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Kartenraum
Karte Verträge und Vertragsbrüche in der Außenpolitik Hitlers
bpb.de
1938 Zerschlagung der Tschechoslowakei
Das Ergebnis des
Münchner Abkommens 1938 und die Zerschlagung der Tschechoslowakei
zum.de
Sudetendeutsche Gebiete in der Tschechoslowakei 1938
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Deutsches Reich 1939
de.wikipedia.org
Hitler- Stalin- Pakt: Geheimes Zusatzprotokoll
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1939 Polen vor der Besetzung
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1939 Polen: Besetzung und Teilung durch deutsche und sowjetische
Truppen
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Die 3 Polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert
de.academic.ru
Interaktive Karte mit
Konzentrations- und Vernichtungslagern
Einfachstes Englisch
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Kartenmaterial zum Holocaust /
A Teacher`s Guide to the Holocaust
Wahlweise kolorierte und Umrisskarten
fcit.coedu.usf.ed
Kartenreihe Deutschland vom 19.
Jahrhundert (Rheinbund) bis zur Gegenwart
zum.de
Aufstieg des Faschismus und
autoritärer Regime in Europa in der Zwischenkriegszeit
Untere Karte, animiertes GIF
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Wege und Aktionsräume der
Einsatzgruppen in der Sowjetunion
Dokumentation Obersalzberg, vgl. Link
rechts unter "Übersichten"
ifz-muenchen.de
Das nationalsozialistische
Lagersystem in Europa: Orte des Terrors und der Vernichtung
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
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Interaktive Verfassung
Interaktive Verfassung der Weimarer
Republik
Material Geschichtszentrum
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Naziideologie
in Bildern und Texten
Antiberalismus
Als
größtes Schwächemoment wurde schon in der Vorkriegszeit
vielfach die Institution erkannt, in der sich die Stärke des
Reiches verkörpern sollte: das Parlament, der Reichstag. Feigheit
und Verantwortungslosigkeit gesellten sich hier in vollendeter
Weise.
(Hitler: Mein Kampf, S. 296, München 641. - 643. Auflage, 1941)
Damit ist die Bewegung [...] antiparlamentarisch, und selbst
ihre Beteiligung an einer parlamentarischen Institution kann nur
den Sinn einer Tätigkeit zu deren Zertrümmerung besitzen, zur
Beseitigung einer Einrichtung, in der wir eine der schwersten
Verfallserscheinungen der Menschheit zu erblicken haben.
(Hitler: Mein Kampf, S. 379, München 641. - 643. Auflage, 1941) |
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"Führer
befiehl, wir folgen!" (Führerprinzip und Antiparlamentarismus)
"Die junge Bewegung ist ihrem Wesen und ihrer inneren Organisation nach antiparlamentarisch, d.h. sie lehnt im allgemeinen wie in ihrem eigenen inneren Aufbau ein Prinzip der Majoritätsbestimmung ab, in dem der Führer nur zum Vollstrecker des Willens und der Meinung anderer degradiert wird. Die Bewegung vertritt im kleinsten wie im größten den Grundsatz der unbedingten Führerautorität, gepaart mit höchster Verantwortung."
(Hitler: Mein Kampf, S. 378, München 641. - 643. Auflage, 1941) |

Reichsparteitag 1934 Luitpoldarena
csu-lichtenhof.de

Werbeplakat für die Hitlerjugend
Quelle: DHM
dhm.de

Werbeplakat für die Hitlerjugend
Quelle: DHM
dhm.de

Propagandapostkarte
Quelle: DHM
dhm.de
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Antitimarxismus / Antisozialismus
Jedenfalls
war das, was ich so vernahm, geeignet, mich aufs äußerste
aufzureizen. Man lehnte da alles ab: die Nation, als eine
Erfindung der "kapitalistischen" - wie oft musste ich
nur allein dieses Wort hören! - Klassen; das Vaterland, als
Instrument der Bourgeoisie zur Ausbeutung der Arbeiterschaft; die
Autorität des Gesetzes, als Mittel zur Unterdrückung des
Proletariats; die Schule, als Institut zur Züchtung des
Sklavenmaterials, aber auch der Sklavenhalter; die Religion, als
Mittel der Verblödung des zur Ausbeutung bestimmten Volkes; die
Moral, als Zeichen dummer Schaftsgeduld usw. Es gab da aber rein
gar nichts, was nicht in den Kot einer entsetzlichen Tiefe gezogen
wurde.
(Hitler: Mein Kampf, S. 41f., München 641. - 643. Auflage, 1941) |
"Volksgemeinschaft"
BDM
Quelle: 1938. NS-Herrschaft in Österreich. Ausstellung
doew.at
Hitlerjugend
Quelle: 1938. NS-Herrschaft in Österreich. Ausstellung
doew.at

Volksgemeinschaft
ibrary.flawlesslogic.com

Propagandaplakat
Quelle: DHM
dhm.de
SA-Mann Brand
dhm.de
SS
axishistory.com
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"Arier"

"Kameradschaft"
von Josef Thorak
Quelle: DHM
faculty-web.at.northwestern.edu

Skulptur von Arno Breker
Anknüpfung auch für Germanenkult
ancient-astronomy.dk

Familie, Mann, Frau, Kinder
Auch Blubo
ancient-astronomy.dk
"Was
wir heute an menschlicher Kultur, an Ergebnissen von Kunst,
Wissenschaft und Technik vor uns sehen, ist nahezu ausschließlich
schöpferisches Produkt des Ariers. Gerade diese Tatsache aber
lässt den nicht unbegründeten Rückschluss zu, dass er allein der
Begründer höheren Menschentums überhaupt war, mithin den Urtyp
dessen darstellt, was wir unter dem Worte `Mensch` verstehen. Er ist
der Prometheus der Menschheit, aus dessen lichter Stirne der
göttliche Funke des Genies zu allen Zeiten hervorsprang, immer von
neuem jenes Feuer entzündend, das als Erkenntnis die Nacht der
schweigenden Geheimnisse aufhellte und den Menschen so zum
Beherrscher der anderen Wesen dieser Erde emporsteigen ließ."
(Hitler: Mein Kampf, S. 316) |
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"Kulturbringer"
Arier
"Würde man die Menschheit in drei Arten einteilen: in Kulturbegründer, Kulturträger und Kulturzerstörer, dann käme als Vertreter der ersten wohl nur der Arier in Frage. Von ihm stammen die Fundamente und Mauern aller menschlichen Schöpfungen, und nur die äußere Form und Farbe ist bedingt durch die jeweiligen Charakterzüge der einzelnen Völker. Er liefert die gewaltigen Bausteine und Pläne zu allem menschlichen Fortschritt, und nur die Ausführung entspricht der Wesensart der jeweiligen Rassen."
(Hitler: Mein Kampf, S. 318)
"Den gewaltigsten Gegensatz zum Arier bildet der Jude."
(Hitler: Mein Kampf, S. 329) |

Germanische Siedlung von Klein Köris
Das Germanendorf bei Klein Köris bestand vom 2.-5. Jahrhundert nach Chr.
brandenburg-abc.de
Zum Vergleich

Zikkurat und Stadt von Babylon im 6.
Jh. vor Chr. im Modell
thomasgransow.de

Pyramiden von Gizeh
um 2500 vor Chr.
weltwunder-online.de
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Antisemitismus
/ Rassismus

Postkarte
zur Ausstellung "Der ewige Jude"
Quelle: DHM
dhm.de

"Rassenschande".
Plakat für die
Zeitschrift "Der Stürmer"
Quelle: DHM
dhm.de

"Entartete Musik"
Broschüre zur
Ausstellung Hans Severus Ziegler
Quelle: DHM
dhm.de

Kinder in Auschwitz
Photographie 1945?
dhm.de
Vergleiche den Basisiswissentext
Antisemitismus und rassische Verfolgung
"Entsprechend
den Schlusszielen des jüdischen Kampfes, die sich nicht nur in der
wirtschaftlichen Eroberung der Welt erschöpfen, sondern auch deren
politische Unterjochung fordern, teilt der Jude die Organisation
seiner marxistischen Weltlehre in zwei Hälften, die, scheinbar
voneinander getrennt, in Wahrheit aber ein untrennbares Ganzes
bilden: in die politische und die gewerkschaftliche Bewegung."
(Hitler: Mein Kampf, S. 352)
[Der Jude:]
"Wirtschaftlich erschüttert er die Staaten so lange, bis
die unrentabel gewordenen sozialen Betriebe entstaatlicht und seiner
Finanzkontrolle unterstellt werden.
Politisch verweigert er dem Staate die Mittel zu seiner
Selbsterhaltung, zerstört die Grundlagen jeder nationalen
Selbstbehauptung und Verteidigung, vernichtet den Glauben an die
Führung, schmäht die Geschichte und Vergangenheit und zieht alles
wahrhaft Große in die Gosse.
Kulturell verseucht er Kunst, Literatur, Theater, vernarrt das
natürliche Empfinden, stürzt alle Begriffe von Schönheit und
Erhabenheit, von Edel und Gut und zerrt dafür die Menschen herab in
den Bannkreis seiner eigenen niederen Wesensart.
Die Religion wird lächerlich gemacht, Sitte und Moral als überlebt
hingestellt, so lange, bis die letzten Stützen eines Volkstums im
Kampfe um das Dasein auf dieser Welt gefallen sind. [...]
Nun beginnt die große, letzte Revolution. Indem der Jude die
politische Macht erringt, wirft er die wenigen Hüllen, die er noch
trägt, von sich. Aus dem demokratischen Volksjuden wird der
Blutjude und Völkertyrann. In wenigen Jahren versucht er, die
nationalen Träger der Intelligenz auszurotten, und macht die
Völker, indem er sie ihrer natürlichen geistigen Führer beraubt,
reif zum Sklavenlos einer dauernden Unterjochung.
Das furchtbarste Beispiel dieser Art bildet Russland."
(Hitler: Mein Kampf, S. 358)
Aufgaben:
- Oft
wird behauptet, die Juden seien Sündenböcke gewesen. Stimmst
du dieser Ansicht zu? Oder war es vielleicht Paranoia
(Verfolgungswahn)? Oder
Neid?
Oder etwas anderes?
Begründe deine Meinung.
- Welche
weiteren Elemente der nationalsozialistischen Weltanschaung
außer dem Antisemitismus erkennst du in diesem Textauszug?
|
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Völkischer
Staat
"Der Trieb der Arterhaltung ist die erste Ursache zur Bildung menschlicher Gemeinschaften. Damit aber ist der Staat ein völkischer Organismus und nicht eine wirtschaftliche Organisation."
Hitler: Mein Kampf, S. 165
"Wir als Arier vermögen uns unter einem Staat also nur den lebendigen Organismus eines Volkstums vorzustellen, der die Erhaltung dieses Volkstums nicht nur sichert, sondern es auch durch
Weiterbildung seiner geistigen und ideellen Fähigkeiten zur höchsten Freiheit führt."
Hitler: Mein Kampf, S. 434)
"Nein, es gibt nur ein heiligstes Menschenrecht, und dieses Recht ist zugleich die heiligste Verpflichtung, nämlich: dafür zu sorgen, dass das Blut rein erhalten bleibt, um durch die Bewahrung des besten Menschentums die Möglichkeit einer edleren Entwicklung dieser Wesen zu geben.
Ein völkischer Staat wird damit in erster Linie die Ehe aus dem Niveau einer dauernden Rassenschande herauszuheben haben, um ihr die Weihe jener Institution zu geben, die berufen ist, Ebenbilder des Herrn zu zeugen und nicht Missgeburten zwischen
Mensch und Affe."
(Hitler: Mein Kampf, S. 444 f.)
Vergleiche
dazu:
Nürnberger Rassegesetze 1935
dhm.de |
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Nationalismus
"Das Deutsche Reich soll als
Staat alle Deutschen umschließen mit der Aufgabe, aus diesem Volke die wertvollsten Bestände an rassischen Urelementen nicht nur zu sammeln und zu erhalten, sondern langsam und sicher zur beherrschenden Stellung emporzuführen."
(Hitler: Mein Kampf, S. 439)
Aufgabe:
- Zeige
Hitlers Verständnis des Begriffes "Nation".
- Versuche
eine eigene Definition dieses Begriffes.
|

Nationalismus

Nationalismus und Nationalsozialismus
schule-bw.de
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Hitler
über die Symbolik der NS-Flagge
(Nationale Sozialisten)
NS-Flagge
"Schwarz-Rot-Gold kam an sich nicht in Frage. Auch Schwarz-Weiß-Rot nicht, [...] jedenfalls nicht in der bisher erwähnten Fassung. [...]
Ich selbst hatte unterdessen nach unzähligen Versuchen eine endgültige Form niedergelegt: eine Fahne aus rotem Grundtuch mit einer weißen Scheibe und in deren Mitte ein schwarzes Hakenkreuz. [...]
Und ein Symbol ist dies wahrlich! Nicht nur, dass durch die einzigen, von uns allen heißgeliebten Farben, die einst dem deutschen Volke so viel Ehre errungen hatten, unsere Ehrfurcht vor der Vergangenheit bezeugt wird, sie war auch die beste Verkörperung des Wollens der Bewegung. Als nationale Sozialisten sehen wir in unserer Flagge unser Programm. Im Rot sehen wir den sozialen Gedanken der Bewegung, im Weiß den nationalistischen, im Hakenkreuz die Mission des
Kampfes für den Sieg des arischen Menschen und zugleich mit ihm auch den Sieg des Gedankens der schaffenden
Arbeit, die selbst ewig antisemitisch war und antisemitisch sein wird."
(Hitler: Mein Kampf, S. 555ff.)
Aufgaben:
- Zeige,
welche Symbolik Hitler der NS-Flagge beimisst.
- Inwiefern
kommt Schwarz-Rot-Gold für Hitler nicht in Frage?
- Warum
übernimmt er nicht die Flagge des Kaiserreiches 1:1?
- Brauner
Sozialismus?

25-Punkte-Programm der NSDAP
vom 24, Februar 1920
dhm.de
a - Enthält das Parteiprogramm sozialistische Programmpunkte?
-------------
"Otto Strasser trat 1925 in die NSDAP ein und baute mit seinem Bruder Gregor Strasser und Joseph Goebbels einen „linken“, d.h. sozialrevolutionären Flügel auf. Die Brüder Strasser beherrschten die Berliner Parteiorganisation und entwickelten ein eigenständiges ideologisches Profil gegenüber dem süddeutschen Parteiflügel um Adolf Hitler. Sie verfochten – zunächst gemeinsam mit Goebbels, dem engen Mitarbeiter Gregor Strassers im Rheinland und in Westfalen – einen antikapitalistischen, sozialrevolutionären Kurs der NSDAP. Dieser unterstützte teilweise die Streiks der sozialdemokratischen Gewerkschaften und trat für eine Anlehnung Deutschlands an die Sowjetunion ein. Trotzdem war der Strasser-Flügel antimarxistisch geprägt."
(Quelle
Wikipedia)
"Auf einer Führertagung in Bamberg am 14. Februar 1926 setzte sich Hitler erfolgreich gegen die „nationalbolschewistische“ Fraktion durch und beanspruchte die uneingeschränkte Führerschaft innerhalb der NSDAP für sich."
(Quelle
Wikipedia)
"Hitler fand sich [1932] also eingeklemmt zwischen Reichswehr einerseits und dem in Form der SA (mit mittlerweile 2,9 Millionen Mitgliedern!) bewaffneten "linken Flügel" der NSDAP andererseits. Dies umso mehr, als Röhm immer lautstärker über eine "Zweite Revolution" schwadronierte, in der die alten Eliten komplett durch Parteikader ersetzt werden und die SA als "revolutionäres Volksheer" an die Stelle der regulären Reichswehr treten sollte."
(Quelle
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung)
-----------
b - Ist es gerechtfertigt, im Zusammenhang mit dem
Nationalsozialismus von
Sozialismus
zu sprechen?
|
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Sozialdarwinismus
Dass aber diese Welt dereinst
noch schwersten Kämpfen um das Dasein der Menschheit ausgesetzt wird, kann niemand bezweifeln. Am Ende siegt ewig nur die Sucht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen wie Schnee in der Märzensonne. Im ewigen Kampfe ist die Menschheit groß geworden - im ewigen Frieden geht sie zugrunde.
(Hitler: Mein Kampf, S. 148f.) |
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Organisation
der NSDAP und Propaganda
Fanatismus
und Intoleranz
"Die Zukunft einer Bewegung wird bedingt durch den Fanatismus, ja die Unduldsamkeit, mit der ihre Anhänger sie als die allein richtige vertreten und anderen Gebilden ähnlicher Art gegenüber durchsetzen."
Hitler: Mein Kampf, S. 384
"Politische Parteien sind zu Kompromissen geneigt, Weltanschauungen niemals. Politische Parteien rechnen selbst mit Gegenspielern, Weltanschauungen proklamieren ihre Unfehlbarkeit."
(Hitler: Mein Kampf, S. 507)
Aufgabe:
Was ist nach Hitler der Unterschied zwischen einer
"Bewegung" und einer Partei? Nimm Stellung und erläutere. |
| Weltanschauung
"Der Mangel einer großen neugestaltenden Idee bedeutet zu allen Zeiten eine Beschränkung der Kampfkraft. [...]
Das Aufzeigen einer neuen großen Idee ist das Geheimnis des Erfolges der Französischen Revolution gewesen; der Idee verdankt die russische den Sieg, und der Faschismus hat nur durch die Idee die Kraft erhalten, ein Volk in segensreichster Weise einer umfassendsten Neugestaltung zu unterwerfen.
Die bürgerlichen Parteien sind hierzu nicht befähigt."
(Hitler: Mein Kampf) |
Massenversammlungen und Propaganda
"Überhaupt wurde der ganza Apparat darauf eingestellt, blitzschnelle Entscheidungen treffen zu können. Zu Tagesfragen sollte in Form von Massenversammlungen innerhalb vierundzwanzig Stunden Stellung genommen werden. Die Ankündigung derselben sollte durch Plakate und Flugblätter stattfinden, deren Tendenz nach jenen Gesichtspunkten bestimmt wurde [...]: Wirkung auf die breite Masse, Konzentration auf wenige Punkte, immerwährende
Wiederholung derselben, selbstsichere und selbstbewusste Fassung des Textes in den Formen einer
apodyktische Behauptung, größte Beharrlichkeit in der Verbreitung und Geduld im Erwarten der Wirkung."
(Hitler: Mein Kampf, S. 401 f.)
"Die Massenversammlung ist auch schon deshalb notwendig, weil in ihr der einzelne, der sich zunächst als werdender Anhänger einer jungen Bewegung vereinsamt fühlt und leicht der Angst verfällt, allein zu
sein, zum ersten Mal das Bild einer größeren Gemeinschaft erhält, was bei den meisten Menschen kräftigend und ermutigend wirkt."
(Hitler: Mein Kampf, S. 4535 f.)
Vergleiche hierzu:

Reichsparteitag 1934 Luitpoldarena
csu-lichtenhof.de
"Dagegen waren die nationalsozialistischen Versammlungen allerdings keine "friedlichen" Versammlungen. Da prallten ja die Wogen zweier Weltanschauungen gegeneinander, und sie schlossen nicht mit dem faden Herunterleiern irgendeines patriotischen Liedes, sondern mit dem fanatischen Ausdruck völkischer und nationaler Leidenschaft.
Es war gleich von Beginn an wichtig, in unseren Versammlungen blinde Disziplin einzuführen und die Autorität der Versammlungsleitung unbedingt sicherzustellen. Denn was wir redeten, war nicht das kraftlose Gewäsch eines bürgerlichen "Referenten", sondern war durch Inhalt und Form immer geeignet, den Gegner zur Entgegnung zu reizen! Und Gegner waren in unseren Versammlungen!
(Hitler: Mein Kampf, S. 541)
Man musste "also dafür sorgen, dass jeder Versuch einer Störung schon im Keim unmöglich wurde.
Hierbei kam aber noch Folgendes in Betracht: Jede Versammlung, die ihren Schutz ausschließlich durch die Polizei erhält, diskreditiert die Veranstalter in den Augen der Masse. Versammlungen, deren Abhaltung nur durch die
Abstellung eines großen Polizeiaufgebotes garantiert wird, wirken nicht werbend, insofern die Voraussetzung zum Gewinnen der unteren Schichten eines Volkes immer eine ersichtlich vorhandene Kraft ist. [...]
Besonders aus diesem letzteren Grunde musste die junge Partei dafür sorgen, ihre Existenz selbst zu vertreten, sich selbst zu schützen und den gegnerischen Terror selbst zu brechen.
Der Versammlungsschutz wurde aufgebaut:
1. auf einer energischen und psychologisch richtigen Leitung der Versammlung;
2. auf einem organisierten Ordnertrupp."
(Hitler: Mein Kampf, S. 546)
"Zwei Jahre später, als aus der Ordnertruppe schon längst eine viel tausend Mann umfassende Sturmabteilung geworden war, schien es nötig, dieser Wehrorganisation der jungen Weltanschauung noch ein besonderes Symbol des Sieges zu geben: die Standarte."
(Hitler: Mein Kampf, S. 557)
Vergleiche hierzu:

Uniform des SA-Sturms 5 (Gruppe Berlin) im Rang eines Scharführers
dhm.de

SA-Standarte
(hier der SA-Standarte „Feldherrnhalle“)
de.wikipedia.org

Audio-Info zur SA
mp3-Format
dhm.de |
Vorbild
Sozialdemokratie
"Was dem Marxismus die Millionen von Arbeitern gewonnen hat, das ist weniger die
Schreibart marxistischer Kirchenväter als vielmehr die unermüdliche und wahrhaft gewaltige Propagandaarbeit von Zehntausenden unermüdlicher Agitatoren, angefangen vom großen Hetzapostel bis herunter zum kleinen Gewerkschaftsbeamten und zum Vertrauensmann
und zum Diskussionsredner; das sind die Hunderttausende von Versammlungen, bei denen, in verqualmter Wirtsstube auf dem Tische stehend, diese Volksredner auf die Massen einhämmerten und so eine fabelhafte Kenntnis dieses Menschenmaterials zu gewinnen wussten, was sie erst recht in die Lage versetzte, die richtigsten Angriffswaffen auf die Burg der öffentlichen Meinung zu wählen. Und das waren weiter die gigantischen Massendemonstrationenen, diese Hunderttausend-Mann-Aufzüge, die dem kleinen, armseligen Menschen die stolze Überzeugung einbrannten, als kleiner Wurm dennoch Glied eines großen Drachens zu sein, unter dessen glühemdem Atem die verhasste bürgerliche
Welt dereinst in Feuer und Flammen aufgehen und die proletarische Diktatur den letzten Endsieg feiern werde."
(Hitler: Mein Kampf, S. 529) |

Die Organisation der NSDAP
germanhistorydocs.ghi-dc.org

Die Organisation der NSDAP
Ersatzlink
nichtschueler.de
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Korporativismus
und Gewerkschaften
| Korporativismus
Den Wirtschaftskammern
selbst wird die Verpflichtung zur Inbetriebhaltung der nationalen
Wirtschaft und zur Beseitigung von den diese schädigenden
Mängeln und Fehlern obliegen. Was heute durch die Kämpfe von
Millionen ausgefochten wird, muss dereinst in Ständekammern und
im zentralen Wirtschaftsparlament seine erledigung finden.
Damit toben nicht mehr Unternehmertum und Arbeiter im Lohn- und
Tarifkampf gegeneinander, die wirtschaftliche Existenz beider
schädigend, sondernlösen diese Probleme gemeinsam an höherer
Stelle, der über allem stets das Wohl der Volksgesamtheit und des
Staates in leuchtenden Lettern vorschweben muss.
(Hitler: Mein Kampf, S.677)
|
Gewerkschaften
"Mit zwanzig Jahren hatte ich unterscheiden gelernt zwischen der Gewerkschaft als Mittel zur Verteidigung allgemeiner sozialer Rechte des Arbeitnehmers und zur Erkämpfung besserer Lebensbedingungen desselben im einzelnen und der Gewerkschaft als Instrument der Partei des politischen Klassenkampfes.
Dass die Sozialdemokratie die enorme Bedeutung der gewerkschaftlichen Bewegung begriff, sicherte ihr das Instrument und damit den Erfolg; dass das Bürgertum dies nicht verstand, kostete es seine politische Stellung. [...]
Dass die Gewerkschaftsbewegung etwa an sich vaterlandsfeindlich sei, ist ein Unsinn und außerdem die Unwahrheit. Richtig ist eher das Gegenteil. Wenn eine gewerkschaftliche Betätigung als Ziel die Besserstellung eines mit zu den Grundpfeilern der Nation gehörenden Standes im Auge hat und durchführt, wirkt sie nicht nur nicht vaterlands- oder staatsfeindlich, sondern im wahrsten Sinne des Wortes national. Hilft sie doch so mit, die sozialen Voraussetzungen zu schaffen, ohne die eine allgemeine nationale Erziehung gar nicht zu denken ist. Sie erwirbt sich höchstes Verdienst, indem sie durch Beseitigung sozialer Krebsschäden sowohl geistigen als aber auch körperlichen Krankheitserregern an den Leib rückt und so zu einer allgemeinen Gesundheit des volkskörpers mit beiträgt. [...]
Solange es unter Arbeitgebern Menschen mit geringem sozialen Verständnis oder gar mangelndem Rechts- und Billigkeitsgefühl gibt, ist es nicht nur das Recht, sondern die Pflicht der von ihnen Angestellten, die doch einen Teil unseres Volkstums bilden, die Interessen der Allgemeinheit gegenüber der Habsucht oder der Unvernunft eines einzelnen zu schützen; denn die Erhaltung von Treu und Glauben in einem Volkskörper ist im Interesse der Nation genau so wie die Erhaltung der Gesundheit des Volkes.
Beides wird durch unwürdige Unternehmer, die sich nicht als Glied der ganzen Volksgemeinschaft fühlen, schwer bedroht. Aus dem üblen Wirken ihrer Habsucht oder Rücksichtslosigkeit erwachsen tiefe Schäden für die Zukunft. [...]
Schon um die Jahrhundertwende hatte die Gewerkschaftsbewegung längst aufgehört, ihrer früheren Aufgabe zu dienen. Von Jahr zu Jahr war sie mehr und mehr in den Bannkreis sozialdemokratischer Politik geraten, um endlich nur noch als Ramme des Klassenkampfes Anwendung zu finden. [...]
(Hitler: Mein Kampf, S.48 ff.)
Aufgabe:
- Bestimme anhand dieses
Textauszugs aus Hitlers Buch "Mein Kampf" Hitlers
Verhältnis zu den sozialdemokratisch dominierten Gewerkschaften
seiner Zeit.
- Die NSDAP hieß Nationalsozialistische
Deutsche Arbeiterpartei. In welchem
Verhältnis stehen in diesem Textauszug
"Nationalismus" und "Sozialismus"? Ist
der Begriff
"Sozialismus"
hier angebracht? Oder ist der Begriff
"Korporativismus"
angemessener?
|
| Nationalsozialistische
Gewerkschaft
"Die nationalsozialistische Gewerkschaft ist kein Organ des Klassenkampfes, sondern ein Organ der Berufsvertretung. Der nationalsozialistische Staat kennt keine "Klassen", sondern in politischer Hinsicht nur Bürger mit vollständig gleichen Rechten und demgemäß auch gleichen allgemeinen Pflichten und daneben Staatsangehörige, die in staatspolitischer Hinsicht aber vollständig rechtlos sind. [...]
Nicht die Gewerkschaft ist "klassenkämpferisch", sondern der Marxismus hat aus ihr ein Instrument für seinen Klassenkampf gemacht. [...]
Die nationalsozialistische Gewerkschaft hat demgegenüber durch die organisatorische Zusammenfassung bestimmter Gruppen von Teilnehmern am nationalen Wirtschaftsprozess die Sicherheit der nationalen Wirtschaft selbst zu erhöhen und deren Kraft zu stärken durch korrigierende Beseitigung all jener Missstände, die in ihren letzten Folgeerscheinungen auf den nationalen Volkskörper destruktiv einwirken, die lebendige Kraft der Volklsgemeinschaft, damit aber auch die des Staates schädigen und nicht zuletzt der Wirtschaft selbst zum Unheil und Verderben gereichen. [...]
Der nationalsozialistische Arbeitnehmer muss wissen, dass die Blüte der nationalen Wirtschaft sein eigenes materielles Glück bedeutet.
Der nationalsozialistische Arbeitgeber muss wissen, dass das Glück und die Zufriedenheit seiner Arbeitgeber die Voraussetzung für die Existenz und Entwicklung seiner eigenen wirtschaftlichen Größe ist.
Nationalsozialistische Arneitnehmer und nationalsozialistische Arbeitgeber sind beide Beauftragte und Sachwalter der gesamten Volksgemeinschaft. [...]
Was heute durch die Kämpfe von Millionen ausgefochten wird, muss dereinst in Ständekammern und im zentralen Wirtschaftsparlament seine Erledigung finden. Damit toben nicht mehr Unternehmertum und Arbeiter im Lohn- und Tarifkampf gegeneinander, die wirtschaftliche Existenz beider beschädigend, sondern lösen diese Probleme gemeinsam an höherer Stelle, der über allem stets das Wohl der Volksgesamtheit und des Staates in leuchtenden Lettern vorschweben muss. [...]
Die Aufgabe der nationalsozialistischen Gewerkschaft ist die Erziehung und die Vorbereitung zu diesem Ziele selbst, das dann heißt: Gemeinsame Arbeit aller an der Erhaltung und Sicherung unseres Volkes und seines Staates, entsprechend der dem einzelnen angeborenen und durch die Volksgemeinschaft zur Ausbildung gebrachten Fähigkeiten und Kräfte."
(Hitler: Mein Kampf, S.674 ff.)
Aufgabe:
Entsprach die
DAF (Deutsche Arbeitsfront) diesen Vorstellungen? Begründe Deine
Meinung. |
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Lebensraum
im Osten
"Allerdings, eine solche Bodenpolitik kann nicht etwa in Kamerun ihre Erfüllung finden, sondern heute fast ausschließlich nur mehr in Europa. Man muss sich damit kühl und nüchtern auf den Standpunkt stellen, dass es sicher nicht Absicht des Himmels sein kann, dem einen Volke fünfzigmal so viel an Grund und Boden auf dieser Welt zu geben als dem anderen. Man darf in diesem Falle sich nicht durch politische Grenzen von den Grenzen des ewigen Rechtes abbringen lassen. Wenn diese Erde wirklich für alle Raum zum Leben hat, dann möge man uns also den uns zum Leben notwendigen Boden geben.
Man wird das freilich nicht gerne tun. Dann jedoch tritt das Recht der Selbsterhaltung in seine wirkung: und was der Güte verweigert wird, hat eben die Faust sich zu nehmen. [...]
Wollte man in Europa Grund und Boden, dann konnte dies im Großen und Ganzen nur auf Kosten Russlands geschehen, dann musste sich das neue Reich wieder auf der Straße der einstigen Ordensritter in Marsch setzen, um mit dem deutschen Schwert dem deutschen Pflug die Scholle, der Nation aber das tägliche Brot zu geben."
(Hitler: Mein Kampf, S. 152ff.)
"Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewusst einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich ab die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit und gehen über zur Bodenpolitik der Zukunft."
(Hitler: Mein Kampf, S. 742)
Vergleiche hierzu:

Außenpolitik bis 1939

Basiswissen Zweiter Weltkrieg
Aufgabe:
Entsprach Hitlers Außenpolitik der Konzeption vom
"Lebensraum im Osten"? Begründe deine Meinung. |
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Jüdische Geschichte und Kultur

Jüdische Geschichte und Kultur
Hochinteressant nicht nur für die Literatur! Welch ein Verlust!
"Dieses Projekt entstand über mehrere Schuljahre hinweg im Wahlgrundkurs
"Jüdische Geschichte und Kultur"
des G.-E.-Lessing-Gymnasiums in Döbeln/Sachsen."
judentum-projekt.de/
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Architektur

Modell
Kongresshalle
Reichsparteitagsgelände
Nürnberg
csu-lichtenhof.de

Geplante Hauptstadt
"Germania"
Entwurf von Albert Speer
dataphone.se

Näher: Dom, Triumphbogen und
Bahnhof von "Germania"
Entwurf von Albert Speer
dataphone.se
Zum Vergleich

Paris Arc de Triomphe
Luftbild
falcon.jmu.edu

Kolosseum Rom
markaurel.de
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Weitere
Quellen

NS-Archiv
Dokumente zum
Nationalsozialismus
ns-archiv.de
Kurzer Ausschnitt aus der Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz
Zum Quellentext hinunterscrollen
bpb.de
Otto Wels (SPD): Rede zur Begründung der Ablehnung des Ermächtigunsgesetzes
Reichstagssitzung vom 23. März 1933 in der Berliner Krolloper
Ausführlich
dhm.de
Daniel Jonah Goldhagen: Hitlers willige Vollstrecker
dieterwunderlich.de

Daniel Goldhagen
de.wikipedia.org

Quellenmaterial von Teachsam
teachsam.de
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oben
Personen
Hitler- Biografie
DHM
dhm.de
Paul von Hindenburg
Zweiter Reichspräsident der Weimarer Republik.
dhm.de
Goebbels
dhm.de
Goebbels mit Familie auf Schwanenwerder, 1937
Interessant, wenn man den Film "Der Untergang" gesehen hat
dhm.de
Himmler- Biografie
dhm.de
Biografie Mussolini
dhm.de
Stalin
whoswho.de
Neville Chamberlain
dhm.de
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oben
Impressum

Impressum Das
Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht
verantwortlich.
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|
Hitler
ist eingerahmt - Die
erste
Regierung Hitler
31. Januar 1933
Material Geschichtszentrum

"Wenn ich rede, träume ich nicht"
Willi Frohwein wurde als Deutscher geboren, katholisch getauft und mit 12 Jahren zum «Halbjuden» erklärt. Dass die Bürokratie in Auschwitz ihn wieder offiziell als Deutschen deklarierte, rettete vermutlich sein Leben.
Ein Interview von
netzeitung.de
Sklaven der Gaskammer. Das
jüdische Sonderkommando von Auschwitz
Mit 2 Videos zum Download
akdh.ch

Lernumgebung Zweiter
Weltkrieg
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Basiswissen
| 1
- Der Nationalsozialismus in der (deutschen) Geschichte |
Der
Nationalsozialismus ist
weder ein Betriebsunfall in der deutschen Geschichte noch die deutsche
Geschichte schlechthin (vgl. dazu folgende Lernumgebungen:
Kaiserreich,
Imperialismus,
Erster Weltkrieg,
Weimarer
Republik).
Der
Nationalsozialismus steht vielmehr im Zusammenhang mit anderen
europäischen Faschismen (vgl.
hier), z.B. dem italienischen oder spanischen, - ohne
damit seine besondere Destruktivität in Abrede zu stellen - und ist wie
diese und wie Hitler selbst ein Produkt der Entwicklungen des 19. Jhs. und
des Ersten Weltkriegs (siehe
oben). Er ist weder eine Konsequenz des deutschen
Nationalcharakters noch gibt es eine Kollektivschuld, vgl.
Goldhagenthese.
Nach
oben
| 2
- Ideologie des nationalsozialismus |
Die
nationalsozialistische Ideologie wird in der linken Spalte auch in
Bildern und Texten dargestellt.
| 2a
- Wie kam es zur Ideologie des Nationalsozialismus? Hitlers Feindbild
|
Der
Nationalsozialismus entstand erstens aus der Erfahrung des Ersten
Weltkriegs, der Niederlage im Ersten Weltkrieg und der Schwäche der
Weimarer Republik danach. Der Waffenstillstand kam einer Kapitulation
gleich und der Diktatfrieden von Versailles traf alle Deutschen wie ein
Schlag.
Der
Nationalsozialismus entstand zweitens als Reaktion auf die
aufstrebende Sozialdemokratie bzw. auf den aufstrebenden revolutionären
Sozialismus,
der in Russland die Macht ergriffen hatte, vgl.
Textquelle Antimarxismus / Antisozialismus. Hitler sah die Niederlage im
Krieg als Ergebnis der Revolution (Dolchstoßlegende, das Heer "im
Felde unbesiegt"), nicht - wie es historisch korrekt war - umgekehrt
die Revolution als das Ergebnis eines nicht mehr zu gewinnenden Krieges.
Sein Hass auf die Sozialisten (bis 1916 waren Kommunisten und
Reformsozialisten noch in einer gemeinsamen Partei, der SPD) war deshalb
riesengroß. Er sah sie als Volksverderber, als die
"Novemberverbrecher".
Am
Ende des Ersten Welkriegs gab es eine ganze Reihe von Versuchen,
kommunistische
Räterepubliken
zu errichten, so 1919 in Berlin (Spartakusaufstand) und München (Münchener
Räterepublik), in Wien und Budapest, aber auch in Italien. Überall
versuchten von den russischen Kommunisten inspirierte Parteien, Einfluss
zu bekommen. Diese Versuche waren Hitler ein Gräuel. In
propagandistischer Hinsicht nahm er sich die Sozialdemokratie jedoch zum
Vorbild, vgl.
Textquelle Vorbild
Sozialdemokratie.
Drittens
war der Nationalsozialismus eine Reaktion auf den
Liberalismus.
Diesen hasste Hitler als Schwäche, die Parlamente als Schwatzbuden. Am
meisten hasste er den Liberalismus, weil er seinen Vertretern vorwarf, "Erfüllungsgehilfen" des Auslandes bei der Schwächung und Demütigung
Deutschlands zu sein. Der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger hatte
den Waffenstillstand unterzeichnet, Außenminister Hermann Müller (SPD)
und Johannes Bell (Zentrum) unterzeichneten im Spiegelsaal des Schlosses
von Versailles für die Reichsregierung den Versailler Vertrag einschließlich
des Kriegsschuldartikels, allerdings nur unter dem Druck eines militärischen
Einmarsches der Alliierten.
Hitler
übersah geflissentlich, dass keine deutsche Regierung der Weimarer
Republik eine Nichtunterzeichnung oder später eine Abschaffung des
Versailler Vertrags hätte durchsetzen können. Dazu war Deutschland militärisch
gar nicht in der Lage, und die Siegermächte wären in den 1920er Jahren
nicht bereit gewesen, eine militärische Revision des Vertrages
hinzunehmen.
Er
übersah weiter das Offensichtliche, nämlich dass jede deutsche Regierung
tatsächlich versuchte, den Versailler Vertrag zu revidieren, allerdings
mit dem einzig möglichen Mittel, nämlich mit Verhandlungen auf
diplomatischem Wege, siehe Außenpolitik. Es gab sogar von Anfang an
erfolgreiche Versuche, die militärischen Bestimmungen zu umgehen.
Eine
vierte Wurzel der nationalsozialistischen Ideologie war Hitlers
pathologischer Judenhass. „Der Jude“ war an allem schuld, er diente
als Sündenbock. Hitler sah überall eine „jüdische Weltverschwörung“
und Zersetzung am Werk, vgl. die
Textquellen zum Antisemitismus.
Dabei war Hitlers Antisemitismus nicht religiös, sondern rassisch
motiviert (
Rassismus),
obwohl am Antijudaismus in christlicher Tradition problemlos angeknüpft
werden konnte. Juden galten den Nationalsozialisten in der Nachfolge
rassistischer Theorien von Houston Stewart Chamberlain und Arthur de
Gobineau als „minderwertig“, und Hitler setzte ihnen als Gegenbild den
sogenannten „Arier“ als rassisch höchste Form des Menschen entgegen,
vgl.
Textquelle "Arier",
Textquelle 2 Arier). Der Arier
war der angebliche Kulturbringer, völlig ungeachtet der Tatsache, dass
die frühen Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten keinesfalls von
Ariern erschaffen wurden. Von ihm kam das „Licht“, vom Juden kam das Böse,
die Finsternis.
Hitler
hatte den Antisemitismus schon im Wien der Habsburger Monarchie ausgiebig
kennen gelernt.
Nach
oben
Hitlers
Bedürfnis nach Stärke und Revanche hatte zur Konsequenz, dass er vor
allem ein mächtiges, geeintes, geschlossenes Deutschland als
Kampfgemeinschaft forderte, um die „Schmach von Versailles“ rückgängig
zu machen und wirtschaftlich, militärisch und politisch wieder
aufzusteigen, mehr als je zuvor. Dabei ging es nicht nur um die
Rückgewinnung von verlorenenen Territorien in Folge des Versailler
Vertrages, sondern generell auch um die Gewinnung von "Lebensraum im
Osten". Hitler glaubte an den
Sozialdarwinismus, ein Denkmuster, das
das "Überleben des Stärkeren" von einigen verabsolutierten und
einseitigen Beobachtungen im Tierreich auf die menschliche Gesellschaft überträgt.
Seine "Weltanschauung" (vgl.
Textquelle Weltanschaung) legte
er in seinem Buch "Mein Kampf" nieder.
Nach
oben
| 2c
- "Volksgemeinschaft“ / extremistischer Nationalismus
|
In
erster Linie wollte Hitler eine starke Volksgemeinschaft, die geschlossen
gegen ihre inneren und äußeren Feinde auftreten und den Kampf führen
sollte. Er griff dabei auf vorhandene Muster und Ideologien zurück, die
er allerdings extrem verschärfte. Im Zentrum standen dabei vor allem der
Nationalismus und der Antisemitismus.
Im
Ersten Weltkrieg hatte Hitler erlebt, wie der deutsche Kaiser den
"Burgfrieden" verkündet hatte ("Ich kenne keine Parteien
mehr, ich kenne nur noch Deutsche.") und wie das gesamte Land im
totalen Krieg in militärischer Einheit im Kampf gegen die Feinde als eine
geschlossene Kampfeinheit aufgetreten war.
War
das bisherige Verständnis von der Nation auch im demokratisch wenig
entwickelten Kaiserreich mit Parlamentarismus und Demokratie dennoch
prinzipiell vereinbar gewesen, so verschärfte Hitler nun das Verständnis
der Nation dahin gehend, dass er sie als einheitlichen, monolithischen
Block („Volksgemeinschaft“) nach militärischem Vorbild unter einem Führer
verstand („Führerprinzip“, „Führer befiehl, wir folgen.“
Textquelle Führerprinzip). Schon
im
Kaiserreich hatte das Militär als "Schule der Nation"
gegolten.
Das
Militärische kam auch dem Ziel entgegen, eine Kampfgemeinschaft zu
formen. Alle „Volksgenossen“ mussten möglichst organisiert sein, jede
Organisation sollte uniformiert sein: die Pimpfe und die Hitlerjugend (siehe auch
Bild), der Bund Deutscher Mädels, die SA, die SS, usw. usf..
Nach
oben
| 2d
- Rassismus / Antisemitismus
|
Die
Einheitlichkeit der Nation sollte weiterhin durch ihre rassische
Geschlossenheit erreicht werden (Rassismus), vgl.
Textquelle Nationalismus. Die Nation wurde als
biologische Einheit definiert, was ebenfalls eine enorme Verschärfung
gegenüber dem Verständnis des Kaiserreichs von der Nation bedeutete.
Juden sollten darin keinen Platz haben. Die deutsche Nation sollte eine
Blutsgemeinschaft sein, die arische
Rasse
sollte rein erhalten werden.
Aus
dem biologistischen Ansatz entstanden nachher die Maßnahmen zur
Euthanasie, die NS- Familien- und Bevölkerungspolitik, die Einführung
des "Ariernachweises", das Eheverbot mit "Juden" (
Nürnberger Rassegesetze 1935) und vor allem die Judenvernichtung. Der völkische
Staat (
Textquelle "völkischer Staat")
sollte die Maßnahmen organisieren.
Nach
oben
Kommunisten
und Sozialisten mit ihrem die Einheit zerstörenden Klassenkampf sollten
ebenso unterdrückt werden wie Liberale, die die auf diese Weise
verstandene Einheit durch Pluralismus verhinderten. Mit Hilfe der wie ein
Block geschlossenen Volksgemeinschaft konnten sie unterdrückt werden.
Insbesondere dem Sozialismus der Arbeiterparteien suchte Hitler etwa im
Anschluss an Gabriele d`Annunzio und Mussolini in Italien das Konzept
des
"Korporativismus", vgl.
Textquelle Korporativismus
entgegen zu setzen, das einen von Korporationen (Berufsverbänden,
Körperschaften) selbst verantworteten Ausgleich zwischen den Interessen
von Kapital und Arbeit vorsah.
Hitler
selbst präsentierte sich als Sozialist und fand warme Worte für den
Arbeiter. Er nannte seine Partei „Nationalsozialistische Arbeiterpartei
Deutschlands“ (NSDAP). In seinen Ausführungen zur NS- Flagge (
Textquelle zur Symbolik der NS- Flagge)
betont er den sozialistischen Charakter seiner Partei. Sein Verständnis von Sozialismus war aber nicht
das eines herkömmlichen Interessenvertreters der "Arbeiterklasse", sondern
er verstand sich als Anwalt des ganzen Volkes, wobei er dem Arbeiter im
Rahmen des Gesamtwohls Gerechtigkeit, auch materiell, widerfahren lassen
wollte. Gewerkschaften lehnte er nicht grundsätzlich ab, sondern nur als
Mittel zum Parteipolitischen Kampf bzw. zum Klassenkampf, vgl.
Textquelle Gwerkschaften. Er sprach sogar von
nationalsozialistischen Gewerkschaften.
Aber wegen seines nationalen Selbstverständnisses und wegen seines
Verbots der Arbeiterbewegung und zentraler Arbeiterrechte wie des
Streikrechts sowie wegen seiner der Theorie wenig entsprechenden Umsetzung
des Korporativismus wird Hitlers „Sozialismus“ aber meist als Tarnung
und versuchter Stimmenfang begriffen.
Nach
oben
|
2f - Die Flagge der
Bewegung, Massenversammlungen und Propaganda |
Die Flagge der "Bewegung" war das schwarze Hakenkreuz (rechts
drehend) auf weißer Scheibe, diese auf rotem Grund. Die Symbolik war wohl
überlegt, wie Hitler in seinem Buch "Mein Kampf" darlegt, vgl.
hier linke Spalte. Dieses Buch verfasste er
während seiner Haft nach dem Hitler- Putsch in München.
Darin wird auch klar, dass Hitler die Nationalsozialistische Deutsche
Arbeiterpartei (NSDAP) nicht als eine bürgerliche Partei ansah, sondern
als Kern einer "Bewegung", was einen riesigen Unterschied macht.
Letztere führt einen Kampf und ist laut Hitler gekennzeichnet durch
Fanatismus und Intoleranz, vgl.
Textquelle Fanatismus und Intoleranz.
Zur Bewegung gehörten immer Massenversammlungen, Aufmärsche und
Propaganda (vgl.
Textquelle
Massenversammlungen und Propaganda), deren undemokratischen Charakter
Hitler selbst hervorhebt. Er versteht sie wie auch das gesprochene Wort,
also die Rede, als einen Schlüssel zum politischen Erfolg. Die SA
(Sturmabteilung), die Schlägertrupee der NSDAP, war aus einem Saalschutz
entstanden. Vorbild für die Massenversammlungen und das Propagandawesen
war für Hitler die Sozialdemokratie, vgl.
Textquelle Vorbild
Sozialdemokratie.
Nach
oben
Hitler und seine Bewegung profitierten von der Weltwirtschaftskrise
(vgl.
hier unter dem entsprechenden Stichwort) und
den antidemokratischen Traditionen, die aus dem Kaiserreich (vgl.
hier)
überkommen
waren. Auch der Versailler Vertrag (vgl.
hier
unter dem entsprechenden Stichwort) trug zum Aufstieg des
Rechtsradikalismus bei. Bei den Wahlen zwischen 1928 und Sommer 1932
gewannen die Nazis stetig Wählerstimmen, jedoch nie die absolute
Mehrheit, vgl.
hier. Reichspräsident Hindenburg ernannte Hitler am 30. Januar 1933
zum Reichskanzler, nachdem er ihn im August 1932 noch abgelehnt,
Industrie und zuletzt auch die Reichswehr sich aber für ihn
eingesetzt hatten, vgl.
hier. Es handelte sich um das letzte
Präsidialkabinett, die
Nationalsozialisten waren in der Minderheit, man glaubt
Hitler
"eingerahmt" zu haben, ihn kontrollieren zu können.
Nach
oben
Die
erste Regierung Hitler verfügte über keine Mehrheit im Reichstag. So
strebte Hitler in den
für den 5. März angesetzten Wahlen
die absolute
Mehrheit für die NSDAP an.
Die
Wahlen standen im Zeichen des
Terrors. Am
27.2.1933 brannte der
Reichstag, Plakat siehe
hier, der niederländische Kommunist Marinus van der Lubbe wurde
dafür verantwortlich gemacht, die Nationalsozialisten wurden ihrerseits
verdächtigt die Tat begangen zu haben. Mit der sogenannten
"Reichstagsbrandverordnung",
einer Notverordnung nach Artikel 48 der
Weimarer
Verfassung, hob
Reichspräsident von Hindenburg eine Reihe von
Grundrechten
auf, was die
Nationalsozialisten zu einer Verhaftungswelle unter
Kommunisten - darunter
die kommunistischen Reichstagsabgeordneten -,
Gewerkschaftsmitgliedern und
auch SPD-Mitgliedern sowie zu
weiteren Übergriffen benutzte. Dennoch
erhielten NSDAP und DNVP nur gemeinsam 51% der Wählerstimmen. (Zu den
Parteien
vgl. unter dem entsprechenden Stichwort
hier.)
Am
21.3.1933 kam es in der Garnisonkirche von Potsdam (
Tag von Potsdam)
zur von Reichspropagandaminister Goebbels (NSDAP) demonstrativ in Szene
gesetzten Verbindung von sogenanntem "altem (=
konservativem) und neuem
(=nationalsozialistischem) Deutschland".
Mit
dem
Ermächtigungsgesetz vom 23.3.1933 wurde dann die Gewaltenteilung
aufgehoben und die Diktatur begann. Die SPD lehnte das
Ermächtigungsgesetz mit folgender Begründung ab: "Nach den
Verfolgungen, die die Sozialdemokratische Partei in der letzten Zeit
erfahren hat, wird billigerweise niemand von ihr verlangen oder erwarten
können, dass sie für das hier eingebrachte Ermächtigungsgesetz stimmt.
Die Wahlen vom 5. März haben den Regierungsparteien die Mehrheit gebracht
und damit die Möglichkeit gegeben, streng nach Wortlaut und Sinn der
Verfassung zu regieren. Wo diese Möglichkeit besteht, besteht auch die
Pflicht." Die Sozialdemokratie berief sich ausdrücklich auf die
Grundsätze der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit, der Freiheit und des
Sozialismus.
Das Zentrum
stimmte dem Ermächtigungsgesetz zu. Es habe den Gedanken der nationalen
Sammlung in der Zeit der Not seit langem vertreten. Das Zentrum ging davon
aus, dass eine Nichzustimmung zum sofortigen Parteiverbot und zur
Entlassung aller zentrumstreuen Beamten geführt hätte. Es glaubte, sich
durch eine Zustimmung noch politische Einflussmöglichkeiten offen halten
zu können. Hitler hatte außerdem in seiner Rede zum Ermächtigungsgesetz
die Existenz von Reichsrat und Reichstag garantiert, ebenso den Bestand
der Länder und die Stellung und Rechte des Reichspräsidenten. Auch die
Rechte der Kirchen und deren Stellung zum Staat garantierte er in seiner
Erklärung. Dies beindruckte das Zentrum in der von Hitler gewünschten
Weise. Da sich auf den Rängen des Reichstags bedrohliche SA befand,
hatten viele Abgeordnete auch die Befürchtung, verprügelt zu werden.
Nach dem Ermächtigungsgesetz wurde Deutschland
vollends
"gleichgeschaltet" und die Diktatur vollendet.
Alles, was (und alle die) Hitlers diktatorischer Machtausübung im Wege
stehen konnte(n), wurde(n) beseitigt oder kalt gestellt: Die
Grundrechte
wurden eingeschränkt bzw. aufgehoben.
Die Zusammensetzung der Landtage wurde zunächst den
Sitzverhältnissen im Reichstag angepasst (31.3.1933), dann wurden die Länder
ganz aufgelöst (7.4.1933) und durch "Reichsstatthalter" ersetzt. Die
Parteien wurden entweder verboten
(
Kommunisten am 28.2. 1933, SPD am
22. Juni) oder zur Selbstauflösung gezwungen
(
bürgerliche Parteien Juni und Juli 1933), so dass
nur die NSDAP übrig blieb ("Gesetz gegen die Neubildung von
Parteien", 14.7.1933).
Auch
die mittelständischen
Organisationen brachte die NSDAP unter ihre Kontrolle.
Die
Gewerkschaften wurden
am 2. Mai 1933 aufgelöst
(Näheres
hier) und
durch die nationalsozialistische Deutsche Arbeitsfront (DAF) ersetzt,
Streikrecht, Betriebsräte und
Tarifautonomie wurden aufgehoben.
Jüdische
und nicht loyale Beamte wurden entlassen ("Gesetz zur
Wiederherstellung des Berufsbeamtentums").
Kultur
(
Bücherverbrennungen, Entfernung und Vernichtung nicht genehmer Literatur,
Filme, Bilder, usw., vgl. auch
hier) und Medien (
Zensur)
wurden kontrolliert, insbesondere auch Schulen und Universitäten, Film
und Theater, usw. Viele Autoren gingen ins Exil oder verstummten.
Die
SA
("Sturmabteilung", braun uniformierte paramilitärische
Schlägertruppe, bis 1934: 2,9 Millionen Mitglieder!)
wurde vom 30. Juni - 3. Juli 1934 entmachtet, ihr Führer Ernst Röhm und die SA-Führung ermordet,
ebenso weitere politische Gegner Hitlers (angebliche Antwort auf
sogenannten
Röhm-Putsch, "Nacht der langen Messer" bzw.
"Massaker von Bad Wiessee"), die
SS ("Schutzstaffel", schwarz
uniformiert, berüchtigt durch die Aufsicht über die Vernichtungslager,
Führer
Heinrich Himmler,
Bild) stieg auf Kosten der SA auf.
Mit Hilfe von SA, SS und Gestapo (Geheime Staatspolizei) wurde
systematisch
Terror gegen die Gegner des
Nationalsozialismus ausgeübt.
Nach
Hindenburgs Tod
am 2. August 1934 übernimmt Hitler auch das Amt des Reichspräsidenten
und damit den Oberbefehl über die Reichswehr, die auf ihn
persönlich vereidigt wird.
Das deutsche Volk wird organisatorisch erfasst (
Hitlerjugend,
BDM, ...) und in Uniformen gesteckt, vgl.
Volksgemeinschaft.
Im Ergebnis akzeptierte der größere Teil der Bevölkerung zumindest vor
dem Zweiten Weltkrieg in den den Jahren nach 1933 die
nationalsozialistische Herrschaft. Dazu trugen neben der sichtbaren
Überwindung der Weltwirtschaftskrise auch Hitlers
außenpolitische Erfolge wesentlich bei.
Aufgabenvorschläge
zur Gleichschaltung
- Erstelle
mit Hilfe des
Textes "Gleichschaltung"
eine Chronologie der Ereignisse der
Gleichschaltung und erläutere die Ereignisse vor der Klasse.
- Ermächtigungsgesetz
a
Erläutere die
Begründung der SPD für
die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes.
b
Kannst Du die
Zustimmung des Zentrums
zum Ermächtigungsgesetz nachvollziehen?
c
Wo hat Hitler in seiner Erklärung zum Ermächtigungsgesetz
gelogen?
- Untersuche
die These, dass es sich bei der Herrschaft des
Nationalsozialismus um eine "Erziehungsdiktatur"
gehandelt habe.
Passt der von den Nationalsozialisten gebrauchte Begriff "nationale
Revolution" für die Vorgänge?
- Zeige
an vier Beispielen, wie die Ideologie des
Nationalsozialismus bei der Gleichschaltung umgesetzt wurde.
|
Nach
oben
Der
Versuch eine evangelische Reichskirche zu schaffen scheitert, die
nazionalsozialistisch orientierten deutschen Christen bleiben eine
Minderheit. Die offen widersetzliche evangelische "Bekennende Kirche"
(Pfarrer Martin Niemöller), die den Nationalsozialismus als "Antichristentum"
ansieht, wird aber bis zum Beginn des Krieges
zerschlagen.
Mit
dem Vatikan schließt Hitler am 20. Juli 1933 ein
Reichskonkordat, die katholischen Belange
sollen gewahrt werden. Das Reich garantiert ausdrücklich die Freiheit des
Bekenntnisses und die Ausübung der katholischen Religion und das Recht
der katholischen Kirche, ihre Angelegenheiten selbstständig zu ordnen und
zu verwalten. Insbesondere werden der katholische Religionsunterricht nach
kirchlichen Grundsätzen, die Beibehaltung und Neueinrichtung katholischer
Bekenntnisschulen und die katholischen Organisationen und Verbände mit
ausschließlich religiösen, rein kulturellen und karitativen Zwecken
garantiert.
Im Gegenzug leisteten
die Bischöfe
folgenden Treueid: „Vor Gott und auf die Heiligen Evangelien schwöre und verspreche ich, so wie es einem Bischof geziemt, dem Deutschen Reich und dem
Land [...] Treue. Ich schwöre und verspreche, die verfassungsmäßig gebildete Regierung zu achten und von meinem Klerus achten zu
lassen." (Artikel 16)
Artikel 32 untersagte eine Mitgliedschaft oder Tätigkeit von Geistlichen und Ordensleuten in politischen Parteien.
Über die Folgen des Reichskonkordats steht bei Wikipedia zu lesen:
"Durch den Konkordatsabschluss mit dem Heiligen Stuhl war es den Nationalsozialisten gelungen, viele ihrer Kritiker aus dem politischen Katholizismus vorläufig ruhigzustellen und das verbreitete Misstrauen von Teilen der katholischen Bevölkerung gegen den von ihnen als unchristlich und kirchenfeindlich angesehenen Nationalsozialismus abzuschwächen. [...] Insgesamt wird [...] das Konkordat nicht nur innenpolitisch, sondern auch international zumeist als ein nicht zu unterschätzender Prestigegewinn für Hitler beurteilt. [...] Das Konkordat stellte [...] den bis dahin größten – auch als Form der moralischen Anerkennung hoch anzusiedelnden – Erfolg des nationalsozialistischen Außenpolitik dar.
Die katholischen Verbände erhielten durch das Konkordat eine Atempause, da die Repressionen ihnen gegenüber tatsächlich kurzfristig abflauten. Auch wenn der Kampf der Nationalsozialisten gegen den Verbandskatholizismus schon wenige Wochen nach dem Konkordatsabschluss wieder aufgenommen wurde, schützen die Vereinbarungen des Artikel 31 die Verbände jedoch insofern, als sie zwar durch Druck des Regimes beständig in ihrer Mitgliederzahl schrumpften, jedoch bis zum Ende des Regimes einer vollkommenen Gleichschaltung entgingen und organisatorisch Reste von Eigenständigkeit bewahren konnten. Voraussetzung für die Weiterexistenz war freilich die politische Enthaltsamkeit der Verbände. [...]
Das Abrücken des Vatikans vom politischen Katholizismus führte noch vor der Unterzeichnung des Konkordats zum Ende der katholischen Parteien Zentrum
(5. Juli 1933) und BVP. Das zusätzliche Verbot für den Klerus, sich in Parteien zu engagieren (Artikel 32), nahm dem politischen Katholizismus auch diese letzte Möglichkeit, sich zu äußern."
Artikel
bei Wikipedia
Vatikan und hoher
Klerus finden
später keine deutlichen
Worte gegen Judenverfolgung und -vernichtung, wenden sich aber gegen die
Euthanasiepolitik ("Vernichtung lebensunwerten Lebens", also
in der Sprache der Nationalsozialisten die Ermordung Behinderter)
der Nationalsozialisten. Während des Zweiten Weltkrieges
unterstützt der Vatikan den Krieg des Nationalsozialismus gegen die
Sowjetunion.
Aufgabenvorschläge
zur Kirchenpolitik des Nationalsozialismus
- Notiere
Inhalt und Folgen des Reichskonkordats mit Hilfe des Textes
"Kirchenpolitik".
- Kritiker
des Vatikan werfen diesem vor, durch den Abschluss des Konkordats Hitler international erst hoffähig gemacht und im Innern das NS-Regime stabilisiert zu haben.
Andere Auffassungen verteidigen das Konkordat dagegen als die relativ beste Absicherung, die die Kirche unter den Bedingungen des Jahres 1933 erreichen konnte und die tatsächlich in der Folgezeit kirchenpolitische Maßnahmen des NS-Regimes abzumildern vermochte und die offizielle Benennung ihres Unrechtscharakters erlaubte.
Untersuche die jeweiligen Argumente und nimm dazu Stellung. War
es deiner Meinung nach richtig, das Konkordat abzuschließen?
- Weshalb
hat der Nationalsozialismus wohl die Kirchen bekämpft? Gab es
auch gemeinsame Interessen zwischen Vatikan und
Nationalsozialismus?
- Schon
vor der Unterzeichnung des Konkordats war in einem gemeinsamen Hirtenbrief
aller deutschen Bischöfe vom Juni 1933 zu lesen:
"Wir deutschen Bischöfe sind weit davon entfernt,
dieses (des deutschen Volkes) nationale Erwachen zu
unterschätzen oder gar zu verhindern. [...] Es fällt [...] uns
auch keineswegs schwer, die neue starke Betonung der Autorität
im deutschen Staatswesen zu würdigen und uns mit jener
Bereitschaft ihr zu unterwerfen, die sich nicht nur als eine
natürliche Tugend, sondern wiederum als eine übernatürliche
kennzeichnet, weil wir in jeder menschlichen Obrigkeit einen
Abglanz der göttlichen Herrschaft und eine Teilnahme an der
ewigen Autorität Gottes erblicken (
Röm.
13.1 ff.). [...] Nach einer Reihe von Bedenken und
Forderungen an das Reich versichert der Hirtenbrief: "Wie
wollen dem Staat um keinen Preis die Kräfte der Kirche
entziehen. (...) Ein abwartendes Beiseitestehen oder gar eine
Feindseligkeit der Kirche dem Staate gegenüber müsste Kirche
und Staat verhängnisvoll treffen."
(Zit. nach
Deschner, S. 609, gekürzt)
Wie beurteilst Du diesen Hirtenbrief? Gehe von der Situation der
Kirche im Juni 1933 aus. War es pure Taktik?
- Hatte
die Bekennende Kirche recht mit Ihrer Einschätzung, der
Nationalsozialismus sei "Antichristentum"?
|
Nach
oben
Zur antisemitischen Rasseideologie der Nationalsozialisten siehe linke
Spalte
oben. Zum
kulturellen Verlust vgl. linke Spalte
hier.
Im Zuge der Umsetzung des Antisemitismus wurden die
Übergriffe gegen die Juden ständig gesteigert. Ziel war die Ausgrenzung der Juden aus allen Gesellschafts- und Lebensbereichen.
Insgesamt wurden im NS-Regime etwa 2.000 antijüdische Gesetze oder Ergänzungsverordnungen erlassen.
Im Folgenden
eine Liste von Maßnahmen bis 1939:
- 1. April
1933: Boykott
jüdischer Geschäfte
- 7. April
1933: "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums".
Beamte "nicht arischer Abstammung" werden in den Ruhestand versetzt.
- Der "Arierparagraph"
wird in der Folge auf andere Berufsgruppen übertragen. Folge war der
"legale" Ausschluss von Juden aus dem Öffentlichen Dienst, den Freien Berufen sowie aus Universitäten und Schulen.
- 10. Mai 1933:
Bücherverbrennung. Sie traf auch jüdische Autoren.
- 22. September
1933: Das Gesetz zur Reichskulturkammer. Die Betätigung von Juden an nichtjüdischen Kultureinrichtungen
wird unmöglich.
- 1935: Nürnberger Gesetze.
Eheschließungen sowie den als "Rassenschande" bewerteten außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Nichtjuden und Juden
stehen nun unter Strafe. "Volljude" oder "Halbjude" werden
von Nichtjuden reechtlich unterschieden.
- 1938: Alle antijüdischen Bestimmungen des "Altreichs"
werden auf Österreich übertragen.
- Frühsommer 1938:
In Berlin werden die Geschäfte jüdischer Inhaber beschmiert.
Sie sollen zur Auswanderung gebracht werden.
- Oktober 1938:
Abschiebung von 17.000 als "polnischstämmig" bezeichneten Juden nach Polen
- Pogromnacht vom 9. zum 10. November
1938: Etwa 100 Juden werden ermordet, Hunderte von Synagogen in Brand
gesteckt und Tausende jüdischer Geschäfte und Wohnungen demoliert; rund 30.000 jüdische Männer
werden in Konzentrationslager (KZ) verschleppt und nur wieder freigelassen, wenn ihre Angehörigen eine baldige Ausreise
zusichern. Die jüdische Bevölkerung musste eine "Sühneleistung" von zunächst 1 Milliarde Reichsmark
zahlen.
1938
Reichspogromnacht
Multimedia
von wissen.de
- 12. November 1938:
"Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben".
Die uneingeschränkte "Arisierung der Wirtschaft"
wird rechtlich möglich. Juden weder Einzelhandelsgeschäfte und Handwerksbetrieben
betreiben noch Waren aller Art verkaufen. Alle jüdischen Kapitalvermögen wurden eingezogen, Grundeigentum, Wertpapiere und Schmuck zwangsveräußert.
- Einführung einer
Kennkarte mit aufgedrucktem "J" und der Zwangsvornamen "Sara" bzw. "Israel"
- Besuch von Bibliotheken, Kinos, Theatern, Museen und Schwimmbädern
werden für Juden verboten.
- Ab 15. November 1938:
Jüdische Schüler dürfen keine "deutschen" Schulen mehr besuchen. I
- Immer mehr Parkbänke
erhalten die Aufschrift "Nur für Arier"
- immer öfter
verboten private Restaurants und Geschäften Juden den
Eintritt ("Juden unerwünscht"). Im
- Dezember 1938:
Juden wird das Autofahren und der Besitz von Kraftfahrzeugen verboten.
(Quelle:
dhm.de)
Maßnahmen im
Zweiten Weltkrieg
Im
Zweiten Welkrieg schließlich wird die
Vernichtung der europäischen Juden
beschlossen (Wannsee-Konferenz) und in Vernichtungslagern (
Auschwitz
(5 Links) und andere, vgl.
Karten) sowie mit sog.
"Einsatzgruppen"
(
Karte) und auf andere Weise
durchchgeführt. Ca. 6 Mio. Juden (andere Zahlen sprechen von 5,1
Millionen) werden umgebracht (Holocaust), mit
ihnen systematisch
Sinti und Roma und andere Opfergruppen.
Nach
oben
Der
Nationalsozialismus überwand die Wirtschaftskrise, wobei der
Aufwärtstrend schon in der Endphase der Weimarer Republik begonnen hatte
und Hitler an die beginnende antizyklische Wirtschaftspolitik der letzten
beiden Präsidialkabinette anknüpfen konnte. 1935 erreichte die
Industrieproduktion wieder den Stand von 1928, 1936 war die
Arbeitslosigkeit wieder ungefähr auf dem Stand von 1928.
Wirtschaftlicher Dirigismus
Charakteristisch für die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten war
der Dirigismus. Darunter
versteht man ein Wirtschaftssystem, das gegen die Gesetze des Marktes
systematisch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft durchführt und die
wirtschaftliche Freiheit der Marktteilnehmer beschränkt. Es handelt sich
um eine Form der zentralen Wirtschaftslenkung.
Die
Gewerkschaften wurden
am 2. Mai 1933 aufgelöst
(Näheres
hier) und
durch die nationalsozialistische Deutsche Arbeitsfront (DAF) ersetzt.
Streikrecht, Betriebsräte und
Tarifautonomie wurden
aufgehoben, ebenso die Unternehmerorganisationen.
Die
Arbeiter wurden durch das "Gesetz zur Ordnung der nationalen
Arbeit" vom 20.1.34 zur "Gefolgschaft"
der Betriebsführer erklärt, was die Durchsetzung des
"Führerprinzips" in den Betrieben bedeutete. Die Arbeit sollte
"zum gemeinen Nutzen von Staat und Volk" geschehen. Staatliche
sogenannte "Treuhänder der Arbeit" erließen nun die
Tarifordnungen und besaßen Kontrollbefugnisse gegenüber den
Betriebsführern. (Quelle:
Martin Becker: Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis während der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 2005, S. 397f.)
Die
Betriebsführer unterschieden
sich dadurch vom freien Unternehmer in einer freien Marktwirtschaft, dass
sie so staatlicher Einflussnahme unterworfen und auf übergeordnete
staatliche Ziele festgelegt wurden.
Einen weiteren Eingriff in die freie Marktwirtschaft stellte das Kartellgesetz
vom 15. Juli 1933 dar, "welches
dem Reichswirtschaftsminister zum Zweck der Marktregulierung den
Zusammenschluss von Unternehmen zu Zwangskartellen, den
Zwangsbeitritt zu bereits bestehenden Kartellen oder die Auflösung
einflussreicher Kartelle ermöglichte. Ebenfalls konnte durch das Gesetz
die Neuerrichtung von Betrieben oder die Erweiterung bestehender
Produktionsanlagen in bereits ausgelasteten Wirtschaftsbereichen verboten
werden. Von 1933 bis 1936 wurden vor allem kleinere und mittlere Betriebe
in über 1.600 Kartellverträge zwangsvereinigt." (Quelle:
DHM)
Die Wirtschaft
wurde außerdem in Reichsgruppen unter der Leitung des
Reichswirtschaftsministers organisiert.
Der sogenannte "Reichsnährstand" trat im Bereich
der Landwirtschaft an die Stelle der aufgelösten landwirtschaftlichen
Genossenschaften. Seine
Arbeit "konzentrierte sich vor allem auf die Lenkung der Produktion, des Vertriebs und der Preise von landwirtschaftlichen
Erzeugnissen". (Quelle: Wikipedia). Das "Reichserbhofgesetz" vom
29. September 1933 regelte "die
Erbfolge für landwirtschaftliche Nutzbetriebe. Der so genannte Erbhof
sollte ungeteilt an den ältesten Sohn übergehen und damit vor allem
kleinere und mittlere Bauernhöfe geschützt werden, um das vielfach
propagierte "deutsche Bauerntum" als gesellschaftliches
Fundament zu erhalten." (Quelle:
DHM)
Ziele der NS- Wirtschaftspolitik
Die Wirtschaftspolitik des Nationalsozialismus orientierte sich einerseits
am Gesellschaftsmodell des
"Korporativismus",
( harmonische Zusammenarbeit innerhalb eines Berufsstandes zum Wohle des
Ganzen als Basis für die Gesellschaft; Gegensatz: Klassenkampfmodelle),
andererseits am Ziel der Arbeitsbeschaffung und vor allem am
Ziel einer schnellen Aufrüstung, die durch
Milliardenkredite und eine verdeckte Inflation finanziert
wurde.
Vierjahresplan und Autarkiestreben
1936 wurde im Rahmen eines "Vierjahresplans" das Ziel
gesetzt, Wirtschaft und Armee innerhalb von vier Jahren in
Kriegsbereitschaft zu versetzen. Der Aufbau einer umfangreichen
Bürokratie diente zur Umsetzung der Ziele. "Die
Aufrüstung schuf Arbeitsplätze, vor allem sicherte sie hohe Gewinne, schränkte jedoch auch die Konsumgüterproduktion für die Bevölkerung ein. Neben der Rohstoffbeschaffung und Erzeugung von Ausgangsprodukten wie Gummi, Treibstoff, Stahl- und Leichtmetallerzeugnissen erhielt die Herstellung von Endprodukten wie Waffen und Munition einen immensen Auftrieb, der auch kleinen Zulieferbetrieben zugute kam. [...] Mit der Bildung der Reichswerke "Hermann Göring" besaß der Staat Betriebe der Schwerindustrie, und auch die Schutzstaffel (SS) verfügte über eigene Unternehmen."
(Quelle:
DHM)
Um im Rüstungswesen und bei Devisen (ausländische Zahlungsmittel in
fremder Währung) autark (= unabhänig von außen; Substantiv: Autarkie)
zu werden, wurden Ersatzstoffe für Benzin und Kautschuk hergestellt. Auch
die Kunstfaserproduktion sollte natürliche Fasern, die man teilweise
einführen musste, ersetzen.
Aus
Gründen der Autarkie wurden sogar unrentable Erze gefördert, und das
nationalsozialistische Regime bewirtschaftete in großem
Stil Devisen und tätigte im Außenhandel gerne
Tauschgeschäfte. 1938 wurde so die deutsche Handelsbilanz dann negativ.
Im
gleichen Jahr wurden schließlich die Hälfte aller Staatsausgaben für Rüstung und Kriegsvorbereitung verwendet.
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|
8
- Außenpolitik bis 1939 |
Karte
"Zug um Zug
zerriss Hitler das Diktat von Versailles"
Wahlplakat von 1938.
Von geschichtsatlas.de
Ziel der Außenpolitik Hitlers ist zunächst die Revision des
Versailler Vertrags, dann im nächsten Schritt die Gewinnung von
"Lebensraum im Osten". In
der ersten Phase bis zum Einmarsch ins entmilitarisierte
Rheinland 1936 wandte sich Hitler vor allem
gegen die Bestimmungen des
Versailler Vertrags (Versailler Vertrag vgl. Weimarer Republik
hier),
den er stückweise und systematisch brach. Bevor er
einen Vertrag brach oder ein Land überfiel, beteuerte er regelmäßig seinen
Friedenswillen.
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Am 3.
2. 1933, er war noch keine Woche Reichskanzler, verkündete Hitler vor
führenden Offizieren, dass jetzt noch nicht zu sagen sei, wie die
politische Macht gebraucht werde: "Vielleicht Erkämpfung neuer
Export- Möglichkeiten, vielleicht - und wohl besser - Eroberung neuen
Lebensraums im Osten und dessen rücksichtslose Germanisierung."
(
Quelle: bpb, zum vorletzten Abschnitt hinunterscrollen.)
1933 trat Deutschland aus dem Völkerbund
aus, die Westmächte nahmen es hin.
Das
Konkordat mit dem Vatikan im Juli 1933 machte
den Nationalsozialismus außenpolitisch salonfähig.
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1934 wird
ein Nichtangriffspakt mit
Polen geschlossen, ohne dass Hitler, wie er intern eingestand, sich
ernsthaft mit Polen verständigen wollte. Hitler konnte sich dennoch nach
außen als friedliebender Politiker darstellen. Deutschland beanspruchte Danzig, den Polnischen Korridor und forderte eine Korrektur der
oberschlesischen Grenze.
Der Unterzeichnung war eine Kriegsdrohung Polens an Deutschland
vorausgegangen, die eine deutsche Ratifizierung eines Viererpakts zwischen
England, Frankreich, Italien und Deutschland verhindern sollte. Dieser
Pakt hätte unter Umständen die Revision der Ostgrenze Deutschlands
ermöglicht. Zu diesem Zeitpunkt war die polnische Armee noch stärker als
die Reichswehr. Hitler kündigte den Vertrag am 28. April 1939 einseitig.
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1935
wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Die Aufrüstung
schreitet massiv fort.
1935 wird das deutsch - britische Flottenabkommen
unterzeichnet (Flottenstärke 35 [Deutschland] : 100 [England]). Dies
bedeutete faktisch ein Abrücken Englands vom Versailler Vertrag.
Ebenfalls 1935 kommt das
Saarland nach Abstimmung an Deutschland. Die Abstimmung ging noch
auf den Versailler Vertrag zurück.
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| Zweite
Phase: 1936 - 1939 |
Im
März 1936
marschiert Hitler
ins entmilitarisierte Rheinland ein und kündigte den Locarno-
Pakt. Wiederum reagierten die Westmächte nur mit verbalen Protesten.
Im Sommer 1936
benennt Hitler in der Denkschrift über die Aufgaben des
Vierjahresplans seine Ziele und die nächsten Aufgaben, nämlich
"die Erweiterung des Lebensraumes beziehungsweise der Rohstoff- und
Ernährungsbasis unseres Volkes", und weiter: "Ich stelle damit
folgende Aufgabe: I. Die deutsche Armee muss in vier Jahren einsatzfähig
sein. II. Die deutsche Wirtschaft muss in vier Jahren kriegsfähig
sein." (
Mehr
bei Wikipedia)
Die Aufrüstung schritt tatsächlich
rasch voran. Tatsächlich waren seit dem Regierungsantritt Hitlers
"aus der 100.000 Mann (7 Divisionen) starken Reichswehr, die der
Versailler Vertrag gestattet hatte, 2,75 Millionen kriegsbereite Soldaten
geworden, wobwi die Luftwaffe noch nicht einmal mitgerechnet ist. [...]
Zur selben Zeit verfügte die aus dem Nichts aufgebaute Luftwaffe über
4.000 Kampfflugzeuge modernster Bauart, die zu 90 Prozent einsatzbereit
waren." (Alan Bullock: Hitler und Stalin - Parallele Leben, Berlin
1999, überarbeitete und aktualisierte Taschenbuchausgabe, S. 729f.)
Im November
1936 schließt er den Antikominternpakt
gegen die Sowjetunion mit
Japan , im Januar 1937 tritt Italien bei.
1936 beginnt
die Annäherung zwischen Deutschalnd und Italien unter dessen Diktator
Mussolini. Man sprach von der "Achse Berlin-Rom".
Seit Italiens
Überfall auf Abessinien 1935
wendete sich Mussolini wegen
seiner zunehmenden Isolierung von den Westmächten immer mehr Hitler
zu.
1936 - 1939
greift Hitler greift mit Mussolini auf Seiten Francos in den
spanischen Bürgerkrieg
(1936 - 1939) ein. Für Hitler war es
unter anderem die Möglichkeit, Luftwaffe und Marine zu schulen und neue
Waffen zu testen und
im Windschatten der Krise die Aufrüstung voranzutreiben. Auch dass sich
die Westmächte und Mussolini weiter verfeindeten, kam ihm zustatten.
Am 26. April 1937 bombardierten deutsche Soldaten der "Legion Condor" die spanische Stadt Guernica. Es handelte sich um den ersten vernichtende Luftangriff auf ein ziviles Flächenziel in der Militärgeschichte. Pablo Picassa hat darauf mit seinem gleichnamigen Gemälde reagiert.
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Hoßbach- Niederschrift
Am 5. November
1937 erklärt Hitler auf einer Führerkonferenz vor den
Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtteile sowie dem Kriegs- und
Außenminister seine Außenpolitik:
„Das Ziel der deutschen Politik sei die Sicherung und die Erhaltung der Volksmasse und deren Vermehrung. Somit handele es sich um das Problem des Raumes. […] Zur Lösung der deutschen Frage könne es nur den Weg der Gewalt geben, dieser niemals risikolos
sein. [...]
Fall 1: Zeitpunkt 1943–1945.
Nach dieser Zeit sei nur noch eine Veränderung zu unseren Ungunsten zu erwarten.
Die Aufrüstung der Armee, Kriegsmarine, Luftwaffe sowie die Bildung des Offizierkorps seien annähernd beendet. Die materielle Ausstattung und Bewaffnung seien modern, bei weiterem Zuwarten läge die Gefahr ihrer Veraltung vor. […] Sollte der Führer noch am Leben sein, so sei es sein unabänderlicher Entschluss, spätestens 1943/45 die deutsche Raumfrage zu lösen. Die Notwendigkeit zum Handeln vor 1943/45 käme im Fall 2 und 3 in Betracht.
Fall 2:
Wenn die sozialen Spannungen in Frankreich sich zu einer derartigen innenpolitischen Krise auswachsen sollten, daß durch letztere die französische Armee absorbiert und für eine Kriegsverwendung gegen Deutschland ausgeschaltet würde, sei der Zeitpunkt zum Handeln gegen die Tschechei gekommen.
Fall 3:
Wenn Frankreich durch einen Krieg mit einem anderen Staat so gefesselt ist, daß es gegen Deutschland nicht ‚vorgehen‘ kann. Zur Verbesserung unserer militär-politischen Lage müsse in jedem Fall einer kriegerischen Verwicklung unser 1. Ziel sein, die Tschechei und gleichzeitig Österreich niederzuwerfen, um die Flankenbedrohung eines etwaigen Vorgehens nach Westen auszuschalten.“
(sogenanntes Hoßbach-
Protokoll, zit.
nach
Wikipedia; Zum ganzen Dokument:
Hoßbach- Niederschrift, NS- Archiv)
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1938
Anschluss Österreichs |
Am 11. März
1938 marschiert
Hitler in Österreich ein (
"Anschluss Österreichs".
Vorausgegangen war am 12. Februar 1938 ein Treffen Hitlers mit dem
österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg auf dem Berghof bei
Berchtesgaden.
Hitler drohte mit dem Einmarsch der Wehrmacht, falls das Parteiverbot für die österreichischen Nationalsozialisten nicht aufgehoben und ihnen volle Agitationsfreiheit gewährt
werde. Der Nationalsozialist Seyß-Inquart sollte Innenminister werden.
Schuschnigg gab der Erpressung nach, Seyß- Inquart wurde 4 Tage später
tatsächlich österreichischer Innenminister.
Um eine ganze Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten in
Österreich zu verhindern, plante Schuschnigg nun eine Volksabstimmung zur Unabhängigkeit Österreichs.
Um das zu verhindern, mobilisierte Hitler die 8. Armee.
Am 11. März 1938 verlangte Berlin ultimativ den Rücktritt Schuschniggs
als Bundeskanzler und statt seiner die Ernennung Seyß-Inquarts. Auf Weisung aus Berlin besetzten österreichische Nationalsozialisten das
österreichische Bundeskanzleramt. Am Nachmittag des 11. März verzichtete Schuschnigg auf die Volksabstimmung und trat am Abend zugunsten von Seyß-Inquart zurück.
Er befahl der österreichische Armee, beim Einmarsch deutscher Truppen keine Gegenwehr zu leisten.
"Göring ließ daraufhin mit Einverständnis Hitlers ein Telegramm mit der Bitte um die Entsendung reichsdeutscher Truppen aufsetzen, das sich die Reichsregierung daraufhin im Namen des neuen Bundeskanzlers Seyß-Inquart selbst zusandte. Seyß-Inquart wurde über die „dringende Bitte“
[...] erst nachträglich informiert." (
Wikipedia)
Unter dem Eindruck des Jubels, der den nun einmarschierenden deutschen
Truppen in Österreich entgegenschlug, entschloss sich Hitler zum
"Anschluss" Österreichs. Dieser erfolgte am 13. März. Damit
wurde die nationalsozialistische Diktatur auch auf Österreich
ausgeweitet.
Mussolini opferte Österreich der Annäherung an Hitler, der auf Südtirol
verzichtete. England akzeptierte den Anschluss. Es glaubte, zu einem
Ausgleich mit Deutschland kommen zu können (
Appeasement-Politik
). Frankreich konnte alleine nichts ausrichten.
Am 10. April 1938 ließ Hitler den Anschluss durch eine manipulierte
Volksabstimmung nachträglich bestätigen.
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1938
Sudetenkrise / Münchner Abkommen |
Im September
1938 annektiert
Hitler das Sudentengebiet, das ihm im
Münchner Abkommen (
Karten) zugesprochen wurde. Dort
beschlossen die Vertreter Deutschlands (Hitler), Frankreichs (Daladier),
Großbritanniens (Sir Neville Chamberlain) und Italiens (Mussolini), ohne
die tschechoslowakische Regierung hinzuzuziehen, dass die Tschechoslowakei
die sudetendeutschen Gebiete zu räumen habe. Eine Volksabstimmung und die
endgültige Festlegung der Grenze solle ein internationaler Ausschuss
festlegen. England und Frankreich gaben eine Garantieerklärung der neuen
Grenzen der Tschchoslowakei für den Fall eines unprovozierten Angriffs
ab. (Zum Dokument:
Münchner Abkommen, NS- Archiv)
Die Tschechen
leisteten dem deutschen Einmarsch keinen aussichtslosen militärischen
Widerstand. Mit
dem Sudetenland fielen auch die tschechoslowakischen Grenzbefestigungen in
deutsche Hand.
Die Tschechoslowakei war ein als Folge des Ersten Weltkrieges neu
geschaffener Vielvölkerstaat, in dem 46% Tschechen, 13% Slowaken, 28%
Deutsche sowie Polen, Ungarn und Ukrainer lebten. Er entstand aus der
Konkursmasse der Habsburgermonarchie. Die Verfassung sicherte die
Gleichberechtigung der Völker, faktisch dominierten aber die Tschechen.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland nahm die
nationalsozialistische Bewegung auch im Sudetenland einen großen
Aufschwung, was zu ihrem Verbot führte. Seit 1935 nannte sie sich
"Sudetendeutsche Partei". Gesteuert von Deutschland forderte
diese nicht mehr nur Gleichberechtigung und Autonomie in Deutschland,
sondern den Anschluss an das Deutsche Reich.
Hitler
und Mussolini waren durch die Achse verbunden, England und
Frankreich unterstützten nachträglich das Selbstbestimmungsrecht der
Völker. Neville Chamberlain glaubte, „den Frieden für unsere Zeit“ (“Peace for our time!”)
gesichert zu haben. Frankreich hatte
im Vorfeld der Verhandlungen England vorgefühlt, ob dieses einen
Einmarsch in Deutschland militärisch unterstützen würde, war aber nicht
positiv beschieden worden. Hitler hatte versichert: "Ich wiederhole
[...], dass es - wenn dieses Problem gelöst ist - für Deutschland in
Europa kein territoriales Problem mehr gibt [...] , dass ich dann am
tschechischen Staat nicht mehr interessiert bin [...] Wir wollen keine
Tschechen!" (
Quelle: NS- Archiv)
Das
Münchner Abkommen gilt als Höhepunkt der Appeasement- Politik.
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1939
"Erledigung der Resttschechei" |
Am 12. März
1939 annektiert
annektiert er Böhmen und Mähren
("Erledigung der Resttschechei" und errichtet das "Reichsprotektorats
Böhmen und Mähren") (
Karten)
Schon am 21. Oktober 1938 hatte Hitler die Wehrmacht angewiesen, auf
folgende Fälle vorbereitet zu sein: "1. Sicherung der Grenzen
des deutschen Reiches und Schutz gegen überraschende Luftangriffe. 2.
Erledigung der Rest-Tschechei, 3. Inbesitznahme des Memellandes" (
Quelle:
NS- Archiv)
Nun nimmt Hitler am 12. März 1939 einen Konflikt zwischen der Prager
Regierung und den Slowaken zum Vorwand und entschließt sich zum
Einmarsch. Als am 14. März die Slowakei und die Karpato- Ukraine ihre
Unabhängigkeit von der Tschechoslowakei erklären, unterzeichnet
Staatspräsident Hacha am 15. März unter Druck Hitlers den Vertrag über die
Schaffung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren, worauf am
selben Tag deutsche Truppen einmarschieren. Am 16. März stellt sich die
Slowakei unter den Schutz des Reiches.
Damit ist klar, dass es Hitler um mehr geht als die Revision des
Versailler Vertrags. Das internationale Vertrauen hat er nun verloren. Schon wenige Tage später, am 23. März 1939,
annektiert
Hitler das
Memelgebiet.
Großbritannien und Frankreich reagieren am 31. März
mit einer Garantiereklärung für
Polen:
"Die Briten begannen
[..] zu befürchten, Polen sei drauf und dran, von der Achse aufgesogen zu werden. Schon überlegten sich ihre Diplomaten, wie England das völlige Hinübergleiten Polens ins deutsche Lager verhindern könne, da ließ
[der polnische Außenminister] Beck - kurz nach dem deutschen Einmarsch in Prag - in London das Gerücht verbreiten, deutsche Truppen seien an der polnischen Grenze aufmarschiert, um die Regierung in Warschau unter Druck zu setzen.
[... So] gab England panikartig eine Garantie-Erklärung für Polen."
(
Quelle:
SPIEGEL)
Nun
wurde auch ein
britisch- polnischer Bündnisvertrag vorbereitet.
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1934
hatten Polen und Deutschland einen Nichtangriffsvertrag geschlossen.
Im
September 1938 besetzte Polen den tschechischen Teil des Industriegebietes
von Teschen, sowie die deutsch und polnisch bewohnte Grenzstadt Oderberg.
Am
24. Oktober 1938 machte Deutschland im Rahmen von freundlich geführten Verhandlungen
Polen eine Reihe von Vorschlägen. Diese "enthielten keine anderen
Forderungen für die Rückgabe früherer deutscher Gebiete außer Danzig,
den Bau einer exterritorialen Autobahn und Eisenbahnlinie durch den
polnischen `Korridor` und den Beitritt Polens zum Antikomintern- Pakt. Als
Gegenleistung sollte Polen Sonderrechte in Danzig, eine Garantie für
seine Westgrenze mit Deutschland und eine Verlängerung des
Nichtangriffspaktes von 1934 erhalten. Von einem Ultimatum war keine Rede.
[...] Die deutsche Diplomatie deutete an, man werde einer gemeinsamen
polnisch- ungarischen Grenze zustimmen, wenn die Tschechoslowakei
zusammenbreche." (Alan Bullock: Hitler und Stalin - Parallele Leben,
S.796) Eine Garantie der Westgrenze Polens hatte keine einzige Regierung
der Weimarer Republik gegeben. Im Januar 1939 bot Hitler an, dass Danzig politisch zur deutschen Gemeinschaft
kommen, aber wirtschaftlich bei Polen bleiben solle.
Hitler zielte darauf, Polen auf seine Seite zu ziehen und das
französische Bündnissystem zu untergraben, für das Polen gegen
Deutschland wesentlich war. Er wollte Polen nicht gegen sich haben, wenn
er im Westen eine Auseinandersetzung mit Frankreich haben sollte.
Polen
lehnte einen Beitritt zum Antikomintern- Pakt ab, war aber bereit, das Recht anzuerkennen, den Freistaat von Deutschland diplomatisch im Ausland zu vertreten zu
lassen. Territoriale Veränderungen kamen aber nicht in Frage. Ein neues
Abkommen kam nicht zustande.
Nach Hitlers Einmarsch in Böhmen und Mähren bot sich aber für Polen die
Gelegenheit, die Seite zu wechseln und mit England einen
zuverlässigen Verbündeten gegen Deutschland zu bekommen. Großbritannien
und Frankreich garantierten Polen und Großbritannien bereitete einen britisch- polnischen Bündnisvertrag
vor, siehe
oben. Polen machte seine
Streitkräfte teilmobil und Hitler befahl der Wehrmacht am 3. April, einen Angriff gegen Polen
("Fall Weiß") für den Fall vorzubereiten, dass Polen seine Haltung gegenüber dem Deutschen Reich weiter verschärfen sollte.
Auch die deutschen militärischen Vorbereitungen waren offensichtlich. Am 19.5.
1939 wird eine französisch-polnische Militärkonvention unterzeichnet.
Auf
beiden Seiten begann nun ein wüster "Nervenkrieg", der
bis zum Kriegsausbruch andauerte. "Auf dem Lande wurden Höfe deutscher Besitzer in großer Zahl angezündet, die Bauern vertrieben, Deutsche in den Städten verprügelt, in Einzelfällen sogar totgeschlagen. Deutschsprachige Gottesdienste wurden so häufig gestürmt und aufgelöst,
dass sich der Vatikan genötigt sah, dies bei der polnischen Regierung zu beklagen.
Die Deutsche Reichsregierung musste im Sommer 1939 Auffanglager einrichten, um des Stromes deutscher Flüchtlinge aus Polen Herr zu werden. Ab Juni 1939 mehrten sich in Danzig die gegenseitigen Beschuldigungen und Verdächtigungen zwischen der deutsch-Danziger Bevölkerung und den polnisch-Danziger Behörden."
(
Quelle:
Krieg war nur noch eine Frage der Zeit)
Der
"Zollinspektorenstreit" zwischen Danzig und Polen eskalierte fast bis zu einem Krieg.
Die deutsche Propaganda schlachtete das aus und aktivierte
antipolnische Ressentiments auf deutscher Seite.
Am
22. Mai 1939 schloss Hitler mit Mussolini ein Militärbündnis, den
Stahlpakt
(ns-archiv.de).
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|
23.
August 1939 Hitler- Stalin- Pakt |
Seit April 1939 bis in den Sommer
verhandelten die Westmächte mit der Sowjetunion über einen
Beistandsvertrag für Polen gegen Deutschland, der aber wegen der Frage des
sowjetischen Durchmarschrechtes durch Polen an der polnischen Weigerung,
dies zu akzeptieren, scheiterte. Stalin war in der bequemen Position,
zwischen den Westmächten und Deutschland als Verbündeten wählen zu
können.
Am 23. August
1939 schlossen
Hitler und Stalin den
Hitler-Stalin-Pakt (Quelle:
Hitler-
Stalin- Pakt = Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag mit geheimem Zusatzprotokoll
im NS- Archiv). Es war für
die Öffentlichkeit ein Nichtangriffspakt, der Deutschland sowjetische Neutralität bei einer Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten
zusagte und der Sowjetunion die Möglichkeit zugestand, die im Ersten Weltkrieg verlorenen Territorien Russlands ohne ein Eingreifen Deutschlands zu okkupieren.
Wesentlicher noch war das geheime Zusatzprotokoll, welches die Interessensphären
beider Mächte in Osteuropa abgrenzte: Finnland, Estland, Lettland,
Litauen (nachträglich), das östliche Polen sowie Bessarabien wurden der sowjetischen
Einflusssphäre zugeschlagen, das westliche Polen der deutschen Einflusssphäre. (
Karte)
Damit hatten sich die
Verlierer des Versailler Systems auf die Revision dieses Systems auf
Kosten ihrer Nachbarn verständigt. Stalin schwenkte außenpolitisch in
die imperialistische Tradition des Zarenreiches ein und konnte die
"sozialistische Revolution" auf den Spitzen sowjetischer
Bajonette exportieren. Beide, Hitler und Stalin, knüpften an
die Tradition des Vertrages von Rapallo 1920 und des Berliner Vertrages
von 1926 und an die in den 1920er Jahren praktizierte militärische
Zusammenarbeit an. Die Vorteile für beide Vertragspartner lagen auf der
Hand.
Im Gespräch mit dem Komintern- Führer Dimitroff erklärte Stalin, der
den eben ausgebrochenen Konflikt als Kräftemessen "zwischen
zwei Gruppen von kapitalistischen Staaten" charakterisierte:
"Wir haben nichts dagegen, dass sie kräftig aufeinander
einschlagen und sich schwächen. Nicht schlecht, wenn Deutschland die Lage
der reichsten kapitalistischen Länder (vor allem Englands) ins Wanken
brächte. Hitler selbst zerrüttet und untergräbt, ohne es zu verstehen
und zu wollen, das kapitalistische System. [...] Wir können manövrieren,
eine Seite gegen die andere aufbringen, damit sie sich noch stärker in
die Haare kriegen. Der Nichtangriffspakt hilft Deutschland in gewissem
Maße. Der nächste Schritt ist der, die andere Seite anzuspornen."
(Zit. nach Dschangir Nadschafow: Von einem der auszog, Suworow zu
widerlegen, in: Dmitrij Chmelnizki
(Hrsg.): Die Rote Walze - Wie Stalin den Westen überrollen wollte, Selent, 2011, S.
104)
Aufgaben
zum Hitler-Stalin-Pakt:
- Welche Vorteile zog Hitler
aus dem Hitler- Stalin- Pakt?
- "Der
Hitler- Stalin- Pakt war nichts weiter als die praktische
Verwirklichung der marxistisch- leninistischen Idee von der
Ausnützung der `Widersprüche [=Gegensätze] im
imperialistischen Lager` und förderte die ideologischen und
imperialen Interessen der stalinistischen UdSSR."
Diskutiere diese These.
- Welche
Vorteile zog Stalin aus dem Pakt?
|
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|
1939
Die
letzte Woche vor dem Kriegsausbruch |
Bis
zum Kriegsausbruch verging eine weitere Woche, denn Hitler wurde durch
zweierlei überrascht: Erstens ließ die britische Regierung wissen, sie
sei entschlossen, ihre Verpflichtungen gegenüber Polen zu erfüllen.
Am 24. August unterzeichnete die englische Regierung den polnisch-britischen
Beistandsvertrag, der schon im März ausgehandelt worden war. Zweitens
war Mussolini nicht bereit, an der Seite Deutschlands in einen
Krieg gegen die Westmächte einzutreten und blieb neutral. Italien
war militärisch zu einem Kriegseintritt wegen mangelnder Vorbereitung
nicht in der Lage.
Wegen der harten britisch- französischen Haltung versuchte Hitler, Polen
einerseits und Briten und Franzosen andererseits durch diplomatische
Manöver zu trennen.
Hitler
stellte nun in einem
16-
Punkte- Programm relativ "gemäßigte" Forderungen, in der Hoffnung, dass Polen
sie nicht akzeptiere, die Westmächte den Krieg aber wegen so
"geringer" Forderungen bei militärisch ungenügender
Vorbereitung letztlich nicht riskieren würden. Er glaubte wegen der
Appeasementpolitik nicht, dass die Briten und Franzosen kriegsentschlossen
waren. Näheres dazu findet sich in Hitlers Ansprachen vor etwa 50
Militärs auf dem Berghof bei Berchtesgaden am 22. August 1939:

Ansprache Adolf Hitlers vor den Oberbefehlshabern auf dem Obersalzberg
ns-archiv.de

Hitlers Ansprache vor den Oberbefehlshabern (Nachmittag; "Ich werde propagandistischen
Anlass zur Auslösung des Krieges geben")
ns-archiv.de
Parallel zur
Diplomatie ging der "Nervenkrieg" zwischen Polen und
Deutschland weiter: "In der letzten Woche vor dem Kriegsausbruch versuchten polnische Flak-Batterien mehrmals, Passagiermaschinen der Deutschen Lufthansa auf ihrem Flug von Berlin nach Königsberg über der Ostsee abzuschießen. Es kam zu zahlreichen Schießereien an den Grenzübergängen zwischen polnischen und deutschen Zollbeamten und Soldaten, wobei es Tote gab.
Das „Abfackeln“ deutscher Bauernhöfe im polnischen Grenzland ging unvermindert weiter. Im August griffen die Überfälle und Brandstiftungen der Polen auch auf die deutsche Seite der Grenze über. Um diese Geschehnisse dann für die Propaganda gezielter ausschlachten zu können, inszenierte der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) in den letzten Tagen vor Beginn des Krieges beiderseits der Grenze fingierte Brand- und Sprengstoffanschläge."
(
Quelle:
Krieg war nur noch eine Frage der Zeit)
Da
der polnische Außenminister aber nicht in Berlin erschien,
eine Trennung von Polen und Großbritannien misslang und sich das Zeitfenster
aus militärischer Sicht für einen erfolgreichen Blitzkrieg zu schließen
begann, setzte Hitler den Termin für den Angriff auf Polen auf den
1. September 1939 fest.
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1939
Einmarsch
in Polen: Beginn des Zweiten Weltkriegs (1. September) |
Am 1.
September
marschierte Hitler in
Polen ein (
Karten), was den Zweiten Weltkrieg auslöste.
"Den notwendigen `Zwischenfall` lieferte die SS, die einen
vorgetäuschten polnischen Angriff auf einen deutschen Rundfunksender in
der Grenzstadt Gleiwitz inszenierte. Dafür wurden zwölf oder dreizehn
Verbrecher in polnische Uniformen gesteckt, erschossen und dann tot liegen
gelassen, damit die Presse sie fotografieren konnte." (Alan Bullock:
Hitler und Stalin - Parallele Leben, S. 832)
Stalin,
Hitlers Komplize, marschierte zeitversetzt am 17. September in Ostpolen
ein, ohne
dass ihm deshalb von den Westmächten der Krieg erklärt wurde. Es handelte sich um die
Vierte Teilung Polens (
Karte).
1939/40 scheitert Stalins
Versuch, sich im Sowjetisch- Finnischen Winterkrieg Finnland
einzuverleiben, am Widerstand der Finnen und an den nach der Vernichtung
der Führungsspitze in den Schauprozessen und Säuberungen ab 1936
begrenzten Fähigkeiten der Roten Armee. Dafür annektierte er 1940 die
baltischen Staaten. Bessarabien und die Nordbukowina holte er sich
ebenfalls 1940. 1945 erfolgte die
"Westverschiebung Polens". Als Folge des Zweiten Weltkriegs
wurde ganz Osteuropa sowjetisiert.
Zum
Zweiten Weltkrieg vgl.
Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg".
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Aufgabenvorschlag
- "Allein
Hitler war am Zweiten Weltkrieg schuld." Diskutiere dieses
These.
- "Hitler
wollte den Zweiten Weltkrieg." Diskutiere diese These.
|
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Der Widerstand
gegen den Nationalsozialismus kam aus allen Schichten des Volkes. Viele
riskierten Freiheit und Leben z.B. bei der Unterstützung Verfolgter. Der
anfangs starke Widerstand aus Kreisen der
KPD, der
SPD und Gewerkschaften,
der in Zellen organisiert war, wurde aber recht bald durch Verhaftungen
zerschlagen, ebenso der Widerstand der
Bekennenden
Kirche. Die
Kirchen
behielten aber insgesamt noch gewisse Widerstandsmöglichkeiten, der
Protest gegen das
Euthanasieprogramm war erfolgreich.
Bekannt sind auch Einzelaktionen,
z.B. der
Attentatsversuch auf Hitler im Münchner Bürgerbräukellers durch
Georg Elser 1938, sowie z.B. die Gruppe "Weiße Rose" (Geschwister
Scholl und andere), die beim Verteilen von Flugblättern in der Münchner
Universität ergriffen wurden.
Entscheidend konnte aber nur
der
Widerstand innerhalb der Wehrmacht werden. Anfängliche Pläne Hitler zu stoppen
wurden aber wegen dessen Erfolgen fallen gelassen. 1943 zündete eine Bombe
in Hitlers Flugzeug nicht (Oberst Henning von Tresckow).
Die
entscheidende Widerstandsaktion vom
20. Juli 1944
im
Führerhauptquartier in Ostpreußen als Auslöser für den Umsturz, der zur
Regierungsübernahme durch eine bereits geplante Regierung führen sollte)
kam zu spät und scheiterte. Hitler überlebte, die militärischen und
zivilen Verschwörer (
Kreisauer Kreis) wurden zu Tode gebracht.
| Aufgaben
zum 20. Juli 1944

Claus Schenk Graf von Stauffenberg - Soldat fürs Schulbuch
Mit Aufgaben zum 20. Juli
schule-bw.de
|
Nach
oben
| 10
- Bilanz
der Toten infolge nationalsozialistischen Terrors
|
Im Schwarzbuch des Kommunismus Band 1 S. 26ff. steht folgende Bilanz zu
lesen:
-
15 Millionen in den
besetzten Ländern getötete Zivilisten
-
5,1 Millionen
Juden
-
3,3 Millionen
sowjetische Kriegsgefangene
-
1,1 Millionen in
den Lagern gestorbene Deportierte
-
mehrere
hunderttausend Roma und Sinti

Bilanz der Toten infolge
kommunistischen Terrors
Hinweis zum
Vergleich mit dem kommunistischen Terror:
Die Mehrheitsposition in der deutschen Geschichtsschreibung besagt,
dass die Ermordung der europäischen Juden ein einzigartiges Ereignis war und ein unvergleichliches
Verbrechen. Diese Position teilt etwa auch die Bundesregierung.
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| 11
- Faschismusbegriffe und Faschismustheorien |
Dieser Abschnitt lehnt sich in wichtigen Teilen an die Broschüre Antifaschismus als Aktionsfeld von
Linksextremisten des Verfassungsschutzes Baden- Württemberg an.
Der Begriff „Faschismus“ im engeren Sinne als italienisches
Herrschaftssystem unter Benito Mussolini
Der Begriff „Faschismus“ bezieht sich im engeren Sinn auf das spezifische Herrschaftssystem unter Benito Mussolini in Italien. Mussolini war ursprünglich vor dem Ersten Weltkrieg Mitglied der Sozialistischen Partei, trat dann aus dieser aus und gründete die „fasci d’azione rivoluzionari“ („Bünde der revolutionären Aktion“). Diese propagierten den Kriegseintritt Italiens auf der Seite der Entente.
Mussolini ist glühender Nationalist.
Nach dem Ersten Weltkrieg, 1919, schuf er die so genannten fasci di combattimento („Kampfbünde“), deren Mitglieder - zumeist ehemalige Soldaten - „fascisti“ genannt wurden. Sie waren uniformiert und gingen auf den Straßen gewalttätig gegen die Linke in Italien vor. 1921 wurden diese Verbände in eine Partei, den „Partito Nazionale Fascista“, umgewandelt.
Seit dem 28. Oktober 1922, nach dem sogenannten „Marsch auf Rom“, war Mussolini italienischer Ministerpräsident und schaltete seine Gegner und die parlamentarische Demokratie aus.
Der Begriff „Faschismus“ als Sammelbegriff für Rechtsdiktaturen
Um einen griffigen Sammelbegriff wie „Kommunismus“ oder „Demokratie“ auch für Rechtsdiktaturen und antidemokratische, rechtsradikale Bewegungen zu haben, hat sich dafür zwischenzeitlich der Begriff Faschismus eingebürgert. „Ob die Bezeichnung
`Faschismus`[...] auch auf andere Rechtsdiktaturen ausgeweitetund damit zu einer Art
`Gattungsbegriff` erhoben werden kann, ist umstritten. Das gewichtigste Gegenargument ist der Einwand, dass damit den jeweiligen Besonderheiten (historische Hintergründe, nationale Voraussetzungen, Entstehungsbedingungen, Zielsetzungen, individuelle Ausgestaltung) nicht genügend Rechnung getragen werde. Das führe letztendlich dazu, ein
`faschistisches System` an lediglich sehr allgemeinen Grundtendenzen festmachen zu können."
(Broschüre
S. 4)
Faschismus als eine Spielart des Totalitarismus
Im Anschluss an Hannah Arendt (
Hannah
Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft) vergleichen westliche Forscher den Nationalsozialismus mit den diktatorischen Systemen des Kommunismus und stellen dabei strukturelle Ähnlichkeiten fest, die sie mit dem Begriff „Totalitarismus“ beschreiben. Wesentliche Ähnlichkeiten sind dabei vor allem
-
der Versuch, den Menschen vorzuschreiben, was und wie sie zu denken haben, z.B. im Nationalsozialismus die sogenannte nationalsozialistische "Weltanschauung"
zu übernehmen oder im Kommunismus die Lehre vom "historischen und dialektischen Materialismus", Lenins Parteitheorie, usw.
verbindlich zu verinnerlichen
-
strukturelle Ähnlichkeiten, z.B. Kollektivismus, Uniformierung der Gesellschaft, auch nach außen,
usw.
Das Adjektiv heißt "totalitär" (z.B. "totalitärer Staat" = ein Staat, in dem Totalitarismus herrscht).
Der marxistische Begriff „Faschismus“ / marxistische Faschismustheorie
„Die Vergleichbarkeit `linker` und `rechter` totalitärer Systeme wird von Kommunisten
energisch bestritten. Den westlichen Totalitarismusdoktrinen wird vor allem vorgeworfen,
`linke` und `rechte` Diktaturen gleichzusetzen und damit der Singularität des nationalsozialistischen Regimes nicht gerecht zu werden. Marxisten sind deshalb ihrerseits bestrebt, anstatt der Gegenüberstellung von
`Demokratie` und `Diktatur` das Gegensatzpaar `Faschismus` -
`Sozialismus` zu präsentieren. Entsprechend der marxistischen Gesellschaftslehre ist eine Staats- und Gesellschaftsform entscheidend geprägt durch die
`Produktionsverhältnisse`. Aus dieser Sichtweise können Stalinismus und Faschismus höchstens Ähnlichkeiten in der Herrschaftstechnik aufweisen, sind jedoch aufgrund ihrer jeweiligen sozioökonomischen Basis (hier vergesellschaftetes Eigentum, dort Privateigentum an Produktionsmitteln) zwei verschiedene Phänomene.“
(Broschüre, S. 5)
Die bekannteste marxistische Definition des Faschismus geht auf Georgi
Dimitroff, Generalsekretär der Komintern (Kommunistischen Internationale),
zurück, die auf dem VII. Weltkongress der Komintern im August 1935 angenommen wurde und auch Grundlage des Faschismusverständnisses
der DDR und der Herrschaftslegitimierung der SED wurde. (
Antifaschismus in der DDR)
Der Faschismus sei „`eine unverhüllte terroristische Diktatur der extrem reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des
Finanzkapitals`. [...] ` Nein, der Faschismus ist keine über den Klassen stehende Macht ... Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist eine Organisation zur gewaltmäßigen Unterwerfung der Arbeiterklasse und der revolutionären Teile der Bauernschaft und der
Intelligenz`.“ (Broschüre, S. 6) Die „faschistische Machtergreifung“ sei
„`keine einfache Ablösung einer bürgerlichen Regierung durch eine andere` [...], sondern `die Ablösung einer Staatsform der Klassenherrschaft der Bourgeoisie, der bürgerlichen Demokratie, durch eine andere, durch die unverhüllte terroristische
Diktatur`“. (Broschüre, S. 6) Vgl. hierzu
das
marxistische
Staatsverständnis.
Aufgabenvorschläge
zum Thema Faschismusbegriffe und Faschismustheorien
- Stelle
mit Hilfe des
Textes die verschiedenen
Faschismusbegriffe und ihre Konsequenzen einander gegenüber.

In dem Abschnitt "Die Haltung der Industrie gegenüber dem Nationalsozialismus"
auf dieser Seite befindet sich die eidesstattlichen Erklärung Kurt von Schroeders über das Treffen zwischen Franz v. Papen und Adolf Hitler im Hause des Kölner Bankiers Schröder vom 4. Januar 1933.
Schreibe diese heraus und diskutiere daran die kommunistische
These, der Faschismus sei "die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist eine Organisation zur gewaltmäßigen Unterwerfung der Arbeiterklasse und der revolutionären Teile der Bauernschaft und der
Intelligenz." Untersuche dabei den Einfluss, den eine
Gruppierung der Industrie auf die Einsetzung der Regierung
Hitler nahm. Beziehe auch die anderen Interessengruppen und die
Erwartungen der an der Regierung Hitler Beteiligten in deine
Überlegungen ein. Entschied eine Wirtschaftsgruppierung, die
Regierung Hitler wie eine Art Marionette einzusetzen und zu
benutzen?
schule-bw.de
- Rechtfertigt das
nationalsozialistische Herrschaftssystem die These
Dimitroffs, der Faschismus sei „`eine unverhüllte terroristische Diktatur der extrem reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des
Finanzkapitals`?
|
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| 12
- Linksradikaler
Antifaschismus
|
Der Übergang von der
parlamentarischen Demokratie als bürgerlicher Herrschaftsform zum Faschismus droht laut linksradikaler Auffassung „in Krisenzeiten, wenn das Finanzkapital seine Herrschaft bedroht sieht und den Faschismus einsetzt, um über
Einschüchterung und Terror seine Privilegien zu sichern. [...] Die Gefahr eines solchen Übergangs von der
`verdeckten` zur `offenen Diktatur` des `Monopolkapitals` wird heute allerdings nicht mehr unbedingt als akut eingeschätzt.
Denn unter den derzeit gegebenen Bedingungen habe das `Finanzkapital` gar kein
Interesse am Übergang zur offen terroristischen Diktatur, sondern strebe die Herrschaftssicherung innerhalb der bürgerlich-demokratischen Staatsform an. Zwar stelle
der Faschismus nach wie vor die `strategische Reserve der herrschenden
Klasse`dar. Die `Hauptfunktion faschistischer Ideologien, Gruppen und Aktivitäten` bestehe
jedoch heute vielmehr darin, `Unterstützung für eine rechtsorientierte (auf stärker
autoritär bestimmte Herrschaftsmethoden und auf Militarisierung der Gesellschaft gerichtete) Politik zu
liefern`. [...] Die Weigerung, in Deutschland von `Faschismus` zu sprechen und statt dessen von
`Rechtsextremismus` zu reden, bedeutet aus `linker` Sichtweise, dass damit gleichzeitig die Leugnung
`der Kontinuitäten
des Faschismus über 1945 hinaus` einhergehe“ (Broschüre, S. 7f.)
Linksradikale Antifaschisten benutzen den Antifaschismus, um linke Gesellschaftsanalysen gesellschaftlich zu verankern. Es geht um partielle Zusammenarbeit mit bürgerlichen Kräften, die so genannte „Bündnispolitik“, um linke Organisationen und Positionen gesellschaftlich salonfähig zu machen. Der linksextremistische Kampf gegen den Faschismus läuft auf den Kampf für eine
Diktatur des Proletariats hinaus.
Wer nicht Kommunist bzw. Linksextremist ist, kann in dieser Sichtweise auch kein wirklicher Antifaschist sein.
Folgende Teilbereiche der linken „Antifaschismusarbeit“ lassen sich auflisten:
-
Kampf gegen so genannte oder wirkliche „Nazis“.
Der Begriff "Nazi" wird gegen "Rechte" inflationär
verwendet („Nazikeule“).
Das erfolgreichste linksradikale Projekt ist der so genannte „Kampf gegen
rechts“, mit dem durch bewusste begriffliche Unschärfe („rechts“) nicht nur Rechtsextremisten, sondern auch Konservative in die Naziecke gestellt werden. Es wird kein Kampf gegen Rechts- und Linksradikalismus geführt, sondern es werden alle Positionen rechts vom linken Flügel der SPD bekämpft.
-
Kampf gegen „Revisionismus“.
Linksextremisten wehren sich gegen eine Neubewertung des Nationalsozialismus (Historikerstreit). Die Opfer kommunistischer Verbrechen
(siehe
Bilanz der Toten infolge kommunistischen Terrors
und
Bilanz
der Toten infolge nationalsozialistischen Terrors) werden nicht gewürdigt.
-
Kampf gegen „staatlichen Rassismus“ und „Ausgrenzung“
Der Staat betreibe eine ausländerfeindliche, rassistische Politik, wobei der Begriff Rassismus unscharf und inflationär verwendet wird. Vgl. hierzu
"Nationalismus - Ein historischer Längsschnitt",
dort
Unterpunkt 6
mit linksradikalem
Forderungskatalog zur Zuwanderung
-
Kampf gegen „Repression“
Linksextremisten behaupten, dass der angeblich „faschistische Staat“, gemeint ist die Bundesrepublik Deutschland, innerstaatliche Opposition durch Repression unterdrücken bzw. mundtot machen wolle.
-
Kampf gegen „Militarismus“, „Nationalismus“ und „Imperialismus“
Der Linksextremismus bekämpft jede Form des Nationalismus, auch den Patriotismus.
Er ist unverhohlen antinational und unterstützt deshalb konsequent den
Multikulturalismus.
Mehr zum Thema unter
"Nationalismus - Ein historischer Längsschnitt"
-
Ein Teil der Linksextremisten ist gewaltbereit. Die Autonomen
("schwarzer Block" bei Demonstrationen, Schläger, Feindbild
"Bullen") bezeichnen sich selbst als "Anti-
Deutsche", ihr Slogan auf Transparenten: "Deutschland,
verrecke".
Bild: autonomer Gewalttäter
Siehe auch 68er
Aufgaben zum linksradikalen Antifaschismus
- Ist
die Parlamentarische Demokratie eine Form der Herrschaft der
großen Konzerne und Banken, wie es die kommunistische Theorie
behauptet?
- Was
bedeutet die These, der Faschismus sei die "strategische
Reserve der herrschenden Klasse"? Setze Dich mit dieser
These auseinander.
- Vergleiche:
Worin liegt der Unterschied zwischen einem
"Kampf gegen rechts"
und einem "Kampf gegen Rechts- und Linksradikalismus"?
Warum führen die Linksradikalen keinen "Kampf gegen
Rechts- und Linksradikalismus"?
- Warum
bekämpfen Linksradikale Antifaschisten den
Nationalismus
und unterstützen den
Multikulturalismus?
- Sollte
man Deiner Meinung nach gegen Nationalsozialisten mit Linksradikalen
zusammenarbeiten?
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Japan
Imperialismus
Kultur Nationalsozialismus/ Exil
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Gesamtdarstellungen
Nationalsozialismus
Weblinks (Linksammlung), nach eigenen Angaben größtes Portal zum
Nationalsozialismus im Internet; Bücher
nationalsozialismus.de
Das
NS-Regime
LeMO: Lebendiges Museum Online. Hervorragend. Multimedia. Biographien en
masse.
dhm.de
Dokumentation Obersalzberg
Ständige Ausstellung des Instituts für
Zeitgeschichte München-Berlin. Bereiche: Obersalzberg, Führer und Volk,
Volksgemeinschaft, Terrorapparat, Völkermord, Widerstand, Außenpolitik,
Zweiter Weltkrieg, Bunkeranlage, 1945 - heute. Hervorragendes Material.
ifz-muenchen.de
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Informationen
zur politischen Bildung

Nationalsozialismus
I
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 251, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt
werden.
bpb.de

Nationalsozialismus
II
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 266, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt
werden.
bpb.de
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| Literaturtipps


Rolf
Hochhuth: Der Stellvertreter
Durfte der Vorgänger Papst Johannes XXIII. schweigen zur planmäßigen Ausrottung der europäischen Juden durch Hitlerdeutschland? Zu Auschwitz? Seit Rolf Hochhuth zum erstenmal diese Frage aufwarf, kam sie nie mehr zur Ruhe. Sein Drama, 1963 durch Erwin Piscator in Berlin uraufgeführt, wurde seither in über 25 Ländern gespielt.
buecher.de


Alfred Andersch: Sansibar oder
der letzte Grund
In der kleinen Stadt an der Ostsee treffen zufällig sechs Gestalten zusammen: Der Junge Gregor, der KPD-Funktionär; Judith, die Jüdin; am Ort selbst befinden sich Pfarrer Helander; Knudsen der Fischer und Kutterbesitzer; als letzter die Holzplastik des lesenden Klosterschülers. Und die sechs Gestalten haben kein anderes Anliegen, als Deutschland zu verlassen.
buecher.de


Anna Seghers: Das siebte Kreuz
Sieben Gefangene sind aus dem KZ Westhofen entflohen. Sie haben die längst und eindeutig gegen sie entschiedene Machtfrage neu gestellt. Mit ihrer Flucht unterlaufen sie ihre Ohnmacht und nehmen für ihre Selbstbehauptung äußerste Bewährungsproben ihrer physischen und psychischen Kräfte auf sich. Aber nur einem von ihnen gelingt die Flucht.
buecher.de


Stefan Zweig: Schachnovelle
Dr. B., ein österreichischer Emigrant, hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist.
buecher.de

Stefan Zweig: Schachnovelle
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Georg Büchner: Woyzeck
buecher.de

Georg Büchner: Woyzeck
Die
Vorwegnahme des KZ-Arztes in der Literatur des 19. Jahrhunderts


Lion Feuchtwanger: Die
Geschwister Oppermann
In diesem ersten hellsichtigen Roman über die Judenverfolgung im Dritten Reich erzählt Feuchtwanger bereits 1933 vom Schicksal einer jüdischen Berliner Familie zu Beginn der Nazidiktatur. Der Roman verbindet "Erfolg" und "Exil" zur " Wartesaal"-Trilogie.
buecher.de


Charlotte Link: Wilde Lupinen
Deutschland 1938. Alle Zeichen stehen auf Sturm, doch Politik kümmert die junge Belle Lombard wenig. Ihre ehrgeizigen Pläne gelten einzig den Filmstudios in Berlin und dem vermeintlichen Mann ihrer Träume. Ihre Mutter Felicia verteidigt indessen als erfolgreiche Unternehmerin rücksichtslos ihre Interessen, sogar gegen die eigenen Gefühle. Doch das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt ....
Teil 2 einer Trilogie (Sturmzeit, Wilde Lupinen, Die Stunde der
Erben)
buecher.de

Ernest Hemingway: Wem die
stunde schlägt
Der packendste populärste Roman im Werk von Hemingway schildert vier Tage im Leben des Amerikaners Robert Jordan. Aus Liebe zu Spanien kämpft er als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg an der Seite der Republikaner gegen die faschistischen Putschisten. Drei Tage und drei Nächte verbringt er in der Höhle, in der die Guerillakämpfer ihr Quartier aufgeschlagen haben. Dort begegnet er Maria, einem jungen Mädchen, dessen Eltern im Bürgerkrieg ermordet wurden. Die Liebe zu Robert Jordan läßt sie die Schrecken der Vergangenheit vergessen. Für den Amerikaner bedeutet die Bindung an Maria die Überwindung seiner Einsamkeit. Jordan bleibt in den Bergen, um den Rückzug der Partisanen zu decken. Er weiß, daß er sterben wird.
buecher.de

Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
buecher.de


Karlheinz Deschner: Abermals
krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte
buecher.de
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Ideologie
Der
"Führer"
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
"Volksgemeinschaft"
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
Geländeinformationssystem
ehemaliges Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
Virtual Tour. Interessantes Anschauungsmaterial.
kubiss.de
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Vom 30. Januar
bis zum Ermächtigungsgesetz
Hitler ist
eingerahmt - Die erste Regierung Hitler
30. Januar 1933
Material Geschichtszentrum
Reichstagswahlen 1919 - 1933 in Tabellenform
teachsam.de
1933: Reichstagsbrand
dhm.de
Wahlplakat
der NSDAP "Der Reichstag brennt"
Von mahnung-gegen-rechts.de
Tag von Potsdam
dhm.de
Text
des Ermächtigungsgesetzes
dhm.de
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"Gleichschaltung"
Monopolisierung
der Macht
Tabellarischer Überblick von Teachsam
teachsam.de
Bücherverbrennung
lettern.de
Röhm-Putsch
Multimedia von wissen.de
Die
Hitlerjugend
dhm.de
Ausstellung
"Entartete Kunst" 1937
dhm.de
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oben
Terror
Terrorapparat
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
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Wirtschaft
Vierjahresplan
dhm.de
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Außenpolitik
Japanisch-chinesischer Krieg
Mukden
1931; Nanking- Massaker; Multimedia von
wissen.de
Verträge und Vertragsbrüche in der Außenpolitik Hitlers
bpb.de
"Zug um Zug
zerriss Hitler das Diktat von Versailles"
Wahlplakat von 1938.
Von geschichtsatlas.de
1935 Mussolinis Abessinienkrieg
Multimedia von
wissen.de
Vertrag
von Locarno
und Hitlers Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland
Multimedia
von wissen.de
1936 - 39 Der spanische Bürgerkrieg
Multimedia von wissen.de
Siehe
auch
Zeppelins
Flieger mit Aufgaben zum Thema.
Appeasement- Politik
de.wikipedia.org
März 1938 "Anschluss Österreichs"
Multimedia von
wissen.de
Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer kritisiert Opferrolle Österreichs
netzeitung.de
September 1938 Münchner Abkommen
Multimedia von wissen.de
Klapp- Postkarte zum Münchner Abkommen
dhm.de
Bild: Besetzung Prags 1939
nadir.org
23. August 1939 Hitler-Stalin-Pakt
Multimedia von wissen.de
Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt (Hitler- Stalin- Pakt) 23.
August 1939
de.wikipedia.org
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"Euthanasie"

"Euthanasie"
dhm.de

Geschichte der Euthanasie
de.wikipedia.org
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Rassische
Verfolgung und Vernichtung/ Holocaust
Lernumgebung
"Zweiter Weltkrieg"

Vgl. linke Spalte: Hitler über den
völkischen Staat

Holocaust - Der Massenmord an den
Juden
- Vom Berufsverbot zur Pogromnacht
- "Endlösung": Der Krieg
gegen die Juden
- Timeline (Zeitstrahl)
- Bilder
20min.ch
Auschwitz, die Bilder der Opfer
Im Vernichtungslager starben mehr als eine Million Menschen.
Mehr als 60 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft ist im Jahr 2007 das Fotoalbum des
SS-Mannes Karl Höcker aufgetaucht. Es zeigt neue Einblicke in das Vernichtungslager Auschwitz.
welt.de
Auschwitz, die Bilder der
Täter
welt.de

"Wenn ich rede, träume ich nicht"
Willi Frohwein wurde als Deutscher geboren, katholisch getauft und mit 12 Jahren zum «Halbjuden» erklärt. Dass die Bürokratie in Auschwitz ihn wieder offiziell als Deutschen deklarierte, rettete vermutlich sein Leben.
Ein Interview von
netzeitung.de
Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung 1933 -
1939
dhm.de
Einsatzgruppen
dhm.de
Shoa.de
Der
Arbeitskreis Shoa.de ist eine Bürgerinitiative, deren Ziel die
Auseinandersetzung mit den Schrecken des Holocaust und seinen
Nachwirkungen bis in die Gegenwart ist.
Alles da. Übersichtlich. Klasse
shoa.de
Nürnberger Rassegesetze 1935
dhm.de
Rassische
Verfolgung und Holocaust
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
1938
Reichspogromnacht
Multimedia
von wissen.de
Der NS-Völkermord
dhm.de
Ausschwitz - Endstation Vernichtung
Die Web-Seiten zur Ausstellung
Mit Links zu Holocaust-Sites
wsg-hist.uni-linz.ac.at
Sklaven der Gaskammer. Das jüdische
Sonderkommando von Auschwitz
Mit 2 Videos zum Download
akdh.ch
Auschwitz - Topografie des Grauens
Interaktive Grafik von
spiegel.de
Auschwitz - Symbol des Terrors und der Vernichtung
Interaktiv
spiegel.de
Auschwitz (Server: Schätze der Welt)
Film, Bildergalerie, Text.
schaetze-der-welt.de
Nationalsozialismus:
Medizin
Linksammlung. Menschenversuche
shoah.de
Gewissenlos: Menschenversuche im KZ
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United
States Holocaust Memorial Museum
In englischer Sprache.
ushmm.org
Holocaust- Referenz: Argumente gegen Auschwitz- Leugner
h-ref.de/sitemap.php
Völkermord an Sinti und Roma
dhm.de
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Widerstand
| Aufgaben
zum 20. Juli 1944

Claus Schenk Graf von Stauffenberg - Soldat fürs Schulbuch
Mit Aufgaben zum 20. Juli
schule-bw.de
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Lernumgebung
"Zweiter Weltkrieg"
Widerstand
Dokumentation Obersalzberg
ifz-muenchen.de
SPD 1933 - 1945
dhm.de
Die Bekennende Kirche
dhm.de
Attentat auf Hitler 1939
dhm.de
Gedenkstääte Deutscher Widerstand: Stauffenberg und das Attentat vom 20. Juli 1944
gdw-berlin.de
Das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944
dhm.de
Widerstand innerhalb der Wehrmacht
de.wikipedia.org
Kreisauer Kreis
dhm.de
Die
Weiße Rose
Geschichte.
Ein Flugblatt der Weißen Rose. Weiter führende Links. Von Planet.Wissen.
planet-wissen.de
Deutscher
Widerstand 1933 - 1945
Informationen
zur politischen Bildung, Heft 243, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt
werden.
bpb.de

Zweiter Weltkrieg
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Hitler
und Mussolini

Hitler
und Mussolini
viaggio-in-germania
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Weiteres
Zeppelins Flieger - eine Ausstellung zur Luftfahrtgeschichte
Luftfahrtgeschichte national am Lokalbeispiel. Mit Aufgaben zur Luftfahrt
im Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und unter dem
Nationalsozialismus.
schule-bw.de
Olympiade in Berlin 1936
Multimedia von wissen.de
Geländeinformationssystem
ehemaliges Reichsparteitagsgelände in
Nürnberg
Virtual Tour. Interessantes Anschauungsmaterial.
kubiss.de
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