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Kartenraum
Der deutsche Zollverein 1834
de.wikipedia.org
The First British Empire ca. 1763
am Ende des Siebenjährigen Kriegs
Von wps.ablongman.com

Sklaven- und Dreieckshandel
uni-muenster.de

Dreieckshandel
history.ucsb.edu
Napoleon`s Empire. By 1812
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Kanäle und schiffbare Flüsse
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Kohle- und Eisenerzlager
Von wps.ablongman.com

Textilzentren in Großbritannien
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Eisenbahnen ca. 1850
Von wps.ablongman.com
Großbritannien: Industriezentren
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Industrialisierung auf dem Kontinent
Von wps.ablongman.com
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Industrialisierung
in Bildern: Kennzeichen der Industrialisierung

Die Fabrik Friedrich Harkorts auf der Burg Wetter um 1834
muenster.de

Neue Fabrikanlagen entstehen (Zeichnung um 1860):
Zeche Mittelfeld Ilmenau
de.wikipedia.org

Innenansichten von AEG-Produktionsstätten / Frauenarbeit
Zählerfabrik - Spulenwickelei
dhm.de

Kinderarbeit
vaporama.ch

Essen um 1850
Alfred Krupp: Herr über Stahl und Kohle (Fotostrecke)
spiegel.de

Krupp-Werke um 1910
krupp-guertel.de
Dampfkraft
/ Dampfmaschine
lwl.org

Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
de.wikipedia.org

Hochofen
mit einem Teil der Nebenanlagen
de.wikipedia.org

Dose mit einer Darstellung der Ludwigs-Eisenbahn bei Nürnberg
um 1836
dhm.de
Bild von Robert Fultons Dampf-Last- und Passagierschiff "Clermont" 1807
auf dem Hudson
klaus-kramer.de

Patent-Motorwagen Nr.1 Benz
de.wikipedia.org

Mehr
Bilder zum Thema Erfindungen und Technik

Der Streik
Rober Koehler, 1886
dhm.de

Berliner Wohnungselend 1902 (1)
dhm.de

Berliner Wohnungselend 1902 (2)
stadtentwicklung.berlin.de

Manifest der Kommunistischen Partei
Karl Marx/Friedrich Engels, vermutlich Köln, 1850/51 (Nachdruck der Erstauflage von 1848)
dhm.de

Abschied der Auswanderer
Atonie Volkmar, 1860
dhm.de
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Quellen
England

Durchbruch der Industrialisierung in
England
Strukturbild. Von "Der Lehrerfreund" bei psm-data

Stichpunkte zur Industrialisierung in England
Stichworte, von psm-data

Faktorenmodell zur Industrialisierung Englands
Stichworte, von psm-data

Quelle "Britische merkantilistische Kolonialpolitik"

Quelle "Indien wird unterentwickelt"

Bevölkerungszyklus in England und Wales
gabrieleweis.de

Bevölkerungswachstum: weitere Tabellen
gabrieleweis.de
Table 1: Percentage Distribution of the World's ManufacturingProduction, 1870 and 1913 (percentage of world total)
fordham.edu
Table 2: The Rate of Industrial Growth in Five Selected Countries (Indices of Industrial Production)
Herunterscrollen
fordham.edu
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Deutschland
Einwohner nach Gemeindegrößen in Deutschland (in%)
Tabelle
de.wikipedia.org
Eisen- und Stahlproduktion in Preußen 1800 - 1870 (in 1000 t)
de.wikipedia.org
Steinkohleförderung in Preußen 1817-1870 (in 1000 t)
de.wikipedia.org
Streckenkilometer der Eisenbahnen im Gebiet des Deutschen Bundes 1850-1873
de.wikipedia.org
Erwerbstätige und Angehörige in % der Gesamtbevölkerung (Tabelle)
de.wikipedia.org
Industrielles Wachstum in Deutschland 1870 - 1913
Tabellen
dhm.de
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Marxismus

Karl Marx: Zur Kritik der
Politischen Ökonomie - Vorwort
Basis-Überbau;
gesellschaftliches Sein bestimmt das Bewusstsein. (4. und 5. größerer
Absatz)
gutenberg.spiegel.de

Karl Marx/
Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei
gutenberg.spiegel.de

Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur
Wissenschaft
Definition des Staats und "Absterben des Staates"
(Suchbegriff (Menüzeile "Bearbeiten" -> "Suchen"):
Staat als Staat)
gutenberg.spiegel.de
Katholische
Kirche
Enzyklika Rerum Novarum
von Papst Leo XIII., 1891
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Personen

Unternehmer
in Verbindung mit Firmengeschichte siehe rechte Spalte
Sozialisten
Karl Marx
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
Friedrich Engels
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
Ferdinand Lassalle
Kurze Biografie
dhm.de

Lassalle ausführlich
dieterwunderlich.de
August Bebel
Kurze Biografie; Werke
gutenberg.spiegel.de
Wilhelm Liebknecht
Kurze Biografie
dhm.de
Eduard Bernstein
Kurze Biografie
dhm.de
Karl Liebknecht
DHM
Rosa Luxemburg
DHM
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Evangelische
Kirche
Friedrich von Bodelschwingh
heiligenlexikon.de
Johann Hinrich Wichern
heiligenlexikon.de
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Katholische Kirche
Adolph Kolping
Ökumenisches Heiligenlexikon
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler
de.wikipedia.org
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Impressum

Impressum Das
Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht
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Toplink
zur Industrialisierung am Lokalbeispiel

Zeppelin und die Folgen
Die Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen
Komplette Unterrichtseinheit mit Aufgabenvorschlägen auf dem
Landesbildungsserver Baden- Württemberg
|
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|
Toplink
zur Sozialen Frage
Alles
blauer Dunst
Herunterscrollen zu SOZIALES
->
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen
Heim- und Fabrikarbeit, Frauen- und Kinderarbeit. Speisezettel, Löhne,
Preise, Wohnverhältnisse, viele Bilder, gut aufgemacht
PDF-Dateien
Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
Raum
lkgi.de
Aufgabenvorschläge zum Link:
- Du gehst in die Zigarrnfabrik...
Warum wird Tabakarbeiter in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. ein Frauenberuf?
Was kennzeichnet das Leben einer Tabakarbeiterin in der 2 Hälfte des 19. Jahrhunderts?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 1
Welche Betriebshierarchie existiert? Erstelle ein Schema.
Wie wirkt sich die Arbeit des Tabakarbeiters auf die Gesundheit aus?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 2
Rechne die Quadratmeterzahl der Wohnung auf 7 Personen um und vgl. mit deinem Wohnraum.
Wieviele Prozente eines Wochenverdienstes muss ein Tabakentripper aufwenden, um eine vierköpfige Familie zu ernähren? Welche weitere Ausgaben dürfte er noch haben?
Preistabelle links unten: Welche Lebensmittel spielen eine zentrale Rolle in Arbeiterfamilien, welche wohl kaum eine?
Vergleiche das Bild aus dem Arbeiterhaushalt mit dem aus dem bürgerlichen Haushalt.
|
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Basiswissen:
| Kennzeichen der
Industrialisierung |
Zum Einstieg linke Spalte: Industrialisierung in Bildern.
Siehe auch Werbebilder von Produkten in der rechten Spalte.
Der führende
Industriezweig war zunächst überall die Textilindustrie, dann
entwickelte sich im 19. Jh. der Eisenbahnbau zum Motor der
Industrialisierung. Mit diesem entwickelte sich die Schwerindustrie (Kohle
und Stahl). Die Entwicklung schaukelte sich so gegenseitig hoch. Später kamen Maschinenbau, Elektro-, chemische und
Erdölindustrie dazu, im 20. Jh. Auto-, Luftfahrt-, Raumfahrt-, Atom-,
Computer- und andere Industrien.
Die Industrialisierung
ist ohne die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik
undenkbar. Die
Dampfmaschine z.B. war eine Schlüsselerfindung, die
Bergbau und Verkehr (
hier und
hier)
revolutionierte und die industrielle Massenproduktion
ermöglichte. Ebenfalls zukunftweisend waren der
Hochofen, die Erfindung
des Puddle-Verfahrens und des Bessemer-Verfahrens zur Herstellung von
Stahl, Elektromotor,
Telegraf,
Fotografie, Anilin-Farben aus Steinkohlenteer,
Telefon,
Glühbirne und v.a..
Verbunden mit der
Industrialisierung war ein rasantes
Bevölkerungswachstum, weil
weniger Menschen starben als geboren wurden. Das damit zusammenhängende
Problem der Ernährung wurde durch die industrielle Revolution in der
Landwirtschaft gelöst: Düngung, neue ertragreichere Züchtungen, im
20. Jh. die Maschinisierung, Näheres siehe
hier.
Die wachsende
Bevölkerung konzentrierte sich in den schnell wachsenden Industriestädten;
es entstanden ganze Industrieregionen (vgl.
hier
und
hier), z.B. das Ruhrgebiet in Deutschland,
auch dadurch, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt zogen.
Nach oben
Die Industrialisierung
entsteht im 18. Jahrhundert in England (vgl.
Viktorianisches
Zeitalter)und breitet sich von dort
aus. Im 19. Jh. gilt England als "Werkstatt der Welt". Bis zum
Ersten Weltkrieg wird England industriell von Deutschland überholt,
während die USA bis zu diesem Zeitpunkt doppelt so viel produziert wie
Deutschland, siehe
hier.
Einzelheiten siehe linke Spalte unter
Quellen.
Nach oben
| Warum liegt England vorne?
|
Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.
Innenpolitische Faktoren: Weil England im Gegensatz etwa zu Italien
oder Deutschland ein geeintes Land war, besaß es einheitliche Steuern,
Zölle und eine einheitliche Währung. Es war seit der Glorious Revolution
1688/89 eine
konstitutionelle
Monarchie, während auf dem Kontinent außer
in Frankreich und wenigen Verfassungsstaaten der
Absolutismus noch
dominierte. Mit Hilfe der
konstitutionelle
Monarchie konnten Bürgertum
und Adel für die Industrialisierung förderliche Rahmenbedingungen
schaffen. Insbesondere wurde die Gewerbefreiheit durchgesetzt.
Vergleiche Lernumgebung "Englands Weg zur Konstitutionellen Monarchie bis 1688/89".
Außenpolitische
Faktoren: Seit dem 17. Jh. war England, gestützt auf die größte
europäische Flotte, größte Handelsmacht Europas. Diese dominierende
Stellung konnte es in den Kriegen des 18. Jahrhunderts, insbesondere im
Siebenjährigen Krieg und in den
napoleonischen
Kriegen, behaupten.
Einzelheiten siehe linke Spalte
Kartenraum
Gesellschaftliche Faktoren: Zuerst ist das
Bevölkerungswachstum zu
nennen, das in Verbindung mit der Ausweitung der Schafzucht zu einer
Landflucht führte. Die Arbeitskräfte, die in die Städte zogen,
mussten dort wegen des Überangebots an Arbeit Suchenden und wegen
fehlender Sozialgesetze zu niedrigsten Löhnen und unter extremen
Arbeitsbedingungen arbeiten, siehe
hier
und
hier.
Im Gegensatz etwa zu Preußen beteiligte sich der Adel an der
Industrialisierung, es gab keine so festen Gegensätze zwischen Bürgertum
und Adel.
Wissenschaft und Technik: Im
Zuge der
Aufklärung
und aufgrund der
Nachfrage auf dem Markt entwickelten sich Wissenschaft und Technik. Die
zentrale Erfindung waren die
Dampfmaschine und die Verbesserung der
Stahlerzeugung, die das Industriezeitalter
einleiteten, vergleiche auch rechte Spalte
Erfindungen und Technik.
Wirtschaftliche Faktoren: Das englische Bankensystem mit seinen
Krediten und die Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft z.B.
mit Hilfe von Maschinen förderten die Industrialisierung. Die Kolonien
lieferten billige Rohstoffe.

Vergleiche auch Schema des Merkantilismus auf der Lernumgebung "Französischer Absolutismus"
Vergleiche auch "Britische merkantilistische Kolonialpolitik"
hier.
Nach oben
| Frühe
Industrialisierung in Deutschland |
Zur frühen Industrialisierung in Deutschland vergleiche das
ausführliche Beispiel "Ökonomische Modernisierung: Aufbruch
in die Moderne am Beispiel Westfalen
rechts.
Nach oben
| Früh- und
Hochindustrialisierung |
Man unterscheidet Früh-
und Hochindustrialisierung. Die Frühindustrialisierung in Deutschland
wurde 1835 mit der Eisenbahnverbindung Nürnberg - Fürth sichtbar. Die
Hochindustrialisierung lässt man mit der Gründung des Kaiserreichs
1870/71 beginnen.
Während in der Frühindustrialisierung noch
Familienbetriebe kennzeichnend waren und entsprechend der Theorie des
Wirtschaftsliberalismus
- sofern deren Grundsätze maßgebend waren - häufig Konkurrenz
herrschte, ist die Hochindustrialisierung durch wachsende Konzentration von Kapital, Konzerne,
Aktiengesellschaften,
Kartelle und
Trusts (Einschränkungen der Konkurrenz !), das
Universalbanksystem und den Übergang zu
Imperialismus und
Kolonialpolitik gekennzeichnet, letztere in Deutschland seit den 1880er
Jahren. In Deutschland entstand ein gemischtwirtschaftliches System:
Es gab einen privaten und einen staatlichen Sektor in der Wirtschaft, z.B.
Post und Eisenbahn. Der Staat war also in der Wirtschaft nicht
unbeträchtlich tätig: "Intervention"
(Eingreifen) des Staates in die
Wirtschaft.

Vergleiche die Lernumgebung "Imperialismus"
Nach oben
| Soziale
und politische Folgen |
Seit 1890
überflügelte die Werterzeugung in der Industrie diejenige in der
Wirtschaft. Die Industriegesellschaft prägte sich voll aus. Die
Arbeiterschaft wurde zeitweise zur zahlenmäßig stärksten Gruppe. Die
Unternehmer überflügelten die wirtschaftliche Bedeutung des Adels bei
weitem. So wurde die Notwendigkeit offensichtlich, die neuen Gruppen in
Staat und Gesellschaft einzubeziehen. Der wirtschaftliche Aufstieg des
Bürgertums und das zahlenmäßige Wachstum der Arbeiterschaft bilden den
Hintergrund für die Verfassungskämpfe und Revolutionen des 19.
Jahrhunderts.
Im 20. Jahrhundert
entwickelt sich die Industriegesellschaft zunehmend zur Dienstleistungsgesellschaft
weiter. Die Zahl der Industriearbeiter sinkt, die der Beschäftigten im
Dienstleistungssektor steigt an. Heute entwickeln wir uns zur Wissens-
und Informationsgesellschaft.
Nach oben
| Erscheinungsformen
der Sozialen Frage |
Alles
blauer Dunst
Herunterscrollen zu SOZIALES
->
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen

Zu den Aufgabenstellungen im roten
Kasten
In der
Frühindustrialisierung war die Soziale Frage mit ihren Auswüchsen
besonders brennend. Kennzeichen waren Armut (niedrige Löhne), schmale
Ernährung, überlange Arbeitszeiten
, Frauen-
und Kinderarbeit, völliger Mangel an sozialer Absicherung, Streikverbot und Verbot, Gewerkschaften
oder Arbeiterparteien zu gründen (Koalitionsverbot), verbreiteter
Alkoholismus, schreckliche Wohnverhältnisse, schlechte Zustände im
Bereich der Gesundheit und ein Mangel an Bildung in den unteren Kreisen
der Bevölkerung.
Nach oben
|
Versuche
zur Lösung der Sozialen Frage
|
| 1
- Sozialistische Versuche zur Lösung der Sozialen Frage |
| 1.1
- Revolutionärer Sozialismus
|
Begründer des
revolutionären Sozialismus, auch "Kommunismus" genannt, sind
Karl Marx
und
Friedrich Engels, die sich ihrerseits auf die französischen (Saint-
Simon, Fourier) und englischen
Frühsozialisten (Owen) bezogen bzw. sich von diesen abgrenzten.
Marx und
Engels gingen vom
Klassenkampf als dem "Motor der Geschichte"
aus, prophezeiten eine Zwei- Klassen- Gesellschaft mit wenigen
"Kapitalisten" (Unternehmern) auf der einen Seite und einer
riesigen Masse von ausgebeuteten und verelendeten "Proletariern"
(Arbeitern) und sagten eine sozialistische Revolution voraus, die
mit der Vergesellschaftung des Kapitals (Enteignung der
"Kapitalisten" = Kapitalbesitzer, Unternehmer) und einer "Diktatur des
Proletariats" enden werde. Der Staat, den sie als Instrument der
"herrschenden Klasse" (im Kapitalismus der Bourgeoisie, im
Sozialismus der Proletarier) zur Unterdrückung der gegnerischen Klasse ansahen, werde absterben.
Einzelheiten und Begriffserklärungen siehe
"Mehrwerttheorie"
und
"Vom Kapitalismus zum Sozialismus".
Nach oben
| 1.2
-
Reformerischer Sozialismus
|
Diese Richtung
geht in Deutschland auf
Ferdinand Lassalle zurück. Sie trat für Reformen
im bestehenden Staat mit Hilfe des
allgemeinen Wahlrechts und auch des
Streikrechts und des Rechts auf Zusammenschluss der Arbeiter ein und
setzte sich für staatliche Sozialpolitik und
Genossenschaften ein. Ihre
Bemühungen liefen in der Praxis auf einen Interessenausgleich zwischen den
Klassen
hinaus.
1866 entstand der
Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV; Lassalle), 1869 wurde in
Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet
(
August Bebel,
Wilhelm Liebknecht), 1875 vereinigten sie sich in Gotha. 1878 bis 1890
ließ Bismarck die vereinigte Arbeiterpartei durch das
"Sozialistengesetz" verbieten. Ihre Vertreter durften dennoch
zum Reichstag kandidieren und erhielten trotz Bismarcks Sozialgesetzgebung
(siehe unten) immer mehr Stimmen. 1891 nannte sich die wieder zugelassene
Partei SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und gab sich ein
neues Parteiprogramm (Erfurter Programm). Der Theoretiker
Eduard
Bernstein
anerkannte, dass eine Verelendung der Arbeiterschaft nicht eingetreten war
und dass es für die Arbeiter aufwärts ging, revidierte (hier:
veränderte, schaffte ab) die marxistische Lagebeschreibung und betonte,
dass schrittweise Verbesserungen möglich seien.
Vor dem Ersten
Weltkrieg gab es innerhalb der SPD eine revolutionär- marxistische
Richtung (
Rosa Luxemburg,
Karl
Liebknecht), die an
Bernstein
orientierte stark reformerische Richtung sowie eine vermittelnde Position.
Im Ersten Weltkrieg spalteten sich 1916 die Marxisten ab und organisierten sich
im Spartakusbund.
Die reformerische
Richtung des Sozialismus war ebenso wie die revolutionär- marxistische
Richtung Bestandteil der seit den 1860er Jahren entstehenden Arbeiterbewegung: Gewerkschaften,
Genossenschaften, Arbeiterpartei, Arbeiterbildungsvereine,
Arbeiterkulturverein, ...
Nach oben
| 1.3
- Epigonen (Nachfolger) des Sozialismus |
Wie andere
politische Richtungen auch, so sieht sich auch der Sozialismus mit neuen
Verhältnissen konfrontiert, auf die er reagieren muss.
Mit der beginnenden Ablösung der Industrialisierung durch die moderne
Dienstleistungs- Wissens- und Informationsgesellschaft etwa seit den
1980er Jahren verschwindet auch die klassische
Industriearbeiterschaft als überragend wichtige gesellschaftliche Klasse
und wird zunehmend durch Roboter einerseits und Ingenieure andererseits
ersetzt. Damit kommt dem Sozialismus der Gegenstand seiner politischen
Bemühungen, nämlich der Industriearbeiter klassischen Zuschnitts,
abhanden. Er reagiert darauf mit der Ausweitung seines Einsatzes auf alle
denkbaren angeblich oder wirklich unterdrückten Gruppen dieser Welt und
im eigenen Land, was mit der schnellen Globalisierung zusammenfällt.
Politischer
Ausdruck dieser Bemühungen ist der Einsatz für unbegrenzte
Masseneinwanderung auch Unqualifizierter, Aufrechterhaltung und Ausweitung
des Sozialstaats, Entwicklungshilfe, Quoten und Sonderrechte tendenziell
für alle Minderheiten,
Multikulturalismus,
Kampf gegen alles, was rechts der eigenen
Überzeugungen steht ("Kampf gegen Rechts") und offenes oder
verdecktes Eintreten für einen EU- Bundesstaat. Typisch ist dabei der
Versuch, die eigenen politischen Überzeugungen zu Lasten der
Meinungsfreiheit zur political correctness zu erklären.
Er löst den
traditionellen Sozialismus ab und verbindet sich mit der Konkursmasse aus
anderen politischen und weltanschaulichen Richtungen. Seine
Verbündeten sind vor allem maßgebliche Teile der Ökobewegung,
kirchliche und Migrantenkreise, Menschen aus dem Umkreis von Sozial- und
Bildungswesen, Gewerkschaften, Anhänger der Antifa. Auch zum Feminismus bestehen Beziehungen.
Kapitalismuskritik,
Ressentiments gegen die Reste des traditionellen Bürgertums und seiner
Werte und Kultur, eine aus dem revolutionären Marxismus stammende und von
den
68ern
gepflegte antinationale Haltung (
Nationalismus)
bleiben weitere Kennzeichen dieser politischen Richtung. Sie ist epigonal
(Epigonen = Nachfolger), ihre gesellschaftliche Basis sind nicht mehr
Industriearbeiter, sondern eher wohlhabende Kreise, typischerweise im
Umfeld von Schule, Hochschule, Migrations- und Sozialwesen, aber auch in
Teilen Empfänger staatlicher Transferleistungen.
Nach oben
| 2
- Nichtsozialistische Versuche zur Lösung der Sozialen Frage |
| 2.1
-
Private betriebliche Sozialpolitik der Unternehmer
|
Es gab
vorbildliche
Unternehmer die nach dem patriarchalischen Motto
„alles für, nichts durch den Arbeiter“
Kantinen, Arbeiterwohnungen, Einkaufsläden mit verbilligten
Lebensmitteln, usw. zur Verfügung stellten. Ein Beispiel unter vielen ist
das Zeppelindorf in Friedrichshafen. Man erhoffte sich
Arbeitsmotivation, nahm den Sozialisten Wind aus den Segeln und förderte
den sozialen Frieden. Im Falle Friedrichshafen ging es auch darum, den
etwas abseits gelegenen Standort attraktiv zu machen.
Im 20.
Jahrhundert wurden die Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern
rationaler, der Patriarchenstandpunkt verschwand, die Leistungen weiteten
sich aus: Betriebskindergärten, Betriebsrenten, usw.
Nach oben
Die Kirchen, die
die Entwicklungen zunächst verschliefen und dadurch Anhang verloren,
traten zunächst mit großen Einzelpersönlichkeiten hervor: Adolph
Kolping und
Bischof Freiherr von Ketteler auf katholischer Seite,
Johann
Hinrich Wichern (Innere Mission) und
Friedrich von Bodelschwingh auf
evangelischer Seite. 1891 erließ dann Papst Leo XIII. die
Enzyklika Rerum
Novarum mit einem Sozialprogramm. Die Kirche lehnte
Klassenkampf und
Sozialismus ab und befürwortet ausgehend von christlichen Grundsätzen
die Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Unternehmern. Man versuchte an
der Gesinnung des einzelnen Menschen anzusetzen, befürwortete aber auch
staatliche Sozialpolitik.
Beide Richtungen
gründeten Parteien: die katholische Zentrumspartei und die
Christlich-
Soziale Arbeiterpartei (Stöcker).
Nach oben
| 2.3
- Kathedersozialisten |
Auch die
Wissenschaft reagierte auf die Industrialisierung. Die sogenannten
"Kathedersozialisten" befürworteten ebenfalls staatliche
Sozialpolitik und einen Ausgleich zwischen Arbeiterschaft und
Unternehmern.
Nach oben
| 3
-
Staatliche Sozialpolitik
|
In den 1880er
Jahren führte Bismarck, um den Sozialisten zu schaden, eine Kranken-,
Unfall-, Invaliden- und Altersversicherung ein, siehe hier. Jeder Versicherte hatte
einen Rechtsanspruch auf Leistungen. In der Weimarer Republik gab es den
8- Stundentag, Betriebsräte, paritätisch besetzte
Schlichtungsausschüsse und die Arbeitslosenversicherung. Die
Bundesrepublik Deutschland entwickelte nach 1949 ein noch dichter
geknüpftes soziales Netz, das heute vor dem Hintergrund einer geänderten
Altersstruktur und finanzieller Schwierigkeiten zurückgeschnitten wird.
Im Zuge der Hochindustrialisierung (siehe
oben)
besserten sich also die
Verhältnisse für die Arbeiter.
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in ganz
knapper Auswahl:
Wirtschaft:
Harkort,
Krupp,
Siemens,
Benz,
Daimler,
Zeppelin, ...
Wissenschaft:
Fraunhofer,
Mendel,
Liebig,
Helmholtz,
Röntgen,
Virchow,
Koch,
Planck,
Heisenberg,
Born,
Einstein,
Meitner ...
Arbeiterbewegung:
Lassalle,
Marx,
Engels, ...
Im Kaiserreich und noch in
der Weimarer Republik eine Fülle von
Nobelpreisträgern!
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|

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Sozialdrama um das Schicksal einer Gruppe schlesischer Weber. Den
realen Hintergrund bildet der Weberaufstand in Schlesien 1844.
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19. Jahrhundert I
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 163, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.

Das
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Industrialisierung und Soziale Frage in Europa. Informationen zur politischen
Bildung, Heft 164, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.

Globalisierung
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 280, bpb.
Kann dort auch als Heft bestellt werden.
Viktorianisches Zeitalter
Ein Blick nach England im 19. Jh. Von Planet-Wissen.
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Industrialisierung und Soziale Frage am Lokalbeispiel
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die sich für Stationenarbeit eignen. Auch fächerübergreifendes Arbeiten
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Hierzu
Aufgabenvorschläge
Inhalt:
Chronologie:
Kolumbus ist an allem schuld
Wie es in Gießen begann
Die Gießener Tabakindustrie im 20. Jahrhundert
Produktionsprozess und Eigenanbau:
Erinnerungen an die Zeiten des Tabakanbaus
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 1
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 2
Soziales:
Arbeitskampf und soziale Absicherung
Du gehst in die Zigarrnfabrik"
Kinder-, Jugend- und Heimarbeit in der Zigarrenindustrie
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 1
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 2
Fabrikanten:
Gründer
Herren, Chefs und Unternehmer
Der Rinn-Konzern 1950
Karte: Verbreitung der Tabakindustrie
Werbung:
Die Frühzeit der Tabakwerbung
Luxuswerbung für ein Luxusprodukt
Rauchkultur
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Erfindungen und
Technik
Zeppelins Flieger - eine Ausstellung zur Luftfahrtgeschichte
Luftfahrtgeschichte national am Lokalbeispiel. Mit Aufgaben zur Luftfahrt
im Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und unter dem
Nationalsozialismus.
lbsneu.schule-bw.de
Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
de.wikipedia.org
Dampfkraft
/ Dampfmaschine
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Deutsche
Steinkohle AG -
Virtuelle Grubenfahrt.
Nachfolger von "Das virtuelle Bergwerk", das
aber unter demselben Link noch erhältlich ist. Der Anwender kann vor dem Bildschirm in ein Bergwerk einfahren und so die Welt unter Tage erleben.
Jeweils als
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downloadbar! Für mich eine der besten Seiten zum Thema Industrialisierung. Total
schülergerecht.
deutsche-steinkohle.de
Hochofen
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Stahlherstellung
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Energie
Erdwärme, Biomasse, Brennstoffzelle, Solartechnik, Wellenkraftwerk,
Windenergie, Energie aus dem Meer, Kernkraft, ...
planet-wissen.de
Neuere Geschichte der Landwirtschaft
Miniartikel von
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Dose mit einer Darstellung der Ludwigs-Eisenbahn bei Nürnberg
um 1836
dhm.de
Bild von Robert Fultons Dampf-Last- und Passagierschiff "Clermont" 1807
auf dem Hudson
klaus-kramer.de
Dampfschiff
de.wikipedia.org
Geschichte
der Fotografie
Geschichte der Fotografie, Geschichte des Fotojournalismus.
planet-wissen.de
Das Telefon und der Streit um die Erfindung
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Telegrafie
de.wikipedia.org
Kino
Interaktiv: "Kino - Wie die Bilder laufen lernten". Außerdem
Amateurfilm, Digitales Kino, Laterna Magica.
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Fernsehen und
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Nachrichtenmacher, Fernsehnachrichten, Fernsehgeschichte in Deutschland,
Nachrichtenauswahl, Fernsehquote. Auch für Medienerziehung in Deutsch.
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Luftfahrt
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planet-wissen.de
Die Internationale Raumstation ISS
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Industrialisierung im
Überblick (DHM)

Frühe
Industrialisierung
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Auswanderung
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Industrienation Deutschland
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Die Arbeiterbewegung
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Soziale Frage; Vorschläge und
Maßnahmen zur Lösung der Sozialen Frage
Vergleiche
Personen und
Quellen in der linken Spalte!
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen
Herunterscrollen zu SOZIALES
Heim- und Fabrikarbeit, Frauen- und Kinderarbeit. Speisezettel, Löhne,
Preise, Wohnverhältnisse, viele Bilder, gut aufgemacht
PDF-Dateien
Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
Raum
lkgi.de
Arbeitskampf und soziale Absicherung
Am Beispiel der Zigarrenarbeiter der Gießener Zigarrenindustrie
PDF-Datei
Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
Raum
lkgi.de

Wandel der Arbeitsverhältnisse
Zu Kinderarbeit hinunterscrollen
bpb.de
Kathedersozialismus
de.wikipedia.org
Mehrwerttheorie von
Karl Marx - Warum wollen Kommunisten immer enteignen?
Interaktiv
Material Geschichtszentrum
Karl Marx, Friedrich Engels - Vom Kapitalismus zum Sozialismus
Interaktiv
Material Geschichtszentrum
Die
Sozialgesetzgebung Bismarcks
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