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Das Reich der Ottonen und Salier
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Das Reich Ottos des Großen
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Ungarische Landnahme und Ungarnzüge
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Magdeburger Dom
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Königin Editha und ihr Gatte Otto der Große im Dom in Magdeburg
n-tv.de
Otto II. investiert Bischof Adalbert von Prag
Bronzetür des Doms zu Gnesen
bh.kyungpook.ac.kr
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Quellen
zur Krönung Ottos I. des Großen zum König

Die Krönung Ottos I. des Großen
zum König
Widukind: Sachsengeschichte
Diesselbe Quelle wie oben in anderer Übersetzung.
PDF-Datei
der.historiker.de

Kaiserpfalz von Aachen
Rechte Spalte
Schauplatz der Krönung Ottos I.
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Die
Reichskleinodien
Reichskleinodien auf der Lernumgebung
"Strukturen des Mittelalters"
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Basiswissen:
Ottonen - Salier -
Staufer
Im Deutschen Reich, das
911 n.Chr. aus dem Ostfrankenreich entsteht, herrschen bis ins
Hochmittelalter drei Dynastien: a - die sächsischen Kaiser (Ottonen) (919
- 1024; Konrad I. war kein Sachse); b - die salischen Kaiser (Salier)
(1024 - 1125) und c - die Staufer (1137 - 1250). Das Westfrankenreich
entwickelt sich zu Frankreich, ab 987 regiert von den Capetingern.
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Stammesherzogtümer, Marken
und Wahlkönigtum In
ottonischer Zeit setzt sich das Reich aus folgenden Teilen zusammen: Sachsen,
Friesland, Thüringen, Franken, Niederlothringen, Oberlothringen, Schwaben, Bayern
und Kärnten. Dazu kommen
seit Otto I. dem Großen neu eroberte Gebiete östlich der Elbe sowie
Oberitalien. Später umfasst das Reich auch noch Burgund und
Böhmen. Sachsen, Schwaben, Bayern u.a. sind Stammesherzogtümer, die
Gebiete im Osten sind sogenannte "Marken", also gefährdete Grenzgebiete,
die Markgrafen unterstehen. (
Karte) Zwischen
König und Stammesherzögen besteht eine ständige Rivalität, ein Kampf
um die Macht. Der König wird gewählt, gesalbt und gekrönt (Aachen!). Es gibt kein
Erbkönigtum (keine "Erbmonarchie", sondern
"Wahlmonarchie").
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Heinrich
I. (919 - 936 n.Chr.)
Heinrich
I. (919 - 936), der erste sächsische Kaiser, kann seine Macht im Innern
des Reiches gegen die Stammesherzöge festigen und schließt mit den
Ungarn, die mit ihren Einfällen in Deutschland die größte
außenpolitische Gefahr darstellen, einen 9-jährigen Waffenstillstand,
den er zum Bau von Burgen und zur Aufstellung eines Panzerreiterheeres
nutzt.
919-936 - Heinrich I. setzt sich als König durch
mdr.de
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Otto I.
der Große (936 - 973 n.Chr.): Übersicht
Otto
I. (936 - 973 n.Chr.) wird der Große genannt, weil er in vierfacher Hinsicht Weichen für
die Zukunft stellt:
1
- Er besiegt die Ungarn 955 endgültig auf dem Lechfeld bei
Augsburg. (
Karte) 2
- Er beginnt mit der Italienpolitik, die ihren Höhepunkt 962 mit
seiner Kaiserkrönung findet. Das Römische Reich wird von nun an von den
Franken auf die Deutschen übertragen (vgl.
Franken
/ Karl der Große).
Die Ottonen bemühen sich um deutschfreundliche Päpste auf dem
"Heiligen Stuhl" (= Apostolischen Stuhl). (
Karte) 3
- Er erobert große slawische Gebiete östlich der Elbe und gründet das
Erzbistum Magdeburg (Ostpolitik, Vorläufer der
hochmittelalterlichen deutschen
Ostsiedlung) als Zentrum der
Slawenmission. Im
Magdeburger Dom liegt er übrigens begraben. 983 gehen
die ostelbischen Gebiete nach dem Großen Slawenaufstand vorübergehend
wieder verloren. (
Karte) 4
- Er errichtet das Reichskirchensystem als zentrale Stütze seiner
Macht (
Quellen zum Reichskirchensystem). Es wurde nach Aufständen von Stammesherzögen und des Bruders des
Königs eingerichtet und beruht auf der Verfügungsgewalt des Königs
über Besitz und Herrschaftsrechte der Reichskirche. Insbesondere darf der
Könige die Bischöfe in ihr Amt einsetzen (investieren; Substantiv: die
Investitur,
siehe auch Quelle zur
Wahl Erzbischof Walthards von Magdeburg), was wegen deren Bedeutung für Militär und Reichsverwaltung
für den König von zentraler Bedeutung ist. Der König handelt dabei
aufgrund seines sakralen Charakters, aber auch Vorstellungen vom
Eigenkirchenrecht spielen eine Rolle. In
der Folge verweltlicht die Kirche zunehmend, ihre politische und
militärische Bedeutung steht im Vordergrund (vgl. Quelle
Indiculus loricatorum), ihre geistlichen Aufgaben
werden zu oft vernachlässigt. Der Bischof ist mehr weltlicher Großer und
Soldat als geistliche Autorität. Missstände wie Ämterkauf,
Vernachlässigung der Seelsorge und Abrücken von den ursprünglichen
Idealen der Kirche werden immer deutlicher, vgl.
Salier/
Investiturstreit.
Nach oben Die
Italienpolitik Ottos I. des Großen
Situation in Italien: Zu Beginn der Regierungszeit Ottos versuchte Hugo, der König von Italien, das
Königreich Italien, bestehend aus der Lombardei,
Piemont und der Toscana, auf den größeren Teil der Apenninenhalbinsel
auszudehnen (
Karte). Er bedrohte deshalb den Kirchenstaaat und die langobardischen
Fürstentümer Capua und Benevent im Süden. Markgraf Berengar von Ivrea
stürzte mit Rückendeckung Ottos I. König Hugo, setzte dessen Sohn Lothar
als neuen König ein und ergriff nach dessen Tod 950 selbst die Macht im
Königreich Italien. Lothars Gemahlin Adelheid setzte er gefangen. Eingreifen
Ottos I. in Italien: Ottos
Hoffnung, die Gefahr eines geeinten starken Italien gebannt zu haben,
erfüllte sich jedoch nicht, denn Berengar nahm die Einigungspolitik
seines Vorgängers Hugo wieder auf. Deshalb marschierte Otto I. 951 n.
Chr. mit einem
Heer in Italien ein, heiratete die inzwischen entkommene Adelheid,
sicherte sich so einen Anspruch auf das Königreich Italien und besiegte
Berengar. Dieser schwor nun Otto den Lehenseid und wurde von diesem wieder
zum König von Italien eingesetzt, wobei allerdings das Etschland und
Friaul zu Bayern geschlagen wurden, womit die Verbindungen zu der
wichtigen Handelsstadt Venedig in
deutscher Hand waren (
Karte).
Kaiserkrönung Ottos 962 n. Chr.: Als bei inneren Wirren in Deutschland Berengar wieder die alte
Einigungspolitik verfolgte und Papst Johann XII. angriff, rief dieser
Otto
I. zu Hilfe. Dieser zog 961 n. Chr. erneut nach Italien und ließ sich am
31.
Januar 962 n. Chr. in der
Petersbasilika in Rom zum römischen Kaiser
krönen.
Damit wurde das Römerreich von den Franken auf die Deutschen
übertragen. Im
Krönungsvertrag wurden dem Papst der Kirchenstaat bestätigt. Außerdem
wurde festgelegt, dass eine Papstwahl nur mit Zustimmung des deutschen
Königs gültig war, dass die Kaiserkrone Erbbesitz des deutschen Reiches
wurde und dass der Papst diese dem deutschen König nicht mehr streitig
machen konnte. Der Papst vollzog mit der Kaiserkrönung also nur noch
einen formellen Akt. Was
geschieht mit dem Königreich Italien?
Danach
wurde Berengar zum Thronverzicht gezwungen, aber erst 965 n. Chr. konnten die
Widerstände gegen die deutsche Herrschaft in Italien vorübergehend
überwunden werden, und erst ein erneuter, diesmal siebenjähriger
Italienzug befestigte Ottos Herrschaft endgültig. Von nun an wurden
im Hochmittelalter deutsche Könige mit der
Eisernen
Krone der Langobarden zu Königen von Italien gekrönt. Verhältnis
zu Byzanz: Dabei
unterwarf er auch die langobardischen Herzogtümer im Süden der
Apenninenhalbinsel (
Karte). Den Zusammenstoß mit Byzanz, das die Herrschaft Ottos
in Süditalien als eine Bedrohung seiner süditalienischen Besitzungen
betrachtete, löste er durch eine Heirat der Nichte des byzantinischen
Kaisers Johannes Tzimiskes mit seinem gleichnamigen Sohn Otto, was eine
Anerkennung der neuen Verhältnisse in Italien durch den byzantinischen
Kaiser bedeutete.
(Nach: Rudolf Pörtner:
Das Römerreich der Deutschen, München / Zürich 29. - 36. Tausend
Februar 1973, S. 97 f. und 104 ff.)
Aufgabenvorschläge
- Welche
Situation fand Otto I. in Italien vor?
- Welche
Gründe bewogen Otto I.,
in Italien einzugreifen? In welcher
Form griff er ein?
Was
geschieht mit dem Königreich Italien?
- Wie
kam es zur
Kaiserkrönung Ottos I. in Rom und welche Rolle
spielte dabei der Papst?
Verhältnis zu Byzanz: Wie
kam es zur Heirat zwischen Theophanu und Ottos I. gleichnamigem
Sohn? Worin besteht die Bedeutung dieser Heirat?
-
Überlege
selbst: Bedeutet
die Italienpolitik Ottos I. aus italienischer Sicht, dass ein
italienischer
Nationalstaat verhindert
wurde, oder hätte ein italienischer Nationalstaat damals gar keine Chance
gehabt? Begründe deine Meinung.
|
Der
Streit um Ottos Italienpolitik
Historiker des 19. und 20. Jahrhunderts kritisierten die Italienpolitik
Ottos I., angelehnt an den Historiker Sybel. "Mit seinen Romzügen
und seinem Kaiserehrgeiz habe er, so wird ihm (Otto) angelastet, `den
Reichswagen auf ein falsches Geleise geschoben`. Die Folge seien
unaufhörliche Auseinandersetzungen mit dem Papst und den ewig zu Verrat
und Niedertracht aufgelegten Mächten Italiens gewesen -
Auseinandersetzungen, die vom eigentlichen nationalen Interesse, der
Schaffung eines starken Staates und der Kolonisierung des nur dünn
besiedelten slawischen Ostens abgelenkt hätten." (Rudolf Pörtner:
Das Römerreich der Deutschen, München / Zürich 29. - 36. Tausend
Februar 1973, S. 111)
Der Historiker Martin Lintzel urteilt 1943: "Die Kaiserpolitik Ottos
war für die innere und äußere Sicherung des deutschen Staates nicht
notwendig. Sie hat einzelne Bezirke der innenpolitischen Stellung des
Königs vielleicht, die deutsche Politik im Osten und Norden
höchstwahrscheinlich beinträchtigt. [...] Der Weg, den Otto einschlug,
lockte und führte schließlich in einen Abgrund [...] Gewiss, es mag
sein, dass dieser Weg dem deutschen Reich zunächst ein glanzvolleres
Dasein sicherte; aber wenn man auf sein Ende sieht, so muss sich der
Eindruck des Glanzes verdunkeln." (Zit. nach ebenda, S. 111)
|

Pfalzkapelle in Aachen. Hier wurde Otto
I. und nach ihm viele weitere Herrscher zu deutschen Königen
erhoben (linke Spalte). Vor ihm wurde hier Karl der
Große erhoben.
550
Pixel
Mehr zur Pfalz von
Aachen

Pfalzkapelle in Aachen. Ehemaliges Atrium
550
Pixel

Insel Reichenau, Bodensee:
St. Georg Oberzell
800
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Insel Reichenau, Bodensee:
Ottonische Fresken St. Georg Oberzell
400
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