
Home

Zurück zum Geschichtszentrum
Epochen, Ereignisse

Epochen und Ereignisse
Bilder
Die
Reichskleinodien
Unterrichtseinheit
"Reichsinsignien und Reichsidee"

Mit Aufgabenblättern
schule-bw.de

Die Krönung Heinrichs II.
Herrschaftsinsignien
mittelalter.uni-tuebingen.de

Die Krönung Heinrichs II.
Herrschaftsinsignien
Bilderklärung
Herunterscrollen bis "Herrschaftsinsignien"
mittelalter.uni-tuebingen.de

Die Reichskrone
de.wikipedia.org

Das Reichskreuz
de.wikipedia.org

Die heilige Lanze
mit
eingearbeitetem
angeblichem Nagel vom
Kreuz Christi aus dem Kronschatz des Hl. Röm. Reiches
de.wikipedia.org

Reichsapfel
de.wikipedia.org

Reichsschwert
de.wikipedia.org

Krönungsmantel
aus dem Normannenschatz
viennatouristguide.at
Nach oben
Krönung
Kaiser Ottos III.

Krönung Kaiser Ottos III.
faculty.cua.edu
Nach oben
Impressum

Impressum
Das Geschichtszentrum ist für den
Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich.
Nach oben
|
Basiswissen:
Lehenswesen
Schema erklärt sich selbst durch Anklicken.
Aufgabenvorschläge

Bild Geschichtszentrum
----------
Lehenspyramide
Schema erklärt sich selbst durch Anklicken.
Aufgabenvorschläge

Bild Geschichtszentrum
----------
Im Römischen Reich
entlohnte der Kaiser Beamte mit Geld. Diese erbrachten dafür
Dienstleistungen. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches verfällt
die Geldwirtschaft (Gütertausch mit Geld). Damit war das
alte System der Entlohnung von Staatsbeamten mit Geld nicht mehr möglich.
Auch der spätantike Staat mit seinem Rechtswesen geht unter. Die früh- und zum Teil die hochmittelalterliche Wirtschaft kennt im Vergleich
zum Römischen Reich kaum Geld. Statt "Geldwirtschaft", die mit
entwickeltem Städtewesen einhergeht, herrscht "Naturalwirtschaft",
die mit selbstgenügsamen Höfen und Weilern verbunden ist. Der Übergang
zum Mittelalter ist im Vergleich zum Römischen Reich mit einem enormen
Kulturverlust verbunden.
Mittelalterliche Lehensherren, z.B. der König, verleihen Rechte, Felder, Wiesen, landwirtschaftliche Gebäude
samt dazugehörigen Menschen an ihre Gefolgsleute, die sogenannten
Lehensmannen oder Vasallen. Außerdem bieten sie Schutz, eine Leistung,
die in einem Zeitalter nicht zu unterschätzen ist, in der man sich sein
Recht mangels Gerichtshöfen und unabhängiger Justiz selbst
verschaffen muss.
Die Vasallen leisten im Gegenzug einen Treueid, Kriegsdienst und
unterschiedliche Verwaltungsaufgaben. Mit dem Treueid geht der Vasall die
Verpflichtung ein, nichts gegen die Interessen seines Lehensherrn zu
unternehmen. Er kniet dabei nieder und legt seine Hände in die des
Lehnsherrn. Es handelt sich um eine persönliche Beziehung zwischen
beiden. Beim Tod
des Lehensmanns (= Mannfall) fällt das Lehen an den Lehensherrn zurück
und kann dann neu vergeben werden. Wenn Lehen erblich sind, muss
das Lehen wieder vergeben werden, und zwar an den rechtlichen Nachfolger
des verstorbenen Lehensmanns. In Deutschland werden die Lehen erblich, in
Frankreich dagegen gelingt es dem König, ursprünglich erbliche Lehen
wieder in nicht erbliche umzuwandeln.
Hintergrund ist die Tatsache, dass So
muss man Dienstleistungen mit dem entlohnen, was man hat: eben mit Land,
Leuten, usw., siehe oben. Der für die antiken Staaten typische, mit Geld
entlohnte Beamte verschwindet zunächst.
Vasallen können vom
Lehensherrn verliehene Lehen weiterverleihen. So entsteht eine sogenannte
"Lehenspyramide".
| Aufgabenvorschläge
zum Lehenswesen

Arbeitsblatt Lehenswesen
- Lade das Arbeitsblatt
herunter, drucke es aus oder übertrage es in dein Heft.
Lehenswesen: Trage
in das obere Schema des Arbeitsblattes mit Hilfe des Textes ein,
was der Lehensherr, hier der König, verleiht und welche
Gegenleistungen die Vasallen erbringen.
- Notiere unter dem Schema,
weshalb Geld als Entlohnung im frühen und hohen Mittelalter
nicht mehr in Frage kommt.
- Notiere, weshalb der Schutz
durch einen Lehensherrn im Mittelalter so wichtig ist.
- Überlege und notiere: Welcher Nachteil ergibt
sich für den Lehensherrn, wenn Lehen erblich werden?
- Lehenspyramide:
Zeichne die Lehenspyramide in Dein Heft.
- In
welche Versuchung geraten Kronvasallen, die über eine riesige
Anzahl von Vasallen verfügen?
- Überlege und notiere: Welche Bedeutung besitzt
der Treuevorbehalt für den König, für die Kronvasallen und
für die Untervasallen?
- Überlege und notiere: Wovon hängt die Anzahl der
Vasallen ab, über die der König verfügen kann? Was wird der
König demzufolge versuchen, um möglichst viele Vasallen zu
haben?
|
Nach oben
|
b - Grundherrschaft
(Bäuerliche Leihe)
|

Grundherrschaft interaktiv

Material Geschichtszentrum
----------
Grundherren verleihen
wie oben Felder, Wiesen, landwirtschaftliche Gebäude
an Bauern. Diese leisten dafür Abgaben - z.B. Eier, Geflügel oder andere
Naturalabgaben zu bestimmten festgelegten Terminen; später auch Geld -
und Dienste - z.B. Erntehilfe, Botengänge, usw.. Die
Bauern können in diesem System persönlich entweder frei, hörig
(minderfrei) oder leibeigen sein. Im Falle der Leibeigenschaft sind die
Dienste (Fronen) und Abgaben normalerweise höher, der/die Leibeigene ist
an den Boden gebunden und muss z.B. bei Heirat um die Erlaubnis des
Herrn nachsuchen. Die Höhe von Diensten und Abgaben schwankt je nach
Zeit, Region und einzelner Abmachung.
Nach oben
|
c - Villikation - eine Organisationsform der
Grundherrschaft |
Großgrundbesitzer
organisieren im Frühmittelalter ihren Landbesitz oft so: Ein Teil des
Landes wird mit Knechten und Mägden in Eigenregie bewirtschaftet (Salland). Dabei helfen
Pachtbauern im Rahmen ihrer Dienstleistungen z.B. bei der Ernte mit.
Der
andere Teil des Landes wird an Pachtbauern vergeben (siehe oben
Grundherrschaft / bäuerliche Leihe). Ein Pachtbauernhof im Rahmen der
Villikation heißt "Hufe" (Die Hufe, Mehrzahl: Die Hufen). Der Grundherr profitiert über
Abgaben und Dienste, die Pachtbauern finden ebenfalls ihr Auskommen.
Dienste sind z.B. Erntehilfe, Botengänge, Holz schlagen, Tuch weben,
usw., je nach Vereinbarung. Ist
Grundbesitz auf diese Weise organisiert, spricht man von Villikation. Im
Hoch- und Spätmittelalter geht die Tendenz aber dahin, das gesamte
grundherrliche Land zu verleihen und Naturalabgaben in Geldabgaben
umzuwandeln.
| Aufgabenvorschlag
zur Villikation
Zeichne ein Schema der
Villikation.
|
Nach oben
|
d - Grundherr
- Leibherr - Gerichtsherr - Kirchenherr |
Insofern
ein Großgrundbesitzer Land zur Bewirtschaftung verleiht, ist er
Grundherr. Besitzt er darüber hinaus Leibeigene, ist er auch Leibherr.
Dazu kommt, dass er oft noch zu Gericht sitzt, also Gerichtsherr ist, und
in vielen Fällen auch noch eine oder mehrere Kirchen besitzt und betreibt
(Eigenkirchenrecht; heute abgeschafft). In diesem Falle ist er dann auch
noch Kirchenherr.
| Aufgabenvorschlag Grundherr
- Leibherr - Gerichtsherr - Kirchenherr
Zeichne ein entsprechendes Schema.
|
Nach oben

Mittelalterliches Ständebild
Anklicken für Vergrößerung


Bildnachweis
Aufgaben zum
mittelalterlichen Ständebild
- Beschreibe das
Bild. Welche Personengruppen sind erkennbar? Woran?
- Deute das Bild.
Beachte Hierarchien im Bild. Was bedeutet der Baum?
- Das Bild wurde im
Auftrag der Kirche hergestellt. Woran wird das deutlich?
|
--------
Basiswissentext Ständeordnung:
Die Ständeordnung wird als
Spiegelbild der himmlischen Ordnung gerechtfertigt. An der Spitze steht
im Himmel Gott, auf Erden der Monarch, der von Gottes Gnaden herrscht.
Gott im Himmel stellt man sich ebenfalls als Monarch auf dem Thron vor.
Die Übertragung von Vorstellungen aus dem Kaiserkult auf den Himmel
werden am
Mittelstreifen dieser Abbildung in der
Pilgerkirche Santa Maria Maggiore in Rom deutlich.
Den irdischen, übereinander geordneten Ständen entsprechen im Himmel
ebenfalls übereinander geordneten Gruppierungen von besonders
prominenten Heiligen, Heiligen und Seligen. Daneben gibt es - ebenfalls
in übereinander geordneten Abstufungen - verschiedene Engel, z.B.
Erzengel und Engel.
Heilige sind im römischen Sinne Patrone (von lat. pater = Vater) ihrer
Klienten. Ein Patron ist im römischen Recht der Antike ein Herr, der
seine Freigelassenen und Schutzbefohlenen (= seine Klientel) als
Schutzherr vor Gericht oder anderen Stellen, z.B. beim Kaiserhof,
vertritt. Diese halten ihm im Gegenzug die Treue und unterstützen ihn.
Man spricht von Klientelwesen. Siehe hierzu die
Abbildung einer Deësis.
Auf Erden existieren folgende drei
Stände:
Der 1. Stand - die Geistlichkeit bzw. der Klerus - ist
idealtypisch für das Beten da. In der frühmittelalterlichen Wirklichkeit
stellt die Kirche aber circa zwei Drittel des deutschen Heeres. Mitglied
des 1. Standes wird man durch die Priesterweihe. Deshalb kann man aus
dem zweiten und dritten Stand in den Klerus aufsteigen.
Der 2. Stand ist der Adel. Seine Aufgabe ist es (idealtypisch im
Sinne einer Arbeitsteilung) zu kämpfen. Mitglied des 2. Standes wird man
durch Geburt.
Der 3. Stand besteht aus den Bauern, Handwerkern und Händlern und
anderen. Mitglied des 3. Standes wird man ebenfalls durch Geburt.
Seine Aufgabe ist die alltägliche Arbeit.
----------
Mehr: Der himmlische Kaiserhof im Bild am
Beispiel der...

... Deësis- Ikone vom Katharinenkloster auf dem Sinai

Eine Deësis zeigt den thronenden Christus am Jüngsten Gericht. Ihm zur
Rechten steht Maria,
zu seiner Linken Johannes der
Täufer. Beide leisten
Fürbitte für die zu richtenden Seelen. Bei einer großen Deesis können
weitere Heilige hinzukommen. Es handelt sich um eine Projektion des
Kaiserhofs und des
Klientelwesens
auf den Himmel.
Anklicken für Vergrößerung

Bildnachweis
Aufgaben zur Deësis-
Ikone
- Woran erkannt man
Christus, Maria und Johannes den Täufer? Achte auf BIldaufbau,
Figurengröße, Kleidung und Attribute (=kennzeichnende
Beifügungen, z.B. Heiligenschein).
- Woran erkennt man, dass
Maria und Johannes der Täufer Fürbitte leisten?
- Inwiefern kann man sagen:
Es handelt sich um eine Projektion des Kaiserhofs und des
Klientelwesens auf
den Himmel?
|
Weitere Darstellung des
himmlischen Kaiserhofes:
Mosaik vom Triumphbogen
der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, 5. Jh.
Drei Könige aus dem Morgenland (Huldigung der Magier)
paradoxplace.com

Ersatzlink: Mosaik vom Triumphbogen
der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, 5. Jh.
arteefede.com

Mosaik vom Triumphbogen
der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom, 5. Jh.
Alle drei Streifen
Alle Größen
Fotos von HEN-Magonza
flickr.com
Nach oben
| f
- Der
christliche
Staat und die verschiedenen Formen der Theokratie
|

Der
christliche
Staat und die verschiedenen Formen der Theokratie
Bereichswechsel!
Siehe auch:
Reichskleinodien
Nach oben
|

Reichskrone
Wiener Hofburg, Schatzkammer
Anklicken für Vergrößerung
Bild Geschichtszentrum
Arbeitsmittel
Begriffe
nachschlagen

Begriffe

Politische
Begriffe nachschlagen
bpb.de
Artikel
finden

Das Ökumenische Heiligenlexikon
heiligenlexikon.de
Wörterbücher/
Fremdsprachenlexika

Wörterbuch.info
Wörter in vier Sprachen sowie Synonyme

Leo
- link everything online
Lexikon
Englisch -> Deutsch und umgekehrt.
Ein Online-Service der Informatik
der Technischen Universität München
5 Sprachen
dict.leo.org

Langenscheidt Fremdwörterbuch
Rechtschreibung

Pons
Das Sprachenportal
Deutsche Rechtschreibung
Geschichtsforen

Geschichtsforum.de
Die Community für Geschichtsfans

Geschichteboard.de
Das Forum für Geschichte. Kostenlose Hilfen für
Geschichte
|
Nach oben
Verwandte
Seiten

Orte mittelalterlichen Lebens: Kloster,
Pfalz, Burg, Dorf

Völkerwanderung und Germanenreiche

Franken
Nach oben
|