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Kartenraum
Industriegebiete in Deutschland um
1850
Der deutsche Zollverein 1834
de.wikipedia.org
The First British Empire ca. 1763
am Ende des Siebenjährigen Kriegs
Von wps.ablongman.com

Sklaven- und Dreieckshandel
uni-muenster.de

Dreieckshandel
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Napoleon`s Empire. By 1812
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Kanäle und schiffbare Flüsse
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Kohle- und Eisenerzlager
Von wps.ablongman.com

Textilzentren in Großbritannien
Von wps.ablongman.com

Großbritannien: Eisenbahnen ca. 1850
Von wps.ablongman.com
Großbritannien: Industriezentren
Von wps.ablongman.com

Industrialisierung auf dem Kontinent
Von wps.ablongman.com
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Industrialisierung
in Bildern

Die Fabrik Friedrich Harkorts auf der Burg Wetter um 1834
muenster.de

Neue Fabrikanlagen entstehen (Zeichnung um 1860):
Zeche Mittelfeld Ilmenau
de.wikipedia.org

Innenansichten von AEG-Produktionsstätten / Frauenarbeit
Zählerfabrik - Spulenwickelei
dhm.de

Kinderarbeit
vaporama.ch

Essen um 1850
uni-goettingen.de

Firmengelände von Krupp stellt Essen in den Schatten
wiwi.uni-goettingen.de

Jahrhundertfeier der Kruppschen Werke
wiwi.uni-goettingen.de

Weitere
Bilder von WiWi Göttingen
wiwi.uni-goettingen.de
Dampfkraft
/ Dampfmaschine
lwl.org

Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
de.wikipedia.org

Hochofen
mit einem Teil der Nebenanlagen
de.wikipedia.org

Dose mit einer Darstellung der Ludwigs-Eisenbahn bei Nürnberg
um 1836
dhm.de
Bild von Robert Fultons Dampf-Last- und Passagierschiff "Clermont" 1807
auf dem Hudson
klaus-kramer.de

Benz Patent-Motorwagen, 1886
fotogalerie.automuseum-stuttgart.de

Mehr
Bilder zum Thema Erfindungen und Technik

Der Streik
Rober Koehler, 1886
dhm.de

Berliner Wohnungselend 1902
wiwi.uni-goettingen.de

Manifest der Kommunistischen Partei
Karl Marx/Friedrich Engels, vermutlich Köln, 1850/51 (Nachdruck der Erstauflage von 1848)
dhm.de

Abschied der Auswanderer
Atonie Volkmar, 1860
dhm.de
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Quellen
England

Durchbruch der Industrialisierung in
England
Strukturbild. Von "Der Lehrerfreund" bei psm-data

Stichpunkte zur Industrialisierung in England
Stichworte, von psm-data

Faktorenmodell zur Industrialisierung Englands
Stichworte, von psm-data

Quelle "Britische merkantilistische Kolonialpolitik"

Quelle "Indien wird unterentwickelt"

Bevölkerungszyklus in England und Wales
gabrieleweis.de

Bevölkerungswachstum: weitere Tabellen
gabrieleweis.de
Table 1: Percentage Distribution of the World's ManufacturingProduction, 1870 and 1913 (percentage of world total)
fordham.edu
Table 2: The Rate of Industrial Growth in Five Selected Countries (Indices of Industrial Production)
Herunterscrollen
fordham.edu
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Deutschland
Einwohner nach Gemeindegrößen in Deutschland (in%)
Tabelle
de.wikipedia.org
Eisen- und Stahlproduktion in Preußen 1800 - 1870 (in 1000 t)
de.wikipedia.org
Steinkohleförderung in Preußen 1817-1870 (in 1000 t)
de.wikipedia.org
Streckenkilometer der Eisenbahnen im Gebiet des Deutschen Bundes 1850-1873
de.wikipedia.org
Erwerbstätige und Angehörige in % der Gesamtbevölkerung (Tabelle)
de.wikipedia.org
Industrielles Wachstum in Deutschland 1870 - 1913
Tabellen
dhm.de
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Marxismus

Karl Marx: Zur Kritik der
Politischen Ökonomie - Vorwort
Basis-Überbau;
gesellschaftliches Sein bestimmt das Bewusstsein. (4. und 5. größerer
Absatz)
gutenberg.spiegel.de

Karl Marx/
Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei
gutenberg.spiegel.de

Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur
Wissenschaft
Definition des Staats und "Absterben des Staates"
(Suchbegriff (Menüzeile "Bearbeiten" -> "Suchen"):
Staat als Staat)
gutenberg.spiegel.de
Katholische
Kirche
Enzyklika Rerum Novarum
von Papst Leo XIII., 1891
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Personen

Unternehmer
in Verbindung mit Firmengeschichte siehe rechte Spalte
Sozialisten
Karl Marx
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
Friedrich Engels
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
Ferdinand Lassalle
Kurze Biografie
dhm.de

Lassalle ausführlich
dieterwunderlich.de
August Bebel
Kurze Biografie; Werke
gutenberg.spiegel.de
Wilhelm Liebknecht
Kurze Biografie
dhm.de
Eduard Bernstein
Kurze Biografie
dhm.de
Karl Liebknecht
DHM
Rosa Luxemburg
DHM
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Evangelische
Kirche
Friedrich von Bodelschwingh
Seite
von Robert Berhorst
Johann Hinrich Wichern
Seite
von Robert Berhorst
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Katholische Kirche
Adolph Kolping
Ökumenisches Heiligenlexikon
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler
Seite
von Robert Berhorst
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Bücherecke

Bücher zum Thema 18. und 19.
Jahrhundert
in der KMG- Schülerbücherei
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Impressum

Impressum Das
Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht
verantwortlich.
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Toplink
zur Industrialisierung am Lokalbeispiel

Zeppelin und die Folgen
Die Industrialisierung der Zeppelinstadt Friedrichshafen
Komplette Unterrichtseinheit mit Aufgabenvorschlägen auf dem
Landesbildungsserver Baden- Württemberg
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Toplink
zur Sozialen Frage
Alles
blauer Dunst
Herunterscrollen zu SOZIALES
->
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen
Heim- und Fabrikarbeit, Frauen- und Kinderarbeit. Speisezettel, Löhne,
Preise, Wohnverhältnisse, viele Bilder, gut aufgemacht
PDF-Dateien
Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
Raum
lkgi.de
Aufgabenvorschläge zum Link:
- Du gehst in die Zigarrnfabrik...
Warum wird Tabakarbeiter in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. ein Frauenberuf?
Was kennzeichnet das Leben einer Tabakarbeiterin in der 2 Hälfte des 19. Jahrhunderts?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 1
Welche Betriebshierarchie existiert? Erstelle ein Schema.
Wie wirkt sich die Arbeit des Tabakarbeiters auf die Gesundheit aus?
- Lebens- und Arbeitsbedingungen 2
Rechne die Quadratmeterzahl der Wohnung auf 7 Personen um und vgl. mit deinem Wohnraum.
Wieviele Prozente eines Wochenverdienstes muss ein Tabakentripper aufwenden, um eine vierköpfige Familie zu ernähren? Welche weitere Ausgaben dürfte er noch haben?
Preistabelle links unten: Welche Lebensmittel spielen eine zentrale Rolle in Arbeiterfamilien, welche wohl kaum eine?
Vergleiche das Bild aus dem Arbeiterhaushalt mit dem aus dem bürgerlichen Haushalt.
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Basiswissen:
Ausgangsland
England
Die Industrialisierung
entsteht im 18. Jahrhundert in England (vgl.
Viktorianisches
Zeitalter)und breitet sich von dort
aus. Im 19. Jh. gilt England als "Werkstatt der Welt". Bis zum
Ersten Weltkrieg wird England industriell von Deutschland überholt,
während die USA bis zu diesem Zeitpunkt doppelt so viel produziert wie
Deutschland, siehe
hier.
Einzelheiten siehe linke Spalte unter
Quellen.
Nach oben
Warum liegt England vorne?
Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.
Innenpolitische Faktoren: Weil England im Gegensatz etwa zu Italien
oder Deutschland ein geeintes Land war, besaß es einheitliche Steuern,
Zölle und eine einheitliche Währung. Es war seit der Glorious Revolution
1688/89 eine
konstitutionelle
Monarchie, während auf dem Kontinent außer
in Frankreich und wenigen Verfassungsstaaten der
Absolutismus noch
dominierte. Mit Hilfe der
konstitutionelle
Monarchie konnten Bürgertum
und Adel für die Industrialisierung förderliche Rahmenbedingungen
schaffen. Insbesondere wurde die Gewerbefreiheit durchgesetzt.
Vergleiche Lernumgebung "Englands Weg zur Konstitutionellen Monarchie bis 1688/89".
Außenpolitische
Faktoren: Seit dem 17. Jh. war England, gestützt auf die größte
europäische Flotte, größte Handelsmacht Europas. Diese dominierende
Stellung konnte es in den Kriegen des 18. Jahrhunderts, insbesondere im
Siebenjährigen Krieg und in den
napoleonischen
Kriegen, behaupten.
Einzelheiten siehe linke Spalte
Kartenraum
Gesellschaftliche Faktoren: Zuerst ist das
Bevölkerungswachstum zu
nennen, das in Verbindung mit der Ausweitung der Schafzucht zu einer
Landflucht führte. Die Arbeitskräfte, die in die Städte zogen,
mussten dort wegen des Überangebots an Arbeit Suchenden und wegen
fehlender Sozialgesetze zu niedrigsten Löhnen und unter extremen
Arbeitsbedingungen arbeiten, siehe
hier
und
hier.
Im Gegensatz etwa zu Preußen beteiligte sich der Adel an der
Industrialisierung, es gab keine so festen Gegensätze zwischen Bürgertum
und Adel.
Wissenschaft und Technik: Im
Zuge der
Aufklärung
und aufgrund der
Nachfrage auf dem Markt entwickelten sich Wissenschaft und Technik. Die
zentrale Erfindung waren die
Dampfmaschine und die Verbesserung der
Stahlerzeugung, die das Industriezeitalter
einleiteten, vergleiche auch rechte Spalte
Erfindungen und Technik.
Wirtschaftliche Faktoren: Das englische Bankensystem mit seinen
Krediten und die Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft z.B.
mit Hilfe von Maschinen förderten die Industrialisierung. Die Kolonien
lieferten billige Rohstoffe.

Vergleiche auch Schema des Merkantilismus auf der Lernumgebung "Französischer Absolutismus"
Vergleiche auch "Britische merkantilistische Kolonialpolitik"
hier.
Nach oben
Frühe
Industrialisierung in Deutschland
Zur frühen Industrialisierung in Deutschland vergleiche das
ausführliche Beispiel "Ökonomische Modernisierung: Aufbruch
in die Moderne am Beispiel Westfalen
rechts.
Nach oben
Kennzeichen der
Industrialisierung
Industrialisierung in Bildern
Der führende
Industriezweig war zunächst überall die Textilindustrie, dann
entwickelte sich im 19. Jh. der Eisenbahnbau zum Motor der
Industrialisierung. Mit diesem entwickelte sich die Schwerindustrie (Kohle
und Stahl). Die Entwicklung schaukelte sich so gegenseitig hoch. Später kamen Maschinenbau, Elektro-, chemische und
Erdölindustrie dazu, im 20. Jh. Auto-, Luftfahrt-, Raumfahrt-, Atom-,
Computer- und andere Industrien.
Die Industrialisierung
ist ohne die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik
undenkbar. Die
Dampfmaschine z.B. war eine Schlüsselerfindung, die
Bergbau und Verkehr (
hier und
hier)
revolutionierte und die industrielle Massenproduktion
ermöglichte. Ebenfalls zukunftweisend waren der
Hochofen, die Erfindung
des Puddle-Verfahrens und des Bessemer-Verfahrens zur Herstellung von
Stahl, Elektromotor,
Telegraf,
Fotografie, Anilin-Farben aus Steinkohlenteer,
Telefon,
Glühbirne und v.a..
Verbunden mit der
Industrialisierung war ein rasantes
Bevölkerungswachstum, weil
weniger Menschen starben als geboren wurden. Das damit zusammenhängende
Problem der Ernährung wurde durch die industrielle Revolution in der
Landwirtschaft gelöst: Düngung, neue ertragreichere Züchtungen, im
20. Jh. die Maschinisierung, Näheres siehe
hier.
Die wachsende
Bevölkerung konzentrierte sich in den schnell wachsenden Industriestädten;
es entstanden ganze Industrieregionen (vgl.
hier
und
hier), z.B. das Ruhrgebiet in Deutschland,
auch dadurch, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt zogen.
Nach oben
Früh- und
Hochindustrialisierung
Man unterscheidet Früh-
und Hochindustrialisierung. Die Frühindustrialisierung in Deutschland
wurde 1835 mit der Eisenbahnverbindung Nürnberg - Fürth sichtbar. Die
Hochindustrialisierung lässt man mit der Gründung des Kaiserreichs
1870/71 beginnen.
Während in der Frühindustrialisierung noch
Familienbetriebe kennzeichnend waren und entsprechend der Theorie des
Wirtschaftsliberalismus
- sofern deren Grundsätze maßgebend waren - häufig Konkurrenz
herrschte, ist die Hochindustrialisierung durch wachsende Konzentration von Kapital, Konzerne,
Aktiengesellschaften, Kartelle und Trusts (Einschränkungen der Konkurrenz !), das Universalbanksystem und den Übergang zu
Imperialismus und Kolonialpolitik gekennzeichnet, letztere in Deutschland seit den 1880er
Jahren. In Deutschland entstand ein gemischtwirtschaftliches System:
Es gab einen privaten und einen staatlichen Sektor in der Wirtschaft, z.B.
Post und Eisenbahn. Der Staat war also in der Wirtschaft nicht
unbeträchtlich tätig: "Intervention" des Staates in der
Wirtschaft.

Vergleiche die Lernumgebung "Imperialismus"
Nach oben
Soziale
und politische Folgen
Seit 1890
überflügelte die Werterzeugung in der Industrie diejenige in der
Wirtschaft. Die Industriegesellschaft prägte sich voll aus. Die
Arbeiterschaft wurde zeitweise zur zahlenmäßig stärksten Gruppe. Die
Unternehmer überflügelten die wirtschaftliche Bedeutung des Adels bei
weitem. So wurde die Notwendigkeit offensichtlich, die neuen Gruppen in
Staat und Gesellschaft einzubeziehen. Der wirtschaftliche Aufstieg des
Bürgertums und das zahlenmäßige Wachstum der Arbeiterschaft bilden den
Hintergrund für die Verfassungskämpfe und Revolutionen des 19.
Jahrhunderts.
Im 20. Jahrhundert
entwickelt sich die Industriegesellschaft zunehmend zur Dienstleistungsgesellschaft
weiter. Die Zahl der Industriearbeiter sinkt, die der Beschäftigten im
Dienstleistungssektor steigt an. Heute entwickeln wir uns zur Wissens-
und Informationsgesellschaft.
Nach oben
Erscheinungsformen
der Sozialen Frage
In der
Frühindustrialisierung war die Soziale Frage mit ihren Auswüchsen
besonders brennend. Kennzeichen waren Armut (niedrige Löhne), schmale
Ernährung, überlange Arbeitszeiten
, Frauen-
und Kinderarbeit, völliger Mangel an sozialer Absicherung, Streikverbot und Verbot, Gewerkschaften
oder Arbeiterparteien zu gründen (Koalitionsverbot), verbreiteter
Alkoholismus, schreckliche Wohnverhältnisse, schlechte Zustände im
Bereich der Gesundheit und ein Mangel an Bildung in den unteren Kreisen
der Bevölkerung.
Nach oben
Versuche
zur Lösung der Sozialen Frage
a
- Revolutionärer Sozialismus
Begründer des
revolutionären Sozialismus, auch "Kommunismus" genannt, sind
Karl Marx
und
Friedrich Engels, die sich ihrerseits auf die französischen (Saint-
Simon) und englischen
Frühsozialisten (Owen) bezogen bzw. sich von diesen abgrenzten. Marx und
Engels gingen vom
Klassenkampf als dem "Motor der Geschichte"
aus, prophezeiten eine Zwei- Klassen- Gesellschaft mit wenigen
"Kapitalisten" (Unternehmern) auf der einen Seite und einer
riesigen Masse von ausgebeuteten "Proletariern"
(Arbeitern) und sagten eine sozialistische Revolution voraus, die
mit der Vergesellschaftung des Kapitals (Enteignung der
"Kapitalisten" = Kapitalbesitzer, Unternehmer) und einer "Diktatur des
Proletariats" enden werde. Der Staat, den sie als Instrument der in
den Gesellschaft herrschenden Klasse ansahen, werde absterben.
Einzelheiten und Begriffserklärungen siehe die Interaktivs
"Mehrwerttheorie"
und
"Vom Kapitalismus zum Sozialismus".
Nach oben
b
-
Reformerischer Sozialismus
Diese Richtung
geht in Deutschland auf
Ferdinand Lassalle zurück. Sie trat für Reformen
im bestehenden Staat mit Hilfe des
allgemeinen Wahlrechts und auch des
Streikrechts und des Rechts auf Zusammenschluss der Arbeiter ein und
setzte sich für staatliche Sozialpolitik und
Genossenschaften ein. Ihre
Bemühungen liefen in der Praxis auf einen Interessenausgleich zwischen den
Klassen
hinaus.
1866 entstand der
Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV; Lassalle), 1869 wurde in
Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet
(
August Bebel,
Wilhelm Liebknecht), 1875 vereinigten sie sich in Gotha. 1878 bis 1890
ließ Bismarck die vereinigte Arbeiterpartei durch das
"Sozialistengesetz" verbieten. Ihre Vertreter durften dennoch
zum Reichstag kandidieren und erhielten trotz Bismarcks Sozialgesetzgebung
(siehe unten) immer mehr Stimmen. 1891 nannte sich die wieder zugelassene
Partei SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und gab sich ein
neues Parteiprogramm (Erfurter Programm). Der Theoretiker
Eduard
Bernstein
anerkannte, dass eine Verelendung der Arbeiterschaft nicht eingetreten war
und dass es für die Arbeiter aufwärts ging, revidierte (hier:
veränderte, schaffte ab) die marxistische Lagebeschreibung und betonte,
dass schrittweise Verbesserungen möglich seien.
Vor dem Ersten
Weltkrieg gab es innerhalb der SPD eine revolutionär- marxistische
Richtung (
Rosa Luxemburg,
Karl
Liebknecht), die an
Bernstein
orientierte stark reformerische Richtung sowie eine vermittelnde Position.
Im Ersten Weltkrieg spalteten sich die Marxisten ab und organisierten sich
im Spartakusbund.
Die reformerische
Richtung des Sozialismus war ebenso wie die revolutionär- marxistische
Richtung Bestandteil der seit den 1860er Jahren entstehenden Arbeiterbewegung: Gewerkschaften,
Genossenschaften, Arbeiterpartei, Arbeiterbildungsvereine,
Arbeiterkulturverein, ...
Nach oben
c
-
Private betriebliche Sozialpolitik der Unternehmer
Es gab
vorbildliche
Unternehmer die nach dem patriarchalischen Motto
„alles für, nichts durch den Arbeiter“
Kantinen, Arbeiterwohnungen, Einkaufsläden mit verbilligten
Lebensmitteln, usw. zur Verfügung stellten. Ein Beispiel unter vielen ist
das Zeppelindorf in Friedrichshafen. Man erhoffte sich
Arbeitsmotivation, nahm den Sozialisten Wind aus den Segeln und förderte
den sozialen Frieden. Im Falle Friedrichshafen ging es auch darum, den
etwas abseits gelegenen Standort attraktiv zu machen.
Im 20.
Jahrhundert wurden die Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern
rationaler, der Patriarchenstandpunkt verschwand, die Leistungen weiteten
sich aus: Betriebskindergärten, Betriebsrenten, usw.
Nach oben
d
- Kirchen
Die Kirchen, die
die Entwicklungen zunächst verschliefen und dadurch Anhang verloren,
traten zunächst mit großen Einzelpersönlichkeiten hervor: Adolph
Kolping und
Bischof Freiherr von Ketteler auf katholischer Seite,
Johann
Hinrich Wichern (Innere Mission) und
Friedrich von Bodelschwingh auf
evangelischer Seite. 1891 erließ dann Papst Leo XIII. die
Enzyklika Rerum
Novarum mit einem Sozialprogramm. Die Kirche lehnte
Klassenkampf und
Sozialismus ab und befürwortet ausgehend von christlichen Grundsätzen
die Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Unternehmern. Man versuchte an
der Gesinnung des einzelnen Menschen anzusetzen, befürwortete aber auch
staatliche Sozialpolitik.
Beide Richtungen
gründeten Parteien: die katholische Zentrumspartei und die
Christlich-
Soziale Arbeiterpartei (Stöcker).
Nach oben
e
- Kathedersozialisten
Auch die
Wissenschaft reagierte auf die Industrialisierung. Die sogenannten
"Kathedersozialisten" befürworteten ebenfalls staatliche
Sozialpolitik und einen Ausgleich zwischen Arbeiterschaft und
Unternehmern.
Nach oben
f
-
Staatliche Sozialpolitik
In den 1880er
Jahren führte Bismarck, um den Sozialisten zu schaden, eine Kranken-,
Unfall-, Invaliden- und Altersversicherung ein, siehe hier. Jeder Versicherte hatte
einen Rechtsanspruch auf Leistungen. In der Weimarer Republik gab es den
8- Stundentag, Betriebsräte, paritätisch besetzte
Schlichtungsausschüsse und die Arbeitslosenversicherung. Die
Bundesrepublik Deutschland entwickelte nach 1949 ein noch dichter
geknüpftes soziales Netz, das heute vor dem Hintergrund einer geänderten
Altersstruktur und finanzieller Schwierigkeiten zurückgeschnitten wird.
Im Zuge der Hochindustrialisierung (siehe
oben)
besserten sich also die
Verhältnisse für die Arbeiter.
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Wichtige Namen
in ganz
knapper Auswahl:
Wirtschaft:
Harkort,
Krupp,
Siemens,
Benz,
Daimler,
Zeppelin, ...
Wissenschaft:
Fraunhofer,
Mendel,
Liebig,
Helmholtz,
Röntgen,
Virchow,
Koch,
Planck,
Heisenberg,
Born,
Einstein,
Meitner ...
Arbeiterbewegung:
Lassalle,
Marx,
Engels, ...
Im Kaiserreich und noch in
der Weimarer Republik eine Fülle von
Nobelpreisträgern!
Siehe auch
Deutsche
Forschungseinrichtungen!
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Serie:
Werbeplakate von 1903/04

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Bahnhof Friedrichstraße, Berlin
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Gerhart Hauptmann: Die Weber
Sozialdrama um das Schicksal einer Gruppe schlesischer Weber. Den
realen Hintergrund bildet der Weberaufstand in Schlesien 1844.
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Geschichte

Das
19. Jahrhundert I
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 163, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.

Das
19. Jahrhundert II
Schwerpunkt
Industrialisierung und Soziale Frage in Europa. Informationen zur politischen
Bildung, Heft 164, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.

Globalisierung
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 280, bpb.
Kann dort auch als Heft bestellt werden.
Viktorianisches Zeitalter
Ein Blick nach England im 19. Jh. Von Planet-Wissen.
planet-wissen.de
Sozialistengesetz
de.wikipedia.org
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Wirtschaft
in Preußen

Wirtschaft in Preußen - Fortschritt in Grenzen
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Ökonomische
Modernisierung: Aufbruch in die Moderne am Beispiel Westfalen

Ökonomische Modernisierung:
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lwl.org

Technische Neuerungen (Übersicht)
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Modernisierer (Übersicht)
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Freiheit und Wettbewerb (Übersicht)
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Folgen (Übersicht)
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Alles Fortschritt? (Zitate)
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Ausstellung
"Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener Raum

Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener Raum
Industrialisierung und Soziale Frage am Lokalbeispiel
Inhaltlich und optisch herausragende PDF- Dateien,
die sich für Stationenarbeit eignen. Auch fächerübergreifendes Arbeiten
möglich.
lkgi.de
Hierzu
Aufgabenvorschläge
Inhalt:
Chronologie:
Kolumbus ist an allem schuld
Wie es in Gießen begann
Die Gießener Tabakindustrie im 20. Jahrhundert
Produktionsprozess und Eigenanbau:
Erinnerungen an die Zeiten des Tabakanbaus
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 1
Die Fertigung in der Tabakindustrie: Von der Pflanze zum Produkt Teil 2
Soziales:
Arbeitskampf und soziale Absicherung
Du gehst in die Zigarrnfabrik"
Kinder-, Jugend- und Heimarbeit in der Zigarrenindustrie
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 1
Lebens- und Arbeitsbedingungen Teil 2
Fabrikanten:
Gründer
Herren, Chefs und Unternehmer
Der Rinn-Konzern 1950
Karte: Verbreitung der Tabakindustrie
Werbung:
Die Frühzeit der Tabakwerbung
Luxuswerbung für ein Luxusprodukt
Rauchkultur
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Erfindungen und
Technik
Zeppelins Flieger - eine Ausstellung zur Luftfahrtgeschichte
Luftfahrtgeschichte national am Lokalbeispiel. Mit Aufgaben zur Luftfahrt
im Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und unter dem
Nationalsozialismus.
lbsneu.schule-bw.de
Modell einer Spinning Jenny im historischen Zentrum von Wuppertal
de.wikipedia.org
Dampfkraft
/ Dampfmaschine
lwl.org
Deutsche
Steinkohle AG -
Virtuelle Grubenfahrt.
Nachfolger von "Das virtuelle Bergwerk", das
aber unter demselben Link noch erhältlich ist. Der Anwender kann vor dem Bildschirm in ein Bergwerk einfahren und so die Welt unter Tage erleben.
Jeweils als
zip-Dateien
downloadbar! Für mich eine der besten Seiten zum Thema Industrialisierung. Total
schülergerecht.
deutsche-steinkohle.de
Hochofen
de.wikipedia.org
Stahlherstellung
gleisbau-welt.de
Energie
Erdwärme, Biomasse, Brennstoffzelle, Solartechnik, Wellenkraftwerk,
Windenergie, Energie aus dem Meer, Kernkraft, ...
planet-wissen.de
Neuere Geschichte der Landwirtschaft
Miniartikel von
de.wikipedia.org
Dose mit einer Darstellung der Ludwigs-Eisenbahn bei Nürnberg
um 1836
dhm.de
Bild von Robert Fultons Dampf-Last- und Passagierschiff "Clermont" 1807
auf dem Hudson
klaus-kramer.de
Dampfschiff
de.wikipedia.org
Fotografie
Geschichte der Fotografie, Geschichte des Fotojournalismus.
planet-wissen.de
Das Telefon und der Streit um die Erfindung
fernsprecher.de
Telegrafie
de.wikipedia.org
Kino
Interaktiv: "Kino - Wie die Bilder laufen lernten". Außerdem
Amateurfilm, Digitales Kino, Laterna Magica.
planet-wissen.de
Radio und Fernsehen
Nachrichtenmacher, Fernsehnachrichten, Fernsehgeschichte in Deutschland,
Nachrichtenauswahl, Fernsehquote. Auch für Medienerziehung in Deutsch.
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Luftfahrt
Ballons, Zeppeline, Raumstationen.
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Die Internationale Raumstation ISS
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Unternehmer, Erfinder,
Firmengeschichte

Richard Arkwright
Freiherr- vom- Stein- Gymnasium Lünen
Hermann von Helmholtz
home.tiscalinet.ch
Friedrich Harkort
Freiherr- vom- Stein- Gymnasium Lünen
Justus von Liebig
liebig-museum.de
Industriepioniere: Die Familie Krupp
Freiherr- vom- Stein- Gymnasium Lünen
Werner
von Siemens
de.wikipedia.org
Carl Friedrich Benz
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Gottlieb Daimler
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Top: Deutsche Nobelpreisträger
planet-wissen.de
Nobelpreis
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Joseph von Fraunhofer
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Gregor Johann Mendel
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Rudolf Virchow
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Soziale Frage; Vorschläge und
Maßnahmen zur Lösung der Sozialen Frage
Vergleiche
Personen und
Quellen in der linken Spalte!
"Du
gehst in die Zigarrnfabrik...";
Lebens-
und Arbeitsbedingungen im 19. Jahrhundert (Teil 1+2); weitere Themen
Herunterscrollen zu SOZIALES
Heim- und Fabrikarbeit, Frauen- und Kinderarbeit. Speisezettel, Löhne,
Preise, Wohnverhältnisse, viele Bilder, gut aufgemacht
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Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
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Arbeitskampf und soziale Absicherung
Am Beispiel der Zigarrenarbeiter der Gießener Zigarrenindustrie
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Teil der Ausstellung "Alles blauer Dunst?! - Zigarrenindustrie im Gießener
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Menschen und Maschinen
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