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anklickbarer ausführlicher Kommentar zur Karte
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141.84.81.24

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Hinweis 1:
Bei Microsoft Encarta gibt es eine interaktive Karte zur Reconquista
("Wiedereroberung") in Spanien.
-> Stichwort: Reconquista
Hinweis 2:
Bei Microsoft Encarta gibt es Karten zum Ersten Kreuzzug ("Kreuzzüge") und
zu den Kreuzfahrerstaaten.
-> Stichwort: Kreuzzüge
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Schriftliche
Quellen
Quellentexte zum ersten Kreuzzug
Quellentexte zum ersten Kreuzzug
Manfred Hiebl
u.a.
- Brief des byzantinischen Kaisers Alexios Komnenos
an den Grafen Robert von Flandern, in dem er die Kreuzfahrer herbeirief und um Hilfe im Kampf gegen die Ungläubigen
bat
- Wilhelm von Tyrus: Historia rerum in partibus transmarinis gestarum mit dem berühmten Aufruf Papst Urbans zum Kreuzzug
- Albert von Aachen: Geschichte des ersten Kreuzzuges, mit den Judenmorden in Köln und Mainz
- Reihe arabischer Quellen
- u.v.m.
manfredhiebl.de |
Eroberung
Jerusalems

Darstellung eines Anonymus in den
Gesta Francorum, Buch X Kapitel [xxxvii]
Der Anonymus nahm am Ersten Kreuzzug teil, ist also Augenzeuge.
Herunterscrollen!
manfredhiebl.de

Fulcher von Chartres, Buch I,
Kapitel XXVII ff.
Der Verfasservwar Teilnehmer und einer der wichtigsten Chronisten des
Ersten Kreuzzuges.
manfredhiebl.de

Raimund von Agiles (Raimund von Aguilers): Historia Francorum qui ceperunt Iherusalem, Kapitel
XIV.
Er war Augenzeuge des Ersten Kreuzzuges. Aus der Zeit der Belagerung
Jerusalems hören wir von seiner Person allerdings nichts.
manfredhiebl.de

Guibert von Nogent: Gesta Dei per Francos, Buch VII
Herunterscrollen bis zum Abschnitt "Sie konnten während der Belagerung kein Brot kaufen"
Guibert stützt sich auf das Werk des Anonymus.
manfredhiebl.de

Radulf von Caen: Die Taten Tankreds, Kapitel 128 und 129
Radulf kam erst kurz nach dem Ende des ersten Kreuzzugs in den Nahen Osten, er ist kein Augenzeuge.
manfredhiebl.de

Albert von Aachen: Geschichte der
Kreuzzüge, Sechstes Buch, 21. Kapitel
Albert stützt sich auf ältere Quellen
und nahm am Ersten Kreuzzug nicht teil.
Beschreibungen
der Eroberung Jerusalems nach Steven Runciman und Bassam Tibi

Die islamische Eroberung Jerusalems 638
nach Steven Runciman, wiedergegeben von Bassam
Tibi

Die christliche Eroberung Jerusalems 1099 nach Steven Runciman
wiedergegeben von Bassam
Tibi

Eroberung Jerusalems 1187 durch Sultan Saladin
nach Bassam
Tibi
Vierter
Kreuzzug nach Runciman

Steven Runciman über den Vierten Kreuzzug
zitiert nach Bassam
Tibi
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Bilder

Bildersammlung Jerusalem
informationen-bilder.de

Tempelberg - Felsendom
Bild mit Beschreibung
Projekt Judentum
staff.uni-marburg.de

Übersicht über den Tempelberg
home.schule.at
Bild Felsendom auf dieser Seite

Grabeskirche
uni-stuttgart.de
Bild Grabeskirche auf dieser Seite

Grabkapelle
in der Grabeskirche
Material Geschichtszentrum

Bilder Heiliges Land
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Vergleiche auch
Jerusalem

Ritter
gzg.fn.bw.schule.de
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Kreuzfahrerburgen

Kreuzfahrerburgen im Libanon
Bilder, Video
libanon-info.de

Festung Kerak
Bild
Jordanien. Das aus mehreren Bildern zusammengesetzte Panoramabild zeigt
das Ausmaß der Befestigung
Material Geschichtszentrum

Kerak Mauerbauweise
Bild
Material Geschichtszentrum

Kreuzfahrerfestung Belfort (1)
Bild
Oberhalb des Jordan südlich des Sees Genezareth. Mauern und Graben
Material Geschichtszentrum

Bild Kreuzfahrerfestung Belfort (2)
Mauergröße im Vergleich zum Menschen
Material Geschichtszentrum
Krak des Chevaliers
Der Krak des Chevaliers zwischen Homs und Tartus. Angebot von Archäologie
online. Beispiel für einen Krak im Zusammenhang mit einer UE "Kreuzzüge".
Text und Bilder.
archaeologie-online.de

Vergleiche Lernumgebung "Orte
mittelalterlichen Lebens"
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Bücherecke

Bücher zum Thema Mittelalter
in der KMG- Schülerbücherei
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Impressum

Impressum Das
Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht
verantwortlich.
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Basiswissen
Die Kreuzzüge im historischen Zusammenhang – ein Datenüberblick
1
- Einleitung
"Bis zum heutigen
Tag sind die Kreuzzüge ein Dauerthema in der islamischen Welt. Die
europäische Expansion und ihre kolonialen Unternehmungen werden generell
als Salibiyya/ Kreuzzüglertum beschrieben. Ein einstiger Scheich der
Azhar (Universität in Kairo, Cu), der höchsten Instanz des sunnitischen
Islam, , Mohammed al- Bahi, verfemt alle europäischen Orientalisten und
Islamkundler als "moderne Kreuzzügler". (...)
Aber erst der Golfkrieg von 1991 wird kollektiv als unmittelbare
Fortsetzung der sieben Kreuzzüge wahrgenommen, er wird in diesem Sinne
als (...) "Der achte Kreuzzug" sogar im Titel eines arabischen
Bestsellers (...) bezeichnet. Alle darauffolgenden Kriege gegen Muslime,
ob in Bosnien oder Tschetschenien, werden als Kreuzzüge
gebrandmarkt.
Als schlimmster
Kreuzzug gilt aber für die Muslime die auf Verwestlichung der Welt des
Islam abzielende geistige Invasion (...) als Bestandteil der
Globalisierung; sie rufen als Antwort zum Djihad auf." (
Tibi,
S. 113)
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2
- Die
Bedeutung Jerusalems für Juden, Moslems und Christen
Religionen in Jerusalem
Mit Aufgabenstellungen und Arbeitsblatt
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3 - Vorgeschichte der Kreuzzüge im Nahen Osten

Die Kreuzzüge im historischen Zusammenhang – ein Datenüberblick
3a
- Neue Landkarte im Nahen Osten Im 11.
Jahrhundert stießen die Seldschuken, türkische Moslems, die
ursprünglich in Mittelasien ansässig waren, nach Westen vor und
eroberten Iran und Bagdad. Den ägyptischen Fatimiden, die 969
Ägypten erobert und in Kairo ein Kalifat errichtet hatten, nahmen sie
1055 Syrien und 1070 Jerusalem ab und störten zunehmend die Pilgerwege nach
Jerusalem.
Karte Großseldschuken 1071 besiegten
sie im Zuge ihres
Dschihad in der Schlacht von
Mantzikert im östlichen Kleinasien die Byzantiner: "Ab
1071 ändert sich die politische Landkarte des Nahen Ostens. Nach den
Angriffen der Turkvölker verliert Byzanz fast alle seine asiatischen
Territorien, während Malik Schah ein riesiges Reich erobert, das den
Iran, Anatolien und den ganzen Nahen Osten außer Ägypten, das weiterhin
unter fatimidischer Kontrolle ist, umfasst. Nach dem Tod Malik Schahs im
Jahr 1092 spaltet sein Sohn das Reich in (sechs) große Teile. Sein
Regierungssitz ist Bagdad; sein Bruder beherrscht das östliche Persien;
in Syrien werden seine Neffen zu Prinzen von Damaskus und Aleppo ernannt;
der westliche Teil Anatoliens untersteht Kilidsch Arslan, und der
östliche geht an die Danischmenditen. (Die Türken erobern vor dem Ersten
Kreuzzug sogar noch Smyrna und Nicäa.) Am Vorabend der Kreuzzüge ist das
Byzantinische Reich geschwächt, das islamische Reich zersplittert."
(
Tate, 26)
Karte Rumseldschuken

Vergleiche Lernumgebung "Byzanz im Zeitalter der
Kreuzzüge": Seldschuken: "Neue äußere Feinde im 11. Jahrhundert"
Aufgabenvorschläge
zur Vorgeschichte der Kreuzzüge im Nahen Osten
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3b
- Byzantinische Hilferufe an den Westen und byzantinische Kriegsziele Schon
nach der Niederlage von Mantzikert hatte der byzantinische Kaiser Michael
VII. sich an Papst Gregor VII. um Unterstützung gewandt. Tatsächlich
arbeitete dieser einen Kreuzzugsplan aus, der
aber wegen des Investiturstreits zwischen Gregor VII. und Heinrich IV.
nicht verwirklicht werden konnte. Als
Reaktion auf das weitere Vordringen der Türken wandte sich nun der byzantinische
Kaiser Alexios I. Komnenos 1095 auf dem Konzil von Piacenza ein weiteres
Mal an einen Papst, diesmal Urban II., mit der dringenden Bitte um Hilfe
gegen die islamischen Angriffe.
Dass im Ergebnis ganze Heerhaufen durch sein Reich nach Osten ziehen und
Kreuzfahrerstaaten errichten würden, damit rechnete er nicht. Sein Ziel
und das seiner Nachfolger war es, die Türken aus Kleinasien zu vertreiben
und möglichst viel ehemals byzantinisches Gebiet zurückzugewinnen.

Vergleiche Lernumgebung "Byzanz im Zeitalter der
Kreuzzüge": Seldschuken: "Der Hilferuf Kaiser Alexios I. Komnenos an den Westen" 
Vergleiche Lernumgebung "Byzanz im Zeitalter der
Kreuzzüge": Seldschuken: "Byzantinische Politik gegenüber den Kreuzfahrerstaaten "
Aufgabenvorschläge
zur Vorgeschichte der Kreuzzüge im Nahen Osten
- Du bist Gesandter des
byzantinischen Kaisers Alexios Komnenos auf dem Konzil von
Piacenza (
Text 3b)
und bittest um militärische Hilfe gegen die Seldschuken. Zur
Unterstützung deines Vortrags zeigst du eine Präsentation mit
Karten zur Situation im Vorderen Orient und zur Situation des
Byzantinischen Reiches. (Powerpoint oder Folie. Wir tun so, als
hätte es damals schon moderne Präsentationen gegeben :-). Man
kann natürlich auch Wandkarten zeichnen, aber das dauert
einigermaßen.)
a)
Gehe von der
Karte Byzanz um
1000 aus, erläutere dann die Bedeutung der Schlacht von
Mantzikert 1071
(Text 3a) und
zeige dann die Situation im Jahr 1095.
b)
Situation im Jahr 1095: Lade dazu das
Satellitenbild
des Nahen Ostens herunter und trage die sechs Schwerpunkte
türkischer Herrschaft nach Malik Schahs Tod als Kreise ein.
Diese sollten beschriftet werden, z.B.
"Regierungssitz". Trage auch die Fatimiden in Ägypten
als beschrifteten Kreis ein, sowie Konstantinopel, jeweils in
anderen Farben.
c)
Zeige an der
Karte Rumseldschuken,
welche beiden Städte, die dort noch als byzantinisch
eingezeichnet sind, bis 1095 auch noch von den
Türken erobert wurden, und schließe mit der Bitte um
Unterstützung ab.
|
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4 - Aufruf
zum Kreuzzug auf dem Konzil von Clermont 1095: Päpstliche Kriegsziele
Die Kreuzzüge nach
Palästina begannen mit dem Aufruf des Papstes Urban II. auf dem Konzil
von Clermont 1095. Der Papst begründete das Ziel den Kreuzzug mit der
Bedrohung der Christen des byzantinischen Reiches und mit der
Unterbrechung der Pilgerwege nach Jerusalem. Es gehe um das Schicksal des Heiligen Grabes
in Jerusalem, also um die Eroberung Jerusalems, und
darum, den bedrängten Byzantinern zu Hilfe zu kommen.
Nach dem Chronisten
Fulcher von Chartes sagte der Papst: "Es ist unabweislich, unseren
Brüdern im Orient eiligst die so oft versprochene und so dringend
notwendige Hilfe zu bringen. Die Türken und die Araber haben sie
angegriffen und sind in das Gebiet von Romanien (=Byzanz) vorgestoßen,
bis zu jenem Teil des Mittelmeers, den man den Arm St. Georgs (=Bosporus)
nennt; und indem sie immer tiefer eindrangen in das Land dieser Christen,
haben sie diese sieben Mal in der Schlacht besiegt, haben ein große
Anzahl von ihnen getötet und gefangen genommen, haben die Kirchen
zerstört und das Land verwüstet. Wenn ihr ihnen jetzt keinen Widerstand
entgegensetzt, so werden die treuen Diener Gottes im Orient ihrem Ansturm
nicht länger gewachsen sein. Deshalb bitte und ermahne ich euch, und
nicht ich, sondern der Herr bittet und ermahnt euch als Herolde Christi,
die Armen wie die Reichen, dass ihr euch beeilt, dieses gemeine Gezücht
aus den von euern Brüdern bewohnten Gebieten zu verjagen." (zit.
nach
Zöllner, 49f.)
Die Forschung geht davon aus, dass der Papst noch einen Hintergedanken
hatte: dass er sich von einem Sieg über die Muslime, von der Sicherung
von Byzanz und von der Eroberung Jerusalems außerdem die Möglichkeit
versprach, die byzantinische Ostkirche zur Anerkennung des päpstlichen
Anspruches auf Oberhoheit bewegen und damit die Kirchenspaltung von 1054
überwinden zu können: "Nicht Jerusalem, Byzanz war das Ziel."
(
Pörtner, 108)
Außerdem, so Urban II. in seinem Aufruf, hätten es "die
Ungläubigen" gewagt, "die Heilige Stadt Christi (=Jerusalem),
die geweiht worden ist durch sein Leiden und durch Seine Auferstehung,
unerträglicher Knechtschaft zu unterwerfen. Die Ungläubigen müssen für
ihr dreistes Verbrechen, für ihr barbarisches Wüten bestraft
werden." (zit. nach
Konzelmann, S. 376)
Um die Kreuzfahrer zu motivieren, machte der Papst verlockende Angebote: In Europa herrsche kein Überfluss
an Reichtümern, das Land sei zu eng für die große Zahl an Menschen.
Statt sich untereinander zu bekriegen, solle man das Land erobern, in dem
laut Bibel Milch und Honig flössen. Wer bei der Befreiung des Heiligen
Landes helfe, dem würden von Gott die Sünden vergeben und von der Kirche
die Sündenstrafen erlassen, unvergänglicher
himmlischer Ruhm sei ihm gewiss. "Und wenn einer dort in wahrer Buße
fällt, so darf er fest glauben, dass ihm Vergebung seiner Sünden und die
Frucht ewigen Lebens zuteil werden wird." (Wilhelm
von Tyrus)
Bei den religiös erregten Menschen der Zeit löste der Aufruf des Papstes
eine Massenbewegung aus, die in den Ersten Kreuzzug 1096 - 1099 mündete.
Aufgabenvorschläge
zum Konzil von Clermont 1095

Arbeitsblatt zum Konzil von Clermont (1095)
Lade das Arbeitsblatt
herunter und fülle es mit Hilfe von
Abschnitt
4 aus.
- Was hältst du von dem Grund, der im
gesperrt hervorgehobenen Absatz genannt wird? Begründe.
- Die Darstellung der
Moslems
"Die Wiege unseres Heils nun, das Vaterland des Herrn, das Mutterland der Religion, hat ein gottloses Volk in seiner Gewalt. Das gottlose Volk der Sarazenen
drückt die heiligen Orte, die von den Füßen des Herrn betreten worden sind, schon seit langer Zeit mit seiner Tyrannei und hält die Gläubigen in Knechtschaft und Unterwerfung. Die Hunde sind ins Heiligtum gekommen, und das Allerheiligste ist entweiht."
(Aus der Papstrede auf den Konzil von Clermont in der von
Wilhelm von Tyros überlieferten Form.)
Wie werden die Moslems bezeichnet (Stichworte)? Was steckt
dahinter? Nimm in Stichworten ausgewogen Stellung. Vgl. den
Erlass des Abbasidenkalifen al-Mutawakkil gegen die Dhimmis
- Von muslimischer Seite
werden die Kreuzzüge als Angriffskrieg mit dem Ziel einer
christlichen bewaffneten Mission hingestellt. Die Moslems seien
Opfer einer Aggression geworden. Untersuche diese Behauptung,
bedenke auch
3a und
3b.
(Stichworte bzw. kurze Sätze!)
|
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5
- Die
Situation des Adels und der Bauern in West- und Mitteleuropa: Motive
für die Teilnahme am Kreuzzug Der
kriegerische Adel Europas lebte
nach den Gesetzen des Faustrechts: "Jedermann war jedermanns Feind.
Jeder sah es als sein gutes Recht an, nach Leben und Besitz des Nachbarn
zu trachten, sich im Kampf Mann gegen Mann als der Stärkere zu erweisen.
Jeder glaubte, nach Herzenslust erschlagen, erbeuten, erobern zu dürfen.
Tapferkeit galt als höchste aller Tugenden, Feigheit als unentschuldbare
Schmach." (
Pörtner, 52)
Diese Zustände wurden durch die Gottesfriedenbewegung etwas
eingeschränkt, die unter dem Einfluss der Kirche ein allgemeines
Fehdeverbot von Mittwoch Abend bis Montag früh erzwang.
Viele zweitgeborene oder noch später geborene Adlige erbten wegen des
Erstgeburtsrechts wenig, da man die Güter dadurch zusammenzuhalten
suchte, dass der Erstgeborene erbte. Diese mussten sich nun andere Felder
der Bewährung suchen, wenn sie ein standesgemäßes Leben führen
wollten. So nahmen viele französisch- normannische Adlige, die immer auf
Land und Beute aus waren, an der
Eroberung Englands, an der Reconquista in Spanien oder an der Eroberung
Unteritaliens und Siziliens teil, danach auch
an den Kreuzzügen in den Nahen Osten. So
bemühte sich die Kirche, dieser Rauf- und Beutelust eine religiöse Zielsetzung
zu geben. Aus dem Ritter wurde ein Soldat seines Lehensherrn Christus, der
in dessen Auftrag die Kirche, Arme, Schwache, Witwen und Waisen schützen
und vor allem gegen die Ungläubigen kämpfen sollte. Es war das Ideal des
"christlichen Ritters", dem nun viele Adlige folgten, die dabei
ihrer misslichen Situation zu entkommen suchten.
Die Bauern "lebten auf der Schattenseite des Lebens, in elenden,
fensterlosen, strohgedeckten Hütten, die weder Wärme noch Behaglichkeit
boten, in schmutzigen Weilern und armseligen Dörfern." (
Pörtner,
73) Ihr Dasein war Mühsal und Plage, ständig waren sie von Missernten,
Krankeit und Seuchen bedroht. Bildung besaßen sie keine, die Religion
bestimmte den Jahresverlauf, ihr Leben und Denken. Bei
den Teilnehmern des Armenkreuzzugs handelte
es sich um militärisch ungeübte Leute, einen wild
zusammengewürfelten Haufen mit recht unterschiedlichen, oft recht
zweifelhaften Motiven für die Teilnahme am Kreuzzug. Neben religiösen
Motiven ging es oft darum, Armut und Schulden zu entfliehen, sich dem
Herrendienst zu entziehen oder einer Strafe für Verbrechen zu entgehen.
Oft handelte es sich um Abenteurer.
Für viele bot die Teilnahme am Kreuzzug einen Ausweg aus ihrer Situation
und erschien zugleich als frommes Werk.
Aufgabenvorschläge
zur
Situation des Adels und der Bauern in West- und Mitteleuropa und zu den
Motiven für die Teilnahme am Kreuzzug

Arbeitsblatt
Situation des Adels und der Bauern in West- und Mitteleuropa: Motive
für die Teilnahme am Kreuzzug
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe von
Abschnitt
5 aus.
- Nahmen die Kreuzritter aus
edlen Motiven am Kreuzzug teil? Notiere Argumente in Stichworten
für eine Diskussion.
|
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6 - Der 1. Kreuzzug 1096
- 1099
Der päpstliche Aufruf
war beim französischen Adel, im Rheinland und in Süditalien über
Erwarten erfolgreich. Es bildeten sich zwei Gruppierungen; der
Armenkreuzzug und der Ritterkreuzzug. Beide strebten über Konstantinopel
nach Jerusalem.
Karte des Ersten Kreuzzugs
6a
- Armenkreuzzug: Schon
in Nordfrankreich und im Rheinland gab es schwere Pogrome gegen Juden mit mehreren hundert Toten.
(
Karte Auschreitungen / Pogrome) Auf
dem Landweg nach Konstantinopel über Ungarn kam es zu Plünderungen und
Ausschreitungen, der König von Ungarn musste militärisch einschreiten.
Der byzantinische Kaiser ließ die Kreuzugsarmee der Armen aus Sorge um die Ordnung
schnellstmöglich über den Bosporus setzen, wo sie in kürzester Zeit auf
türkischem Gebiet von den seldschukischen Truppen fast komplett
vernichtet wurden. Von 20.000 zu Beginn des Armenkreuzzugs überlebten nur
wenige. 6b
- Ritterkreuzzug:
Der Ritterkreuzzug war dagegen professionell organisiert. Wichtige Führer waren
Gottfried von Bouillon, sein Bruder Balduin von Boulogne, Raimund von
Toulouse, Robert von der Normandie und Bohemund von Tarent. Auf
unterschiedlichen Wegen, auch zu Schiff, zog man nach Konstantinopel, eine
Stadt, wie man sie noch nie gesehen hatte. Kaiser Alexios verlangte von
den Rittern, ihm den Lehenseid zu schwören, was diese widerstrebend,
teils erst nach militärischem Druck, auch taten. Nur
Raimund von Toulouse gab ein ehrenwörtliches Versprechen, nichts gegen
Leben, Interessen und Ehre des byzantinischen Kaisers zu unternehmen,
verweigerte aber den eigentlichen Lehenseid. Nach
der Eroberung Nicäas auf der kleinasiatischen Seite des Meeres mit Hilfe
der byzantinischen Flotte ging es durch Kleinasien nach Syrien. Balduin
von Boulogne machte sich unterwegs selbstständig und gründete den ersten
Kreuzfahrerstaat: Edessa. Nach der Eroberung Antiochias 1097 wurde
Bohemund von Tarent zum Fürsten von Antiochien, einem weiteren neuen
Kreuzfahrerstaat. Der Rest zog weiter nach Süden. 6c
- Eroberung
Jerusalems: Im Juni 1099, nach fürchterlichen Strapazen, kam es zur
blutigen Eroberung Jerusalems, der für drei Religionen heiligen Stadt,
durch die Kreuzfahrer. Die muslimischen Kämpfer, die sich in den
Felsendom geflüchtet und sich ergeben hatten, wurden erschlagen, die
Ritter wateten im Blut. In den Straßen und Häusern wurde gnadenlos
gemordet und geraubt. Die Juden wurden in ihrer Synagoge angezündet. Am
nächsten Morgen lebte kein Moslem und kein Jude mehr in der Stadt. Zum
Schluss zogen sich die Eroberer weiße Leinenhemden über und dankten Gott
in der Grabeskirche für den Triumph. Das Verhältnis zwischen
Kreuzfahrern und Moslems war irreparabel beschädigt, das zu den Juden
sowieso. Es entstand nun ein weiterer Kreuzfahrerstaat: Jerusalem. Die
Grafschaft Tripolis, Klein-Armenien und Zypern waren die restlichen
Kreuzfahrerstaaten.
Karte Kreuzfahrerstaaten
Karte
Byzantinisches Reich, 9. - 12. Jh.
Aufgabenvorschläge
zu Verlauf und Ergebnissen des Ersten Kreuzzugs

Arbeitsblatt Verlauf und
Ergebnisse des Ersten Kreuzzugs
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe von
Abschnitt
6 aus. Öffne auch die
Karte des Ersten Kreuzzugs. Du
solltest die im Text genannten Städte auf der Karte finden.
- Erkläre: Warum kommt es
auf dem Weg nach Konstantinopel beim Armenkreuzzug wohl zu
Plünderungen?
- Erkläre: Warum verlangt
der byzantinische Kaiser Alexios I. von den Führern der
Kreuzfahrer den Lehenseid? Warum sträubten sich diese? Warum
fügten sie sich zuletzt doch? Betrachte dazu auch die
Karte Byzanz um
1000
- Wenn Du auf die Ergebnisse
des Ersten Kreuzzugs schaust: Ging es den Führern nur um die
heiligen Stätten?
- Das Massaker in Jerusalem
wird in der Forschung unter anderem mit den Strapazen des
Marsches erklärt, den die Kreuzfahrer hinter sich hatten. Was
hältst du davon?
- Lade die
Umrisskarte
Kreuzfahrerstaaten herunter und male sie mit Hilfe der
Karte Kreuzfahrerstaaten
aus.
|
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7
- Instabile
Kreuzfahrerstaaten Die
Kreuzfahrerstaaten waren ein christlicher Fremdkörper in
einer islamischen Umwelt und krankten zudem an innerer Schwäche.
Die zentrale Schwäche war, dass es nicht gelang, die einheimische
Bevölkerung zu integrieren. Nun
zahlten die Moslems, die auf dem Land die große Mehrheit
der Bevölkerung stellten, die Dschizya, die Kopfsteuer, die vorher die
Nichtmoslems bezahlt hatten. Dazu wurden eine Grundsteuer erhoben und
Frondienste zur Errichtung von Bauten erzwungen. Vor allem aber war es
für Moslems unannehmbar, dass sie moslemisches Gebiet an Christen
verloren hatten und unter christlicher Herrschaft leben mussten. Bisher
hatten meist die Moslems Dschihad geführt, erobert und gesiegt,
moslemische Niederlagen blieben Randerscheinungen und betrafen nicht
moslemisches Kerngebiet. Das
Vorgehen der Kreuzfahrer in Jerusalem ruinierte den Ruf der Franken
(=Kreuzfahrer) nachhaltig: Am Morgen nach dem Morden "soll, nach
Berichten jener Zeit, kein Moslem und kein Jude mehr in Jerusalem gelebt
haben. [...] Keiner ließ sich davon abbringen, jetzt die Häuser nach
Gold, Silber, Edelsteinen, schönen Stoffen, nach Pferden und Eseln zu
durchsuchen. Jeder fand mehr, als er mir sich nehmen konnte. [...] Die
Moslems sahen die Europäer als lustvoll mordende Banditen, die ohne
Gewissen handelten, die an sich nahmen, was sie nur finden konnten. Edle
Motive für die Inbesitznahme Jerusalems konnte kein Moslem erkennen. Was
an jenen beiden Tagen (der Eroberung Jerusalems) geschah, belastete das
Verhältnis zwischen der islamischen Bevölkerung und dem Kreuzfahrerheer
derart, dass eine Aussöhnung nicht mehr möglich war." (
Konzelmann,
374) Der
syrische Ritter Ibn Munqidh, der unter Kreuzfahrern lebte, schrieb ein
Tagebuch, in dem sich folgende Urteile finden: "Die Franken (damals
Bezeichnung für alle westlichen Kreuzfahrer, Cu) - Allah verdamme sie -
haben keine Qualität außer im Bereich der Ausübung militärischer
Macht". Ansonsten "haben sie keine Ehre" und pflegen
"keine Eifersucht in bezug auf ihre Frauen". (
Tibi, S. 132).
Professor Bassam Tibi, ein gebürtiger Syrer, aus dessen Buch diese Zitate
stammen, kommentiert: "Im Orient, wo die Ehre großgeschrieben wird,
ist dies ein schwer wiegendes Urteil." Ibn Munqidhs Tagebuch zeige,
"wie radikal unterschiedlich die Sitten und Gebräuche der Menschen
beider Zivilisationen waren und bis heute noch sind (...)." Sie
entsprächen auch dem heutigen Europa- Bild der Muslime. Aber
auch die einheimischen Christen machte man sich zum Feind.
Nach der Eroberung Jerusalems kamen die einheimischen Christen, die von
den Moslems während der Kampfhandlungen zuvor aus der Stadt verwiesen
worden waren, "voll Freude über den Sieg der Ritter Christi"
zurück" und "sahen, dass ihre Häuser von den Eroberern bewohnt
wurden, dass ihr Eigentum von den Franzosen und Deutschen als Beute
betrachtet wurde. Sie wollten in der Grabeskirche Dankgottesdienst
abhalten in ihrem gewohnten oströmischen Ritus - und wurden von den
Geistlichen aus dem Westen hinausgeworfen. Die Kreuzfahrer sorgten dafür,
dass an der Stelle von Jesu Tod und Grab nur Gottesdienst nach
lateinischem Brauch gehalten wurde." (Konzelmann, 378) Als die
oströmischen Geistlichen unter diesen Umständen eine Kreuzesreliquie
nicht herausrücken wollten, wurden sie unter der Folter gezwungen, diese
doch herauszugeben. Die
Kreuzfahrer anerkannten weder die Selbstständigkeit der orthodoxen noch
der anderen Kirchen an, sondern unterstellten sie der Hierarchie der
lateinischen (römisch- katholischen) Kirche. So kam es, dass die meisten orientalischen Kirchen sich mit Nur ad-Din und Saladin verbündeten, unter
denen es ihnen besser erging als unter den Franken. (
Tate, S.70) Kraks
und Ritterorden: Gesichert wurden die Kreuzfahrerstaaten durch große
Festungen, sogenannte Kraks (
Kreuzfahrerburgen), und in starkem Maße durch neu gegründete
Ritterorden, die
Mönchtum und Soldatenleben vereinigten. Die wichtigsten waren der
Johanniterorden, der
Templerorden und der
Deutsche Orden. Die Zahl der Ritter war immer zu gering, zwar kamen regelmäßig
Ritter und teils auch Siedler über See,
aber die Rückkehrerzahlen waren hoch.
Solange die islamische Umwelt gespalten war, war die von ihr für die
Kreuzfahrerstaaten ausgehende Bedrohung allerdings noch beherrschbar.
Aufgabenvorschläge
zur Instabilität der Kreuzfahrerstaaten

Aufgabenblatt
Instabilität der Kreuzfahrerstaaten
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe von
Abschnitt
7 aus.
- Erläutere
die Stellung der orientalischen Christen unter dem Islam als
Dhimmis (
Erlass des Abbasidenkalifen al-Mutawakkil gegen die Dhimmis)
mit der Stellung, die sie
unter den Kreuzfahrern hatten. Erkläre, warum sie lieber mit
den Moslems kooperierten.
- Wie
erklärst du dir, dass sich die lateinischen
(=römisch-katholischen) Christen auf diese Weise gegenüber den
orientalischen Christen verhielten? Berücksichtige auch den
Hintergedanken
des Papstes bei den Kreuzzügen.
- Hätten
die Kreuzfahrer durch ein toleranteres Verhalten die moslemische
Bevölkerung gewinnen können? Begründe deine Meinung, indem
du
a
kulturelle Unterschiede und historische Erfahrungen der Moslems
und Europäer miteinander benennst.
b
auf deine Kenntnisse des Islam
zurückgreifst. (Glaubensbekenntnis, Scharia, ...)
|
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8 - Islamische
Einigung und Erfolge In
der Folge wurde der islamische Bereich aber von Syrien aus durch Zengi,
dessen Nachfolger Nur ad-Din und Sultan Saladin geeinigt.
Saladin eroberte nach der Schlacht von Hattin im Jahre 1187 Jerusalem. Die
Kreuzfahrer wurden auf die Küstenregion Palästinas zurückgetrieben.
Karten zu Saladin
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9 - Kreuzzüge
außerhalb Palästinas: Sizilien, spanische Reconquista, .. Die
Eroberung Siziliens durch die Normannen im 11. Jahrhundert wurde schon vor
dem Beginn der eigentlichen Kreuzzüge als Kreuzzug geführt. Die
christliche Rückeroberung Spaniens, die
Reconquista, zog sich über
mehrere Jahrhunderte hin und endete erst 1492 mit der Eroberung Granadas.
1492 entdeckte Kolumbus mit drei spanischen Schiffen Amerika. Auch
ein Teil der Eroberungen östlich der Elbe wurde als Kreuzzug geführt,
aber die Kreuzzugsidee verkam immer mehr zur Rechtfertigung rein
politischer, militärischer und wirtschaftlicher Interessen, so zum
Beispiel auch der Vierte Kreuzzug.
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10 - Der Vierte Kreuzzug Alle
Kreuzzüge außer dem ersten waren mehr oder weniger Misserfolge. Der 4.
Kreuzzug ragt aber unter anderem wegen seiner fatalen Folgen für
das Verhältnis zwischen griechischer Ostkirche und lateinischer
Westkirche und wegen der langfristigen politischen Folgen heraus. Der
4. Kreuzzug wurde von den Venezianern dazu benutzt, Konstantinopel zu
erobern. Da sie über die Transportschiffe verfügten, die Kreuzfahrer
aber nicht genügend Geld für den Transport aufbrachten, überredete
Enrico Dandolo, der Doge von Venedig, die Ritter, für Venedig die
dalmatische Küstenstadt Zara zu erobern. Dann zog man statt nach Ägypten
weiter nach Konstantinopel, um den byzantinischen Prinzen Alexios zum
oströmischen Kaiser zu erheben, der dafür märchenhafte Summen
versprach. Als er diese aber nicht zahlen konnte, wurde Byzanz von den
Kreuzfahrern erobert und geplündert. Folgen: Das Verhältnis zwischen Ost- und
Westkirche ist bis auf den heutigen Tag zerrüttet. Die italienischen
Seestädte Genua, Pisa und vor allem Venedig stiegen durch die Kreuzzüge
wegen ihrer Flotten zu bedeutenden Handels- und Seemächten auf, die den
Mittelmeerhandel beherrschten. Auf den Trümmern des byzantinischen Reiches wurde unter anderem das
Lateinische Kaiserreich (
Karte Lateinisches Kaiserreich)
errichtet, das 1261 aber dem spätbyzantinischen
Reich weichen musste. Dieses war aber so geschwächt, dass der Vorstoß
des Islam nicht länger gestoppt werden konnte. 1453 eroberten die
osmanischen Truppen im Zuge des Dschihad
Konstantinopel und machten es als Istanbul zur Hauptstadt des Osmanischen
Reiches. Die Osmanen breiteten sich auf dem Balkan und entlang den Ufern
des Schwarzen Meeres aus.
Karte:
Das Osmanische Reich bis 1556
Näheres
zum IV. Kreuzzug
Aufgabenvorschläge
zum Vierten Kreuzzug

Arbeitsblatt Vierter Kreuzzug
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Abschnitt
10 aus.
- Zeige
mit Hilfe der
Karte:
Das Osmanische Reich bis 1556,
welche heutigen europäischen Staaten 1566 osmanisch
waren. Verwende zum Vergleich diese
Karte.
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11 - Das
Ende der Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten 1291
eroberten die islamischen Mamelucken die letzte christliche Bastion in
Palästina: Akkon. Zypern bestand weiter, die Johanniter zogen sich auf
die Insel Rhodos zurück, nach deren Eroberung 1523 nach Malta. Der
Deutsche Orden beherrschte später Ostpreußen und das Gebiet des heutigen
Litauen, Lettland und Estland (Deutschordensstaat). Die Templer wurden später vom
französischen König aufgelöst.
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12 - Kulturelle
Folgen der Kreuzzüge Die
"Begegnung" mit der Kultur des Islam und der Kultur von Byzanz führte zu
einem kulturellen Aufschwung in Europa. Das Rittertum als Lebensform und
Ideal nahm einen Aufschwung, man
verfeinerte seine Sitten, der Bau von Kirchen, Palästen und
militärischen Anlagen erhielt einen Anstoß, Wissen und Bildung
erweiterten sich. Die Begriffe "Algebra" oder "Ziffer"
kommen z.B. aus dem Arabischen. Arabische Philosophen vermittelten u.a.
griechisch-antikes Gedankengut (Aristoteles) und beeinflussten damit die
Theologie (Thomas von Aquin). Insbesondere auch Sizilien (Palermo) und
Spanien waren Zentren des kulturellen Austauschs.
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13
- Theologische
Rechtfertigung der Kreuzzüge "Da
sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn
alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (
Mt
26,52) Dieser pazifistische Grundsatz galt im ganzen Frühchristentum.
Bis
das Christentum von Kaiser Konstantin protegiert und von Kaiser Theodosius
391 n.Chr. zur Staatsreligion erhoben wurde, galt der
Wehrdienst als widerchristlich. Nach
dem Sieg des Christentums dagegen war klar, dass nur
Soldaten den römischen Staat gegen äußere Feinde (Germanen, Hunnen,
Perser, ...) und im Innern gegen sogenannte Ketzer schützen konnte. Der
christliche Staat war Beschützer und Garant der Lehre Christi. Den
entscheidenden Schritt zur Versöhnung von Krieg und christlicher
Friedensethik vollzog Kirchenvater Augustinus in seinem Buch
"Der Gottesstaat", das unter dem Eindruck der Gotenkriege und
der Plünderung Roms durch die Goten 410 geschrieben wurde. "Auch
Augustin war weit davon entfernt, den Krieg zu verherrlichen, [...] doch
vertrat er die Meinung, dass es selbst für einen gerechten Christen
Situationen gebe, in denen er, ohne sündig zu werden, zur Waffe greifen
müsse. Wer angegriffen werde, so lautet sein simpler Leitsatz, habe das
Recht, sich zu verteidigen, er dürfe auch versuchen, geraubtes Gut
zurückzuholen und zu diesem Zwecke Krieg zu führen, denn dieser Krieg
sei ein gerechter Krieg. Mit anderen Worten - der heilige Augustin erfand
den Unterschied zwischen gerechtem und ungerechtem Krieg. [...] Der Gute
darf einen Krieg nur aus Notwendigkeit führen, und sein Zweck soll dabei
immer der Friede und letztlich auch das Wohl des Gegners sein." (
Pörtner,
36f.) Die
Verfolgung der Donatisten, einer in Nordafrika stark sozial orientierten
christlichen Richtung, rechtfertigte Augustin als Heiligen Krieg (bellum
Deo auctore). Der Ketzerkrieg war also legitim.
Papst Gregor I. (590 - 604 n.Chr.) legitimierte im nächsten
Schritt den Missionskrieg: "Der Grundsatz des `Unterwerfens, um zu
taufen` wurde von ihm formuliert, so dass damit außer dem `Ketzerkrieg
zur Erhaltung der Kirche im Innern` auch der `Missionskrieg zur
Verbreitung des Glaubens nach außen` seine theoretische Rechtfertigung
fand. (
Pörtner, 38f.) Diese Doktrin wurde dann bei den Sachsenkriegen
unter Karl dem Großen konsequent angewandt.
Die politische Situation war so, dass die Kirche oft genug
Verteidigungsaufgaben übernehmen musste. Die Araber griffen die Küsten
des Mittelmeers an, die Wikinger die Küsten auch des Atlantiks und die
heidnischen Ungarn griffen von Osten aus an. Es war üblich, dass
Kirchenfürsten in die Schlacht zogen. Zwei Drittel des deutschen Heeres
wurde im Hochmittelalter von der Kirche gestellt.
Ein weiterer Schritt zur Militarisierung der Kirche ergab sich im
11. Jahrhundert aus der Reconquista in Spanien und aus der Indienstnahme
der Normannen durch das Papsttum für die Eroberung des byzantinischen
Unteritalien und des muslimischen Sizilien. Der militante Geist wurde
durch auch durch die Reformbewegung von Cluny und den Investiturstreit
zwischen Kaiser und Papst gefördert.
Die endgültige geistige Grundlage für die Kreuzzüge legten im 11.
Jahrhundert Anselm von Lucca und Bonizo von Sutri. Nach Anselm von
Lucca "ist der Krieg `an sich` verwerflich, doch wird er zu
einem sittlichen Gebot, wenn man dabei das Heil des Feindes im Auge hat.
Ein `Kampf gegen die Bösen` ist deshalb `keine eigentliche Verfolgung,
sondern eine Äußerung der Liebe`" (
Pörtner, 48f.)
Die Sache gipfelt mit Bonizo von Sutri, der in seiner
Schrift `Liber ad amicum` (Buch an einen Freund) äußert: "Wenn es
erlaubt sei, für den irdischen König Krieg zu führen, sollte man dann
nicht auch für den Himmelsfürsten zur Waffe greifen dürfen? `Wenn für
den Staat, dann nicht für die Gerechtigkeit?`" (
Pörtner, 49)
Christus wurde nun zum christlichen Lehensherrn, für den die christlichen
Ritter kämpften und ihr Leben gaben.
Wer nun in der Bibel nach Bestätigung suchte, konnte z.B. beim Brief des
Apostels Paulus an die Epheser fündig werden (
Eph
6,10). Was dort symbolisch gemeint war, konnte nun schnell ganz
realistisch umgedeutet werden.
Nur vereinzelt gab es zeitgenössische Kritik an den Kreuzzügen. Deren
grundsätzliche Rechtmäßigkeit wurde kaum bezweifelt.
Aufgabenvorschläge
zur
theologischen
Rechtfertigung der Kreuzzüge

Arbeitsblatt
Theologische Rechtfertigung der Kreuzzüge
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe von
Textabschnitt
13 aus.
- Welche
der in
Textabschnitt
13 genannten Positionen überzeugt dich? Welche überzeugen
dich nicht? Begründe.
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14
- Literatur:
Konzelmann, Gerhard: Jerusalem - 4000 Jahre Kampf
um eine heilige Stadt, 5. Auflage April 1991, München
Pörtner, Rudolf: Operation Heiliges Grab. Legende
und Wirklichkeit der Kreuzzüge (1095 - 1187), Febr. 1980,
München/Zürich, Lizenzausgabe
Tate, Georges: Die Kreuzzüge, ohne Angaben, Reihe
Abenteuer Geschichte, Ravensburger
Tibi, Bassam:
Kreuzzug und Djihad - Der Islam und die christliche Welt, Goldmann Verlag,
2001
Zöllner, Walter: Die Geschichte der Kreuzzüge,
ohne Angaben, Panorama Verlag, Wiesbaden
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Bilderserie

Jerusalem:
Grabeskirche - Hauptheiligtum der Christen
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem:
Grabeskirche - orthodoxe Golgatha- Kapelle.
Unter dem Altar markiert eine Silberplatte den angeblichen Standort
des Kreuzes Jesu. Man kann den Felsen durch ein Loch in der Platte
berühren
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem:
Grabeskirche - Salbungsstein
Das Bild dahinter zeigt, was es mit dem Salbungsstein auf sich hat.
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem:
Grabeskirche - Grabkapelle über dem angeblichen Grab Jesu
"Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden" (Lk 24,6)
Bild anklicken für Vergrößerung
Externes
Bild
Grundriss
der Grabeskirche

Jerusalem:
Via Dolorosa
Rechts im Bild: Kirche am Ort der Gerichtsverhandlung
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Jerusalem:
Himmelfahrtskirche
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem: Klagemauer
- Hauptheiligtum der Juden
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem: Davidsgrab
auf dem Berg Zion
Bild
anklicken für Vergrößerung

Jerusalem: Felsendom -
Hauptheiligtum der Moslems in Jerusalem
Bild anklicken für Vergrößerung

Jerusalem: Al-Aqsa-Moschee
Bild
anklicken für Vergrößerung
Näheres zu Jerusalem siehe
unten

Jerusalem:
Zitadelle
Bild anklicken für
Vergrößerung

Kreuzritterfestung
Belfort
Bild
anklicken für Vergrößerung

Kreuzritterfestung
Belfort: Dimension
der Steinquadern im Vergleich zum Menschen
Bild
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Kreuzritterfestung
Krak des Chevaliers
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Burg des Emirs von Aleppo
Bild anklicken für Vergrößerung
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Überblick

Geschichte
Kreuzfahrer Kreuzzüge
Ausführliche und verständliche Darstellung der einzelnen Kreuzzüge
mit Literatur- und Quellenangaben
libanon-info.de

Kreuzzüge
Kurzüberblick
v.a. für die unterrichtlich weniger wichtigen Kreuzzüge brauchbar
blinde-kuh.de

Kreuzzug
de.wikipedia.org

Erster Kreuzzug 1096 - 1099
de.wikipedia.org
Vierter Kreuzzug 1202 - 1204
de.wikipedia.org

Kinderkreuzzug
1212
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Albigenserkreuzzug 1209 - 1229
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Projekte

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die Ritter. Virtuelle Pilgertour durch Jerusalem.
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Kreuzzüge und Stauferzeit
Noch mehr zum Thema. Mit Zeitpfeil und vielen weiteren
Links!
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Reconquista
in Spanien

Bollwerk gegen den Islam oder Modell multikulturellen Zusammenlebens?
Von Franzpeter Messmer
Auf dem Weg zum Djihad
Die Toleranz im islamischen Spanien ist nur ein multikultureller Mythos
von Francisco Garcia Fitz
Der Autor lehrt Mittelalterliche Geschichte an der Universität von Extremadura in
Cáceres.
Aus presserechtlichen Gründen gekürzte Fassung. Der Autor kommt zu
folgendem Schluss:
"Doch es ist ein Irrtum, kulturellen Austausch mit
"convivencia" und Toleranz gleichzusetzen. Gleichheit oder
Respekt sind dafür keine zwingende Voraussetzung. Die Herrschaft einer
Gemeinschaft über eine andere, Marginalisierung, Intoleranz oder sogar
Verfolgung und Versklavung einer Gruppe waren niemals ein Hindernis für
kulturellen Austausch.
[...] Aus alledem läßt sich schließen, daß die Beziehungen zwischen Christen, Muslimen und Juden in ihrer Gesamtheit kaum von Toleranz zeugen, zumindest nicht im Sinne des Verständnisses, das wir heutzutage von diesen Konzepten haben. Unbestreitbar hat es kulturelle Anleihen und Einflüsse und friedliche wirtschaftliche Beziehungen gegeben, aber keine Beziehungen auf der Basis von Gleichheit und voller Akzeptanz der Unterschiede. Die Koexistenz verschiedener Gemeinschaften war relativ, denn zugleich wurden die persönlichen, familiären und politischen Kontakte zwischen den einen und den anderen behindert oder sogar verhindert."
europenews.dk
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Ritterorden
Templer
heiligenlexikon.de

Templerorden
Mit Ordenskreuz
de.wikipedia.org
Johanniter
heiligenlexikon.de

Johanniterorden
Mit
Ordenskreuz
de.wikipedia.org

Geschichte des Johanniterordens im Überblick
Selbstdarstellung des Ordens auf dessen Webseite
johanniter.de
Deutscher Orden
heiligenlexikon.de

Deutscher Orden
Mit
Ordenskreuz
de.wikipedia.org
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Schlachten

Schlacht bei Hattin 1187
Sultan Saladin besiegt die Kreuzfahrer
de.wikipedia.org
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Jerusalem
Hinweis:
Bei Microsoft Encarta gibt es unter Features/Virtuelle Reisen/
Jerusalem eine interaktive virtuelle Tour durch die Stadt mit ihren
Heiligen Stätten.
Einführung

Metropolen der Antike: Jerusalem
br-online.de
Kirchen
Jerusalems

Beyond the Walls: Churches of Jerusalem
Englisch, aber hervorragendes Bildmaterial
christusrex.org
Via
Dolorosa

Via Dolorosa
Via Dolorosa in Jerusalem. Englisch, aber hervorragendes
Bildmaterial.
christusrex.org
Christliche
Stätten

Grundriss der Grabeskirche
informationen-bilder.de

Eingang zur Grabeskirche
informationen-bilder.de

Grabkapelle mit Engelskapelle und Heiligem Grab in der Grabeskirche
christusrex.org

Die Grabkammer Jesu
Zu den Bildern hinterscrollen
chrisrusrex.org
Jüdische Stätten

Klagemauer
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Kontroverse um den Tempelberg
de.wikipedia.org
Moslemische Stätten

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