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Kartenraum
Der deutsche Zollverein 1834
de.wikipedia.org
The First British Empire ca. 1763
am Ende des Siebenjährigen Kriegs
Von wps.ablongman.com

Sklaven- und Dreieckshandel
uni-muenster.de

Dreieckshandel
history.ucsb.edu
Napoleon`s Empire. By 1812
Von wps.ablongman.com

Industrialisierung auf dem Kontinent
Von wps.ablongman.com
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Industrialisierung
in Bildern: Kennzeichen der Industrialisierung


Die Fabrik Friedrich Harkorts auf der Burg Wetter um 1834
muenster.de

Neue Fabrikanlagen entstehen (Zeichnung um 1860):
Zeche Mittelfeld Ilmenau
de.wikipedia.org

Innenansichten von AEG-Produktionsstätten / Frauenarbeit
Zählerfabrik - Spulenwickelei
dhm.de

Kinderarbeit
vaporama.ch

Krupp-Werke um 1910
krupp-guertel.de
Dampfkraft
/ Dampfmaschine
lwl.org

Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
de.wikipedia.org

Hochofen
mit einem Teil der Nebenanlagen
de.wikipedia.org

Dose mit einer Darstellung der Ludwigs-Eisenbahn bei Nürnberg
um 1836
dhm.de
Bild von Robert Fultons Dampf-Last- und Passagierschiff "Clermont" 1807
auf dem Hudson
klaus-kramer.de

Patent-Motorwagen Nr.1 Benz
de.wikipedia.org

Mehr
Bilder zum Thema Erfindungen und Technik

Der Streik
Rober Koehler, 1886
dhm.de

Berliner Wohnungselend 1902 (1)
dhm.de

Berliner Wohnungselend 1902 (2)
stadtentwicklung.berlin.de

Manifest der Kommunistischen Partei
Karl Marx/Friedrich Engels, vermutlich Köln, 1850/51 (Nachdruck der Erstauflage von 1848)
dhm.de

Abschied der Auswanderer
Atonie Volkmar, 1860
dhm.de
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Quellen
Marxismus

Karl Marx: Zur Kritik der
Politischen Ökonomie - Vorwort
Basis-Überbau;
gesellschaftliches Sein bestimmt das Bewusstsein. (4. und 5. größerer
Absatz)
gutenberg.spiegel.de

Karl Marx/
Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei
gutenberg.spiegel.de

Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur
Wissenschaft
Definition des Staats und "Absterben des Staates"
(Suchbegriff (Menüzeile "Bearbeiten" -> "Suchen"):
Staat als Staat)
gutenberg.spiegel.de
Katholische
Kirche
Enzyklika Rerum Novarum
von Papst Leo XIII., 1891
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Personen

Unternehmer
in Verbindung mit Firmengeschichte siehe rechte Spalte
Sozialisten
Lassalle ausführlich
dieterwunderlich.de
August Bebel
Kurze Biografie; Werke
gutenberg.spiegel.de
Wilhelm Liebknecht
Kurze Biografie
dhm.de
Eduard Bernstein
Kurze Biografie
dhm.de
Karl Liebknecht
DHM
Rosa Luxemburg
DHM
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Evangelische
Kirche
Friedrich von Bodelschwingh
heiligenlexikon.de
Johann Hinrich Wichern
heiligenlexikon.de
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Katholische Kirche
Adolph Kolping
Ökumenisches Heiligenlexikon
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler
de.wikipedia.org

Weitere unter "Reformerischer
Sozialismus"
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Impressum

Impressum Das
Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht
verantwortlich.
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|
Basiswissen:
History Now:
Industrialisierung
17:39
Um 1780 beginnt in Deutschland die Industrialisierung, Aber was
bedeutete das für die Menschen damals - und bedeutet es noch immer für
uns heute? - History Now auf Spurensuche!

prosieben.de
1.1 - Kennzeichen der
Industrialisierung
|

---------
Zum Einstieg linke Spalte: Industrialisierung in Bildern.
Siehe auch Werbebilder von Produkten in der rechten Spalte.
----------
Der führende
Industriezweig war zunächst überall die Textilindustrie, dann
entwickelte sich im 19. Jh. der Eisenbahnbau zum Motor der
Industrialisierung. Mit diesem entwickelte sich die Schwerindustrie (Kohle
und Stahl). Die Entwicklung schaukelte sich so gegenseitig hoch. Später kamen Maschinenbau, Elektro-, chemische und
Erdölindustrie dazu, im 20. Jh. Auto-, Luftfahrt-, Raumfahrt-, Atom-,
Computer- und andere Industrien.
Die Industrialisierung
ist ohne die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik
undenkbar. Die
Dampfmaschine z.B. war eine Schlüsselerfindung, die
Bergbau und Verkehr (
hier und
hier)
revolutionierte und die industrielle Massenproduktion
ermöglichte. Ebenfalls zukunftweisend waren der
Hochofen, die Erfindung
des Puddle-Verfahrens und des Bessemer-Verfahrens zur Herstellung von
Stahl, Elektromotor,
Telegraf,
Fotografie, Anilin-Farben aus Steinkohlenteer,
Telefon,
Glühbirne und v.a..
Verbunden mit der
Industrialisierung war ein rasantes
Bevölkerungswachstum, weil
weniger Menschen starben als geboren wurden. Das damit zusammenhängende
Problem der Ernährung wurde durch die industrielle Revolution in der
Landwirtschaft gelöst: Düngung, neue ertragreichere Züchtungen, im
20. Jh. die Maschinisierung, Näheres siehe
hier.
Die wachsende
Bevölkerung konzentrierte sich in den schnell wachsenden Industriestädten;
es entstanden ganze Industrieregionen (vgl.
hier
und
hier), z.B. das Ruhrgebiet in Deutschland,
auch dadurch, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt zogen.
Nach oben
1.2- Ausgangsland
England
|
Die Industrialisierung
entsteht im 18. Jahrhundert in England (vgl.
Viktorianisches
Zeitalter)und breitet sich von dort
aus. Im 19. Jh. gilt England als "Werkstatt der Welt". Bis zum
Ersten Weltkrieg wird England industriell von Deutschland überholt,
während die USA bis zu diesem Zeitpunkt doppelt so viel produziert wie
Deutschland, siehe
hier.
Einzelheiten siehe linke Spalte unter
Quellen.
Nach oben
|
1.2.1 - Warum liegt England vorne?
|

Durchbruch der Industrialisierung in
England
Strukturbild. Von "Der Lehrerfreund" bei psm-data
| Aufgabe:
Erläutere das Strukturbild
vor der Klasse. |
Dafür, dass England vorn liegt, gibt es eine Reihe von Gründen.
Innenpolitische
Faktoren:
Weil England im Gegensatz etwa zu Italien
oder Deutschland ein geeintes Land war, besaß es einheitliche Steuern,
Zölle und eine einheitliche Währung. Es war seit der Glorious Revolution
1688/89 eine
konstitutionelle
Monarchie, während auf dem Kontinent außer
in Frankreich und wenigen Verfassungsstaaten der
Absolutismus noch
dominierte. Mit Hilfe der
konstitutionelle
Monarchie konnten Bürgertum und Adel für die Industrialisierung
förderliche Rahmenbedingungen schaffen. Insbesondere wurde die
Gewerbefreiheit durchgesetzt, jeder konnte also im Prinzip ein Gewerbe
betreiben.
Vergleiche Lernumgebung "Englands Weg zur Konstitutionellen Monarchie bis 1688/89".
Außenpolitische
Faktoren:
Seit dem 17. Jh. war England, gestützt auf die größte
europäische Flotte, größte Handelsmacht Europas. Diese dominierende
Stellung konnte es in den Kriegen des 18. Jahrhunderts, insbesondere im
Siebenjährigen Krieg und in den
napoleonischen
Kriegen, behaupten.
Einzelheiten siehe linke Spalte
Kartenraum
Gesellschaftliche Faktoren:

Bevölkerungszyklus in England und Wales
gabrieleweis.de

Bevölkerungswachstum: weitere Tabellen
gabrieleweis.de
----------
Zuerst ist das Bevölkerungswachstum zu
nennen, das in Verbindung mit der Ausweitung der Schafzucht zu einer
Landflucht führte. Die Arbeitskräfte, die in die Städte zogen,
mussten dort wegen des Überangebots an Arbeit Suchenden und wegen
fehlender Sozialgesetze zu niedrigsten Löhnen und unter extremen
Arbeitsbedingungen arbeiten, siehe
hier
und
hier.
Im Gegensatz etwa zu Preußen beteiligte sich der Adel an der
Industrialisierung, es gab keine so festen Gegensätze zwischen Bürgertum
und Adel wie in Preußen.
Wissenschaft und Technik:

Trevithicks Dampfwagen
Zeitgenössische Zeichnung
Anklicken für Vergrößerung


Bildnachweis
| Aufgabe:
Erläutere die Funktionsweise
des Dampfwagens. |
----------
Stahlherstellung
gleisbau-welt.de
----------
Deutsche
Steinkohle AG -
Virtuelle Grubenfahrt.
Nachfolger von "Das virtuelle Bergwerk", das
aber unter demselben Link noch erhältlich ist. Der Anwender kann vor dem Bildschirm in ein Bergwerk einfahren und so die Welt unter Tage erleben.
Jeweils als
zip-Dateien
downloadbar!

deutsche-steinkohle.de
----------
Im
Zuge der
Aufklärung
und aufgrund der
Nachfrage auf dem Markt entwickelten sich Wissenschaft und Technik. Die
zentrale Erfindung waren die
Dampfmaschine und die Verbesserung der
Stahlerzeugung, die das Industriezeitalter
einleiteten, vergleiche auch rechte Spalte
Erfindungen und Technik.
Wirtschaftliche Faktoren:
The First British Empire ca. 1763
am Ende des Siebenjährigen Kriegs
Von wps.ablongman.com
----------

Sklaven- und Dreieckshandel
uni-muenster.de
----------
Das englische Bankensystem mit seinen
Krediten und die Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft z.B.
mit Hilfe von Maschinen förderten die Industrialisierung. Die Kolonien
lieferten billige Rohstoffe.
----------
Weitere Faktoren können aus dem folgenden Link ergänzt werden:

Faktorenmodell zur Industrialisierung Englands
Stichworte, von psm-data

Vergleiche auch Schema des Merkantilismus auf der Lernumgebung "Französischer Absolutismus"
Nach oben
|
1.2.2 - England - Werkstatt der Welt
|

Die englische Königin Victoria
eröffnet die Weltausstellung von 1851 im
Kristallpalast
Bild anklicken für Vergrößerung

Bildnachweis
----------

Großbritannien: Kanäle und schiffbare Flüsse
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Kohle- und Eisenerzlager
Von wps.ablongman.com

Textilzentren in Großbritannien
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Eisenbahnen ca. 1850
Von wps.ablongman.com
Großbritannien: Industriezentren
Von wps.ablongman.com
Table 1: Percentage Distribution of the World's Manufacturing Production, 1870 and 1913 (percentage of world total)

fordham.edu
Aufgaben:
- Notiere die
Informationen aus den Karten in Stichworten.
- Interpretiere die
Tabelle (Table 1: Percentage Distribution ...)
|
Nach oben
1.3 - Industrialisierung in Deutschland
|
Einige Fakten:

Preußische Reformen
Bauernbefreiung und Herstellung der Gewerbefreiheit sowie weitere
Reformen sind eine wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung in
Deutschland. Sollte bekannt sein, damit man weiß, woher die
Arbeitskräfte für die Industrialisierung kommen.
Komplette Unterrichtsstunde
schule-bw.de
----------
| Aufgabe:
Werte die folgenden Tabellen
aus (. |
Einwohner nach Gemeindegrößen in Deutschland (in%)
Tabelle
Erläutere die Tabelle.

de.wikipedia.org
----------
Eisen- und Stahlproduktion in Preußen 1800 - 1870 (in 1000 t)
Tabelle
Erläutere die Tabelle.

de.wikipedia.org
----------
Steinkohleförderung in Preußen 1817-1870 (in 1000 t)
Tabelle
Erläutere die Tabelle.

de.wikipedia.org
----------
Streckenkilometer der Eisenbahnen im Gebiet des Deutschen Bundes 1850-1873
Tabelle
Erläutere die Tabelle.

de.wikipedia.org
----------
Erwerbstätige und Angehörige in % der Gesamtbevölkerung
Tabelle
Erläutere die Tabelle.

de.wikipedia.org
----------
Industrielles Wachstum in Deutschland 1870 - 1913
Tabellen
Erläutere die Tabellen.

dhm.de
----------
Essen um 1850
Alfred Krupp: Herr über Stahl und Kohle

spiegel.de
----------
Industrialisierung
Kaiserreich, 1900-1914
Stummfilm
01:52 min

history-vision.de
----------
Berlin zur
Kaiserzeit, ca.1900 - 1914
Stummfilm
02:48 min

history-vision.de
----------
Externe Unterrichtseinheiten zu deutschen Lokalbeispielen

Zeppelin und die Folgen - Die
Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen
Komplette Unterrichtseinheit: Texte,
Bilder, Aufgaben
Der Zeppelin war eines der Symbole der deutschen Industrialisierung.
schule-bw.de
----------
Zur frühen Industrialisierung in Deutschland vergleiche das
ausführliche Beispiel "Ökonomische Modernisierung: Aufbruch
in die Moderne am Beispiel Westfalen"
rechts.
Nach oben
1.4 - Früh- und
Hochindustrialisierung
|
Man unterscheidet Früh-
und Hochindustrialisierung. Die Frühindustrialisierung in Deutschland
wurde 1835 mit der Eisenbahnverbindung Nürnberg - Fürth sichtbar. Die
Hochindustrialisierung lässt man mit der Gründung des Kaiserreichs
1870/71 beginnen.
Während in der Frühindustrialisierung noch
Familienbetriebe kennzeichnend waren und entsprechend der Theorie des
Wirtschaftsliberalismus
- sofern deren Grundsätze maßgebend waren - häufig Konkurrenz
herrschte, ist die Hochindustrialisierung durch wachsende Konzentration von Kapital, Konzerne,
Aktiengesellschaften,
Kartelle und
Trusts (Einschränkungen der Konkurrenz !), das
Universalbanksystem und den Übergang zu
Imperialismus und
Kolonialpolitik gekennzeichnet, letztere in Deutschland seit den 1880er
Jahren. In Deutschland entstand ein gemischtwirtschaftliches System:
Es gab einen privaten und einen staatlichen Sektor in der Wirtschaft, z.B.
Post und Eisenbahn. Der Staat war also in der Wirtschaft nicht
unbeträchtlich tätig: "Intervention"
(Eingreifen) des Staates in die
Wirtschaft.

Vergleiche die Lernumgebung "Imperialismus"
Nach oben
1.5 - Soziale
und politische Folgen
|

Der Streik
Gemälde von Robert Koehler, 1886
Anklicken für Vergrößerung


Bildnachweis
Aufgaben:
- Beschreibe das Bild.
Welche Menschengruppen sind dargestellt? Wodurch sind sie
gekennzeichnet?
- Welche Botschaft will
der Maler transportieren. Für wen ergreift er Partei? Mit
welchen Mitteln?
|
----------
Seit 1890
überflügelte die Werterzeugung in der Industrie diejenige in der
Wirtschaft. Die Industriegesellschaft prägte sich voll aus. Die
Arbeiterschaft wurde zeitweise zur zahlenmäßig stärksten Gruppe. Die
Unternehmer überflügelten die wirtschaftliche Bedeutung des Adels bei
weitem. So wurde die Notwendigkeit offensichtlich, die neuen Gruppen in
Staat und Gesellschaft einzubeziehen. Der wirtschaftliche Aufstieg des
Bürgertums und das zahlenmäßige Wachstum der Arbeiterschaft bilden den
Hintergrund für die Verfassungskämpfe und Revolutionen des 19.
Jahrhunderts.
Im 20. Jahrhundert
entwickelt sich die Industriegesellschaft zunehmend zur Dienstleistungsgesellschaft
weiter. Die Zahl der Industriearbeiter sinkt, die der Beschäftigten im
Dienstleistungssektor steigt an. Heute entwickeln wir uns zur Wissens-
und Informationsgesellschaft.
Nach oben
Nach oben
2,1 - Erscheinungsformen
der Sozialen Frage
|
In der
Frühindustrialisierung war die Soziale Frage mit ihren Auswüchsen
besonders brennend. Kennzeichen waren Armut (niedrige Löhne), schmale
Ernährung, überlange Arbeitszeiten
, Frauen-
und Kinderarbeit, völliger Mangel an sozialer Absicherung, Streikverbot und Verbot, Gewerkschaften
oder Arbeiterparteien zu gründen (Koalitionsverbot), verbreiteter
Alkoholismus, schreckliche Wohnverhältnisse, schlechte Zustände im
Bereich der Gesundheit und ein Mangel an Bildung in den unteren Kreisen
der Bevölkerung.
Alles
blauer Dunst

Herunterscrollen zu SOZIALES
->
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen

Heim- und Fabrikarbeit, Frauen- und Kinderarbeit. Speisezettel, Löhne,
Preise, Wohnverhältnisse
Viele Bilder, gut aufgemacht
PDF-Dateien
Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
Raum
lkgi.de
|
Aufgabenvorschläge zum Link:
- Du gehst in die Zigarrnfabrik...
Warum wird Tabakarbeiter in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. ein Frauenberuf?
Was kennzeichnet das Leben einer Tabakarbeiterin in der 2 Hälfte des 19. Jahrhunderts?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 1
Welche Betriebshierarchie existiert? Erstelle ein Schema.
Wie wirkt sich die Arbeit des Tabakarbeiters auf die Gesundheit aus?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 2
Rechne die Quadratmeterzahl der Wohnung auf 7 Personen um und vgl. mit deinem Wohnraum.
Wieviele Prozente eines Wochenverdienstes muss ein Tabakentripper aufwenden, um eine vierköpfige Familie zu ernähren? Welche weitere Ausgaben dürfte er noch haben?
Preistabelle links unten: Welche Lebensmittel spielen eine zentrale Rolle in Arbeiterfamilien, welche wohl kaum eine?
Vergleiche das Bild aus dem Arbeiterhaushalt mit dem aus dem bürgerlichen Haushalt.
|
Nach oben
|
2.2 - Versuche
zur Lösung der Sozialen Frage
|
|
2.2.1
- Revolutionärer Sozialismus
|

Karl Marx (1818 - 1883)
Begründer des sogenannten "wissenschaftlichen" Sozialismus
Anklicken für Vergrößerung

Bildnachweis
Karl Marx
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
----------

Friedrich Engels (1820 - 1895)
Mitbegründer des sogenannten "wissenschaftlichen" Sozialismus
Anklicken für Vergrößerung

Bildnachweis
Friedrich Engels
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
----------
Mehrwerttheorie von
Karl Marx - Warum wollen Kommunisten immer enteignen?

Material Geschichtszentrum
--------
Karl Marx, Friedrich Engels - Vom Kapitalismus zum Sozialismus

Material Geschichtszentrum
----------
Begründer des
revolutionären Sozialismus, auch "Kommunismus" genannt, sind
Karl Marx und Friedrich Engels, die sich ihrerseits auf die französischen (Saint-
Simon, Fourier) und englischen
Frühsozialisten (Owen) bezogen bzw. sich von diesen abgrenzten.
Marx und
Engels gingen vom
Klassenkampf als dem "Motor der Geschichte"
aus, prophezeiten eine Zwei- Klassen- Gesellschaft mit wenigen
"Kapitalisten" (Unternehmern) auf der einen Seite und einer
riesigen Masse von ausgebeuteten und verelendeten "Proletariern"
(Arbeitern) und sagten eine sozialistische Revolution voraus, die
mit der Vergesellschaftung des Kapitals (Enteignung der
"Kapitalisten" = Kapitalbesitzer, Unternehmer) und einer "Diktatur des
Proletariats" enden werde. Der
Staat, den sie als Instrument der
"herrschenden Klasse" (im Kapitalismus der Bourgeoisie, im
Sozialismus der Proletarier) zur Unterdrückung der gegnerischen Klasse ansahen, werde absterben.
Nach oben
|
2.2.2
-
Reformerischer Sozialismus
|

Köpfe der deutschen Arbeiterbewegung
Obere Reihe:
August Bebel,
Wilhelm Liebknecht
Mitte:
Karl Marx (Revolutionäre
Arbeiterbewegung)
Untere Reihe: Carl Wilhelm Tölcke (kurz Präsident des ADAV),
Ferdinand Lassalle
Bild anklicken für Vergrößerung

Bildnachweis
----------
Diese Richtung
geht in Deutschland auf
Ferdinand Lassalle zurück. Sie trat für Reformen
im bestehenden Staat mit Hilfe des
allgemeinen Wahlrechts und auch des
Streikrechts und des Rechts auf Zusammenschluss der Arbeiter ein und
setzte sich für staatliche Sozialpolitik und
Genossenschaften ein. Ihre
Bemühungen liefen in der Praxis auf einen Interessenausgleich zwischen den
Klassen
hinaus.
1866 entstand der
Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV; Lassalle), 1869 wurde in
Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet
(
August Bebel,
Wilhelm Liebknecht), 1875 vereinigten sie sich in Gotha. 1878 bis 1890
ließ Bismarck die vereinigte Arbeiterpartei durch das
"Sozialistengesetz" verbieten. Ihre Vertreter durften dennoch
zum Reichstag kandidieren und erhielten trotz Bismarcks Sozialgesetzgebung
(siehe unten) immer mehr Stimmen. 1891 nannte sich die wieder zugelassene
Partei SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und gab sich ein
neues Parteiprogramm (Erfurter Programm). Der Theoretiker
Eduard
Bernstein
anerkannte, dass eine Verelendung der Arbeiterschaft nicht eingetreten war
und dass es für die Arbeiter aufwärts ging, revidierte (hier:
veränderte, schaffte ab) die marxistische Lagebeschreibung und betonte,
dass schrittweise Verbesserungen möglich seien.
Vor dem Ersten
Weltkrieg gab es innerhalb der SPD eine revolutionär- marxistische
Richtung (
Rosa Luxemburg,
Karl
Liebknecht), die an
Bernstein
orientierte stark reformerische Richtung sowie eine vermittelnde Position.
Im Ersten Weltkrieg spalteten sich 1916 die Marxisten ab und organisierten sich
im Spartakusbund.
Die reformerische
Richtung des Sozialismus war ebenso wie die revolutionär- marxistische
Richtung Bestandteil der seit den 1860er Jahren entstehenden Arbeiterbewegung: Gewerkschaften,
Genossenschaften, Arbeiterpartei, Arbeiterbildungsvereine,
Arbeiterkulturverein, ...
Nach oben
| 2.2.3
-
Private betriebliche Sozialpolitik der Unternehmer
|

Arbeitersiedlung
Zeppelindorf, Friedrichshafen
Ausschnitt
Bild Geschichtszentrum
Es gab
vorbildliche
Unternehmer die nach dem patriarchalischen Motto
„alles für, nichts durch den Arbeiter“
Kantinen, Arbeiterwohnungen, Einkaufsläden mit verbilligten
Lebensmitteln, usw. zur Verfügung stellten. Ein Beispiel unter vielen ist
das Zeppelindorf in Friedrichshafen. Man erhoffte sich
Arbeitsmotivation, nahm den Sozialisten Wind aus den Segeln und förderte
den sozialen Frieden. Im Falle Friedrichshafen ging es auch darum, den
etwas abseits gelegenen Standort attraktiv zu machen.
Im 20.
Jahrhundert wurden die Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern
rationaler, der Patriarchenstandpunkt verschwand, die Leistungen weiteten
sich aus: Betriebskindergärten, Betriebsrenten, usw.
Nach oben
Adolph Kolping
02:57 min

multimedia.katholisch.de
------------
Die Kirchen, die
die Entwicklungen zunächst verschliefen und dadurch Anhang verloren,
traten zunächst mit großen Einzelpersönlichkeiten hervor: Adolph
Kolping und
Bischof Freiherr von Ketteler auf katholischer Seite,
Johann
Hinrich Wichern (Innere Mission) und
Friedrich von Bodelschwingh auf
evangelischer Seite. 1891 erließ dann Papst Leo XIII. die
Enzyklika Rerum
Novarum mit einem Sozialprogramm. Die Kirche lehnte
Klassenkampf und
Sozialismus ab und befürwortet ausgehend von christlichen Grundsätzen
die Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Unternehmern. Man versuchte an
der Gesinnung des einzelnen Menschen anzusetzen, befürwortete aber auch
staatliche Sozialpolitik.
Beide Richtungen
gründeten Parteien: die katholische Zentrumspartei und die
Christlich-
Soziale Arbeiterpartei (Stöcker).
Nach oben
| 2.2.5
- Kathedersozialisten |
Auch die
Wissenschaft reagierte auf die Industrialisierung. Die sogenannten
"Kathedersozialisten" befürworteten ebenfalls staatliche
Sozialpolitik und einen Ausgleich zwischen Arbeiterschaft und
Unternehmern.
Nach oben
|
2.2.6
-
Staatliche Sozialpolitik
|

Fürst Bismarck, im Auftrag Kaiser Wilhelms II.
für das Reichskanzlerpalais in Berlin gemalt
von Franz von Lenbach (Ausschnitt)
Illustrirte Zeitung vom 12. Mai 1904
Anklicken für größeren Ausschnitt
Bismarck schuf nicht nur den deutschen Nationalstaat, sondern auch den
deutschen Sozialstaat.
----------
In den 1880er
Jahren führte Bismarck, um den Sozialisten zu schaden, eine Kranken-,
Unfall-, Invaliden- und Altersversicherung ein, siehe hier. Jeder Versicherte hatte
einen Rechtsanspruch auf Leistungen. In der Weimarer Republik gab es den
8- Stundentag, Betriebsräte, paritätisch besetzte
Schlichtungsausschüsse und die Arbeitslosenversicherung. Die
Bundesrepublik Deutschland entwickelte nach 1949 ein noch dichter
geknüpftes soziales Netz, das heute vor dem Hintergrund einer geänderten
Altersstruktur und finanzieller Schwierigkeiten zurückgeschnitten wird.
Im Zuge der Hochindustrialisierung (siehe
oben)
besserten sich also die
Verhältnisse für die Arbeiter.
Nach oben
in ganz
knapper Auswahl:
Wirtschaft:
Harkort,
Krupp,
Siemens,
Benz,
Daimler,
Zeppelin, ...
Wissenschaft:
Fraunhofer,
Mendel,
Liebig,
Helmholtz,
Röntgen,
Virchow,
Koch,
Planck,
Heisenberg,
Born,
Einstein,
Meitner ...
Arbeiterbewegung:
Lassalle,
Marx,
Engels, ...
Im Kaiserreich und noch in
der Weimarer Republik eine Fülle von
Nobelpreisträgern!
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|

Karl-Marx-Haus in Trier
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Werbeplakate von 1903/04


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Bahnhof Friedrichstraße, Berlin
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die sich für Stationenarbeit eignen. Auch fächerübergreifendes Arbeiten
möglich.
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Aufgabenvorschläge
Inhalt:
Chronologie:
Kolumbus ist an allem schuld
Wie es in Gießen begann
Die Gießener Tabakindustrie im 20. Jahrhundert
Produktionsprozess und Eigenanbau:
Erinnerungen an die Zeiten des Tabakanbaus
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 1
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 2
Soziales:
Arbeitskampf und soziale Absicherung
Du gehst in die Zigarrnfabrik"
Kinder-, Jugend- und Heimarbeit in der Zigarrenindustrie
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 1
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 2
Fabrikanten:
Gründer
Herren, Chefs und Unternehmer
Der Rinn-Konzern 1950
Karte: Verbreitung der Tabakindustrie
Werbung:
Die Frühzeit der Tabakwerbung
Luxuswerbung für ein Luxusprodukt
Rauchkultur
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Erfindungen und
Technik
Zeppelins Flieger - eine Ausstellung zur Luftfahrtgeschichte
Luftfahrtgeschichte national am Lokalbeispiel. Mit Aufgaben zur Luftfahrt
im Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und unter dem
Nationalsozialismus.
lbsneu.schule-bw.de
Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
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Dampfkraft
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Erdwärme, Biomasse, Brennstoffzelle, Solartechnik, Wellenkraftwerk,
Windenergie, Energie aus dem Meer, Kernkraft, ...
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Agrargeschichte
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Geschichte
der Fotografie
Geschichte der Fotografie, Geschichte des Fotojournalismus.
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Das Telefon und der Streit um die Erfindung
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Telegrafie
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Kino
Interaktiv: "Kino - Wie die Bilder laufen lernten". Außerdem
Amateurfilm, Digitales Kino, Laterna Magica.
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Fernsehen und
Radio
Nachrichtenmacher, Fernsehnachrichten, Fernsehgeschichte in Deutschland,
Nachrichtenauswahl, Fernsehquote. Auch für Medienerziehung in Deutsch.
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Luftfahrt
Ballons, Zeppeline, Raumstationen.
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Die Internationale Raumstation ISS
dlr.de
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Freiherr- vom- Stein- Gymnasium Lünen
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Industriepioniere: Die Familie Krupp
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Werner
von Siemens
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Carl Friedrich Benz
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Nobelpreis
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Industrialisierung im
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Soziale Frage; Vorschläge und
Maßnahmen zur Lösung der Sozialen Frage
Vergleiche
Personen und
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Wandel der Arbeitsverhältnisse
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bpb.de
Kathedersozialismus
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Die
Sozialgesetzgebung Bismarcks
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