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Flucht und Vertreibung
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Die Flüchtlinge mussten aufgenommen werden
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Württemberg und Baden in der Besatzungszeit
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Preußen 1922
Preußen 1947 aufgelöst
preussenchronik.de
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Quellen

Quellen zur Nachkriegszeit (SWR)
wissen.swr.de
Amtliche Verlautbarung über die
Konferenz von Potsdam vom 17. Juli bis 2. August 1945.
Auszug
dhm.de
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"Leben auf demokratischer und friedlicher Grundlage" Walter
Ulbricht auf der KPD- Landeskonferenz Thüringen am 5. August 1945
In indirekter Rede wiedergegeben nach dem DDR- Lehrbuch "Geschichte 10",
S. 56
Handzettel
zum Volksentscheid in Sachsen
dhm.de
Frankfurter
Dokumente
Wortlaut der von den Militärgouverneuren den elf deutschen
Ministerpräsidenten in Frankfurt am Main übergebenen drei Dokumente
vom 1. Juli 1948
dokumentarchiv.de

Grundgesetz
in der aktuellen Form nach der Wiedervereinigung
mit neuer Präambel
zum
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Präambel
des Grundgesetzes
Fassung vom 23. Mai 1949
documentarchiv.de

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Basiswissen
a - Flucht,
Vertreibung, Umsiedlung Millionen
Menschen werden nach dem Krieg vertrieben, fliehen oder siedeln um: nicht
nur Deutsche (zum Teil unter so nicht vereinbarten Bedingungen),
sondern z.B. auch Polen - Ostpolen wird von der Sowjetunion geschluckt,
die Bevölkerung in die ehemals deutschen Gebieten unter polnischer
Verwaltung umgesiedelt: "Westverschiebung Polens" - und
überlebende Juden, von denen viele nach Israel emigrieren (1948
Staatsgründung Israels), und viele andere.
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b - Lebensverhältnisse
Deutschland, v.a. die
Städte, war durch den Luftkrieg stark zerstört. Da viele Männer
noch in Kriegsgefangenschaft waren (letzte Russlandrückkehrer nach
Adenauers Moskau-Besuch 1955!), wurden die Aufräumarbeiten vielfach von
Frauen durchgeführt ("Trümmerfrauen"). Es herrschten Inflation
("Zigarettenwährung"), Hunger, Kälte und Schwarzmarkt. Viele
lebten in den Trümmern ihrer Häuser.
Aufgabenvorschläge
zu Abschnitt b und c
- Notiere in Abschnitt
a und b die Ausgangslage, von der aus 1945 der Wiederaufbau seinen Ausgang nahm (sogenannte „Stunde Null“).
- Rufe
das Material
"Flucht und
Vertreibung" in der rechten Spalte auf.
- Das Potsdamer Abkommen
wollte einen "ordnungsgemäßen und humanen Transfer" der Bevölkerung.
Wie war die Wirklichkeit? Warum?
- Welche Probleme
verursachten Flucht und Vertreibung?
- Stimmst du der
Ansicht zu, dass es sich bei der Certreibung um ein
himmelschreiendes Unrecht gehandelt hat?
- "Wir
(Vertriebene) sehnen uns in unsere geliebte Heimat zurück und hoffen, dass
uns das geraubte Menschenrecht wiedergegeben wird."
Wie stehst du zu dieser Hoffnung? Begründe deine Meinung.
Beachte verschiedene Blickwinkel.
- Recherchiere in der rechten Spalte unter „Trümmerleben / Stunde Null“ entsprechende Bilder. Halte einen
bildergestützten Vortrag vor der Klasse zum Thema „Stunde Null“.
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c - Konferenz von Potsdam Juli/August
1945
Die Verhältnisse in
Deutschland nach Kriegsende werden auf den Konferenzen von Jalta (Februar
1945;
Erklärung) und
Potsdam (Juli/August
1945) (
Weiteres Material rechte Spalte). In Potsdam werden die
Demilitarisierung, die Denazifizierung und Demokratisierung Deutschlands
vereinbart.
Deutschland wird
in vier Besatzungszonen eingeteilt (
Karte), Berlin wird
Vier-Sektorenstadt (
Karte) (analog
verfährt man mit Österreich und Wien, siehe
Karte). Die Ostgebiete östlich von Oder
und Neiße fallen nach dem Text bis zum Abschluss eines Friedensvertrags
unter polnische und sowjetische (nördliches Ostpreußen) Verwaltung,
siehe
Karte
"Westverschiebung Polens". Die
Deutschen sollen aus Polen, aus Ungarn und der Tschechoslowakei
umgesiedelt werden, und zwar in "ordnungsgemäßer und humaner Weise".
Der Alliierte
Kontrollrat sollte über alle Fragen beraten, die Deutschland als Ganzes betreffen. Deutschland wird als
wirtschaftliche Einheit betrachtet, die
Behandlung der deutschen Bevölkerung soll in ganz Deutschland gleich
sein. Die deutsche Wirtschaft soll dezentralisiert werden. Es werden
Reparationen und die Demontage von Industrieanlagen vereinbart.
Die
Interpretation des Potsdamer Abkommens ist nachher strittig, die faktische
Entwicklung verläuft hin zur Spaltung Deutschlands in zwei Staaten
1949. 1945/46
findet der Nürnberger Prozess zur Verurteilung der Hauptkriegsverbrecher
statt, weitere Kriegsverbrecherprozesse folgen. Viel Deutsche müssen
sich einem Spruchkammerverfahren unterziehen. (
Näheres
siehe hier) Siehe insbesondere Re- Education.
Aufgabenvorschläge
zu Abschnitt c
- Zu Potsdam siehe den
Aufgabenvorschlag in der
linken Spalte.
- Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse:
- Notiere die Anklagepunkte
(
Material OLG Nürnberg) und zeige, worin deren Problematik bestand.
- Zitat 1: "Im Allgemeinen werden die Prozesse heutzutage jedoch positiv bewertet, da erstmals die individuelle Schuld der Angeklagten untersucht wurde und Politiker und Militärs persönlich bestraft wurden."
Zitat 2: "Nach Meinung der Prozesskritiker hätten auch die Alliierten Angriffskriege geführt und Kriegsverbrechen begangen."
Zitat 3: Die amerikanische „TIME“ schon im November 1945: „Was immer für Gesetze die Alliierten für die Zwecke des Nürnberger Prozesses aufzustellen versuchten, die meisten dieser Gesetze haben zur Zeit, als die Taten begangen wurden, noch nicht existiert. Seit den Tagen Ciceros ist eine Bestrafung ex post facto von den Juristen verdammt worden“.
Nimm Stellung zu diesen Zitaten aus der Wikipedia-
Seite zu den Nürnberger Prozessen.
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d - Politik der westlichen
Besatzungsmächte
Die USA behandelten
Deutschland zunächst als besiegten Feindstaat ("Non-Fraternization"),
es gab ursprünglich sogar regelrechte Pläne zur Zerstückelung
Deutschlands ("Dismemberment",
Karte
"Morgenthau-Plan"). Außerdem wurden Demontagen vorgenommen.
Schon früh aber schickten
Amerikaner Care-Pakete zur Unterstützung der Bevölkerung, auch wurde
Parteien und Presse usw. zugelassen. Je
mehr sich der Kalte Krieg herausbildete (Truman-Doktrin 23.3.1947), je
mehr die USA über die Sowjetunion desillusioniert wurden, je mehr sich
die Einsicht durchsetzte, dass man Deutschland vor dem Verhungern bewahren
musste, ohne den amerikanischen Steuerzahler zu belasten, je mehr man in
den USA auch wirtschaftliche Vorteile eines wirtschaftlich gesunden
Deutschland sah, desto mehr wandelte sich aber die amerikanische und mit
ihr die britische und französische Besatzungspolitik. 1946
wurde aus der US-amerikanischen und britischen Zone die
Bi-Zone, unter
Einschluss der französischen Zone entstand die Trizone. Die westlichen
Besatzungszonen kamen ab 1947 in den Genuss des Marshall-Plans, auf der
Londoner Sechs-Mächte-Konferenz (23.2. - 3.6.1948; USA, GB, F, Benelux,
ohne Sowjetunion) wurde nach Austritt der Sowjetunion aus dem Alliierten
Kontrollrat (20.3.1948) die Errichtung eines westdeutschen Teilstaates
geplant, im Juni 1948 erfolgte in den westlichen Besatzungszonen die
Währungsreform (Einführung der D-Mark. Folge:
Berliner Blockade Juni
1948 - Mai 1949; Währungsreform Ost), im Juli 1948 werden die
"Frankfurter Dokumente" der Besatzungsmächte (Einberufung einer
Verfassunggebenden Versammlung) vorgelegt. Heraus kommt ein
Parlamentarischer Rat, der das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
ausarbeitet. Dieses wird am 23. Mai 1949 verabschiedet, die Bundesrepublik
wird nun durch Ruhrbehörde, siehe
Ruhrstatut,
und
Besatzungsstatut
kontrolliert. Im August
1949 finden dann die ersten Wahlen zum Bundestag statt. Bundeskanzler wird
Konrad Adenauer von der CDU. Provisorische Hauptstadt wurde Bonn.
Näheres zur
Gründung der Bundesrepublik
Deutschland hier.
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e - Sowjetische
Besatzungspolitik Während
in den Westzonen die Entwicklung in Richtung Parlamentarische Demokratie
verlief, verlief sie in der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) in Richtung
Kommunismus. Wegen
der Zerstörungen in der Sowjetunion durch die Wehrmacht im Zweiten
Weltkrieg sind die Demontagen in der SBZ besonders intensiv. Es gibt auch
Reparationsentnahmen aus der laufenden Produktion. Schon
im Juli 1945 werden auf Anweisung der SMAD (Sowjetische
Militäradministration in Deutschland) alle privaten Banken und Versicherungen geschlossen.
Im September 1945 wird eine
Bodenreform durchgeführt. Grundbesitz über 100 ha wird zu
Gunsten von etwa 200.000 Landarbeitern und Vertriebenen und etwa 125.000
landarmen Bauern enteignet und in Parzellen zu 5 - 25 ha aufgeteilt.
Dies bedeutet das Ende des Großgrundbesitzes auf dem Territorium der SBZ.
Bei den brutal durchgesetzten Enteignungen kam es zu vielen Rechts- bzw.
Menschenrechtsverletzungen. Am
30. Juni 1946 wird ein Volksentscheid in Sachsen (nicht in anderen
Ländern) durchgeführt. Im Ergebnis stimmt eine Dreiviertel-Mehrheit für
die Enteignung der Großindustrie ("Enteignung von
Kriegsverbrechern"). Diese werden in VEB (Volkseigene Betriebe)
verwandelt. "In den anderen, weniger industriereichen Ländern und Provinzen erfolgt die Enteignung durch Gesetze und Verordnungen. Nach der Enteignungswelle sind nur mehr Mittel- und Kleinbetriebe sowie sowjetische Aktiengesellschaften übrig, die Eigentum des NS-Staates, der NSDAP und der Wehrmacht übernommen haben. Der private Sektor umfasst 1946
nur noch 40 Prozent der Bruttoproduktion."
(
Telekolleg Bayerischer Rundfunk) Es
werden durch die Deutsche Wirtschaftskommission für gesamtstaatliche
Planung Grundlagen der Planwirtschaft gelegt. Im
Bereich der Politik werden die Schlüsselstellungen mit Kommunisten
besetzt ("Gruppe Ulbricht"). Am 22. April 1946 setzen die
Kommunisten die
Gründung der SED (Sozialistische Einheitspartei
Deutschlands) aus KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) und SPD
(Sozialdemokratische Partei Deutschlands) durch, die anschließend durch
Säuberungen zu einer "Partei Neuen Typs" wird (keine
innerparteiliche Opposition). Weitere, bürgerliche
Parteien (CDU, LDPD, etc.) auf SED-nahen Kurs gebracht und zu einer
"Blockpolitik" mit der SED gezwungen (schon 1945 "Block
antifaschistischer Parteien"). Der
Weg zur Staatsgründung der DDR führt über den im Dezember 1947
gewählten Deutschen Volkskongress und den von diesem gewählten Deutschen
Volksrat, der sich zu einer vorläufigen Deutschen Volkskammer erklärt,
die die Verfassung der DDR am 7. Oktober 1949 in Kraft setzt. Am 15.
Oktober finden Wahlen statt, bei denen sich die Blockparteien (Nationale
Front) aber vorher auf ihre Sitzanteile geeinigt hatten (SED 25%, CDU und
LDP je 15%, andere weniger): Der Wähler konnte nur die gemeinsame Liste
wählen. Die DDR
zählt zum Typus der
"Volksdemokratien".
Aufgabenvorschläge
zu Abschnitt d und e
- Notiere unter d und e die Besatzungspolitik der Westmächte und der SU in zwei Spalten.
Zeige, von welchen Grundsätzen die jeweilige Politik ausgeht.
- Zeige, was 1945 von den in der Potsdamer Konferenz festgelegten Grundsätzen noch übrig geblieben ist.
- Untersuche die Vorteile und Nachteile, die Stalin von einer Teilung Deutschlands hat. Liegt die Teilung Deutschlands in seinem Interesse?
- Diskutiere mit Hilfe eines Stichwortzettels: Wer ist schuld an der Teilung Deutschlands:
a. Der unüberbrückbare Systemgegensatz zwischen Ost und West, Kommunismus und parlamentarischer Demokratie?
b. Die Politik Stalins?
c. Die Politik des Westens?
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