951 wird die Montan-Union (EGKS) gegründet, 1957 werden in
den Römischen Verträgen die EURATOM (Nutzung der Atomenergie) und die
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Die politische
Integration verläuft über den Europarat (1949), die militärische über
die NATO (Gegründet 1949). Maßgeblich für das Zusammenrücken der
europäischen Staaten ist die Angst vor dem Kommunismus.
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a3 - Wiederbewaffnung und
Souveränität Als
die Bundesrepublik als Staat entstand, war sie nicht voll souverän. Ein
Besatzungsstatut legte die Stellung der Besatzungsmächte fest.
Das Ruhrstatut schuf 1949 eine Ruhrbehörde aus 7 westlichen Staaten
zur Verteilung von Kohle, Koks und Eisen des Ruhrgebiets und zur
Überwachung der Unternehmensleitungen. Erst als die Bundesrepublik sich
bereit erklärt, einen Verteidigungsbeitrag zu leisten, wird 1952 der
Deutschlandvertrag zwischen USA, Frankreich, Großbritannien und BRD
abgeschlossen, der die Besatzung beendet, der Bundesrepublik die
Souveränität zugesteht, aber vorbehaltlich der Rechte und Verantwortung
der Alliierten "in Bezug auf Berlin und Deutschlands als Ganzes
einschließlich der Wiedervereinigung und einer friedensvertraglichen
Regelung". Die Alliierten erhielten das Recht zur Stationierung von
Streitkräften. Die
deutsche Wiederbewaffnung, die vor dem Hintergrund des Koreakriegs 1950 -
53 und der amerikanischen Containment-Strategie (Truman-Doktrin!) im
westlichen Ausland diskutabel wurde, sollte zunächst im Rahmen der EVG
(Europäische Verteidigungsgemeinschaft) stattfinden, als die EVG aber
1954 am Widerstand der französischen Nationalversammlung scheiterte,
wurde die Bundesrepublik am 5. Mai 1955 in die NATO aufgenommen (Pariser
Verträge). Dies konnte auch die Stalin-Note von 1952 nicht verhindern. Der Osten antwortete mit der Ersetzung seiner zweiseitigen
Beistandspakte durch den Warschauer Pakt, das östliche Gegenstück zur
NATO, dem auch die DDR beitrat. Die Stalin-Note von 1952, die eine
Wiederbewaffnung der Bundesrepublik gegen das Angebot eines
wiedervereinigten, neutralen Deutschlands angeboten hatte, hatte damit
ihren Zweck nicht erreicht. Bundeskanzler Adenauer setzte im Hinblick auf
die Wiedervereinigung auf eine Politik der Stärke bei enger
Westintegration.
Aufgabenvorschläge
zur eingeschränkten Souveränität der Bundesrepublik Deutschland
Aufgabenvorschläge
zur Stalin-Note
Aufgabenvorschläge
zu den Pariser Verträgen

Kalter Krieg (Lernumgebung "Kalter Krieg")
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a4 - 13.
August 1961 Mauerbau 
Mauerbau siehe Basiswissen DDR
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b - 1963
- 1966 Regierung Erhard 1963
- 1966 regierte Bundeskanzler Erhard, unter Adenauer als
Wirtschaftsminister Architekt des Wirtschaftswunders. Es häuften sich
wirtschaftliche und politische Krisensymptome, die 1966 zur Bildung der
Großen Koalition von CDU/CSU und SPD unter Bundeskanzler Kiesinger
führte.
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c - Große
Koalition 1966 - 69 Die
Wirtschaftskrise wurde durch das Stabilitätsgesetz 1967 (Wirtschafts- und
Finanzminister Karl Schiller) erfolgreich bekämpft. 1968 wurden die Notstandsgesetze
beschlossen. Aus verschiedenen Ursachen, u.a. wegen einer fehlenden
starken Opposition, kam es zur Entstehung einer außerparlamentarischen
Opposition (APO). Nach dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg brachen 1967
Studentenunruhen aus. Ein Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke
führte zu den Osterunruhen 1968,
die sich v.a. gegen den Springer Verlag (BILD) richteten. An den
Universitäten gewann der Marxismus Einfluss, die Auseinandersetzung mit
der nationalsozialistischen Vergangenheit begann mit neuer Intensität,
auf den Straßen sah man Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam. Eine Kulturrevolution
veränderte die Bundesrepublik bis heute.
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d
- Die 68er- Bewegung
Ursachen für die "Bewegung" der "68er" gab es
viele. Häufig genannt wird die
Große Koalition, die
als einzige Oppositionspartei nur die FDP übrig ließ und so zur Bildung
der APO (Außerparlamentarische Opposition) als Sammelbecken vieler, vor
allem linker und linksliberaler Kritiker, beitrug. Sie wurde gestärkt
durch den "Kampf" gegen die Notstandsgesetze, den Augstein-
Prozess und Missstände an den Hochschulen ("unter den Talaren der
Muff von 1000 Jahren"). Viele empfanden die Auseinandersetzung in der
bundesrepublikanischen Gesellschaft mit dem Faschismus als völlig
ungenügend, was auch durch den Auschwitzprozess ins Bewusstsein gehoben
wurde sowie durch die Tatsache, dass nicht wenige ehemalige Nazis in der
Bundesrepublik wieder zu Amt und Würden gekommen waren. Nicht zuletzt
unter dem Einfluss der amerikanischen und britischen Kultur (Elvis
Presley, James Dean, Pop Art, ...), die mit zunehmend
seichteren deutschen Schlagern kontrastierte, kam ein allgemeines
kulturelles Unbehagen auf.
Träger der Bewegung waren vor allem bürgerliche Studenten und Jugendliche, die
einer Generation angehörten, die den Krieg nicht mehr erlebt hatte,
sondern bereits im Wohlstand aufgewachsen war und in den Schulen mit einer
Erziehung zur Demokratie Bekanntschaft gemacht hatte, während die im
Nationalsozialismus sozialisierten Eltern mit Wiederaufbau und der
Schaffung des Wirtschaftswunders beschäftigt waren.
Zum Ausbruch kam die Studentenrevolte bei den Demonstrationen gegen
den Besuch des iranischen Schah in Berlin 1967, der dagegen seine
Sicherheitsleute einsetzte ("Prügel-Perser"). Bei diesen
Kundgebungen wurde der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten
Karl-Heinz Kurras
erschossen. "Das besondere Über-das-Ziel-hinaus-Schießen führte
bei Kurras dazu, dass er nicht nur prügelte, sondern, eingeschlossen von
einer Masse von Studenten, in Panik schoss. Er wurde später
freigesprochen beziehungsweise nur wegen Überschreitung der Notwehr und
fahrlässiger Tötung verurteilt." (
Röhl, S. 134) Man muss wissen, dass die
"Frontstadt" Berlin, die ja von der kommunistischen DDR umgeben
war, 1948/49 blockiert worden war und immer noch Schikanen erdulden
musste, natürlich besonders antikommunistisch gesinnt war und dass die
Demonstranten als Kommunisten galten. "Das grobe Raster von Polizei,
Regierung und Presse sah nur rot, wo junge Leute nicht mehr braun oder
schwarz sein wollten, wo sie sich eine eigene Meinung bilden wollten,
höchst differenziert und höchst skeptisch auch gegenüber dem Osten
[...]", schreibt
Röhl (S. 30) über die 1950er Jahre, aber es galt
auch noch in den 1960ern. Vom Tod Benno Ohnesorgs an wurde aus dem Protest weniger ein studentischer
Massenprotest.

Mehr: Der Urknall der 68er-Bewegung
20min.ch
Die deutschen Medien antworteten mit massiven Kampagnen gegen die
Studenten, bei denen sich insbesondere die Springerpresse (Medienzar Axel
Springer) hervortat. Als am Gründonnerstag 1968 durch den jungen Hilfsarbeiter Josef Bachmann
ein Attentat auf den
Studentenführer Rudi Dutschke vor dem SDS-Büro am Kurfürstendamm verübt wurde, wurde das zum Anlass zu
Boykottmaßnahmen gegen den Springer Verlag, wobei z.B. die Auslieferung
der BILD- Zeitung behindert wurde. Man spricht von den
"Osterunruhen" 1968, die Parole war: "Enteignet
Springer".
Die
Begründung für diese Gewaltanwendung war -
in falscher Beurteilung der Situation - angeblich
"Notwehr" und ein "Zurückschlagen" gegen die
sogenannte "Repression" bzw. Staat und Polizei: "Wir sind auf die
Straße gegangen, und die Polizei hat uns niedergeknüppelt. Wir haben
größere Demonstrationen gemacht, und es wurde auf uns geschossen. Jetzt
sind zwei Menschen bei unseren Demonstrationen ums Leben gekommen
(Gemeint: Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke, wobei letzterer gar nicht auf
einer Demonstration war, als das Attentat auf ihn verübt wurde). Halten
wir fest: Es sind Steine geflogen, nachdem zum zweitenmal auf uns
geschossen worden ist. Solange Springer seine Mordhetze, die schon zwei
Mordanschläge zur Folge hatte, weiterverbreiten darf, solange sich die
Parteien hinter Springer stellen, handeln wir in Notwehr" (Artikel
"Gewalt in den Metropolen" in der führenden linken Zeitschrift
"konkret", zit. nach
Röhl, S. 159)
Ebenfalls in "konkret" erfolgt dann der Aufruf zum bewaffneten
Kampf: " (...) Wir wehren uns jetzt. Den Sozialismus werden wir nur
bekommen, wenn wir unsere Feinde wissen lassen, dass wir alle Mittel
anwenden werden, die nötig sind, ihn zu bekommen." (Zit. nach
Röhl, S. 159) Ulrike Meinhof dann bündig:
"Natürlich kann auf Bullen geschossen werden!" (Röhl: Linke
Lebenslügen, S. 192)
Es
kam also erst zur "Gewalt gegen Sachen", dann ging
es um Gewalt gegen Personen, die dann im Terror der
Baader- Meinhof- Gruppe, auch RAF (Rote Armee Fraktion)
genannt, in den 1970er Jahren endete. Propaganda ("faschistischer
Staat", "Repression", "Bullen" als Gegner,
"Bullenstaat", "Kampf gegen rechts", usw. usf.),
sozialistische Ziele und Gewaltanwendung setzen sich aber fort bis zur
heutigen
Antifa
und den heutigen Autonomen.

Deutscher
Herbst - Die Geschichte der RAF
Interaktive Seite mit viel Quellenmaterial
20min.ch
Bild: autonomer Gewalttäter
Charakteristische Erscheinungsformen der 68er Bewegung waren:
-
Linke
(marxistische oder marxistisch inspirierte) Utopien
Die Führer und Vorbilder kamen aus dem SDS (Sozialistischer Deutscher
Studentenbund) wie Dutschke oder aus Übersee wie Che Guevara aus Kuba und Ho Chi Minh aus
Nordvietnam, beide Kommunisten und Führer erfolgreicher
"antiimperialistischer Befreiungsbewegungen". Geistige
Inspiratoren waren die Philosophen Marcuse, Adorno, Horkheimer sowie
vor allem die geistigen Väter des Kommunismus Marx und Engels. Es bildete sich
die sogenannte "Neue Linke", die sich gegen die "Alte
Linke" der Stalinisten ("moskauorientiert") und
Maoisten ("pekingorientiert") absetzte, die aber beide
ebenfalls erstarkten. Das Feindbild war der demokratische Staat der
Bundesrepublik, typischerweise ging es "gegen staatliche
Repression", gegen "Kapitalismus" und
"Imperialismus". Übliche Aktionsformen waren Demonstrationen, Blockaden, Streiks,
Go Ins und Sit Ins, womit gerne missliebige Lehrveranstaltungen
gesprengt wurden. Kennzeichnend waren auch endlose Diskussionen über
marxistische Positionen in Uni- Seminaren und Veranstaltungen.
-
„Internationalismus“
Es ging gegen das Engagement der USA und ihrer Verbündeten und
Unterstützer im Vietnamkrieg, was wiederum im Zusammenhang mit
Antiimperialismus und Antikapitalismus und damit mit der marxistischen
oder marxistisch inspirierten Ideologie stand. Die USA wurden vom
Freund, der die Care-Pakete geschickt hatte und die Sicherheit der BRD
gegen das wirkliche oder angebliche sowjetische Expansionsstreben
garantierte, zum imperialistischen Feind, was bei vielen eine
Tradition bis heute begründen sollte.
Antiimperialistische Befreiungsbewegungen wie die Vietcong oder die
Unternehmungen eines Che Guevara in Bolivien oder die PLO und ihre
antiisraelischen Aktionen wurden romantisch verklärt. während man
nach einem kurzen Höhepunkt 1968 mit den revolutionären Bestrebungen
in Europa zunehmend schleppender vorankam.
Im Zuge der Proteste gegen den Vietnamkrieg kam in manchen Teilen der
"Bewegung", v.a. im Zusammenhang mit den Hippies, ein
Pazifismus auf, der sich in der verbreiteten Parole "Make Love Not War"
oder im Song von John Lennon "Give Peace a Chance"
äußerte. Dahinter steckte auch eine ziemliche flache Aneignung von
psychologischen Theorien im Umkreis der Freudschen Psychoanalyse, die
im Triebstau und in restriktiver Sexualmoral
("Libidounterdrückung") eine Ursache für Aggression sah,
was z.B. von Wilhelm Reich, einem Theoretiker der Weimarer Zeit, auch
politisch verstanden wurde (Wilhelm Reich: "Massenpsychologie des
Faschismus", 1933, Versuch der Vereinigung von Marxismus und
Psychoanalyse).
Für palästinensische Terroristen gab es viele offene
Sympathien, die auch heute noch höchst virulent vorhanden sind.
Damals bekannte die Fatah noch offen, Israel vernichten zu wollen. Dass
die Fatah damals und die antisemitische Hamas heute offen die Vernichtung Israels, also den
zweiten Holocaust, und die Errichtung eines terroristisch orientierten
Gottesstaats ansteuert (
Hamas-Charta),
spielte und spielt dabei keine Rolle, und das, obwohl man den Holocaust als
unüberbietbares Verbrechen und unauslöschliche Schuld des deutschen
Volkes versteht. Die sympathisierende Haltung gegenüber dem
palästinensischen Terrorismus gehört zu den Langzeitfolgen der 68er.
-
Antifaschismus
(Antifa) und Antinationalismus
Beim Antifaschismus ging es um eine Reaktion auf die mangelnde Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Die einen sahen im Nationalsozialismus mehr "den Faschismus"
als "System", die anderen mit Wilhelm Reich erklärten sich
die Sache psychologisch. Damals schon ging es um einen „Kampf gegen
rechts“ ganz allgemein, wobei in der Tendenz kein wirklicher
Unterschied mehr zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus gemacht
wurde, was seine Auswirkungen bis heute hat, denn viele Vertreter
dieser Generation sitzen heute in Politik und Medien. Generell
verkürzte sich für viele die deutsche Geschichte auf den
Nationalsozialismus.
Auch wandte sich die Studentenbewegung nicht nur gegen einen
übersteigerten (chauvinistischen) oder rassistisch begründeten
Nationalismus, sondern gegen
Patriotismus und Nationalgefühl überhaupt. Die deutsche Trikolore
war verpönt, die Rote Fahne dagegen im Schwange. Auf Deutschland und
deutsche Leistungen stolz zu sein galt als erzreaktionär und gilt es
vielen bis heute. Internationalismus, Antiimperialismus und
Antifaschismus bilden die Wurzeln des Antinationalismus und
Multikulturalismus als antinationaler, gegen die europäische
Zivilsation gerichteter Bewegung. Hier sind die Langzeitfolgen der
68er besonders deutlich zu spüren. Vaterlandsliebe gilt vielen schon
als verdächtig oder gar faschistisch, zumindest als faschistoid
(vorfaschistisch).
Mehr zur
Antifa
-
"Antimilitarismus"
und Kriegsdienstverweigerung
Der "Antimilitarismus" war die logische Folge des
"Antiimperialismus" und gewann als Kriegsdienstverweigerung
Masseneinfluss. Bis heute leiden Bundeswehr und Militäreinsätze
unter Imageproblemen, der Pazifismus ist eine verbreitete
Gefühlslage, der Zusammenhang zwischen militärischer Stärke und
außenpolitischem Einfluss wird in der deutschen Öffentlichkeit nicht
wahrgenommen.
-
Hochschulpolitik
Tatsächliche Verkrustungen und Misstände wurden kritisiert. Man
setzte auf die "Verfasste Studentenschaft", ein
Vertretungsmodell für Studenten, das keine allgemeinen Wahlen außer
zu den Asten vorsah. Es war eine Art Rätesystem im Kleinen, jeder der
im Studentenrat mitmachte, war ein (selbst ernannter) Vertreter der
Studenten. Mit Hilfe des "Politisches Mandats" formulierte
man ganz allgemine Ziele sozialistischer Politik. Mitbestimmung in den
Gremien war eine umstriottene, aber häufig gehörte Zielsetzung. In
den Vorlesungen und Seminaren ging es um die Verankerung marxistischer
Inhalte.
-
Emanzipation gegen gesellschaftliche Zwänge
Dazu gehörte die Frauenemanzipation, die von nun an einen enormen
gesellschaftlichen Schub entwickelte, weit über die Universitäten
hinaus, trotz der Tatsache, dass auch das Führungspersonal der
Studentenbewegung doch überwiegend aus Männern bestand.
Mit der Kinderladenbewegung, mit der Verherrlichung der Summerhill-
Schule („antiautoritäre Erziehung“)
und mit Hilfe der Pädagogik als Studienfach
versuchte man Einfluss auf die Erziehung zu gewinnen und den "Neuen
Menschen" als von allen Zwängen befreiten Menschen zu schaffen. In
diesen Zusammenhang gehörte die Berliner "Kommune 1", die
medial zum Schrecken des Normalbürgers zu einem neuen
Gesellschaftsmodell hochgespielt wurde, das gesellschaftliche Rollen
von Mann, Frau und Kind völlig neu definierte und eine Alternative
zur angeblich "bürgerlichen" Familie werden sollte. In
abgeschwächter Form wurde daraus die Wohngemeinschaft und der
Drang nach Selbstverwirklichung, über die man geteilter Meinung sein
kann.
Sexuelle Selbstbestimmung und freie Liebe waren hohe Ziele, wenn auch
oft mehr in der Theorie als in der Praxis. Der
"Bewusstseinserweiterung" dienten auch Haschisch und LSD.
Der Bruch mit traditionellen Werten wie Pünktlichkeit, Gehorsam,
Anstand, Manieren, Leistung, Sprachbeherrschung war
"in", wie man nun zu sagen pflegte, der Unterschied zwischen
echter Autorität und autoritärem Wesen verwischte. Man spricht von
der "antiautoritären Bewegung". Der jetzige Parteichef der
LINKEN, Oskar Lafontaine, tat den berühmten Ausspruch, "dass
Tugenden wie Fleiß, Ordnung , Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit
Sekundärtugenden seien, mit denen man auch ein KZ leiten
könne." (Röhl, S. 286)
-
Neue
Kultur (im engeren Sinne)
In diesen Zusammenhang gehören die antibürgerliche Hippie- Bewegung
mit langen Haaren und Dreckspatzigkeit und natürlich die neuen
musikalischen Richtungen wie "Beat" und "Rockmusik"
mit Bands wie Beatles, The Who, Rolling Stones und anderen, deren Fans
so manches Stadion demolierten, was es vorher auch noch nicht gegeben
hatte. "Woodstock", ein Festival und Konzert, wurde
legendär. Der wohl populärste Film war Easy Rider. Das
Dokumentartheater von Rolf Hochhuth ("Der Stellvertreter")
und Peter Weiss ("Die Ermittlung") feierte Erfolge.
Scheitern der politischen Utopie,
Zersetzung der Bewegung und neue Entwicklungen
In den 1970er Jahren gehen die marxistische Gruppierungen mangels Erfolgen
(gesellschaftliche Isolierung, Berufsverbote, Novellierungen der
Hochschulgesetze, Willy Brandts Programm "Mehr
Demokratie wagen", usw.), aber auch durch Gegenmaßnahmen des Staates
(Abschaffung des "politischen Mandats" der Asten an den
Hochschulen, Berufsverbote, usw.) ein, die Bewegung löst sich in einzelne Reformbewegungen
auf: Frauenemanzipation, Friedensbewegung, Dritte- Welt- Bewegung (heute:
Eine-Welt).
Am 13. Januar 1980 wurden Die Grünen als Bundespartei gegründet,
wo viele Linke eine neue politische Heimat fanden, was sich sowohl in der
Programmatik als auch im Personal dieser Partei ausdrückte. Ein "Realo"- Flügel
stand gegen einen "Fundi"- Flügel, wobei führende Realos
durchaus einen ehemaligen linksextremistischen Hintergrund haben konnten,
wie etwa
-
der spätere Außenminister
Joschka
Fischer (Bis 1975 Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf,
Mitglied der sogenannten Putztruppe, eine in Waldlagern des Taunus im
Faustkampf und Karate ausgebildete Schlägertruppe, warf Steine auf Polizisten und wollte sich laut
Wikipedia als Außenminister nicht davon distanzieren)
-
Hans-
Christian Ströbele (ehemals RAF- Anwalt, redete seine Mandaten als
"Genossen" an, 1975 wegen Missbrauchs der Anwaltsprivilegien noch vor Prozessbeginn von der Verteidigung vor dem Gericht in Stuttgart-Stammheim ausgeschlossen,
1980 wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung als
Verteidiger für die Gefangenen aus der RAF in den Jahren 1970 bis
1975 von der 2. Großen Strafkammer beim Landgericht Berlin zu einer
Freiheitsstrafe von zunächst 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.
Dieses Urteil wurde 1982 von der 10. Großen Strafkammer des Berliner
Landgerichts auf 10 Monate reduziert. Befürwortet heute einen muslimischen Feiertag,
will hierfür einen christlichen streichen. Tritt dafür ein, dass deutsche Polizistinnen und Polizisten Turbane und Kopftücher tragen dürfen)
(
Quelle: Wikipedia).
-
Daniel
Cohn Bendit (prominentester Sprecher der Pariser Mai-Revolution, Ausweisung aus Frankreich, in den 1970ern Herausgeber des Stadtmagazins Pflasterstrand („Unter dem Pflaster liegt der
Strand“, beteiligt an den Ausschreitungen in Frankfurt 1973 mit
über 50 schwer verletzten Polizisten; heute Abgeordneter im Europäischen Parlament) (
Quelle: Wikipedia und Röhl: Linke Lebenslügen, S. 187))
Die in den 1970er
Jahren neu entstandene Umweltbewegung und die allein erfolglose Linke
fusionierten und veränderten dauerhaft die alte Parteienlandschaft durch
eine vierte Partei: Die Grünen. Viele Positionen aus der 68er Bewegung wie der
Antikapitalismus, der Antiimperialismus, der Antinationalismus und
Antifaschismus, der "Antimilitarismus" und Pazifismus, die Romantisierung der
außereuropäischen Welt (Internationalismus, heute Multikulturalismus),
die antiisraelische Einstellung, der Antiamerikanismus, in den
Anfängen auch das Eintreten für basisdemokratische Positionen, fanden
dort eine neue Heimat und begannen im Bündnis mit der Ökobewegung die
Fünf- Prozent- Hürde zu überspringen. Aus dem Antifaschismus,
Internationalismus bzw. Multikuturalismus entwickelte sich die
Befürwortung einer sogenannten "Antidiskriminierungspolitik"
als Instrument politischer Correctness, die sich ihrerseits inzwischen in
allen Parteien und in den Medien mehr oder weniger etabliert hat. Die
politische Correctness wirkt wiederum verstärkend auf den
Multikulturalismus und linke Denkansätze, während im rechten politischen
Spektrum die Unterschiede zwischen Konservatismus und Rechtsradikalismus
systematisch verwischt werden.
Ebenfalls aus der Konkursmasse der Linken bildete sich der
Linksterrorismus der Baader- Meinhof- Gruppe (Rote Armee Fraktion,
abgekürzt RAF) und ihrer Nachfolger (vgl.
Regierung Helmut Schmidt), der aber am resoluten
Widerstand des Staates ("wehrhafte Demokratie") scheiterte.
Meist verdrängt, aber leider wahr: Der erste schwere judenfeindliche Anschlag auf dem Gebiet der Bundesrepublik
Deutschland kam von linker Seite. Am 9. November (!) 1969 versuchte die Sponti-Gruppe
"Tupamaros West-Berlin" eine Bombe im vollbesetzten jüdischen Gemeindezentrum in
Charlottenburg zu zünden. Manche linksradikale Gruppen begrüßten das Olympia-Massaker
von 1972 in München. Bei der Flugzeugentführung von Entebbe im Jahre 1976 nahm der
Deutsche Terrorist Wilfried Böse, Mitglied der “Revolutionären Zellen”, eine Selektion
der Flugzeuginsassen in jüdische und nicht-jüdische Passagiere vor.
Auf dem kulturellen Sektor sind die Nachwirkungen der 68er- Bewegung
offensichtlich, vgl.
auch
Die
68er - Bilder, Text, Songsamples und Video in
der linken Spalte.
Der "Lange Marsch durch die
Institutionen"
Klaus Rainer Röhl, früher Leiter der linken Zeitschrift
"konkret", schreibt heute in seiner Lebensbilanz: "So
begann der `Lange Marsch durch die Institutionen` [...9, zu dem nach der
Aufforderung von Rudi Dutschke Hunderttausende aufbrachen, ihr Studium
beendeten und in die Berufe strebten [die überwiegende Mehrzahl wurde
Lehrer] oder ein politisches Betätigungsfeld bei den etablierten Parteien
suchten, vornehmlich bei der SPD, später auch bei den Grünen. Als Folge
diese sich über mehr als vier Jahrzehnte hinziehenden `langen Marches`
hat sich heute eine gutbezahlte Generation von C4- Professoren an
Deutschlands Universitäten unkündbar etabliert. Der Rest der Eliten
findet sich mittlerweile in den höheren und mittleren Rängen der Parteihierarchien, in einflussreichen Positionen
bei Funk- und
Fernsehanstalten, Tageszeitungen, Werbefirmen und Filmproduktionen; das
Fußvolk hat immerhin als Lehrer; Pfarrer, Leiter von Volkshochschulen
oder SPD- Ortsgruppen sein Etappenziel erreicht. Die Verheißung des
Endkommunismus `Jedem nach seinen Bedürfnissen` haben sie für sich schon
einigermaßen verwirklicht, sind aber trotzdem unzufrieden. (
Röhl, S. 285)
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e - 1969
- 1974 Regierung Brandt / Neue Ostpolitik "Mehr
Demokratie wagen" war Willy Brandts (SPD) Programm. Im Inneren der
Bundesrepublik wurden viele Reformen verwirklicht, z. B. in der
Bildungspolitik oder im Bereich der betrieblichen Mitbestimmung. Brandts
politische
Hauptleistung war die "Neue Ostpolitik", mit der auch
Westdeutschland die Entspannung, die seit der Kubakrise zwischen den
Supermächten herrschte, nachvollzog. Die Ostverträge waren: der
Moskauer Vertrag (August 1970; Gewaltverzicht; Anerkennung der bestehenden
Grenzen in Europa einschließlich der Oder-Neiße-Grenze); der Warschauer
Vertrag (Dezember 1970, dasselbe; Normalisierung der deutsch-polnischen
Beziehungen); ein Abkommen mit der Tschechoslowakei.
Aufgabenvorschlag
Neue Ostpolitik

Zu "Entspannung" und "Kubakrise" (Lernumgebung
"Kalter Krieg")
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e1 - Berlin und DDR Im
September 1971 regelte das Viermächteabkommen über Berlin den Status
Westberlins (Bestätigung der Bindungen Westberlins an die Bundesrepublik,
Berlin-West aber kein konstitutiver Bestandteil der Bundesrepublik). Der
Grundvertrag mit der DDR (Unterzeichnung 21. 12.1972 in
Ost-Berlin; Anerkennung der DDR als
selbstständiger, unabhängiger, territorial integrer Staat, aber keine
völkerrechtliche Anerkennung der DDR) trat hinzu. Uneinigkeit
gab es über die Frage der Staatsangehörigkeit und über die Gültigkeit
des Vertrags für Berlin (West). Statt einer Botschaft wurde eine
Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ostberlin
eingerichtet , die Grenze zwischen den beiden Staaten galt nach
westdeutscher Auffassung als innerdeutsche Grenze, die Bundesregierung
beharrte auf besonderen Beziehungen zwischen den deutschen Staaten. Brandt
konnte die Ostverträge unbeschadet überstehen, ein konstruktives
Misstrauensvotum scheiterte, das Bundesverfassungsgericht bestätigte die
Verfassungsmäßigkeit des Grundlagenvertrags, wies aber auf das
Wiedervereinigungsgebot und das Selbstbestimmungsrecht aller Deutschen
hin. Es folgte
gegenüber der DDR eine Politik der kleinen Schritte und der menschlichen Erleichterungen.
Aufgabenvorschlag
Neue Ostpolitik
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f - 1974
- 1982 Regierung Schmidt Nach
dem Rücktritt Willy Brandts trat Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) die
Regierung an. Die 1970er Jahre sahen die Ölkrise, die Entstehung der
Anti-Atomkraftbewegung und der Partei der Grünen. Der Kampf
gegen den Terrorismus der aus der Studentenbewegung und der APO
hervorgegangenen Baader-Meinhof-Gruppe (RAF = Rote Armee Fraktion) und
ihrer Nachfolger hielt die Bundesrepublik in Atem.
Höhepunkt war die Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten
Schleyer. Nach
der Stationierung sowjetischer SS-20-Mittelstreckenraketen in Osteuropa
regte Helmut Schmidt mit Erfolg die NATO-Nachrüstung
(vgl. Kalter Krieg und Entspannung) an, was im Westen eine starke
Friedensbewegung auf den Plan rief.

Zum Wendejahr 1979 (Lernumgebung "Kalter Krieg")
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g - 1982
- 1998 Regierung Kohl 1982
kam es zum Regierungswechsel. Helmut Kohl (CDU) wurde Bundeskanzler,
unterstützt von einer Koalition aus CDU/CSU und FDP. Außenminister wurde
Hans-Dietrich Genscher (FDP).
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g1 - Mauerfall
9. November 1989 und Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990

Mauerfall und Wiedervereinigung
schule-bw.de
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g2
- Schwieriger
Vereinigungsprozess Berlin
wird 1990 Hauptstadt Deutschlands. Zwei Drittel der NATO-Verbündeten
ziehen bis 1995 aus Deutschland ab ("Friedensdividende"), 1994
verlassen vertragsgemäß die letzten russischen Truppen Deutschland. 1990
versprach Bundeskanzler Kohl für die neuen Länder "blühende
Landschaften", aber trotz enormer nach Osten transferierter Summen
lassen diese noch auf sich warten. Die neugegründete Treuhandanstalt in
Berlin hatte die Aufgabe, rund 8000 Volkseigenen Betrieben (VEB) zu
privatisieren oder stillzulegen ("Abwicklung"). Da diese weithin
nicht konkurrenzfähig waren und die traditionellen Kunden in Osteuropa
wegbrachen, gingen Millionen Arbeitsplätze verloren, sehr viele junge
Arbeit Suchende wandern bis heute (2003) nach Westen ab. Trotz Ansiedlung
moderner Industriebetriebe konnte die teilweise Entindustrialisierung
Ostdeutschlands nicht verhindert werden. Nach anfänglichem Aufholen
konnte die Wirtschaft der östlichen bis heute nicht mit der der
westlichen Bundesländer gleich ziehen. Als
1992 das Stasi-Unterlagengesetz den Opfern das Recht auf Einsicht in ihre
Akten gab, spielten sich menschliche Tragödien ab.
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g3 - Verschleppte
Reformen und Ansehensverlust Durch
die hohen Transferleistungen nach Osten, aber vor allem auch durch die
Verkrustung und den Reformstau in den westlichen Bundesländern - der sich
schon in den 1980er Jahren anbahnte, durch einen kurzen
Vereinigungsboom am Anfang der 1990er Jahre überdeckt wurde und seither
aus komplexen Gründen nicht wirklich überwunden wurde - stieg die
deutsche Staatsverschuldung in ungeahnte Höhen, die Wachstumsraten
rutschten an das Ende der europäischen Volkswirtschaften, viele
Entwicklungen wurden schlicht verschlafen, das deutsche Ansehen wurde
gründlich ramponiert. Dennoch hielt Deutschland seine Spitzenposition in
der Welt als Exportnation.
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h - 1998
- Rot-Grüne Koalition Unzureichende Reformen
mit handwerklichen Mängeln kennzeichnen über Jahre die Rot-Grüne
Koalition. Der Ernst der Lage, die Notwendigkeit eines Systemwechsels auf
allen Gebieten, dringt erst langsam ins Bewusstsein der
Bevölkerung. Außenpolitisch
wandelte sich die Weltlage durch den Angriff von Terroristen auf die
Zwillingstürme des World Trade Center in New York und auf das Pentagon.
Bundeswehreinsätze im Ausland (Antiterrorkrieg in Afghanistan) wurden
danach - nach Einsätzen z.B. im ehemaligen Jugoslawien - fast schon
Routine. Die neue Doktrin des militärischen Präventivschlags der
Regierung George W. Bush und der Irakkrieg von 2003 führten zu
einer anhaltenden Störung in den transatlantischen Beziehungen. Insgesamt
tut sich Deutschland schwer, sich auf die neuen Erfordernisse der
Gegenwart einzustellen.
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Checkpoint Charlie Berlin, heute
Anklicken für Vergrößerung

Checkpoint Charlie 1961
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Material der
Bundeszentrale für politische Bildung

Deutschland in den 50er Jahren
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 256, bpb.
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Zeiten des Wandels
Deutschland in den 60er und frühen 70er Jahren. Informationen
zur politischen Bildung, Heft 258, bpb.
Kann dort auch als Heft bestellt werden.
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Deutschland in den 70er/80er Jahren
Informationen zur politischen Bildung,
Heft 270, bpb.
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bpb.de

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Quellen
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Österreich

Österreich: Staatsvertrag
Souveränität und Neutralität Österreichs
1955
wien-vienna.at
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Mauerbau
Siehe "Basiswissen DDR"
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Neue
Ostpolitik

Neue Ostpolitik
Gute Darstellung der
Rechtsproblematik (Präambel des GG!)
Aus:
Deutschland in den 70er/80er Jahren. Informationen zur politischen Bildung,
Heft 270,
bpb.
bpb.de

Die
Verträge von Moskau und Warschau
Kurze Zusammenfassung des DHM. Vgl. unter "Quellen" die
Vertragstexte.
dhm.de

Kampf
um die Ostverträge
Kurze Zusammenfassung des
DHM.
dhm.de

Viermächte-Abkommen über Berlin Sept. 1971
Kurze Zusammenfassung des DHM.
dhm.de

Transitabkommen Dez. 1971
Kurze Zusammenfassung des DHM.
dhm.de

Der Grundlagenvertrag
dhm.de
Aufgabenvorschlag
zur Neuen Ostpolitik

Arbeitsblatt
"Neue Ostpolitik"
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe der
obigen
Links zur Neuen Ostpolitik
sowie der
Nummer e1 des Basiswissentextes aus.
- Handelte
es sich um einen "Ausverkauf deutscher Interessen"
(CDU/CSU)?
Gehe so vor / überlege:
a - Wiederhole nochmals die
Präambel
des Grundgesetzes und vergleiche die Neue Ostpolitik mit der
Präambel.
b - Zeige, in welcher neuen politischen Großwetterlage sich die
Bundesrepublik Anfang der 1970er Jahre im Unterschied zur
Amtszeit Adenauers befand (
Basiswissen
Kalter Krieg und Entspannung; zu Adenauers
Wiedervereinigungs- politik vgl.
Heidelberger
Rede)
c - Was wäre passiert, wenn die Bundesrepublik mit ihrer
Deutschlandpolitik weitergemacht hätte wie bisher?
d - Zeige, wie die Bundesrepublik mit ihrer Neuen Ostpolitik
einerseits den neuen Realitäten Rechnung trug, andererseits den
Auftrag der
Präambel juristisch und
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