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Normannische Verwaltung und Herrschaftssicherung

Die Normannen errichteten einen Lehensstaat, übernahmen aber auch arabische und byzantinische Verwaltungseinrichtungen und -methoden, z.B. das arabische Steuersystem.

Roger I. der Grosse Graf räumte Moslems, Juden und Christen gleiche Rechte ein und billigte der Bevölkerung Religionsfreiheit zu. Alle Erlasse und Gesetze erließ er in arabischer, griechischer und lateinischer Sprache, am Hof sprach man französisch. Es handelte sich um einen Staat aus vielen Völkern mit vielen Sprachen und Kulturen.

Roger II. erließ "ein für jene Zeit vorbildliches und tolerantes Gesetzeswerk (...), das (...) römische, byzantinische und arabische Rechtsauffassungen miteinander verschmolz (Gallas: Sizilien, S. 201)", an das später Friedrich II. anknüpfen konnte. Er begründete einen modernen Beamtenstaat, der ihm das Übergewicht über seine lehensabhängigen Barone (Fürsten) verschaffte, die sich ihm fügen mussten.

Ihre Herrschaft sicherten die Normannenherrscher militärisch durch den Bau zahlreicher Burgen, politisch durch das Lehensverhältnis zum Papsttum und durch ihre Kirchenpolitik ab.

Hauptstadt war Palermo.