| Fachbegriffe Klassenstufe 9 | ||
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INHALT IN ALPHABETISCHER
REIHENFOLGE:
Absolutismus Föderalismus, föderall Fraktion Gewaltfreiheit Gleichgewicht, (Europäisches) Gottesgnadentum Grundrechte Hegemonie Imperialismus Industrialisierung Klasse Katholizismus, politischer Kolonialismus Konservatismus Liberalismus Menschenrechte Merkantilismus Militarismus Monarchie Monarchie, Absolute Monarchie, Konstitutionelle Monarchie, Parlamentarische Nachtwächterstaat Nationalismus Nationalstaat Partei Protektionismus Republik Soziale Frage Sozialismus Sozialismus, reformerische Richtung Sozialismus, revolutionäre Richtung Sozialstaat Staatenbund Staatsform Ständeordnung Stand unitarisch Verfassung Verlag, Verlagswesen Veto(recht) Vielvölkerstaat Volkssouveränität Wahlkaisertum Wahlrecht, Allgemeines, gleiches und geheimes Wirtschaftsliberalismus Zentralstaat Zensuswahlrecht
Absolute
Monarchie Konstitutionelle
Monarchie Parlamentarische
Monarchie Gottesgnadentum Volkssouveränität Stand Klasse Ständeordnung Absolutismus Aufklärung Aufgeklärter
Absolutismus
Menschenrechte
In Rechtsform, also als Bestandteile von Verfassungen, heißen Menschenrechte "Grundrechte". Kein nachgeordnetes Recht darf gegen sie verstoßen. In Rechtsform, also als Bestandteile von Verfassungen, heißen Menschenrechte "Grundrechte". Kein nachgeordnetes Recht darf gegen sie verstoßen. Siehe Menschenrechte Protektionismus Merkantilismus Allgemeines,
gleiches und geheimes Wahlrecht Bürgerwehren sind bewaffnete Verbände von Bürgern, die meist in Revolutionszeiten geschaffen werden, um die Revolution gegen Angriffe der Gegner der Revolution, z.B. der Fürsten, zu verteidigen und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Verzicht auf Anwendung von Gewalt in der Politik. Recht des Oberhauptes der Exekutive, also z.B. eines Königs oder Präsidenten, gegen Beschlüsse des Parlaments Einspruch zu erheben. "Veto" heißt lateinisch "ich verbiete". Mit einem aufschiebenden (sogenannten "suspensiven") Veto wird ein Gesetz des Parlaments auf befristete Zeit am Inkrafttreten gehindert, mit einem "absoluten Veto" kann das Inkrafttreten eines Gesetzes auf Dauer verhindert werden. Monarchie Republik Demokratie Diktatur Verfassung
Erbkaisertum Im Unterschied zum Erbkaisertum werden die Kaiser gewählt, könnte also theoretisch aus unterschiedlichen Familien stammen. Wer beim Tode eines Kaisers dessen Nachfolger wird, ist also nicht durch die Erbfolge geregelt. Staatenbund Bundesstaat Föderalismus Zentralstaat Ein einheitlicher, zentral regierter Staat ist unitarisch (unus = lat. eins, einer), im Unterschied zu einem föderalistisch organisierten Staat. Vgl. Zentralstaat Gruppe von Abgeordneten, normalerweise Mitglieder der gleichen Partei , zumindest aber vertreten sie die gleiche politische Überzeugung. Sie vertreten ihre Interessen und Ziele im Parlament gemeinsam. Organisation politisch gleich gesinnter Menschen, die bestimmte wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Ziele verfolgen. Diese sind oft in Parteiprogrammen festgelegt. Parteien wollen Regierungen stellen, allein oder mit anderen. Man unterscheidet beispielsweise Klassenparteien, die die Interessen einer bestimmten Klasse (z.B. der Arbeiter) verfolgen, moderne Volksparteien, die eine möglichst große Wählerschaft aus möglichst allen Klassen und Schichten der Gesellschaft zu gewinnen versuchen, und andere , z.B. konfessionelle Parteien (z.B. katholische Zentrumspartei, ...).Entwickelt sich im 19. Jahrhundert als politische Gegenbewegung zu Liberalismus und Sozialismus. In Deutschland organisierte er sich v.a. in der Zentrumspartei, kurz "Zentrum". Liberalismus Demokraten
von 1848 Konservatismus Nationalismus Nationalstaat Vielvölkerstaat Übergang von der vorwiegend landwirtschaftlichen (=agrarischen) Produktion zur vorwiegend industriellen Produktion mit Fabriken und Antriebsmaschinen, z.B. der Dampfmaschine. Damit verbunden sind schnelle Fortschritte in Wissenschaft und Technik. Erfindungen revolutionieren die Produktion. Frühe Industriezweige, die die Industrialisierung fördern, sind Textilindustrie, Eisenbahnbau, Kohle und Stahl. Maschinenbau, Chemie, Elektro usw. folgen. Arbeitskräfte ziehen vom Land in die Stadt, die Städte wachsen, Stadt- und Industrielandschaften entstehen. Die wirtschaftliche Theorie ist der Wirtschaftsliberalismus. In der Frühindustrialisierung herrscht der Familienbetrieb vor, es herrscht Konkurrenz. In der Hochindustrialisierung entstehen Konzerne, die als Aktiengesellschaften organisiert sind. Oft versuchen sie, Märkte untereinander aufzuteilen oder Preisabsprachen zu treffen. Die Banken werden immer wichtiger. In Deutschland halten sie auch Industriebeteiligungen (Aktien). Man spricht von "Universalbanksystem". Die Staaten versuchen den Export von Kapital und (Fertig)waren und den Import von Rohstoffen. Vor diesem Hintergrund entsteht der Imperialismus. Die Theorie des Wirtschaftsliberalismus tritt für Konkurrenz, freies Unternehmertum, Freihandel und internationale Arbeitsteilung ein und vertraut auf die Selbstregulierung des Marktes. Der Staat sollte "Nachtwächterstaat" sein, d.h. er sollte lediglich die Gesellschaft vor Angriffen äußerer Feinde schützen und im Innern Recht und Ordnung gewährleisten.Eingriffe in die Wirtschaft, also Wirtschafts- und Sozialpolitik, sollte der Staat nicht betreiben. Der Wirtschaftsliberalismus richtete sich gegen den Merkantilismus des 18. Jahrhunderts. Da England stärkste Industriemacht war und keine Konkurrenz zu fürchten hatte, setzte er sich vor allem in England durch. Verlag, VerlagswesenDas Verlagswesen ist eine neue Erscheinung, die neben der traditionellen Werkstatt bedeutend wird. Die traditionelle Werkstatt: Der Handwerker im Mittelalter, z. B. ein Weber, wohnt und arbeitet im gleichen Hause. Er kauft sich auf dem Markt die Rohstoffe, z.B. Garn, und verarbeitet sie in seiner Werkstatt auf dem eigenen Webstuhl zur Fertigware und verkauft diese wiederum in seinem Laden oder auf dem meist lokalen oder auch regionalen Markt. Als Selbstständiger ist er in der Zunft organisiert, deren Zunftzwang und Qualitätskontrolle er unterliegt. Verlagswesen: Zwischen Markt und Werkstatt des Webers tritt der Verleger. Er kauft auf dem Markt, der lokal, regional oder Weltmarkt sein kann, Rohstoffe, z.B. Baumwolle und heimisches Garn, und stellt dieses einem Weber zur Verarbeitung zur Verfügung. Dieser arbeitet in seinem eigenen Haus an einem eigenen oder vom Verleger zur Verfügung gestellten Webstuhl. Das Fertigprodukt liefert er beim Verleger ab, der ihn für seine Arbeit bezahlt. Der Verleger verkauft nun die Fertigware auf dem Markt. Da Webstühle auch auf dem Lande bedient werden konnten und dort ein entsprechende Know How zur Verfügung stand, konnten über das Verlagswesen auch die städtischen Zünfte unter Konkurrenzdruck gesetzt werden. Puddelverfahren Verfahren zur Stahlherstellung, 1784 in Großbritannien erfunden. Der Sozialismus entsteht im 19. Jahrhundert als Reaktion auf die Soziale Frage. Vorläufer in Deutschland waren die Demokraten von 1848. Der Sozialismus gliedert sich in eine reformerische Richtung im Anschluss an Ferdinand Lassalle und in eine revolutionäre Richtung im Anschluss an Karl Marx und Friedrich Engels. Diese wiederum haben englische und französische Vorläufer. Die reformerische Richtung des Sozialismus besteht auf Reformen im Rahmen des bestehenden Staates. Um diese zu erreichen, fordert sie das allgemeine Wahlrecht und versucht mit Hilfe von Arbeiterparteien Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Dabei geht es z.B. um Sozialversicherungsgesetze, usw. Das Ziel ist ein Sozialstaat. Ein wichtiger Begründer der reformerischen Richtung in Deutschland ist Ferdinand Lassalle. Die revolutionäre Richtung des Sozialismus sieht im Staat ein Mittel der herrschenden Klasse(n) zur Unterdrückung und Ausbeutung der Arbeiter. Der Staat sei nicht reformbereit bzw. -fähig. Hintergrund sind die konstitutionellen Monarchien mit ihrem Zensuswahlrecht. Nur eine sozialistische Revolution mit dem Ziel, die Macht im Staat zu ergreifen, eine Diktatur des Proletariats (=der Arbeiterschaft) zu errichten und die kapitalistischen "Ausbeuter" zu enteignen, könne den Arbeitern Freiheit und Wohlstand bringen. Die Klassen würden nach einiger Zeit absterben, statt eines Staates gebe es dann nur noch eine Selbstverwaltung aller Bürger und allgemeines Wohlergehen. Symbol: Rote Fahne Die sogenannte "Soziale Frage" gehört in den Bereich der frühen Industrialisierung. Kennzeichen sind überlange Arbeitszeiten von 14 - 16 Stunden, extrem niedrige Löhne, Kinderarbeit, Frauenarbeit, katastrophale Wohnverhältnisse, Alkoholismus und Krankheiten, keinerlei Versicherungsschutz gegen Unfall oder Krankheit, keine gesetzliche Altersversicherung, kein Kündigungsschutz, keine Gewerkschaften, Streikverbot usw. Erst mit fortschreitender Industrialisierung entsteht ein Sozialstaat Ein Staat, in dem es ausgedehnte soziale Sicherungssysteme wie Unfallschutzgesetze, Unfallversicherung, gesetzliche Arbeitslosenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, usw. gibt. In der Bundesrepublik Deutschland existiert z.B. ein ganzes "Soziales Netz" von Versicherungen und Schutzbestimmungen. Der Sozialstaat wurde historisch in erster Linie durch den Kampf der Arbeiterparteien und Gewerkschaften durchgesetzt, die wiederum auf die Industrialisierung und die Soziale Frage reagierten. Militarismus Imperialismus Kolonialismus Hegemonie (Europäisches)
Gleichgewicht
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