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Jahrhundert (Rheinbund) bis zur Gegenwart
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Paulskirchenverfassung 1849

Preußische Verfassung von 1850
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Personen

Georg Büchner
Lebenslauf.
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Hoffmann von Fallersleben
gutenberg.spiegel.de

Ferdinand Freiligrath
Lebenslauf.
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de

Heinrich Heine
Lebenslauf.
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de

Emma Herwegh
Eine Amazone namens Emma.
taz.de

Mathilde Franziska Anneke
Moderation Carmen Stadelhofer/ Ellen Salverius-Krökel.
uni-ulm.de
Siehe auch
Frauen

Georg Herwegh
Lebenslauf.
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
Friedrich Hecker
Projektergebnis North County High School - GZG
gzg.fn.bw.schule.de
Gustav Struve
Projektergebnis North County High School - GZG
gzg.fn.bw.schule.de

Carl Schurz
Projektergebnis North County High School - GZG
gzg.fn.bw.schule.de
Heinrich von Gagern
Von Wolfgang Klötzer
ahf-muenchen.de
Robert Blum
netlexikon. Mit Selbstzeugnissen
de.wikipedia.org
Johann, Erzherzog von Österreich
Österreich Lexikon
aeiou.at

Karl Marx
Lebenslauf.
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de

Friedrich Engels
Lebenslauf.
Mit zentralen Werken
gutenberg.spiegel.de
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Schauplätze
Frankfurter Paulskirche
de.wikipedia.org

Frankfurter Stadtpanoramen - Paulskirche
stadtpanoramen.de
Revolutionspfad Raststatt
rastatt.de
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Bücherecke

Bücher zum Thema 18. und 19.
Jahrhundert
in der KMG- Schülerbücherei
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|
Die Freiheit führt das Volk (Eugène
Delacroix)
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Die Freiheit führt das Volk (Eugène Delacroix)
Ersatzlink
kunstbilder-galerie.de

Deutschlandlied
bundesregierung.de

Text des Liedes der Deutschen
Von Hoffmann von Fallersleben
Alle 3 Strophen, nur die letzte ist die Nationalhymne der Bundesrepublik
Deutschland.
Aufgabe:
Erkläre, weshalb die erste und zweite Strophe heute nicht zur
Nationalhymne gehören. |
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Basiswissen
1 - Übersicht Der Aufstand der
schlesischen Weber von 1844 und die Hungerkrise von 1846/47 waren die
unmittelbaren Vorboten des revolutionären Bebens von 1848 in Deutschland.
Die Revolution von 1848/49 geht
von Frankreich aus und breitet sich über ganz Europa aus. Nach
revolutionären Anfangserfolgen können sich aber die Monarchen durchsetzen
und die Revolution überall unterdrücken.
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2 - Anfangserfolge der Revolution
Nach wenigen Tagen springt der
revolutionäre Funke von Frankreich, wo der "Bürgerkönig" Louis Philippe
gestürzt wird, auf Deutschland über. Dort werden auf Volksversammlungen
und Demonstrationen die so genannten "Märzforderungen" gestellt:
Einführung der Pressefreiheit, Einrichtung von Schwurgerichten,
Volksbewaffnung und Berufung eines nationalen
Parlaments. Die
Monarchen
spielen auf Zeit und kommen um die Lage zu beruhigen den Forderungen
mit der Berufung
liberaler Minister
("Märzminister") entgegen.
In Österreich muss der
konservative Staatskanzler Fürst Metternich (
System
Metternich) fliehen,
eine bewaffnete
Bürgergarde wird zugelassen und dem Volk eine
Verfassung versprochen.
In Preußen kommt es mehrfach
zu blutigen Zusammenstößen zwischen Militär und protestierendem Volk.
Wegen der erfolgreichen Erhebung in Wien und der angespannte Atmosphäre in
Berlin schwenkt der preußische König um, hebt die
Zensur auf
(vgl.
Karlsbader
Beschlüsse) und beruft
einen Landtag (
Parlament
von Preußen) ein. Als während der Beifallsbekundungen der auf dem
Schlossplatz versammelten Menge zufällig ein Schuss fällt, kommt es doch
noch zu Straßenkämpfen, bei denen mehr als 230 Menschen sterben
(Märzgefallene). Drei Tage später reitet der König mit angelegter
schwarz-rot-goldener Binde durch Berlin (vgl.
hier). Preußen gehe fortan in
Deutschland auf. Der König setzt ein
liberales Ministerium und eine
preußische
Nationalversammlung ein.
(Quelle: Nach Schilderung der Märzereignisse
auf den Seiten des Deutschen Bundestags)
Im Jahre 1848 werden an folgenden
Orten
Nationalversammlungen geschaffen: in Paris für Frankreich, in
Frankfurt am Main für ganz Deutschland (für einen deutschen
Nationalstaat,
Tagungsort Paulskirche), in Berlin für Preußen, in Wien für Österreich und in
Budapest für Ungarn.
Für den neuen
Nationalstaat
wird
eine machtlose
Exekutive ohne Heer, Verwaltung und Steuern geschaffen. Sie
besteht aus dem Reichsverweser Erzherzog Johann von Österreich (vgl.
hier)
sowie
Ministern und wird vom Ausland nicht anerkannt.
Größere Aufstandsbewegungen
in den Jahren 1848/49 gibt es in Frankreich, in Baden und der Pfalz, in
Schleswig und Holstein, in
Sachsen, Prag, Wien, Budapest, Mailand, Venedig, Neapel und im
Kirchenstaat sowie in Polen, vgl.
Karte.
Aufgabenvorschläge
zu den Anfangserfolgen der Revolution
- Zeichne unter der
Überschrift "Anfangserfolge der Revolution" eine
aufsteigende Linie und trage dort mit Hilfe von
Textabschnitt
1 und
Textabschnitt 2 die
Anfangserfolge der Revolution ein.
- Rufe die
Karte
"Europa nach dem Wiener Kongress" auf, lade die
Umrisskarte herunter und trage die Nationalversammlungen (blauer
Kreis) sowie die größeren Aufstandsbewegungen (roter Kreis)
ein.
|
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3 - Worum geht es in der
deutschen Revolution?
In Deutschland geht es um die Abschaffung der Reste des
Feudalismus, die in manchen deutschen Staaten die napoleonische
Zeit und den Vormärz überdauert hatten, um die Schaffung von
Verfassungen
in den Einzelstaaten und um die Schaffung eines deutschen
Nationalstaats (
Nationalismus). Dieser und seine
Verfassung wurden in
der
Frankfurter Paulskirche ausgearbeitet.
Aufgabenvorschlag
"Worum geht es?"
- Übernehme die Überschrift
von
Textabschnitt 3 und notiere dazu Stichworte.
Notiere die Begriffe, falls du sie nicht kennst.
|
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4 - Die Problemfelder in
der Arbeit der
Paulskirche
Es ging um folgende den deutschen
Nationalstaat und seine
Verfassung
betreffende Fragen:
Weiterhin ging es um die Fragen
Erb- oder
Wahlkaisertum,
absolutes
Veto oder
suspensives
Veto.
Aufgabenvorschlag
Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche
- Übernehme in
Textabschnitt
4 die Überschrift „Die Problemfelder in der Arbeit der Paulskirche“ und stelle die Problemfelder grafisch dar.
|
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5 -
Folgende Richtungen waren in der
Paulskirche vertreten:
Die demokratische, bürgerliche,
republikanische Linke (=
Demokraten
von 1848) will
Volkssouveränität,
allgemeines
Wahlrecht, Volksbewaffnung (vgl.
Bürgerwehr)
und tiefer
greifende soziale Reformen. Sie befürwortet Gewaltanwendung und ist für
einen
Zentralstaat.
Als Staatsform ist die
Republik
vorgesehen. Es handelt sich um Vorläufer der
Sozialisten. Die republikanische Linke (sogenannte
"Demokraten von 1848") wird besonders von manchen Akademikern oder
Handwerkern unterstützt.
Das liberale Lager (
Liberale)
will Begrenzung der Revolution,
Gewaltfreiheit und eine
konstitutionelle
Monarchie. Die Einzelstaaten
sollen erhalten bleiben, aber bei starker Zentrale (
Bundesstaat). Sie setzen auf
Zusammenarbeit mit den Monarchen
("Vereinbarung").
Die Liberalen haben Rückhalt beim besitzenden und gebildeten Bürgertum, z.B. bei
Unternehmern.
Die
Konservativen (lat. conservare = bewahren)
wollen möglichst viel von der alten Macht der Monarchen
und des Adels bewahren. Sie bestehen auf
Erbkaisertum
statt
Wahlkaisertum
, verlangen ein absolutes statt ein aufschiebendes (suspensives)
Veto, wollen also einen möglichst starken Kaiser. Die Selbstständigkeit
der Einzelstaaten soll möglichst wenig eingeschränkt werden (
Staatenbund).
Die Konservativen werden von Adel, Kirche und Monarchen, gehobenen Beamten
und Militärs, aber z.B. auch von ländlichen Schichten der Bevölkerung und
anderen unterstützt.
Die politischen Richtungen bildeten
in der Paulskirche
Fraktionen,
die in unterschiedlichen Gasthöfen tagten. Diese wiederum waren die
Keimzellen politischer
Parteien, die in der Revolutionszeit und danach
entstanden.
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6 - Folgende Richtung war nicht in
der
Paulskirche vertreten:
Die
Sozialisten spielten eine geringe Rolle, aber Karl Marx
verfasste das
"Kommunistische Manifest", die bedeutendste kommunistische
Programmschrift. Er begründete damit die revolutionäre Richtung des
Sozialismus.
Naturgemäß wurden die Sozialisten besonders stark von Arbeitern
unterstützt.
Quer zu diesen Richtungen bildete
sich der
politische Katholizismus mit Anhängern aus allen Klassen
und Schichten der Gesellschaft.
Aufgabenvorschläge
Richtungen in der Paulskirche
- Lege eine dreispaltige Tabelle mit den in der Paulskirche vertretenen politischen Richtungen an
(
Textabschnitt 5) und trage deren jeweilige Forderungen ein. Notiere unter der Tabelle hinter Pfeilen die übrigen Informationen des
Abschnitts.
- Notiere (
Textabschnitt
6), wer nicht in der Paulskirche vertreten war.
|
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7 - Ergebnisse der Arbeit der
Nationalversammlung / Paulskirchenverfassung
Heraus kam eine
kleindeutsche,
bundesstaatliche,
konstitutionelle Monarchie mit
Erbkaisertum, suspensivem
Veto und
allgemeinem Wahlrecht
(nur für Männer). Es galten die
Grundrechte. Die Farben waren Schwarz-Rot-Gold. Paulskirchenverfassung vgl. interaktive
Verfassungen hier.
Aufgabenvorschläge
Ergebnisse der Arbeit der Nationalversammlung /
Paulskirchenverfassung

Arbeitsblatt
Paulskirchenverfassung
Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es mit Hilfe des
Interaktivs
Paulskirchenverfassung
aus.
- Rufe den Link
„Herkunft und Bedeutung der deutschen
Nationalflagge“ auf und notiere die beiden Theorien über die Herkunft der Farben der Nationalflagge.
- Notiere mit Hilfe von
Textabschnitt
7, was im Schema auf dem Arbeitsblatt nicht enthalten
ist.
|
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8 - Der Konflikt mit Dänemark im Sommer 1848
Er verläuft in mehreren Schritten.
1. Schritt: Dänemark versucht, die
Personalunion zwischen Dänemark einerseits und Schleswig und Holstein
andererseits in eine
Realunion umzuwandeln. Schleswig und Holstein sollten
also Bestandteil Dänemarks werden.
2. Schritt: Daraufhin marschiert
Preußen in Dänemark ein und erringt Siege.
3. Schritt: England und Russland
greifen in den Konflikt ein, weil sie um das Gleichgewicht in Europa
fürchten. Sie üben Druck auf Preußen aus sich zurückzuziehen.
4. Schritt: Daraufhin kommt es am
26.8.1848 zum Waffenstillstand von Malmö, ohne dass Preußen zuvor die
Nationalversammlung in Frankfurt oder die provisorische Zentralgewalt um
den Reichsverweser gefragt hätte. Die preußischen Truppen ziehen sich
zurück. 5.
Schritt: Es entsteht eine Welle nationaler Leidenschaft gegen Dänemark
und Preußen. Dennoch anerkennt die
Nationalversammlung am 16.9.
mit knapper Mehrheit den Waffenstillstand von Malmö.
6. Schritt: Am 18.9. gibt es
Demonstrationen gegen sogenannte "Volksverräter" , also die
gemäßigten
liberalen Kräfte in der Paulskirche, die dem Waffenstillstand
zugestimmt hatten. Österreichische und preußische Truppen greifen zu deren
Gunsten ein, es kommt zum Volksaufstand und zum Mord an zwei Abgeordneten.
7. Schritt
Gustav Struve unternimmt in
Lörrach in Baden am 21.9. einen zweiten Anlauf zur Errichtung einer
Republik, der wiederum, wie der erste Versuch ("Heckerzug" im April in
Baden), scheitert.
Demokraten und
Liberale sind nun endgültig zerstritten,
es hat sich gezeigt, dass die
Liberalen
vom Schutz österreichischer und
preußischer Truppen abhängig sind.
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9 - Der weitere Verlauf der Revolution
Seit dem Sommer 1848 kann sich die
Gegenrevolution der Monarchen festigen. Im Juni werden Mailand und
Venedig, im Oktober Wien von kaisertreuen Truppen zurückerobert, Revolutionäre
(
Robert Blum) hingerichtet. In Preußen löst der König im
November die Nationalversammlung auf.
Der preußische König
lehnt im April 1849 die Kaiserkrone ab. Im Mai berufen Preußen und
Österreich "ihre" Abgeordneten aus der Frankfurter
Nationalversammlung ab,
ein
Restparlament ("Rumpfparlament"), das sich nach Stuttgart
zurückgezogen hat, wird im Juni von württembergischen Truppen aufgelöst.
Ein letzter von
insgesamt drei
republikanischen Anläufen, die Reichsverfassungskampagne
(Dresden, Baden, Pfalz!), scheitert ebenso wie seine Vorgänger. Die
letzten Aufständischen müssen in
Rastatt kapitulieren.
Aufgabenvorschlag
zum weiteren Verlauf der Revolution
- Nimm ein DIN A4 Blatt quer,
zeichne eine fallende Linie von links oben nach rechts unten ein
und trage mit Hilfe
von
Textabschnitt 9 den weiteren Verlauf der Revolution (Ereignisse)
ein.
- Schaue nach, wer
Robert Blum war
und notiere es.
|
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10 - Ergebnisse der Revolution Die
Paulskirchenverfassung wurde aber zum Vorbild für die späteren
demokratischen deutschen
Verfassungen.
Es entwickelte sich eine demokratische
Öffentlichkeit durch Anfänge des
Parteiwesens, durch Vereine,
Versammlungen, Flugblätter, Presse usw.
Nach dem Strafgericht der Sieger
(Erschießungen, Haftstrafen, Vermögenseinzug) kam es zu einer
Entpolitisierung und zu
Auswanderung in großem Stil.
Immerhin wurde auch im letzten Winkel Deutschlands die
Leibeigenschaft
bzw. die Reste des
Feudalismus
abgeschafft und
Preußen bekam eine konservative
Verfassung. Die
Frauenbewegung begann
sich zu entwickeln.
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zur politischen Bildung, Heft 163, bpb.
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