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Verhältnisse in Unteritalien in der ersten Hälfte des
11. Jahrhunderts
| Die
langobardischen Fürstentümer |
im Süden Italiens
gehörten kirchenpolitisch zu Rom. Sie bekämpften sich untereinander
und lagen ihrerseits mit den Byzantinern in Streit.
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| Die Byzantiner |
behaupteten Reste
ihrer Herrschaft in Unteritalien. Praktisch selbst verwalteten sich
die nominell byzantinischen Herzogtümer Amalfi, Sorrent, Neapel und
Gaeta, die sich außenpolitisch eng an Byzanz anlehnten.
Das byzantinische Unteritalien
war griechisch-orthodox, insbesondere Kalabrien besaß griechische
Bischöfe und Klöster. Byzanz beanspruchte auch das ursprünglich (seit
Justinian) byzantinische Sizilien.
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| Die Araber |
hatten Sizilien
erst im 9. Jahrhundert von den Byzantinern erobert und führten von
Zeit zu Zeit Überfälle auf des italienische Festland durch.
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| Die Päpste |
beanspruchten ganz
Unteritalien aufgrund der sogenannten "Konstantinischen Schenkung"
sowie der Schenkung der Herrschaften Spoleto und Benevent durch Karl
den Grossen. Ausserdem erhoben sie Anspruch auf die Oberherrschaft
über die ganze christliche Kirche, insbesondere über die orthodoxe
Kirche des Ostens unter dem Patriarchen von Konstantinopel. 1054 kam
es zur endgültigen Spaltung zwischen Ost- und Westkirche.
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| Die deutschen
Kaiser |
beanspruchten als
Nachfolger Karls des Großen, der seinerzeit Benevent beansprucht
hatte, die Oberherrschaft über Unteritalien. Ab und zu dokumentierten
sie ihren Herrschaftsanspruch, indem sie mit ihren Heeren nach
Unteritalien zogen.
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In Unteritalien kreuzten sich:
- westliche, byzantinische und
arabische Kultureinflüsse
- römische-katholische,
griechisch-orthodoxe und islamische, dazu jüdische Religion.
- die Grossmachtansprüche der
Byzantiner, Päpste und deutschen Kaiser
In diese Welt drangen seit dem 11.
Jahrhundert die Normannen ein und errichteten ihre Herrschaft(en).
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