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Religiöse Situation in Europa um 1560
lib.utexas.edu


Europa um 1560
lib.utexas.edu


Karte Ausbreitung der Reformation um 1570
uni-muenster.de


Konfessionen im Hl. Römischen Reich Deutscher Nation um 1650
cache.eb.com

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Bilder


Goya: Inquisitionsszene
1816, marxist.com


Jesuitenkirche Il Gesù
Rom,
Außenansicht
The Art History Imagebase, uic.edu


Jesuitenkirche Il Gesù
Rom, Inneres
usc.edu


Jesuitenkirche Il Gesù
Rom, Grundriss
The Art History Imagebase, uic.edu


Jesuitenkirche St. Michael in München, Frontseite
Gebaut nach dem Vorbild von Il Gesú in Rom
zum.de
Vgl. hier


Jesuitenkirche St. Michael in München
Grundriss
archiv.ub.
uni-marburg.de
Vgl. hier


Statue des Erzengels Michael von der Michaelskirche München
krieg.historicum.net
Vgl. hier

wga.hu


Veronese: Gastmahl im Hause des Levi
Umbenannt auf Druck der Inquisition. Ursprünglicher Titel: Abendmahl
upload.wikimedia.org

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Bücherecke


Bücher zum Thema Entdeckungen und Kolonialreiche
in der KMG- Schülerbücherei

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Impressum


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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen
Konzil von Trient (1541 - 1563)  
Der Jesuitenorden (Societas Jesu, SJ)  
Inquisition und Buchzensur  
Ergebnisse der Gegenreformation in Deutschland

Aufgabenvorschläge  

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Arbeitsmittel

Verwandte Seiten  
Ketzer und Inquisition  
Jesuiten  
Kunst und Architektur

 

Statue des Erzengels Michael von der Michaelskirche München
krieg.historicum.net
Vgl. hier

wga.hu


Konzil von Trient (1541 - 1563)
girovagandointrentino.it


Ignatius von Loyola (1491 - 1556)
Gründer des Jesuitenordens
heiligenlexikon.de


Inquisitionstribunal
Gemälde von Goya
upload.wikimedia.org


Verbrennung Savonarolas
zwar schon 1498, aber das Prinzip war dasselbe.
wga.hu

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Basiswissen:

1 - Konzil von Trient (1541 - 1563)

Die Trienter Beschlüsse beinhalten z.B.

  • die Verwerfung der Lehren Luthers

  • die Klärung strittiger Dogmenfragen

  • die Erklärung der lateinische Bibel (der Vulgata) zum authentischen Text

  • die Festlegung der  Aufgaben und  Pflichten von Bischöfen

  • Verbot der Ämterhäufung

  • die Verbesserung der Ausbildung der Geistlichen

  • die Bekräftigung von Vorschriften für die katholischen Laien: kirchliche Zucht, Beichte, Kommunion, Messebesuch als Pflicht.

  • Vorschriften in Bezug auf die Kunst

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2 - Der Jesuitenorden (Societas Jesu, SJ)

Ordensgründer war der ehemalige Soldat Ignatius von Loyola (1491 - 1556), Gründungsjahr war 1535, Ordenszweck war der Kampf gegen die Reformation, die Stärkung des Katholizismus und die Wiederbelebung der katholischen Volksfrömmigkeit. Der Jesuitenorden wurde von einem Ordensgeneral geführt, die Jesuiten nannten sich "Soldaten Christi". Das Ordensmitglied war zu absolutem Gehorsam gegen Ordensvorgesetzte und den Papst sowie zu Armut und Keuschheit verpflichtet. Exerzitien (Buch des Ordensgründers: "Geistliche Übungen") dienten der religiösen Besinnung. "Am Ende dieser Exerzitien steht der `miles christianus`, der `Christenritter`, der durch blinden, gläubigen Gehorsam gegenüber der Kirche den Verlockungen der Reformation widersteht." ( Heiligenlexikon). Insbesondere versuchte man, als Fürstenerzieher und Beichtväter Einfluss auf die gegenwärtigen und zukünftigen Herrscher zu nehmen.

Die Jesuiten gründeten berühmte Universitäten, übernahmen Aufgaben der Jugenderziehung an Gymnasien und pflegten das barocke Theater. Sie hatten maßgeblichen Anteil an der Einführung des neuen Barockstils. In Übersee betrieben sie ausgiebig Mission.

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3 - Inquisition und Buchzensur

Die Inquisition wird zur Ketzerverfolgung bereits 1217 ins Leben gerufen. Sie geht auf Papst Innozenz III. zurück und wird getragen vom Dominikanerorden. Papst Paul III. reorganisiert sie 1542. Die Inquisition arbeitet mit der Aufforderung zur Denunziation, auch Kinder sollen ihre Eltern anzeigen. Verdächtige erhalten einen Prozess, wobei auch die Folter angewandt wird. Das Opfer bekommt keinerlei Rechtsbeistand. Auch anonyme Schriften können gegen den Angeklagten verwendet werden. Angeklagte, die auf ihren Ansichten oder ihrem Glauben beharren, werden dem "weltlichen Arm", also dem Staat übergeben, der die Strafe, die öffentliche Verbrennung (Autodafé), vollzieht. Es geht darum, die Auferstehung des Leibes zu verhindern. Sogar Exhumierte hat man verbrannt. Zum Ereignis der Verbrennung, das meist an einem Feiertag stattfand, luden Sonderreiter das Volk ein. Man zahlte hohe Preise für Fensterplätze. Je nach Windrichtung verbrennt oder erstickt das Opfer. Sein Vermögen konfisziert die Kirche. Allein in Spanien verzeichnete die Großinquisition 31.000 Autodafés. ( Schulz, S. 289) 

Schon der Heilige Thomas von Aquin, einer der angesehensten Kirchenlehrer und Zentralfigur der mittelalterlichen Hochscholastik, lehrte: "Was die Ketzer anlangt, so haben sie sich einer Sünde schuldig gemacht, die es rechtfertigt, dass sie nicht nur von der Kirche vermittels des Kirchenbannes ausgeschieden, sondern auch durch die Todesstrafe aus dieser Welt entfernt werden. Ist es doch ein viel schwereres Verbrechen, den Glauben zu verfälschen, der das Leben der Seele ist, als Geld zu fälschen, das dem weltlichen Leben dient. Wenn also Falschmünzer oder andere Übeltäter rechtmäßigerweise von weltlichen Fürsten sogleich vom Leben zum Tode befördert werden, mit wieviel größerem Recht können Ketzer unmittelbar nach ihrer Überführung wegen Ketzerei nicht nur aus der Kirchengemeinschaft ausgestoßen, sondern auch billigerweise hingerichtet werden." (Thomas, Summa theol.IIa IIae q. XI, a. 3; zit. nach: Karlheinz Deschner - Abermals krähte der Hahn, 2. Auflage der Goldmann Taschenbuchausgabe 1996, S. 547)

Auch bereuende Ketzer werden oft noch Jahre lang durch Kleidung kenntlich gemacht oder mit Strafen wie Wallfahrten, Fasten und Geldabgaben belegt. 

Die Inquisition fordert Zehntausende von Toten. Die Spanier "verfolgten erbarmungsloa alles, was im Land maurisch oder jüdisch war. Geschätzt werden an die 500.000 Morde an muslimischen und jüdischen Menschen - wobei die meisten davon längst zum christlichen Glauben übergetreten waren." ( Schulz, S. 290) Unter Zwang.

1557 wird die Buchzensur Sache der Inquisition. 1559 gibt es den ersten Index (Verzeichnis) verbotener Autoren und Bücher (erst 1966 wird der Index abgeschafft). Von Venedig wird berichtet, dass an einem Tag über 10.000 Bücher missliebiger Autoren verbrannt wurden. "Der Index wurde 1966 unter Papst Paul VI. in seiner bindenden Form offiziell abgeschafft, weil sich seine ständige Aktualisierung angesichts der nicht mehr überschaubaren Flut von Büchern und Schriften als nicht mehr praktikabel erwies. De facto war die Abschaffung schon 1965 erfolgt, als Paul VI. in seinem Reformprogramm des Heiligen Offiziums zum Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils den Index schlicht nicht mehr erwähnte. Entsprechend wurde die Abschaffung in der Öffentlichkeit zunächst nicht wahrgenommen." (Zitat aus Wikipedia).

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4 - Ergebnisse der Gegenreformation in Deutschland

Die Gegenreformation war relativ erfolgreich. Während Mitte des 16. Jahrhunderts ca. 10 - 30% Katholiken lebten, waren es Mitte des 17. Jahrhunderts ca. 50%.

Aufgabenvorschläge:

  1. Arbeitsblatt Gegenreformation

    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe der entsprechenden Abschnitte des Basiswissentextes in Stichworten aus. Die erste Spalte kannst du einfach hineinkopieren.

  2. Erläutere mit Hilfe von Abschnitt 1, gegen wen bzw. gegen welche kirchlichen Missstände sich die Beschlüsse des Konzils von Trient richten.

  3. Diskutiere mit Hilfe von Abschnitt 2: Trägt der Jesuitenorden militärische Züge? Wie ist das zu erklären?

  4. Erkläre: Weshalb versuchten die Jesuiten, Stellungen als Fürstenerzieher und Beichtväter gegenwärtiger und zukünftiger Herrscher zu bekommen?

  5. Zu Abschnitt 3: Vergleiche den Inquisitionsprozess mit einem modernen rechtsstaatlichen Prozess. Wo liegen die Unterschiede? 

  6. Wie rechtfertigt Thomas von Aquin die Tötung von Ketzern? Warum ist diese Argumentation heute nicht mehr akzeptabel? War sie es damals?

  7. Wie erklärst du dir die Buchzensur durch die katholische Kirche? Welchen Schluss ziehst du aus der Tatsache, dass die Abschaffung erst 1965 erfolgte?

  8. Kann man von den katholischen Staaten zur Zeit der Gegenreformation eigentlich als totalitären Diktaturen sprechen oder ist es unhistorisch, diese Frage zu stellen? Wie steht es in den protestantischen Staaten, vgl. Ergebnisse der Reformation?

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Paul Schulz: Codex Atheos, Cuxhaven 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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Das islamische Spanien und die Reconquista
Islamische Sicht von Muhamed Faruk. Detaillierte Schilderung der Maßnahmen der Inquisition in Spanien.
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Ignatius von Loyola
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Kunst und Architektur unter Wilhelm V. und Maximilian I.
Kunstgeschichtliches zu St. Michael in München
archiv.ub.uni-marburg.de
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