Revolution von 1848
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Frankfurter Paulskirche
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Frankfurter Stadtpanoramen - Paulskirche
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Inhalt:

Arbeitsmittel

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Basiswissen
1 - Übersicht  
2 - Anfangserfolge der Revolution  mit Aufgabenvorschlägen  
3 - Worum geht es in der deutschen Revolution? mit Aufgabenvorschlägen  
4 - Die Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche mit Aufgabenvorschlägen  
5 - Folgende Richtungen waren in der Paulskirche vertreten  mit Aufgabenvorschlägen  
6 - Folgende Richtung war nicht in der Paulskirche vertreten mit Aufgabenvorschlägen  
7 - Ergebnisse der Arbeit der Nationalversammlung / Paulskirchenverfassung
mit Aufgabenvorschlägen  
8 - Der Konflikt mit Dänemark im Sommer 1848  
9 - Der weitere Verlauf der Revolution mit Aufgabenvorschlägen  
10 - Ergebnisse der Revolution

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Deutschlandlied 
bundesregierung.de


Text des Liedes der Deutschen  
Von Hoffmann von Fallersleben
Alle 3 Strophen, nur die letzte ist die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.

Aufgabe:
Erkläre, weshalb die erste und zweite Strophe heute nicht zur Nationalhymne gehören.

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Basiswissen 

1 - Übersicht

Der Aufstand der schlesischen Weber von 1844 und die Hungerkrise von 1846/47 waren die unmittelbaren Vorboten des revolutionären Bebens von 1848 in Deutschland. Die Revolution von 1848/49 geht von Frankreich aus und breitet sich über ganz Europa aus. Nach revolutionären Anfangserfolgen können sich aber die Monarchen durchsetzen und die Revolution überall unterdrücken.

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2 - Anfangserfolge der Revolution

Nach wenigen Tagen springt der revolutionäre Funke von Frankreich, wo der "Bürgerkönig" Louis Philippe gestürzt wird, auf Deutschland über. Dort werden auf Volksversammlungen und Demonstrationen die so genannten "Märzforderungen" gestellt: Einführung der Pressefreiheit, Einrichtung von Schwurgerichten, Volksbewaffnung und Berufung eines nationalen Parlaments. Die Monarchen spielen auf Zeit und kommen um die Lage zu beruhigen  den Forderungen mit der Berufung liberaler Minister ("Märzminister") entgegen.

In Österreich muss der konservative Staatskanzler Fürst Metternich ( System Metternich) fliehen, eine bewaffnete   Bürgergarde wird zugelassen und dem Volk eine Verfassung versprochen.

In Preußen kommt es mehrfach zu blutigen Zusammenstößen zwischen Militär und protestierendem Volk. Wegen der erfolgreichen Erhebung in Wien und der angespannte Atmosphäre in Berlin schwenkt der preußische König um, hebt die Zensur auf (vgl. Karlsbader Beschlüsse) und beruft einen Landtag ( Parlament von Preußen) ein. Als während der Beifallsbekundungen der auf dem Schlossplatz versammelten Menge zufällig ein Schuss fällt, kommt es doch noch zu Straßenkämpfen, bei denen mehr als 230 Menschen sterben (Märzgefallene). Drei Tage später reitet der König mit angelegter schwarz-rot-goldener Binde durch Berlin (vgl. hier). Preußen gehe fortan in Deutschland auf. Der König setzt ein liberales Ministerium und eine preußische Nationalversammlung ein. (Quelle: Nach Schilderung der Märzereignisse auf den Seiten des Deutschen Bundestags)

Im Jahre 1848 werden an folgenden Orten Nationalversammlungen geschaffen: in Paris für Frankreich, in Frankfurt am Main für ganz Deutschland (für einen deutschen Nationalstaat, Tagungsort Paulskirche), in Berlin für Preußen, in Wien für Österreich und in Budapest für Ungarn.

Für den neuen Nationalstaat wird eine machtlose Exekutive ohne Heer, Verwaltung und Steuern geschaffen. Sie besteht aus dem Reichsverweser Erzherzog Johann von Österreich (vgl. hier) sowie Ministern und wird vom Ausland nicht anerkannt.

Größere Aufstandsbewegungen in den Jahren 1848/49 gibt es in Frankreich, in Baden und der Pfalz, in Schleswig und Holstein, in Sachsen, Prag, Wien, Budapest, Mailand, Venedig, Neapel und im Kirchenstaat sowie in Polen, vgl. Karte.

 

Aufgabenvorschläge zu den Anfangserfolgen der Revolution
  1. Zeichne unter der Überschrift "Anfangserfolge der Revolution" eine aufsteigende Linie und trage dort mit Hilfe von Textabschnitt 1 und Textabschnitt 2 die Anfangserfolge der Revolution ein.

  2. Rufe die Karte "Europa nach dem Wiener Kongress" auf, lade die Umrisskarte herunter und trage die Nationalversammlungen (blauer Kreis) sowie die größeren Aufstandsbewegungen (roter Kreis) ein.

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3 - Worum geht es in der deutschen Revolution?

In Deutschland geht es um die Abschaffung der Reste des Feudalismus, die in manchen deutschen Staaten die napoleonische Zeit und den Vormärz überdauert hatten, um die Schaffung von Verfassungen in den Einzelstaaten und um die Schaffung eines deutschen Nationalstaats ( Nationalismus). Dieser und seine Verfassung wurden in der Frankfurter Paulskirche ausgearbeitet.
Aufgabenvorschlag "Worum geht es?"
  1. Übernehme die Überschrift von Textabschnitt 3 und notiere dazu Stichworte. Notiere die Begriffe, falls du sie nicht kennst.

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4 - Die Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche

Es ging um folgende den deutschen Nationalstaat und seine Verfassung betreffende Fragen:

Weiterhin ging es um die Fragen Erb- oder Wahlkaisertum, absolutes Veto oder suspensives Veto.

Aufgabenvorschlag Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche
  1. Übernehme in Textabschnitt 4 die Überschrift „Die Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche“ und stelle die Problemfelder grafisch dar. 

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5 - Folgende Richtungen waren in der Paulskirche vertreten:

Die demokratische, bürgerliche, republikanische Linke (= Demokraten von 1848) will Volkssouveränität, allgemeines Wahlrecht, Volksbewaffnung (vgl. Bürgerwehr) und tiefer greifende soziale Reformen. Sie befürwortet Gewaltanwendung und ist für einen Zentralstaat.  Als Staatsform ist die Republik vorgesehen. Es handelt sich um Vorläufer der Sozialisten. Die republikanische Linke (sogenannte "Demokraten von 1848") wird besonders von manchen Akademikern oder Handwerkern unterstützt.

Das liberale Lager ( Liberale)  will Begrenzung der Revolution, Gewaltfreiheit und eine konstitutionelle Monarchie. Die Einzelstaaten sollen erhalten bleiben, aber bei starker Zentrale ( Bundesstaat). Sie setzen auf Zusammenarbeit mit den Monarchen ("Vereinbarung"). Die Liberalen haben Rückhalt beim besitzenden und gebildeten Bürgertum, z.B. bei Unternehmern.

Die Konservativen (lat. conservare = bewahren) wollen möglichst viel von der alten Macht der Monarchen und des Adels bewahren. Sie bestehen auf Erbkaisertum statt Wahlkaisertum , verlangen ein absolutes statt ein aufschiebendes (suspensives) Veto, wollen also einen möglichst starken Kaiser. Die Selbstständigkeit der Einzelstaaten soll möglichst wenig eingeschränkt werden ( Staatenbund). Die Konservativen werden von Adel, Kirche und Monarchen, gehobenen Beamten und Militärs, aber z.B. auch von ländlichen Schichten der Bevölkerung und anderen unterstützt.

Die politischen Richtungen bildeten in der Paulskirche Fraktionen, die in unterschiedlichen Gasthöfen tagten. Diese wiederum waren die Keimzellen politischer Parteien, die in der Revolutionszeit und danach entstanden.

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6 - Folgende Richtung war nicht in der Paulskirche vertreten:

Die Sozialisten spielten eine geringe Rolle, aber Karl Marx verfasste das "Kommunistische Manifest", die bedeutendste kommunistische Programmschrift. Er begründete damit die revolutionäre Richtung des Sozialismus. Naturgemäß wurden die Sozialisten besonders stark von Arbeitern unterstützt.

Quer zu diesen Richtungen bildete sich der politische Katholizismus mit Anhängern aus allen Klassen und Schichten der Gesellschaft.

Aufgabenvorschläge Richtungen in der Paulskirche
  1. Lege eine dreispaltige Tabelle mit den in der Paulskirche vertretenen politischen Richtungen an ( Textabschnitt 5) und trage deren jeweilige Forderungen ein. Notiere unter der Tabelle hinter Pfeilen die übrigen Informationen des Abschnitts.

  2. Notiere ( Textabschnitt 6), wer nicht in der Paulskirche vertreten war.

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7 - Ergebnisse der Arbeit der Nationalversammlung / Paulskirchenverfassung

Heraus kam eine kleindeutsche, bundesstaatliche, konstitutionelle Monarchie mit Erbkaisertum, suspensivem Veto und allgemeinem Wahlrecht (nur für Männer). Es galten die Grundrechte. Die Farben waren Schwarz-Rot-Gold. Paulskirchenverfassung vgl. interaktive Verfassungen hier.
Aufgabenvorschläge Ergebnisse der Arbeit der Nationalversammlung / Paulskirchenverfassung

  1. Arbeitsblatt Paulskirchenverfassung

    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe des Interaktivs Paulskirchenverfassung aus.

  2. Rufe den Link Herkunft und Bedeutung der deutschen Nationalflagge“ auf und notiere die beiden Theorien über die Herkunft der Farben der Nationalflagge.

  3. Notiere mit Hilfe von Textabschnitt 7, was im Schema auf dem Arbeitsblatt nicht enthalten ist.

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8 - Der Konflikt mit Dänemark im Sommer 1848

Er verläuft in mehreren Schritten.

1. Schritt: Dänemark versucht, die Personalunion zwischen Dänemark einerseits und Schleswig und Holstein andererseits in eine Realunion umzuwandeln. Schleswig und Holstein sollten also Bestandteil Dänemarks werden.

2. Schritt: Daraufhin marschiert Preußen in Dänemark ein und erringt Siege.

3. Schritt: England und Russland greifen in den Konflikt ein, weil sie um das Gleichgewicht in Europa fürchten. Sie üben Druck auf Preußen aus sich zurückzuziehen.

4. Schritt: Daraufhin kommt es am 26.8.1848 zum Waffenstillstand von Malmö, ohne dass Preußen zuvor die Nationalversammlung in Frankfurt oder die provisorische Zentralgewalt um den Reichsverweser gefragt hätte. Die preußischen Truppen ziehen sich zurück.

5. Schritt: Es entsteht eine Welle nationaler Leidenschaft gegen Dänemark und Preußen. Dennoch anerkennt die Nationalversammlung am 16.9. mit knapper Mehrheit den Waffenstillstand von Malmö.

6. Schritt: Am 18.9. gibt es Demonstrationen  gegen sogenannte "Volksverräter" , also die gemäßigten liberalen Kräfte in der Paulskirche, die dem Waffenstillstand zugestimmt hatten. Österreichische und preußische Truppen greifen zu deren Gunsten ein, es kommt zum Volksaufstand und zum Mord an zwei Abgeordneten.

7. Schritt Gustav Struve unternimmt in Lörrach in Baden am 21.9. einen zweiten Anlauf zur Errichtung einer Republik, der wiederum, wie der erste Versuch ("Heckerzug" im April in Baden), scheitert. Demokraten und Liberale sind nun endgültig zerstritten, es hat sich gezeigt, dass die Liberalen vom Schutz österreichischer und preußischer Truppen abhängig sind.

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9 - Der weitere Verlauf der Revolution

Seit dem Sommer 1848 kann sich die Gegenrevolution der Monarchen festigen. Im Juni werden Mailand und Venedig, im Oktober Wien von kaisertreuen Truppen zurückerobert, Revolutionäre ( Robert Blum) hingerichtet. In Preußen löst der König im November die Nationalversammlung auf.

Der preußische König lehnt im April 1849 die Kaiserkrone ab. Im Mai berufen Preußen und Österreich "ihre" Abgeordneten aus der Frankfurter Nationalversammlung ab, ein Restparlament ("Rumpfparlament"), das sich nach Stuttgart zurückgezogen hat, wird im Juni von württembergischen Truppen aufgelöst.

Ein letzter von insgesamt drei republikanischen Anläufen, die Reichsverfassungskampagne (Dresden, Baden, Pfalz!), scheitert ebenso wie seine Vorgänger. Die letzten Aufständischen müssen in Rastatt kapitulieren.

Aufgabenvorschlag zum weiteren Verlauf der Revolution
  1. Nimm ein DIN A4 Blatt quer, zeichne eine fallende Linie von links oben nach rechts unten ein und trage mit Hilfe von Textabschnitt 9 den weiteren Verlauf der Revolution (Ereignisse) ein. 

  2. Schaue nach, wer Robert Blum war und notiere es.

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10 - Ergebnisse der Revolution

Die Paulskirchenverfassung wurde aber zum Vorbild für die späteren demokratischen deutschen Verfassungen. Es entwickelte sich eine demokratische Öffentlichkeit durch Anfänge des Parteiwesens, durch Vereine, Versammlungen, Flugblätter, Presse usw.

Nach dem Strafgericht der Sieger (Erschießungen, Haftstrafen, Vermögenseinzug) kam es zu einer Entpolitisierung und zu Auswanderung in großem Stil.

Immerhin wurde auch im letzten Winkel Deutschlands die Leibeigenschaft bzw. die Reste des Feudalismus abgeschafft und Preußen bekam eine konservative Verfassung. Die Frauenbewegung begann sich zu entwickeln.

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Informationen zur politischen Bildung, Heft 265, bpb. Kann dort auch als Heft bestellt werden.
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Informationen zur politischen Bildung, Heft 163, bpb.
Dort "Die europäischen Revolutionen 1848/49" anklicken. Knapp und übersichtlich.
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