Salier / Investiturstreit

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Basiswissen
Kirchliche Reformbewegung: Cluny und Reformpapsttum
Investiturstreit (1077 - 1125) | Wormser Konkordat 1122 
Investiturstreite auch in anderen Ländern

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Die Grablege deutscher Könige und Kaiser im Dom zu Speyer
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Burg Canossa
Bild Proseminar Schmitz Uni Tübingen
 

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Basiswissen: 

Kirchliche Reformbewegung: Cluny und Reformpapsttum

Zur Zeit der Salier (1024 - 1125) ( Karte) kommt es in Burgund zur kirchlichen Reformbewegung von Cluny. Auch im Papsttum werden Reformkräfte deutlich. Zentrale Forderungen sind:
- Verbot, bei verheirateten Priestern die Messe zu hören: Zölibat!
- Verbot der Simonie (Kauf geistlicher Ämter; Vergabe geistlicher Ämter durch Laien)
- Verbot der Laieninvestitur (Einsetzung von Bischöfen durch Laien, also z.B. durch den König): "Freiheit der Kirche"!
Diese Forderungen sind Reaktion auf kirchliche Missstände, wie sie z.B. durch das Reichskirchensystem hervorgerufen wurden. Sie sollen die Kirche als geistliche Institution wieder glaubhafter machen, laufen aber auf einen Angriff auf die Machtposition des Kaisers (vgl. Reichskirchensystem) und eine Steigerung der Macht des Papstes hinaus. So kommt es zum

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Investiturstreit (1077 - 1125)

Wer gegen wen? In der ersten Runde steht Papst Gregor VII., unterstützt von den Normannen des Königreichs Sizilien (seinen Lehensleuten), von den deutschen Fürsten und einem Gegenkönig, gegen den deutschen König Heinrich IV., unterstützt von den Bischöfen und einem Gegenpapst. 

Neues Selbstverständnis des Papstes: Während bisher galt, dass Papst und König auf gleicher Stufe stehen, wobei dem Papst die geistliche, dem König die Ausübung der weltlichen Gewalt zukomme, sieht sich Gregor VII. als Stellvertreter Christi über dem Kaiser stehen. 

Interessen der Beteiligten: Dem Papst geht es um Kirchenreform und Machtzuwachs, dem Kaiser um die Erhaltung des Reichskirchensystems als seiner Machtbasis. Die Fürsten haben ein Interesse, den Kaiser zu schwächen, die Bischöfe wollen ihre weltliche Stellung im Rahmen des Reichskirchensystems weiterhin behalten. Den Normannen geht es mehr um Plünderung und Beute als um die Erfüllung ihrer Lehenspflichten.

Kampfmittel: Der Kampf wird militärisch geführt, Papst und Kaiser setzen sich gegenseitig ab, ohne diese Verfügungen dann am Ende durchsetzen zu können. Während der Papst einen Gegenkönig unterstützt, unterstützt Heinrich VII. seinerseits einen Gegenpapst. Der Papst geht sogar so weit, die Vasallen des Königs von ihrem Treueid zu entbinden und den Heinrich IV. zu bannen und zu exkommunizieren.

Höhepunkte: Im Januar 1077 zwingt Heinrich den Papst auf der Burg Canossa durch Kirchenbuße und Kniefall zur Aufhebung des Banns (Gang nach Canossa), ein noch nie da gewesener, ungeheuerlicher Vorgang. Heinrich seinerseits erobert Rom und belagert den Papst in der Engelsburg. Zwar können die Normannen den Papst retten, machen sich aber durch eine Plünderung Roms verhasst, so dass Gregor VII. nach Salerno fliehen muss, wo er stirbt.

Unter den Nachfolgern geht der Kampf weiter bis zum

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Wormser Konkordat 1122

zwischen Heinrich V. und Papst Calixt IV.. Es bringt die Beendigung des Investiturstreits, wobei für Deutschland für die Einsetzung von Bischöfen folgende Regelung getroffen wird: 

1. Schritt: Bischofswahl durch Geistliche in Anwesenheit des Königs
2. Schritt: Investitur des Erwählten durch Geistliche mit Ring und Stab, den kirchlichen Amtssymbolen
3. Schritt: Investitur des Gewählten mit den weltlichen Hoheitsrechten durch den König durch Überreichung eines Szepters, einem weltlichen Amtssymbol. Der Investierte soll seine Pflichten gegenüber dem könig erfüllen.

In Italien und Burgund gibt es keine Anwesenheit des Königs. Die Investitur mit den weltlichen Hoheitsrechten durch den König erfolgt spätestens 6 Monate nach der Wahl.

Das Problem wird also durch die Trennung von geistlicher und weltlicher Investitur zu lösen versucht.

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Investiturstreite auch in anderen Ländern

Der Kampf wurde nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern ausgetragen, z.B. in England, das zeitweilig päpstliches Lehen wurde.

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