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Basiswissen
Plünderungen
und Eroberungen
711 n.Chr. eroberten die Araber fast ganz Spanien und vernichteten dabei das
Westgotenreich.
732 konnte Karl Martell den Vormarsch des Islam im
Frankenreich in der Schlacht von Tours und Poitiers stoppen.
Aber schon seit 720 plünderten die
Sarazenen immer wieder die Küsten Siziliens, Sardiniens und Korsikas. Auf den
Balearen errichteten sie ein Emirat. Seit
810 hatten sie die Küsten Sardiniens und Korsikas fest in der Hand. Erst 1016 vertrieben Pisaner und Genuesen sie in
einer gemeinsamen Flottenoperation.
827 begann die sarazenische Eroberung Sizliens, die 902 mit der Eroberung Taorminas endete.
838 plünderten sie Tarent und Brindisi, die größte byzantinische Hafenstadt in Apulien. 84o eroberten sie
Bari und
errichteten dort bis 871 ein Emirat, von dem aus sie ihre Raubzüge entlang der
Adria bis nach Grado im Norden ausdehnten
und Ascona einäscherten
Die Sarazenen hielte auch Teile Kalabriens besetzt, das damals byzantinisch war. Erst Ende des 9.Jahrhunderts konnten die
Byzantiner ihre Herrschaft in Apulien und Kalabrien wieder festigen.
846 landeten die Sarazenen in der Tibermündung und plünderten und schändeten die Grabeskirchen der Apostel Petrus und
Paulus, so dass auch die Vatikanstadt befestigt werden musste, um
Wiederholungen zu vermeiden.
Die Westküste Italiens plünderten sie ebenfalls, teilweise in Zusammenarbeit mit Amalfi und Bischof Athanasius II. von
Neapel. Ab 882 setzten sie sich 40 Jahre lang in Agropoli südlich von Salerno fest, im selben Jahr befestigten sie einen
Platz südlich von Gaeta an der Mündung des Garigliano, von dem aus sie ganz
Mittelitalien terrorisierten. Klöster wie
Monte Cassino waren ihre bevorzugte Beute.
Seit der Plünderung der Hafenstadt Luni an der Magra- Mündung 849 ließen sie die
Riviera nicht mehr in Ruhe. Knapp vor
900 bauten sie die Burg Fraxinetum in den Seealpen (La-Garde-Freinet nahe Cannes) zur Festung aus und dehnten ihre
Raubzüge in den Alpenraum und ins Rhonetal aus. Erst 975 wurde Fraxinetum von den Grafen von Provence zurückerobert.
Christliche Gegenmaßnahmen griffen lange Zeit nicht oder ungenügend, auch
weil die Christen untereinander uneinig waren
und zum Teil mit den Moslems paktierten.
Erst seit dem 11. Jahrhundert machten die Christen deutlich Fortschritte. So hatte die Reconquista in
Spanien
Fortschritte zu verzeichnen, und in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts eroberten die Normannen
Sizilien.
Andererseits setzten sich die türkischen Seldschuken nach der Schlacht von Mantzikert
dauerhaft im Inneren Kleinasiens in Anatolien fest und machten die Pilgerwege nach Jerusalem unsicher, was in der Kombination zum erfolgreichen
Ersten Kreuzzug führte.
(Nach Werner Goez: Grundzüge der Geschichte Italiens in Mittelalter und
Renaissance, Darmstadt 1975, S. 54 ff. und S. 102f.)
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Aufgaben
- Zeichne die von den
Sarazenen geplünderten und zeitweise eroberten Gebiete in eine
Karte Italiens ein.
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