Byzanz im Zeitalter der Kreuzzüge
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Karte Oströmisches Reich unter Justinian 553 n.Chr. 


Karte Byzanz um 1000 n.Chr.

 
Kreuzfahrerstaaten
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Normannische Eroberungen in Unteritalien und Sizilien
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Angriffe der Normannen auf Byzanz im 11. und 12. Jahrhundert
faculty.cua.edu


Seldschuken in Kleinasien
Muslim Conquest of Anatolia
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Europe at the Time of the First Crusade
Einzelne Regionen zum Vergrößern anklickbar. University of North Florida
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Karte Kreuzzfahrerstaaten
MGH: Droysen, Historischer Handatlas. Königreich Jerusalem vergrößerbar; anklickbarer ausführlicher Kommentar zur Karte
141.84.81.24

 
Kleinasien und der Balkan um 1214
bmlv.gv.at

 
Das byzantinische Reich, 9. - 12. Jh. 
bmlv.gv.at


Konstantinopel im Mittelalter
Mit heute noch stehenden Bauwerken
ib.hu-berlin.de

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Kultur


Byzanz um 1200: Computerrekonstruktionen
byzantium1200.com


Hagia Sophia

sights-and-culture.com


Rekonstruktion des Kaiserpalasts von Konstantinopel
1- Hippodrom (Pferderennbahn)
2- Kaiserloge (von hinten)
3- Goldener Meilenstein
4- Leuchtturm am Marmara- Meer
5- Palasteingang
6- Prachtsäle
7- Palastkirchen
planet-turquie-guide.com


Karte des byzantinischen Konstantinopel
kolorierbar
biblestudy.org


Computer- Rekonstruktion des Kaiserpalasts von Konstantinopel
Im Hintergrund das Hippodrom (Pferderennbahn)
byzantium1200.com



Byzantinische Kirchen in Istanbul
Deutsch! Alles da!
gzg.fn.bw.schule.de

Vgl. auch Konstantinopel


Kirche des Klosters
Hosios Lukas
12 Mosaiken und Kuppelfresko 
Typisches Beispiel der Bilderanordnung und des ikonographischen
Programms in byzantinischen (griechisch-orthodoxen)
Kreuzkuppelkirchen
Beschriftung Bildprogramm: Nächster Link
12koerbe.de


Hosios Lukas
Bildprogramm im Grundriss beschriftet
Siehe auch einen Link weiter oben
gottwein.de

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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen

1 - Zunehmende Feudalisierung des byzantinischen Reiches im 11.Jh.
2 - Kirchliches Schisma (Kirchenspaltung) seit 1054
3 - Neue äußere Feinde im 11. Jahrhundert
4 - Der Hilferuf Kaiser Alexios I. Komnenos an den Westen
5 - Byzantinische Politik gegenüber den Kreuzfahrerstaaten 

6- Das Ende 1204

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Arbeitsmittel

Thematisch verwandte Seiten  
Gesamtdarstellung der byzantinischen Geschichte

Militär und Schlachten
Konstantinopel
Verschiedenes

Basiswissen:

1 - Zunehmende Feudalisierung des byzantinischen Reiches im 11.Jh.

Die Grundlage des byzantinischen Staates in finanzieller und v.a. militärischer Hinsicht bildeten seit Einführung der Themenverfassung (siehe hier) im 7. Jahrhundert die Schicht kleiner, freier Bauern. Sie zahlten Steuern, schützten als Wehrbauern die Grenzen und bildeten den Kernbestand der Armee.

Deren Existenz wird jedoch schon im 10. Jahrhundert durch eine landwirtschaftliche Krise bedroht. Die byzantinische Expansion (vgl. Basileios II.) kam dem Militär und Beamtenadel zugute, bei denen sich der Großgrundbesitz zunehmend konzentrierte. Die dadurch entstehende Konkurrenz zu den Kleinbauern zwang viele von diesen zum Verkauf ihrer Ländereien, die dann von Großgrundbesitzern erworben wurden. Gegenmaßnahmen der Kaiser scheiterten. Die Steuerleistung und militärische Dienstleistung der kleinen Bauern werden gefährdet.

Im 11. Jahrhundert erringen die großen Grund besitzenden Spitzen der Beamtenschaft zunehmende politische Macht: Kaiser und Staat werden Werkzeuge in ihren Händen: Die kollektive Steuerhaftung der Großgrundbesitzer für die kleinen Bauern wird aufgehoben, der Großgrundbesitz wird steuerfrei, die Steuern lasten dagegen auf dem städtischen Gewerbe und den kleinen Bauern. Die Steuern werden von den Großen nun von den Großen selbst eingezogen, nicht mehr durch staatliche Steuerverwaltung, staatliche Beamte dürfen Großgrundbesitz gar nicht mehr betreten. Die Großen unterhalten eine eigene Verwaltung und sogar richtige Privatarmeen. Die Großgrundbesitzer erwerben sogar die Gerichtsbarkeit über die Kleinen. Unter diesen Umständen hört die Themenverfassung auf zu existieren, das Heer aus freien Bauern verliert an Schlagkraft. Dies bildet den Hintergrund für die verlorene Schlacht von Mantzikert 1071, die zur Gründung des Seldschukenreichs in Kleinasien führte.

Die Gewohnheit, an große Herren an Stelle einer Besoldung große staatliche Ländereien - zunächst nur auf Lebenszeit - zur Verwaltung zu geben (Pronoia- System), war durch die Finanznot des Staates erzwungen. Als Folge der Auflösung des Themenheeres wird das Heerwesen nun vor allem unter den Komnenen- Kaisern im 12. Jahrhundert mit Hilfe des Pronoia- Systems organisiert: Die Empfänger der Pronoia- Lehen werden zu militärischen Diensten verpflichtet, vgl. das Lehenswesen in West- und Mitteleuropa.


Vergleiche Lernumgebung "Entwicklung zum byzantinischen Reich": Aus Ostrom wird Byzanz


Vergleiche Lernumgebung "Entwicklung zum byzantinischen Reich": Basileios II. (976 - 1025)


Vergleiche Lernumgebung "Strukturen des Mittelalters"

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2 - Kirchliches Schisma (Kirchenspaltung) seit 1054

1054 kam es zur dauerhaften Trennung zwischen Ostkirche und Westkirche. Neben alten Streitpunkten wie dem Primat (Vorherrschaft) von Papst oder Patriarch ging es um liturgische Dinge (gesäuertes oder ungesäuertes Brot?). Der byzantinische Kaiser ist in päpstlichen Augen ein Ketzer. 

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3 - Neue äußere Feinde im 11. Jahrhundert

Die größte innere Schwäche des Reiches trifft zusammen mit völlig neuen äußeren Gefahren: 

Die Ungarn dehnen sich aus und erobern Belgrad. 

In Unteritalien bilden sich Normannenstaaten (siehe hier), die seit 1059 päpstliche Lehen werden. Im päpstlichen Auftrag erobern sie Unteritalien und Sizilien . 1071 fällt Bari. Der Normannenherzog Robert Guiskard setzt über die Adria mit dem Ziel, das byzantinische Reich zu erobern, scheitert aber.

Die türkischen Seldschuken, die ursprünglich aus Zentralasien nach Westen gewandert sind, entmachten den Abbasiden- Kalifen in Bagdad, in dessen Militärdiensten sie vorher stehen, nehmen den ägyptischen Fatimiden- Herrschern Syrien und Jerusalem ab und dringen in Kleinasien ein. 

Vorläufiger Höhepunkt des byzantinischen Niedergangs ist die Schlacht von Mantzikert 1071, in der der Kaiser gefangen genommen wird und die zur Gründung des Seldschukenreiches von Rum mit der Hauptstadt  Ikonion (Konya) führt. "Rum" bedeutet "Rom". Die seldschukischen Sultane nehmen in Anspruch, Nachfolger des römischen Reiches, also von Byzanz zu sein! Die Byzantiner werden auf die Küstenränder Kleinasiens zurückgedrängt und stehen unter ständigem seldschukischem Druck. Erst die Mongolen vernichten 1243 das Seldschukenreich mit der Einnahme Konyas.


Vergleiche Lernumgebung "Die Normannen in Unteritalien und Sizilien ": "Normannische Eroberungen nach 1059

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4 - Der Hilferuf Kaiser Alexios I. Komnenos an den Westen

In dieser Situation bittet Kaiser Alexios I. Komnenos (1081 - 1118) im Westen um Hilfe. Er denkt dabei an Söldner, die in seinen Diensten stehen, nicht an mehrere Ritterheere aus ganz Europa, die ihm seinen Herrschaftsanspruch auf Kleinasien und die ehemals byzantinischen Gebiete im Vorderen Orient streitig machen. Als die Ritterheere in Konstantinopel eingetroffen sind, verlangt Alexios deshalb auch prompt den Lehenseid von deren Führern, den tatsächlich auch fast alle leisten, denn man ist auf die byzantinische Flotte angewiesen.

Papst Urban II., der um die Unterstützung zur Gewinnung der Heiligen Stätten, insbesondere von Jerusalem, ersucht wird, ruft daraufhin zum Kreuzzug auf. 

Bei den Kreuzzügen ging es aus päpstlicher Sicht u.a. auch darum, das Schisma aufzuheben und die eigene Position gegenüber der Ostkirche zu festigen bzw. durchzusetzen, siehe oben. 1204 wird mit der Eroberung von Konstantinopel und der Gründung des lateinischen Kaiserreichs der Gegensatz zur Ostkirche auf die Spitze getrieben.


Vergleiche Lernumgebung "Kreuzzüge"

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5 - Byzantinische Politik gegenüber den Kreuzfahrerstaaten 

Die Politik der byzantinischen Kaiser orientiert sich an dem Ziel, die islamischen Staaten und insbesondere die Seldschuken zu schwächen bzw. auszuschalten und zunächst die Lehensherrschaft über die Kreuzfahrerstaaten durchzusetzen, um den alten Großmachtstatus wieder zu erringen, der 1071 und durch das Vordringen der Normannen entschieden ins Wanken gekommen war. Als Fernziel schwebt den byzantinischen Herrschern Johannes II. (1118 - 1143) und Manuel I. (1143 - 1180) die Erneuerung des Reiches Justinians (siehe hier) vor, obwohl dazu entschieden die Mittel und Möglichkeiten fehlten. 

Die Kreuzfahrer ihrerseits waren aber immer auf Byzanz angewiesen, insbesondere gegen die Seldschuken.

Immerhin gelingt Johannes II. (1118 - 1143) die Eroberung des  Fürstentums Antiochia, eines Kreuzfahrerstaats. Gegen den raschen Aufstieg des Normannenkönigs Roger I. verbündet er sich mit dessen Gegnern, stirbt aber 1143.

Sein Nachfolger Manuel I. Komnenos (1143 - 1180) regiert in der Zeit des Zweiten Kreuzzugs, der auf die Wiederbegründung unabhängiger  Kreuzfahrerstaaten, insbesondere Edessas, zielt, und sich damit gegen byzantinische Interessen richtet. Die Kreuzfahrer verweigern diesmal den Lehnseid. Als der Zweite Kreuzzug fehl schlägt, wird die Schuld auf Byzanz geschoben, das im Westen weiter an Sympathien verliert.

Noch in der Regierungszeit Manuels I. bahnt sich das Ende des Reiches an. Er erleidet 1176 eine vernichtende Niederlage bei Myriokephalon gegen die Seldschuken. Das entscheidende Unheil naht aber von Venedig.


Vergleiche Lernumgebung "Entwicklung zum byzantinischen Reich": Kaiser Justinian

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6- Das Ende 1204

Die italienischen Seestädte, darunter vor allem Venedig, hatten sich im 12. Jahrhundert in Byzanz zur großen Handelsmacht entwickelt. Alexios I. (1081 - 1118) hatte den Venezianern 1082 in einem Handelsvertrag für ihre Waffenhilfe gegen die aggressiven Normannen große wirtschaftliche Zugeständnisse einräumen müssen. Im März 1172 kommt es  in Byzanz zu einem Pogrom (=Ausschreitung) gegen venezianische Kaufleute, zu deren Verhaftung und Enteignung. Der Gesandte Venedigs, Enrico Dandolo, wird aus Venedig ausgewiesen. Es handelt sich um den Mann, der 1204 Doge von Venedig war und auf den Vierten Kreuzzug entscheidenden Einfluss ausübte. 

Der Vierte Kreuzzug (siehe hier) endete mit der Eroberung Konstantinopels und als deren Folge der Errichtung des Lateinischen Kaiserreichs! 1204 endet das Mittelbyzantinische Reich. Von diesem Schlag erholte sich Byzanz nie mehr, auch wenn es als spätbyzantinisches Reich nochmals  neu erstand. Der Bruch zwischen griechisch- orthodoxer Ostkirche und katholischer Westkirche ist bis heute nicht überbrückbar, trotz Annäherung unter Papst Johannes Paul II..


Vergleiche Lernumgebung "Kreuzzüge": Der 4. Kreuzug

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Christus als Weltenherrscher (Pantokrator) auf dem Thron mit dem Buch des Lebens, zu seiner Rechten Kaiser Konstantin IX. (1042 - 1055) Monomachos, zu seiner Linken Kaiserin Zoe (1028 - 1042)
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Thematisch verwandte Seiten


Lernumgebung "Entwicklung zum Byzantinischen Reich / Früh- und Mittelbyzanz"


Lernumgebung "Die Normannen in Unteritalien und Sizilien"


Lernumgebung "Islam im Zeitalter der Kreuzzüge"


Vergleiche Lernumgebung "Kreuzzüge"

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Gesamtdarstellung der byzantinischen Geschichte


Entwicklung zum byzantinischen Reich / Früh- und Mittelbyzanz


Byzantinische Geschichte: Allgemeine Einführung
Gabriele Pasch
messala.de


Das byzantinische (oströmische) Reich
Übersicht
antikefan.de


Byzantinisches Reich
de.wikipedia.org


Liste der byzantinischen Herrscher
de.wikipedia.org

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Militär und Schlachten


Die Landmauer Konstantinopels
Gabriele Pasch
messala.de


Das flüssige Feuer
Griechisches Feuer
Gabriele Pasch
messala.de


Dromone (Byzantinisches Kriegsschiff)
de.wikipedia.org


Schlacht von Mantzikert
Bedeutung der Schlacht!
de.wikipedia.org


Schlacht von Myriokephalon
Bedeutung der Schlacht!
de.wikipedia.org

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Konstantinopel


Schätze der Welt - Istanbul / Byzanz
Metropole dreier Weltreiche: Ostrom - Byzanz - Osmanen. Film, Bildergalerie, Text.

Vgl. auch Kultur

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Verschiedenes


Ausstellung "Die Welt von Byzanz - Europas östliches Erbe"
Archäologische Staatssammlung
München
22.10.2004 - 03.04.2005
archaeologie-bayern.de

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