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Japanisches Vordringen in China bis 1940
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Japanische Expansion vor dem
Überfall auf Pearl Harbor
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Flash Pazifikkrieg - Die US- Marines im Kampf gegen die Japaner
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Japan auf dem Höhepunkt seiner
Expansion 1942
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zum Zweiten Weltkrieg im Pazifik

Flash zum Pazifikkrieg
Einfaches Englisch als Text zu Bildern und Karten.
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Japanisches Propagandaplakat
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Amerikanisches Plakat zur Erkennung japanischer Flugzeugtypen
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Bilderserie zum Zweiten Weltkrieg im
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Bücher zum Thema 20. Jahrhundert
in der KMG- Schülerbücherei
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Basiswissen
1 -
Commodore Perry 1853/54 Commodore
Perry, ein amerikanische Offizier, landete am 8. Juli 1853
mit drei Kriegsschiffen unter seinem Kommando in der Nähe von Tokyo und
erzwang 1854 die Öffnung Japans (Vertrag von Kanagawa). Die
Unterlegenheit der Japaner machte die Notwendigkeit von Reformen deutlich.
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2 - Aufstieg zur Großmacht: Die Meiji-Zeit (1868-1912)
2a - Restauration der Tennomacht und Erneuerung
Meiji-Reform: Durch die Meiji-Reform, die 1868 einsetzte, wandelte sich Japan von einem isolierten, feudal strukturierten Staat
(
Feudalismus)
in eine
konstitutionelle Monarchie und zum führenden Industrieland Asiens.
Mutsuhito (1867 - 1912), der nach einem Jahrtausend der politischen Bedeutungslosigkeit des Tennos
(= japanischen Kaisers) die Macht des Kaisertums erneuerte, stellte seine Regierungszeit unter das
Motto Meiji („Erleuchtete Regierung”) und nahm als Tenno den Namen Meiji an. Die kaiserliche Residenz wurde dauerhaft nach Edo verlegt, das zugleich Regierungssitz wurde und den neuen Namen
Tokyo („östliche Hauptstadt”) erhielt. Am 6. April 1868 verkündete Mutsuhito in der so genannten Eidescharta der Fünf Artikel die Prinzipien, nach denen Japan den Weg in die neue Zeit beschreiten sollte. Als Ausdruck der Restauration des Kaisertums wurde der
Shintoismus, in dem der Tenno als Gott verehrt wird, 1868 zur Staatsreligion erklärt.
Durch die Meiji-Reformen versuchte man Japan in den Kreis der Weltmächte
einzureihen, in der Erkenntnis, dass es nur so unabhängig und stark
bleiben konnte. Dabei folgte die kaiserliche Regierung dem Vorbild der USA und der unterdessen industrialisierten europäischen Staaten, insbesondere im Verfassungssystem, in Verwaltung und Militär
(Vorbilder: Frankreich und Preußen), im Justizwesen (Frankreich) und im Bildungswesen (USA). Hierfür zog
Japan westliche Experten heran und ließ seine eigenen hohen Beamten im Ausland
schulen (Aufhebung des Ausreiseverbots). Das große Meiji-Reformwerk bildete die Grundlage für den modernen japanischen Staat und seine wirtschaftliche Modernisierung. Japan
bildet ein Beispiel für die erfolgreiche Anpassung an die neuen
Bedingungen in der Zeit des
Imperialismus.

Vergleiche Lernumgebung "Imperialismus"
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oben
2b - Gesellschaftliche Veränderungen, wirtschaftlicher Aufbruch
1871 wurde das Lehenssystem (
Feudalismus)formell aufgelöst, der besitzende Adel damit entmachtet.
Präfekturen traten an die Stelle der bisherigen Territorialherrschaften. Die bisherigen
Lehnsherren (
Lehenswesen), die
Daimyos, wurden jedoch teilweise dadurch entschädigt, dass sie wichtige Positionen in der neuen, zentral organisierten staatlichen Verwaltung erhielten. Die starren Klassenschranken und die Privilegien der Stände wurden aufgehoben, u. a. durch ein neues
Steuersystem (1873) sowie die Einführung der Schulpflicht (1872) und der
allgemeinen Wehrpflicht (1873). Den Widerstand der Samurai gegen die Abschaffung ihres Standes brachen die kaiserlichen Truppen
1877 mit Gewalt.
Vergleiche Parallelen zur preußischen
Geschichte
Niederlage gegen Napoleon 1806 und Preußische
Reformen 1807 - 1811
preussenweb.de
Zu den weiteren Neuerungen gehörten die Einführung des
gregorianischen Kalenders (1873) und einer neuen Währung. Mit der Modernisierung des Postwesens und dem Bau der Eisenbahn (die erste Strecke von Yokohama nach Tokyo wurde 1872 fertig gestellt) vollzog sich, staatlich gelenkt, eine rasante
Industrialisierung.

Vergleiche Lernumgebung "Industrialisierung"
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2c - Modernisierung von oben
Die Änderungen im politischen System Japans und alle anderen Modernisierungen waren Ergebnis einer
„Revolution” von oben (vgl.
Parallelen
zur preußischen Geschichte), an der die breite Masse und ihre politischen Bewegungen nicht beteiligt waren. Treibende Kräfte waren vielmehr die
Oligarchen aus den Provinzen Choshu und Satsuma, die nun eine führende Rolle in der Regierung und am kaiserlichen Hof spielten. Zu ihnen gehörten die „Drei Helden” der Meiji-Reformen, Okubo Toshimichi, Saigo Takamori und Kido Takayoshi.
Die Lage der Bauern als größter Bevölkerungsgruppe verbesserte sich durch die Reformen zunächst kaum. Nach wie vor hatten sie die größte Steuerlast zu tragen, und die so genannten
Reisaufstände dauerten bis in das 20. Jahrhundert hinein an.
Als ersten Ministerpräsidenten setzte der Tenno 1885 Ito Hirobumi ein, der als einer der Gründungsväter des modernen Japan gilt. Bei der
Ausarbeitung der 1889 in Kraft getretenen Verfassung orientierte er sich im Wesentlichen am preußisch-deutschen Vorbild. Nach dieser Verfassung verblieb dem Tenno, der in seinem gottähnlichen Status über dem Gesetz stand, im Rahmen der
konstitionellen erblichen Monarchie eine große Machtfülle: Er war militärischer Oberbefehlshaber, erließ in Abstimmung mit dem Parlament die Gesetze und regierte mit Hilfe des Ministerpräsidenten, der den Ministern vorstand. Ähnlich wie nach der Verfassung des Deutschen Reiches war das Kabinett nicht dem Zweikammerparlament, sondern dem Monarchen verantwortlich. Das
Zensuswahlrecht begrenzte den Anteil der Wahlberechtigten auf nur etwa 1 Prozent der Bürger.
Die neue japanische Verfassung bot größere individuelle Freiheiten als das
alte Tokugawa-System und sicherte erstmals das Privateigentum. Die Grenzen der Exekutivgewalten waren jedoch unklar, und das Militär behielt durch sein Vetorecht bei der Kabinettsbildung eine einflussreiche politische Stellung.

Vergleiche Preußische Verfassung von 1850

Vergleiche Reichsverfassung von 1871
Es bildete sich wie in Europa ein Parteiensystem heraus. 1881 hatte sich die
Liberale Partei (Jiyuto), 1889 die Konstitutionelle Reformpartei (Kaishinto) gegründet.
Die Seiyukai- Partei und die Kenseihonto- Partei
werden von den großen
oligarischen
Familienclans geprägt. Hinter der Teiseito- Partei stehen konservative
Militärs, die zwar die Wiederherstellung der Macht des Tenno (Kaiser)
für richtig hält, danach aber weitere westliche Einflüsse ablehnt.
Einflussnahme auf dem asiatischen Festland hält sie für wesentlicher als
politische und soziale Reformen. Daneben existieren weitere Parteien.
Bei den ersten Unterhauswahlen im Juli 1890 errangen die Liberale Partei und die Reformpartei gemeinsam die absolute Mehrheit, blieben jedoch von der Regierungsbildung ausgeschlossen. Der vom Kaiser ernannte Regierungschef Fürst Yamagata Aritomo arbeitete stattdessen mit den Abgeordneten der Gesellschaft für große Errungenschaften (Taiseikai) und solchen anderer Parteien zusammen.
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2d - Japanischer Imperialimus
Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts folgte Japan dem Vorbild des Imperialismus der westlichen Großmächte und zielte auf eine
Ausweitung seines Machtbereichs. Wirtschaftliches Motiv war dabei vor allem die Rohstoffarmut des Landes. 1879 annektierte es die
Ryukyu-Inseln, die seit 1609 unter japanischem Protektorat standen. Der Konflikt um die Kontrolle über
Korea löste 1894 den 1. Chinesisch-Japanischen Krieg aus, den Japan dank seiner modernisierten Streitkräfte rasch für sich entschied. Im
Frieden von Shimonoseki vom April 1895 musste China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen, das Japan jedoch schnell unter seine Vorherrschaft brachte; zudem musste China
Taiwan (Formosa) sowie die Pescadores-Inseln an Japan abtreten und darüber hinaus Reparationszahlungen leisten.
Die zunächst ebenfalls vereinbarte Übergabe der Liaodong-Halbinsel an Japan verhinderten Russland, Frankreich und Deutschland, die damit Japan erstmals als imperialistischen Konkurrenten in seine Schranken verwiesen.
Durch seine Interessen in Korea und Nordostasien geriet Japan unweigerlich in
Konflikt mit Russland. Im Zuge der Niederschlagung des Boxeraufstands in China 1900 besetzte Russland die Mandschurei. Nachdem Japan sich
1902 durch einem Defensivbündnis mit Großbritannien abgesichert hatte und Verhandlungen mit Russland über Korea und die Mandschurei erfolglos geblieben waren, griff es im
Februar 1904 den von Russland gepachteten Hafen Port Arthur
auf der Liaodong-Halbinsel an und löste damit den Russisch-Japanischen Krieg aus.
In der Seeschlacht von Tsushima 1905 vernichtete Admiral Togo die
russische Flotte, die aus der Ostsee nach Südostasien gedampft war. Auch
zu Lande wurden die Russen bei Mukden geschlagen. In weniger als eineinhalb Jahren besiegte Japan die etablierte Großmacht
Russland, in dem es daraufhin zur Revolution von 1905 kam. Anschließend
wandte Russland seine Aufmerksamkeit dem Balkan zu.
In dem 1905 von US-Präsident Theodore Roosevelt vermittelten Friedensvertrag von Portsmouth (USA) erhielt Japan von Russland die Rechte an der südmandschurischen Eisenbahn, die Pachtrechte an der Liaodong-Halbinsel und an Guangdong sowie die Südhälfte von Sachalin. Darüber hinaus anerkannte Russland die Kontrolle Japans über Korea.
Fünf Jahre später (1910) unterwarf Japan Korea durch Annexion vollständig; Anlass hierfür war die Ermordung von Ito Hirobumi kurz nach seinem Rücktritt als Generalgouverneur in Korea durch einen koreanischen Nationalisten.

Vergleiche Lernumgebung "Imperialismus"

Vergleich die Lernumgebung "Taiwan - Japanische
Kolonisation"
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oben
3 - Regierung des Kaisers Taisho (1912-26)
3a - Einführung
Nach dem Tod des großen Tenno Meiji (1912) übernahm sein Sohn
Yoshihito (Tenno Taisho = „Große Gerechtigkeit“) die Nachfolge. Seine Amtzeit,
in der er körperlich und geistig erkrankte, war geprägt vom Übergang von der autoritären Regierungsform
(Regierungsform in der Meiji-Ära;
autoritärer
Staat) zum parlamentarischen Regierungssystem (
Parlamentarische
Monarchie).
Dies führte zu sozialen Spannungen.
Diese eskalierten mit dem verheerenden Kanto- Erdbeben in Tokyo.
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oben
3b - Erster
Weltkrieg
Im ersten Weltkrieg spielte Japan eine
minder bedeutende Rolle. Da Japan 1902 einen Bündnisvertrag mit Großbritannien abgeschlossen hatten kämpfte Japan
an Seite der Entente- Mächte und erklärten am 23. August 1914 Deutschland den Krieg.
Bis Ende 1914 eroberte Japan die deutsche Niederlassung Tsingtau und die deutschen Kolonien:
Marshall-, Karolinen- und Marianen-Inseln im Pazifischen Ozean.
China musste Japan Handelsrechte in der Innereien Mongolei und in der südlichen Mandschurei
überlassen.

Vergleiche Lernumgebung "Erster Weltkrieg"
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oben
3c - Nachkriegszeit:
Vom Sieg zur Krise
Durch den Versailler Vertrag (28. Juni 1919) erhielt Japan nach dem Ende des 1. Weltkrieges vom Völkerbund die ehemaligen Kolonien Deutschlands im Pazifischen Ozean (Marshall-, Karolien- und Marianeninseln) als
Mandatsgebiete. Kiautschou, ein von Deutschland gepachtetes Gebiet wurde auch an Japan übergeben, aber Japan musste aufgrund des
Shandong Vertrags, der auf der Washingtoner Konferenz unterzeichnet wurde, dieses Gebiet an China.
das 1912
Republik
geworden war und nun seinerseits den Aufbruch in die Moderne begann,
zurückgeben. Auf dieser Konferenz wurden auch früher von Japan an China
erhobene 22 Forderungen (China hätte faktisch japanische Kolonie werden
sollen) zurückgenommen, China wird territorial anerkannt und bleibt
souverän. Im Flottenabkommen der Washingtoner Konferenz stimmte Japan einer Begrenzung der Flotte im Verhältnis 3:5:5
(Japan: USA: Großbritannien) zu.
Zum ersten Mal übernahm ein Vertreter einer Partei die Regierungsgeschäfte (1918):
Takashi Hara, Mitglied und Vorsitzender der
Seiyukai- Partei und Premierminister.
Doch er konnte dem starken Militär nichts entgegensetzen. Die politischen
Entscheidungen wurden als Folge der imperialistischen und
nationalistischen japanischen Politik hauptsächlich vom Militär bestimmt.
Aufgrund von Unruhen wurde Takashi Hara 1921 ein Opfer eines Attentats.
In der Regierungszeit des kaisers Taisho wurde in einzelnen Stufen das allgemeine Wahlrecht eingeführt.
1926 stirbt Kaiser Taisho aufgrund seiner Krankheit.
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oben
4 - Faschismus und Krieg: Die frühe Showa-Ära (1926-1945)
4a - Ausbau der
Industrie
Kaiser Taishos Sohn Hirohito bestieg den Thron und er stellte eine neue Regierung
(Showa = „ Glänzende Harmonie“).
Die japanische Industrie wurde stark ausgebaut und sie wurde die treibende Kraft im Land.
Durch die starke Industrie stieg der Wohlstand und damit
auch die Bevölkerung (Verdoppelung der Bevölkerung seit 1868).
Mit der fortschreitenden Industrialisierung wuchs die Arbeiterschaft, die
sich ebenso wie in Europa organisierte. Gegen den
Sozialismus
wurde eine streng nationalistische Erziehung praktiziert, die durch Zensur
und polizeistaatliche Maßnahmen begleitet wurde.
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oben
4b -
Errichtung eines militärfaschistischen Systems in Japan, wachsender
Militarismus Aufgrund der
wachsenden Bevölkerung kamen Forderungen nach Expansion auf. (Platzmangel auf Japan).
Ähnlich wie in Deutschland wurde die Japanische Expansion von Faschisten
mit einer rassistische
„Lebensraum“ - Ideologie begründet. Japaner sahen sich als das Herrenvolk von
Asien wie Die nationalsozialistischen Deutschen in Europa. Auch der
übertriebene
Nationalismus
bzw.
Chauvinismus
war ähnlich, der sich in Japan mit der Shinto- Religion verband,
die die Treue der Untertanen gegenüber dem göttlichen und unantastbaren
Kaiser forderte.

Vergleiche Lernumgebung "Nationalsozialismus"
Weiterer Druck auf die Regierung und auf den regierenden Ministerpräsidenten Hamaguchi kam mit der
Weltwirtschaftskrise (1929). Diese zerstörte den Exportmarkt in
Japan, da sich die Einfuhrländer einer japanischen Exportoffensive durch
Abwertung des Yen und durch Dumpingpreise durch Einfuhrbeschränkungen und
tarifpolitische Maßnahmen wehrten. Dies führte zu erneuten Unruhen.
Das Attentat auf Hamaguchi 1930 (er starb 1931 an den Folgen)
war der Beginn einer Serie von Politikermorden. Um Absatzmärkte
und Rohstoffe zu erschließen, fasste Japan die Schaffung eines
Großwirtschaftsraumes ins Auge. Das sogenannte Tanaka-
Memorandum 1927 durch General Tanaka, der 1927 - 1929
Ministerpräsident war, forderte die Beherrschung Asiens durch Japan.

Vergleiche Weltwirtschaftkrise auf der
Lernumgebung "Weimarer
Republik"
Diese inneren Entwicklungen und Unruhen führten zu einer
erneuten aggressiven Politik gegenüber China. Durch die
Besetzung der Mandschurei und durch einen Putschversuch jüngerer Offiziere, die eine Militärdiktatur anstrebten, beschleunigte
sich der Untergang der parlamentarischen Regierungsweise: Nach
und nach verlagerte sich die politische Macht auf die Seite der Generäle.
Diese wurden vom Kaiser und von Industriellen- Familien unterstützt. Die
Generäle steuerten auf ein militärfaschistisches Regime zu, das
sich Deutschland als Vorbild nahm.
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oben
4c - Besetzung der Mandschurei
und beginnende Expansion nach China (1931 - 1933)
Obwohl die Expansionspolitik von Japan gegenüber China schon in den zwanziger Jahren offiziell beendet worden war, hatten die japanischen Militäreinheiten, die dort stationiert waren, den Einfluss Japans in Wirtschaft und Verwaltung
Chinas zielstrebig ausgebaut.
Nach und nach wurde der chinesische Widerstand immer größer und daraufhin nahm die japanische Armee
(vgl.
Tanaka- Memorandum!) einen
provozierten "Zwischenfall" (Mandschurischer oder
Mukden-Zwischenfall) zum Anlass für die Besetzung der
Mandschurei. Ohne Einverständnis der japanischen Regierung errichtete die japanische Armee
1932 einen nominell unabhängigen Marionettenstaat Mandschukuo, der international nicht anerkannt
wurde, und setzten 1934 Pu Yi, der als Xuantong der letzte chinesische Kaiser war (1908-1912),
als Regenten ein.
1933 griffen japanische Truppen Shanghai an und stießen auch im Norden von der Mandschurei her auf chinesisches Territorium vor. Als der
Völkerbund Japan zur Einstellung seiner Aggression aufforderte, trat Japan aus der Organisation aus. Auch ein chinesisch-japanischer Waffenstillstand vom Mai 1933 konnte der japanischen Expansion in China kein Ende setzen.
1936 trat Japan mit Japan in den
Antikominternpakt bei.
1937 trat auch das faschistische Italien diesem Pakt bei.
1937 übergab Ministerpräsident Konoye Fumimaro die Verantwortung für die Kriegsführung direkt an die Truppen in China.
Das Konzept der „Neuen Ordnung Ostasiens“ wurde nun
konsequent umgesetzt.
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oben
4d - Krieg gegen China (Zweiter
Chinesisch- Japanischer Krieg 1937 - 1945)
Ein Zusammenstoß zwischen chinesischen und japanischen Truppen in Peking
(Zwischenfall auf der Marco- Polo- Brücke bei Peking: japanische und
chinesische Soldaten beschießen sich) diente Japan im Juli 1937 als Vorwand zur Eröffnung des – formell nicht erklärten –
3. Chinesisch-Japanischen Krieges. Das schnelle Vorrücken der japanischen Truppen war begleitet von Kriegsverbrechen und schweren Übergriffen gegen die chinesische Zivilbevölkerung, unter der es zu hohen Verlusten kam. Der Widerstand der Chinesen, die ihren Bürgerkrieg zugunsten einer
Volksfront zur nationalen Verteidigung zurückgestellt hatten, brachte den Vormarsch Japans 1938 vorerst zum Stillstand.
Alle sozialen Bewegungen in Japan
wurden verboten, alle Parteien aufgelöst.
Der alleinige Herrscher über Japan wurde damit Kaiser Hirohito.
Mit diesem an der Spitze wollte man den Faschismus vollenden und der politischen Willen von oben nach unten durchsetzen.
Nach
oben
4e - Japan im
Zweiten Weltkrieg
Siehe auch
rechte
Spalte sowie Karten, Flashs und Bilder in der
linken Spalte!
Japan hatte aufgrund des Ausbruches des 2. Weltkrieges in Europa weitere Möglichkeiten auf
eine aggressive Expanisonspolitik. Die entsprechenden Militäraktionen wurden durch verschiedene
diplomatische Schritte eingeleitet: Im September 1940 schloss Japan mit Deutschland und Italien den
Dreimächtepakt. Für die Sicherung der Nordgrenze der Mandschurein vereinbarte Japan
1941mit der
UdSSR einen Nichtangriffspakt. In der Zwischenzeit hatten die japanischen Streitkräfte mit Zustimmung der von Deutschland abhängigen Vichy-Regierung die
französischen Kolonien in Indochina besetzt und versuchten
wirtschaftlich und politisch auch in die
niederländisch-ostindischen Gebiete einzudringen. Die USA unter Präsident
Franklin Delano Roosevelt reagierten hierauf mit der Verhängung eines
Wirtschaftsembargos.
Als klar wurde, dass er das Militär nicht an einem Angriff auf die USA
hindern konnte und seine Politik der Versöhnung mit den USA gescheitert
war, überließ Ministerpräsiden Konoye dem Führer der Ultranationalisten, General
Hideki Tojo, im Oktober 1941 die Regierungsverantwortung.

Vergleiche Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg"
Nach
oben
4f -
Der Verlauf des II. Weltkriegs im Pazifik / Angriff auf Pearl Harbour
Siehe
auch
rechte Spalte sowie
Karten, Flashs und Bilder in der linken Spalte!
- Japanische
Anfangserfolge
Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Bomber
Pearl Harbour auf Hawaii an, den damals wichtigsten Flottenstützpunkt der USA. Gleichzeitig griffen japanische Streitkräfte andere amerikanische Stützpunkte an,
auch britische Kolonien im gesamten südostasiatischen Raum.
Am 8. Dezember 1941 erklärten die USA (und alle anderen Alliierten
mit Ausnahme der UdSSR, die am 22. Juni 1941 von Deutschland
überfallen worden war und sich keinen Zwei- Frontenkrieg leisten konnte)
Japan den Krieg.
In der Zeit von Dezember 1941 und März 1942 besetzten japanische Truppen ganz
Indochina und Niederländisch- Indien; Thailand wurde
im Dezember 1941 zu einem Bündnis mit Japan gezwungen.
Auch Neuguinea und die Salomonen-Inseln wurden eingenommen und die japanschen Truppen kamen in die unmittelbare Nähe von Neuseeland und Australien.
Nach
oben
-
Wende
Siehe
auch
rechte Spalte sowie
Karten, Flashs und Bilder in der linken Spalte!
1942 erzwangen die USA die militärische Wende durch Siege in großen Seeschlachten. (Schlacht von
Midway 1942, die Eroberung von Guadalcanal 1942/43).
Durch Großoffensiven der USA wurden die Japaner 1943 im Südpazifik und 1944 im mittleren Pazifik zurückgedrängt. Zwischen Oktober 1944 und Februar 1945
erfolgte die Rückeroberung der Philippinen.
Als es immer deutlicher wurde, dass Japan den Krieg verlieren würde, trat das Kabinett von General Tojo im Juni 1944 zurück.
Neuer Premierminister wurde der ehemalige General Kuniaka Koiso.
Anfangs 1945 eroberten die USA Okinawa und bombardierten japanische Städte, bei denen
hunderttausende Zivilisten ums Leben kamen.
Als Japan die Aufforderung zur Kapitulation in den Wind schlägt, antworten die USA mit erstmaligem Einsatz von
Atomwaffen. Dies war aus militärischen Gründen nicht nötig gewesen, doch die USA wollten den Krieg schnell beenden und mit der Atombombe verhindern, dass die UdSSR sich an den Besetzung Japans beteiligt, wie es auf
Jalta beschlossen worden war.
Am 6. August 1945 zerstörte die erste Atombombe Hiroshima komplett und am 9. August die zweite Atombombe
Nagasaki. Mehr als 200 000 Menschen starben, darunter viele
Zivilisten.
Am 8. August 1945 erklärte die Sowjetunion Japan den Krieg und drang in die Mandschurei ein.

Vergleiche Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg"
Nach
oben
- Kapitulation und Besetzung Japans;
territoriale Veränderungen
Siehe
auch
rechte Spalte sowie
Karten, Flashs und Bilder in der linken Spalte!
Nachdem die Alliierten die Beibehaltung des Kaisertums zugestanden hatten – zunächst hatten sie neben der bedingungslosen Kapitulation auch die Abdankung des Tennos
(Kaisers) gefordert –, verkündete Kaiser Hirohito am 15. August 1945 die Bereitschaft zur Kapitulation. Am
2. September 1945 wurde an Bord des amerikanischen Schlachtschiffs Missouri die
Kapitulationsurkunde unterzeichnet. Damit endete der 2. Weltkrieg.
Am 9. September 1945 kapitulierten auch die japanischen Armeen in
China.
Hirohito (Lebenszeit: 1901-1989) hatte
während der ersten 19 Jahre seiner Herrschaft als Kaiser passiv den Aufstieg des Militarismus in
Japan geduldet, der in den Krieg mit China und das Bündnis mit den Achsenmächten
Deutschland und Italien im 2. Weltkrieg mündete.
Nach der Kapitulation wurde Japan von US-amerikanischen Truppen
besetzt. Die Innere Mongolei, die Mandschurei, Taiwan und Hainan wurden an China zurückgegeben.
Die UdSSR behielt ganz Sachalin, übernahm die Kontrolle über die Äußere Mongolei und besetzte die Kurilen. Port Arthur und die südmandschurische Eisenbahn kamen unter die gemeinsame Kontrolle der UdSSR und Chinas. Korea wurde
selbstständig, war aber im Norden sowjetisch besetzt. Alle ehemals japanischen Südseemandate wurden von den USA übernommen und den Vereinten Nationen (UN) unterstellt, alle nach 1868 erfolgten Erweiterungen des japanischen Staatsgebiets rückgängig gemacht.

Vergleiche Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg"
Vergleich die Lernumgebung "Deutschland: Besatzung, Spaltung, zwei deutsche Staaten"

Vergleich die Lernumgebung "Taiwan"
Nach
oben
5
- Aufstieg zur Wirtschaftsweltmacht: Die späte Showa-Ära (1945-1989)
5a - Neuordnung Japans
Am 11. August 1945, also noch vor der japanischen Kapitulation, wurde General Douglas MacArthur
zum Oberbefehlshaber der Alliierten (SCAP, Supreme Commander for the Allied Powers) im besetzten Japan ernannt. Besatzungszonen
wurden nicht eingerichtet.
Die meisten Fragen zur Besatzungspolitik wurden von der Ostasienkommission (Far Eastern Commission) mit Sitz in Washington behandelt, in der neben den USA Großbritannien, die UdSSR, Australien, China, Frankreich, Indien, Kanada, Neuseeland, die Niederlande und die Philippinen vertreten waren. Gegenüber dem SCAP hatte die Kommission in den meisten Angelegenheiten jedoch nur beratende Funktion.
Ziel der amerikanischen Besatzung war es, das japanische politische System in zu
demokratisieren. Japan sollte alle Verantwortlichen des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Position bringen,
eine Neuordnung der Wirtschaft sollte durchgeführt werden
(Zerschlagung der Großunternehmen).
Mit diesen Maßnahmen sollte gleichzeitig gewährleistet werden, dass Japan keine Bedrohung,
sondern ein guter Partner der Amerikaner würde.
Im Dezember 1945 gestattete die Besatzungsmacht die Gründung von Gewerkschaften und politischen Parteien. Das neue Parteienspektrum umfasste Liberale, Fortschrittspartei, Gemeinschaftspartei, Sozialisten und Kommunisten. Bei den
Parlamentswahlen vom 10. April 1946 gewannen Liberale und Fortschrittspartei die Mehrheit und bildeten unter Führung des Liberalen Shigeru Yoshida die erste Nachkriegsregierung.
Am 3. November 1946 verkündete Kaiser Hirohito, der bereits im Januar 1946 den Status seiner Göttlichkeit hatte aufgeben müssen, die neue
Verfassung; sie trat am 3. Mai 1947 in Kraft. Nach amerikanischen Vorgaben gestaltet, definierte sie Japan als
parlamentarische Demokratie und garantierte die bürgerlichen
Grundrechte.
Der Kaiser repräsentierte nun nur noch die Nation und nahm keinerlei Regierungsfunktionen mehr wahr. Die Regierung, an ihrer Spitze der vom Parlament gewählte Ministerpräsident, wurde dem Parlament verantwortlich. Das Parlament selbst setzte sich aus zwei direkt gewählten Kammern zusammen. Wahlberechtigt waren nun auch Frauen. Der in der Verfassung verankerte
Verzicht auf eigene Streitkräfte wurde nach dem Koreakrieg dahin gehend modifiziert, dass Japan „Selbstverteidigungsstreitkräfte” (wie
Deutschland die Bundeswehr) aufbauen konnte.
Zur Bestrafung von Kriegsverbrechern wurde ein internationaler Gerichtshof gebildet, dem Vertreter von elf Nationen angehörten; er nahm am 3. Mai 1946 in Tokyo seine Verhandlungen auf und tagte bis zum 12. November 1948 . Der ehemalige Premierminister Tojo als Hauptbeschuldigter und sieben weitere Angeklagte wurden wegen Kriegsverbrechen zum Tod verurteilt und hingerichtet, gegen 19 andere verhängte das Gericht lebenslängliche Freiheitsstrafen. Fürst
Konoye, Mitschöpfer des japanischen Kriegsprogramms, nahm sich vor Prozessbeginn das Leben.
Ein demokratisches Umerziehungsprogramm wurde durchgeführt.
1947 wurde der
japanische Großgrundbesitz durch eine Landreform zugunsten der
Kleinbauern aufgelöst.
Ähnlich wie im besetzten Deutschland führte der sich seit Anfang 1947 deutlich abzeichnende
Kalte Krieg zu einer Änderung der Politik der Besatzungsmacht gegenüber dem früheren Kriegsgegner. Um den Wiederaufbau der japanischen Wirtschaft schneller vorantreiben zu können, hob General MacArthur die politischen Säuberungsmaßnahmen, von denen ursprünglich rund 180 000 Personen betroffen gewesen waren, wieder auf, zahlreiche Fachkräfte kehrten in ihre früheren Tätigkeitsbereiche zurück. Auch die Entflechtungsmaßnahmen, mit denen die Macht der Großkonzerne hatte beschnitten werden sollen, wurden rückgängig gemacht. Nachdem die USA gleich nach Kriegsende mit umfangreichen Lebensmittellieferungen die Hungersnot in Japan bekämpft hatten, förderten sie nun den Wiederaufbau der Wirtschaft.
Vergleich die Lernumgebung "Deutschland: Besatzung, Spaltung, zwei deutsche Staaten"
Vergleich die Lernumgebung "Kalter Krieg und Entspannung"
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oben
5b - Friedensvertrag und Souveränität
Mit dem Ausbruch des Koreakrieges im Juni 1950 wuchs Japan unter der Federführung MacArthurs in der Auseinandersetzung mit dem „Weltkommunismus” in die Rolle eines Verbündeten, ähnlich wie die Bundesrepublik Deutschland. Zum Wiedereintritt in die Weltpolitik gehörte jedoch die Wiedererlangung der
Souveränität. Am 8. September 1951 unterzeichneten die Vertreter von 49 Staaten, unter ihnen die westlichen Großmächte und fast alle weiteren früheren Kriegsgegner Japans, den
Frieden von San Francisco, der den Kriegszustand offiziell beendete. Die Sowjetunion und in ihrem Gefolge die Tschechoslowakei und Polen lehnten eine Unterzeichnung ab, weil der Vertrag Japan die Rolle eines Militärstützpunktes der USA zuschrieb. Außerdem argumentierten sie, dass eine Friedensregelung ohne Beteiligung der Volksrepublik China, die – wie auch Nationalchina (Taiwan) – zur Friedenskonferenz nicht eingeladen worden war, keinen Bestand haben könnte.
In dem Friedensvertrag verzichtete Japan auf alle territorialen Ansprüche außerhalb seiner Grenzen von 1868 und akzeptierte damit auch alle Verluste des 2. Weltkrieges.
Nur der Streit um die Kurilen, die 1945 von sowjetischen Truppen besetzt wurden und von Japan zurückverlangt wurden, konnte nicht beigelegt werden. Zugleich verpflichtete sich Japan zu Reparationsleistungen, über die es später Vereinbarungen mit den Philippinen, Indonesien, Burma und Vietnam schloss. Zugestanden erhielt Japan das Recht auf Selbstverteidigung und auf den Eintritt in Verteidigungspakte. Dieses nahm es sogleich wahr, indem es ein
bilaterales Verteidigungsabkommen (Sicherheitsvertrag) mit den USA schloss. In diesem Abkommen räumte Japan den USA das Recht zur Stationierung von Streitkräften ein. In der Folge blieben Okinawa, die Bonin-Inseln und Chisima unter Kontrolle der US-Armee.
Am 28. April 1952 endete die Besatzungsherrschaft und war die volle Souveränität Japans wieder hergestellt.

Vergleiche die Lernumgebung "Bundesrepublik Deutschland"
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5c - Vom „Wirtschaftswunder” zur Exportnation
Amerikanische Hilfe zum Wiederaufbau der durch die schweren Bombenangriffe weitgehend zerstörten Industrie und die
Versorgung der US-Truppen im Koreakrieg stießen das japanische „Wirtschaftswunder” an. Binnen weniger Jahre stieg Japan in den Kreis der führenden Industrie- und Exportnationen auf: 1955 erreichte das Bruttoinlandsprodukt fast das doppelte Volumen der Vorkriegszeit, 1960 war Japan schon die viertstärkste Wirtschaftsnation.
Der Export stieg sprunghaft an: Betrug sein Wert 1960 noch rund vier Milliarden US-Dollar, so verfünffachte er sich bis 1970 auf 20 Milliarden und machte Japan 1980 mit einem Volumen von 130 Milliarden US-Dollar zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Welt.
Einen ersten Einschnitt bedeutete die erste Rezession im Gefolge der von den arabischen Ölproduzenten verursachten Ölkrise (1973), die Japan als rohstoffarme Industrienation empfindlich traf. Seitdem verlangsamte sich das wirtschaftliche Wachstum.
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5d - Innenpolitik unter der Regie der Liberaldemokraten
Die von Ministerpräsident Shigeru Yoshida seit 1949 betriebene Politik der engen Zusammenarbeit mit den USA stieß innerhalb der Liberalen Partei auf zunehmenden Widerstand. Ende November 1954 spalteten sich die konservativen Kritiker unter dem Namen Demokratische Partei von den Liberalen ab, und Yoshida musste zurücktreten. Mit Hilfe der Sozialisten wurde Ichiro Hatoyama, der Führer der Demokratischen Partei, zum Ministerpräsidenten gewählt (1954-1956).
Neuwahlen 1955 brachten weder der Demokratischen Partei noch den Sozialisten die Regierungsmehrheit. Im politischen Patt unterstützten nun die Liberalen Hatoyama, verbanden sich dann mit den Demokraten zur Liberaldemokratischen Partei (LDP)
Die LPD blieb die dominierende Regierungspartei bis Anfang der neunziger Jahre. Während dieser Zeit waren die Sozialisten die einzige größere Oppositionspartei.
Die außenpolitische Anlehnung von Japan an die USA sorgte für politische Unruhe. Im November 1959 wurden mehr als 500 Menschen verletzt, als sie gegen einen neuen Sicherheitsvertrag mit den Vereinigten Staaten demonstrierten.
1960 scheiterte die Linksopposition unter der Führung von Sozialisten mit
dem Versuch die Unterzeichnung des Vertrags zu verhindern.
In der innenpolitischen Krise wurde der Führer der Sozialisten, Inejiro Asanuma, Opfer einen Attentats.
Aufgrund der gewalttätigen Unruhen in Japan wurde ein geplanter Staatsbesuch vom amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower abgesagt und der seit 1957 amtierende Ministerpräsident Nobosuke Kishi wurde zum Rücktritt gezwungen.
Sein Nachfolger wurde Hayato Ikeda, der die Regierung bis 1964 führte.
Das immense Wirtschaftswachstum während der Regierungszeit von Ministerpräsident Sato Eisaku (1964-1972), mit dem sich auch der Lebensstandard der Bevölkerung deutlich erhöhte, bewirkte eine gewisse politische Beruhigung. Die wirtschaftliche Entwicklung und die Durchsetzung der
Konsumgesellschaft warfen allerdings neue politische Fragen auf. Ministerpräsident Tanaka Kakuei (1972-1974) skizzierte mit seinem „Plan für die Neugestaltung des japanischen Archipels” die Ziele für den notwendig gewordenen strukturellen Umbau Japans. Umweltverschmutzung rückte als politische Aufgabe erstmals in den Vordergrund. Das Problem der Bodenspekulation in den städtischen Ballungsräumen fand in einem entsprechenden Gesetz vom Mai 1974 eine erste Regelung.
Aufgrund der wirtschaftlichen Krise (Energiekrise) 1976 wurde Tanaka verhaftet und wegen Bestechung angeklagt. Unter dem LDP-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Yasuhiro Nakasone (1982-1987) verlor die LDP weiter an Vertrauen und an Stimmen, doch behauptete sie ihre Mehrheit im Parlament und blieb die führende Regierungspartei bis 1993. Im April 1989 musste mit Ministerpräsident Noboru Takeshita erneut ein LDP-Vorsitzender nach nur 18-monatiger Amtszeit zurücktreten, weil er Bestechungsgelder angenommen hatte.
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6
- Krisenhafte Heisei-Periode unter Tenno
(Kaiser) Akihito (seit 1989)
Kaiser Hirohito starb am 7. Januar 1989. Nach Beendigung der Trauerzeit trat sein Sohn
Akihito am 12. November 1990 als neuer Tenno unter der Regierungsdevise Heisei („Vollendeter Friede”) die Nachfolge an.
Die neunziger Jahre erwiesen sich für Japan in vieler Hinsicht als ein Jahrzehnt der
Stagnation und der Krise. Die Liberaldemokraten blieben zwar weiterhin der dominierende politische Faktor, doch gerieten sie durch Affären, Spaltungsprozesse und Stimmenverluste bei Wahlen zunehmend in Bedrängnis. Trotz anhaltender Exporterfolge stürzte Japan in eine Folge von
Wirtschaftskrisen, die seine neben den USA führende Position als Weltwirtschaftsmacht gefährdeten und die soziale Stabilität des Landes bedrohten. Zugleich
begann Japan seine wirtschaftliche Vormachtstellung in der Region an die sich dynamisch entwickelnde Volksrepublik China
zu verlieren.
Spektakuläre Katastrophen vertieften die gesellschaftliche Krise, die mit der wirtschaftlichen und politischen einherging:
Im Januar 1995 forderte das schwerste Erdbeben in Japan seit 1923 circa 5.500 Todesopfer und zerstörte große Teile der Stadt Kobe.
Giftgasanschläge der Aum-Sekte auf U-Bahn-Stationen in Tokyo und Yokohama im Frühjahr 1995, bei denen zwölf Menschen ums Leben kamen und fast 6.000 verletzt wurden, verursachten Massenpaniken. Als Schlag für das Selbstbewusstsein der Japaner erwies sich auch der bislang schwerste
Nuklearunfall in der atomaren Wiederaufbereitungsanlage Tokaimura am 30. September 1999.
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Quellen:
Microsoft Encarta
dtv- Atlas zur Weltgeschichte, Band 2
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Hiroshima
nach dem Abwurf der Atombombe
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Das
Haus im Bild oben rechts heute
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Vgl. Auch Wissenschaftstrilogie
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dem Zweiten Weltkrieg

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