Sowjetunion 1917 - 1991
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Interaktive kommentierte Karten zum Ersten Weltkrieg 
mit anklickbaren Schlachten von LeMO
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Interaktive Karte Russland nach dem Ersten Weltkrieg
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Politische Gliederung der Sowjetunion
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Das heutige Russland
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Physische Karte der ehemaligen Sowjetunion
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1939 Polen: Besetzung und Teilung durch deutsche und sowjetische Truppen
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Soviet Union Land Use 1982
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Soviet Union Permafrost Regions 1984
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Soviet Union Coals and Major Minerals
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Asienkarte mit Nachfolgestaaten der SU
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Soviet Union Petroleum Deposits and Pipelines 1982
UT Library online (englisch)
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Westverschiebung Polens
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Quellen


Lenin
über gewerkschaftliches und sozialdemokratisches (kommunistisches) Bewusstsein und über die revolutionäre Partei
Marxist`s Internet Archive


Lenin
Aprilthesen. Marxist`s Internet Archive


Stalin
Über die Aufgaben der Wirtschaftler, 1931
Klassiker des Marxismus- Leninismus


100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917 - 1991)
osteuropa.bsb-muenchen.de

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Bücherecke


Bücher zum Thema 20. Jahrhundert
in der KMG- Schülerbücherei

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Impressum


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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen

Linke Spalte

Rechte Spalte

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Lenin einbalsamiert
blog.wired.com

 
Lenin- Mausoleum von außen

aha.ru


Roter Platz in Moskau
bielefeldt.de


"Lang lebe der große Stalin!"
iisg.nl


Stalin - Der Mythos
zdf.de

Neu
Großväterchen Stalin
suedkurier.de

 
Nationalsozialismus und Kommunismus: Zwei totalitäre Systeme im Bildvergleich
Mit Aufgabenstellungen
lbsneu.schule-bw.de

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Basiswissen 

Ausgangslage Zarenreich

Politisches System
Russland lag um die Wende zum 20. Jh. etwa 100 Jahre in seiner Entwicklung gegenüber Westeuropa zurück. Nach der Revolution von 1905 wurde es 1906 Konstitutionelle Monarchie mit einem starken Zaren, der Duma als Parlament und Zensuswahlrecht. Der Zar besaß ein Vetorecht gegenüber der Duma. Es gab keine Presse-, Versammlungs- und Koalitionsfreiheit. 

Parteien 
Es gab zahlreiche konservative Parteien. Oktobristen und Kadetten (= Konstitutionelle Demokraten) waren bürgerlich-liberal. Die Sozialrevolutionäre forderten Sozialisierung (Enteignung) des Bodens zugunsten der Bauern. 

Die Menschewiki traten für eine bürgerliche Revolution ein, nach der dann nach langer Übergangsphase eine sozialistische Revolution mit Diktatur des Proletariats folgen sollte.

Die Bolschewiki waren Kommunisten. Sie forderten eine Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft („Bündnis von Arbeitern und Bauern“), Sozialisierung von Industrie und Boden und hofften aus eine internationale Revolution. Die wichtigsten Führer waren Lenin, Trotzki und Stalin.

Wirtschaft und Lebensverhältnisse
Russland war mit einem Bevölkerungsanteil von rund 80% Bauern noch Agrarland. Wegen der niedrigen Produktivität waren Hungersnöte häufig. Über zwei Drittel des landwirtschaftlich genutzten Bodens gehörte der Kirche, der Krone und den adligen Großgrundbesitzern. Es gab 2% Industriearbeiter.

Zwischen 1890 und 1905 entstand eine Schwerindustrie, deren Hauptantriebskraft der Eisenbahnbau war (Transsibirische Eisenbahn!). Russland lag aber hinter den USA, Deutschland und England weit zurück. Die Staatsverschuldung im Ausland war hoch (Frankreich!). Die mittlere Lebenserwartung betrug etwa 35 Jahre. Um 1900 waren etwa drei Viertel der Bevölkerung Analphabeten, 1911 starben von 100 Kindern 24. (Zahlen nach Schmid, Fragen an die Geschichte, Band 4)

 
Aufgabenvorschläge zur Ausgangslage Zarenreich


Arbeitsblatt "Ausgangslage Zarenreich"
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  1. Lade das Arbeitsblatt "Ausgangslage Zarenreich" herunter und erstelle dort eine Legende für die Karte "Verluste nach dem I. Weltkrieg". Nimm dabei die interaktive Karte "Russland nach dem ersten Weltkrieg" zu Hilfe.
  2. und füge die Karte "Politische Gliederung der SU" in die linke Spalte des Arbeitsblattes ein. Dort ist beschrieben, wie es geht.
    Erstelle eine Legende.
  3. Fülle mit Hilfe des Basiswissen- Textes "Ausgangslage Zarenreich" die restlichen Spalten des Arbeitsblattes aus.
  4. Schlage in der Begriffsliste nach, was man unter einer "Konstitutionellen Monarchie", unter "Vetorecht" und  unter "Liberalismus" versteht. Welche Teile der Bevölkerung Russlands sind durch die Verfassung benachteiligt?
  5. Vergleiche Wirtschaft und Lebensverhältnisse vor dem Ersten Weltkrieg in Russland und in Deutschland. Fasse die zentralen Unterschiede zusammen.
  6. Erläutere das politische Programm der Sozialrevolutionäre vor dem Hintergrund der Wirtschaft und Lebensverhältnisse in Russland.
  7. Erläutere das politische Programm der Menschewiki vor dem Hintergrund der Wirtschaft und Lebensverhältnisse in Russland. Warum treten sie erst für eine Bürgerliche Revolution ein? Was bedeutet dieser Begriff offenbar?
  8. Erläutere das politische Programm der Bolschewiki vor dem Hintergrund der Wirtschaft und Lebensverhältnisse in Russland. Vor welchen Schwierigkeiten steht ein Diktatur des Proletariats in Russland? Wie versucht Lenin, dieser Schwierigkeit zu begegnen? 
  9. Quelleninterpretation
    Zeige anhand der Quelle "Lenin über gewerkschaftliches und sozialdemokratisches (kommunistisches) Bewusstsein und über die revolutionäre Partei" in der linken Spalte, 
    - was Lenin unter "gewerkschaftlichem" und "sozialdemokratischem (gemeint: kommunistischem) Bewusstsein" versteht, 
    - worin sie sich unterscheiden 
    - und wie sie zustande kommen.

    Stelle in einer Tabelle eine bei uns übliche demokratische Partei einer "Partei Neuen Typs" Lenins gegenüber. Erläutere die Unterschiede.

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Februarrevolution 1917

Russland trat 1914 an der Seite der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. Die Kriegsfolgen waren auch für Russland schrecklich: Inflation und Teuerung als Folge der immensen Kriegskosten, schätzungsweise 1,7 Mio Gefallene. "15 Mio. Männer wurden eingezogen. 40% der Bauernhöfe hatten keine männlichen Arbeitskräfte. Dazu wurden 5 Mio. Pferde und 20 Mio Stück Vieh beschlagnahmt. Die Ernteerträge sanken." (Schmid: Fragen an die Geschichte 4, 4. neubearbeitete Auflage 1984, S. 138) 

Als der Krieg militärisch nicht mehr zu gewinnen war (vgl. Interaktive kommentierte Karten zum Ersten Weltkrieg), kam es 1917 zur Februarrevolution. Deren Ergebnis war der Sturz des Zaren. Die neuen Machtverhältnisse waren aber ungeklärt. Auf der einen Seite standen bürgerlich orientierte Duma und Provisorische Regierung, auf der anderen die Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte, in denen zunächst die Sozialrevolutionäre und Menschewiken dominierten, während die Bolschewiken eine kleine Minderheit waren. Das Nebeneinander von Duma und Provisorischer Regierung einerseits und Sowjets andererseits bezeichnet man als "Doppelherrschaft".

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Oktoberrevolution 1917

Im Verlauf des Jahres 1917 nahmen in den Räten (= „Sowjets“) die Bolschewiki immer mehr zu, bis sie v.a. in Petrograd (heute St. Petersburg, damals Hauptstadt Russlands) und Moskau annähernd die Hälfte der Sitze besaßen. Die Parolen „Friede! Land! Brot!“ der Bolschewiki fielen auf fruchtbaren Boden, da nach Niederlagen im Sommer 1917 (vgl. Interaktive kommentierte Karten zum Ersten Weltkriegdie Kriegslage sich für Russland weiter verschlechterte und die Bauern teilweise schon eigenmächtig dazu übergingen, sich Land anzueignen. Schon im April war Lenin aus der Schweiz nach Russland zurückgekehrt und hatte in seinen Aprilthesen „Alle Macht den Räten!“ gefordert.

Die Oktoberrevolution fand nach westlichem Gregorianischem Kalender im November statt. Die Bolschewiken übernahmen in Petrograd und anderen großen Städten die Macht. Im Januar 1918 lösten sie die nach allgemeinem Wahlrecht zustande gekommene Nationalversammlung, in der die Sozialrevolutionäre eine absolute Mehrheit errungen hatten, gewaltsam auf. Der Bürgerkrieg war jetzt unvermeidlich.

 
Aufgabenvorschläge zur Februar- und Oktoberrevolution 1917


Arbeitsblatt Februar- und Oktoberrevolution 1917
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  1. Fülle die Spalten des Arbeitsblatts mit Hilfe der Texte Februarrevolution 1917 und Oktoberrevolution 1917 aus. Gehe in zeitlicher Reihenfolge (= chronologisch) vor.
  2. Verbinde die Ereignisse und ihre Folgen mit Pfeilen im Arbeitsblatt.


Arbeitsblatt Lenins Aprilthesen
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Quelleninterpretation

  1. Lade das Arbeitsblatt herunter. 
    Füge Lenins Aprilthesen in die zweite Spalte ein (Text erst in den Editor [Start -> Programme -> Zubehör -> Editor] einfügen, dann alles kopieren, dann alles in Word einfügen. So umgeht man technische Probleme.
  2. Erläutere die Thesen und Forderungen Lenins (Punkt 2 - 8) in der rechten Spalte. Bei Punkt 1 wird dir der Lehrer/ die Lehrerin wohl Hilfestellungen leisten müssen.

    Voraussetzung für die Erfüllung der Aufgabe sind Kenntnisse über die Marxsche Mehrwerttheorie, über das Marxsche Verständnis des Weges vom Kapitalismus zum Sozialismus und über das marxistische Staatsverständnis. Außerdem musst du über die Februarrevolution Bescheid wissen.

Die Auflösung der Nationalversammlung im Januar 1918

  1. Wiederhole die Begriffe "Parlamentarische Demokratie" und "Diktatur des Proletariats" in der Begriffsliste.
  2. Welche Folge muss es für Russland haben, dass die Bolschewiki die Nationalversammlung auflösen?

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Umsturzdekrete

Die neue bolschewistische Regierung („Rat der Volkskommissare“; Lenin, Trotzki, Stalin und andere) erlässt zunächst die sogenannten Umsturzdekrete.

a - Dekret über den Frieden
Gefordert wird ein sofortiger Friede ohne Annexionen (Aneignung fremder Territorien) und Kontributionen (Kriegsentschädigungen)

b - Dekret über den Boden
Gefordert wird eine entschädigungslose, sofortige Enteignung von landwirtschaftlich genutztem Boden und dessen Überführung in die Verfügungsgewalt der Bauernsowjets. Der Boden kann durch die Bauern
Individuell genutzt werden.

c - Dekret über die Rechte der Völker Russlands
Freie Selbstbestimmung der Nationalitäten bis hin zur Lostrennung und Bildung eines selbstständigen Staates wird versprochen. In Wirklichkeit werden die Nationalitäten nach Möglichkeit militärisch bei der Stange gehalten. Die KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion = Bolschewiken; der Gesamtstaat heißt seit 1922 „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“, kurz Sowjetunion) regiert das ganze Riesenreich zentral mit Hilfe der Partei.

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Bürgerkrieg und Kriegskommunismus

Im Bürgerkrieg, der auf die gewaltsame Machtergreifung der Bolschewiki erfolgt, kämpfen „Rote“ (Bolschewiki und linke Sozialrevolutionäre) gegen „Weiße“, d.h. alle anderen (siehe oben Parteien) einschließlich der Nationalitäten und ausländische Interventionstruppen. Die Weißen versuchen die Bodenenteignung zurückzunehmen. Beide Seiten arbeiten mit Terror („roter“ gegen „weißer“ Terror und umgekehrt). Der Bürgerkrieg erfordert ca. 6,4 Mio. Opfer. Schon früh begann eine massive Kirchenverfolgung durch die Bolschewiki. 

Der Kriegskommunismus baut in der Landwirtschaft auf dem Dekret über den Boden auf (siehe oben Umsturzdekrete). Lebensmitteln und Getreide werden von den Bolschewiken zwangsweise von den Bauern eingetrieben („Zwangsrequirierung“), Privathandel wird verboten. Die Bauern beantworten dies damit, dass sie für den Staat nicht länger produzieren. Das Ergebnis ist eine Hungersnot, der weitere ca. 5 Mio. Menschen zum Opfer fallen.

In den zwangssozialisierten Industriebetrieben („Nationalisierung“ von Fabriken, Geschäften und Banken) werden eine „Arbeiterkontrolle“ und ein Einheitslohn eingeführt, für Industrielle und kleine Geschäftsleute gilt ein Handels- und Produktionsverbot. Das Ergebnis ist auch in diesen Wirtschaftsbereichen eine Katastrophe.

Die Roten können den Bürgerkrieg für sich entscheiden.

 
Aufgabenvorschläge zu Bürgerkrieg und Kriegskommunismus
  1. Stelle in einer selbst entworfenen einfachen Grafik die Parteien im Bürgerkrieg einander gegenüber.
  2. Notiere Absatz 2 - 4 in Stichworten. Erläutere die Absichten der Bolschewiki hinter ihren Maßnahmen.
  3. Diskutiere: Warum funktionieren die Maßnahmen nicht? Was müsste geschehen, um Landwirtschaft und Industrie wieder in Fahrt zu bringen?

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Spekulation auf die Revolution in Deutschland und Krieg gegen Polen

Lenin erklärte 1920 in einer Rede: "Wir wussten damals [...], dass unser Sieg nur dann von Dauer sein wird, wenn unsere Sache in der ganzen Welt siegt, denn wir hatten ja unser Werk ausschließlich in der Erwartung der Weltrevolution begonnen." ( Musial, S. 23) Lenin verstand die Revolution in Russland als "erste Etappe der Weltrevolution [...] Denn die kommunistische Ideologie erhob für sich den globalen Anspruch auf die Weltherrschaft. Im März 1919 wurde auf Initiative Lenins [...] in Moskau [...] die Dritte Kommunistische Internationale ( Komintern) gegründet, die die Aufgabe hatte, zum Leitungszentrum der Weltrevolution zu werden. ( Musial, S. 25) 

Deutschland spielte in Lenins Überlegungen ein besondere Rolle.  Er warnte immer wieder, dass die Sowjetmacht verloren sei, falls ihr der deutsche Arbeiter keine Hilfe brächte. Er sah in Deutschland das am meisten entwickelte kapitalistische Land in Europa und in der deutschen Industriearbeiterschaft den Hauptkern des internationalen Proletariats. Angesichts der Blockade Sowjetrusslands durch die Westmächte könne nur von Deutschland Hilfe kommen. (ebenda, S. 26f.) "Für Russland eröffnet ein Bündnis mit Deutschland, unabhängig davon, ob die Revolution dort siegt oder nicht, riesige wirtschaftliche Perspektiven", erklärt Lenin am 19. Juli 1920 ( Musial, S. 47) 

Aus diesen wirtschaftlichen und politischen Gründen wünschten die russischen Kommunisten eine gemeinsame Grenze mit Deutschland wie in der Vorkriegszeit.  Entsprechend legte der Oberste Sowjet am 3. Oktober 1918 eine russische Grenze mit Ostpreußen fest. 

Als die Roten im Laufe des Jahres 1919 an allen Frontabschnitten siegten, wandten sie sich der Eroberung und Sowjetisierung Polens zu, um Gebietsverluste wett zu machen, die gemeinsame Grenze mit Deutschland herzustellen und die kommunistische Revolution in Deutschland besser unterstützen zu können. Die Hoffnungen auf eine Revolution in Deutschland begrub Lenin erst 1923. 

Die russische Westarmee wurde aber von polnischen Verbänden bis an die Beresina im östlichen Weißrussland zurückgetrieben. Auch in der Ukraine rückten die Polen am 25. April 1920 in Kenntnis der sowjetischen Angriffsabsichten vor und besetzten am 7. Mai 1920 Kiew. Polen erstrebte zu dieser Zeit ein Großpolen in der Tradition des polnisch-litauischen Großreiches an.

Ab Anfang Juli rückte die Rote Armee aber wieder vor ("Revolution von außen", so der bolschewistische Befehlshaber Tuchatschewski) und wurde erst am 16. August 1920 an der Weichsel wenige Kilometer vor Warschau von polnischen Truppen besiegt, die nun ihrerseits wieder nach Osten vorstießen. Erst am 18. März 1921 wurde Frieden gechlossen. Die bewaffnete Ausbreitung des Kommunismus wurde für runde 20 Jahre unterbrochen. Der Wunsch, "über Warschau nach Deutschland durchzubrechen" (Stalin 1923 in der  Zeitung "Prawda") konnte nicht verwirklicht werden. Die 1922 gegründete Sowjetunion musste nun den Kommunismus in einem Lande aufbauen.

Nach 1945, also nach dem Zweiten Weltkrieg, bewerkstelligte Stalin dann die Westverschiebung Polens, siehe Karte, sowjetisierte es und erreichte so nachträglich noch ein altes Ziel.

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Der X. Parteitag 1921

Der X. Parteitag 1921 trifft eine Reihe wichtiger Entscheidungen.

a – Neue Ökonomische Politik (russische Abkürzung: NEP)

Lenin und die kommunistische Partei wandeln ihren Wirtschaftskurs. Eine Naturalsteuer für Bauern wird eingeführt, die Zwangsrequirierungen hören auf, der freie Verkauf von landwirtschaftlichen Überschüssen wird erlaubt. In der Industrie wird für kleine Geschäftsleute und Industrielle wieder eine Handels- und Produktionserlaubnis erteilt. Der Einheitslohn wird abgeschafft, die Ein-Mann-Führung des Betriebs ersetzt die Arbeiterkontrolle. Investition und Produktion durch Ausländer wird erlaubt.

Im Ergebnis erholte sich die Sowjetunion wenigstens wirtschaftlich. In den 1920er Jahren findet die Elektrifizierung Russlands statt, 1928 war annähernd der Vorkriegsstand der Produktion wieder erreicht: nach Ansicht der Spitzenfunktionäre also Zeit für neue Experimente. 

Man verkündet das Prinzip vom „Aufbau des Sozialismus in einem Lande“.

b - Fraktionsverbot

Der Parteitag beschließt ein Verbot von Absprachen innerhalb der Kommunistischen Partei („Fraktionsverbot“). Zentralkomittee (ZK) und v.a. das Politbüro werden zu faktisch allein bestimmenden Führungszirkeln. Daneben gibt es noch Parteitage. Unliebsame Mitglieder der Partei werden hinfort hinaus“gesäubert“.

c – Niederschlagung des Aufstands von Kronstadt

Die Kronstädter Matrosen fordern gegen die Diktatur der Bolschewiki die Zulassung mehrerer linker Parteien (nicht aller Parteien!). Ähnliche Forderungen werden im ganzen Land erhoben. Der Kronstädter Aufstand wird durch die Kommunisten blutig niedergeschlagen. Damit werden auch die Sowjets entmachtet, in denen sich politische Kräfte außerhalb der kommunistischen Partei betätigen konnten. Das Ergebnis war eine Parteidiktatur (zu unterscheiden von einer Ein-Mann-Diktatur). 

Nach Lenins Tod 1924 hatte sich Stalin als neuer Führer durchgesetzt. Als erster Konkurrent Stalins wird Trotzki ausgeschaltet.

 
Aufgabenvorschläge zum X. Parteitag
  1. Zur NEP:
    Notiere den Absatz in Stichworten.
    Überlege: Würdest du als ausländischer Unternehmer in der Sowjetunion der 1920er Jahre investieren? Wie beurteilst du die NEP und die Zuverlässigkeit der sowjetischen Wirtschaftspolitik?
  2. Zum Fraktionsverbot:
    Was bedeutet das Fraktionsverbot für das einfache Parteimitglied, was für die Führungsebene? 
    Worin liegt der Unterschied zwischen einer Parteidiktatur und einer Ein- Mann- Diktatur?
  3. Zur Niederschlagung des Aufstands von Kronstadt

    Begründe jeweils: Wofür traten die Kronstädter Matrosen ein:

    - für eine parlamentarische Demokratie?
    - für ein Diktatur des Proletariats (und der Bauernschaft)?
    - für eine Parteidiktatur?

    Was bedeutet eine Parteidiktatur für die Räte?

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Kollektivierung der Landwirtschaft

Auf dem XV. Parteitag 1927 wird der Beschluss zur Beseitigung der selbstständigen Bauernwirtschaften zugunsten von Kolchosen und Sowchosen (“Kollektivierung der Landwirtschaft“) gefasst. Man nimmt den Bauern wieder weg, was man ihnen zuvor zugestanden hat. Die Partei erhofft sich eine Ertragssteigerung durch Großbetriebe, die Aufhebung sozialer Unterschiede ("Liquidierung der Kulaken [= einigermaßen reiche Bauern] als Klasse") und v.a. auch die Finanzierung der Industrialisierung aus der Landwirtschaft.  

Im Widerstand gegen die Zwangskollektivierung schlachten die Bauern bis 1933  50-60% des Viehbestandes und bauen nur noch das Notwendigste an. So entsteht die nächste große Hungersnot: Zwischen 5 und 11 Mio. Menschen verhungern, andere Schätzungen gehen bis zu 14,5 Mio Opfern von Hunger und Terror.

Um den Import westlicher Anlagen und Technologien für die Industrialisierung, aber auch für die Aufrüstung des Landes, finanzieren zu können, ging man so weit, gewaltsam in großem Stil Getreide, sogar Saatgut einzutreiben. Dies führte zur größten Hungerkatastrophe in Europa im 20. Jahrhundert. Trotz der Hungerkatastrophe  wurden die Getreideexporte beibehalten, lediglich reduziert. "Bitten der kommunistischen Anführer aus der Ukraine [...], Ablieferungspläne und -termine zu verringern bzw. zu verschieben, lehnte Stalin und mit ihm das Politbüro ab. Stalin machte für die Hungerkatastrophe die antisowjetischen Elemente unter den ukrainischen Bauern sowie die schlechte Führung der kommunistischen Partei vor Ort verantwortlich." ( Musial, S. 283). Einige Forscher gehen davon aus, dass mit dem Hunger auch der Widerstand gebrochen werden sollte. In der Ukraine spricht man in diesem Zusammenhang heute von Holodomor (=Hungertod"). 

Gegen den Massenwiderstand der Bauern führt die Regierung also einen Bürgerkrieg von oben. Menschen werden zu Millionen in Zwangsarbeitslager gesteckt. Das Lagersystem GULAG weitet sich enorm aus.  Der Massenwiderstand der Bauern führte dazu, dass sich die Industrialisierung überwiegend selbst tragen musste, da in der Landwirtschaft Mittel vernichtet wurden.

Zum Video Kollektivierung ...

 
Aufgabenvorschläge zur Kollektivierung der Landwirtschaft (einschließlich GULAG)

Die Aufgaben lassen sich auch arbeitsteilig lösen, etwa 1 - 8; 9 - 13

  1. Schreibe stichwortartig heraus, welche Absichten die kommunistische Regierung mit der Kollektivierung der Landwirtschaft verfolgt. Rufe dir dabei Wirtschaft und  Lebensverhältnisse im Zarenreich in Erinnerung.
  2. Schreibe in Stichworten heraus, was eine Kolchose (= einen Kolchos) kennzeichnet.
  3. Mit Hilfe der Landwirtschaft sollte unter anderem die Industrialisierung finanziert werden. Unterstreiche, inwiefern der Kolchos dem Staat Geld einbringt oder ihm Ausgaben erspart.
  4. Wie erklärst du dir, dass die Bauern über Jahre gehindert wurden, den Kolchos zu verlassen?
  5. Schreibe die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Sowchose gegenüber der Kolchose in Stichworten heraus.
  6. Entspricht die Kolchose oder die Sowchose mehr der langfristigen Zielsetzung der Kommunisten? Begründe.
  7. Weshalb gab es wesentlich weniger Sowchosen als Kolchosen?
  8. Verfasse einen schriftlichen Bericht, in dem ein Bauer die Bauernpolitik ("Bündnis von Proletariat und Bauernschaft") der Kommunistischen Partei von 1917 bis einschließlich der Kollektivierung der Landwirtschaft zusammenfasst und damit seinen Widerstand begründet.
    Du findest dazu Material in den Abschnitten Oktoberrevolution, Umsturzdekrete, Bürgerkrieg und Kriegskommunismus, NEP und Kollektivierung der Landwirtschaft.
  9. Holodomor: Notiere nach der Seite von de.wikipedia.org in Stichworten die Etymologie und die Forschungskontroverse.
  10. GULAG: Notiere in Stichworten die Geschichte des GULAG. 
  11. GULAG: Ist das Lagersystem Deiner Meinung nach eine Entartung des Kommunismus oder ist es untrennbar mit dem kommunistischen System verbunden?
  12. GULAG: Kann man in Bezug auf das Lagersystem Parallelen zum Nationalsozialismus ziehen? Gibt es Unterschiede?

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Industrialisierung und Erster Fünfjahrplan

1928 wird der erste Fünfjahrplan mit den Stichworten „Maschinisierung, Motorisierung, Elektrifizierung“ beschlossen („Planwirtschaft“). Von 1928 – 1941 steigert sich die Industrieproduktion um das Fünffache. Eine rasche Verstädterung setzt ein, der Analphabetismus wird beseitigt. Schwerpunkt der teils mit Enthusiasmus durchgeführten Industrialisierung sind Schwerindustrie und Produktionsmittelindustrie, die Konsumgüterproduktion wird vernachlässigt. 

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Aufgabenvorschläge zur Industrialisierung in der SU
  1. Notiere den Absatz "Industrialisierung und Erster Fünfjahrplan" in Stichworten.
  2. Worin liegen die Besonderheiten der sowjetischen Industrialisierung im Vergleich mit der Industrialisierung in England und Deutschland? Siehe hierzu


    Lernumgebung "Industrialisierung"


Aufrüstung und Konzeption des Blitz- und Vernichtungskrieges

Parallel zur Kollektivierung der Landwirtschaft und zur Industrialisierung wurden ein gigantisches Aufrüstungsprogramm und die Umrüstung der Roten Armee in eine technisch hochgerüstete Angriffsarmee beschlossen. Den Hintergrund bildet die Weltwirtschaftskrise und die Annahme, dass ein imperialistischer Krieg unmittelbar bevorstehe. 

Laut einem Plan von Tuchatschewski sollten die sowjetischen Streitkräfte auf 40.000 kriegsbereite Flugzeuge und 50.000 einsatzbereite Panzer aufgerüstet werden. In Wirklichkeit kam die Rüstungsindustrie nicht mit, es wurde massenhaft Ausschuss produziert, viele Waffen waren nicht einsetzbar. So wurde nach Sündenböcken geforscht. Die Säuberungen der 1930er Jahre hatten auch diesen Hintergrund. 

Der Plan sah einen offensiven, modernen Blitz- und Vernichtungskrieg vor. "Der Hauptfeind war Polen mit seinen Verbündeten, das Ziel Deutschland, das Herz Europas, wie im Sommer 1920. [...] Auch musste man mit dem militärischen Eingreifen Frankreichsrechnen, das wohl weder der Vernichtung Polens noch der Sowjetisierung Deutschlands tatenlos zusehen würde." ( Musial, S. 308)

Tatsächlich "verfügten die sowjetischen Streitkräfte im Juni 1941 über 25.508 Panzer, 18.700 Flugzeuge und 5.774.000 Soldaten." ( Musial, S. 459) Gobbels notierte am 19. August 1941 in sein Tagebuch: "Wir haben offenbar die sowjetische Stoßkraft und vor allem die Ausrüstung der Sowjetarmee gänzlich unterschätzt. Auch nicht annähernd hatten wir ein klares Bild über das, was den Bolschewisten zur Verfügung stand. Daher kamen auch unsere Fehlurteile. Der Füher hat beispielsweise die sowjetischen Panzer auf 5.000 geschätzt, während sie in Wirklichkeit an die 20.000 besessen haben. Flugzeuge glaubten wir, hätten sie um die 10.000 herum; in Wirklichkeit haben sie über 20.000 besessen." ( Musial, S. 458) 

Deutschland verfügte vergleichsweise vor dem Angriff auf Frankreich 1940 über 2.439 Panzer und 3.578 Flugzeuge (ebenda, S. 427).

Inwieweit diese gigantische Aufrüstung defensiv zu verstehen ist, wobei die Devise lautet: "Angriff ist die beste Verteidigung", oder offensiv im Sinne des revolutionären Eroberungskrieges zu verstehen ist, wonach jeder Krieg, den die Armee des Sozialismus führt, ein gerechter Krieg ist, ist in der Forschung umstritten. 

Für das offensive Verständnis sprcht, dass die Weltrevolution von Anfang an das Ziel der Bolschewisten war und dass der Angriff auf Polen 1920 als "Revolution von außen" propagiert wurde ( Musial, S. 308). Die defensive Deutung kann sich auf dieverse Friedensbeteuerungen der sowjetischen Führung stützen, die aber auch als Propaganda gedeutet werden kann. Für die Zeit seit Mai 1941 ist belegt, dass Stalin Angriffspläne gegen Deutschland hegte: "Jetzt müssen wir von der Verteidigung zum Angriff übergehen", sagte er in einer geheimen Rede vom 5. Mai 1941. "Die Rote Armee ist eine moderne Armee und eine moderne Armee ist eine Angriffsarmee" ( Musial, S. 447).

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Errichtung der Alleinherrschaft Stalins: Säuberungen und Schauprozesse 1936 – 1939

Mitte der 1930er Jahre errichtet Stalin seine Alleinherrschaft, wobei er alle wirklichen oder potentiellen Gegner seiner Alleinherrschaft aus dem wege räumt. Diese Phase beginnt mit dem Mord an Kirow, einem hohen Funktionär der Partei. Sogenannte „Konterrevolutionäre“ werden verhaftet, der große Terror gegen Bevölkerung, Partei, Staat, Armee und Nationalitäten (nach dem Zweiten Weltkrieg sogar gegen Weltkriegsheimkehrer!) erreicht einen neuen Höhepunkt. 90% aller Generäle, 80% aller Obersten und die Hälfte aller Offiziere werden hingerichtet. (Zahlenangaben bei Schmid: Fragen an die Geschichte 4, S.153)

Gegen bekannte führende Funktionäre werden 1936 – 38 die Moskauer Schauprozesse mittels durch Folter erzwungener Geständnisse durchgeführt. Von den 7 Politbüromitglieder aus der Zeit Lenins überlebt lediglich Stalin. 80% des Zentralkomitees von 1934 wird liquidiert, ca. 1 Mio. Parteimitglieder hingerichtet (Zahlenangaben bei Schmid: Fragen an die Geschichte 4, S.153). Trotzki wird von einem durch Stalin gedungenen Mörder im Exil in Mexiko durch einen Schlag auf den Kopf mit einem Eispickel getötet.

Millionen Tote gibt es in Arbeits- und Straflagern (GULAG“), zwischen 1936 und 1950 nach Schätzungen 12 Mio. Bei Stalins Tod 1953 leben ca. 15 Mio. Gefangene in Straflagern! In der Partei existieren nur noch Kreaturen Stalins. 

Es bildet sich endgültig eine Kaste von Funktionären samt ihren Familien mit besonderen Privilegien und eigenem Lebensstil, die sogenannte Nomenklatura, die herrschende Klasse der Sowjetunion.

Die menschlichen Folgen schildert Hannah Arendt so: "Sobald gegen jemanden Anklage erhoben wird, müssen sich seine Freunde über Nacht in seine erbittertsten und gefährlichsten Feinde verwandeln, weil sie dadurch, dass sie ihn denunzieren und dabei helfen, das Aktenstück der Polizei und der Staatsanwaltschaft gehörig anzureichern, sich ihrer eigenen Haut wehren können; da es sich bei den Anklagen im allgemeinen um nichtexistente Verbrechen handelt, braucht man gerade sie, um den Indizienbeweis zu erbringen.  [...] Was suspekt ist, ist Freundschaft und jegliche andere menschliche Bindung überhaupt. Was die `Freunde` also vor allem beweisen müssen, ist, dass ihre Bekanntschaft mit dem Angeklagten nur ein Vorwand war, ihn auszuspionieren, ob er nicht vielleicht ein Saboteur sei oder ein Trotzkist oder ein Agent des Auslandes oder ein Faschist - je nachdem, worauf die Anklage gerade lautet." (Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft, S. 696 f.)

 
Aufgabenvorschläge zur Alleinherrschaft Stalins
  1. Schaue dir die im Text verlinkten Videos an und notiere den Textabschnitt in Stichworten.
  2. Was bedeutet der Satz: "Die Revolution frisst ihre Kinder"?
  3. "Schlimmer noch als die nackte Zahl (der ca. 20 Millionen Opfer) ist die Willkür, mit der Stalin die Opfer in den Tod schickte. Absoluter Gehorsam konnte genauso zur Aburteilung führen wie politischer Widerspruch." ( Zitatquelle) 

    Was sollte dadurch bezweckt werden? Hat das alles überhaupt einen rational nachvollziehbaren politischen Sinn?
  4. Was bedeutet "Führerkult" und welchen politischen Zweck hat er unter Stalin?
  5. Zitat:
    Lenin verstand die Diktatur des Proletariats als "Verbindung der produktiven Arbeit aller mit der Teilnahme aller an der Verwaltung des Staates." (Lenin, Marxismus und Staat, Berlin Ost 1970, S. 69)

    Rufe den Link
    Nomenklatura auf und notiere in Stichworten deren Identität, Lebensstil und Einfluss. Vergleiche die gesellschaftliche Realität der Sowjetunion mit dem obigen Lenin-Zitat.
  6. Erkläre anhand der Schilderung von Hannah Arendt, was totale Herrschaft bedeutet. 

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Aufstieg der SU zur Supermacht im Zweiten Weltkrieg

Stalin verleibt sich als Folge des Hitler-Stalin-Pakts vom 23. August 1939, der ein Nichtangriffspakt zwischen beiden Mächten war  und in einem geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung Osteuropas in eine deutsche und russische Einflusssphäre vorsah, noch vor 1941 diejenigen Gebiete weitgehend wieder ein, die das Zarenreich als Folge der Niederlage im Ersten Weltkrieg verloren hatte: Er marschiert am 17. September 1939 in Ostpolen ein und bricht zwischen September 1939 und Sommer 1940 die bestehenden Nichtangriffsverträge mit allen sechs westlichen Nachbarstaaten von Finnland bis Rumänien. Der sowjetisch- finnische Winterkrieg endete dabei mit kleinen russischen Gebietsgewinnen vor allem im Vorfeld von Leningrad, die Eroberung Finnlands insgesamt misslingt aber. Als die deutschen Armeen in Frankreich stehen, annektiert Stalin die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland  sowie Bessarabien und die Nordbukowina. 

Neben dem dringend benötigten Zeitgewinn hofft er  in der Folge des Hitler- Stalin- Pakts auf einen "zweiten imperialistischen Krieg", einen "Erschöpfungskrieg" der "imperialistischen Mächte" Deutschland, England und Frankreich sowie weiterer Staaten untereinander, in den er als letzter eingreifen konnte "mit dem Endziel der Wiederaufnahme des `revolutionären Weltprozesses`, der Sowjetisierung Europas". (Klaus Hornung: Der lachende Dritte, in: Junge Freiheit, vom 22.08. 2008, S. 18). Außerdem konnte er Deutschland durch sowjetische Lieferungen von Öl, Getreide und sonstigen Rohstoffen bis zu einem gewissen Grade von sich abhängig machen und hatte eine Koalition westlicher Mächte und Deutschlands gegen sich, die er 1938 nach dem Münchner Abkommen stark gefürchtet hatte, nicht mehr zu befürchten.

Als Folge des Zweiten Weltkrieges – Hitler überfällt die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ohne Kriegserklärung („Unternehmen Barbarossa“) – steigt die Sowjetunion zur zweiten Supermacht nach den USA auf, zahlt aber einen verheerenden Preis: ca. 23 Mio. Tote, verbrannte Erde im Westteil der SU). Sowjetische Truppen besetzen den größten Teil Osteuropas und erobern Berlin. Sowjetische Truppen stehen von nun an an der Elbe, Westeuropa lehnt sich hinfort an die USA an, der Kalte Krieg folgt.

Vergleiche auch die


Lernumgebung "Zweiter Weltkrieg"

sowie für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die


Lernumgebung "Kalter Krieg und Entspannung".

 
Aufgabenvorschläge zum Zweiten Weltkrieg und zum Stalinismus insgesamt
  1. Stalinismus

    Versuche den Begriff "Stalinismus" zu definieren.

  2. Hitler- Stalin- Pakt

    a)
    Rufe den Link Hitler- Stalin- Pakt auf und notiere die Information in Stichworten.

    b)
    Was hätte Stalin von einer Zusammenarbeit mit Großbritannien gegen Hitler gehabt? Wie hätte Polen in diesem Fall reagiert?

    c)
    Welche Vorteile zieht Stalin dagegen aus dem Pakt mit Hitler? Denke auch an die Säuberungen in der Roten Armee und rufe dir nochmals die russischen Verluste in der Folge des Ersten Weltkriegs vor Augen! Vergleiche damit die Karte "
    1939 Polen: Besetzung und Teilung durch deutsche und sowjetische Truppen".

    d)
    Welches Kriegsergebnis wäre für Stalin optimal?

  3. Vergleich Stalinismus - Nationalsozialismus


    Lernumgebung Nationalsozialismus

    Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Stalinismus und Nationalsozialismus.

  4. Vergleich Stalinismus - Maoismus

     
    Modernisierung Chinas vom 19. Jahrhundert bis heute

    Vergleiche Stalinismus (Kommunismus in der zur Zeit Stalins praktizierten Form) mit Maoismus (Kommunismus in der zur Zeit Stalins praktizierten Form).

  5. Vergleich Russische Revolution (1917 bis 1930er Jahre) -  Französische Revolution (Zeitraum 1789 - Sommer 1794)


    Arbeitsblatt Vergleich Französische Revolution / Russische Revolution


    Lernumgebung Französische Revolution

    Lade das Arbeitsblatt herunter und fülle es aus. 

  6. Revolutionsbegriff

    Unterscheide mit Hilfe von   wikipedia und des Politiklexikons verschiedene Revolutionsbegriffe und versuche sie auf die Französische Revolution bzw. die  Russischen Revolutionen anzuwenden.

 
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XX. Parteitag der KPdSU 1956

1953 stirbt Stalin, 1956 wird der XX. Parteitag abgehalten. Der neue Parteichef Chruschtschow räumt Fehler ein. Vorübergehend herrscht „Tauwetter“. Nach Stalins Alleinherrschaft gibt es nun wieder eine „kollektive Führung“, aber auch weitere Reformen ändern nichts Grundlegendes. Stalin wird aus dem Mausoleum vor der Kremlmauer entfernt, wo seitdem nur noch Lenin einbalsamiert liegt.

Einige Erfolge in der Rüstung (sowjetische Atombombe 1949) und in der Weltraumfahrt Sputnik; Gagarin) und Anfangserfolge bei der „Neulandgewinnung“ enden in einer Enttäuschung über Chruschtschow (Prestigeverlust in der Kubakrise 1962; Krise der Landwirtschaft wird nicht gemeistert) und in dessen Absetzung 1967.

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Stagnation unter Breschnew

Unter seinem Nachfolger Breschnew gerät die Sowjetunion in eine völlige bürokratische Erstarrung. Der technologische und wirtschaftliche Vorsprung des Westens wird immer noch größer. Das Afghanistan-Abenteuer und das Wettrüsten zehren gewaltig an den Kräften. 

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Ära Gorbatschow und Untergang der SU

1985 wird Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU. Ziel seiner Reformen war ein reformierter Sozialismus in der SU, ein demokratischer Sozialismus. Schwerpunkte der Reformen unter den Stichworten "Perestroika" (Umbau) und "Glasnost" (Offenheit, Transparenz) waren:

a - Demokratisierung

"Wir brauchen die Demokratie wie die Luft zum Atmen." (Gorbatschow) Gorbatschow sprach von der Stärkung   der Selbstverwaltungsorgane in Staat, Gesellschaft  und Wirtschaft  (z.B. Sowjets), von der Stärkung   der  Massenorganisationen (z.B.G ewerkschaften), vom Abbau   der Privilegien  der Parteibonzen  und Apparatschiks ( der "Nomenklatura"), mehr innerparteilicher Demokratie, einer modifizierten Führungsrolle der Partei , einer Justizreform (unabhängige Justiz) und vom Übergang zu echten Wahlen.

b - Offene Kultur- und Informationspolitik

Offene Berichtererstattung ohne Behinderungen, die Aufarbeitung  des Stalinismus, die Zulassung kritischer Filme und Literatur sollten ermöglicht, Dissidenten (Dissens = Gegenteil von Konsens; Hier: Dissidenten im Dissens mit der Regierung) rehabilitiert werden.

c - Wirtschaftsreform

Hier ging es um Schließung unrentabler Betriebe, Umstellung  auf Eigenfinanzierung der Betriebe und wirtschaftliche Rechnungsführung, generell gestärkte Eigenverantwortung der  Betriebe, Management und Wahl der Betriebsleiter. Auf der Ebene der gesamten Volkswirtschaft dachte man an neue Leitungsmechanismen für die Wirtschaft und Abkehr von der Kommandowirtschaft. Sogar Arbeitslosigkeit hätte in Kauf genommen werden sollen.  

d - Außenpolitik: "Neues Denken"

Siehe hierzu Basiswissen Kalter Krieg und Entspannung

Erfolg:

Glasnost in der Kultur- und Informationspolitik wurde verwirklicht, es gab Schritte in Richtung Demokratie, Dissidentenverfolgungen gab es keine mehr, auch die während der ganzen Geschichte der Sowjetunion andauernde Kirchenverfolgung wurde aufgegeben. Die aussichtslose Besetzung Afghanistans wurde aufgegeben.

Dennoch scheiterte Gorbatschow wegen ausbleibender Wirtschaftsreformen und einer Wirtschaftskrise. Er geriet in eine Zange durch den Widerstand des Apparats von der einen Seite, der Demokraten (Demokratie nach westlichem Vorbild; Marktwirtschaft) von der anderen Seite. Nachdem die Schleusen für freie Meinungsbildung, mehr Offenheit und etwas Demokratie geöffnet waren, zerfielen das Vorfeld der Satellitenstaaten und der Vielvölkerstaat Sowjetunion selbst als Folge des neuen Nationalismus, der die verbrauchte  kommunistische Ideologie ablöste. Gorbatschow lavierte zwischen den Fronten. Im August 1991 wurde zwar ein Putsch von Altstalinisten in Partei, Armee und Geheimdienst verhindert, Gorbatschow aber wurde durch Jelzin entmachtet. Noch im Jahr 1991 wurde die Sowjetunion aufgelöst, aus ihrer Konkursmasse entstand die GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten).

Welche Alternativen hatte Gorbatschow? (Eine subjektive Würdigung)

Variante 1: Er hätte die Unabhängigkeitsbestrebungen im Vorfeld und im Inneren der Sowjetunion mit militärischen Machtmitteln zu unterbinden versuchen können. Ob das Erfolg gehabt hätte, darüber kann man nur spekulieren. Sicher hätte dies einen Rückfall in einen neuen Kalten Krieg und in ein neues, nicht zu gewinnendes Wettrüsten bedeutet. Es wäre das Ende der Reformen gewesen. Diese waren aber so unabweislich, dass eine Weltmachtstellung ohne sie für Gorbatschow nicht denkbar war, schon allein aus finanziellen Gründen. Diese Variante wäre auf eine hoffnungslose Überdehnung der vorhandenen Kräfte hinausgelaufen.

Variante 2: Gorbatschow entschied sich, als er gegen seinen Willen und gegen seine Voraussicht vor die Wahl zwischen diesen beiden Alternativen gestellt wurde, zugunsten des Friedens, der Freiheit der europäischen Völker und zugunsten der Reformen. Ohne seine Entscheidung hätte es vielleicht in der DDR und anderswo ein weiteres Blutbad gegeben. Gorbatschows und Schewardnadses (Außenminister der Sowjetunion) Integrität und Größe liegen darin, sich so entschieden zu haben.

Weitere Gründe für das Scheitern der SU

Der tiefer liegende und eigentliche Grund für das Scheitern der SU war das unfähige, totalitäre, diktatorische bürokratische System, das die Menschen unterdrückte, ihnen eine dauerhafte Perspektive verwehrte und die Kluft zum Westen immer größer werden ließ.

Der zweite häufig genannte Grund ist das Wettrüsten, das die SU gegen das überlegene politische und wirtschaftliche System der USA und der westlichen Welt verlieren musste. Die aus der Supermachtstellung resultierenden militärischen Lasten waren enorm und banden Ressourcen, die der zivilen Wirtschaft und dem Konsum entzogen waren.

Gorbatschow zog sich aus Afghanistan zurück. Die dortigen von den USA unterstützten Islamisten interpretierten das als einen Sieg über eine westliche Supermacht, was ihnen ein enormes Selbstvertrauen und eine große Anziehungskraft in der arabischen Welt einbrachte. Zweifellos war der Krieg eine große Belastung für die stagnierende SU, manche sagen, es sei das Vietnam der Sowjets gewesen.

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Bilanz der Toten infolge kommunistischen Terrors

Im Schwarzbuch des Kommunismus (Seite 16) steht zu lesen:

"Dennoch können wir eine erste Bilanz ziehen, deren Zahlen zwar nur eine Annäherung und noch zu präzisieren sind, die aber, gestützt auf persönliche Schätzungen, die Größenordnung aufzeigen und klar machen, wie wichtig dieses Thema ist:

  • Sowjetunion: 20 Millionen Tote

  • China: 65 Millionen Tote

  • Vietnam: 1 Million Tote

  • Nordkorea: 2 Millionen Tote

  • Kambodscha: 2 Millionen Tote

  • Osteuropa: 1 Million Tote

  • Lateinamerika: 150.000 Tote

  • Afrika: 1,7 Millionen Tote

  • Kommunistische Internationale und nicht an der Macht befindliche kommunistische Parteien: etwa 10.000 Tote

Alles in allem kommt die Bilanz der Zahl von hundert Millionen Toten nahe."


Bilanz der Toten infolge nationalsozialistischen Terrors

 
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Buchtipps


Wolfgang Leonhard: Die Revolution entlässt ihre Kinder
Vor 50 Jahren erstmals erschienen: einer der großen Klassiker der politischen Literatur in Deutschland
Dieser bewegende und authentische Bericht liefert eine bedrückende Innenansicht des Stalinismus und wurde nach seinem Erscheinen vor 50 Jahren in kurzer Zeit ein großer Bucherfolg - alleine in Deutschland eine Million Mal verkauft sowie in zehn Sprachen übersetzt.
buecher.de



George Orwell: 1984
BIG BROTHER IS WATCHING YOU
George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nur schwer entziehen kann.
buecher.de



George Orwell: Farm der Tiere
Orwells Meisterwerk der politischen Satire mit dem geflügelten Resümee: Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere. Mit Zeichnungen von F. K. Waechter, Essays und Dokumenten.
Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grunstrukturder Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe. Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert.
buecher.de



Courtois u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Band 1: Unterdrückung, Verbrechen und Terror
Das "Schwarzbuch des Kommunismus" hat den Blick auf das 20. Jahrhundert tiefgreifend verändert. Von den Autoren minutiös recherchiert, zieht es die grausige Bilanz des Kommunismus, der prägenden Idee unserer Zeit. Mehr als 80 Millionen Tote, so rechnen die Autoren vor, hat die Vision der klassenlosen Gesellschaft gekostet - mehr als der Nationalsozialismus zu verantworten hat. Das Buch hat eine beispiellose Kontroverse ausgelöst, denn es beläßt es nicht bei einer Generalinventur des roten Terrors, es benennt auch Mitwisser und intellektuelle Mittäter im Westen.
buecher.de



Courtois u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Band 2: Das schwere Erbe der Ideologie
Der zweite Band des "Schwarzbuch des Kommunismus" behandelt Länder, zu denen bei Erscheinen des ersten Bandes noch keine Studien vorlagen, wie etwa Rumänien und Bulgarien oder die baltischen Staaten, die heute der EU angehören. Die Autoren analysieren das Phänomen kommunistischer Bewegungen im Westen, die stark waren, aber nicht zur Regierung gelangten, wie etwa in Italien oder Griechenland. Auch die Bewältigung der kommunistischen Vergangenheit im modernen Rußland wird ausführlich behandelt. In einer fulminanten Einleitung zeichnet der Herausgeber Stéphane Courtois die Debatte um die Verbrechen des Kommunismus nach. Die Frage, wie es dazu kommen konnte, daß die Idee von der klassenlosen Gesellschaft so schrecklich pervertiert wurde, so viel Terror, Gewalt und Leid über die Menschheit brachte, wird uns noch lange beschäftigen. 
buecher.de



Bogdan musial: Kampfplatz Deutschland - Stalins Kriegspläne gegen den Westen
Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion war kein Präventivkrieg, wie von Goebbels verbreitet und noch heute zu hören. Es war ein Aggressions-krieg par excellence. Doch wahr ist auch, dass die Sowjetführung unter Stalin seit den zwanziger Jahren, verschärft in den Dreißigern, ein gigantisches Aufrüstungsprogramm verfolgte, um einen Angriffskrieg gegen Westeuropa zu führen. Kaschiert wurde dies durch die Propaganda vom »friedliebenden« Vaterland der Werktätigen.
Was in jenen dramatischen Jahren hinter den Mauern des Kreml vor sich ging, ist immer noch weitgehend unerforscht. Bogdan Musial zählt zu den wenigen westlichen Historikern, die breiten Zugang zu den Moskauer Archiven haben. Als erster hat er systematisch die einschlägigen Protokolle und Sonderakten der sowjetischen Führung, vor allem des Politbüros und des streng geheimen Verteidigungskomitees, ausgewertet. 
buecher.de



Alexander Solschenizyn: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
Nikita Chruschtschow mahnte eindringlich auf dem 22. Parteitag der KPdSU: "Es ist unsere Pflicht, derartige Angelegenheiten, die mit dem Mißbrauch der Macht zusammenhängen, sorgfältig und allseitig zu klären. Solange wir arbeiten, können und müssen wir vieles klarstellen und der Partei und dem Volk die Wahrheit sagen..." Mit dieser Erklärung setzte er sich für ein literarisches Werk ein, das nach Erscheinen sofort Weltruhm erlangte: "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch". Es bringt keine sensationellen Enthüllungen, sondern die nüchterne, mikroskopisch genaue Untersuchung des Lagerlebens in Sibirien, so wie es von den Opfern der stalinistischen Periode erlebt wurde. 
buecher.de



Alexander Solschenizyn: Der Archipel GULAG
Schon als GULAG-Häftling beschloss Solschenizyn, vom System des Straflager-Archipels zu berichten, eine Chronik der Ereignisse zu verfassen und das Leben der Gefangenen und ihrer Bewacher zu schildern. Er wollte ein möglichst umfassendes Bild dieses düsteren Staates im Staat zeigen. Die erste westliche Übersetzung des Werkes erschien 1974 in deutscher Sprache. Der vorliegende Band ist die von Alexander Solschenizyn autorisierte gekürzte Fassung seines dreibändigen Gesamtwerks. 
buecher.de


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Verschiedenes


Mehrwerttheorie von Karl Marx - Warum wollen Kommunisten immer enteignen?
Interaktiv
Material Geschichtszentrum


Karl Marx, Friedrich Engels - Vom Kapitalismus zum Sozialismus
Interaktiv

Material Geschichtszentrum


Marxistisches Staatsverständnis
Begriffsliste des Geschichtszentrums


Transsibirische Eisenbahn
Multimedia von wissen.de


Stalin
ZDF. Mythos - Kriegsherr - Tyrann. Texte, Bilder, Videos, ...

zdf.de


Tod Lenins, Aufstieg und Politik Stalins
Multimedia von wissen.de

 
Planmäßige Hinrichtung der Zarenfamilie
Revolutionskomitee beendet Diktatur der Zaren 
zdf.de


Überfall auf die Sowjetunion ("Unternehmen Barbarossa")
LeMO: Lebendiges Museum online des DHM.
dhm.de

 
Zeitgeschichte - Vor 50 Jahren kehrte Helmut Kölle als einer der letzten Kriegsgefangenen aus der UdSSR zurück 

Erinnerung schmerzt noch heute 

Von Hans Jörg Conzelmann 
Reutlinger Generalanzeiger
gea.de


1953 Stalins Tod
Mit Rückblick auf Stalins Politik. Multimedia von wissen.de



Chruschtschow
DDR- Plakat, um 1960?

bildindex.de



Soviet Posters
Posters, Erläuterungen englisch. Links auch zu chinesischen und kubanischen Plakaten.
iisg.nl


Glasnost und Perestroika
Gorbatschow.
Multimedia von wissen.de

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Zwangskollektivierung der Landwirtschaft


Kolchose
de.encarta.msn.com

Zusatzinformation zum Artikel:
Aus dem "Ertrag muss der Kolchos alle Investitionen bezahlen, also z.B. Saatgetreide, Viehfutter, Dünger, Bauvorhaben und Reparaturen, Beiträge zum Sozialversicherungsfonds; bei Großkolchosen Schulen, Krankenhäuserr, Kindergärten, Wohnungen, die feststehenden Zahlungen an das leitende Personal. Bis 1958 kam dazu noch die sehr hohe Miete für landwirtschaftliche Maschinen- und Traktorenstationen (MTS). 1958 wurden die MTS aufgelöst und an die Kolchosmitglieder verteilt. [...] Bis 1956 durfte ein Kolchosbauer nicht ohne Erlaubnis von Kolchosvorstand und Lokalsowjet aus dem Kolchos wegziehen. In der Zeit zwischen 1976 und 1981 bekamen die Kolchosbauern Pässe. Ohne Pass konnten sie ihren Aufenthaltsort nicht ändern." (Schmid: Fragen an die Geschichte 4, Frankfurt/Main, S. 146)

Siehe Aufgaben 2 - 5 zur Kollektivierung der Landwirtschaft.


Sowchos
de.wikipedia.org

Siehe Aufgaben 6 - 7 zur Kollektivierung der Landwirtschaft.


Holodomor ("Hungerholocaust")
de.wikipedia.org

Vgl. hierzu auch den Abschnitt "Stalin hatte den Großen Hunger künstlich hervorgerufen" unter dem Link "
Kampfplatz Deutschland: Stalins Angriffspläne für den Westen"


Karte zur Hungersnot 1932 - 33 in der Ukraine
de.wikipedia.org

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GULAG

 
GULAG
de.wikipedia.org

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Alleinherrschaft Stalins


Der Kirow- Mord
de.wikipedia.org


Die "Säuberungen" in der Roten Armee
de.wikipedia.org


Der große Terror
planet-wissen.de


Die Moskauer Schauprozesse
br-online.de


Trotzkis Tod 
Mord in Stalins Auftrag

zdf.de


"Lang lebe der große Stalin!"
Plakat zum Führerkult
iisg.nl

 
Stalins Tod
Video
zdf.de

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Die Nomenklatura 
(Herrschende Klasse der SU)


Die Nomenklatura
Identität und Einfluss / Lebensstil
janzteam.com

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Zweiter Weltkrieg


23. August 1939 Hitler-Stalin-Pakt
Multimedia von wissen.de


Kampfplatz Deutschland: Stalins Angriffspläne für den Westen
Neue Forschungen belegen: Nicht nur Hitler plante einen Angriffskrieg auf die Sowjetunion, auch Stalin und seine Genossen rüsteten früh auf zum Kampf gegen den Westen. Bei den Plänen der Sowjetunion für einen ideologisch bedingten Vernichtungskrieg soll Deutschland eine Schlüsselrolle gespielt haben. 
welt.de


Katyn - Aufdeckung der sowjetischen Verbrechen
Wie eine Lüge entlarvt wird: Der deutsche Soldat Kurt Lawrenz war Augenzeuge bei der Aufdeckung der sowjetischen Verbrechen von Katyn 
schule-bw.de

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Chruschtschow


Chruschtschows Geheimrede auf dem XX. Parteitag 1956
planet-wissen.de

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Revolutionsbegriff / Totalitarismus


Revolution
de.wikipwdia.org


Revolution
Politiklexikon
bpb.de


Nationalsozialismus und Kommunismus: Zwei totalitäre Systeme im Bildvergleich
Mit Aufgabenstellungen
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