Römer

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Epochen, Ereignisse, Begriffe
 

Kartenraum


Grundkarte Römisches Reich
Material Geschichtszentrum


Kartenpuzzle Römer
Material Geschichtszentrum


Etrusker, Griechen und Karthager im Gebiet des heutigen Italien
Seite von Martin Bode
ewetel.net


Ancient Rome
Die sieben Hügel, die Siedlung auf dem Palatin, Roma Quadrata
wps.ablongman.com


Rom 264 v.Chr.
wps.ablongman.com


Zweiter Punischer Krieg
wps.ablongman.com


Feldzüge Cäsars (Career of Julius Caesar)
wps.ablongman.com


Das römische Reich 14 und 117 n.Chr.
wps.ablongman.com


Karte: Krise des 3. Jhs - Neue Situation an den Grenzen
gzg.fn.bw.schule.de


Das Römische Reich 395 n.Chr.
Material Geschichtszentrum


Karte obergermanischer und rätischer Limes, Dekumatenland
gzg.fn.bw.schule.de


The Spread of Christianity - Die Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich
wps.ablongman.com


Roman World - Origins of Emperors
Karte der University of Oregon
darkwing.uoregon.edu

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Bilderserien

Bildersammlung


Vedute die Roma 
Riesige Bildersammlung zu Rom 

siba.fi

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Bilderserie Etrusker


The Etruscan Art Gallery
Link öffnet mit den Fresken der Nekropole von Tarquinia. Weitere Bilderserien: Schmuck, Keramik, Bronzen und Spiegel. Jedes Bild anklickbar für Vergrößerung.
mysteriousetruscans.com

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Bilderserie römischer Gebäudetypen


Maison carrée, Nîmes
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Bild: Geschichtszentrum


Podiumtempel
Kann nur von vorne über einen Treppenaufgang betreten werden.
Maison carrée, Nîmes
Eigenmaterial Geschichtszentrum

 



Basilika S. Sabina, Rom, Außenansicht
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Bild: Geschichtszentrum


Basilika S. Sabina, Rom, Innenansicht
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Bild: Geschichtszentrum


Basilika
Öffentliche Markt- oder Gerichtshalle im Römischen Reich
Reste der Maxentius- Basilika, Rom, Forum Romanum
roma-antiqua.de

 
Rekonstruktion der Maxentius- Basilika mit Statue Kaiser Konstantins
archmedia.yonsei.ac.kr

 
Weitere Rekonstruktion der Maxentius- Basilika mit Statue Kaiser Konstantins

rogerspace.org

Vgl. Santa Sabina auf dieser Seite.


Überreste der Kolossalstatue Kaiser Konstantins aus der Maxentius- bzw. Konstantinsbasilika (1)
Kapitolinisches Museum, Rom
de.academic.ru

 
Überreste der Kolossalstatue Kaiser Konstantins aus der Maxentius- bzw. Konstantinsbasilika (2)
Kapitolinisches Museum, Rom
fsgmarbach.de

  
Santa Sabina, Rom, Außenansicht
stuardtclarkesrome.com

 
Santa Sabina, Rom, Weitere Außenansicht
contracosta.cc.ca.us

 
Santa Sabina, Rom, Innenansicht
commons.wikimedia.org

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Kaiser Titus
Pompeianum, Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum


Triumphbogen einbogig
Nach siegreichen Feldzügen errichtet zu Ehren eines Feldherrn, in der Kaiserzeit zu Ehren des Kaisers, hier des Kaisers Titus. Der Bogen steht in Rom auf dem Forum Romanum
upload.wikimedia.org

Vgl. auch Santa Sabina.

 
Detail vom Triumphbogen des Kaisers Titus
Beutestücke aus dem Tempel von Jerusalem
(Triumphbogen errichtet anlässlich des Sieges im Jüdischen Krieg. Mit der Beute aus diesem Krieg wurde das Kolosseum finanziert.)
1600 Pixel
Geschichtszentrum

 
Weiteres Detail vom Triumphbogen des Kaisers Titus
Victoria hält Siegeskranz über Titus auf dem Triumphwagen

1600 Pixel
Geschichtszentrum


Titusbogen, Forum Romanum, Rom
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Bild: Geschichtszentrum


Triumphbogen des Septimius Severus, Rom
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Bild: Geschichtszentrum

 
Triumphbogen des Septimius Severus, dreibogig, Rom

Über dem rechten Durchgang eine damnatio memoriae (Auslöschung der öffentlichen Erinnerung durch Löschung des Namens).
1600 Pixel
Geschichtszentrum

 
Triumphbogen des Septimius Severus, Victorien über dem Mittelbogen
1600 Pixel
Geschichtszentrum


Triumphbogen des Septimius Bilderserie, auch details wie Victoria
Bild
Durch den Mittelbogen blickt man auf die Reste des Tempels des Divus Julius = des Julius Cäsar, errichtet an der Stelle, wo 44 v.Chr. seine Leiche verbrannt wurde.
livius.org

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Curia
Rom, Forum Romanum
Regierungssitz, außerhalb Roms auch Rathaus
upload.wikimedia.org

 
Curia, Rekonstruktion
mg366.imageshack.us

 
Curia, Innenraum
Rom, Forum Romanum
Teilweise originaler spätantiker Marmorfußboden, auf den Stufen standen die Sitze der Senatoren
raceandhistory.com

 
Curia, Außenansicht und Innenraum, Rekonstruktionen
Rom, Forum Romanum
vitruvius.be

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Circus Maximus heute, Rom
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Bild: Geschichtszentrum


Circus, Rekonstruktion
Circus Maximus, Rom
Dient der Veranstaltung von Wagenrennen, nicht dem Gladiatorenkampf
cartage.org.lb


Circus Maximus, Rekonstruktion, Lage
Oberhalb des Circus Maximus der Palatin mit den kaiserlichen Palästen, der Kaiser hatte von dort aus direkten Zutritt zu seiner Loge.
cartage.org.lb

Näheres weiter unten.

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Colosseum, Rom
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Bild: Geschichtszentrum


Amphitheater
Colosseum, Rom
Heutiger Zustand
Ein Amphitheater diente Gladiatorenkämpfen, Tierhetzen, nachgespielten Seeschlachten, usw.
Kann als Bildschirmhintergrund verwendet werden.
cs.unm.edu


Amphitheater Colosseum 
Modell, Schnitt, usw.
ubject.jccssyl.edu.hk

Näheres siehe unten.

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Aqädukt, Segovia, Spanien
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Bild: Geschichtszentrum


Aquädukt
Aquädukt von Nîmes. Aquädukte sind Wasserleitungen
artlex.com


Wie funktioniert ein Aquädukt?
Bild mit englischem Text, aber man versteht auch ohne Text.
sandia.gov

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Thermen, Modell
Caracallathermen
Große Thermen waren Bäder, Treffpunkte, Sportplatz und Bibliothek alles in einem, kurz Freizeitzentren
cavazzi.com

 
Caracallathermen, Grundriss
ecole.orange.fr

 
Caracallathermen, Weiterer Grundriss
bible-history.com

 
Caracallathermen, Ausstattungsbeispiel
centaursystems.com

 
Caracallathermen, weiteres Ausstattungsbeispiel (Tepidarium)
biblepicturegallery.com


Caracallathermen heute
utexas.edu

Näheres siehe unten.

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Kaiserforen
Grundriss der Kaiserforen, Rom.
Foren waren Zentren römisch- antiker Städte mit Tempel, Basilika, Bibliothek, Markt, usw. Vor allem waren sie so auch öffentliche Treffpunkte.
maquettes-historiques.net

 
Kaiserforen im Modell
www2.siba.fi

 
Rekonstruktion der Kaiserforen
maquettes-historiques.net

 
Zentrum Roms mit Kaiserforen, Modell
www2.siba.fi

 
The Imperial Forums
Seite mit vielen Rekonstruktionen der Kaiserforen
maquettes-historiques.net


Trajansmärkte, Rekonstruktionszeichnung
Es handelt sich um eine riesige Einkaufspassage bzw. um einen Basar.
utexas.edu

 
Trajansforum, Grundriss
dartmouth.edu


Trajansmärkte heute
Zugänglich!
upload.wikimedia.org

 
Rekonstruktion einer Bibliothek
Museo della Civiltà Romana
www2.siba.fi

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Kuppelbau (Pantheon), Außenansicht Vogelperspektive
Rom
Die Römer kannten den Kuppelbau.
dolceroma.it


Kuppelbau (Pantheon), Außenansicht, Innenansicht, Schnitt, Grundriss 
Rom
uh.edu


Pantheon, Innenansicht
columbia.edu

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Bilderserie Ostia


Reste eines Mietshauses in Ostia
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Bild: Geschichtszentrum


Casa di Diana, Rekonstruktionen
philhist.uni-augsburg.de


Insula
Mietshaus
Museo della Civiltà Romana, Rom
www2.siba.fi

 
Porticus
www2.siba.fi

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Bilderserie Pompeji


Garten eines Hauses in Pompeji
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Bild: Geschichtszentrum


Pompeji
Text und Bildersammlung
Aus dem Menü: Text - Pompeji  (Stadien und Arenen) - Die Katastrophe -  Vesuv - Villen - Fresken - Mosaiken - Strassen - Alltagsleben - öffentl. Gebäude -
Begriffslexikon (siehe auch Lexikonecke)
pompeji.de


Pompeji - die vom Vesuv verschüttete Stadt
Bildersammlung und Text
Geschichte, Gesamtplan, pompejanisches Hausschema; Haus der Vettier, Haus der Venus und Mysterienvilla ausführlicher. 
antikefan.de


Die Ruinen von Pompeji - Reise in die römische Vergangenheit
Text und Bilder
Zeitmaschine in die Vergangenheit - Flucht in den Luxus -
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de



Kostenlose Hintergrundbilder (Sfondi) zu Pompeji für deinen Computer
marketplace.it

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Bilderserie Herkulaneum

 
Herkulaneum
antikefan.de


Herkulaneum
Bildersammlung und Text
Erhaltene Holzteile!
Lageplan, Geschichte, usw.
de.wikipedia.orgt

Bilderserien zu Rom unter "Die Stadt Rom"

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Religion


Jupitergigantensäule Walheim, Kopie
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Bild: Geschichtszentrum


Kleiner Tempel mit Götterstatue und Opfergaben
Villa Rustica Hechingen- Stein
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Bild: Geschichtszentrum

 
Griechische und Römische Götter und Sagengestalten
sagengestalten.de

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Militär


Römische Reiter in
Paradeuniform

Bild
Von limesstrasse.de


Legionär und seine Ausrüstung
Interaktiv
roemercohorte.de


Römisches Legionslager
Bild und Text
novaesium.de


Römisches Militär am Niederrhein
Kaiserzeitliches und spätantikes Heer, Bewaffnung und Ausrüstung, Sold und Auszeichnungen, Logistik, bauten des Heeres, Sozialstruktur des Heeres
Mit Bildern
novaesium.de

 
Im Schutze mächtiger Mauern - Spätrömische Kastelle im Bodenseeraum
Eine Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, Außenstelle Konstanz 
lbsneu.schule-bw.de


Legionsadler
Bild
images.zeno.org


Onager
members.lycos.nl

 
Katapult (Balliste)
de.wikipedia.org


Katapult (Balliste) von unten
archaeologie-krefeld.de


Römisches Kriegsschiff vom Rhein
Museum für antike Schifffahrt Mainz
archaeologie-krefeld.de

Römische Kastelle und Befestigungen unten unter "Limes".

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Limes


Karte obergermanischer und rätischer Limes, Dekumatenland
gzg.fn.bw.schule.de


Deutsche Limesstraße
Einführung. Klicken Sie die Orte entlang des Limes an.
Trotz touristischer Interessen teils gute Bilder und weiterführende Links.


Römisches Legionslager
roemische-imperium.de

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Die Stadt Rom


Vedute die Roma 
Riesige Bildersammlung zu Rom 

siba.fi


Rundgänge zu den antiken Stätten Roms von ROMA ANTIQUA
Texte, Bilder (vergrößerbar), Rekonstruktionen, Pläne
roma-antiqua.de


Das Forum Romanum in Rom
Bilderserie mit Text
Schönes Übersichtsbild
antikefan.de


Rom virtuell
Gebäude vom Stadtplan oder aus einer Liste anklickbar. Französischer Server. Alles da, übrigens auch die lateinischen Texte
aus der römischen Literatur zu den einzelnen Örtlichkeiten.
unicaen.fr


Blick auf den
Palatin, den Sitz der römischen Kaiser
Im Vordergrund der Circus Maximus, dahinter erhöht die Kaiserpaläste
Museo della Civiltà  Romana
www2.siba.fi

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Brot und Spiele



Colosseum: Die Superarena - Kampfbühne der Antike
Text und Bilder
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de


Auf Leben und Tod - Grausamer Todeskampf in der Arena
Text und Bilder
Erfahrungen als Gladiatorenarzt - Die Kraft der Pflanzen - Todesstoß als Gnadenakt
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de


Die Gladiatorenschule von Capua - Eliteschmiede für Roms Unterhaltungsindustrie
Text und Bilder
Fairness und Chancengleichheit - Technik des Überlebens - Begehrte Ware
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de

Vergleiche auch oben Amphitheater


Siehe auch oben Circus- Rekonstruktion


Die römischen Thermen
Bilder und Text
antikefan.de


Leben im Moloch der Großstadt - Enge Häuser, stinkende Kloaken
Text und Bilder
Schnell und Billig - Erholung für die Nasen - Schreckliche Epidemien
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de


Hauptstadt des Verbrechens - Mord und Totschlag an der Tagesordnung
Text und Bilder
Soziale Brennpunkte - Etruskisches Bauerndorf - Forschen im Großstadtmüll
ZDFwissen & entdecken
ZDF.de


Romseite
PROJEKT INTERNET am FG / Uwe Becker.
Linksammlung zu Rom.
fg.vs.bw.schule.de

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Bilderserie Christentum


Christus übergibt Petrus die Himmelsschlüssel. Frühchristliches Mosaik aus S.Costanza, Rom
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Bild: Geschichtszentrum

Vgl. "Christentum" in der rechten Spalte.


Bilderserie Christentum Lernumgebung Römische Kultur und Christentum

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Ravenna


Ravenna
Mit virtueller Tour. Man kann z.B. in der Apsis von San Vitale die berühmten Mosaiken von Justinian und Theodora anzoomen, sogar recht scharf! Ansonsten viele Bilder!
vista.it


Early Christian and Byzantine Art
Bildersammlung. Bekannteste  Bilder vorhanden, u.a. alte Petersbasilika
Art History Homepage
ou.edu

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Gesellschaft/ Sklaverei


Sklaverei in der Antike
Texte

Klaus Hylla
meinebibliothek.de

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Alltag


Taverne in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum


Fresko in derselben Taverne
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Bild: Geschichtszentrum


Öffentliche Toiletten in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum


Handel und Seefahrt: 
Mosaik in Ostia Antica
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Bild: Geschichtszentrum


Atrium
Pompeianum Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum

Zum Speisesaal einer römischen Villa (Römerhaus Augst)

Zum Hausaltar einer römischen Villa (Römerhaus Augst)

 
Alltag im Römischen Reich
roemische-imperium.de


Alltag in Novaesium
Überblick über das römische Alltagsleben
novaesium.de


Römerstadt Augusta Raurica
Bedeutendste Römersite der Schweiz in der Nähe von Basel. Ergiebiges Online-Material auch zum Alltag der Römer
baselland.ch


Römerstadt Augusta Raurica - Anklickbarer Plan für virtuelle Tour
baselland.ch


Augst und Kaiseraugst in der Kaiserzeit
gzg.fn.bw.schule.de


Virtueller Rundgang durch das Römerhaus in Augusta Raurica
baselland.ch


Villa Rustica (Römischer Gutshof) in Hechingen Stein
Virtuelle Tour durch die Ausgrabungsstätte in Hechingen/Stein! Die Seiten des Römischen Freilichtmuseums Hechingen-Stein, alles in deutscher Sprache.
villa-rustica.de

Vergleiche auf dieser Seite auch "Romanisierung".

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Impressum


Impressum

Das Geschichtszentrum ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich.

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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen
1 - Epochen der römischen Geschichte 
2 - Aufstieg zur Weltherrschaft und Gebietsumfang  

3 - Römische Gesellschaft

4 - Römischer Staat

5 - Militär  
6 - Der 2. Punische Krieg 218 - 2012 v.Chr. - Eine Konfliktanalyse mit Quelleninterpretation
7 - Rückwirkungen der Ausbreitung Roms im 2. Jh. v.Chr.
8 - Wie die Römer versuchten, ihre Probleme zu lösen: Die Reformen der Gracchen und die Heeresreform des Marius
9 - Bürgerkriege

10 - Der Principat des Augustus mit Aufgaben
11 - Die Stadt Rom in der Antike
12 - Romanisierung


13 - Die Krise des 3. Jahrhunderts mit Aufgabenvorschlag
14 - Kaiser Diocletian (284 - 305 n.Chr.) mit Aufgaben  
15 - Aufstieg des Christentums

16 - Reichsteilung 395 n.Chr. und Völkerwanderung 
17 - Die Zustände am weströmischen Kaiserhof und das Ende Westroms 

18 - Das Ende Westroms in der Sicht von Historikern

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Linke Spalte: Einzelthemen

Kartenraum  
Bilderserien  

Bildersammlung
Bilderserie Etrusker  
Bilderserie römischer Gebäudetypen  
Bilderserie Ostia  
Bilderserie Pompeji  
Bilderserie Herkulaneum  
Religion  
Militär  
Limes  
Die Stadt Rom  

Brot und Spiele
Bilderserie Christentum  
Ravenna 
Gesellschaft / Sklaverei  
Alltag  
Impressum

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Rechte Spalte: Geschichtliche Epochen

Arbeitsmittel  
Verwandte Seiten
Buchtipps
Lateinische Sprache aktuell  
Übersichten  

Stadtgründung / Könige
Etrusker

Republik
Hannibal  
Spartacus- Aufstand  
Bürgerkriege

Kaiserzeit
Augustus
Verwaltung des Römischen Reiches  
Römer und Germanen vor dem 3. Jahrhundert   

Spätantike
Krise des 3. Jahrhunderts / Diocletian  

mit Aufgabenvorschägen  
Konstantin  
Theodosius I.  
Christentum 

Verschiedenes

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Basiswissen: 

 

1 - Epochen der römischen Geschichte


Die Königszeit dauerte von 753 v.Chr. (
sagenhaften Gründung Roms) bis 509 v.Chr. Die letzten Könige Roms waren etruskischer Herkunft.

Darauf folgte die Epoche der Republik von 509 v.Chr. bis 27 v.Chr. In der Frühzeit der Republik, im 5. und 4. Jh. v.Chr., tobten die Ständekämpfe. Außenpolitisch stieg Rom zur Weltmacht auf. Die Republik ging dann in den Bürgerkriegen 133 - 27 v.Chr. unter.

Die  Römische Kaiserzeit dauerte von 27 v.Chr. bis ins 3.Jh. n.Chr.. Sie wurde von Kaiser Kaiser Augustus (27 v.Chr. - 14 n.Chr.) eingeleitet, während dessen Regierung Jesus geboren wurde. Das Reich wurde in vollem Umfang romanisiert (Romanisierung), das heißt, dass die Kultur der Reichsteile dem römischen Vorbild angeglichen wurde. Unter Kaiser Kaiser Trajan
(98 - 117 n.Chr.) erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung.

Römische Kaiser gab es bis zum Untergang des Römischen Reiches, doch die Spätphase des Reiches nennt man Spätantike (3.Jh. - 476 n.Chr.). Sie beginnt mit der Krise des 3. Jhs., wo das Reich durch den Ansturm von Germanen im Norden und Neupersischem Reich im Osten sowie durch Bürgerkriege an den Rand des Untergangs geriet. Erst Kaiser Kaiser Diocletian (284 - 305 n.Chr.) meisterte die Krise.

Vom 1. - 4. Jh. n.Chr. vollzog sich der Aufstieg und Sieg des Christentums. Kaiser Konstantin (306 - 337 n.Chr.) war der erste christliche Kaiser, Kaiser Theodosius (379 - 395 n.Chr.) machte das Christentum zur Staatsreligion, was in der Folge bis ins 6. Jh. zur Ausrottung des Heidentums führte.

395 n.Chr. wurde das Reich in West- und Oströmisches Reich geteilt (Reichsteilung). 

Untergang: Das Weströmische Reich ging in der Völkerwanderung (375 - 568 n.Chr.) im Jahr 476 n.Chr. unter, das Oströmische Reich verwandelte sich in das Byzantinische Reich, das mit der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 unterging.

Epochen, Ereignisse, Begriffe

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2 - Aufstieg zur Weltherrschaft und Gebietsumfang



Römisches Reich in der Kaiserzeit
Anklicken für Vergrößerung
Bild: Geschichtszentrum

Rom - das ist zunächst nur die Stadt am Tiber, die aber im Lauf der Zeit zuerst ihr Umland, dann ganz Italien unterwirft. Mit der Einnahme von Tarent im Jahr 272 v.Chr. beherrscht Rom nun ganz Unteritalien.

Nach dem 1. Punischen Krieg (264 - 241 v.Chr.) und dem 2. Punischen Krieg (218 - 201 v.Chr.) gegen Karthago beherrscht Rom das westliche Mittelmeerbecken. 

168 v.Chr. besiegen die Römer Makedonien, nach dem 3. Punischen Krieg (149 - 146 v.Chr.) werden im Jahr 146 Karthago und Korinth zerstört. 

Auch in Kleinasien und im ganzen Vorderen Orient dringen die Römer vor. 133 v.Chr. wird Pergamon römisch, 64 v.Chr. ordnet Pompeius den Orient neu: Die Ränder Kleinasiens sowie Syrien werden römische Provinzen, das Innere Kleinasiens, Armenien und Judäa werden römische Vasallenstaaten.

58 - 51 v.Chr. erobert Caesar Gallien, Augustus (31 bzw. 27 v.Chr. - 14 n.Chr.) verwandelt den ganzen Osten einschließlich Ägyptens endgültig in römische Provinzen. Im Norden stellt er die Donaugrenze her. Der Versuch, die Germanen zwischen Rhein und Elbe dauerhaft zu unterwerfen, scheitert aber in der Schlacht im Teutoburger Wald 9 n. Chr..

Die größte Ausdehnung erreicht das Römische Reich unter Kaiser Trajan (98 - 117 n.Chr.), der Dakien - das heutige Rumänien (Rom steckt noch im Ländernamen) - und für kurze Zeit Mesopotamien erobert. Das Reich erstreckt sich kurzzeitig von England bis an den persischen Golf. Auf die Dauer aber bilden Rhein und Donau die Nordgrenze, der Euphrat und die Wüste die Ostgrenze, die Sahara die Süd- und der Atlantik die Westgrenze des Reiches.

Kartenlinks:

Grundkarte

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3 - Römische Gesellschaft


Im alten Rom standen sich Patrizier und Plebejer gegenüber. 

(Abschnitt „Römische Gesellschaft“ nach: Hense, Leonard: Griechisch- römische Altertumskunde, Münster, 1959, S. 258 ff.)


3a - Patrizier


Die Patrizier bestanden aus einzelnen adligen Geschlechtern („gentes“, Einzahl die „gens“), deren Oberhaupt „pater familias“ genannt wurde. Der Begriff „Pater“ hatte aber mit unserem heutigen Begriff „Vater“ kaum etwas zu tun, sondern bedeutete, dass der „pater familias“ das rechtliche Oberhaupt der Familie war. „Familie“ war wesentlich mehr als eine heutige Kleinfamilie. Das zeigt sich daran, wer dem „pater familias“ rechtlich unterstand, nämlich:

  • Die Angehörigen der adligen Großfamilie im engeren Sinne der Blutsverwandtschaft („Gentiles“)

  • Die Klienten 

  • Die Sklaven 

Bekannte römische Großfamilien (Geschlechter) waren zum Beispiel die Cornelier, die Julier (Gaius Julius Caesar), usw. Den Angehörigen der adligen Großfamilien stand die römische Ämterlaufbahn offen.

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3b - Klienten / Klientelwesen


Die Klienten bildeten in ihrer Gesamtheit die Klientel (nicht das, sondern die Klientel) einer adligen Großfamilie. Sie standen in einem besonderen Schutz- und Treuverhältnis zum pater familias, wobei die Treue auf Gegenseitigkeit beruhte. Zur Klientel gehörten:

  • abhängig gewordene Bauern, die vom Herr, dem „patronus“, gegen Leistungen Vieh und Ackerland erhielten

  • Besiegte, die durch einen eidlichen Vertrag in den Schutz der siegreichen gens gelangten

  • Besitzlose, die besonders, aber nicht nur, vor Gericht die Hilfe ihres Patrons in Anspruch nahmen. Im Gegenzug stimmten die Klienten bei den Wahlen für ihren Patron, statteten ihm den Morgenbesuch ab und geleiteten ihn zum Forum.

In republikanischer Zeit konnten ganze Städte oder Provinzen zur Klientel einer Adelsfamilie gehören. Im 1. Jahrhundert v.Chr., zur Zeit der Bürgerkriege, gelangte das Heer in die Klientel des Feldherrn, der dadurch ein Machtinstrument erhielt, mit dessen Hilfe er die Republik stürzen und eine Diktatur, am Ende sogar eine Monarchie errichten konnte. Marius, Sulla, Caesar und Pompeius, Oktavian Augustus und Antonius waren solche Heerführer. Augustus errichtete das römische Kaiserreich.

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3c - Sklaven


Die Sklaven waren persönlich unfrei, sie konnten auch gekauft oder verkauft werden. Patrizierfamilien besaßen Tausende Sklaven. Diese standen unter dem Schutz der Hausgötter (Laren). Der Sklavenstand war erblich. Es gab Sklaven, die im Haushalt der Patrizier arbeiteten und solche, die auf den Landgütern beschäftigt waren. Manchen Haussklaven ging es in der Praxis besser als manchen freien römischen Bürgern, vor allem, wenn sie über eine hohe berufliche Qualifikation verfügten. Auch der Staat besaß Sklaven. 

Erst in der Kaiserzeit wurde die Sklaverei auf dem Lande aus Mangel an neuen Sklaven zugunsten eines Pachtsystems, des Kolonats, zurückgedrängt, wobei der Pächter (Kolone) persönlich frei war. Der Patronus konnte auch Sklaven frei lassen, die dann zu seiner Klientel gehörten.

Aufgaben zu 3a - 3c:
  1. Erkläre mit Hilfe des Textabschnittes Patrizier den Unterschied zwischen einem heutigen Familienvater und einem römischen pater familias, zwischen einer heutigen Familie und einer römischen Adelsfamilie.
  2. Was ist eine „gens“? Erkläre den Begriff mit Hilfe des Textabschnittes Patrizier.
  3. Stelle mit Hilfe des Textabschnittes  Patrizier grafisch dar, wer dem pater familias unterstand.
  4. Was versteht man im alten Rom unter einem Klienten bzw. unter einer Klientel? Wer gehörte dazu? Nimm den Textabschnitt Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
  5. Zeige, inwiefern Herr und Klient voneinander profitierten. Nimm den Textabschnitt Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
  6. Erkläre, warum das Klientelwesen am Ende zum Sturz der Republik beitrug. Nimm den Textabschnitt Klienten / Klientelwesen zu Hilfe.
  7. Wodurch unterscheidet sich ein Sklave von einem Kolonen? Nimm den Textabschnitt Sklaven zu Hilfe


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3d - Plebejer


Die Plebejer standen dem römischen Adel gegenüber. Die Gesamtheit der Plebejer hieß die "plebs". Es waren Freie ohne Grundbesitz. Zwischen Plebejern und Patriziern bestand ein Eheverbot. Im Verlauf der Ständekämpfe erlangten sie gegenüber dem Hochadel einige Rechte. Insbesondere setzten sie das Amt des Volkstribunen durch, die die Aufgabe hatten, die Plebejer gegen die Willkür adliger Beamter zu schützen. Mit ihrem Vetorecht (veto = lat. ich verbiete) konnten sie verbieten, dass Gesetze in Kraft traten.

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3e - Nobilität 


Die reichsten Plebejer konnten seit 366 v. Chr. Konsul werden, ein Amt, das bisher nur den adligen Großfamilien zugänglich gewesen war. Dies gelang aber nur wenigen, zum Beispiel dem berühmten Redner und Schriftsteller Cicero. Diese erfolgreichsten Plebejer verbanden sich mit dem alten Patriziat zur Gruppe der Nobilität. Deren Angehörige bezeichneten sich als Nobiles oder Optimaten (= Die Besten).

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3f - Ritterstand


Auch der Ritterstand gehörte zu den Plebejern. Er wurde so genannt, weil seine Angehörigen Pferde für die Reiterei stellten, was früher nur Aristokraten möglich gewesen war. Die Ritter betrieben Bankgeschäfte und bildeten Finanzierungsgesellschaften zur Pacht von Steuern und Zöllen, was ein einträgliches Geschäft auf Kosten der Provinzbewohner war.

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3g - Optimaten gegen Popularen
Während der Ständekämpfe standen sich Anhänger der Optimaten und Anhänger der Popolaren gegenüber. Die Popolaren bildeten die Volkspartei (populus = das Volk), wurden aber ebenfalls von Angehörigen der alten adligen Geschlechter (gentes) angeführt.

Aufgaben zu 3d - 3g:

Was versteht man unter folgenden Begriffen:


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4 - Römischer Staat

 

4a - Die römische Ämterlaufbahn (cursus honorum)


Die römische Ämterlaufbahn begann mit dem Quästor. Dieser war Gehilfe höherer Beamter und zuständig für die Staatsfinanzen. Als nächster Schritt auf der Leiter folgte der Ädil, der die Aufsicht über Straßen, Gasthäuser, Wasserleitungen, Thermen und Märkte, die Sorge um die Getreide- und Ölversorgung Roms sowie die Aufsicht über die öffentlichen Spiele (ludi) inne hatte. Der nächsthöhere Beamte war der Prätor, der den Konsuln unterstellt und für die Gerichtsbarkeit zuständig war. Als Proprätor verwaltete er nach Ablauf seines Amtsjahres eine Provinz.

Höchste Beamte waren die beiden Konsuln, die zuständig waren für die Einberufung und Leitung der Volksversammlung, der sie auch Gesetze vorlegen dürfen, für die Einberufung des Senats, für die Ausführung der Beschlüsse und für Oberbefehl über die Truppen („Imperium“) zuständig, wobei dieser zwischen den Konsuln täglich wechselte. Wiederwahl war für Konsuln möglich. Nach Ablauf ihrer Wahlzeit konnten sie als Prokonsuln eine Provinz verwalten.

Oberster Steuerbeamter war der Censor, der vor allem die Bürgerlisten führte und für die Einteilung in die Vermögens- und Stimmrechtsklassen zuständig war.

Quästoren, Ädilen, Prätoren, Konsuln und Censoren bilden den Magistrat

Prinzipiell galt das Prinzip der Annuität, also der Begrenzung der Amtsdauer auf ein Jahr (annus = das Jahr), und der Kollegialität, was bedeutet, dass es für jedes Amt (mindestens) zwei Beamte gab, z. B. Jedes Jahr zwei Konsuln, die Kollegen waren. Nur Konsuln konnten wiedergewählt werden. Man wollte durch diese Prinzipien einem Amtsmissbrauch entgegen wirken und verhindern, dass einzelne Politiker zu mächtig wurden. 

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Ämter statt nur Patriziern auch herausragenden Patriziern zugänglich. 

Die Beamten wurden von den Volksversammlungen gewählt, die in unterschiedlicher und komplizierter Ordnung zusammentraten. Die Ämter waren ehrenamtlich.

Der Senat war das eigentliche Führungsgremium im alten Rom. Ihm gehörten ehemalige Konsuln und die Oberhäupter der Adelsgeschlechter an, er war ein Instrument der Optimaten. Was er bestimmte, hatten die Magistrate auszuführen. Volksbeschlüsse wurden durch seine Zustimmung kraft der „auctoritas patrum“ (Autorität der Väter) wirksam.

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4b - Wichtige Ämter außerhalb des cursus honorum


Der Volkstribun war ein rein plebejischer Beamter, das Amt entstand im Zuge der Ständekämpfe. Er hatte die Interessen der Plebejer zu vertreten und wurde von einer reinen Plebejerversammlung gewählt. Er hatte das Vetorecht gegen Beschlüsse der Volksversammlung (veto = ich verbiete) und konnte Maßnahmen der Beamten verhindern.

Für den Fall des Staatsnotstands, z.B. im Zweiten Punischen Krieg gegen Karthago, konnte ein Dictator mit außerordentlichen Befugnissen auf Zeit (6 Monate) auf Vorschlag des Senats gewählt werden.

Wichtig war auch der Pontifex Maximus, der oberste Priester Roms, der rie religiösen Dinge beaufsichtigte und sein Amt auf Lebenszeit ausübte. Diesen Titel trägt heute der Papst. Wörtlich bedeutet er „oberster Brückenbauer“ (zwischen Menschen und Göttern).

Die Liktoren trugen den höheren Beamten und den Priestern Rutenbündel als Zeichen ihrer Würde voran.

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4c - Römische Staatsverwaltung


Die Bewohner des römischen Reiches gehörten ursprünglich unterschiedlichen Rechtskreisen an. 

Der innerste Rechtskreis mit den umfassendsten Rechten war das römische Bürgerrecht. Die Inhaber dieses Rechtes waren ursprünglich die Bewohner der Stadt Rom. Sie konnten das aktive und passive Wahlrecht (Wählbarkeit zu den Staatsämtern) in den Volksversammlungen ausüben, mussten aber dafür in der Hauptstadt anwesend sein. Zu den vielen Rechten gehörte auch, dass römische Bürger nicht gefoltert und auch nicht zum Tode verurteilt werden durften, außer bei Hochverrat. Die wichtigste Pflicht des römischen Bürgers war es, in den Legionen (größte Heereseinheiten der Römer) als Soldat zu dienen.

Als die Römer Land eroberten, wurde es nötig, dieses auch zu sichern. Zu diesem Zweck wurden Kolonien (coloniae, Einzahl: colonia) angelegt. Die Kolonien waren Städte mit einer Verfassung und Verwaltung nach dem Vorbild Roms und mit Kolonisten, die das römische Bürgerrecht behielten. Sie hatten dadurch mehr Rechte als die Bewohner des Umlands der Kolonie. Die Kolonisten bildeten ursprünglich eine Art militärische Besatzung.

Die von den Römern Besiegten  standen in unterschiedlichen Rechtsverhältnissen zu den Römern. 

So hatten die Bürger des Umlands von Rom, die Latiner, die gleichen Pflichten wie die Römer selbst, also in erster Linie Kriegsdienst in den Legionen, ihre Rechte umfassten nicht das volle Bürgerrecht, sie wählten also nicht in Rom, zahlten aber keine Steuern.  Ihre Stadtstaaten hatten eigene Beamte. Dieser Rechtskreis ist das latinische Recht. Das volle Bürgerrecht erhielten die Latiner erst 90 v.Chr. 

Die Bundesgenossen Roms, die socii, waren Gemeinden, die aufgrund eines besonderen, ungleichen Vertrages Hilfstruppen (auxilia) im römischen Heer stellen mussten. Sie durften keine eigene Außenpolitik betreiben, besaßen aber das Recht auf Selbstverwaltung und zahlten keine Steuern. Auch sie erhielten 90 v.Chr. das volle Bürgerrecht.

Sizilien war die erste römische Provinz. Provinzen waren römisches Staatseigentum, Untertanengebiet ohne eigene Staatlichkeit. Dort waren zur Aufrechterhaltung der römischen Herrschaft und der öffentlichen Ordnung römische Legionen stationiert. Die Provinzbewohner verwalteten sich nicht selbst, sondern wurden durch einen römischen Proconsul oder Propraetor verwaltet, der mit Hilfe von Steuerpächtern die Steuern der Provinz eintrieb und Gericht hielt. 

Viele Statthalter plünderten ihre Provinzen aus und wirtschafteten in die eigene Tasche, auch um die Aufwendungen für die Ämterbewerbungen wieder hereinzuholen.

Im Jahre 212 n.Chr. erhielten alle Reichsbewohner gleichermaßen unter Kaiser Caracalla das römische Bürgerrecht.

(Abschnitt "Staatsverwaltung": Erste vier Abschnitte ganz , Rest teilweise nach: Nack / Wägner: Rom. Land und Volk der alten Römer, Wien 1963, S 174ff.)

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Aufgaben zum römischen Staat:
  1. Stelle die römische Ämterlaufbahn mit den Befugnisse der einzelnen Beamten in einer Tabelle dar.

  2. Erläutere: Wie versucht sich die Republik gegen Amtsmissbrauch und übermäßige Macht einzelner Politiker zu schützen? Gibt es möglicherweise auch Nachteile der Sicherungsmaßnahmen?

  3. Erkläre: Warum ist der Zensor ein gefürchteter Mann?

  4. Erkläre: Warum wird die Amtszeit des Diktators beschränkt? 

  5. Welches Gremium ist zur Zeit der römischen Republik führend? Inwiefern?

  6. Zeichne vier Kreise mit gemeinsamem Mittelpunkt und trage in diese die jeweiligen Rechtskreise mit ihren Kennzeichen ein. Die Kolonien sind Fremdkörper in nichtrömischen Rechtskreisen und sollten deshalb dort eingetragen werden.

    Warum werden wohl die unterschiedlichen Rechte in Italien schon 90 v.Chr. aufgehoben? 

    Warum erhalten wohl 212 n.Chr. alle Bewohner des Reiches das römische Bürgerrecht?


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5 - Militär

 

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6 - Der 2. Punische Krieg 218 - 2012 v.Chr. - Eine Konfliktanalyse mit Quelleninterpretation


"Es gibt keine historischen Quellen aus Karthago, die diesen Kriegsverlauf und dessen Hintergründe beschreiben. Historiker können sich nur auf die Werke griechischer und römischer Autoren der Antike beziehen und sind gezwungen, diese zu interpretieren.

218 kam eine weitere römische Delegation nach Karthago, um die Auslieferung Hannibals zu verlangen, der widerrechtlich die Stadt Saguntum angegriffen habe." 

 
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auf der Seite von Klaus Hylla
meinebibliothek.de

 
Der 2. Punische Krieg 218 - 2012 v.Chr. - Eine Konfliktanalyse mit Quelleninterpretation
Seite auf dem Landesbildungsserver mit Quellen und Aufgabenstellungen
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7 - Rückwirkungen der Ausbreitung Roms im 2. Jh. v.Chr.


Bitte klicke auf das Bild, um es als PDF-Datei vergrößert herunterzuladen.

Grafik: Geschichtszentrum
Aufgaben zu den Rückwirkungen der Ausbreitung Roms im 2.Jh. v.Chr,
  1. Lade das Bild herunter und erläutere es vor der Klasse.

  2. Welches der im Bild aufgeführten Probleme ist für Roms Existenz wichtig und muss deshalb unbedingt gelöst werden?

  3. Warum wird die Nobilität im Volk immer unbeliebter?


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8 - Wie die Römer versuchten, ihre Probleme zu lösen: Die Reformen der Gracchen und die Heeresreform des Marius


Mit dem Niedergang des freien Bauerntums als Folge der römischen Eroberungen bis ins 2. Jh. v.Chr. (vgl. Abschnitt 7) gab es immer weniger Römer, die sich selbst als Soldaten ausrüsten konnten. Immer mehr ruinierte Bauern zogen als Proletarier nach Rom und fielen dort dem Staat zur Last.

135 v.Chr. versuchte der Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus dem Bauernstand durch eine Landreform zu helfen. Jeder arme Bürger sollte 30 Morgen Ackerland vom Staat in Erbpacht erhalten Als Startkapital sollte der Königsschatz von Pergamon dienen. Diese Reform scheiterte aber am Widerstand der Senatoren. Als Tiberius gegen die Vefassung seine Wiederwahl durchsetzen wollte, wurde er mit 300 Anhängern von Senatoren erschlagen.

123 - 121 v.Chr. nahm sein Bruder Gaius Sempronius Gracchus einen neuen Reformanlauf, der aber ebenfalls scheiterte. Gaius tötet sich selbst, seine Anhänger werden auf Betreiben des Senats erschlagen. Nur ein Getreidegesetz, das die Abgabe billigen Getreides an die Stadtrömer vorsah, bleibt erhalten. Für die Proletarier war das angenehmer als harte Bauernarbeit, deshalb hatten sie Gaius vor seinem Tod ihre Unterstützung entzogen. Auch war das Unterhaltungsangebot durch Spiele in Rom entschieden besser als auf dem Land. Die Proletarier bevorzugten also "Brot und Spiele".

Das Scheitern der Reformen rächte sich militärisch.Die Römer erlitten Misserfolge im Krieg gegen den Numiderkönig Jugurtha (111 - 105 v.Chr.), und der Einfall der germanischen Kimbern und Teutonen (113 - 101 v.Chr.) versetzte Rom in Existenzangst.

In dieser Situation reformierte der Führer der Popularen, Marius, das römische Heer. Der einzelne Soldat hatte sich fortan nicht mehr selbst auszurüsten, sondern diese Aufgabe übernahm nunmehr der Staat. Staat eines Heeres für die Dauer eines Feldzugs entstand ein Berufsherr mit 16-jähriger Dienstzeit. Nach deren Ablauf hatten die Soldaten Anspruch auf Versorgung durch ein Landgut, später auch durch Geld. So konnten  ehemalige Soldaten doch noch zu Bauern gemacht werden. Das neue Berufsheer zog einerseits mittellose Römer an und entlastete dadurch den Sozialstaat, andererseits Provinzbewohner, die am Ende ihrer Dienstzeit das römische Bürgerrecht erhielten. Die Armee war für die Romanisierung eine treibende Kraft.

Eine Neugliederung des Heeres tat ein Übriges, um die militärische Schlagkraft wiederherzustellen. Die römischen Bundesgenossen stellten die Reiterei.

Da die Zusage von Landgütern am Ende der Dienstzeit politisch erst durchgesetzt werden musste und dies vor allem durch den (ehemaligen) Heerführer bewerkstelligt werden konnte, ergab sich eine persönliche Bindung zwischen Soldaten und Feldherrn im Rahmen des Klientelwesens. Dafür dass der Feldherr die Versorgung der Soldaten sicherstellte, unterstützten diese ihn politisch. Das führte zu einem ungeheuren Machtzuwachs der Militärführer, die nun nach der Alleinherrschaft im Staate zu greifen begannen. Das führte zu einer Reihe von Bürgerkriegen, an deren Ende die Kaiserzeit entstand.

Unmittelbare Früchte der Heeresreform des Marius waren dessen Siege über die Kimbern in der Schlacht von Aquae Sextiae (102 v.Chr.) und über die Teutonen in der Schlacht von Vercellae (101 v.Chr.).

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9 - Bürgerkriege

 
9a - Marius gegen Sulla


Die Auseinandersetzung zwischen Marius, dem Anführer der Popularen (Volkspartei) und Sulla, dem Führer der Optimaten (Senatspartei), entzündet sich an der Frage, wer im Krieg gegen König Mithridates von Pontus den Oberbefehl über das Heer erhält. Als ein Volkstribun und Anhänger des Marius die Volksversammlung benutzt, um Marius anstelle des vom Senat beauftragten Sulla mit dem Oberbefehl zu betrauen, marschiert Sulla in Rom ein und errichtet eine Schreckensherrschaft. Die Anhänger des Marius werden mit Vermögensentzug bestraft, verfolgt und ermordet. Die Senatsherrschaft ist damit gesichert.

Als Sulla aber im Osten Krieg führt, kehrt der geflohene Marius nach Rom zurück und errichtet seinerseits mit Hilfe der Popularen eine Gewaltherrschaft. Im Jahre 86 v.Chr. stirbt er aber, ohne dass er eine endgültige Entscheidung herbeiführen konnte.

Nach seiner Rückkehr aus dem Osten errichtet der im Krieg siegreiche Sulla nun eine Diktatur, legt diese aber im Jahr 79 v.Chr. freiwillig nieder und stirbt im folgenden Jahr. Der Bürgerkrieg hatte 100.000 Tote gefordert!

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9b - Caesar gegen Pompeius



Caesar
Pompeianum Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum


Durch ein Zusammenspiel mit den Politikern Pompeius und Crassus erhält Caesar 59 v.Chr. das Konsulat. Diese mächtigen Politiker können über die Politik Roms bestimmen, weil sie einerseits zeitweise Heere kommandieren, andererseits über eine solche Menge an Clienten verfügen, dass sie die Volksversammlungen manipulieren und so die Politiker ihrer Wahl durchsetzen können. 

Nach Ablauf seiner Amtszeit als Senator erhält Caesar die Provinzen Gallia cisalpina, Illyricum und Narbonensis für 5 Jahre als Proconsul. Damit verfügt er dort über Truppen. 

Um seine innenpolitische Stellung und seine Macht durch einen erfolgreichen Krieg mit dem Oberbefehl über viele Soldaten, die in seine Klientel übergehen, zu befestigen und auszubauen, aber auch aus außenpolitischen Erwägungen, erobert Caesar 58 - 51 v.Chr. Gallien.

55 v.Chr. erhält Caesar Gallien für weitere 5 Jahre. Seine Mitverbündeten erhalten ebenfalls Provinzen und werden Oberbefehlshaber. Crassus stirbt aber 53 v.Chr. in einem Krieg gegen die Parther im Osten.

Aus Angst vor Caesars zunehmender Macht verbünden sich Pompeius und der Senat gegen ihn. Als die Senatspartei Caesars Vorschlag, sein Heer und das Heer des Senats gleichzeitig zu entlassen, vom Senat verworfen wird und der Senat von Caesar die einseitige Entlassung von dessen Heer und die Niederlegung seiner Ämter fordert, überschreitet Caesar 49 v.Chr. den Fluss Rubicon ("Die Würfel sind gefallen!"). Im nun folgenden Bürgerkrieg, der im ganzen Reich tobt, erobert Caesar zunächst Rom und Italien und setzt sich danach gegen Pompeius durch, der nach der Schlacht von Pharsalus 48 v.Chr. nach Ägypten flieht und dort ermordet wird. In Ägypten setzt Caesar Cleopatra als Königin von Ägypten ein. Weitere Senatsheere werden in Afrika und Spanien besiegt.

45 v.Chr. wird Caesar nun Diktator und strebt gegen alle römische Tradition nach der Königswürde. Dies verstimmt die öffentliche Meinung in Rom insgesamt. Dies wiederum nutzt nun eine Gruppe von etwa 60 Senatoren, um Caesar am 15. März 44 v.Chr. (Iden des März) zu ermorden. ("Auch du, mein Sohn Brutus!"). Damit hat sich vorübergehend wieder der Senat durchgesetzt.

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9c Octavian gegen Marcus Antonius


Auch Octavian arbeit wie Caesar mit weiteren Politikern zusammen, nämlich mit Lepidus und Marcus Antonius. Auch diese drei teilen die Provinzen unter sich auf. 43 v.Chr. errichten sie in Rom ihre Schreckensherrschaft. 130 Senatoren, darunter Cicero, kommen zu Tode. Im folgenden Jahr 42 v.Chr. werden die Senatsanhänger Cassius und Marcus Brutus von Antonius in der Doppelschlacht von Philippi geschlagen. 


40 v.Chr. wird das Reich nun aufgeteilt: Antonius erhält den Osten, Octavian den Westen, Lepidus Afrika. Italien bleibt neutral.

Als 36 Lepidus zum Pontifex Maximus gewählt wird, spielt er politisch keine große Rolle mehr und alles läuft auf den Entscheidungskampf zwischen Octavian und Antonius hinaus.

Antonius vermählt sich mit Cleopatra und versucht im Osten des Reiches ein hellenistisches Gottkönigtum zu errichten. Er schenkt sogar römisches Gebiet an Cleopatra. Dies alles nutzt Octavian propagandistisch aus und eröffnet den Bürgerkrieg. In der Schlacht bei Actium 31 v.Chr. wird die Flotte Cleopatras besiegt, 19 Legionen ergeben sich kampflos. 30 v.Chr. nimmt Octavian Alexandria ein, Cleopatra und Antonius begehen Selbstmord, Octavian ist Alleinherrscher.  

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10 - Der Prinzipat des Augustus



Kaiser Augustus
Pompeianum, Aschaffenburg
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Bild: Geschichtszentrum

Nach seiner Rückkehr aus Ägypten macht sich Octavian Volk und Heer durch reiche Geschenke geneigt.

28 v.Chr. überprüft Octavian mit Hilfe seiner Befugnisse als Censor die Senatsliste und lässt 190 Senatoren aus dem Senat entfernen. Dieser wird dadurch gefügig. Octavian wird nun als "princeps civium et senatus", also als Erster unter den Bürgern und dem Senat Roms ernannt. 

Diesen Anspruch setzt er im folgenden Jahr um: Innenpolitisch hatte Octavian bis zum Jahr 27 v.Chr. eine ganze Reihe von wichtigen Ämtern angehäuft, die ihm praktisch diktatorische  Machtfülle verliehen. Diese Ämter gab er aber am 13. Januar 27 v.Chr. alle wieder zurück, was die Wiedererrichtung der Republik ("res publica restituta") bedeutete. Aber der Senat bestürmte ihn, wie vorhergesehen, zu bleiben. So kam es zu einem von Octavian beabsichtigten Kompromiss: Die Reichsverwaltung wird zwischen Octavian und Senat geteilt. Die neue Herrschaftsform heißt Prinzipat (princeps = Erster unter Gleichen) mit republikanischen Elementen, repräsentiert durch den Senat, auf der einen Seite und mit monarchischen Elementen, repräsentiert durch den Princeps Octavian, auf der anderen Seite.

In Rom wird die republikanische Verfassung mit Magistraten (Ämtern) und Senat und Volksversammlung beibehalten. Die Volksversammlungen werden aber im Laufe der Zeit  immer unbedeutender. Der Senat verwaltet auch den Staatsschatz. Er genehmigt die Befugnisse Octavians. Die Provinzen werden nun geteilt in senatorische und kaiserliche Provinzen. Octavian übernimmt dabei die nicht befriedeten Provinzen und damit das Heer als wichtigste Stütze seiner Macht. Im Norden stellt er die Donaugrenze her und erobert das restliche Spanien.

Im Reich herrscht der Princeps mit Hilfe eines Imperium (=Oberbefehl, Herrschaft),  das den Oberbefehl über das Heer und die Leitung der Außenpolitik einschließlich dem Recht zum Abschluss von Verträgen vorsieht. Mit Hilfe eines Imperium pro consulare verwaltet er die kaiserlichen Provinzen mit Hilfe von Legaten, die von ihm eingesetzt werden. Außerdem übernimmt er die Finanzverwaltung (fiscus). Im Reich herrscht der Princeps also monarchisch

In der Senatssitzung vom 16.1.27 v.Chr. erhält Octavian den Beinamen "Augustus" (der Erhabene) und einen Eichenkranz sowie weitere Auszeichnungen. 

Im weiteren Verlauf der Entwicklung erhält Augustus 23 v.Chr. die tribunizische Amtsgewalt auf Lebenszeit und verzichtet dafür  auf die Weiterführung des Konsulats.  

22 v.Chr. lehnt Augustus die Übernahme des Konsulats ab, übernimmt dafür aber die prestigeträchtige Aufsicht über die Getreideversorgung Roms und die Zuständigkeit für die Straßen.

19 v.Chr. endlich übernimmt er die konsularische Gewalt (Imperium consulare) auf Lebenszeit. Er darf auch die Kandidaten für die Ämter (Magistrate) bestimmen (destinatio).

18 v.Chr kommt zu seinen Befugnissen die Aufsicht über die Sitten (cura morum) dazu

12 v.Chr. wird er zum Oberpriester (pontifex maximus) bestimmt. 

Zuletzt erhält er 2 v.Chr. den Ehrentitel "pater patriae" = Vater des Vaterlandes.

Der Princeps lässt sich durch "Freunde" (Amici Caesaris) beraten. Er verfügt über eine kaiserliche Leibgarde, die Prätorianer.

Die Ritter steigen unter Augustus zu einem Dienstadel auf.

Der Prinzipat beruht auf den Prinzipien "auctoritas" (autoritäre Macht, Autorität) und Ehrfurcht vor den überkommenen Sitten (mos maiorum).

Mit Augustus beginnt die Kaiserzeit.

Aufgaben zum Principat:
  1. Versuche, ein Schema des Principats zu zeichnen und erläutere es vor der Klasse. 

  2. Diskutiere: Könnte man den Principat als Scheindemokratie mit republikanischer Fassade vor einem monarchischen Kern mit diktatorischer Machtfülle bezeichnen?

  3. Was macht Augustus anders als Caesar?

  4. Warum stimmen Senat, Volk und Heer dem Principat wohl zu?

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11 - Die Stadt Rom in der Antike



Forum Romanum, Rom
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Bild: Geschichtszentrum

Hier werden eine Reihe von Videos verlinkt, oft auf Youtube. Wenn der Systemadministrator den Zugriff gesperrt hat, empfiehlt sich ein häuslicher Download auf einen Stick. Ein weiterer Link erfordert, dass Google Earth installiert ist.


Rome Reborn 2.1 
A tour of the ancient city in the year 320 A.D.
Die Gebäude werden mit Insert angezeigt, aber nicht erklärt.
Geeignet auch für einen Lehrervortrag.

7:22 Minuten
youtube.com


Ancient Rome
Es handelt sich zunächst um einen Überflug über das bekannte Modell aus dem Museo della Civiltà Romana in Rom. Danach folgen Innenansichten öffentlicher Gebäude: einer Therme, des Pantheons. Danach folgen der Jupitertempel auf dem Kapitol, ein römisches Schiff, weitere Gebäude und zuletzt die Domus Aurea Neros und kurz das Colosseum. Die Gebäude werden nicht erklärt.
4:38 Minuten
youtube.com


Führung auf Englisch von Bernard Frischer durch das Forum Romanum
Teil 1: Curia, Basilica Aemilia
9:31 Minuten
vimeo.com


Führung auf Englisch von Bernard Frischer durch das Forum Romanum
Teil 2: Tempel des Antoninus und der Faustina


Google Earth - Das alte Rom erkunden 
Eine Video- Anleitung
Werbung wegklicken
2:10 Minuten
Man kann antike Gebäude in 3D- Rekonstruktion sehen und erhält schriftliche Auskunft über sie. Die Bilder können mit der "Druck" - Taste in den Zwischenspeicher gelegt und in einem Grafikprogramm ausgeschnitten werden.
youtube.com

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12 - Romanisierung / Pax Romana



Weinschiff auf der Mosel
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Bild: Geschichtszentrum

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12a - Kurze Zusammenfassung


Die Kaiserzeit war, von gelegentlichen Kämpfen an der Grenze abgesehen, eine Zeit des Friedens (Pax Romana = Römischer Frieden) und der Ausbreitung römischer Kultur im Reich ( Romanisierung) und des wachsenden Wohlstands, wobei die Römer ihrerseits schon in republikanischer Zeit von der  Kultur der Griechen stark beeinflusst wurden. Die Stadt Rom wuchs auf schätzungsweise ca. 1 Mio. Einwohner und wurde repräsentativ ausgebaut. 

Die Römer hinterließen uns nicht nur ihre Sprache, die als Gelehrtensprache bis in die Neuzeit hinein und als Sprache der Liturgie in der katholischen Messe bis ins 20. Jh. verwendet wurde und in den romanischen Sprachen bis heute ihren Niederschlag gefunden hat. Sie brachten auch landwirtschaftliche (Wein) und v.a. technische (Steinbau, Kuppel, usw.)  Neuerungen sowie Ideen (Recht!) und neue Religionen in bisher unterentwickelte Gebiete des Reiches, vgl. Alltag.  Sogar die Kaiser kamen zuletzt aus verschiedensten Gebieten des Reiches (Karte Roman World - Origins of Emperors) und über den Dienst in den Legionen der Armee (vgl. Militär) breitete sich das Bürgerrecht immer weiter aus, bis 212 n.Chr. alle Reichsbewohner römische Bürger wurden. Man spricht von "Romanisierung".

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12b - Römerzeitung Obergermanien und Rätien - Ein Projekt. Romanisierung am Lokalbeispiel


"Materialbasis für dieses Projekt ist der Kurzführer (PDF-Datei) zur Ausstellung "Imperium Romanum - Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau".

Gestalte mit Hilfe der folgenden Aufgaben eine Römerzeitung zum Thema "Die römischen Provinzen Obergermanien und Rätien" im DIN A4 - Format. Die Aufgabenergebnisse sind einzelne Bestandteile der Zeitung wie Info-Kästen, Artikel, Bilder, usw."  Mehr

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12c - Widerstand gegen die Römer oder Anpassung an Rom und seine Kultur?



Arminius gegen Flavus
Arminius war der Führer des allgemeinen Germanenaufstands zwischen Rhein und Weser gegen die römische Herrschaft im Jahre 9 n.Chr.. Er vernichtete in diesem Jahr in der Schlacht im Teutoburger Wald drei römische Legionen unter dem Oberbefehl des römischen Statthalters Quinctilius Varus. Flavus war der Bruder des Arminius. Ihr Zusammentreffen schildert der römische Historiker Tacitus in seinen Jahrbüchern (Annalen)
Eine Quelleninterpretation
schule-bw.de

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12d - Alltag am Beispiel von Kaiseraugst und der Villa Rustica in Hechingen Stein


Um einen praktischen Einblick in das römische Alltagsleben nördlich der Alpen zu bekommen, eignen sich insbesondere folgende besondere Links:

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13 - Die Krise des 3. Jahrhunderts


Die neue Situation an den Grenzen im Norden und Osten



Bedrohung des Römischen Reiches 
im 3. Jh. n.Chr.
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Bild: Geschichtszentrum

Im Norden des Reiches, an Rhein, Donau und Schwarzem Meer, entstehen neue germanische Stammesverbände, nämlich die die Franken, die Alemannen, die Markomannen, die Goten. Im Osten ist das Neupersische Reich entstanden, nach der Herrscherfamilie auch Sassanidenreich genannt. Beide Gegner greifen das Römerreich an. Wenn die Römer zur Verteidigung der Ostgrenze Truppen von Rhein abziehen, fallen dort Germanen ein, wenn sie zur Verteidigung der Rheingrenze Truppen aus dem Osten abgezogen werden, fallen die Perser ein. In Nordafrika greifen die Berber an.

Im Innern des Reiches toben Bürgerkriege zwischen den Soldatenkaisern

Soldatenkaiser waren Feldherren, die von ihrem Heer bzw. Heeresteil zu Kaisern gemacht wurden. Da es mehrere Heere gab und diese dann auch ihren eigenen Kaiser aufstellten, kam es unter ihnen zu heftigen Kämpfen. Dadurch wechselten sie häufig. Von 235 -305 n.Chr. regierten 14 Soldatenkaiser. Diese enden mit Kaiser Diocletian.

Da die Kaiser enorm viel Geld für Kriege verwendeten und die Erträge aus den Eroberungen entfielen, mussten die Steuern ständig erhöht werden, und das Volk verarmte. Das Leben auf dem Lande veränderte sich, es kam zum Niedergang der Städte.

Erste Folge: Der Niedergang der Städte

Die Städte verarmten immer mehr. Wertgegenstände wurden vom Staat in seiner Geldnot eingezogen und eingeschmolzen. Sogar vor Tempeln wurde nicht haltgemacht.

Stadträte hatten Angst, ihr Amt auszuüben, weil sie mit ihrem Vermögen für das Steuereinkommen der Stadt haften mussten. Tatsächlich verloren die Familien, die die Städte regiert hatten, ihr Vermögen.

Die Handwerker wurden zu Zwangsgemeinschaften zusammengeschlossen, die für das Steueraufkommen ihrer Mitglieder hafteten. Die Zahl der handwerklichen Erzeugnisse ging wegen der Kriege, wegen dem Rückgang des Fernhandels und wegen der Armut der Leute zurück. Von dem, was die Handwerker verdienten, ging immer mehr in Form von Steuern an den Staat. Die Söhne wurden gezwungen, den Beruf ihrer Väter auszuüben, da es sonst bald keine Handwerker mehr gegeben hätte.

Aber alle Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass immer mehr Menschen aus den Städten abwanderten und aufs Land zogen.

Zweite Folge: Veränderungen auf dem Lande

Auf dem Lande gab es arme selbständige Bauern, arme Pächter, sog. Kolonen, und reiche Großgrundbesitzer, die in prächtigen Villen lebten. Die Steuern waren wegen der Kriege und Bürgerkriege viel zu hoch, und so verarmten viele kleine Bauern.

In der Hoffnung, dass die Großgrundbesitzer sie vor überhöhten Steuern schützen und ihnen ein halbwegs gesichertes Leben ermöglichen konnten, begaben sich viele ursprünglich selbstständige Bauern in die "Schutzherrschaft" eines Großgrundbesitzers, das heißt, dass sie diesem ihr Land abtraten, es aber weiter für eine Pacht bewirtschaften durften.

Die Großgrundbesitzer, die keine Steuern zahlen mussten und teilweise kleine Privatarmeen hielten, bekamen so immer mehr Land. Auch die Kirche profitierte seit dem 4. Jahrhundert von der Schutzherrschaft.

Andere Bauern flohen oder schlossen sich Räubern an. In Nordafrika und Gallien gab es auch Bauernaufstände. Es gab eine Wirtschaftskrise, weil man nur für den Staat arbeitete, und es wurde weniger produziert als in den früheren Zeiten des Wohlstands.

An diesen Zuständen verdiente der Staat wenig, und deshalb hielt er dagegen, indem er geflohene Bauern in Ketten legte und sie als Sklaven zur Arbeit zwang. Die Bauern wurden durch Gesetz gezwungen, auf ihrem Land zu bleiben und zu arbeiten. Die Übernahme von Bauern in die Schutzherrschaft wurde zwar verboten, aber ohne Erfolg.

Die Schere zwischen Armen und Reichen klaffte immer mehr auseinander. Es entstand der spätantike Zwangsstaat. 

Aufgabenvorschlag zur Krise des 3. Jahrhunderts

  1. Arbeitsblatt "Die Krise des 3. Jahrhunderts"
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14 - Kaiser Diocletian (284 - 305) - Reformkaiser und Gott


Kaiser Diocletian ließ sich behandeln wie ein Gott. Sein Titel war "Dominus et Deus", was "Herr und Gott" bedeutet. Damit wollte er seine Macht steigern und das Reich besser zusammenhalten.

 
Tetrarchie: Spätrömische Plastik in Venedig
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Bild: Geschichtszentrum


Er führte eine Reihe von Reformen durch, zum Beispiel das "Vierkaisertum", auch "Tetrarchie" genannt. Er und sein Mitkaiser wurden von 2 Cäsaren unterstützt, um weitere Bürgerkriege zwischen den Soldatenkaisern zu vermeiden. Die Cäsaren sollten die Nachfolger der beiden Hauptkaiser werden. Jeder der 4 Kaiser erhielt eine Hauptstadt, z.B. Mediolanum (Mailand), später Trier.

 
Verwaltungsreform Diocletians
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Bild: Geschichtszentrum


Statt der alten Provinzen wurden 4 Präfekturen und 12 neue Diözesen mit 100 Provinzen gegründet. Man spricht von einer Verwaltungsreform. Jede Diözese wurde von einem Prätorianerpräfekt geleitet. Noch heute heißen Kirchenprovinzen "Diözesen".

Eine Heeresreform sollte die Verteidigungskraft des Reiches erhöhen. Es gab nun ortsfeste Grenztruppen und ein bewegliches Einsatzheer, das dort eingriff, wo Lücken bei der Verteidigung entstanden.

Da der Staat den Edelmetallgehalt der Münzen herabsetzte, also das Geld verschlechterte, um seinen Geldbedarf zu decken, entstand eine Preiserhöhung (Inflation). Um dieser entgegenzuwirken, setzte Diocletian die Preise der Waren so fest, dass auch die Armen überleben können sollten. Doch er hatte gegen die Kräfte des Marktes damit keinen Erfolg. Insgesamt gelang es aber dem Reich, die Krise des 3. Jahrhunderts zu überleben.

Nach seinem Rücktritt von den Regierungsgeschäften zog sich Diocletian in seinen Palast nach Split zurück.

 


Diocletianspalast in Split, Rekonstruktion
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Bild: Geschichtszentrum

Mausoleum Kaiser Diocletians, Split
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Bild: Geschichtszentrum


Aufgaben zu Kaiser Diocletian

  1. Arbeitsblatt "Diocletian (284 - 305)"
    Doc-Datei

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    lade das Bild des Diocletianspalasts herunter und 
    füge es in das Arbeitsblatt ein,
    fülle die Tabelle mit Hilfe dieses Textes aus,
    lade das Bild Tetrarchie herunter und füge es in das Arbeitsblatt ein.

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15 - Aufstieg des Christentums



Santa Costanza, Rom. Teils noch heidnische Formensprache im frühen Christentum.
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Bild: Geschichtszentrum

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Die alte römische Religion



Hausaltar im rekonstruierten Römerhaus von Augst. Nach pompejanischem Vorbild
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Bild: Geschichtszentrum

Da sich die Römer vor übermenschlichen Mächten fürchteten, brachten sie ihren Göttern Opfergaben, um ihre Unterstützung zu gewinnen (Grundsatz: Ich gebe, damit du gibst: do, ut des). Das galt selbstverständlich auch für die vergöttlichten Kaiser.

Die Römer opferten in ihrem Haus auf einem kleinen Hausaltar, aber auch in der Öffentlichkeit in Tempeln. Priester waren mit sogenannten Magistraten, also hohen Beamten, gleichgestellt.

Jeder einzelne Römer konnte sich aussuchen, ob und bei welchem Gott er sich "versichern" lassen wollte. Es kam auf das Opfer an, das in der richtigen Form dargebracht werden musste. Es ging nicht um gute Taten. Darauf bestanden erst die Mysterienreligionen (Mysterium = religiöses Geheimnis).

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Christenverfolgung


Die erste Christenverfolgung geschah im Jahre 64 n.Chr.: Nero ließ Rom anzünden und schob die Schuld auf die Christen. Die Christen dienten hier "nur" als Sündenböcke. Christen wurden dann von vielen römischen Kaisern (z.B. Septimius Severus, Decius, Valerian, Diocletian, Galerius) vor allem in 3. Jahrhundert verfolgt, weil sie den Kaisern, die als Götter verehrt wurden, keine Opfer brachten, das  Wohlergehen des Staates also nach römischem Glauben durch die Verweigerung des Opfers gefährdeten.

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Die Wende 313 n.Chr. und die siegende Kirche


Ab 313 n.Chr. ist das Christentum mit heidnischen Religionen gleichberechtigt. Dies bestimmte Kaiser
Konstantin (312 - 337 n.Chr.), der erste christliche Kaiser, im Toleranzedikt von Mailand (313 n.Chr.). Tatsächlich bevorzugte Konstantin das Christentum, er bestimmte sogar als zunächst noch heidnischer Kaiser über christliche Dogmen. Erst auf dem Totenbett ließ er sich  taufen.

Mit dem Verbot des Heidentums im Jahre 391 unter Kaiser Theodosius I. wurde das Christentum Staatsreligion, es durfte also keine andere Religion mehr ausgeübt werden, was sich in der Praxis erst allmählich auswirkte. Nun wurden die Heiden - und Christen anderer Glaubensrichtung - verfolgt.

Auch in anderer Hinsicht traten Veränderungen ein. Das christliche Verbot, Kriegsdienst zu leisten, wurde aufgehoben, noch heute gibt es Militärpfarrer; statt der ursprünglichen Armut wurde die Kirche immer reicher. Nicht mehr die Armen und Ungebildeten gaben den Ton an wie am Anfang, sondern zunehmend die Gebildeten und Reichen. An die Stelle verborgener, privater Versammlungsstätten für die Gläubigen traten prächtig ausgeschmückte Kirchen. Dabei wurden heidnische Tempel geschlossen oder in christliche Kirchen umgewandelt. Christus wurde nach dem Vorbild der Kaiser als Herrscher dargestellt.

Vergleiche auch die Bilderserie Christentum.


Der  christliche Staat und die verschiedenen Formen der Theokratie
Link grundlegend für die Geschichte bis zur Französischen Revolution


Entstehung und Aufstieg des Christentums aus historisch- kritischer Sicht

 

Aufgaben zum Aufstieg des Christentums
  1. Erkläre mit Hilfe des Abschnitts Die alte römische Religion, weshalb sich monotheistische Religionen (Ein-Gott-Religionen) wie Judentum und Christentum in der antiken Welt unbeliebt machen mussten. Was bedeutete die Opferverweigerung durch Christen aus römischer Sicht? 

  2. Notiere, was sich nach dem Sieg des Christentums (Text Wende von 313 n.Chr. und siegende Kirche) gegenüber der Zeit der Christenverfolgung geändert hat: für die Christen selber? für die Heiden? für den Staat?

  3. "Aus dem Zusammenwirken der neuen Staatsform und der neuen Religion, die beide seit Constantin zu voller Wirkungsmöglichkeit gelangen, und aus ihrer Auseinandersetzung erwächst eine [neue] Form des Imperiums [Reiches]. Sie hebt sich eindeutig von der der ersten drei Jahrhunderte der Kaiserzeit ab, auch wenn sie politisch, gesellschaftlich und geistig auf den Traditionen der antiken Welt aufbaut. Aus dem Imperium eines Augustus, eines Trajan und Septimius Severus ist das Imperium Romanum Christianum geworden. Dieses Imperium Christianum ist nicht, wie man lange geglaubt hat, einfach ein Dekadenzprodukt der Antike. In der Verbindung von Absolutismus, Staatswirtschaft und christlicher Religion ist es eine Neuschöpfung, deren Prinzipien und Ordnungen durch Jahrhunderte wirken und sich in Byzanz bis hinauf ins 15. Jahrhundert erhalten."
    (Franz Georg Maier: Die Verwandlung der Mittelmeerwelt, Fischer Weltgeschichte Band 9, Frankfurt am Main 1968, Seite 11)

    Diskutiere die fett hervorgehobenen Begriffe. Sehe dir auch nochmals den Begriff des Prinzipats an.

  4.  
    Mosaik vom Triumphbogen der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, 5. Jh.
    Drei Könige aus dem Morgenland (Huldigung der Magier)
    paradoxplace.com

    Zeige, inwiefern Christus als Herrscher nach römischem Vorbild dargestellt ist.


  5. Deësis- Ikone vom Katharinenkloster auf dem Sinai
    Eine Deësis zeigt den thronenden Christus am Jüngsten Gericht. Ihm zur Rechten steht Maria,
    zu seiner Linken Johannes der Täufer. Beide leisten Fürbitte für die zu richtenden Seelen. Bei einer großen Deesis können weitere Heilige hinzukommen. 
    hellenica.de

    Zeige, inwiefern es sich um eine Projektion des Kaiserhofs und des Klientelwesens auf den Himmel handelt. 


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16 - Reichsteilung 395 n.Chr. und Völkerwanderung


395 n.Chr. wird das Reich verwaltungsmäßig geteilt (Karte), Ostrom wird von Konstantinopel aus regiert, das schon Kaiser Konstantin (neu) gegründet hatte. Die Reichshälften entwickeln sich in der Zeit der
Völkerwanderung (ab 375 n.Chr.) unter dem Druck der Germanen politisch auseinander. Letztlich bricht das Weströmische Reich unter dem Druck der Invasionen der Germanen zusammen. Vgl. hierzu ausführlich die Lernumgebung Völkerwanderung und Germanenreiche.


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17 - Die Zustände am weströmischen Kaiserhof und das Ende Westroms

 

17a - Der Tod des Feldherrn Aëtius (um 390 bis 454 n.Chr.) und des Kaisers Valentinian III. (425 - 455 n.Chr.) nach dem spätantiken Historiker Prokop


Prokop von Cäsarea (um 500 - um 562), war spätantiker Historiker und wohlinformierter Rechtsbeistand des oströmischen Feldherrn Belisar, der im Auftrag Kaiser Justinians handelte. Prokop nahm persönlich an den Feldzügen gegen die Sassaniden, Vandalen und Ostgoten teil. Seine Werke verfasste er wohl nach 542 in Konstantinopel. Kaiser Justinian regierte von 527 - 565.

-------------------

Prokop berichtet:

Als Kaiser Valentinian III. sich an der Gemahlin seines Ratsmitglieds Maximus vergriffen hatte, verhielt sich dieser so:

"Maximus, über den Vorfall höchst aufgebracht, entwarf sogleich einen verderblichen Plan gegen den Kaiser. Da er aber die große Gewalt des Aëtius betrachtete (Dieser war der erfolgreiche Feldherr des Kaisers. Aëtius gilt als "der letzte Römer"), welcher nur neulich Attila (451 auf den katalaunischen Felder in Gallien zusammen mit verbündeten Germanen) geschlagen hatte, [...] so stellte er sich vor, dass dieser Aëtius ihm bei seinen Unternehmungen im Wege stehen werde. Als er hierüber nachdachte, glaubte er nichts Besseres tun zu können, als zuerst den Aëtius auf die Seite zu schaffen, der weiter nichts getan hatte, als dass die ganze Hoffnung der Römer auf ihm beruhete. Da er aber die Gunst der Verschnittenen (der Eunuchen), welche die Bedienung beim Kaiser besorgten, besaß, so ließ er durch deren Betriebsamkeit dem Kaiser einreden, dass Aëtius eine Staatsveränderung unternehmen wolle. Valentinianus, der aus keinem anderen Grunde die Angabe für richtig hielt, als weil Aëtius Macht und Verdienst besaß, richtete ihn hin. [...]

Nach dem Tode des Aëtius plünderte Attila, weil ihm keiner mehr das Gleichgewicht hielt, ohne Schwierigkeit ganz Europa und machte beide Kaisertümer willig, ihm Steuern zu zahlen. Denn jedes Jahr wurden von den Kaisern ihm Geldsummen gesendet. [...]

In der Folge (der Eroberung Aquileias durch Attila) tötete Maximus (454) den Kaiser ohne Schwierigkeiten, ergriff eigenmächtig die Regierung, und weil seine Ehegemahlin nicht lange zuvor gestorben war, so legte er sich der Eudoxia (
der Gemahlin des ermordeten Kaisers Valentinian III.) mit Gewalt bei. [...] Eudoxia, schon früher mit Hass gegen Maximus erfüllt, und begierig, den an Valentinianus verübten Frevel zu rächen, [...] sann auf sein Verderben [...] Sobald der Tag angebrochen war, schickte sie nach Karthago und ließ Gizerich (Geisereich, den König des nordafrikanischen Wandalenreiches) bitten, den Valentinianus [...] zu rächen und sie, welche von dem Tyrannen Gräuel erdulden müsse, zu befreien." Im Ergebnis plündert Geiserich 455 Rom.

( Prokop: Wandalische Denkwürdigkeiten, Seite 22 ff. (444), übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Dr. Pet. Friedr. Kanngießer, Greifswald 1828 | Seite 327 eingeben und dann schnell durchklicken)

Aufgabenvorschläge zum Tod des Aëtius und des Kaisers Valentinian III.
  1. Welche inneren Gründe für den Untergang des Weströmischen Reiches werden aus dem Bericht  Prokops deutlich?

  2. Meinst du, dass sich bei Valentinian III. ein Fürsprecher für Aëtius hätte finden lassen? Begründe deine Meinung.


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17b - Die Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus 476 n.Chr. nach Prokp von Cäsarea


Prokop von Cäsarea, um 500 - um 562), spätantiker Historiker, wohlinformierter Rechtsbeistand des oströmischen Feldherrn Belisar, der im Auftrag Kaiser Justinians handelte. Prokop nahm persönlich an den Feldzügen gegen die Sassaniden, Vandalen und Ostgoten teil. Seine Werke verfasste er wohl nach 542 in Konstantinopel. Kaiser Justinian regierte von 527 - 565.

-------------------

"Während Zenon in Byzantium Kaiser war, erhielt (Romulus) Augustus die Obergewalt im Westen. Ihn nennen die Römer mit schmeichelndem Ausdrucke Augustulus (das Kaiserlein), weil er noch als Knabe die kaiserliche Regierung, welche sein Vater (Orestes), ein sehr verständiger Mann, für ihn verwaltete, übernahm. Einige Zeit zuvor hatten die Römer Sciren, Alanen und einige andere gotische Völker in ihre Bundesgenossenschaft gezogen. [...] Je kräftiger aber unter ihnen sich der Zustand der Ausländer zeigte, desto mehr verschwand bereits das Ansehen der römischen Soldaten. Die Römer wurden unter dem anständigen Namen der Bundesgenossenschaft von den angekommenen Fremdlingen willkürlich beherrscht, und dergestalt gewalttätig behandelt, dass jene (die ausländischen Bundesgenossen) von ihnen (den Römern) trotz ihres Sträubens viele andere Vorteile schamlos erpressten, und endlich alle in Italien liegenden Landgüter unter sich zu teilen verlangten. Sie forderten, dass Orestes den dritten Teil derselben ihnen geben solle. Da er sich nicht dazu verstehen wollte, brachten sie ihn sogleich ums Leben.

Unter ihnen befand sich ein Mann namens Odoaker
(ein Scire), der zu den Stabsoffizieren des des Kaisers gehörte. Dieser versprach, ihre Forderungen zu erfüllen, wenn sie ihn an die Spitze der Regierung stellten. Als er auf diese Weise die widerrechtliche Gewalt erlangt hatte, fügte er dem Kaiser weiter kein Leid zu, sondern verstattete ihm, für die Folge im Privatstande zu leben. Da er den Ausländern den dritten Teil der Äcker verschaffte (oder sie an Steueranteilen beteiligte) und sie durch dieses Mittel mit dem festesten Bande 
an sich knüpfte, so behauptete er an zehn Jahre die willkürliche Oberherrschaft."


Odoaker unterstellte sich als "Patricius" dem oströmischen Kaiser. Das alte weströmische Rechts- und Verwaltungswesen bestand weiter. 493 musste er die Herrschaft wenige Tage mit dem Ostgotenkönig Theoderich teilen, wurde dann aber von diesem eigenhändig getötet.

Prokop von Caesarea: Gotische Denkwürdigkeiten, Erstes Buch, übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Pet. Friedr. Kanngießer, Greifswald 1829, Seite 1f.

Aufgabenvorschläge zur Absetzung des Romulus Augustulus
  • Warum verweigerte Orestes wohl die Aufteilung der in Italien liegenden Landgüter?

  • Welche Schwächen des weströmischen Reiches kannst du aus dem Bericht Prokops vom Endes des letzten weströmischen Kaisers erkennen? 

  • Die Zeitgenossen empfanden das Jahr 476 n.Chr. kaum als entscheidendendes Datum für den Untergang des (west)römischen Reiches. Notiere Gründe.


Eine genauere Schilderung der Völkerwanderung und der Germanenreiche mit vielen Quellen findet sich auf der Lernumgebung Völkerwanderung und Germanenreiche.

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18 - Das Ende Westroms in der Sicht von Historikern

 
18a - Gründe für den Untergang Westroms (Gibbon und Rostovtzeff)


Schon Edward Gibbon führte eine ganze Reihe von sachlichen Gründen für den Untergang des Weströmischen Reiches an. Er nennt die schiere Größe des Reiches, das Soldatenkaisertum, die Spaltung in ein Ost- und Westreich, wobei beide zeitweise gegeneinander arbeiteten, das Christentum, das zur Verweichlichung und zur Konzentration auf das Jenseits beigetragen und die Römer durch seine verschiedenen Richtungen gespalten habe. Ein weitere zentraler Grund waren für ihn die Stürme der Völkerwanderung sowie die verderbten Despoten (Gewaltherrscher), die das römische Reich als Kaiser regiert hätten. Die Verweichlichung der Römer und ihre Vernachlässigung der kriegerischen Fähigkeiten (Dekadenzthese) hätten, zum langfristigen Schaden des Reiches, zur Einstellung barbarischer Söldner geführt. Kälte, Armut, und ein Leben voll Gefahr und Beschwerden hätten dagegen Kraft und Mut der Barbaren gestählt.
(Nach Edward Gibbon: Verfall und Untergang des römischen Reiches, Erstausgabe London 1776 - 1788, Neudruck 2006, 559ff.)

Die Dekadenzthese wurde von späteren Historikern weiter ausgebaut, z.B. von Michael Rostovtzeff (1870 - 1952). Der Wohlstand der Kaiserzeit habe dazu geführt, dass die Begüterten "ihre Ideale im Vergnügen, in der Jagd nach Gewinn und der Erlangung der materiellen Vorteile der Kultur für sich und ihre Familie" (S. 457) gesehen hätten. Der schöpferische Geist sei verschwunden und die Kultur aufgrund einer gewandelten Geisteshaltung habe stagniert oder sei gesunken. Gleichgültigkeit gegenüber dem Staat habe sich ausgebreitet, die die politische Ordnung, die militärische Kraft und das wirtschaftliche Gedeihen Roms untergraben hätten. Die Besten hätten sich in die Religion zurückgezogen. Ein Anzeichen der Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl sei die Weigerung gewesen, "die menschliche Gattung fortzupflanzen, []. Die höheren Schichten ergänzten sich von außen [durch Adoption], nicht von innen her." Das sei auch mit einem Bevölkerungsrückgang (S. 458) verbunden gewesen, der die Probleme weiter verschärft habe. Wegen der weit auseinander klaffenden Schere zwischen arm und reich sei Unzufriedenheit bei den Armen entstanden, ja, Hass auf die Reichen. Als äußere Feinde das Reich bedrängt hätten, hätten die Kaiser ihre Untertanen zur Verteidigung des Reiches und seiner Kultur "zwingen" müssen. Um das Reich zu retten, habe der Staat die Bevölkerung auspressen und zugrunde richten müssen.
(Nach Michael Rostovtzeff: Geschichte der Alten Welt: Rom, Linzenzausgabe Bremen o.J., 434ff.)

 
Aufgaben zu Gibbon und Rostovtzeff:
  1. Notiere die einzelnen von den beiden Historikern genannten Gründe, um sie nachvollziehen zu können. Erläutere sie vor der Klasse.

  2. Gibbon schreibt im Zeitalter der Aufklärung, Rostovtzeff im Zeitalter des erstarkenden Sozialismus. Hat dies Auswirkungen auf ihre Sicht des Untergangs des Weströmischen Reiches? Begründe deine Meinung.

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18b - Positivere Bewertungen der Spätantike


Heutige Forscher wollen die Dinge viel positiver sehen und werten die Spätantike viel positiver. Ralph Bollmann beispielsweise schreibt: "Gerne kritisieren moderne Kulturpessimisten unter Berufung auf ihre antiken Gesinnungsgenossen [= die antiken Geschichtsschreiber] die vermeintliche `Dekadenz` Roms oder des Westens. In grandioser Einseitigkeit interpretieren sie die Erfolgsgeschichte des Imperiums in einen Verfallsprozess um. Der wirtschaftliche Wohlstand gilt ihnen als hassenswerter Materialismus, die innere Liberalität [= Freiheitlichkeit] als Verfall der Sitten, die städtische Zivilisation als Verrat an der Natur. [...] Selbst noch der Untergang des Imperiums, so dramatisch er sich auf die Lebensbedingungen der Menschen in den folgenden Jahrhunderten auswirkte, barg bereits den Keim des Neuen in sich. Die Kodifizierung des Rechts unter dem oströmischen Kaiser Justinian im sechsten Jahrhundert, die Entwicklung der christlichen Kirche oder auch nur der Wechsel von der Schriftrolle zum Buch in seiner heutigen Form: Was vom Altertum nachwirkte, hatte vielfach seine Ursprünge in der Zeit der angeblichen spätrömischen `Dekadenz`. Darüber hinaus mag uns vieles, was lange als Verfallserscheinung wahrgenommen wurde, als Zeichen einer spezifischen Modernität erscheinen. Das gilt etwa für die spätantike Kunst, deren stilisierte Formen man als naiv und ungehobelt, aber auch als abstrakt und modern empfinden kann." 
(Ralph Bollmann: Lob des Imperiums, Berlin 2006, 187f.)


Aufgaben zur positiveren Bewertung der Spätantike
  1. Mit welchen argumenten wird die Spätantike von Ralph Bollmann positiver bewertet als von Gibbon und Rostovtzeff?

  2. Treffen Bollmanns Argumente auf Gibbon und Rostovtzeff zu? Führt vor der Klasse eine kleine Podiumsdiskussion zwischen Anhängern beider Richtungen durch.


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18c - "Untergang" oder "Transformation" Westroms?


Aber handelte es sich überhaupt um einen Untergang?

"Nach der traditionellen Darstellung wurde der Westen [des römischen Reiches] - ganz einfach - von feindlichen `Wellen` germanischer Völker überrannt. Die langfristigen Auswirkungen dieser Invasionen sind zugegebenermaßen auf sehr unterschiedliche Art und Weise dargestellt worden, die zum größten Teil von der jeweiligen Nationalität und Perspektive des einzelnen Historikers abhing. In den Augen einiger Forscher, besonders in den romanischen Ländern Europas, waren die Völkerwanderungen ganz und gar destruktiv. Nach anderen Darstellungen jedoch brachten sie einen Zustrom frischen und freiheitsliebenden germanischen Blutes in ein dekadentes Imperium. [...] 

Aber während es immer eine lebhafte Debatte über die langfristigen Auswirkungen der Völkerwanderung gegeben hat, haben bis vor kurzem nur sehr wenige Forscher ernsthaft in Frage gestellt, dass die germanische Machtübernahme einen gewaltsamen Bruch bedeutete. [...]

Es überrascht nicht, dass das Bild einer gewaltsamen und vernichtenden germanischen Invasion auf dem europäischen Festland in den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sehr lebendig war. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als ein neues, friedliches westeuropa entstand, milderten sich die Vorstellungen von den Invasoren jedoch allmählich ab und wurden positiver. Buchtitel wie Thr Germanic Invasions: The Making of Europe AD 400 - 600 (1975) zum Beispiel hinterfragten die Realität der Invasionen nicht näher, stellten sie aber als positive Kraft bei der Gestaltung des modernen Europa dar."

(Bryan Ward-Perkins: Der Untergang des römischen Reiches und das Ende der Zivilisation, 16f.)


Aufgaben zur Transformationshypothese
  1. Worin besteht die "Transformationshypothese" und worin unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Auffassung?

  2. Welcher aktuelle Zeithintergrund hat die Transformationshypothese begünstigt?

  3. Führt eine Diskussion zwischen Anhängern der Transformationshypothese und der traditionellen Auffassung durch. Nehmt außer den Materialien dieser Seite folgende Materialien zu Hilfe:
    Basiswissen
    "Völkerwanderung und Germanenreiche", dort v.a. auch Franken, Ostgoten in der rechten Spalte und Ravenna in der linken Spalte.


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18d - Das Ende Westroms: In Wirklichkeit ein gelungenes Integrationsmodell?


In neuerer Zeit gewinnen Auffassungen an Boden, die erklären, "dass die barbarischen Ansiedlungen in einer `natürlichen, organischen und allgemein friedlichen Art und Weise` vor sich gingen; sie widersprechen daher den Historikern, die immer noch `die Barbaren dämonisieren und die barbarischen Ansiedlungen problematisieren`." (W-P18) Diese Historiker erklären das Ende des Weströmischen Reiches durch die Theorie einer friedlichen Integration. "Zum Beispiel lautet der Titel eines kürzlich erschienenen Bandes über die ersten nachrömischen Staaten Kingdoms of the Empire: The Integration of Barbarians in Late Antiquity [= Königreiche des Imperiums: Die Integration der Barbaren in der Spätantike]. Es gibt hier keinen Hinweis auf Angriff oder Gewalt, nicht einmal darauf, dass das Römische Reich ein Ende fand; stattdessen wird stark suggeriert, dass die Neuankömmlinge leicht in eine fortwährende und sich weiter entwickelnde römische Welt passten." 
(Bryan Ward-Perkins: Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation, Stuttgart 2007, S. 17f.)


Aufgaben zum Untergang Westroms als gelungenes Integrationsmodell
  1. Worin besteht die These vom gelungenen Integrationsmodell und worin unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Auffassung?

  2. Vor welchem aktuellen Zeithintergrund wurde sie offensichtlich entwickelt?

  3. Diskutiert pro und contra.



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Nack - Wägner: Das Römische Reich
Von den Anfängen Roms und seinen Kämpfen um die Vorherrschaft in Italien über den Aufstieg zur Weltmacht bis zur Spaltung des Reiches nach dem Tode Theodosius' des Großen berichtet dieser Band. Familienstruktur, Ackerbau und Handel werden hier ebenso beschrieben wie die Staatsverwaltung und das Rechtswesen.
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In seinem kenntnisreichen und unterhaltsamen Buch zeigt Ralph Bollmann, dass das antike Rom mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte wie der heutige Westen: Das Versagen der einst so erfolgreichen Integrationspolitik, der zunehmende Druck an den Grenzen des Reiches, das Aufkommen einer fundamentalistischen Religionsgemeinschaft und die sinkende Geburtenrate führten zu einem beispiellosen wirtschaftlichen und kulturellen Verfall und schließlich zur Auflösung des Römischen Reichs.
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Edward Gibbon: Verfall und Untergang des Römischen Reiches
Vom Tod Marc Aurels bis zur Eroberung Konstantinopels erzählt Edward Gibbon von Verfall und Untergang des Römischen Reiches, eines Weltreichs, das sich über den ganzen Mittelmeerraum erstreckte. Meisterwerk der Historiographie von Edward Gibbon. "Die Geschichte", schrieb er vor mehr als zweihundert Jahren, " ist kaum mehr als ein Register aller Verbrechen, Torheiten und Katastrophen des Menschengeschlechts." Sein Lebenswerk entfaltet diesen Gedanken. Heute, da nur eine einzige imperiale Weltmacht geblieben ist, und angesichts neuer Fundamentalismen, ist es aktueller denn je.



Bryan Ward-Perkins: Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation
Was wurde aus dem Römischen Weltreich? Neue Erkenntnisse der Archäologen sprechen für ein gewaltsames, abruptes Ende. Sie erschüttern damit die These vieler Historiker, die einen kontinuierlichen Übergang von der Römerzeit ins Mittelalter annehmen. 
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Konstantin


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Kaiser Konstantin der Große
Ausführlicher Text mit Bildern
Unter dem Punkt "Christentum" steht der zukunftweisende Kernpunkt seiner Politik nachzulesen. Gründung Konstantinopels unter "Neuordnung"
Von imperiumromanum.com

Vergleiche unten "Christentum".

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Theodosius I.


Kaiser Theodosius I.
Text mit Bildern
Unter "Herrschaft II" das Verbot des Heidentums.
Von imperiumromanum.com

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Christentum


Christus übergibt Petrus das Gesetz. Frühchristliches Mosaik aus S. Costanza, Rom
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Baptisterium, Aquileia
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Guter Hirte. Masaik Aquileia
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Bild: Geschichtszentrum


Entstehung und Aufstieg des Christentums aus historisch- kritischer Sicht

Vergleiche oben Konstantin.

 
Jesus von Nazareth
de.wikipedia.org



Entstehung und Geschichte des Christentums
Einführende Texte

ORF Religion - Lexikon Christentum

religion.orf.at


The Spread of Christianity - Die Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich
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Die christlichen Katakomben von Rom
Seiten des Istituto Salesiano San Callisto. Deutsch. Offiziell. Virtuelle Pilgerreise.
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