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Karte Europa vor dem Ersten Weltkrieg
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Kolonialreiche 1914
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Kartenreihe Deutschland vom 19. Jahrhundert (Rheinbund) bis zur Gegenwart
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Balkan 1871
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Balkan 1878
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Osteuropa 1878 nach dem Berliner Kongress
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Balkan 1914
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Das territoriale Wachstum Griechenlands im 19. und 20. Jahrhundert
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Aufstieg und Fall des Osmanischen Reiches - Ottoman Empire 1300 - 1922
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Encyclopaedia of the Orient
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Osmanisches Reich 16.Jh. - 1923
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Österreich-Ungarn ab 1867
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Vielvölkerstaat Österreich
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Konfliktherde vor dem Ersten Weltkrieg
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Karte europäischer Besitzungen in Afrika 1914
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Verfassung interaktiv


Reichsverfassung 1871
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Politische Bilder


Die Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles
Gemälde von Anton von Werner
www2.tu-berlin.de


Bismarck 1890
Der Lotse geht von Bord
Bild
Von bismarck-stiftung.de

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Bilderserie aus den Jahren 1903 und 1904

Aus der Ilustrirten Zeitung:


Mittelmeerreise des Kaisers 1905
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Segelregatta auf dem Müggelsee
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Damenwettlauf im Sportpark zu Treptow
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Looping the Loop. Eine amerikanische sensationsnummer im Zirkus Schumann zu Berlin
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Autorennen: Gordon Bennett Rennen
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Route zum Gordon Bennett Rennen
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Angler auf dem Eise der Havel
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Schlittenfahrt auf der gleislosen elektrischen Motorbahn Dresden- Klotzsche - Königswald
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Berliner Restaurants: Frühschoppen beim Pschorr
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Berliner Restaurants: Schifferstube im Kaiserkeller
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In der Kaschemme
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Lenbachhaus München
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Speisezimmer
Zimmereinrichtungen von Hartmann und Ebert in Chemnitz

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Frauen

Aus: Ilustrirte Zeitung, 19. Februar 1903, Nr. 3112:

Aus der Frauenwelt

"An den deutschen Universitäten haben im laufenden Winterhalbjahre 1284 Frauen die Berechtigung zum Hören von Vorlesungen erhalten, und zwar in Berlin 552, Bonn 113, Breslau 114, Erlangen 10, ..."  mehr


Aus: Ilustrirte Zeitung, 26. Februar 1903, Nr. 3113:


Anzeige: Kieler Kochschule
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Darunter in derselben Anzeige dieses Bild:

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Quellen


Die Reden Kaiser Wilhelms II. in den Jahren 1888-1912
Teil 1 (16 MB, PDF)
stahlgewitter.wordpress.com


Die Reden Kaiser Wilhelms II. in den Jahren 1888-1912
Teil 2 (12 MB, PDF)
stahlgewitter.wordpress.com


Die Reden Kaiser Wilhelms II. in den Jahren 1888-1912
Teil 3 (15 MB, PDF)
stahlgewitter.wordpress.com


Die Reden Kaiser Wilhelms II. in den Jahren 1888-1912
Teil 4 (17 MB, PDF)
stahlgewitter.wordpress.com

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Personen

 
König Wilhelm I. von Preußen
preussenchronik.de


Kaiser Wilhelm II. 
dhm.de


Otto von Bismarck,
der Begründer des Deutschen Kaiserreiches 
preussenchronik.de

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Impressum


Impressum

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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen
1 - Innenpolitik  

1a - Verfassung mit Aufgabenvorschlag
1b - Politische Strömungen und Parteien mit Aufgabenvorschlägen
1c - Beispiele undemokratischer Innenpolitik  

1c1 - Beispiel Kulturkampf mit Aufgabenvorschlägen
1c2 - Beispiel Sozialistengesetz mit Aufgabenvorschlägen zum Sozialistengesetz
Aufgabenvorschläge zum Obrigkeitsstaat Kaiserreich

2 - Außenpolitik des Kaiserreichs  
2a - Berliner Kongress 1878  
2b - Bündnissystem Bismarcks nach dem Berliner Kongress  
2c - Deutsches Bündnissystem unter Bismarcks Nachfolgern mit Aufgabenvorschlägen  

Linke Spalte

Kartenraum  
Verfassung interaktiv 
Politische Bilder  

Bilderserie aus den Jahren 1903 und 1904  
Frauen  
Quellen  
Personen
Impressum

Rechte Spalte

Arbeitsmittel
Verwandte Seiten
Lexikonecke  
Gesamtdarstellungen  

Gesellschaft im Kaiserreich mit Buchtipps
Formierung politischer Interessen: a - Parteien mit Aufgabenvorschlägen  
Formierung politischer Interessen: b - Verbände
Antisemitismus

Kulturkampf mit Aufgabenvorschlägen  
Ereignisse
Innenpolitik / Flottenbau mit Aufgabenvorschlag / Außenpolitik

Nationalismus
Speziellere Themen  
Türkei / Osmanen  
England

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Basiswissen 

1 - Innenpolitik

1a - Verfassung

Beim Kaiserreich handelt es sich eigentlich um einen Fürstenbund mit preußischer Dominanz, also keinen Bundesstaat, sondern eher einen Staatenbund; der Bundesrat als Organ der Monarchen dominiert in der Verfassung. Das Kaiserreich wurde am 18. Januar 1871 in Versailles proklamiert, siehe hier, vgl. vor allem auch hier. Die Vorherrschaft Preußens wird ebenfalls  verfassungsmäßig abgestützt. Für Preußen, das zwei Drittel des Reichsgebietes umfasst, bleibt die Verfassung  von 1850 bis 1918 bestehen, das preußische Militär wird nach wie vor auf den preußischen König, zugleich deutschen Kaiser, vereidigt. Die süddeutschen Staaten bekommen einige Sonderrechte.
Im Zuge der Entwicklung wird der nach allgemeinem Wahlrecht gewählte Reichstag immer wichtiger. 

 
Aufgabenvorschläge zur Verfassung des Kaiserreichs


Arbeitsblatt Verfassung des Kaiserreichs
doc-Datei

1a
Lade das Arbeitsblatt herunter und beschrifte die Grafik mit Hilfe der interaktiven Verfassung des Kaiserreichs. Bei Graustufenausdruck solltest du die Farben eintragen.

1b
Vergleiche mit der Paulskirchenverfassung von 1849 (Plattformwechsel!)


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1b - Politische Strömungen und Parteien

Die  liberale Fortschrittspartei, die mit Bismarck wegen des Preußischen Verfassungskonflikts verfeindet war, spaltet sich 1866, nachdem sich der deutsche Nationalstaat nach dem Deutsch- Deutschen Krieg 1866 in der Form des Norddeutschen Bundes abzeichnet.  Nach der Indemnitätsvorlage 1866 bildet sich so 1866 die Nationalliberale Partei, die mit Bismarck ausgesöhnt ist. Sie unterstützt dessen weitere gewaltsame Einigungspolitik, tritt für eine parlamentarische Monarchie ein und unterstützt als Vertreterin des protestantischen Besitz- und Bildungsbürgertums sowie großindustrieller Interessen die Industrialisierung. Innenpolitisch wird sie immer konservativer. Die liberale Strömung ist jetzt dauergaft in zwei Parteien gespalten, die Fortschrittspartei wird 1884 zur Freisinnigen Partei.

Auch im konservativen Lager gibt es nun zwei Parteien. da sich die alten Konservativen wegen der Einigungskriege spalten. Die Deutschkonservativen finden traditionell in den ländlichen Gebieten östlich der Elbe Unterstützung und sind besonders einflussreich in hoher Beamtenschaft und Militär. Mit dem Haus Hohenzollern und der lutherischen Kirche sind sie eng verbunden. Aus grundsätzlichen Gründen lehnen sie die Realpolitik Bismarcks zunächst ab, damit zunächst auch das Kaiserreich. Die Freikonservativen dagegen mit ihren Beziehungen zu Industrie und Großgrundbesitz unterstützen Bismarck bedingungslos. 

Der politische Katholizismus organisiert sich im Zentrum, der ersten deutschen Volkspartei in dem Sinne, dass sie als konfessionelle Partei aus allen Schichten der Bevölkerung Unterstützung und von den Minderheiten (Polen, Elsässer) erhält. Während Bismarcks Kulturkampf gegen die katholische Kirche gehört sie zu dessen Feinden, geht dann aber mit Bismarcks Frontenwechsel im Zuge der Schutzzollpolitik in den 1880er Jahren zu diesem über. Zu den Liberalen steht sie in historisch begründetem und ideologischem Gegensatz. Das Zentrum öffnet sich nach 1890 mit der katholischen Arbeiterbewegung auch nach links. Es ist der Vorläufer der heutigen CDU/CSU.

Der Sozialismus als politische Strömung organisiert sich in der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), wobei reformerischer und revolutionärer Sozialismus innerhalb der SPD Flügel bilden. Die Spaltung des Sozialismus in mehrere Parteien erfolgt erst während des Ersten Weltkriegs (Abspaltung des Spartakusbundes) und in der Anfangsphase der Weimarer Republik (Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands KPD im Dezember 1918). 

Die SPD bildet sich aus dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV, gegründet 1863 von Ferdinand Lassalle) und aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP, gegründet 1869 in Eisenach von August Bebel und Wilhelm Liebknecht), die beide 1875 auf dem Vereinigungsparteitag in Gotha fusionieren. Zwischen 1878 und 1890 werden die Sozialdemokraten verboten ( Sozialistengesetz 1878-1890, die Kandidatur zu Wahlen bleibt trotz Parteiverbot aber erlaubt), 1891 geben sie sich dann das Erfurter Programm. Die SPD ist im Kaiserreich isoliert, wird aber 1912 stärkste Partei. Fast ausschließlich in der Arbeiterschaft findet sie Rückhalt, ist aber dadurch und ihrem eigenen Selbstverständnis nach eine Klassenpartei, also keine Volkspartei. Der SPD geht es um Arbeiterinteressen, insbesondere um den Sozialstaat. Sie tritt für das allgemeine Wahlrecht und für die Republik ein, letzteres spielt in der Praxis eine geringe Rolle. Der revolutionäre Flügel geht auf eine Diktatur des Proletariats aus.

Bismarck regierte im Inneren nicht mit den Mitteln einer modernen parlamentarischen Monarchie, sondern nahm sich seine innenpolitischen Gegenspieler als "Reichsfeinde" vor, das Zentrum zum Beispiel im Kulturkampf, die Sozialdemokratie mit Hilfe des Sozialistengesetzes. Auch Minderheiten wie Polen oder Elsässer und Lothringer waren in einer Außenseiterposition. Neben den Parteien üben auch Verbände einen wichtigen politischen Einfluss aus. Das Gesicht des Kaiserreiches wird von Monarchie, Adel und Militarismus und zunehmend von der Hochindustrialisierung bestimmt. Der Nationalismus wird immer konservativer, auch Antisemitismus gibt es verbreitet. 

 
Aufgabenvorschlag zu den politischen Strömungen und Parteien (Mittelstufe)


Arbeitsblatt Politische Strömungen und Parteien im Kaiserreich
doc-Datei

Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe des Textes 1b - Politische Strömungen und Parteien im Kaiserreich aus.


Oberstufe (rechte Spalte):

Formierung politischer Interessen: a - Parteien mit Aufgabenvorschlägen 

Formierung politischer Interessen: b - Verbände  
Kulturkampf mit Aufgabenvorschlägen

Antisemitismus
Gesellschaft im Kaiserreich

Nach anfänglich liberaler Wirtschaftspolitik und einem Kampf gegen Zentrum und katholische Kirche ( Kulturkampf) geht das Kaiserreich zu Protektionismus über und Bismarck verbündet sich mit dem Zentrum gegen die Liberalen. 

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1c - Beispiele undemokratischer Innenpolitik

Bismarck betrachtete und behandelte einen wichtigen Teil seiner innenpolitischen Gegner nicht als legitime und notwendige Mitspieler in einem demokratischen System von von Regierungsparteien und Opposition, die jeweils ihre notwendige Rolle in einem Spiel mit festgelegten Regeln zu spielen hatte, sondern er bezeichnete und behandelte sie als Reichsfeinde. Zeitweise spielte er mit dem Gedanken, den Reichstag dauerhaft aufzulösen.

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1c1 - Beispiel Kulturkampf

Bismarck führte 1871 - 1887 den sogenannten Kulturkampf gegen die katholische Zentrumspartei und den Katholizismus insgesamt, denen er propagandistisch vorwarf, sich gegen die nationale Einheit zu stellen und "ultramontan" zu sein, also sich von jenseits der Alpen aus (gemeint war: vom römischen Papst) steuern zu lassen. Dabei ging es ihm nicht nur darum, eine Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, sondern auch um Parteitaktik. Denn er wollte einerseits den Einfluss des Zentrums klein halten, andrerseits die Liberalen auf seine Seite ziehen, deren Unterstützung er im Reichstag brauchte. 

Die Liberalen standen dem Katholizismus aus historischen und prinzipiellen Gründen ablehnend gegenüber. So hatte die Kirche nicht nur immer die Konservativen unterstützt und sich gegen die liberalen Forderungen nach dem säkularen (weltlichen) Verfassungsstaat gestellt, sondern sie war auch gegen die Aufklärung eingetreten, in deren Tradition die Liberalen standen. Noch im Dezember 1864 hatte Papst Pius IX. eine Sammlung von (aus katholischer Sicht) Irrtümern herausgegeben, die sich gegen den Rationalismus der Aufklärung richteten, und 
auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1869/1870 ließ er verkünden, dass Entscheidungen des Papstes ex cathedra in Glaubens- und Moralangelegenheiten unfehlbar, frei von Irrtum, seien. 

Bismarck griff nun zu einer ganzen Reihe von Maßnahmen und auch Schikanen gegen den Katholizismus, von denen zwei langfristige Wirkungen bis heute haben:

  • das preußische Schulaufsichtsgesetz, das der Kirche die Schulaufsicht entzog und sie dem Staat übertrug

  • die Einführung der Zivilehe, die eine rechtsgültige Ehe nur vor dem Standesamt ermöglichte. Die kirchliche Eheschließung war Privatsache und erst nach der standesamtlichen Trauung möglich.

Hier findest du den ganzen Katalog der Maßnahmen  (unter "Maßnahmen").

Da Verstöße gegen Bismarcks Regelungen mit Geld- oder Gefängnisstrafen geahndet wurden, waren zeitweise drei Viertel der Bischosämter und ein Viertel aller Pfarreien unbesetzt. 

Letztlich aber verlor Bismarck den Kulturkampf. Die Katholiken rückten enger zusammen und bekamen Solidarität auch von protestantischer Seite. Auch die politische Situation veränderte sich. Die Sozialdemokraten, die ja nicht nur reformerische Kräfte, sondern auch Revolutionäre umfassten, wurden immer stärker und rückten als "Reichsfeinde" in den Vordergrund. Die Liberalen wandten sich von Bismarck ab, weil er sich in der Wirtschaft vom Freihandel abwandte und zur Schutzzollpolitik zugunsten der Großagrarier griff (Verstoß gegen Prinzipien des Wirtschaftsliberalismus). Das Zentrum wurde immer stärker, 1878 war es zweitstärkste Partei im Reichstag.

So nahm Bismarck alle Maßnahmen, die er im Kulturkampf ergriffen hatte, außer Schulaufsicht und Zivilehe wieder zurück, söhnte sich mit dem neuen Papst Leo XIII. aus und erklärte den Konflikt 1887 für beendet. Innenpolitisch wechselt er die Fronten, weil er die Unterstützung des Zentrums für seine Schutzzollpolitik brauchte, und ging nun mit dem Zentrum gegen die Liberalen vor.

Aufgabenvorschläge zum Kulturkampf

Kläre mit Hilfe des Textes 1c1 - Beispiel Kulturkampf die folgenden Fragen:

  1. Gegen wen richtet sich Bismarcks "Kulturkampf"?
  2. Warum führt Bismarck den Kulturkampf
  3. Warum unterstützen die Liberalen Bismarck?
  4. Welche Gesetze bleiben vom Kulturkampf übrig?
  5. Warum wird der Kulturkampf beendet?
  6. Inwiefern ist Bismarcks Verhalten gegenüber Zentrum und Katholiken undemokratisch?
  7. Führte Bismarck einen Kampf gegen die Religionsfreiheit?

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1c2 - Beispiel Sozialistengesetz

Anlass für das Sozialistengesetz von 1878 waren zwei erfolglose Attentate auf Kaiser Wilhelm I., für die Bismarck ohne schlüssige Beweise die Sozialdemokraten verantwortlich machte. Es verbot sozialistische Organisationen und Parteien, Druckschriften und Versammlungen. Im Reichstag und in den Landtagen aber blieben sozialistische Abgeordnete weiterhin tätig. 

Zugleich wollte Bismarck mit seiner Sozialgesetzgebung den Sozialdemokraten den Wind aus den Segeln nehmen und sie so auch politisch schwächen. 1883 wurde die Krankenversicherung und 1884 die Unfallversicherung eingeführt, 1889 eine Alters- und Invaliditätsversicherung. Aber das schwächte die Sozialdemokraten trotzdem nicht.

Obwohl das Sozialistengesetz mehrfach verlängert wurde, wurde die Reichstagsfraktion der Sozialdemokraten immer stärker, was auch vor dem Hintergrund der fortschreitenden Hochindustrialisierung zu sehen ist. 1890 endlich, nach dem Rücktritt Bismarcks, wurde das Sozialistengesetz unter Kaiser Wilhelm II. nicht mehr verlängert. 1913 stellte die SPD die stärkste Fraktion im Reichstag.

Aufgabenvorschläge zum Sozialistengesetz
  1. Inwiefern kam das Sozialistengesetz einem Parteienverbot gleich, war aber kein totales Parteienverbot?

  2. Inwiefern ist es ein Beispiel für eine Innenpolitik Bismarcks mit undemokratischen Zügen? Wenn du den Kulturkampf kennst: Wo liegen die Gemeinsamkeiten zwischen Kulturkampf und Sozialistengesetz?


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Aufgabenvorschläge zum Obrigkeitsstaat Kaiserreich
  1. Der Begriff "Obrigkeitsstaat" 


    Obrigkeitsstaat
    de.wikipedia.org



    Obrigkeitsstaat
    bpb.de

    Schlage den Begriff "Obrigkeitsstaat" mit Hilfe der Links nach und suche die Gemeinsamkeiten der Definitionen heraus.

  2. Das Kaiserreich als Obrigkeitsstaat


    Schema zur Einordnung des Kaiserreichs
    doc-Datei
    Das Schema zeigt den Obrigkeitsstaat zwischen vormodernem Absolutismus einerseits und moderner, entwickelter Demokratie andererseits.

    a
    Lade das Schema herunter und diskutiere die Begriffe und ihre Bedeutung, damit Du ein begriffliches Gerüst erhältst. Du kannst das Schema auch erweitern oder verfeinern.

    b
    Das Schema zeigt den Obrigkeitsstaat als Zwischending zwischen Absolutismus und entwickelter Demokratie. Diskutiere zunächst allgemein, ob bzw. inwieweit das stimmt.

    c
    Diskutiere, inwieweit das Kaiserreich modern bzw. vormodern bzw. inwiefern es ein Obrigkeitsstaat war. Beziehe Beispiele Deiner Wahl mit ein.

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2 - Außenpolitik des Kaiserreichs

2a - Berliner Kongress 1878

Nach dem russisch-türkischen Krieg 1877-78 ( Karten; türkische Niederlage, es geht um die Aufteilung der Beute auf dem Balkan) vermittelt Bismarck auf dem Berliner Kongress 1878 als so genannter "ehrlicher Makler" zwischen russischen Interessen einerseits und österreichischen und englischen Interessen auf dem Balkan andererseits. Folgendes kommt heraus (Karte):

  • Serbien wird selbstständig und erhält Nisch

  • Montenegro wird selbständig und vergrößert sich

  • Rumänien wird selbstständig und erhält die Dobrudscha

  • Bulgarien ist selbstständiges, aber dem Osmanischen Reich tributpflichtiges Fürstentum

  • Ostrumelien bleibt osmanisch, erhält aber Autonomie (1885 bulgarisch)

  • Russland erhält Bessarabien und Kars (im Kaukasus)

  • England darf Zypern besetzen

  • Österreich-Ungarn erhält Bosnien und Herzegowina, aber nur zur Verwaltung, nicht als eigenes Territorium (dies erst 1908: Bosnienkrise)

  • 1881 erhält Griechenland Thessalien.

Im Ergebnis ist Russland verstimmt, Österreich nähert sich Deutschland an.

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2b - Bündnissystem Bismarcks nach dem Berliner Kongress

1879  entsteht so der deutsch-österreichische Zweibund, dem sich Italien 1883 anschließt, so dass der Dreibund entsteht. 1887 gelingt es Bismarck, mit Russland den Rückversicherungsvertrag zu schließen. Im gleichen Jahr wird das Mittelmeerabkommen zum Schutz der Türkei geschlossen, an dem England, Italien und Österreich-Ungarn beteiligt sind. So ist England wenigstens indirekt an Deutschlands Seite. Ein direktes Bündnis mit Deutschland lehnt Großbritannien dagegen ab.

Bismarcks Außenpolitik gilt der Einkreisung und Isolierung Frankreichs und der Sicherung des Erreichten, was ihm mit seiner Bündnispolitik gelingt. Der deutsch-französische Gegensatz (Elsaß-Lothringen; Konfliktherde;  Niederlage Frankreichs im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, vgl. hier) bestimmt die Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands. Eine russisch-französische Zusammenarbeit  ("Alptraum der Koalitionen") kann Bismarck verhindern. Eine Zusammenarbeit mit Russland und Österreich gelingt, obwohl beide Mächte auf dem Balkan konkurrieren ( Konfliktherde; Verfall des osmanischen Reiches, vgl. Karte).

Kolonien ( Karte) erwirbt das Reich nur mit Bismarcks Widerwillen unter dem Druck der öffentlichen Meinung, weil Bismarck dadurch die Ziele seiner Außenpolitik zu Recht gefährdet sieht.

Zu den Aufgabenvorschlägen

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2c - Deutsches Bündnissystem unter Bismarcks Nachfolgern

Bismarcks Nachfolger (Rücktritt Bismarcks 1890, siehe Bild) betreiben eine imperialistische Weltpolitik (vgl. hier) mit offensivem Kolonialerwerb ("Neuer Kurs", Deutschland wolle auch seinen "Platz an der Sonne") und aggressiver Flottenpolitik, was Deutschland seit 1898 in einen Gegensatz zu England bringt. Säbelrasseln und arrogantes Auftreten Kaiser Wilhelms II. (vgl. Bild und Biografie) bringen keine Sympathien in der Welt. Auch der Bau der Bagdadbahn, begonnen 1898, beendet am 2. Juni 1914, beeinträchtigt Englands Interessen, denn die Deutsche Bank erwirbt nicht nur 1912 "Konzessionen für alle Erdöl- und Mineralvorkommen 20 Kilometer beiderseits der Bahn bis Mossul als Kompensation für ihre Kosten beim Bau der Eisenbahn" ( Schultze-Rhonhof, S.38), sondern Deutschland kommt so auch den Briten beim Erdölgeschäft im Irak in die Quere und bedroht potenziell auch strategisch die britischen Kolonialinteressen in Indien und Ägypten. Generell fürchten Briten, aber auch Franzosen, Russen und andere Deutschland, dessen Industrie England und Frankreich vor dem Ersten Weltkrieg überholt hat und dessen Handelsvolumen ständig wächst ( Industrialisierung), vgl. auch Helfferich, Die britische Handelseifersucht

Als Deutschland den Rückversicherungsvertrag mit Russland nicht erneuert, kommt es 1892 zu einer französisch- russischen Militärkonvention, "in der das gründliche und sofortige Zusammenwirken der Heere Frankreichs und Russlands im Falle eines Krieges gegen Deutschland vereinbart wird" ( Schultze-Rhonhof, S.46), und 1894 zum französisch-russischen Zweibund. Nach Russlands Niederlage gegen Japan im russisch- japanischen Krieg 1904/05 wendet sich diese Großmacht verstärkt wieder dem Balkan zu in der Hoffnung, aus dem Niedergang der Osmanen für sich selbst Vorteile ziehen zu können.

1902  bereinigen Italien und Frankreich ihre Kolonialgegensätze (Marokko [frz.] gegen Tripolis [ital.] vgl. Karte), was zu einer nach außen hin noch nicht deutlich sichtbaren Aufweichung des Dreibunds führt. Italien beansprucht außerdem Gebiete von Österreich- Ungarn ( "Irredenta", vgl. Konfliktherde).  

1904 bereinigen Großbritannien und Frankreich ihre kolonialen Gegensätze in Afrika (1898 Faschodakrise. Faschoda liegt im Sudan, vgl. Karte und  hier) und praktizieren die Entente cordiale, die 1907 nach Bereinigung des britisch-russischen Gegensatzes in Asien (Persien, Afghanistan, Tibet, vgl. Karte Kolonialreiche) zur Triple-Entente zwischen Frankreich, England und Russland erweitert wird. So kommt es zu einer zum Teil selbst verschuldeten  Isolierung Deutschlands, das sich nur noch auf Österreich als zuverlässigen Bündnispartner stützen kann.

Die Zuspitzung der Gegensätze in Europa vgl. Konfliktherde (Zerfall des Osmanenreiches ( Karte) -> Bosnische Annexionskrise 1908 vgl. Annexion, Tripoliskrieg 1911, Balkankriege 1912/13) und der Welt  ( Erste Marokkokrise 1905/06 und Zweite Marokkokrise 1911, usw.) und die damit wachsenden Gegensätze zwischen den europäischen Bündnissystemen (z.B. massives Wettrüsten) münden 1914 in den Ersten Weltkrieg, während im Windschatten dieser Entwicklungen die USA zur weltweit größten Wirtschaftsmacht mit weltweit zweitgrößter Flotte ( Schultze-Rhonhof, S.24) werden.

Aus diesen Gegensätzen zwischen den Lagern folgt ein "Wettrüsten der Landstreitkräfte auf dem Kontinent. Von 1905 bis 1914 vermehren

  • Russland sein Heer um etwa 430.000 Soldaten auf 1,640 Millionen Mann,

  • Frankreich um etwa 235.000 Soldaten auf 0,919 Millionen Mann

  • Deutschland um 193.000 Soldaten auf 0,760 Millionen Mann und

  • Österreich um 96.000 Soldaten auf 0,490 Millionen Mann. ( ebenda, S.54)

Unmittelbar vor dem Kriege kam auf je eine Million Einwohner eine Friedensstärke der Armee von rund 20 000 Mann in Frankreich, von nur 12 300 Mann in Deutschland, Die Ausgaben für Heer und Flotte waren vor dem Krieg, auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet, in Frankreich und England bedeutend größer als in Deutschland. (Karl Helfferich: Der Weltkrieg. Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs, Berlin 1919, S. 58)

Die Stärke der deutschen Flotte beträgt etwa 60% der britischen, Deutschland und USA rüsten von 1901 an bis zum Ersten Weltkrieg von je 17 großen Schlachtschiffen auf etwa 45 in beiden Ländern, Großbritannien von 43 großen Schlachtschiffen 1901 auf 85 bis zum Ersten Weltkrieg. ( ebenda, S.24)

Aufgabenvorschläge Außenpolitik 

  1. Arbeitsblatt Bündnissysteme Kaiserreich

    Lade das Arbeitsblatt herunter und trage mit Hilfe der Abschnitte 2b und 2c die Verträge in die Schemata ein. 
    Blau: Verträge mit Deutschland; entsprechende Staaten bitte blau färben.
    Rot: Verträge ohne Deutschland; entsprechende Staaten bitte rot färben.

  2. Erkläre die Ziele der Außenpolitik Bismarcks.

  3. Was hat sich unter Bismarcks Nachfolgern geändert? Warum?

  4.  
    Konfliktherde vor dem Ersten Weltkrieg

    Kopiere die Karte nach Word und beschrifte sie mit Hilfe der Legenden in der Word- Zeichenleiste und der Links in der Karte (Blaue Punkte anklicken).

  5. Aufgabe zum Flottenbau in der rechten Spalte hier.

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Aufgabenvorschläge zum Stand der Rüstungen vor dem Ersten Weltkrieg

Der britische Außenminister Sir Edward Grey am 22. März 1915 im britischen Unterhaus:
"Wir wissen jetzt, daß die deutsche Regierung für den Krieg Vorbereitungen getroffen hat, wie sie nur ein Volk, das den Krieg beabsichtigt, treffen kann."
(Aus: Karl Helfferich: Der Weltkrieg. Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs, Berlin 1919, S. 55)

Der britische Schatzkanzler Lloyd George in einer Rede in der Queens Hall am 28. Juli 1908:
"Betrachten Sie Deutschlands Lage! Für Deutschland ist sein Heer, was für uns die Flotte ist: seine einzige Verteidigung gegen eine Invasion. Deutschland hat keinen Zwei -Mächte -Standard geschaffen, Deutschland mag ein stärkeres Heer haben als Frankreich, als Rußland, als Italien, als Österreich; aber es steht zwischen zwei Großmächten, die zusammen eine weit größere Truppenzahl aufstellen können, als Deutschland sie hat. Vergessen Sie das nicht, wenn Sie sich wundern, warum Deutschland Allianzen und Ententen fürchtet und gewisse geheimnisvolle Machenschaften, die in der Presse durchscheinen . . . Denken Sie sich, wir ständen hier vor einer Kombination, die uns der Invasion preisgäbe, denken Sie sich, Deutschland und Frankreich oder Deutschland und Rußland oder Deutschland und Österreich hätten Flotten, die kombiniert stärker wären als die unsrige, wären wir nicht erschreckt? Würden wir nicht rüsten? — Selbstverständlich würden wir rüsten!"
(Aus: Karl Helfferich: Der Weltkrieg. Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs, Berlin 1919, S. 55f.)

Aufgabe:
Setze dich mit der Meinung der beiden britischen Staatsmänner auseinander und erläutere mit Hilfe der Zahlenangaben im Basiswissen- Text Stand der Rüstungen vor dem Ersten Weltkrieg, auf welche Rüstungstatsachen sich die beiden beziehen. Du solltest das deutsche Bündnissystem unter Bismarcks Nachfolgern kennen.

Der Standpunkt Sir Edward Greys wird nach dem Ersten Weltkrieg zur Grundlage für den  
Kriegsschuld- Artikel  231 im Versailler Vertrag, der Deutschland und seinen Verbündeten die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg gibt.

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Kaiser Wilhelm in Rom. Die Rückkehr des Kaisers und des Kronprinzen vom Vatikan
Ilustrirte Zeitung Nr. 3124, 
14. Mai 1903

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Bismarck und Moltke
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23. April 1903
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Von unserer Kriegsflotte: Neues Flusskanonenboot in Ostasien. Nach den Plänen gezeichnet von Willy Stöwer
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16. April 1903
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Das Reiterfest des preußischen 1. Garde- Ulanenregiments in Potsdam zu Ehren des Generalstabschefs Graf von Schlieffen: Die Offiziersquadrille.
Ilustrirte Zeitung Nr. 3120, 
16. April 1903

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Bilduntertitel:
"Du, der Lehmann ist Fähnrich geworden!" - "Sieh mal an, und sein Vater lief noch als Landgerichtsdirektor rum."
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Aus: Der bunte Rock, Album von E. Thoeny, 1907?


"Wer will unter die Soldaten." Deutscher Wandfries im Verlage von Breitkopf & Härtel in Leipzig.
Ilustrirte Zeitung
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Text zum Lied
"Wer will unter die Soldaten." 
altearmee.de


Melodie zum Lied
"Wer will unter die Soldaten." 
ingeb.org


Blankenstein mit der Wiedeschen Papierfabrik in Rosental
Von der neuem thüringischen Eisenbahn Triptis-Lobenstein-Marxgrün
Ilustrirte Zeitung

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Feierabend in Dortmund
Ilustrirte Zeitung
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Verkauf von gekochtem Fleisch auf dem Zentralviehhof an arme Leute
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Preußen 1871 - 1918 - Eine Chronologie
preussen-chronik.de


Das 19. Jahrhundert I
Informationen zur politischen Bildung, Heft 163, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.
bpb.de


Das 19. Jahrhundert II
Schwerpunkt Industrialisierung und Soziale Frage in Europa. Informationen zur politischen Bildung, Heft 164, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.
bpb.de

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Gesellschaft im Kaiserreich


Das preußische Beamtentum
preussen-chronik.de


Militärstaat Preußen - Das preußische Militär: Ein Staat im Staate?
preussen-chronik.de


16. Oktober 1906: Wer Uniform trägt, siegt - Der Hauptmann von Köpenick
preussen-chronik.de


Bürger - Staat - Heer
in: Das 19. Jahrhundert
bpb.de


Preußens ständische Gesellschaft: König - Junker - Bürger - Volk
Ein historischer Längsschnitt
preussen-chronik.de

 
Zur Arbeiterschaft vgl. die
Lernumgebung Industrialisierung


 
Die deutsche Frauenbewegung
dhm.de


Oktober 1908 - In Preußen dürfen endlich auch Frauen studieren
preussen-chronik.de

 
Antisemitismus
dhm.de

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Buchtipps

 

 

 

 

 

 


 

 


Heinrich Mann: Der Untertan
buecher.de


Heinrich Mann: Der Untertan
dhm.de



Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick
buecher.de


Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick
Dieter Wunderlich Buch- und Filmtipps; mit Lebenslauf des historischen Wilhelm Voigt, der Vorlage für die Hauptfigur des Stücks.
dieterwunderlich.de



Theodor Fontane: Effi Briest


Theodor Fontane: Effi Briest - Literatur recherchiert




Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte
Der Autor fragt nach dem internationalen Zusammenhang, in dem die deutsche Politik vom Kaiserreich bis zu Hitler steht, und kommt daher zu der Schlussfolgerung, dass der Krieg viele Väter hatte. Hinsichtlich der Bewertung der Außenpolitik Hitlers vertritt er eine Minderheitenposition.
buecher.de



Karl Helfferich, Der Weltkrieg, Band I: Die Vorgeschichte des Weltkrieges
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen. Erscheinungsjahr 1919.
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com

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Formierung politischer Interessen: a - Parteien 

Konservative Parteien


Freikonservative (1866 Loslösung von Altkonservativen) = Deutsche Reichspartei
de.wikipedia.org


Deutschkonservative Partei 1876
de.wikipedia.org


Bismarck und die Konservativen: Blick auf ein schwieriges Verhältnis.
jf-archiv.de

Katholizismus


Deutsche Zentrumspartei (Zentrum)
de.wikipedia.org


Liberale Parteien


Schaubild Liberalismus
udo-leuschner.de


Deutsche Fortschrittspartei 1861
de.wikipedia.org


1866 Nationalliberale Partei 
de.wikipedia.org


Liberale Vereinigung (Sezession) 1880
de.wikipedia.org


Deutsche Freisinnige Partei 1884 
de.wikipedia.org


Fortschrittliche Volkspartei 1910
de.wikipedia.org


Preußischer Verfassungskonflikt und Indemnitätsvorlage
biologie.de


Sozialismus


Sozialdemokratie
siehe "revolutionärer und reformerischer Sozialismus" unter "Versuche zur Lösung der Sozialen Frage" (Lernumgebung Industrialisierung)


Sozialdemokratie
de.wikipedia.org


Wahlergebnisse im Kaiserreich


Wahlen im Kaiserreich
PDF- Datei
Tabelle auf Seite 2!
bundestag.de

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Aufgabenvorschläge Parteien

  1. Arbeitsblatt Parteien (Teil 1 und Teil 2. Ausführliche Fassung)

    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe der Links unter Formierung politischer Interessen a - Parteien aus.

    Eventuell arbeitsteilig vorgehen.

  2. Wenn du die politischen Strömungen Konservatismus, politischer Katholizismus, Liberalismus und Sozialismus nicht mehr kennst, erkundige dich unter "Begriffe".

  3. Bei der Spaltung der Liberalen 1866 als Folge von Bismarcks Politik spielt die "Indemnitätsvorlage" im Zusammenhang mit dem "Preußischen Verfassungskonflikt" eine Rolle. Notiere mit Hilfe des Links, was man darunter versteht, und erläutere den Zusammenhang.

  4. Über Bismarcks Politik spalteten sich auch die Konservative. Notiere aus dem Link "Bismarck und die Konservativen: Blick auf ein schwieriges Verhältnis", was man unter Bismarcks Realpolitik versteht, gegen welche Prinzipien sie sie richtete und weshalb sie zum Bruch mit den Altkonservativen führte.

  5. Mache Notizen zu den Wahlergebnissen im Kaiserreich und diskutiere: 

    a
    Welche Tendenzen sind bei den einzelnen Parteien festzustellen?

    b
    Wie sind diese zu erklären?

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Formierung politischer Interessen: b - Verbände


Bund der Landwirte (BdL)
de.wikipedia.org


Centralverband Deutscher Industrieller
de.wikipedia.org


Alldeutscher Verband
de.wikipedia.org


Deutscher Flottenverein
de.wikipedia.org

Vgl. unten unter "Ereignisse": Flottenbau


Postkarte Deutscher Flottenverein
dhm.de

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Antisemitismus


Antisemitismus
dhm.de

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Kulturkampf


Kulturkampf
dhm.de


Syllabus Errorum 
Liste von 80 Aussagen, die von Papst Pius IX. 1864 als falsch verurteilt wurden
heiligenlexikon.de


Unfehlbarkeitsdogma und 1. Vatikanisches Konzil 1870 
heiligenlexikon.de


Antimodernisteneid
von 1910 (kein Druckfehler!)
payer.de


Index Librorum Prohibitorum 
Verzeichnis verbotener Bücher, 1967 (kein Druckfehler!) abgeschafft.
de.wikipedia.org

Aufgabenvorschläge zum Kulturkampf
  1. Kläre mit Blick auf die Menschenrechte das Verhältnis von Staat und Religion.


  2. Arbeitsblatt Kulturkampf

    a)
    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe des Links "Kulturkampf" aus.

    b)
    Handelt Bismarck aus aufklärerischer Überzeugung? Erläutere seine Motive. 

    c)
    Streiche auf dem Arbeitsblatt diejenigen Maßnahmen Bismarcks in verschiedenen Farben an, die Du unter dem Gesichtspunkt der Trennung von Staat und Religion für gerechtfertigt bzw. nicht gerechtfertigt betrachtest.

    d)
    Erläutere die Ziele und Reaktionen der katholischen Kirche.

    e)
    Diskutiere: Welche Gründe veranlassten Bismarck dazu, den Kulturkampf einzustellen? 

    f)
    Diskutiere: Gab es Gewinner bzw. Verlierer des Kulturkampfs?

    g)
    Führte Bismarck einen Kampf gegen die Religionsfreiheit?
  3. Die katholische Kirche zur Zeit Bismarcks und des Kaiserreichs


    Arbeitsblatt Katholische Kirche zur Zeit Bismarcks und des Kaiserreichs

    a)
    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe der Links Syllabus Errorum, Unfehlbarkeitsdogma, Antimodernisteneid und Index Librorum Prohibitorum aus.

    b
    )
    Erläutere die einzelnen Punkte und erkläre, weshalb die (National)liberalen beim Kulturkampf Bismarck unterstützten.

 

Buchtipp 


Wilhelm Busch: Die fromme Helene (1872)
Geschrieben vor dem Hintergrund des Kulturkampfs
gutenberg.spiegel.de

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Ereignisse

Innenpolitik


Proklamation des Deutschen Reiches in Versailles
Weitere Links schlüsseln das Kaiserreich auf. Alles da, ganz hervorragend!
Von Preussenchronik.de.


Die Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles
Gemälde von Anton von Werner größerfür den Beamer
www2.tu-berlin.de


Sozialistengesetz
de.wikipedia.org


Der Reichstag und die "Hottentottenwahl" von 1907
dhm.de

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Flottenbau


Die Flottenfrage
In: Die Vorgeschichte des Weltkrieges
Von Karl Helfferich, Band I, S. 50-55
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com


Flottenbau
dhm.de

 
Flottengesetze
dhm.de


Schlachtflottenbau
de.wikipedia.org

 
Sammlungspoplitik
de.wikipedia.org

Vgl. auch oben sogenannte "Hottentottenwahl" und unten Nationalismus im Kaiserreich

Aufgabenvorschlag zum Flottenbau

Erstelle mit Hilfe der 

eine Präsentation Deiner Wahl (Wandzeitung, Plakat, Powerpoint- Präsentation, ...) zum Thema "Der Flottenbau als Beispiel für konservative Sammlungspolitik und Massenmobilisierung im Kaiserreich".

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Außenpolitik


Die britische Handelseifersucht
In: Karl Helfferich: Der Weltkrieg, Band : Die Vorgeschichte des Weltkrieges, Berlin 1919, S. 43-49
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen.
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com


Russisch- Türkischer Krieg (Russisch- Osmanischer Krieg) 1877/78
de.wikipedia.org


Erste Marokko- Krise 1905/06
de.wikipedia.org


Bosnische Annexionskrise 1908
lexikon.freenet.de


Die bosnische Krisis
In: Karl Helfferich: Der Weltkrieg, Band : Die Vorgeschichte des Weltkrieges, Berlin 1919, S. 66-72
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen.
PDF- Datei 10MB
stahlgewitter.wordpress.com


Der Tripoliskrieg
In: Karl Helfferich: Der Weltkrieg, Band : Die Vorgeschichte des Weltkrieges, Berlin 1919, S. 91-94
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen.
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com


Zweite Marokko- Krise 1911
de.wikipedia.org


Die Marokkokrisis von 1911
In: Karl Helfferich: Der Weltkrieg, Band : Die Vorgeschichte des Weltkrieges, Berlin 1919, S. 77-87
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen.
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com


Erster und zweiter Balkankrieg 1912/13
de.wikipedia.org


Die beiden Balkankriege
In: Karl Helfferich: Der Weltkrieg, Band : Die Vorgeschichte des Weltkrieges, Berlin 1919, S. 95-112
Das Buch versucht die im Versailler Vertrag festgeschriebene Behauptung von der Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu widerlegen.
PDF- Datei 10 MB
stahlgewitter.wordpress.com


Liste der Kriege und Schlachten im 19. Jahrhundert
de.wikipedia.org

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Nationalismus


Nationalismus - Ein historischer Längsschnitt 
lbsneu.schule-bw.de


Der Nationalismus im Kaiserreich und im Zeitalter des Imperialismus 
lbsneu.schule-bw.de

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Speziellere Themen


Otto-von-Bismarck-Stiftung
Bismarck-Ausstellung
mit Lebenslauf Bismarcks und Kurztexten zu seiner Zeit. Bilder.
bismarck-stiftung.de


Die wilhelminische Gesellschaft
dhm.de


Schätze der Welt _ Berliner Museumsinsel
Zentrum deutscher Kulturpolitik seit dem  Kaiserreich mit Pergamonaltar und Ischtartor. Bald ein deutscher Louvre?

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Türkei / Osmanen


Lernumgebung "Reformsultane und Ende des Osmanischen Reiches"
Vgl. insbesondere die Abschnitte Die wirtschaftliche Durchdringung des Osmanenreiches durch die europäischen Staaten Deutscher militärischer Einfluss,
Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg Völkermord an den Armeniern
 


Russisch- Türkischer Krieg (Russisch- Osmanischer Krieg) 1877/78
de.wikipedia.org



Berliner Kongress 1878
de.wikipedia.org


Türkei
Geschichte der modernen Türkei mit Geschichte des Osmanischen Reiches. Informationen zur politischen Bildung, Heft 256, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.
bpb.de

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England


Viktorianisches Zeitalter
Ein Blick nach England im 19. Jh. Von Planet-Wissen.
planet-wissen.de

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