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Normannische Eroberungen nach 1059
Süditalien und Sizilien
Bis 1091 stehen ganz Süditalien mit
Capua, Apulien, Kalabrien, Salerno, Benevent - außer der Stadt selbst -,
Amalfi, Gaeta, Sorrent und Neapel (bis 1139 formal unabhängig) sowie die
Insel Sizilien unter normannischer Herrschaft. Dabei bilden sich mehrere
Normannenstaaten, der größte davon unter Herzog Robert Guiscard. Dieser
umfasst Apulien, Kalabrien, Amalfi, Salerno und die Insel Sizilien. Dieses
wird als Lehen an seinen Bruder Roger, den "Grossen Grafen" verliehen. Die
Eroberung Siziliens erfolgt als Kreuzzug: Papst Alexander verkündet den
Ablass für alle, die den Krieg gegen die so genannten Heiden führen.
Dennoch behandeln die Normannen die Moslems für damalige Verhältnisse mit
bemerkenswerter Toleranz.
Nordafrika, Griechenland und
Naher Osten
Robert Guiscard greift Byzanz auch
auf der Balkanhalbinsel an. Trotz des Sieges bei Durazzo (heute in
Albanien gelegen) über Kaiser Alexios Komnenos gelingt aber die Eroberung
von Byzanz nicht.
Als Gegenleistung für die Hilfe der
Venezianer gegen Robert Guiscard gewährt Kaiser Alexios 1082 Venedig das
Recht des freien Handels im ganzen byzantinischen Reichsgebiet und das
Recht auf eigen Quartiere in Konstantinopel, was zum Niedergang der
byzantinischen Wirtschaft und des byzantinischen Steueraufkommens
entscheidend beiträgt.
Robert Guiscard stirbt 1085 auf
Kephallonia an Typhus.
1099 gründet der Normanne Bohemund
von Tarent während des Ersten Kreuzzugs das Fürstentum Antiochia, vgl.
Erster Kreuzzug.
Von ca. 1123 an erobern die
Normannen für über 20 Jahre einen Küstenstreifen in Nordafrika, der
zweitweise von Tunis bis Tripolis reicht.
Das Königreich Sizilien
Der 1095 geborene Roger II. einigt
alle normannisch-italienischen Staaten im "Königreich Sizilien".
Weihnachten 1130 wird er von Papst Anaklet in Palermo zum König gekrönt.
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