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"Die Moderne hat zwei Aspekte
beziehungsweise Dimensionen, eine kulturelle und eine instituionelle.
Jürgen Habermas hat die kulturelle Dimension der Moderne unter dem
Terminus (Begriff, Cu) des Subjektivitätsprinzips zusammengefasst, der
sich mit zwei Inhalten füllen lässt: Der Mensch ist erstens ein
Individuum, also ein Subjekt, welches sich von religiösen und ethnischen
Kollektiven getrennt hat. Und zweitens ist er als Subjekt ein erkennendes
Wesen, das heißt, er geht bei seiner Suche nach Wissen von dem Primat der
Vernunft, nicht von Traditionen oder von der religiösen Offenbarung aus.
Die zweite, institutionelle Dimension der Modern erwächst aus der ersten,
der kulturellen. Das Subjektivitätsprinzip ermöglicht dem Menschen,
moderne Wissenschaft und Technologie zu entfalten und die dazugehörigen
Institutionen zu bilden. Die kulturelle und institutionelle Moderne ist in
Europa parallel zur Genesis (Entstehung, Cu) des Westens als Zivilisation
im Zeitraum von 1500 bis 1800 entstanden; auf dieser Basis hat die
"militärische Revolution" - di Erlangung der Instrumente der
Weltbeherrschung - stattgefunden."
(Bassam Tibi, S. 46)
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Was ist Moderne?
lwl.org

Bassam Tibi: Die
fundamentalistische Herausforderung.
Der Islam und die Weltpolitik
München, 3. Auflage 2002
buecher.de |
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