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Epochen, Ereignisse, Begriffe
Grundkarte Römisches Reich
Material Geschichtszentrum

Kartenpuzzle Römer
Material Geschichtszentrum

Etrusker, Griechen und Karthager im Gebiet des heutigen Italien
Seite von Martin Bode
ewetel.net

Ancient Rome
Die sieben Hügel, die Siedlung auf dem Palatin, Roma Quadrata
wps.ablongman.com

Rom 264 v.Chr.
wps.ablongman.com

Zweiter Punischer Krieg
wps.ablongman.com

Feldzüge Cäsars (Career of Julius Caesar)
wps.ablongman.com

Das römische Reich 14 und 117 n.Chr.
wps.ablongman.com

Karte: Krise des 3. Jhs - Neue Situation
an den Grenzen
gzg.fn.bw.schule.de
Das Römische Reich 395 n.Chr.
Material Geschichtszentrum

Karte obergermanischer und rätischer Limes, Dekumatenland
gzg.fn.bw.schule.de
The Spread of Christianity - Die Ausbreitung des Christentums im Römischen
Reich
wps.ablongman.com
Roman World - Origins of Emperors
Karte der University of Oregon
darkwing.uoregon.edu
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Bildersammlung

Vedute die Roma
Riesige Bildersammlung zu Rom
siba.fi
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Bilderserie Etrusker

The Etruscan Art Gallery
Link öffnet mit den Fresken der Nekropole von Tarquinia. Weitere
Bilderserien: Schmuck, Keramik, Bronzen und Spiegel. Jedes Bild anklickbar
für Vergrößerung.
mysteriousetruscans.com
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Bilderserie römischer Gebäudetypen

Maison carrée, Nîmes
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Bild: Geschichtszentrum

Podiumtempel
Kann nur von vorne über einen Treppenaufgang betreten werden.
Maison carrée, Nîmes
Eigenmaterial Geschichtszentrum

Basilika S. Sabina, Rom, Außenansicht
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Bild: Geschichtszentrum

Basilika S. Sabina, Rom, Innenansicht
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Bild: Geschichtszentrum

Basilika
Öffentliche Markt- oder Gerichtshalle im Römischen Reich
Reste der Maxentius- Basilika, Rom, Forum Romanum
roma-antiqua.de
Rekonstruktion der Maxentius- Basilika mit Statue Kaiser Konstantins
archmedia.yonsei.ac.kr
Weitere Rekonstruktion der Maxentius- Basilika mit Statue Kaiser Konstantins
rogerspace.org
Vgl.
Santa Sabina auf dieser Seite.

Überreste der Kolossalstatue Kaiser Konstantins aus der Maxentius- bzw.
Konstantinsbasilika (1)
Kapitolinisches Museum, Rom
de.academic.ru
Überreste der Kolossalstatue Kaiser Konstantins aus der Maxentius- bzw.
Konstantinsbasilika (2)
Kapitolinisches Museum, Rom
fsgmarbach.de
Santa Sabina, Rom, Außenansicht
stuardtclarkesrome.com
Santa Sabina, Rom, Weitere Außenansicht
contracosta.cc.ca.us
Santa Sabina, Rom, Innenansicht
commons.wikimedia.org
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Kaiser Titus
Pompeianum, Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum

Triumphbogen einbogig
Nach
siegreichen Feldzügen errichtet zu Ehren eines Feldherrn, in der Kaiserzeit
zu Ehren des Kaisers, hier des Kaisers Titus. Der Bogen steht in Rom auf dem
Forum Romanum
upload.wikimedia.org
Vgl. auch
Santa Sabina.
Detail vom Triumphbogen des Kaisers Titus
Beutestücke aus dem Tempel von Jerusalem
(Triumphbogen errichtet anlässlich des Sieges im Jüdischen Krieg.
Mit der Beute aus diesem Krieg wurde das Kolosseum
finanziert.)
1600 Pixel
Geschichtszentrum
Weiteres
Detail vom Triumphbogen des Kaisers Titus
Victoria hält Siegeskranz über
Titus auf dem Triumphwagen
1600
Pixel
Geschichtszentrum

Titusbogen, Forum Romanum, Rom
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Bild: Geschichtszentrum

Triumphbogen des Septimius Severus, Rom
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Bild: Geschichtszentrum
Triumphbogen des Septimius Severus, dreibogig, Rom
Über
dem rechten Durchgang eine damnatio memoriae (Auslöschung der
öffentlichen Erinnerung durch Löschung des Namens).
1600
Pixel
Geschichtszentrum
Triumphbogen des Septimius Severus,
Victorien über dem Mittelbogen
1600
Pixel
Geschichtszentrum

Triumphbogen des
Septimius Bilderserie, auch details wie Victoria
Bild
Durch den Mittelbogen blickt man auf die Reste des Tempels des Divus
Julius = des Julius Cäsar, errichtet an der Stelle, wo 44 v.Chr. seine
Leiche verbrannt wurde.
livius.org
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Curia
Rom, Forum Romanum
Regierungssitz, außerhalb Roms auch Rathaus
upload.wikimedia.org
Curia, Rekonstruktion
mg366.imageshack.us
Curia, Innenraum
Rom, Forum Romanum
Teilweise originaler spätantiker Marmorfußboden, auf den Stufen standen die
Sitze der Senatoren
raceandhistory.com
Curia, Außenansicht und Innenraum, Rekonstruktionen
Rom, Forum Romanum
vitruvius.be
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Circus
Maximus heute, Rom
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Bild: Geschichtszentrum
Circus, Rekonstruktion
Circus Maximus, Rom
Dient der Veranstaltung von Wagenrennen, nicht dem Gladiatorenkampf
cartage.org.lb

Circus Maximus, Rekonstruktion, Lage
Oberhalb des Circus Maximus der Palatin mit den kaiserlichen Palästen, der
Kaiser hatte von dort aus direkten Zutritt zu seiner Loge.
cartage.org.lb
Näheres weiter
unten.
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Colosseum,
Rom
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Bild: Geschichtszentrum
Amphitheater
Colosseum, Rom
Heutiger Zustand
Ein Amphitheater diente Gladiatorenkämpfen, Tierhetzen, nachgespielten
Seeschlachten, usw.
Kann als Bildschirmhintergrund verwendet werden.
cs.unm.edu

Amphitheater Colosseum
Modell, Schnitt, usw.
ubject.jccssyl.edu.hk
Näheres siehe unten.
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Aqädukt,
Segovia, Spanien
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Bild: Geschichtszentrum

Aquädukt
Aquädukt von Nîmes. Aquädukte sind Wasserleitungen
artlex.com

Wie funktioniert ein Aquädukt?
Bild mit englischem Text, aber man versteht auch ohne Text.
sandia.gov
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Thermen, Modell
Caracallathermen
Große Thermen waren Bäder, Treffpunkte, Sportplatz und Bibliothek alles in
einem, kurz Freizeitzentren
cavazzi.com
Caracallathermen, Grundriss
ecole.orange.fr
Caracallathermen, Weiterer Grundriss
bible-history.com
Caracallathermen, Ausstattungsbeispiel
centaursystems.com
Caracallathermen, weiteres Ausstattungsbeispiel (Tepidarium)
biblepicturegallery.com

Caracallathermen heute
utexas.edu
Näheres siehe
unten.
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Kaiserforen
Grundriss der Kaiserforen, Rom.
Foren waren Zentren römisch- antiker Städte mit Tempel, Basilika,
Bibliothek, Markt, usw. Vor allem waren sie so auch öffentliche Treffpunkte.
maquettes-historiques.net
Kaiserforen im Modell
www2.siba.fi
Rekonstruktion der Kaiserforen
maquettes-historiques.net
Zentrum Roms mit Kaiserforen, Modell
www2.siba.fi
The Imperial Forums
Seite mit vielen Rekonstruktionen der Kaiserforen
maquettes-historiques.net

Trajansmärkte, Rekonstruktionszeichnung
Es handelt sich um eine riesige Einkaufspassage bzw. um einen Basar.
utexas.edu
Trajansforum, Grundriss
dartmouth.edu

Trajansmärkte heute
Zugänglich!
upload.wikimedia.org
Rekonstruktion einer Bibliothek
Museo della Civiltà Romana
www2.siba.fi
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Kuppelbau (Pantheon), Außenansicht Vogelperspektive
Rom
Die Römer kannten den Kuppelbau.
dolceroma.it

Kuppelbau (Pantheon), Außenansicht, Innenansicht, Schnitt,
Grundriss
Rom
uh.edu

Pantheon, Innenansicht
columbia.edu
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Bilderserie Ostia

Reste eines Mietshauses in Ostia
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Bild: Geschichtszentrum

Casa di Diana, Rekonstruktionen
philhist.uni-augsburg.de

Insula
Mietshaus
Museo della Civiltà Romana, Rom
www2.siba.fi
Porticus
www2.siba.fi
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Bilderserie Pompeji

Garten eines Hauses in Pompeji
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Bild: Geschichtszentrum

Pompeji
Text und Bildersammlung
Aus dem Menü: Text - Pompeji (Stadien und Arenen) - Die
Katastrophe - Vesuv - Villen - Fresken - Mosaiken - Strassen -
Alltagsleben - öffentl. Gebäude -
Begriffslexikon (siehe auch
Lexikonecke)
pompeji.de

Pompeji - die vom Vesuv verschüttete
Stadt
Bildersammlung und Text
Geschichte, Gesamtplan, pompejanisches Hausschema; Haus der Vettier, Haus
der Venus und Mysterienvilla ausführlicher.
antikefan.de

Die Ruinen von Pompeji - Reise in die römische Vergangenheit
Text und Bilder
Zeitmaschine in die Vergangenheit - Flucht in den Luxus -
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Kostenlose Hintergrundbilder (Sfondi) zu Pompeji für deinen Computer
marketplace.it
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Bilderserie Herkulaneum
Herkulaneum
antikefan.de

Herkulaneum
Bildersammlung und Text
Erhaltene Holzteile!
Lageplan, Geschichte, usw.
de.wikipedia.orgt
Bilderserien zu Rom
unter
"Die Stadt Rom"
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Religion

Jupitergigantensäule Walheim, Kopie
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Bild: Geschichtszentrum

Kleiner Tempel mit Götterstatue und
Opfergaben
Villa Rustica Hechingen- Stein
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Bild: Geschichtszentrum
Griechische und Römische Götter und Sagengestalten
sagengestalten.de
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Militär

Römische Reiter in
Paradeuniform
Bild
Von limesstrasse.de
Legionär und seine Ausrüstung
Interaktiv
roemercohorte.de

Römisches Legionslager
Bild und Text
novaesium.de

Römisches Militär am Niederrhein
Kaiserzeitliches und spätantikes Heer, Bewaffnung und Ausrüstung, Sold und
Auszeichnungen, Logistik, bauten des Heeres, Sozialstruktur des Heeres
Mit Bildern
novaesium.de
Im Schutze mächtiger Mauern - Spätrömische Kastelle im Bodenseeraum
Eine Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, Außenstelle Konstanz
lbsneu.schule-bw.de

Legionsadler
Bild
images.zeno.org

Onager
members.lycos.nl
Katapult (Balliste)
de.wikipedia.org

Katapult (Balliste) von unten
archaeologie-krefeld.de

Römisches Kriegsschiff vom Rhein
Museum für antike Schifffahrt Mainz
archaeologie-krefeld.de
Römische Kastelle und Befestigungen unten unter
"Limes".
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Limes

Karte obergermanischer und rätischer Limes, Dekumatenland
gzg.fn.bw.schule.de

Deutsche
Limesstraße
Einführung. Klicken Sie die Orte entlang des Limes an.
Trotz touristischer Interessen teils gute Bilder und
weiterführende Links.

Römisches Legionslager
roemische-imperium.de
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Die
Stadt Rom

Vedute die Roma
Riesige Bildersammlung zu Rom
siba.fi

Rundgänge zu den antiken Stätten Roms von ROMA ANTIQUA
Texte, Bilder (vergrößerbar), Rekonstruktionen, Pläne
roma-antiqua.de

Das Forum Romanum in Rom
Bilderserie mit Text
Schönes Übersichtsbild
antikefan.de

Rom virtuell
Gebäude vom Stadtplan oder aus einer Liste anklickbar.
Französischer Server. Alles da, übrigens auch die lateinischen
Texte
aus der
römischen Literatur
zu den einzelnen Örtlichkeiten.
unicaen.fr

Blick auf den
Palatin, den Sitz der römischen
Kaiser
Im Vordergrund der Circus Maximus, dahinter erhöht die Kaiserpaläste
Museo della Civiltà Romana
www2.siba.fi
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Brot
und Spiele

Colosseum: Die Superarena - Kampfbühne der Antike
Text und Bilder
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Auf Leben und Tod - Grausamer Todeskampf in der Arena
Text und Bilder
Erfahrungen als Gladiatorenarzt - Die Kraft der Pflanzen - Todesstoß als
Gnadenakt
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Die Gladiatorenschule von Capua - Eliteschmiede für Roms Unterhaltungsindustrie
Text und Bilder
Fairness und Chancengleichheit - Technik des Überlebens - Begehrte Ware
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de
Vergleiche
auch oben Amphitheater
Siehe auch oben Circus- Rekonstruktion

Die römischen Thermen
Bilder und Text
antikefan.de

Leben im Moloch der Großstadt - Enge Häuser, stinkende Kloaken
Text und Bilder
Schnell und Billig - Erholung für die Nasen - Schreckliche Epidemien
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Hauptstadt des Verbrechens - Mord und Totschlag an der Tagesordnung
Text und Bilder
Soziale Brennpunkte - Etruskisches Bauerndorf - Forschen im Großstadtmüll
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Romseite
PROJEKT INTERNET am FG / Uwe Becker.
Linksammlung zu Rom.
fg.vs.bw.schule.de
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Bilderserie Christentum 
Christus übergibt Petrus die
Himmelsschlüssel. Frühchristliches Mosaik aus S.Costanza, Rom
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für Vergrößerung
Bild: Geschichtszentrum
Vgl.
"Christentum" in der rechten Spalte.

Bilderserie Christentum Lernumgebung Römische Kultur und
Christentum
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Ravenna

Ravenna
Mit virtueller Tour. Man kann z.B. in der Apsis von San Vitale die
berühmten Mosaiken von Justinian und Theodora anzoomen, sogar recht
scharf! Ansonsten viele Bilder!
vista.it

Early Christian and Byzantine Art
Bildersammlung. Bekannteste
Bilder vorhanden, u.a. alte Petersbasilika
Art History Homepage
ou.edu
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Gesellschaft/
Sklaverei

Sklaverei in der Antike
Texte
Klaus Hylla
meinebibliothek.de
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Alltag

Taverne
in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum

Fresko
in derselben Taverne
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Bild: Geschichtszentrum

Öffentliche
Toiletten in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum

Handel
und Seefahrt:
Mosaik in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum

Atrium
Pompeianum Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum
Zum Speisesaal einer römischen Villa
(Römerhaus Augst)
Zum
Hausaltar einer römischen Villa (Römerhaus Augst)
Alltag im Römischen Reich
roemische-imperium.de

Alltag in Novaesium
Überblick über das römische Alltagsleben
novaesium.de

Römerstadt Augusta Raurica
Bedeutendste
Römersite der Schweiz in der Nähe von Basel. Ergiebiges Online-Material
auch zum Alltag der Römer
baselland.ch
Römerstadt Augusta Raurica
- Anklickbarer Plan für virtuelle Tour
baselland.ch

Augst und Kaiseraugst in der Kaiserzeit
gzg.fn.bw.schule.de
Virtueller Rundgang durch das Römerhaus in Augusta Raurica
baselland.ch
Villa Rustica (Römischer Gutshof) in
Hechingen Stein
Virtuelle Tour durch die Ausgrabungsstätte in
Hechingen/Stein! Die Seiten des Römischen Freilichtmuseums
Hechingen-Stein, alles in deutscher Sprache.
villa-rustica.de
Vergleiche auf dieser Seite auch "Romanisierung".
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Impressum

Impressum Das Geschichtszentrum
ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich.
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Basiswissen:
|
1 - Epochen der römischen Geschichte
|
Die Königszeit dauerte von 753 v.Chr. (sagenhaften Gründung Roms)
bis 509 v.Chr. Die letzten
Könige Roms waren etruskischer Herkunft.
Darauf folgte die Epoche der Republik von 509 v.Chr. bis 27 v.Chr.
In der Frühzeit der Republik, im 5. und 4. Jh. v.Chr., tobten die Ständekämpfe.
Außenpolitisch stieg Rom zur Weltmacht auf. Die Republik ging dann in den
Bürgerkriegen 133 - 27 v.Chr. unter.
Die Römische Kaiserzeit dauerte von 27 v.Chr. bis ins 3.Jh.
n.Chr.. Sie wurde von Kaiser Kaiser Augustus (27 v.Chr. - 14 n.Chr.)
eingeleitet, während dessen Regierung Jesus geboren wurde. Das Reich
wurde in vollem Umfang romanisiert (Romanisierung), das heißt,
dass die Kultur der Reichsteile dem römischen Vorbild angeglichen wurde.
Unter Kaiser Kaiser Trajan
(98 - 117 n.Chr.) erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung. Römische
Kaiser gab es bis zum Untergang des Römischen Reiches, doch die
Spätphase des Reiches nennt man Spätantike (3.Jh. - 476 n.Chr.).
Sie beginnt mit der Krise des 3. Jhs., wo das Reich durch den
Ansturm von Germanen im Norden und Neupersischem Reich im Osten sowie
durch Bürgerkriege an den Rand des Untergangs geriet. Erst Kaiser Kaiser Diocletian
(284 - 305 n.Chr.) meisterte die Krise.
Vom 1. - 4. Jh. n.Chr. vollzog sich der Aufstieg und Sieg des Christentums.
Kaiser Konstantin (306 - 337 n.Chr.) war der erste christliche Kaiser, Kaiser Theodosius (379 - 395 n.Chr.)
machte das Christentum zur Staatsreligion, was in der Folge bis ins 6. Jh.
zur Ausrottung des Heidentums führte. 395
n.Chr. wurde das Reich in West- und Oströmisches Reich geteilt (Reichsteilung). Untergang:
Das Weströmische Reich ging in der Völkerwanderung (375 - 568 n.Chr.)
im Jahr 476 n.Chr. unter, das Oströmische Reich verwandelte sich in das
Byzantinische Reich, das mit der Eroberung Konstantinopels durch die
Türken 1453 unterging.
Epochen, Ereignisse, Begriffe
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|
2 - Aufstieg zur Weltherrschaft und Gebietsumfang |

Römisches
Reich in der Kaiserzeit
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Bild: Geschichtszentrum
Rom
- das ist zunächst nur die Stadt am Tiber, die aber im Lauf der Zeit
zuerst ihr Umland, dann ganz Italien unterwirft. Mit der Einnahme von
Tarent im Jahr 272 v.Chr. beherrscht Rom nun ganz Unteritalien.
Nach dem 1. Punischen
Krieg (264 - 241 v.Chr.) und dem 2. Punischen Krieg (218 - 201 v.Chr.) gegen Karthago
beherrscht Rom das westliche Mittelmeerbecken.
168 v.Chr. besiegen die Römer Makedonien, nach dem 3. Punischen Krieg
(149 - 146 v.Chr.) werden im Jahr 146 Karthago und Korinth
zerstört. Auch
in Kleinasien und im ganzen Vorderen Orient dringen die Römer vor. 133
v.Chr. wird Pergamon römisch, 64 v.Chr. ordnet Pompeius den Orient neu:
Die Ränder Kleinasiens sowie Syrien werden römische Provinzen, das
Innere Kleinasiens, Armenien und Judäa werden römische Vasallenstaaten. 58
- 51 v.Chr. erobert Caesar Gallien, Augustus (31 bzw. 27 v.Chr. - 14
n.Chr.) verwandelt den ganzen Osten einschließlich Ägyptens endgültig
in römische Provinzen. Im Norden stellt er die Donaugrenze her. Der
Versuch, die Germanen zwischen Rhein und Elbe dauerhaft zu unterwerfen,
scheitert aber in der Schlacht im Teutoburger Wald 9 n. Chr..
Die größte Ausdehnung erreicht das Römische Reich unter
Kaiser Trajan (98 - 117 n.Chr.), der Dakien - das heutige Rumänien (Rom steckt
noch im Ländernamen) - und für kurze Zeit Mesopotamien erobert. Das
Reich erstreckt sich kurzzeitig von England bis an den persischen Golf. Auf die
Dauer aber bilden Rhein und Donau die Nordgrenze, der Euphrat und die
Wüste die Ostgrenze, die Sahara die Süd- und der Atlantik die Westgrenze
des Reiches.
Kartenlinks:
Grundkarte
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| 3
- Römische Gesellschaft
|
Im alten Rom standen sich
Patrizier und Plebejer gegenüber.
(Abschnitt „Römische Gesellschaft“ nach: Hense, Leonard: Griechisch- römische Altertumskunde, Münster, 1959, S. 258 ff.)
Die Patrizier bestanden aus einzelnen adligen Geschlechtern („gentes“, Einzahl die „gens“), deren Oberhaupt „pater familias“ genannt wurde. Der Begriff „Pater“ hatte aber mit unserem heutigen Begriff „Vater“ kaum etwas zu tun, sondern bedeutete, dass der „pater familias“ das rechtliche Oberhaupt der Familie war. „Familie“ war wesentlich mehr als eine heutige Kleinfamilie. Das zeigt sich daran, wer dem „pater familias“ rechtlich unterstand, nämlich:
Bekannte römische Großfamilien (Geschlechter) waren zum Beispiel die Cornelier, die Julier (Gaius Julius Caesar), usw. Den Angehörigen der adligen Großfamilien stand die römische Ämterlaufbahn offen.
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|
3b - Klienten / Klientelwesen
|
Die Klienten bildeten in ihrer Gesamtheit die Klientel (nicht das, sondern
die Klientel) einer adligen Großfamilie. Sie standen in einem besonderen Schutz- und Treuverhältnis zum pater familias, wobei die Treue auf Gegenseitigkeit beruhte. Zur Klientel gehörten:
-
abhängig gewordene Bauern, die vom Herr, dem „patronus“, gegen Leistungen Vieh und Ackerland erhielten
-
Besiegte, die durch einen eidlichen Vertrag in den Schutz der siegreichen gens gelangten
-
Besitzlose, die besonders, aber nicht nur, vor Gericht die Hilfe ihres Patrons in Anspruch nahmen. Im Gegenzug stimmten die Klienten bei den Wahlen für ihren Patron, statteten ihm den Morgenbesuch ab und geleiteten ihn zum Forum.
In republikanischer Zeit konnten ganze Städte oder Provinzen zur Klientel einer Adelsfamilie gehören. Im 1. Jahrhundert v.Chr., zur Zeit der Bürgerkriege, gelangte das Heer in die Klientel des Feldherrn, der dadurch ein Machtinstrument erhielt, mit dessen Hilfe er die Republik stürzen und eine Diktatur, am Ende sogar eine Monarchie errichten konnte. Marius, Sulla, Caesar und Pompeius, Oktavian Augustus und Antonius waren solche Heerführer. Augustus errichtete das römische Kaiserreich.
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Die Sklaven waren persönlich unfrei, sie konnten auch gekauft oder verkauft werden. Patrizierfamilien besaßen Tausende Sklaven. Diese standen unter dem Schutz der Hausgötter (Laren). Der Sklavenstand war erblich. Es gab Sklaven, die im Haushalt der Patrizier arbeiteten und solche, die auf den Landgütern beschäftigt waren. Manchen Haussklaven ging es in der Praxis besser als manchen freien römischen Bürgern, vor allem, wenn sie über eine hohe berufliche Qualifikation verfügten. Auch der Staat besaß Sklaven.
Erst in der Kaiserzeit wurde die Sklaverei auf dem Lande aus Mangel an neuen Sklaven zugunsten eines Pachtsystems, des Kolonats, zurückgedrängt, wobei der Pächter (Kolone) persönlich frei war. Der Patronus konnte auch Sklaven frei lassen, die dann zu seiner Klientel gehörten.
Aufgaben
zu 3a - 3c:
- Erkläre mit Hilfe des
Textabschnittes
Patrizier den Unterschied zwischen einem heutigen Familienvater und einem römischen pater familias, zwischen einer heutigen Familie und einer römischen Adelsfamilie.
- Was ist eine „gens“?
Erkläre den Begriff mit Hilfe des Textabschnittes
Patrizier.
- Stelle mit Hilfe des
Textabschnittes
Patrizier grafisch dar, wer dem pater familias unterstand.
- Was versteht man im alten Rom unter einem Klienten bzw. unter einer Klientel? Wer gehörte dazu?
Nimm den Textabschnitt
Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
- Zeige, inwiefern Herr und Klient voneinander profitierten.
Nimm den
Textabschnitt
Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
- Erkläre, warum das Klientelwesen am Ende zum Sturz der Republik beitrug.
Nimm den
Textabschnitt
Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
- Wodurch unterscheidet sich ein Sklave von einem Kolonen?
Nimm den
Textabschnitt
Sklaven zu Hilfe
|
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Die Plebejer standen dem römischen Adel gegenüber. Die Gesamtheit der Plebejer
hieß die "plebs". Es waren Freie ohne Grundbesitz. Zwischen Plebejern und Patriziern bestand ein Eheverbot. Im Verlauf der Ständekämpfe erlangten sie gegenüber dem Hochadel einige Rechte. Insbesondere setzten sie das Amt des Volkstribunen durch, die die Aufgabe hatten, die Plebejer gegen die Willkür adliger Beamter zu schützen. Mit ihrem Vetorecht (veto = lat. ich verbiete) konnten sie verbieten, dass Gesetze in Kraft traten.
Nach oben
Die reichsten Plebejer konnten seit 366 v. Chr. Konsul werden, ein Amt, das bisher nur den adligen Großfamilien zugänglich gewesen war. Dies gelang aber nur wenigen, zum Beispiel dem berühmten Redner und Schriftsteller Cicero. Diese erfolgreichsten Plebejer verbanden sich mit dem alten Patriziat zur Gruppe der Nobilität. Deren Angehörige bezeichneten sich als Nobiles oder
Optimaten (= Die Besten).
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Auch der Ritterstand gehörte zu den Plebejern. Er wurde so genannt, weil seine Angehörigen Pferde für die Reiterei stellten, was früher nur Aristokraten möglich gewesen war. Die Ritter betrieben Bankgeschäfte und bildeten Finanzierungsgesellschaften zur Pacht von Steuern und Zöllen, was ein einträgliches Geschäft auf Kosten der Provinzbewohner war.
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3g - Optimaten gegen Popularen
Während der Ständekämpfe standen sich Anhänger der Optimaten und Anhänger der Popolaren gegenüber. Die Popolaren bildeten die Volkspartei (populus = das Volk), wurden aber ebenfalls von Angehörigen der alten adligen Geschlechter (gentes) angeführt.
|
Aufgaben
zu 3d - 3g:
Was
versteht man unter folgenden Begriffen:
|
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| 4a
- Die römische Ämterlaufbahn (cursus honorum) |
Die römische Ämterlaufbahn begann mit dem Quästor. Dieser war Gehilfe höherer Beamter und zuständig für die Staatsfinanzen. Als nächster Schritt auf der Leiter folgte der
Ädil, der die Aufsicht über Straßen, Gasthäuser, Wasserleitungen, Thermen und Märkte, die Sorge um die Getreide- und Ölversorgung Roms sowie die Aufsicht über die öffentlichen Spiele
(ludi) inne hatte. Der nächsthöhere Beamte war der
Prätor, der den Konsuln unterstellt und für die Gerichtsbarkeit zuständig
war. Als Proprätor verwaltete er nach Ablauf seines Amtsjahres eine Provinz.
Höchste Beamte waren die beiden Konsuln, die zuständig waren für die Einberufung und Leitung der Volksversammlung, der sie auch Gesetze vorlegen dürfen, für die Einberufung des Senats, für die Ausführung der Beschlüsse und für Oberbefehl über die Truppen („Imperium“) zuständig, wobei dieser zwischen den Konsuln täglich wechselte. Wiederwahl war für Konsuln möglich. Nach Ablauf ihrer Wahlzeit konnten sie als Prokonsuln eine Provinz verwalten.
Oberster Steuerbeamter war der Censor, der vor allem die Bürgerlisten führte und für die Einteilung in die Vermögens- und Stimmrechtsklassen zuständig war.
Quästoren, Ädilen, Prätoren, Konsuln und Censoren bilden den Magistrat.
Prinzipiell galt das Prinzip der Annuität, also der Begrenzung der Amtsdauer auf ein Jahr (annus = das Jahr), und der
Kollegialität, was bedeutet, dass es für jedes Amt (mindestens) zwei Beamte gab, z. B. Jedes Jahr zwei Konsuln, die Kollegen waren. Nur Konsuln konnten wiedergewählt werden. Man wollte durch diese Prinzipien einem Amtsmissbrauch entgegen wirken und verhindern, dass einzelne Politiker zu mächtig wurden.
Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Ämter statt nur Patriziern auch herausragenden Patriziern zugänglich.
Die Beamten wurden von den Volksversammlungen gewählt, die in unterschiedlicher und komplizierter Ordnung zusammentraten. Die Ämter waren
ehrenamtlich.
Der Senat war das eigentliche Führungsgremium im alten Rom. Ihm gehörten ehemalige Konsuln und die Oberhäupter der Adelsgeschlechter
an, er war ein Instrument der
Optimaten. Was er bestimmte, hatten die Magistrate auszuführen.
Volksbeschlüsse wurden durch seine Zustimmung kraft der „auctoritas patrum“ (Autorität der Väter)
wirksam.
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|
4b - Wichtige Ämter außerhalb des cursus honorum |
Der Volkstribun war ein rein
plebejischer Beamter, das Amt entstand im Zuge der Ständekämpfe. Er hatte die Interessen der Plebejer zu vertreten und wurde von einer reinen Plebejerversammlung gewählt. Er hatte das Vetorecht gegen Beschlüsse der Volksversammlung (veto = ich verbiete) und konnte Maßnahmen der Beamten verhindern.
Für den Fall des Staatsnotstands, z.B. im Zweiten Punischen Krieg gegen Karthago, konnte ein
Dictator mit außerordentlichen Befugnissen auf Zeit (6 Monate) auf Vorschlag des Senats gewählt werden.
Wichtig war auch der Pontifex Maximus, der oberste Priester Roms, der rie religiösen Dinge beaufsichtigte und sein Amt auf Lebenszeit ausübte. Diesen Titel trägt heute der Papst. Wörtlich bedeutet er „oberster Brückenbauer“ (zwischen Menschen und Göttern).
Die Liktoren trugen den höheren Beamten und den Priestern Rutenbündel als Zeichen ihrer Würde voran.
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|
4c - Römische Staatsverwaltung |
Die Bewohner des römischen Reiches gehörten ursprünglich
unterschiedlichen Rechtskreisen an.
Der
innerste Rechtskreis mit den umfassendsten Rechten war das römische
Bürgerrecht. Die Inhaber dieses Rechtes waren ursprünglich die
Bewohner der Stadt Rom. Sie konnten das aktive und passive Wahlrecht
(Wählbarkeit zu den Staatsämtern) in den Volksversammlungen ausüben,
mussten aber dafür in der Hauptstadt anwesend sein. Zu den vielen Rechten
gehörte auch, dass römische Bürger nicht gefoltert und auch nicht zum Tode verurteilt
werden durften, außer bei Hochverrat. Die wichtigste Pflicht des
römischen Bürgers war es, in den Legionen (größte Heereseinheiten der
Römer) als Soldat zu dienen.
Als die Römer Land eroberten, wurde es nötig, dieses auch zu sichern. Zu
diesem Zweck wurden Kolonien (coloniae, Einzahl: colonia) angelegt.
Die Kolonien waren Städte mit einer Verfassung und Verwaltung nach dem
Vorbild Roms und mit Kolonisten, die das römische Bürgerrecht behielten.
Sie hatten dadurch mehr Rechte als die Bewohner des Umlands der Kolonie.
Die Kolonisten bildeten ursprünglich eine Art militärische Besatzung.
Die von den Römern Besiegten standen in unterschiedlichen
Rechtsverhältnissen zu den Römern.
So
hatten die Bürger des
Umlands von Rom, die Latiner, die gleichen Pflichten wie
die Römer selbst, also in erster Linie Kriegsdienst in den Legionen, ihre
Rechte umfassten
nicht das volle Bürgerrecht, sie wählten also nicht in Rom, zahlten aber
keine Steuern. Ihre Stadtstaaten hatten eigene Beamte. Dieser
Rechtskreis ist das latinische Recht. Das volle Bürgerrecht erhielten
die Latiner erst 90 v.Chr.
Die Bundesgenossen Roms, die socii, waren Gemeinden, die aufgrund
eines besonderen, ungleichen Vertrages Hilfstruppen (auxilia) im römischen
Heer stellen mussten. Sie durften keine eigene Außenpolitik betreiben,
besaßen aber das Recht auf Selbstverwaltung und zahlten keine Steuern. Auch sie erhielten 90 v.Chr. das volle Bürgerrecht.
Sizilien war die erste römische Provinz. Provinzen waren
römisches Staatseigentum, Untertanengebiet ohne eigene Staatlichkeit. Dort waren zur Aufrechterhaltung der römischen
Herrschaft und der öffentlichen Ordnung römische Legionen stationiert. Die
Provinzbewohner verwalteten sich nicht selbst, sondern wurden durch einen
römischen Proconsul oder Propraetor verwaltet, der mit Hilfe von
Steuerpächtern die Steuern der Provinz eintrieb und Gericht hielt.
Viele
Statthalter plünderten ihre Provinzen aus und wirtschafteten in die
eigene Tasche, auch um die Aufwendungen für die Ämterbewerbungen wieder
hereinzuholen.
Im Jahre 212 n.Chr. erhielten alle Reichsbewohner gleichermaßen unter
Kaiser Caracalla das römische Bürgerrecht.
(Abschnitt "Staatsverwaltung": Erste vier Abschnitte ganz , Rest
teilweise nach: Nack / Wägner: Rom. Land
und Volk der alten Römer, Wien 1963, S 174ff.)
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Aufgaben
zum römischen Staat:
- Stelle die römische Ämterlaufbahn mit den Befugnisse der einzelnen Beamten in einer Tabelle dar.
- Erläutere: Wie versucht sich die Republik gegen Amtsmissbrauch und übermäßige Macht einzelner Politiker zu schützen? Gibt es möglicherweise auch Nachteile der Sicherungsmaßnahmen?
- Erkläre: Warum ist der Zensor ein gefürchteter Mann?
- Erkläre: Warum wird die Amtszeit des Diktators beschränkt?
- Welches
Gremium ist zur Zeit der römischen Republik führend?
Inwiefern?
- Zeichne
vier Kreise mit gemeinsamem Mittelpunkt und trage in diese die
jeweiligen Rechtskreise mit ihren Kennzeichen ein. Die Kolonien
sind Fremdkörper in nichtrömischen Rechtskreisen und sollten
deshalb dort eingetragen werden.
Warum werden wohl die unterschiedlichen Rechte in Italien
schon 90 v.Chr. aufgehoben?
Warum erhalten wohl 212 n.Chr. alle Bewohner des Reiches
das römische Bürgerrecht?
|
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|
6 - Der 2. Punische Krieg 218 - 2012 v.Chr. - Eine Konfliktanalyse
mit Quelleninterpretation
|
"Es gibt keine historischen Quellen aus Karthago, die diesen Kriegsverlauf und dessen Hintergründe beschreiben. Historiker können sich nur auf die Werke griechischer und römischer Autoren der Antike beziehen und sind gezwungen, diese zu interpretieren.
218 kam eine weitere römische Delegation nach Karthago, um die Auslieferung Hannibals zu verlangen, der widerrechtlich die Stadt Saguntum angegriffen habe."
Weiterlesen
auf der Seite von Klaus Hylla
meinebibliothek.de
Der 2. Punische Krieg 218 - 2012 v.Chr. - Eine Konfliktanalyse
mit Quelleninterpretation
Seite auf dem Landesbildungsserver mit Quellen und
Aufgabenstellungen
schule-bw.de
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|
7 - Rückwirkungen der Ausbreitung Roms im 2.
Jh. v.Chr.
|
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Bild, um es als PDF-Datei vergrößert herunterzuladen.
Grafik: Geschichtszentrum
Aufgaben zu den
Rückwirkungen der Ausbreitung Roms im 2.Jh. v.Chr,
- Lade das Bild herunter und
erläutere es vor der Klasse.
- Welches der im Bild
aufgeführten Probleme ist für Roms Existenz wichtig und
muss deshalb unbedingt gelöst werden?
- Warum wird die Nobilität
im Volk immer unbeliebter?
|
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| 8
- Wie die Römer versuchten, ihre Probleme zu lösen: Die Reformen der
Gracchen und die Heeresreform des Marius |
Mit
dem Niedergang des freien Bauerntums als Folge der römischen Eroberungen
bis ins 2. Jh. v.Chr. (vgl. Abschnitt 7) gab es immer weniger Römer, die
sich selbst als Soldaten ausrüsten konnten. Immer mehr ruinierte Bauern
zogen als Proletarier nach Rom und fielen dort dem Staat zur Last.
135 v.Chr. versuchte der Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus
dem Bauernstand durch eine Landreform zu helfen. Jeder arme Bürger sollte
30 Morgen Ackerland vom Staat in Erbpacht erhalten Als Startkapital sollte
der Königsschatz von Pergamon dienen. Diese Reform scheiterte aber am
Widerstand der Senatoren. Als Tiberius gegen die Vefassung seine
Wiederwahl durchsetzen wollte, wurde er mit 300 Anhängern von Senatoren
erschlagen.
123 - 121 v.Chr. nahm sein Bruder Gaius Sempronius Gracchus einen
neuen Reformanlauf, der aber ebenfalls scheiterte. Gaius tötet sich
selbst, seine Anhänger werden auf Betreiben des Senats erschlagen. Nur
ein Getreidegesetz, das die Abgabe billigen Getreides an die Stadtrömer
vorsah, bleibt erhalten. Für die Proletarier war das angenehmer als harte
Bauernarbeit, deshalb hatten sie Gaius vor seinem Tod ihre Unterstützung
entzogen. Auch war das Unterhaltungsangebot durch Spiele in Rom
entschieden besser als auf dem Land. Die Proletarier bevorzugten also
"Brot und Spiele".
Das
Scheitern der Reformen rächte sich militärisch.Die Römer erlitten
Misserfolge im Krieg gegen den Numiderkönig Jugurtha (111 - 105 v.Chr.),
und der Einfall der germanischen Kimbern und Teutonen (113 - 101 v.Chr.)
versetzte Rom in Existenzangst.
In dieser Situation reformierte der Führer der Popularen, Marius,
das römische Heer. Der einzelne Soldat hatte sich fortan nicht mehr
selbst auszurüsten, sondern diese Aufgabe übernahm nunmehr der Staat.
Staat eines Heeres für die Dauer eines Feldzugs entstand ein Berufsherr
mit 16-jähriger Dienstzeit. Nach deren Ablauf hatten die Soldaten
Anspruch auf Versorgung durch ein Landgut, später auch durch Geld. So
konnten ehemalige Soldaten doch noch zu Bauern gemacht werden. Das
neue Berufsheer zog einerseits mittellose Römer an und entlastete dadurch
den Sozialstaat, andererseits Provinzbewohner, die am Ende ihrer
Dienstzeit das römische Bürgerrecht erhielten. Die Armee war für die
Romanisierung eine treibende Kraft. Eine
Neugliederung des Heeres tat ein Übriges, um die militärische
Schlagkraft wiederherzustellen. Die römischen Bundesgenossen stellten die
Reiterei.
Da die Zusage von Landgütern am Ende der Dienstzeit politisch erst
durchgesetzt werden musste und dies vor allem durch den (ehemaligen)
Heerführer bewerkstelligt werden konnte, ergab sich eine persönliche
Bindung zwischen Soldaten und Feldherrn im Rahmen des
Klientelwesens. Dafür dass der Feldherr die
Versorgung der Soldaten sicherstellte, unterstützten diese ihn politisch.
Das führte zu einem ungeheuren Machtzuwachs der Militärführer, die nun
nach der Alleinherrschaft im Staate zu greifen begannen. Das führte zu
einer Reihe von Bürgerkriegen, an deren Ende die Kaiserzeit entstand.
Unmittelbare Früchte der Heeresreform des Marius waren dessen Siege über
die Kimbern in der Schlacht von Aquae Sextiae (102 v.Chr.) und über die
Teutonen in der Schlacht von Vercellae (101 v.Chr.).
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Die Auseinandersetzung zwischen Marius, dem Anführer der Popularen
(Volkspartei) und Sulla, dem Führer der Optimaten (Senatspartei),
entzündet sich an der Frage, wer im Krieg gegen König Mithridates von
Pontus den Oberbefehl über das Heer erhält. Als ein Volkstribun und
Anhänger des Marius die Volksversammlung benutzt, um Marius anstelle des
vom Senat beauftragten Sulla mit dem Oberbefehl zu betrauen, marschiert
Sulla in Rom ein und errichtet eine Schreckensherrschaft. Die Anhänger
des Marius werden mit Vermögensentzug bestraft, verfolgt und ermordet.
Die Senatsherrschaft ist damit gesichert.
Als Sulla aber im Osten Krieg führt, kehrt der geflohene Marius nach Rom
zurück und errichtet seinerseits mit Hilfe der Popularen eine
Gewaltherrschaft. Im Jahre 86 v.Chr. stirbt er aber, ohne dass er eine
endgültige Entscheidung herbeiführen konnte.
Nach seiner Rückkehr aus dem Osten errichtet der im Krieg siegreiche
Sulla nun eine Diktatur, legt diese aber im Jahr 79 v.Chr. freiwillig
nieder und stirbt im folgenden Jahr. Der Bürgerkrieg hatte 100.000 Tote
gefordert!
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|
9b - Caesar gegen Pompeius
|

Caesar
Pompeianum Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum
Durch ein Zusammenspiel mit den Politikern Pompeius und Crassus erhält
Caesar 59 v.Chr. das Konsulat. Diese mächtigen Politiker können über
die Politik Roms bestimmen, weil sie einerseits zeitweise Heere
kommandieren, andererseits über eine solche Menge an Clienten verfügen,
dass sie die Volksversammlungen manipulieren und so die Politiker ihrer
Wahl durchsetzen können.
Nach Ablauf seiner Amtszeit als Senator erhält Caesar die Provinzen
Gallia cisalpina, Illyricum und Narbonensis für 5 Jahre als Proconsul.
Damit verfügt er dort über Truppen.
Um seine innenpolitische Stellung und seine Macht durch einen
erfolgreichen Krieg mit dem Oberbefehl über viele Soldaten, die in seine
Klientel übergehen, zu befestigen und auszubauen, aber auch aus
außenpolitischen Erwägungen, erobert Caesar 58 - 51 v.Chr. Gallien.
55 v.Chr. erhält Caesar Gallien für weitere 5 Jahre. Seine
Mitverbündeten erhalten ebenfalls Provinzen und werden Oberbefehlshaber.
Crassus stirbt aber 53 v.Chr. in einem Krieg gegen die Parther im Osten.
Aus Angst vor Caesars zunehmender Macht verbünden sich Pompeius und der
Senat gegen ihn. Als die Senatspartei Caesars Vorschlag, sein Heer und das
Heer des Senats gleichzeitig zu entlassen, vom Senat verworfen wird und
der Senat von Caesar die einseitige Entlassung von dessen Heer und die
Niederlegung seiner Ämter fordert, überschreitet Caesar 49 v.Chr. den
Fluss Rubicon ("Die Würfel sind gefallen!"). Im nun folgenden
Bürgerkrieg, der im ganzen Reich tobt, erobert Caesar zunächst Rom und
Italien und setzt sich danach gegen Pompeius durch, der nach der Schlacht
von Pharsalus 48 v.Chr. nach Ägypten flieht und dort ermordet wird. In
Ägypten setzt Caesar Cleopatra als Königin von Ägypten ein. Weitere
Senatsheere werden in Afrika und Spanien besiegt.
45 v.Chr. wird Caesar nun Diktator und strebt gegen alle römische
Tradition nach der Königswürde. Dies verstimmt die öffentliche Meinung
in Rom insgesamt. Dies wiederum nutzt nun eine Gruppe von etwa 60
Senatoren, um Caesar am 15. März 44 v.Chr. (Iden des März) zu ermorden.
("Auch du, mein Sohn Brutus!"). Damit hat sich vorübergehend
wieder der Senat durchgesetzt.
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|
9c Octavian gegen Marcus Antonius |
Auch Octavian arbeit wie Caesar mit weiteren Politikern zusammen, nämlich
mit Lepidus und Marcus Antonius. Auch diese drei teilen die Provinzen
unter sich auf. 43 v.Chr. errichten sie in Rom ihre Schreckensherrschaft.
130 Senatoren, darunter Cicero, kommen zu Tode. Im folgenden Jahr 42
v.Chr. werden die Senatsanhänger Cassius und Marcus Brutus von Antonius
in der Doppelschlacht von Philippi geschlagen.
40 v.Chr. wird das Reich nun
aufgeteilt: Antonius erhält den Osten, Octavian den Westen, Lepidus
Afrika. Italien bleibt neutral.
Als 36 Lepidus zum Pontifex Maximus gewählt wird, spielt er politisch
keine große Rolle mehr und alles läuft auf den Entscheidungskampf
zwischen Octavian und Antonius hinaus.
Antonius vermählt sich mit Cleopatra und versucht im Osten des Reiches
ein hellenistisches Gottkönigtum zu errichten. Er schenkt sogar
römisches Gebiet an Cleopatra. Dies alles nutzt Octavian propagandistisch
aus und eröffnet den Bürgerkrieg. In der Schlacht bei Actium 31 v.Chr.
wird die Flotte Cleopatras besiegt, 19 Legionen ergeben sich kampflos. 30
v.Chr. nimmt Octavian Alexandria ein, Cleopatra und Antonius begehen
Selbstmord, Octavian ist Alleinherrscher.
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| 10
- Der Prinzipat des Augustus
|

Kaiser Augustus
Pompeianum, Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum
Nach seiner Rückkehr
aus Ägypten macht sich Octavian Volk und Heer durch reiche Geschenke
geneigt.
28 v.Chr. überprüft Octavian mit Hilfe seiner Befugnisse als Censor
die Senatsliste und lässt 190 Senatoren aus dem Senat entfernen. Dieser
wird dadurch gefügig. Octavian wird nun als "princeps civium et
senatus", also als Erster unter den Bürgern und dem Senat Roms
ernannt. Diesen
Anspruch setzt er im folgenden Jahr um: Innenpolitisch hatte Octavian bis zum
Jahr 27 v.Chr. eine ganze Reihe
von wichtigen Ämtern angehäuft, die ihm praktisch diktatorische Machtfülle
verliehen. Diese Ämter gab er aber am 13. Januar 27 v.Chr. alle
wieder zurück, was die Wiedererrichtung der Republik ("res publica
restituta") bedeutete. Aber der Senat bestürmte ihn, wie
vorhergesehen, zu bleiben. So kam es zu einem von Octavian beabsichtigten
Kompromiss: Die Reichsverwaltung wird zwischen Octavian und Senat geteilt.
Die neue Herrschaftsform heißt Prinzipat (princeps = Erster unter
Gleichen) mit republikanischen Elementen, repräsentiert durch den
Senat, auf der einen Seite und mit monarchischen Elementen,
repräsentiert durch den Princeps Octavian, auf der anderen Seite. In
Rom wird die republikanische Verfassung mit Magistraten
(Ämtern) und Senat und Volksversammlung beibehalten. Die
Volksversammlungen werden aber im Laufe der Zeit immer
unbedeutender. Der Senat verwaltet auch den Staatsschatz. Er
genehmigt die Befugnisse Octavians. Die Provinzen
werden nun geteilt in senatorische und kaiserliche Provinzen.
Octavian übernimmt dabei die nicht befriedeten Provinzen und damit das
Heer als wichtigste Stütze seiner Macht. Im Norden stellt er die
Donaugrenze her und erobert das restliche Spanien. Im
Reich herrscht der Princeps mit Hilfe eines Imperium
(=Oberbefehl, Herrschaft), das den Oberbefehl über das Heer
und die Leitung der Außenpolitik einschließlich dem Recht zum
Abschluss von Verträgen vorsieht. Mit Hilfe eines Imperium pro
consulare verwaltet er die kaiserlichen Provinzen mit Hilfe von
Legaten, die von ihm eingesetzt werden. Außerdem übernimmt er die Finanzverwaltung
(fiscus). Im Reich herrscht der Princeps also monarchisch.
In der Senatssitzung vom 16.1.27 v.Chr. erhält Octavian den Beinamen
"Augustus" (der Erhabene) und einen Eichenkranz sowie
weitere Auszeichnungen.
Im weiteren Verlauf der Entwicklung erhält Augustus 23 v.Chr. die tribunizische
Amtsgewalt auf Lebenszeit und verzichtet dafür auf die
Weiterführung des Konsulats. 22
v.Chr. lehnt Augustus die Übernahme des Konsulats ab, übernimmt dafür
aber die prestigeträchtige Aufsicht über die Getreideversorgung
Roms und die Zuständigkeit für die Straßen.
19 v.Chr. endlich übernimmt er die konsularische Gewalt (Imperium
consulare) auf Lebenszeit. Er darf auch die Kandidaten für die Ämter
(Magistrate) bestimmen (destinatio).
18 v.Chr kommt zu seinen Befugnissen die Aufsicht über die Sitten
(cura morum) dazu 12
v.Chr. wird er zum Oberpriester (pontifex maximus) bestimmt. Zuletzt
erhält er 2 v.Chr. den Ehrentitel "pater patriae" =
Vater des Vaterlandes.
Der Princeps lässt sich durch "Freunde" (Amici Caesaris)
beraten. Er verfügt über eine kaiserliche Leibgarde, die Prätorianer.
Die Ritter steigen unter Augustus zu einem Dienstadel auf.
Der Prinzipat beruht auf den Prinzipien "auctoritas"
(autoritäre Macht, Autorität) und Ehrfurcht vor den überkommenen
Sitten (mos maiorum).
Mit Augustus beginnt
die Kaiserzeit.
Aufgaben zum Principat:
- Versuche, ein Schema des
Principats zu zeichnen und erläutere es vor der Klasse.
- Diskutiere: Könnte man den
Principat als Scheindemokratie mit republikanischer Fassade vor
einem monarchischen Kern mit diktatorischer Machtfülle
bezeichnen?
- Was macht Augustus anders
als Caesar?
- Warum stimmen Senat, Volk
und Heer dem Principat wohl zu?
|
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| 11 - Die Stadt Rom
in der Antike |

Forum
Romanum, Rom
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Bild: Geschichtszentrum
Hier werden eine Reihe
von Videos verlinkt, oft auf Youtube. Wenn der Systemadministrator den
Zugriff gesperrt hat, empfiehlt sich ein häuslicher Download auf einen
Stick. Ein weiterer Link erfordert, dass Google Earth installiert ist.

Rome Reborn 2.1
A tour of the ancient city in the year 320 A.D.
Die Gebäude werden mit Insert angezeigt, aber nicht erklärt.
Geeignet auch für einen Lehrervortrag. 7:22
Minuten
youtube.com

Ancient Rome
Es handelt sich zunächst um einen Überflug über das bekannte Modell aus
dem Museo della Civiltà Romana in Rom. Danach folgen Innenansichten
öffentlicher Gebäude: einer Therme, des Pantheons. Danach folgen der
Jupitertempel auf dem Kapitol, ein römisches Schiff, weitere Gebäude und
zuletzt die Domus Aurea Neros und kurz das Colosseum. Die Gebäude werden
nicht erklärt.
4:38 Minuten
youtube.com

Führung auf Englisch von Bernard Frischer durch das Forum Romanum
Teil 1: Curia, Basilica Aemilia
9:31 Minuten
vimeo.com

Führung auf Englisch von Bernard Frischer durch das Forum Romanum
Teil 2: Tempel des Antoninus und der Faustina

Google Earth - Das alte Rom erkunden
Eine Video- Anleitung
Werbung wegklicken
2:10 Minuten
Man kann antike Gebäude in 3D- Rekonstruktion sehen und erhält
schriftliche Auskunft über sie. Die Bilder können mit der
"Druck" - Taste in den Zwischenspeicher gelegt und in einem
Grafikprogramm ausgeschnitten werden.
youtube.com
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| 12 - Romanisierung
/ Pax Romana
|

Weinschiff auf der Mosel
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Bild:
Geschichtszentrum
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| 12a
- Kurze Zusammenfassung |
Die
Kaiserzeit war, von gelegentlichen Kämpfen an der Grenze abgesehen, eine Zeit des Friedens
(Pax
Romana = Römischer Frieden) und der Ausbreitung
römischer Kultur im Reich (
Romanisierung) und des wachsenden
Wohlstands, wobei die Römer ihrerseits
schon in republikanischer Zeit von der Kultur der Griechen stark
beeinflusst wurden.
Die Stadt Rom wuchs auf
schätzungsweise ca. 1 Mio. Einwohner und wurde repräsentativ ausgebaut.
Die
Römer hinterließen uns nicht nur ihre
Sprache, die als Gelehrtensprache
bis in die Neuzeit hinein und als Sprache der Liturgie in der katholischen
Messe bis ins 20. Jh. verwendet wurde und in den romanischen Sprachen bis
heute ihren Niederschlag gefunden hat. Sie brachten auch
landwirtschaftliche (Wein) und v.a. technische (Steinbau, Kuppel,
usw.) Neuerungen sowie Ideen (Recht!) und neue Religionen in bisher
unterentwickelte Gebiete des Reiches, vgl.
Alltag.
Sogar die Kaiser kamen zuletzt aus
verschiedensten Gebieten des Reiches (Karte
Roman World - Origins of Emperors)
und über den Dienst in den Legionen
der Armee (vgl.
Militär) breitete sich das Bürgerrecht immer weiter aus, bis 212 n.Chr.
alle Reichsbewohner römische Bürger wurden. Man spricht von
"Romanisierung".
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| 12b - Römerzeitung Obergermanien und Rätien - Ein Projekt.
Romanisierung am Lokalbeispiel
|
"Materialbasis für dieses Projekt ist der
Kurzführer
(PDF-Datei) zur Ausstellung "Imperium Romanum - Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau".
Gestalte mit Hilfe der folgenden Aufgaben eine Römerzeitung zum Thema "Die römischen Provinzen Obergermanien und Rätien" im DIN A4 - Format. Die Aufgabenergebnisse sind einzelne Bestandteile der Zeitung wie Info-Kästen, Artikel, Bilder, usw."
Mehr
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| 12c - Widerstand gegen die Römer oder
Anpassung an Rom und seine Kultur?
|

Arminius gegen Flavus
Arminius war der Führer des allgemeinen Germanenaufstands zwischen Rhein und Weser gegen die römische Herrschaft im Jahre 9 n.Chr.. Er vernichtete in diesem Jahr in der Schlacht im Teutoburger Wald drei römische Legionen unter dem Oberbefehl des römischen Statthalters Quinctilius
Varus. Flavus war der Bruder des Arminius. Ihr Zusammentreffen schildert der römische Historiker Tacitus in seinen Jahrbüchern (Annalen)
Eine Quelleninterpretation
schule-bw.de
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| 12d - Alltag am Beispiel von
Kaiseraugst und der Villa Rustica in Hechingen Stein
|
Um einen praktischen Einblick in das römische Alltagsleben nördlich der
Alpen zu bekommen, eignen sich insbesondere folgende besondere
Links:
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| 13 -
Die Krise des 3. Jahrhunderts
|
Die neue Situation an den Grenzen im Norden und Osten

Bedrohung des Römischen Reiches
im 3. Jh. n.Chr.
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Bild: Geschichtszentrum
Im Norden des Reiches, an Rhein,
Donau und Schwarzem Meer, entstehen neue germanische Stammesverbände, nämlich die die Franken, die Alemannen, die Markomannen, die
Goten. Im Osten ist das Neupersische Reich entstanden, nach der Herrscherfamilie auch Sassanidenreich genannt. Beide Gegner greifen das Römerreich an. Wenn die Römer zur Verteidigung der Ostgrenze Truppen von Rhein abziehen, fallen dort Germanen ein, wenn sie zur Verteidigung der Rheingrenze Truppen aus dem Osten abgezogen werden, fallen die Perser ein. In Nordafrika greifen die Berber an.
Im Innern des Reiches toben Bürgerkriege zwischen den
Soldatenkaisern
Soldatenkaiser waren Feldherren, die von ihrem Heer bzw. Heeresteil zu Kaisern gemacht wurden. Da es mehrere Heere gab und diese dann auch ihren eigenen Kaiser aufstellten, kam es unter ihnen zu heftigen Kämpfen. Dadurch wechselten sie häufig. Von 235 -305 n.Chr. regierten 14 Soldatenkaiser. Diese enden mit Kaiser
Diocletian.
Da die Kaiser enorm viel Geld für Kriege verwendeten und die Erträge aus den Eroberungen entfielen, mussten die Steuern ständig erhöht werden, und das Volk verarmte. Das Leben auf dem Lande veränderte sich, es kam zum Niedergang der Städte.
Erste Folge: Der Niedergang der Städte
Die Städte verarmten immer mehr. Wertgegenstände wurden vom Staat in seiner Geldnot eingezogen und eingeschmolzen. Sogar vor Tempeln wurde nicht haltgemacht.
Stadträte hatten Angst, ihr Amt auszuüben, weil sie mit ihrem Vermögen für das Steuereinkommen der Stadt haften mussten. Tatsächlich verloren die Familien, die die Städte regiert hatten, ihr Vermögen.
Die Handwerker wurden zu Zwangsgemeinschaften zusammengeschlossen, die für das Steueraufkommen ihrer Mitglieder hafteten. Die Zahl der handwerklichen Erzeugnisse ging wegen der Kriege, wegen dem Rückgang des Fernhandels und wegen der Armut der Leute zurück. Von dem, was die Handwerker verdienten, ging immer mehr
in Form von Steuern an den Staat. Die Söhne wurden gezwungen, den Beruf ihrer Väter auszuüben, da es sonst bald keine Handwerker mehr gegeben hätte.
Aber alle Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass immer mehr Menschen aus den Städten abwanderten und aufs Land zogen.
Zweite Folge: Veränderungen auf dem Lande
Auf dem Lande gab es arme selbständige Bauern, arme Pächter, sog.
Kolonen, und reiche Großgrundbesitzer, die in prächtigen Villen lebten. Die Steuern waren wegen der Kriege und
Bürgerkriege viel zu hoch, und so verarmten viele kleine Bauern.
In der Hoffnung, dass die Großgrundbesitzer sie vor überhöhten Steuern schützen und ihnen ein halbwegs gesichertes Leben ermöglichen konnten, begaben sich viele ursprünglich selbstständige Bauern in die "Schutzherrschaft" eines Großgrundbesitzers, das heißt, dass sie diesem ihr Land abtraten, es aber weiter für eine Pacht bewirtschaften durften.
Die Großgrundbesitzer, die keine Steuern zahlen mussten und teilweise kleine Privatarmeen hielten, bekamen so immer mehr Land. Auch die Kirche profitierte seit dem 4. Jahrhundert von der Schutzherrschaft.
Andere Bauern flohen oder schlossen sich Räubern an. In Nordafrika und Gallien gab es auch Bauernaufstände. Es gab eine Wirtschaftskrise, weil man nur für den Staat arbeitete, und es wurde weniger produziert als in den früheren Zeiten des Wohlstands.
An diesen Zuständen verdiente der Staat wenig, und deshalb hielt er dagegen, indem er geflohene Bauern in Ketten legte und sie als Sklaven zur Arbeit zwang. Die Bauern wurden durch Gesetz gezwungen, auf ihrem Land zu bleiben und zu arbeiten. Die Übernahme von Bauern in die Schutzherrschaft wurde zwar verboten, aber ohne Erfolg.
Die Schere zwischen Armen und Reichen klaffte immer mehr auseinander. Es entstand der spätantike Zwangsstaat.
Aufgabenvorschlag
zur Krise des 3. Jahrhunderts

Arbeitsblatt
"Die Krise des 3. Jahrhunderts"
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| 14 - Kaiser Diocletian (284 - 305) - Reformkaiser und Gott
|
Kaiser Diocletian ließ sich behandeln wie ein Gott. Sein Titel war "Dominus et Deus", was "Herr und Gott" bedeutet. Damit wollte er seine Macht steigern und das Reich besser zusammenhalten.
Tetrarchie: Spätrömische Plastik in Venedig
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Bild: Geschichtszentrum
Er führte eine Reihe von Reformen durch, zum Beispiel das
"Vierkaisertum", auch "Tetrarchie" genannt. Er und sein Mitkaiser wurden von 2 Cäsaren unterstützt, um weitere Bürgerkriege zwischen den Soldatenkaisern zu vermeiden. Die Cäsaren sollten die Nachfolger der beiden Hauptkaiser werden. Jeder der 4 Kaiser erhielt eine Hauptstadt, z.B.
Mediolanum (Mailand), später Trier.
Verwaltungsreform Diocletians
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Statt der alten Provinzen wurden 4 Präfekturen und 12 neue Diözesen mit 100 Provinzen gegründet. Man spricht von einer Verwaltungsreform. Jede Diözese wurde von einem Prätorianerpräfekt geleitet. Noch heute heißen Kirchenprovinzen "Diözesen".
Eine Heeresreform sollte die Verteidigungskraft des Reiches erhöhen. Es gab nun ortsfeste Grenztruppen und ein bewegliches Einsatzheer, das dort eingriff, wo Lücken bei der Verteidigung entstanden.
Da der Staat den Edelmetallgehalt der Münzen herabsetzte, also das Geld verschlechterte, um seinen Geldbedarf zu decken, entstand eine Preiserhöhung (Inflation). Um dieser entgegenzuwirken, setzte Diocletian die Preise der Waren so fest, dass auch die Armen überleben können sollten. Doch er hatte gegen die Kräfte des Marktes damit keinen Erfolg. Insgesamt gelang es aber dem Reich, die Krise des 3. Jahrhunderts zu überleben.
Nach seinem Rücktritt von den Regierungsgeschäften zog sich Diocletian in seinen Palast nach Split zurück.

Diocletianspalast in Split,
Rekonstruktion
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Bild:
Geschichtszentrum
|
Mausoleum Kaiser Diocletians, Split
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Bild:
Geschichtszentrum
|
Aufgaben zu
Kaiser Diocletian

Arbeitsblatt
"Diocletian (284 - 305)"
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| 15 - Aufstieg
des Christentums
|

Santa Costanza, Rom. Teils noch
heidnische Formensprache im frühen Christentum.
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Bild: Geschichtszentrum
Nach oben
| Die alte römische
Religion
|

Hausaltar
im rekonstruierten Römerhaus von Augst. Nach pompejanischem Vorbild
Anklicken
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Bild: Geschichtszentrum
Da sich die Römer vor übermenschlichen Mächten fürchteten, brachten
sie ihren Göttern Opfergaben, um ihre Unterstützung zu gewinnen
(Grundsatz: Ich gebe, damit du gibst: do, ut des). Das galt selbstverständlich
auch für die vergöttlichten Kaiser.
Die Römer opferten in ihrem Haus auf einem kleinen Hausaltar, aber auch
in der Öffentlichkeit in Tempeln. Priester waren mit sogenannten
Magistraten, also hohen Beamten, gleichgestellt.
Jeder einzelne Römer konnte sich aussuchen, ob und bei welchem Gott er
sich "versichern" lassen wollte. Es kam auf das Opfer an, das in
der richtigen Form dargebracht werden musste. Es ging nicht um gute Taten.
Darauf bestanden erst die Mysterienreligionen (Mysterium = religiöses
Geheimnis).
Nach
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Die erste
Christenverfolgung geschah im Jahre 64 n.Chr.: Nero ließ Rom
anzünden und schob die Schuld auf die Christen. Die Christen
dienten hier "nur" als Sündenböcke. Christen wurden
dann
von vielen römischen Kaisern (z.B. Septimius Severus, Decius,
Valerian, Diocletian, Galerius) vor allem in 3. Jahrhundert verfolgt,
weil sie den Kaisern, die als Götter verehrt wurden, keine
Opfer brachten, das Wohlergehen des Staates also nach
römischem Glauben durch die Verweigerung des Opfers gefährdeten.
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| Die Wende
313 n.Chr. und die siegende Kirche
|
Ab 313 n.Chr. ist das Christentum mit heidnischen Religionen gleichberechtigt.
Dies bestimmte Kaiser
Konstantin
(312 - 337 n.Chr.), der erste
christliche Kaiser, im Toleranzedikt von Mailand (313 n.Chr.).
Tatsächlich bevorzugte Konstantin das Christentum, er
bestimmte sogar als zunächst noch heidnischer Kaiser
über christliche Dogmen. Erst
auf dem Totenbett ließ er sich taufen.
Mit dem Verbot
des Heidentums im Jahre 391 unter Kaiser
Theodosius I. wurde das Christentum
Staatsreligion, es durfte also keine andere Religion mehr
ausgeübt werden, was sich in der Praxis erst allmählich auswirkte. Nun wurden die Heiden - und Christen anderer
Glaubensrichtung - verfolgt.
Auch in anderer Hinsicht traten Veränderungen ein. Das
christliche Verbot, Kriegsdienst zu leisten, wurde aufgehoben, noch
heute gibt es Militärpfarrer; statt
der ursprünglichen Armut wurde die Kirche immer reicher. Nicht
mehr die Armen und Ungebildeten gaben den Ton an wie am Anfang, sondern
zunehmend die Gebildeten und Reichen. An die Stelle verborgener,
privater Versammlungsstätten für die
Gläubigen traten prächtig ausgeschmückte
Kirchen. Dabei wurden heidnische Tempel geschlossen oder in christliche
Kirchen umgewandelt. Christus wurde nach dem Vorbild der Kaiser als
Herrscher dargestellt.
Vergleiche auch die
Bilderserie Christentum.

Der christliche Staat und die
verschiedenen Formen der Theokratie
Link grundlegend für die Geschichte bis zur Französischen
Revolution
Entstehung und Aufstieg des Christentums aus historisch- kritischer Sicht
Aufgaben
zum Aufstieg des Christentums
- Erkläre
mit Hilfe des Abschnitts
Die alte römische Religion,
weshalb sich monotheistische Religionen (Ein-Gott-Religionen)
wie Judentum und Christentum in der antiken Welt unbeliebt
machen mussten. Was bedeutete die Opferverweigerung durch
Christen aus römischer Sicht?
- Notiere,
was sich nach dem Sieg des Christentums (Text
Wende von 313 n.Chr. und
siegende Kirche) gegenüber der Zeit der
Christenverfolgung geändert hat: für die Christen selber?
für die Heiden? für den Staat?
- "Aus
dem Zusammenwirken der neuen Staatsform und der neuen
Religion, die beide seit Constantin zu voller
Wirkungsmöglichkeit gelangen, und aus ihrer
Auseinandersetzung erwächst eine [neue] Form des Imperiums
[Reiches]. Sie hebt sich eindeutig von der der ersten
drei Jahrhunderte der Kaiserzeit ab, auch wenn sie politisch,
gesellschaftlich und geistig auf den Traditionen der antiken
Welt aufbaut. Aus dem Imperium eines Augustus,
eines Trajan und Septimius Severus ist das Imperium Romanum
Christianum geworden. Dieses Imperium Christianum ist
nicht, wie man lange geglaubt hat, einfach ein Dekadenzprodukt
der Antike. In der Verbindung von Absolutismus,
Staatswirtschaft und christlicher Religion ist es eine Neuschöpfung,
deren Prinzipien und Ordnungen durch Jahrhunderte wirken und
sich in Byzanz bis hinauf ins 15. Jahrhundert erhalten."
(Franz Georg Maier: Die Verwandlung der Mittelmeerwelt,
Fischer Weltgeschichte Band 9, Frankfurt am Main 1968, Seite
11)
Diskutiere die fett hervorgehobenen Begriffe. Sehe dir auch
nochmals den Begriff des
Prinzipats an.
Mosaik vom Triumphbogen
der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, 5. Jh.
Drei Könige aus dem Morgenland (Huldigung der Magier)
paradoxplace.com
Zeige, inwiefern Christus als Herrscher nach römischem
Vorbild dargestellt ist.
Deësis- Ikone vom Katharinenkloster auf dem Sinai
Eine Deësis zeigt den thronenden Christus am Jüngsten
Gericht. Ihm zur Rechten steht Maria, zu seiner
Linken Johannes der Täufer. Beide leisten Fürbitte für die
zu richtenden Seelen. Bei einer großen Deesis können weitere
Heilige hinzukommen.
hellenica.de
Zeige, inwiefern es sich um eine Projektion des
Kaiserhofs und des Klientelwesens auf den Himmel handelt.
|
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| 16 - Reichsteilung 395 n.Chr. und Völkerwanderung
|
395
n.Chr. wird das Reich verwaltungsmäßig geteilt (Karte), Ostrom wird von
Konstantinopel aus regiert, das schon Kaiser Konstantin (neu) gegründet hatte.
Die Reichshälften entwickeln sich in der Zeit der Völkerwanderung
(ab
375 n.Chr.) unter dem Druck der Germanen politisch auseinander. Letztlich
bricht das Weströmische Reich unter dem Druck der Invasionen der Germanen
zusammen. Vgl. hierzu ausführlich die
Lernumgebung Völkerwanderung und
Germanenreiche.
Nach oben
| 17
- Die Zustände am weströmischen Kaiserhof und das Ende Westroms |
| 17a
- Der
Tod des Feldherrn Aëtius (um 390 bis 454 n.Chr.) und des Kaisers Valentinian III. (425 - 455 n.Chr.) nach dem spätantiken
Historiker Prokop
|
Prokop von Cäsarea (um 500 - um 562), war spätantiker Historiker und wohlinformierter Rechtsbeistand des oströmischen Feldherrn
Belisar, der im Auftrag Kaiser Justinians handelte. Prokop nahm persönlich an den Feldzügen gegen die
Sassaniden, Vandalen und Ostgoten teil. Seine
Werke verfasste er wohl nach 542 in Konstantinopel. Kaiser Justinian regierte von 527 - 565.
-------------------
Prokop berichtet:
Als Kaiser Valentinian III. sich an der Gemahlin seines Ratsmitglieds Maximus vergriffen hatte, verhielt sich dieser so:
"Maximus, über den Vorfall höchst aufgebracht, entwarf sogleich einen verderblichen Plan gegen den Kaiser. Da er aber die große Gewalt des
Aëtius betrachtete
(Dieser war der erfolgreiche Feldherr des Kaisers. Aëtius gilt als "der letzte Römer"), welcher nur neulich Attila
(451 auf den katalaunischen Felder in Gallien zusammen mit verbündeten
Germanen) geschlagen hatte, [...] so stellte er sich vor, dass dieser Aëtius
ihm bei seinen Unternehmungen im Wege stehen werde. Als er hierüber nachdachte, glaubte er nichts Besseres tun zu können, als zuerst den
Aëtius auf die Seite zu schaffen, der weiter nichts getan hatte, als dass die ganze Hoffnung der Römer auf ihm beruhete. Da er aber die Gunst der Verschnittenen
(der Eunuchen), welche die Bedienung beim Kaiser besorgten, besaß, so ließ er durch deren Betriebsamkeit dem Kaiser einreden, dass
Aëtius eine Staatsveränderung unternehmen wolle. Valentinianus, der aus keinem anderen Grunde die Angabe für richtig hielt, als weil
Aëtius Macht und Verdienst besaß, richtete ihn hin. [...]
Nach dem Tode des Aëtius plünderte Attila, weil ihm keiner mehr das Gleichgewicht hielt, ohne Schwierigkeit ganz Europa und machte beide Kaisertümer willig, ihm Steuern zu zahlen. Denn jedes Jahr wurden von den Kaisern ihm Geldsummen gesendet. [...]
In der Folge (der Eroberung Aquileias durch Attila) tötete Maximus (454) den Kaiser ohne Schwierigkeiten, ergriff eigenmächtig die Regierung, und weil seine Ehegemahlin nicht lange zuvor gestorben war, so legte er sich der Eudoxia
(der Gemahlin des ermordeten Kaisers Valentinian III.) mit Gewalt bei. [...] Eudoxia, schon früher mit Hass gegen Maximus erfüllt, und begierig, den an Valentinianus verübten Frevel zu rächen, [...] sann auf sein Verderben [...] Sobald der Tag angebrochen war, schickte sie
nach Karthago und ließ Gizerich
(Geisereich, den König des nordafrikanischen Wandalenreiches) bitten, den Valentinianus [...] zu rächen und sie, welche von dem Tyrannen Gräuel erdulden müsse, zu befreien."
Im Ergebnis plündert Geiserich 455 Rom.
(
Prokop: Wandalische Denkwürdigkeiten, Seite 22 ff. (444), übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Dr.
Pet. Friedr. Kanngießer, Greifswald
1828 | Seite 327 eingeben und dann schnell durchklicken)
Aufgabenvorschläge
zum Tod des Aëtius und des Kaisers Valentinian III.
- Welche inneren Gründe für den Untergang des Weströmischen
Reiches werden aus dem Bericht
Prokops deutlich?
- Meinst du, dass sich bei
Valentinian III. ein Fürsprecher für Aëtius hätte finden
lassen? Begründe deine Meinung.
|
Nach
oben
| 17b
- Die Absetzung des letzten weströmischen Kaisers
Romulus Augustulus 476 n.Chr.
nach Prokp von Cäsarea |
Prokop von Cäsarea, um 500 - um
562), spätantiker Historiker, wohlinformierter Rechtsbeistand des oströmischen
Feldherrn Belisar, der im Auftrag Kaiser Justinians handelte. Prokop nahm
persönlich an den Feldzügen gegen die Sassaniden, Vandalen und Ostgoten
teil. Seine Werke verfasste er wohl nach 542 in Konstantinopel. Kaiser
Justinian regierte von 527 - 565.
-------------------
"Während Zenon in Byzantium Kaiser war, erhielt
(Romulus) Augustus die Obergewalt im Westen. Ihn nennen die Römer mit
schmeichelndem Ausdrucke Augustulus (das Kaiserlein), weil er noch als Knabe die kaiserliche Regierung, welche
sein Vater (Orestes), ein sehr verständiger Mann, für ihn verwaltete, übernahm. Einige Zeit zuvor hatten die
Römer Sciren, Alanen und einige andere gotische Völker in ihre Bundesgenossenschaft gezogen. [...] Je
kräftiger aber unter ihnen sich der Zustand der Ausländer zeigte, desto mehr verschwand bereits das Ansehen
der römischen Soldaten. Die Römer wurden unter dem anständigen Namen der Bundesgenossenschaft von den
angekommenen Fremdlingen willkürlich beherrscht, und dergestalt gewalttätig behandelt,
dass jene
(die ausländischen Bundesgenossen) von ihnen (den Römern) trotz ihres Sträubens viele andere Vorteile schamlos
erpressten, und endlich alle in Italien liegenden Landgüter unter sich zu teilen verlangten. Sie forderten,
dass Orestes den dritten Teil derselben ihnen geben solle. Da er sich nicht dazu verstehen wollte, brachten
sie ihn sogleich ums Leben.
Unter ihnen befand sich ein Mann namens Odoaker (ein Scire), der zu den Stabsoffizieren des des Kaisers
gehörte. Dieser versprach, ihre Forderungen zu erfüllen, wenn sie ihn an die Spitze der Regierung stellten.
Als er auf diese Weise die widerrechtliche Gewalt erlangt hatte, fügte er dem Kaiser weiter kein Leid zu,
sondern verstattete ihm, für die Folge im Privatstande zu leben. Da er den Ausländern den dritten Teil der
Äcker verschaffte (oder sie an Steueranteilen beteiligte) und sie durch dieses Mittel mit dem festesten Bande
an sich knüpfte, so behauptete er an zehn Jahre die willkürliche Oberherrschaft."
Odoaker unterstellte sich als "Patricius" dem oströmischen Kaiser. Das alte weströmische Rechts- und
Verwaltungswesen bestand weiter. 493 musste er die Herrschaft wenige Tage mit dem Ostgotenkönig Theoderich
teilen, wurde dann aber von diesem eigenhändig getötet.
Prokop von Caesarea: Gotische Denkwürdigkeiten, Erstes Buch, übersetzt und mit
Erläuterungen versehen von Pet. Friedr. Kanngießer, Greifswald 1829,
Seite 1f.
Aufgabenvorschläge
zur Absetzung des Romulus Augustulus
- Warum verweigerte Orestes
wohl die Aufteilung der in Italien liegenden Landgüter?
- Welche Schwächen des
weströmischen Reiches kannst du aus dem
Bericht Prokops vom
Endes des letzten weströmischen Kaisers erkennen?
- Die Zeitgenossen empfanden
das Jahr 476 n.Chr. kaum als entscheidendendes Datum für den
Untergang des (west)römischen Reiches. Notiere Gründe.
|
Eine
genauere Schilderung der Völkerwanderung und
der Germanenreiche mit vielen Quellen findet sich auf der Lernumgebung
Völkerwanderung
und Germanenreiche.
Nach
oben
| 18
- Das Ende Westroms in der Sicht von Historikern
|
| 18a
- Gründe für den Untergang Westroms (Gibbon und Rostovtzeff)
|
Schon
Edward Gibbon führte eine ganze Reihe von sachlichen Gründen für den Untergang des Weströmischen Reiches an. Er nennt die schiere Größe des Reiches, das Soldatenkaisertum, die Spaltung in ein Ost- und Westreich, wobei beide zeitweise gegeneinander arbeiteten, das Christentum, das zur Verweichlichung und zur Konzentration auf das Jenseits beigetragen und die Römer durch seine verschiedenen Richtungen gespalten habe. Ein weitere zentraler Grund waren für ihn die Stürme der Völkerwanderung sowie die verderbten Despoten (Gewaltherrscher), die das römische Reich als Kaiser regiert hätten. Die Verweichlichung der Römer und ihre Vernachlässigung der kriegerischen Fähigkeiten (Dekadenzthese) hätten, zum langfristigen Schaden des Reiches, zur Einstellung barbarischer Söldner geführt. Kälte, Armut, und ein Leben voll Gefahr und Beschwerden hätten dagegen Kraft und Mut der Barbaren gestählt.
(Nach Edward Gibbon: Verfall und Untergang des römischen Reiches, Erstausgabe London 1776 - 1788, Neudruck 2006, 559ff.)
Die Dekadenzthese wurde von späteren Historikern weiter ausgebaut, z.B. von
Michael Rostovtzeff (1870 - 1952). Der Wohlstand der Kaiserzeit habe dazu geführt, dass die Begüterten
"ihre Ideale im Vergnügen, in der Jagd nach Gewinn und der Erlangung der materiellen Vorteile der Kultur für sich und ihre
Familie" (S. 457) gesehen hätten. Der schöpferische Geist sei verschwunden und die Kultur aufgrund einer gewandelten Geisteshaltung habe stagniert oder sei gesunken. Gleichgültigkeit gegenüber dem Staat habe sich ausgebreitet, die die politische Ordnung, die militärische Kraft und das wirtschaftliche Gedeihen Roms untergraben hätten. Die Besten hätten sich in die Religion zurückgezogen. Ein Anzeichen der Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl sei die Weigerung gewesen,
"die menschliche Gattung fortzupflanzen, []. Die höheren Schichten ergänzten sich von außen [durch Adoption], nicht von innen
her." Das sei auch mit einem Bevölkerungsrückgang (S. 458) verbunden gewesen, der die Probleme weiter verschärft habe. Wegen der weit auseinander klaffenden Schere zwischen arm und reich sei Unzufriedenheit bei den Armen entstanden, ja, Hass auf die Reichen. Als
äußere Feinde das Reich bedrängt hätten, hätten die Kaiser ihre Untertanen zur Verteidigung des Reiches und seiner Kultur
"zwingen" müssen. Um das Reich zu retten, habe der Staat die Bevölkerung auspressen und zugrunde richten müssen.
(Nach Michael Rostovtzeff: Geschichte der Alten Welt: Rom, Linzenzausgabe Bremen o.J., 434ff.)
Aufgaben zu Gibbon und Rostovtzeff:
- Notiere
die einzelnen von den beiden Historikern genannten Gründe, um
sie nachvollziehen zu können. Erläutere sie vor der Klasse.
- Gibbon
schreibt im Zeitalter der Aufklärung, Rostovtzeff im Zeitalter
des erstarkenden Sozialismus. Hat dies Auswirkungen auf ihre
Sicht des Untergangs des Weströmischen Reiches? Begründe deine
Meinung.
|
Nach
oben
| 18b
- Positivere Bewertungen der Spätantike |
Heutige Forscher wollen die Dinge viel positiver sehen und werten die Spätantike viel positiver. Ralph Bollmann beispielsweise schreibt: "Gerne kritisieren moderne Kulturpessimisten unter Berufung auf ihre antiken Gesinnungsgenossen [= die antiken Geschichtsschreiber] die vermeintliche `Dekadenz` Roms oder des Westens. In grandioser Einseitigkeit interpretieren sie die
Erfolgsgeschichte des Imperiums in einen Verfallsprozess um. Der wirtschaftliche Wohlstand gilt ihnen als hassenswerter Materialismus, die innere Liberalität [= Freiheitlichkeit] als Verfall der Sitten, die städtische Zivilisation als Verrat an der Natur. [...] Selbst noch der Untergang des Imperiums, so dramatisch er sich auf die Lebensbedingungen der Menschen in den folgenden Jahrhunderten auswirkte, barg bereits den Keim des Neuen in sich. Die Kodifizierung des Rechts unter dem oströmischen Kaiser Justinian im sechsten Jahrhundert, die Entwicklung der christlichen Kirche oder auch nur der
Wechsel von der Schriftrolle zum Buch in seiner heutigen Form: Was vom Altertum nachwirkte, hatte vielfach seine Ursprünge in der Zeit der angeblichen spätrömischen `Dekadenz`. Darüber hinaus mag uns vieles, was lange als Verfallserscheinung wahrgenommen wurde, als Zeichen einer spezifischen Modernität erscheinen. Das gilt etwa für die spätantike Kunst, deren stilisierte Formen man als naiv und ungehobelt, aber auch als abstrakt und modern empfinden kann."
(Ralph Bollmann: Lob des Imperiums, Berlin 2006, 187f.)
Aufgaben
zur positiveren Bewertung der Spätantike
- Mit
welchen argumenten wird die Spätantike von Ralph Bollmann
positiver bewertet als von Gibbon und Rostovtzeff?
- Treffen
Bollmanns Argumente auf Gibbon und Rostovtzeff zu? Führt vor
der Klasse eine kleine Podiumsdiskussion zwischen Anhängern
beider Richtungen durch.
|
Nach
oben
| 18c
- "Untergang" oder "Transformation" Westroms? |
Aber handelte es sich überhaupt um einen Untergang?
"Nach der traditionellen Darstellung wurde der Westen [des römischen Reiches] - ganz einfach - von feindlichen `Wellen` germanischer Völker überrannt. Die langfristigen Auswirkungen dieser Invasionen sind zugegebenermaßen auf sehr unterschiedliche Art und Weise dargestellt worden, die zum größten Teil von der jeweiligen Nationalität und Perspektive des einzelnen Historikers abhing. In den Augen einiger Forscher, besonders in den romanischen Ländern Europas, waren die Völkerwanderungen ganz und gar destruktiv. Nach anderen Darstellungen jedoch brachten sie einen Zustrom frischen und freiheitsliebenden germanischen Blutes in ein dekadentes Imperium. [...]
Aber während es immer eine lebhafte Debatte über die langfristigen Auswirkungen der Völkerwanderung gegeben hat, haben bis vor kurzem nur sehr wenige Forscher ernsthaft in Frage gestellt, dass die germanische Machtübernahme einen gewaltsamen Bruch bedeutete. [...]
Es überrascht nicht, dass das Bild einer gewaltsamen und vernichtenden germanischen Invasion auf dem europäischen Festland in den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sehr lebendig war. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als ein neues, friedliches westeuropa entstand, milderten sich die Vorstellungen von den Invasoren jedoch allmählich ab und wurden positiver. Buchtitel wie Thr Germanic Invasions: The Making of Europe AD 400 - 600 (1975) zum Beispiel hinterfragten die Realität der Invasionen nicht näher, stellten sie aber als positive Kraft bei der Gestaltung des modernen Europa dar."
(Bryan Ward-Perkins: Der Untergang des römischen Reiches und das Ende der Zivilisation, 16f.)
Aufgaben zur Transformationshypothese
- Worin
besteht die "Transformationshypothese" und worin
unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Auffassung?
- Welcher
aktuelle Zeithintergrund hat die Transformationshypothese
begünstigt?
- Führt
eine Diskussion zwischen Anhängern der Transformationshypothese
und der traditionellen Auffassung durch. Nehmt außer den
Materialien dieser Seite folgende Materialien zu Hilfe:
Basiswissen
"Völkerwanderung und Germanenreiche", dort v.a. auch Franken, Ostgoten in der rechten Spalte und Ravenna in der linken
Spalte.
|
Nach
oben
| 18d
- Das Ende Westroms: In Wirklichkeit ein gelungenes Integrationsmodell? |
In neuerer Zeit gewinnen Auffassungen an Boden, die erklären, "dass die barbarischen Ansiedlungen in einer `natürlichen, organischen und allgemein friedlichen Art und Weise` vor sich gingen; sie widersprechen daher den Historikern, die immer noch `die Barbaren dämonisieren und die barbarischen Ansiedlungen problematisieren`." (W-P18) Diese Historiker erklären das Ende des Weströmischen Reiches durch die Theorie einer friedlichen Integration. "Zum Beispiel lautet der Titel eines kürzlich erschienenen Bandes über die ersten
nachrömischen Staaten Kingdoms of the Empire: The Integration of Barbarians in Late Antiquity
[= Königreiche des Imperiums: Die Integration der Barbaren in der
Spätantike]. Es gibt hier keinen Hinweis auf Angriff oder Gewalt, nicht
einmal darauf, dass das Römische Reich ein Ende fand; stattdessen wird stark suggeriert, dass die Neuankömmlinge leicht in eine fortwährende und sich weiter entwickelnde römische Welt passten."
(Bryan Ward-Perkins: Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation, Stuttgart 2007, S. 17f.)
Aufgaben
zum Untergang Westroms als gelungenes Integrationsmodell
- Worin
besteht die These vom gelungenen Integrationsmodell und worin
unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Auffassung?
- Vor
welchem aktuellen Zeithintergrund wurde sie offensichtlich
entwickelt?
- Diskutiert
pro und contra.
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|

Die
römische Wölfin säugt die Zwillinge Romulus und Remus
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Speisesaal
im rekonstruierten Römerhaus von Augst
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im rekonstruierten Römerhaus von Augst. Nach pompejanischem Vorbild
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