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Frankenreich unter Chlodwig I. (Royaume des Francs)
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Patrimonium Petri (Kirchenstaat)
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Italien am Vorabend der fränkischen Eroberung 774
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Karte Frankenreich
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Kartenpuzzle Dreiteilung der Mittelmeerwelt um 750 n.Chr.


Reichsteilung von Verdun  
843 n.Chr., interaktiv


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Umrisskarte Reichsteilung von Ribémont

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Reiterstatuette Karls des Großen
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Die eiserne Krone der Langobarden
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Triklinium- Mosaik
Der Hl.Petrus investiert Papst Leo III. und Karl den Großen. Mit
Erklärung 
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Bonifatius` Tod
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Quellen 

Quellen: Pippin wird König 


Pippin wird fränkischer König (751)
Bericht der Fränkischen Reichsannalen zu 749 und 750
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Letzte Merowinger
Einhard, Vita Karoli c. 1

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754: Papst Stephan II. im Frankenreich
Der Bericht des "Liber pontificalis"
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754: Papst Stephan II. im Frankenreich
Der Bericht der Annales Mettenses priores
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Quellen zur Kaiserkrönung Karls des Großen

 
Quellensammlung zur Kaiserkrönung Karls des Großen 800

  • Liber Pontificalis, Vita Leonis III.
  • Die Reichsannalen
  • Die Lorscher Annalen
  • Einhard, Vita Karoli c. 27f.
  • Die Kaisertitulatur Karls des Großen

Lateinisch und Deutsch
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Die Kaiserkrönig Karls des Großen 
Oströmischer Bericht (Chronik des Theophanes)
people.freenet.de

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Quellen Sachsenkriege/ Sachsenmission 

 
Sachsenkriege/Sachsenmission
Die sog. Capitulatio de partibus Saxoniae (782?)

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Bücherecke


Bücher zum Thema Mittelalter
in der KMG- Schülerbücherei

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Impressum


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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen
Chlodwig (482 - 511 n.Chr.) / Merowinger  
Bündnis von Frankenkönigen und Papsttum / Entstehung des Kirchenstaats  
Karl der Große (768 - 814 n.Chr.)  

Reichsteilungen 

Linke Spalte
Kartenraum  

Bilder
Quellen:

Bücherecke  
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Rechte Spalte
Arbeitsmittel
Verwandte Seiten  

Sachsenkriege
Pfalz von Aachen mit Aufgaben    
Wikinger

Basiswissen: 

Chlodwig (482 - 511 n.Chr.) / Merowinger

Die Franken entwickelten sich zur dritten großen Macht im Mittelmeerbereich neben Islam und Byzanz.

König Chlodwig (482 - 511 n.Chr.) aus dem Hause der Merowinger machte die Franken katholisch und legte dadurch und durch seine Eroberungen (vgl. Kartenraum) den Grundstein für den Aufstieg der Franken zum mächtigsten Reich des westlichen Europa.

Die Herrscher aus den Herrscherfamilien (Dynastien) der Merowinger und Karolinger teilten das Reich jeweils unter den männlichen Mitgliedern des Hauses auf. Daraus entstanden blutige Kriege und Gewalttaten um die Macht und eine große Instabilität des Frankenreiches.

Diese Kämpfe führten auf Dauer zum Niedergang der Merowinger und zum Aufstieg ihrer obersten Verwalter, der Hausmeier aus dem Hause der Karolinger. Diese machten die Merowinger zuletzt zu machtlosen Schattenkönigen. (Zur Quelle)

Der Hausmeier Karl Martell stoppte 732 n.Chr. den Vorstoß der Araber gegen das Frankenreich bei Tours und Poitiers, Westeuropa blieb bis auf Spanien christlich.


Vergleiche Lernumgebung "Völkerwanderung und Germanenreiche"

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Bündnis von Frankenkönigen und Papsttum / Entstehung des Kirchenstaats

Pippin dem Jüngeren (751 - 768 n.Chr.), Sohn Karl Martells,  gelang es 751, den letzten Merowingerkönig Childerich III. abzusetzen und ins Kloster zu schicken und  sich 751 in Soissons durch den fränkischen Adel zum König wählen zu lassen. (Zur Quelle) Allerdings hatte er den letzten Merowingerkönig ja unrechtmäßig abgesetzt. 

Bei seinem Bestreben, die notwendige religiöse Legitimation für seine Herrschaft bekommen, unterstützte ihn Papst Zacharias, der die Meinung vertrat, derjenige solle König sein, bei dem auch die Macht liege. 751 salbte ihn Erzbischof Bonifatius.

Da die Langobarden den Papst bedrohten ,  salbte Papst Stephan II. 754 den Frankenkönig Pippin persönlich erneut.  

Im Vertrag von Quierzy  vom 14. 4. 754 erkannte Stephan II. die Dynastie der Karolinger als rechtmäßige Frankenherrscher an. Außerdem verleiht er Pippin und seinen Söhnen den Titel „Patricius Romanorum”, also "Schutzherr von Rom". 

Als Gegenleistung garantiert der König dem Papst das sogenannte "Patrimonium Petri" (Kirchenstaat) (Karte siehe hier), zu dem neben dem Gebiet um Rom der ehemals byzantinische Exarchat Ravenna, also das byzantinische Gebiet zwischen Rom und Ravenna, gehören sollte. Dieses Versprechen wird  wird als "Pippinsche Schenkung" bezeichnet. Der Krieg gegen die Langobarden dauerte bis 756 und endete mit einem fränkischen Sieg. ( Quellen)

So entstand ein Bündnis zwischen Frankenherrscher und Papst, das Karl der Große fortsetzte und eine lange mittelalterliche Tradition bildete. Die wahre Entstehung des Kirchenstaates fälschte die Kirche später aus verständlichen Gründen mit der sogenannten "Konstantinischen Schenkung", siehe hier.


Konstantinischen Schenkung
de.wikipedia.org

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Karl der Große (768 - 814 n.Chr.)

Eroberungen

Karl der Große eroberte in ständigen Kriegen große Teile Mittel- und Südeuropas, insbesondere die langobardischen Gebiete in Oberitalien im Bündnis mit Papst Leo III. und das sächsische Stammesgebiet sowie weitere Gebiete, Karte siehe hier

Auseinandersetzung mit dem Islam

In der Auseinandersetzung mit dem Islam versucht Karl der Große  zuerst eine Eroberungspolitik. Als sich aber das Emirat von Cordoba als zu stark erweist, sucht er das Bündnis mit dem Abbasidenherrscher und  Kalifen Harun al Raschid, der ebenso wie er gegen das omayyadische Spanien wie gegen Byzanz kämpft. Zugleich versucht er mit Harun al Raschid den Status von Jerusalem als auch die religiösen Rechte der Christen in Palästina sowie der Pilger im heiligen Land Auf dem Verhandlungswege zu klären. Über das Grab Christi in Jerusalem soll der Kalif dem Frankenherrscher Vollmacht verliehen haben.

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Kaiserkrönung in Rom 800 n.Chr.

Am Weihnachtstag des Jahres 800 n.Chr. wurde er in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt, was für spätere Kaiser und Päpste zur Tradition wurde. (Siehe Quellen)

Das Römische Reich wurde auf diese Weise auf die Franken übertragen ("Translatio Imperii") und neben dem oströmischen Kaisertum gab es nun einen weiteren römischen Kaiser im Westen, der 812 auch von Ostrom anerkannt wird. 962 wird das Römische Reich dann auf den deutschen Kaiser Otto I. übertragen, wiederum durch einen Papst. Im Hochmittelalter hieß es dann Heiliges Römisches Reich, seit dem Spätmittelalter Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation. Dieses ging erst im Jahre 1806 unter, als Kaiser Franz II. die Kaiserkrone niederlegte.

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Reichsverwaltung

Karl machte Aachen zu seiner wichtigsten Pfalz, in der später die deutschen Herrscher zum König erhoben wurden (vgl. den Thron Karls des Großen) , und führte, obwohl er selbst nicht schreiben konnte, eine an der römischen Antike orientierte Bildungsreform durch ("Karolingische Renaissance").

Sein Reich verwaltete er mit Hilfe einer Kanzlei unter einem Kanzler, einem gebildeten Kirchenmann (Kleriker), und gestützt auf das Pfalzgericht unter einem Pfalzgrafen. Am Hof, der im Reich umherzog, üben Mundschenk, Kämmerer, Marschall, Truchsess ihre Ämter aus. Königsboten kontrollieren die Verwaltung des Reiches, ausgeübt von Grafen und Bischöfen und anderen Großen des Reiches. An gefährdeten Stellen des Reiches werden Marken (Grenzmarken) zum Schutz des Reiches eingerichtet. 

Im Laufe der fränkischen Geschichte werden die Lehen zunehmend erblich

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Mission im Frankenreich / Sachsenkriege

Die Mission geschah teils friedlich, teils gewalttätig. 

Ein Beispiel für die friedliche Variante ist das Wirken des Heiligen Winfried Bonifatius, des Apostels der Deutschen, der 754 bei den Friesen den Märtyrertod (siehe hier) starb und in Fulda begraben liegt. Im Auftrag des Papstes und mit Unterstützung der fränkischen Könige hatte er die fränkische Kirche reformiert und organisiert. 

Ein Beispiel für die gewalttätige Variante sind die Sachsenkriege Karls des Großen (siehe hier), die mit der Unterwerfung und der Zwangsmission der Sachsen enden. (Siehe Quellen)

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Karl der Große - "Vater Europas" (?)

Mit dem Aufstieg der Karolinger bildet sich das (westliche) "christlich- abendländische Europa" des Mittelalters heraus. 

Der Vorstoß der Araber nach Westeuropa wird zum Stillstand gebracht, die Eroberungen Karls des Großen fassen weite Teile West- und Mitteleuropas zusammen, wodurch der Schwerpunkt Europas weg vom Mittelmeer nach Norden verlagert wird. Hintergrund ist die Zweiteilung des Mittelmeers nach der islamischen Expansion. 

Das ganze Riesengebiet des fränkischen Reiches wird durch teils friedliche, teils gewalttätige Mission christianisiert und zusammengehalten, die Reichskirche bildet eine zentrale Klammer.

Den idealen politischen Rahmen für dieses christliche Reich schafft seine Kaiserkrönung, die neben Byzanz ein  zweites christliches Kaisertum in römischer Tradition hervorbringt, die er auch kulturell wiederzubeleben sucht. In der Folge entsteht so die Grundlage für eine eigene Identität "Europas" in Abgrenzung einerseits vom Islam, anderseits von Byzanz.

Für das Verhältnis von Kaiser und Papst wird ebenso ein Modell geschaffen wie für die Auseinandersetzung mit dem Islam. Das  Lehenswesen als Grundlage des "Staates" ist voll ausgebildet und wird an die Nachfolgestaaten ebenso weitergegeben wie die übrigen wesentlichen Einrichtungen und Ideen aus der Karolingerzeit.

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Reichsteilungen 

Im Vertrag von Verdun 843 n.Chr. wird das Frankenreich in 3 Teile aufgeteilt: das Westreich, das Mittelreich und das Ostreich unter Ludwig dem Deutschen (siehe Karte). 

Im Vertrag von Ribémont 880 wird das Mittelreich neu geteilt: Lothringen fällt an das ostfränkische Reich, aus dem Rest des Mittelreiches entstehen Hochburgund und Niederburgund sowie das Königreich Italien (siehe Karte). Im Jahre 911 entsteht durch Abtrennung vom Frankenreich aus dem Ostfrankenreich das Deutsche Reich unter König Konrad I. (911 - 918 n.Chr.) (siehe hier).

Nachfolgestaaten des Frankenreiches sind: Frankreich, Deutschland, Italien, indirekt auch auf England, das 1066 von Frankreich aus erobert wird.


Lernumgebung "Ottonen"

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Thron Karls des Großen im Hochmünster zu Aachen 
Hier nahm der König nach der Krönungszeremonie Platz und nahm die Huldigung der Großen des Reiches entgegen.

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Karlsthron auf der Empore
Mit weiterer Erklärung zum Symbolgehalt
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Triklinium- Mosaik
Der Hl.Petrus investiert Papst Leo III. und Karl den Großen 

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Erklärung zum Mosaik
mittelalter.uni-tuebingen.de

 


Porphyrplatte im Petresdom, auf der Karl der Große zum Kaiser gekrönt wurde.

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