Italienischer Faschismus und Nationalsozialismus im Vergleich

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1945 kopfabwärts aufgehängt auf der
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Mezzegra waren sie zuvor erschossen worden.
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Balilla
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Faschistische Schwarzhemden paradieren vor Mussolini
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Faschistische Kunst 


EUR, Rom. 
Foto: Benedikt Hotze 1999
EUR ist die Abkürzung für Esposizione Universale di Roma. Diese Weltausstellung wurde für 1942 vorbereitet, kam aber wegen des Krieges nicht zustande. Das EUR- Stadtviertel besteht heute noch und ist ein Paradebeispiel für faschistische Architektur.
hotze.net


Palazzo della Civiltà del Lavoro 
Dieses "Colosseo quadrato" liegt am Quadrato della Concordia im EUR.
In den Bögen Kolossalfiguren.
aviewoncities.com


Museo della Civiltà Romana im EUR in Rom
Gehörte zur Planung für die Esposizione Universale di Roma 1942. 
Das Museum enthält die weltweit beste Ausstellung von Rekonstruktionen und Modellen zur römischen Kultur, darunter das berühmte Modell der Stadt Rom in der Spätantike. Das antike Rom war Bezugspunkt der faschistischen Propaganda.
museociviltaromana.it
Galleria fotografica 
Adresse:10 Piazza Giovanni Agnelli, Roma
Autobus: 30, 170, 671, 707, 714, 764, 765, 767, 791
Metropolitana: Linea B - fermata Eur Fermi

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Inhalt:

Arbeitsmittel

Basiswissen

1 - Vergleich der Ideologien

2 - Vergleich der Zeit vor der Machtergreifung (Formierungsphase)
3 - Vergleich der Machtergreifungen
4 - Vergleich des Ausbaus der beiden Diktaturen
5 - Vergleich der Kirchenpolitik
6 - Vergleich der Wirtschaftspolitik
7 - Vergleich der Außenpolitik bis 1939
8 - Vergleich des Antisemitismus
9 - Vergleich des Widerstands
10 - Vergleich Italien und Deutschland im Zweiten Weltkrieg

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Arbeitsmittel

Verwandte Seiten  
Literaturtipps

Basiswissen 


Benito Mussolini und Adolf Hitler



welt.de

Vgl. auch das entsprechende Video unten.

Italienischer Faschismus und Nationalsozialismus im Vergleich


Beim folgenden Text handelt es sich um ein Arbeitsergebnis der Kooperation zwischen KMG und Liceo Scientifico "E. Torricelli" im Schuljahr 2010/2011

1 - Vergleich der Ideologien


Die Ideologie des italienischen Faschismus hat einige Ähnlichkeiten mit dem deutschen Nationalsozialismus. Bei beiden wird der Staat in den Mittelpunkt gestellt, das Individuum entwertet. Außerdem wird in beiden Fällen der Sozialismus, Liberalismus und die parlamentarische Demokratie abgelehnt. Weitere Gemeinsamkeiten sind die Gewaltbereitschaft und -anwendung, die mit dem Militarismus beider Ideologien einherging, der auch zum hierarchischen Führerprinzip in Deutschland und Italien passte. Beide Völker hielten sich – dem damals vorherrschenden Sozialdarwinismus entsprechend – für Herrenvölker und begründeten damit ihren extremistischen Nationalismus.

Gegensätze weisen die beiden Ideologien in folgenden Punkten auf: Im italienischen Faschismus gab es anfangs keinen Rassismus, während im Nationalsozialismus der Antisemitismus und der Glaube an den sogenannten „Arier“ herrschten; erst später, in Zusammenhang mit dem Krieg gegen Äthiopien wurden durch einige Veröffentlichungen der Antisemitismus und Rassismus gesellschaftsfähiger, auch vor der Verabschiedung der Rassengesetze vom 17. November 1938.  Im Nationalsozialismus ist der Krieg eine Konsequenz aus der Ideologie (nur durch Krieg erreichen Arier eine ihnen zugedachte Vormachtstellung). Im Faschismus ist der Krieg ein Teil der Ideologie (Krieg, um bessere Menschen zu werden und im Einklang mit der Ideologie zu handeln) 

In beiden Systemen wurden die Jugendlichen stark beeinflusst, indem sie staatlich organisiert wurden, z.B. in der Hitlerjugend in Deutschland. In Italien war ab 1926 die Jugend nach Alter gestaffelt in die Parteiorganisation eingebunden: Opera Nazionale Balilla – vom 6. bis 18. Lebensjahr; 18 bis 22 Jahre: Fasci giovanili di combattimento; Studenten bildeten die GUF (Gruppi universitari Fascisti).

In ihrer Ablehnung gegen alles Parlamentarische versuchten Faschisten und Nationalsozialisten in ihrer Anfangszeit jeweils einen Putsch, der die italienischen Faschisten an die Macht brachte, während der Hitler-Putsch niedergeschlagen wurde und die Nazis zur Teilnahme an Wahlen zwang. Beide Ideologien hielten nichts vom Individualismus, wobei Mussolini den Staat vor das Individuum stellte, Hitler jedoch das Kollektiv, also die Volksgemeinschaft. Da Italien viel stärker unter dem Einfluss des Vatikans stand als Deutschland, waren die tatsächlichen Auswirkungen des Faschismus auf das geistige Leben Italiens viel oberflächlicher als die des Nationalsozialismus auf die Kirchen Deutschlands.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Naziideologie in sich und ihrer Begründung viel geschlossener war als die des italienischen Faschismus.

(Erstellt von Tandem 1)

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2 - Vergleich der Zeit vor der Machtergreifung (Formierungsphase)


In der Formierungsphase von Faschismus und Nationalsozialismus bestanden folgende Gemeinsamkeiten:

  • Mussolini und Hitler waren beide Soldaten im ersten Weltkrieg.

  • Die Formierung von Faschismus und Nationalsozialismus vollzog sich vor dem Hintergrund einer Wirtschaftskrise nach dem I. Weltkrieg und der damit verbundenen Inflation. Die Krise war mit Protesten aus der Bevölkerung wegen der Wirtschaftskrise verbunden, die in Italien wesentlich stärker waren als in Deutschland und dort zu einer revolutionären Situation in Norditalien führten.

  • Eine zentrale Gemeinsamkeit war die revolutionäre Situation nach dem Ersten Weltkrieg: Spartakusaufstand und Münchner Räterepublik in Deutschland, Streikwelle, Fabrikbesetzungen, Arbeitskammern und illegale Landaneignungen in Italien, erfolgreicher kommunistischer Umsturz in Russland, Räterepublik in Ungarn. Dadurch sah sich das Bürgertum in beiden Ländern massiv bedroht und unterstützte auch gewalttätige Gegenbewegungen.

  • Eine weitere zentrale Gemeinsamkeit bestand in der Unzufriedenheit, ja Erbitterung weiter Teile der Bevölkerung mit den Ergebnissen des Ersten Weltkriegs. Diese war in Deutschland als einem besiegten Land noch höher als in Italien, das eigentlich zu den Siegermächten gehörte.

  • Es gab ein Hochschaukeln rechts- und linksextremistischer Gruppen bzw. Parteien, wobei von beiden Seiten Gewalt angewendet wurde. Die deutschen Rechtsextremisten konzentrierten sich in Freikorps und arbeiteten eng mit der Reichswehr zusammen. Es kam wie in Italien zu Mordanschlägen von Rechtsextremisten auf demokratische Politiker. 
    Die Linksextremisten, v.a. in der KPD, die nach der Gründung der Kommunistischen Internationale (Komintern) 1919 zunehmend von Russland gesteuert wurde, unternahmen noch 1920 (Rote Ruhr-Armee) und 1923 (Hamburger Aufstand) revolutionäre Versuche, die Parlamentarische Demokratie zu stürzen. Die KPD stützte sich auf den Rotfrontkämpferbund, das rote Gegenstück zur braunen SA. 

  • Bürgerliche Parteien unternahmen nichts Ausreichendes gegen den Rechtsextremismus. In Italien zeigte sich der Staatsapparat schwach in der Verfolgung der Gewaltätern.

  • Dem Marsch auf Rom im Jahre 1922  entsprach der Hitlerputsch in München 1923. Allerdings scheiterte der Hitlerputsch, was zu Hitlers kurzer Haft und danach zu einer legalistischen Taktik der Nationalsozialisten führte. Mussolini dagegen hatte Erfolg.
    Was es mehr dazu zu sagen gibt, insbesondere die Unterstützung durch wesentliche gesellschaftliche (Armee, Bürokratie, Monarchie, katholische Kirche) und politische Kräfte (bis hin zur liberalen Mitte) sowie deren Unterschätzung des Faschismus/ Nationalsozialismus gehört zum Thema Machtergreifungen.

  • Paramilitärische Organisationen beider Parteien unterstützten die politische Aktion durch demonstrative Gewaltanwendung: Squadrismus z. B. in Italien und SA und SS in Deutschland

Es bestanden folgende Unterschiede:

  • Italien war bis 1946 Monarchie, Deutschland war seit Ende 1918 Republik.

  • Mussolini war bereits vor dem I. Weltkrieg in der Politik aktiv, und zwar als sozialistischer Politiker. Er leitete das wichtigste sozialistische Parteiorgan.

  • Mussolini dachte vor dem I. WK wie seine sozialistischen Genossen antimilitaristisch.

  • Hitler dagegen lehnte den Sozialismus schon in seiner Wiener Zeit ab. Pazifismus war ihm zuwider.

  • 1914 wurde Mussolini doch ein Befürworter des Krieges bzw. des Kriegseintritts Italiens. Das führte zu seinem Ausschluss aus der Sozialistischen Partei.

  • Italien war ein Gewinner des I.WK, aber dennoch mit den territorialen Zugewinnen unzufrieden.

  • Mussolini ergriff bereits im Oktober 1922 die Macht, Hitler erst im Januar 1933.

  • Die Machtergreifung in beiden Ländern verlief anders: während Mussolini nur durch den Marsch auf Rom die Macht vom König bekam – im Wesentlichen war ein Staatsstreich – hatte Hitler durch verschiedenen Wahlgänge es geschafft, stärkste Partei im Parlament zu werden.

  • Der Antisemitismus und die Rassenlehre war entscheidend für die hitlersche Ideologie, für Mussolini die Ideologie des starken Staates, der, korporativistisch aufgebaut, die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeiterklasse hätte überwinden sollen.

(Erstellt von Tandem 2)

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3 - Vergleich der Machtergreifungen



1922 - Mussolinis Marsch auf Rom
Mussolini und Hitler vom Anfang bis zum Untergang im Zweiten Weltkrieg
Brauchbar trotz einiger falscher Aussagen zur Außenpolitik.
8:20 min



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Ausgangssituation

In Italien war der Faschismus eine Reaktion auf den Ersten Weltkrieg und der darauf folgenden wirtschaftlichen Krisen. Obwohl Italien auf der Siegerseite stand, wurde der Sieg als „verstümmelter Sieg“ empfunden, da viele Erwartungen nicht erfüllt wurden. Außerdem wurden die sozialen Unruhen der Nachkriegszeit, Streiks, Fabrikbesetzungen und Landbesetzung durch streikende Bauern als Ankündigung eines gesellschaftlichen Umsturzes verstanden und als echte Bedrohung der sozialen Ordnung interpretiert.

In Deutschland entstand der Nationalsozialismus ebenfalls als Reaktion auf den verlorenen Krieg, den Versailler Vertrag, und die späteren Krisen. Eine Durchsetzung fand aber erst 1933 wegen der Wirtschaftskrise statt. Hier herrschte zumindest 1932 keine bedeutende Bedrohung von links. Die Angst vor dem Bolschewismus war weit übertrieben.

Unterstützer: 

In Italien fand der Faschismus Unterstützung vor allem bei den Besitzenden, der Mittelschicht und schon sehr früh seitens der Polizei und des Militärs.

In Deutschland wurden die Nationalsozialisten ebenfalls durch Besitzende, v.a. im Mittelstand, unterstützt. Der typische NS- Wähler war protestantisch und mittelständisch. 

Methoden: 

In Italien fanden Gewalttaten der „fasci di combattimento“ gegen links statt.

In Deutschland fand ebenfalls Gewalt gegen links statt. Diese wurden von völkischen Extremisten (Freikorps) und der Reichswehr ausgeführt.

Machtergreifung: 

In Italien scheiterte eine Koalition gegen den Faschismus, bis dann im Oktober 1922 die Faschisten mit einem Marsch auf Rom drohten, sollten sie nicht die Regierung übertragen bekommen. Am 27. Oktober 1922 verweigerte der italienische König die Unterzeichnung der Erklärung des Notstandes, der die Faschisten von der Macht abhalten sollte. Er tat dies zum einen aus persönlichem Interesse, da sein Vetter persönlich die Führung eines faschistischen Staatsstreiches übernehmen wollte. Außerdem rieten ihm seine Ratgeber, hohe Militärs und Nationalistenführer, von der Unterzeichnung ab.  Ministerpräsident Facta zeigte wenig Energie, den König von der Notwendigkeit, das Dekret mit der Erklärung des Notstands zu unterschreiben. Außerdem  blieben Illusionen, man könne Mussolini überreden, in ein Kabinett unter Führung eines Nichtfaschisten einzutreten.

Am Folgetag bat der König den Rechtsliberalen Salandra, ein Kabinett zu bilden. Mussolini verweigert einen Eintritt in die Regierung, er will selbst die Regierung bilden. Deshalb bittet er am 29. Oktober  Mussolini um die Regierungsbildung, obwohl der König kein Freund der Faschisten war. Es wurde mit liberalen Kräften eine Koalition unter Mussolini gebildet. Man glaubte Mussolini kontrollieren zu können und unterschätze ihn dadurch. Im Parlament verfügten die Faschisten über 35 Sitze von 535.

Auch in Deutschland drohten die Nationalsozialisten, die Regierungsgewalt mit einem Marsch auf Berlin zu erreichen, der Hitlerputsch in München 1923 scheiterte aber, was im Unterschied zu Italien zu einem Strategiewechsel führte. Man nahm nun an Reichstagswahlen teil, die Machtergreifung verschob sich um 10 Jahre. 

In Deutschland schadete die Weltwirtschaftskrise den Regierungen erheblich. Es gab keine regierungsfähige Mehrheit mehr, weshalb Präsidialkabinette gebildet wurden, die ohne Parlamentsmehrheit regierten und vom Reichspräsidenten abhängig waren. Die politische Situation verschlechterte sich immer mehr, die Radikalen erhielten immer mehr Stimmen. Vor diesem Hintergrund sprachen sich 1932 Industrie und Armee für die Nationalsozialisten aus. Auch eine Intrige des ehemaligen Reichskanzlers Franz von Papen führte dazu, dass Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannte. Auch in Deutschland hatten die Nationalsozialisten Koalitionspartner, v.a. die DNVP. Auch hier glaubte man, Hitler gezähmt zu haben. Damit unterschätzte man ihn gewaltig.

Die neue Regierung: 

Italien: Mussolinis erstes Kabinett bestand aus Faschisten, Nationalisten, Liberalen sowie Volksparteilern. Sie wurden unterstützt durch Giolitti und den Industrieverband confinindustria. 

Deutschland: Die erste Regierung Hitler war eine Minderheitenregierung aus NSDAP und DNVP (Deutschnationale Volkspartei), Stahlhelm und einem Vertreter der Reichswehr.

(Erstellt von Tandem 3)

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4 - Vergleich des Ausbaus der beiden Diktaturen


Ähnliche Maßnahmen zum Ausbau der Diktatur. Vernichtung des Pluralismus:

Deutschland: Hitler wird zunächst von Reichspräsident Hindenburg als Reichskanzler eines Minderheitenkabinetts eingesetzt und in einer undemokratischen Wahl im Zeichen des Reichstagsbrands gewählt. Am 23. März 1933 bringt er das die eigentliche Diktatur begründende Ermächtigungsgesetz mit terroristischen Mitteln und falschen Versprechungen durch den Reichstag. Die kommunistischen Abgeordneten waren bereits verhaftet. Danach erlässt er Verbote und Einschränkungen, wie Parteien- und Gewerkschaftsverbote, Entlassung von unerwünschten jüdischen Beamten, usw. Es werden Gewerkschaften und Streiks verboten, die Tarifautonomie abgeschafft, Firmen verstaatlicht und das Führer- und Gefolgschaftsprinzip von der Staatsebene auf die Firmen übertragen. Die Verbrennung unliebsamer Bücher, Kontrolle der Lehrpläne, der Medien und Theater begründen die nationalsozialistische Zensur. Durch die Abschaffung der Länder entsteht ein Zentralstaat. Das Volk wird in einer Vielzahl von NS- Organisationen erfasst und uniformiert. Die reichswehr wurde auf Hitler vereidigt.

Diese Zensur fand ebenfalls in Italien statt. Dort kommt es 1925 zu einer riesigen Verhaftungswelle: Alle Parteien werden verboten, die kommunistischen Mitglieder werden verfolgt und verhaftet, 124 Parlamentsabgeordnete werden ihres Amtes enthoben. Die Entlassung der Minister der Volkspartei erfolgt im April 1923. Mit dem Acerbo- Gesetz 1925, einem neuen Wahlgesetz, sicherte Mussolini sich eine Mehrheit im Parlament. Die Parteien wurden verboten, Bildung und Kultur gleichgeschaltet und die Gewerkschaften entmachtet. 1926 wurde die Opera Nazionale Balilla, die faschistische Jugendorganisation, für die Älteren die Avanguardisti, eingerichtet. Die Justiz wurde am 25. November 1926 durch ein "Sondergericht zum Schutze des Staates" (Tribunale speciale per la difesa dello Stato) gleichgeschalten. 1928 wurde ein restriktiveres Wahlsystem mit einer einzigen Liste eingeführt und durch den faschistischen Großen Rat verabschiedet. Bei den Wahlen im März 1929 gab es nur die faschistische Liste. Diese gewann überwältigende Zustimmung. Am 11. Februar 1929 schlossen der Vatikan und Mussolini die Lateran- Verträge. Dies bedeutete die endgültige Sicherung der Diktatur.

Tempo der Errichtung der Diktatur in Deutschland schnell, in Italien langsam

Es gab eine schnelle Ausschaltung der Opposition in Deutschland und schnelle Maßnahmen zur Zentralisierung der Macht. Die Maßnahmen waren schon 1934 mit dem Tod Hindenburgs abgeschlossen. Die Macht wurde zwischen verschiedenen Parteiorganisationen ausbalanciert. So wurde die SA entmachtet, es folgte der Aufstieg der SS. In Italien dauert der Ausbau der Macht von 1922 bis 1929.

Phase der Bedrängnis für Mussolini – keine Gefahr für Hitler

Mussolini wurde nur durch die Aventin-Sezession gefährdet, als Oppositionspolitiker das Parlament verließen. König und Vatikan hielten zu Mussolini, so dass er die Krise überwinden konnte. Hitlers Macht war nach 1933 bis auf den 20. Juli 1944 nie ernsthaft gefährdet.

Gewalt und Terror

Sowohl Hitler wie auch Mussolini versuchten ihren Willen mit Terror und Gewalt im Staat durchzusetzen. Hitler hat dafür die SA (Sturmabteilung) und die SS (Schutzstaffel) sowie ein System von Konzentrationslagern und die Gestapo (Geheime Staatspolizei). Hinter Mussolini stehen die Geheimpolizei OVRA und die Schwarzhemden. Es kommt zur Ermordung und Misshandlung von Oppositionspolitikern und dabei auch zum Mord am Abgeordneten Matteotti am 10. Juni 1924 und ebenso zum Mord an Amendola. Viele wurden in die  Verbannung auf Zeit (= Confino) geschickt.

(Erstellt von Tandem 4)

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5 - Vergleich der Kirchenpolitik


Unterschiede:

In Deutschland war die katholische Kirche nicht so dominierend wie in Italien. Hitler hatte gleich mit verschiedenen christlichen Kirchen zu kämpfen, der katholischen wie den protestantischen.

In Italien war die Situation anders. Rund 50 Jahre vor der Machtergreifung Mussolinis, im Jahr 1870,  wurde Rom durch die italienische Unabhängigkeitsbewegung besetzt und der zuvor herrschende Kirchenstaat aufgelöst. Deshalb war das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem neuen italienischen Nationalstaat von Konflikten geprägt.

Parallelen:

Beide Staatsführer, Hitler und Mussolini, hatten dasselbe Ziel: Die Eindämmung des gesellschaftlichen Einflusses der katholischen Kirche. Mussolini war sogar ein Atheist und versuchte durch Zeitungspropaganda, die Kirche anzugreifen. Hitler blieb katholisch. Die Faschisten gefährdeten dramatisch das Kirchengut.

Doch als sowohl Hitler als auch Mussolini an Macht gewannen, sahen sie ein, dass eine vollständige Machtübernahme ohne den Zuspruch der katholischen Kirche, in Italien noch viel mehr verbreitet als in Deutschland, nicht möglich war. Sie versuchten, eine ernsthafte Konfrontation zu vermeiden und keinen Kulturkampf zu erzeugen, zumindest nicht, bevor sie ihre Ziele erreicht hatten.

Anfangs noch Kritik übend, ließen die Nationalsozialisten in Deutschland diese nach dem Abschluss des Reichskonkordats 1933 weitgehend verstummen. Hitler machte der Kirche einige Zugeständnisse. Das Deutsche Reich garantierte der Bevölkerung Glaubensfreiheit, erlaubte ausdrücklich die Ausübung der katholischen Religion und übergab den Religionsunterricht den Kirchen. Im Gegenzug wurden die Bischöfe verpflichtet, einen Treueid auf das Deutsche Reich zu schwören und sie durften nicht an der Politik teilnehmen. Dies bedeutete einen Prestigegewinn für Hitler, da er offiziell der Kirche entgegenkam und sein Ziel, nämlich dem Misstrauen der Kirche gegen den Nationalsozialismus entgegenzuwirken, in Teilen erreichte. Außenpolitisch wurde er nun salonfähig.

Gegen die anschließenden Vertragsbrüche seitens Hitlers und der Regierung sprach sich nie ein offizielles Kirchenmitglied in aller Härte öffentlich aus. Genauso wenig ernsthaften Widerspruch erfuhr der vorherrschende Antisemitismus im Dritten Reich, der einzige Versuch des Papstes war die Enzyklika „Mit brennender Sorge“. Erfolgreich ging die Kirche dagegen gegen die Euthanasie vor.

Den Feldzug Hitlers gegen die atheistische Sowjetunion 1941 unterstützte die katholische Kirche.

Die oppositionelle evangelische "Bekennende Kirche" in Deutschland wurde von den Nationalsozialisten ausgerottet.

In Italien war die Kirche anfangs Mussolini nicht rein negativ gesinnt. Letzerer kam der Kirche durch den Erlass der Vermögenssteuer und die Erlaubnis, in den Schulen Kruzifixe aufhängen zu dürfen, entgegen.

Eine Lösung der über 60 Jahre anhaltenden ungeklärten Meinungsverschiedenheiten zum Beispiel über die Stellung des Papstes und die Ausdehnung des Kirchentaates blieb bis zum Abschluss der Lateranverträge 1929 aus. Mussolini jedoch schuf mit diesen Verträgen den Vatikanstaat und schuf somit eine Versöhnung zwischen Kirche und Staat.

Doch das Verhältnis der Kirchen zum italienischen Staat war von Höhen und Tiefen geprägt. Auch die Lateranverträge beinhalteten ein ähnliches Konkordat wie das zwischen dem Deutschen Reich und der Kirche.

Ähnlich wie beim Antisemitismus in Deutschland wehrte sich die Kirche auch nicht, als in Italien Verfolgungen stattfanden und sich organisierte Schlägertruppen bildeten. Wiederum fehlt ein Einschreiten des Papstes.

So hatten zwar beide Staatsführer mit der katholischen Kirche keine Anhänger gefunden, einer ernsthaften Konfrontation mussten sie allerdings nie begegnen. Im Gegenteil, die Kirche beugte sich sowohl dem Nationalsozialismus als auch dem Faschismus.

(Erstellt von Tandem 5)

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6 - Vergleich der Wirtschaftspolitik


Gemeinsamkeiten

Beide Länder, Deutschland wie auch Italien, hatten starke wirtschaftliche Schwierigkeiten in der Nachkriegszeit, doch beide erfuhren dann einen Aufschwung in den 1920er Jahren. Später dann, in der Weltwirschaftskrise, waren der Produktionsrückgang und andere Symptome nahezu identisch. Auch gab es in beiden Ländern einen Aufschwung in der Sozialpolitik, z.B. die Arbeitlosenversicherung. In beiden Ländern gab es häufig Staatsaufträge für die Rüstungsindustrie, was in Deutschland in den 1930er Jahren zu einer hohen verdeckten Verschuldung und zu einer verdeckten Inflation führte. Die Autarkiepolitik wurde massiv in Deutschland wie auch in Italien betrieben, was zu einer Internationialen Ausgrenzung führte. In beiden Ländern gab es ein korporatistisches System, mit dem die Machthaber im Namen der übergeordneten Nation und eines vorgegebenen Gemeinwohls den Klassenkampf verhindern. Auch gab es ein Verbot der selbstständigen Gewerkschaften und sozialistischen Parteien. Die Löhne wurden unter dominierender Einbeziehung des Staates und der Unternehmen festgelegt. Das italienische  Syndikatsystem entspricht in etwa der DAF. 

Doch gab es auch charakteristische Unterschiede

Eine Auflösung des Parlaments durch eine Camera dei Fasci e delle Corporazioni fand nicht statt, der Korporativismus setzte sich nicht als Staatsmodell durch. Allerdings wurde der Reichstag als bestbezahlter Männergesangsverein der Welt (Er sang die Hymne) verspottet. In Deutschland gab es nach wie vor die Möglichkeit einer Volksbefragung. Diese Möglichkeit bestand im faschistischen Italien nicht.

Der Dirigismus in Deutschland dient ganz stark der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung. Nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmer werden stark in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt. Es kam zu Zwangskartellierung der Industrie in großem Stil und zu einer überbordenden Bürokratie. NS- und SS-Unternehmen gedeihen.

In Italien wurde das Bevölkerungswachstum als Ressource und Arbeitskraft für den Staat gefördert. Die italienische, auf den Krieg gerichtete Politik näherte Italien an Deutschland an, von dem es wegen der Versorgung durch Rohstoffe abhängig wurde.

(Erstellt von Tandem 6)

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7 - Vergleich der Außenpolitik bis 1939


Verhältnis zu den Westmächten und dem Versailler Vertrag

Zwar war Italien mit den Erwerbungen nach dem Ersten Weltkrieg unzufrieden, doch stand es bis zum Äthiopien-Abenteuer 1935 auf der Seite der Westmächte, nicht nur um Großmachtstatus zu erlangen, sondern auch um einen Anschluss Österreichs an Deutschland zu verhindern.

Deutschland dagegen erstrebte von Anfang an, auch schon in der Weimarer Republik, eine Revision des Versailler Vertrags.

Nach der Klärung des Konflikts von Korfu 1923 entwickelte sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen Italien und England. Dem gegenüber stand Deutschland, das anfangs aufgrund des Versailler Vertrags eine sehr distanzierte Beziehung zu England, Frankreich und Italien hatte. So waren es die Italiener, die 1934 den von Hitler unterstützten nationalsozialistischen Staatsstreich in Österreich durch einen militärischen Aufmarsch an der Grenze verhinderten.

Italien versuchte durch die Annäherung an die Westmächte, unabhängig von Deutschland, den Status einer Großmacht zu erlangen. Die Anerkennung als Großmacht sah es mit der Unterzeichnung des Viermächtepakts erreicht. 1935 folgte die französisch-italienische Verständigung, welche ein militärisches Bündnis gegen Deutschland bedeutete. Die Zusammenarbeit mit den Westmächten wurde durch die Konferenz von Stresa verstärkt, was Hitler aber aufgrund der Appeasement-Politik und dem anschließend unterzeichneten deutsch-englischen Flottenabkommen (1935) nicht beeindruckte.

Annäherung zwischen Italien und Deutschland

Im Zuge der Ausdehnungspolitik in Afrika verletzte Italien im Krieg gegen Äthiopien Völkerbundsgrundsätze, was zur Isolierung von den Westmächten führte.

Daher wandte Mussolini sich an Hitler, was ab diesem Zeitpunkt ein politisch-ideologisches Bündnis Italiens mit Deutschland, auch als Achse Berlin- Rom bekannt, bedeutete. In der Folgezeit unterstützte Mussolini Hitler bei all seinen außenpolitischen Aktionen mehr oder weniger. Seite an Seite unterstützte man Franco im Spanischen Bürgerkrieg.

Ungleiche Partner

Im Laufe der 1930er Jahre überrundete Deutschland Italien wirtschaftlich und militärisch. Die außenpolitischen Erfolge Deutschlands sind enorm: faktische Liquidierung des Versailler Vertrags; Anschluss Österreichs 1938; Sudetengebiet an Deutschland unter Mitwirkung der Westmächte 1938; die Erfolge von 1939. Deutschland dominiert das außenpolitische Geschehen.

Mussolini dagegen musste versuchen, dagegen zu halten, ohne wirklich die Mittel dafür zu besitzen. Der Kriegseintritt Italiens 1939 unterbleibt wegen mangelhafter italienischer Vorbereitung, obwohl durch die Unterzeichnung des Stahlpaktes der Kriegseintritt Italiens vorgesehen war.

(Erstellt von Tandem 7)

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8 - Vergleich des Antisemitismus


Rassismus in Italien und Deutschland:

Mussolinis Idee der „Rasse“ besagte anfangs, die Italienische Kultur und „Seele“ zu bewahren. Es ging also im Kern um historisch- kulturell begründeten, übersteigerten Nationalismus.

Hitler dagegen besaß von Anfang an einen pathologischen, vor allem biologischen Hass auf die „jüdische Rasse“. Es handelte sich also um die biologische Lehre des Rassismus.

Antisemitische Gemeinsamkeiten:

In Deutschland und Italien bestand eine mit Nationalismus, Sozialdarwinismus, Rassismus begründete Judenfeindlichkeit, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlicher Intensität.

Unterschiede:

Italien: Bis der italienische Faschismus unter deutschen Einfluss geriet, fehlte jeder militante Antisemitismus. Das Für oder Gegen das Judentum spielte in den 20er Jahren keine Rolle: Es gab renommierte Faschisten, die Juden waren. 750 Juden waren Mitgliedern nationalistischer Bewegungen in Italien. Später werden deutsch-jüdische Flüchtlinge in Italien aufgenommen.

1935 wird auch in Italien eine Rassendiskussion eingeführt, im Züge des sich anbahnenden Kolonialkriegs gegen Abessinien. Dies wird dann offiziell durch Schriften (La difesa della Razza 1938) vertieft. Auch behauptete Mussolini, die Sanktionspolitik des Völkerbundes sei jüdischen Ursprungs. Diese Politik zielte aber nicht auf Vernichtung der europäischen Juden, sondern auf ihre Entrechtung, Enteignung und Vertreibung. Aber ohne den rassistisch motivierten Vernichtungskrieg in Abessinien hätte sich der Antsmitismus in Italien kaum radikalisiert.

1938 verabschiedete Italien die Rassengesetzgebung und Judenverfolgung. Auch der Physiker Enrico Fermi musste das Land verlassen.

Während des Krieges bis zum Sturz Mussolinis 1943 steigerten sich die antisemitischen Maßnahmen: Juden wurden "in die Emigration gezwungen, aus der faschistischen Partei ausgestoßen, aus dem öffentlichen Dienst entlassen, von allen Bildungseinrichtungen abgeschnitten, an der Ausübung freier Berufe gehindert, in großem Stil enteignet und in die Verarmung getrieben.

Nach dem Sturz Mussolinis, 1943, bzw. nach dem 8 September, begann  die Jagd auf die Juden im nun von den Deutschen besetzten Italien. Dort wurden Übergangslager eingerichtet : Fossoli und Bozen. Die Behörden der Repubblica Sociale Italiana (RSI, Republik von Salò) mit dem Mussolinis Regime neu eingerichtet worden war, waren Helfer beim Aufspüren untergetauchter und geflohener Juden. In dieser Phase wurden etwa 8.000 der italienischen 45.000 Juden deportiert oder ermordet.

(Erstellt von Tandem 8)

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9 - Vergleich des Widerstands


Italien: Der italienische Widerstand bestand zu einem wichtigen Teil aus dem Widerstand der Kommunistischen Partei, auch nach dem Parteiverbot im Untergrund gegen den Faschismus kämpfte. Hauptvertreter war Antonio Gramsci. Es sollte dem agrarisch-industriellen Block im Norden Italiens ein Block der Arbeiter und Bauern im Süden entgegengesetzt werden und dadurch die Befreiung vom Faschismus voran getrieben werden. Im Exil lebenden Widerstantskämpfer bildete neue Organisationen oder Bündnisse: 1934 kam es zu einer Aktionseinheit zwischen Kommunistischer Partei und Sozialisten, wirksam auch im Spanischen Bürgerkrieg. 1927 wurde die Concentrazione antifascista in Paris gegründet, so wie die Gruppe „Giustizia e Libertà“ durch Carlo Rosselli.

Attentate gegen Mussolini gab es zwar, aber sie spielten im ganzen Bild des Widerstandes keine große Rolle.

In der Zeit der deutschen Besatzung, ab dem 8. September, waren die Partisanen die militärischen Antwort gegen den Faschismus und das faschistische Regime der Repubblica Sociale Italiana; die Organisation des „Comitato di liberazione nazionale“ vereinigte politisch verschiedene Gruppierungen: Katholiken, Kommunisten, Liberale, Sozialisten, Monarchisten, „Azionisti“.

Ganz anders in Deutschland. Die KPD und die SPD widersetzten sich zwar, jedoch wurde ihr Widerstand schnell durch Verhaftungen zerschlagen.

Die Kirche war auch nicht sonderlich erfolgreich. Ihr wichtigster Erfolg war der Protest gegen das Euthanasieprogramm.

Einzelaktionen gegen Hitler, wie beispielsweise das Attentat im Münchener Bürgerbräukeller, aber auch die „Weiße Rose“ waren zwar nicht erfolgreich, aber dennoch vorhanden.

Dafür spielte in Deutschland der Widerstand der Wehrmacht eine sehr große Rolle. Ihr Attentat vom 20.Juli 1944 war zwar nicht erfolgreich, gilt aber dennoch als das wichtigste Attentat auf Hitler.

(Erstellt von Tandem 9)

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10 - Vergleich Italien und Deutschland im Zweiten Weltkrieg



Afrikakorps, Besetzung Italiens, Monte Cassino, Alliierte Konferenz in Teheran
1:32 min



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Beginn der Schlacht um Monte Cassino
1:11 min




faz.net

Der italienische Faschismus ist eine rechtsextremistische politische Bewegung, die unter der Führung Benito Mussolinis die Macht für etwa zwanzig Jahre in Italien behielt.

Unter seiner Führung trat Italien am 10. Juni 1940 in den Krieg ein, weil das Ende des Krieges bereits nahe schien. Da Mussolini sich das Ziel setzte, einen eigenen Eroberungskrieg zu führen, griff er Frankreich von den Westalpen aus an und unterstützte damit Hitlers Truppen.

Auf dem Balkan besetzte Mussolini Albanien und erfuhr bei der Besetzung von Griechenland unerwartet Widerstand, sodass seine Truppen gezwungen waren, sich nach Albanien zurückzuziehen. Er erhielt aber Beistand durch die Truppen Adolf Hitlers. 

Während des Zweiten Weltkrieges erhielt Italien den größten Teil Dalmatiens, jedoch mussten sie diesen 1945 wieder an Jugoslawien abtreten, ebenso Istrien. 

Das nächste Angriffsziel der italienischen Truppen war Ägypten. Weil ein Großteil europäischer Gebiete von Hitler besetzt waren, war es den Briten umso wichtiger, dass Sie die italienischen Truppen in Nordafrika besiegten. Dies gelang ihnen zu einem großen Teil, bis Adolf Hitler 1941 in das Kriegsgeschehen eingriff und die Italiener unterstützte. Doch auch das deutsche Afrikakorps unter Erwin Rommel erlag der Übermacht.

Mit der Landung der Alliierten auf Sizilien 1943 endete der Faschismus in Italien, wobei Mussolini am 25. Juli 1943 vom faschistischen Großrat abgesetzt und anschließend verhaftet wurde und Italien am 3. September 1943 den Waffenstillstand unterzeichnete. 

Unter der Regierung Badoglio besetzte Deutschland im Gegenzug Italien, deutsche Fallschirmspringer befreiten Mussolini aus der Haft in den Abruzzen. Auf Forderung der deutschen Regierung wurde unter Mussolinis Führung in Norditalien die faschistische Repubblica Sociale Italiana, nach ihrem Regierungssitz auch Republik von Salò genannt, als Gegenregierung installiert. Mussolini wurde in Dongo am Comer See am 27. April 1945 von kommunistischen Partisanen erkannt, gefangen genommen und zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci und dem Großteil ihrer 15 Begleiter am 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra bei Dongo erschossen. Die Leichen von Mussolini, seiner Geliebten und der übrigen Exekutierten wurden danach geschändet und Mussolini und seine Geliebte Petacci auf dem Piazzale Loreto in Mailand, wo zuvor Partisanen hingerichtet wurden, an den Beinen aufgehängt und öffentlich zur Schau gestellt.

Hitler dagegen beging nach der völligen Niederlage Deutschlands in der Reichskanzlei in Berlin Selbstmord.

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